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Wie leicht fängt ein Wohnwagen Feuer?

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    • Wie leicht fängt ein Wohnwagen Feuer?

      Hallo!

      Ein Freund hat mir diesen Link zu einer aktuellen Schlagzeile in der BLÖD geschickt: Großfeuer auf Campingplatz


      Gemäß dem Foto stehen die WoWas gar nicht so dicht aneinander... Es heisst aber, dass sich das Feuer vom Wind unterstützt schnell auf andere WoWas ausbreiten konnte!

      Kann denn schon Funkenflug in gewissen Maße einen Brand des WoWa oder eines Vorzelts aus lösen? Kann ich mir eigentlich schwer vorstellen...

      Es sind aber auch die Gasflaschen explodiert. Dadurch könnte es doch eher zu der rasanten Feuerausbreitung gekommen sein, oder? Das klingt eher nach schlechter Recherche, wie ich finde.

      Wie verhält sich das denn mit der Feuerempfindlichkeit bei den gängigen Außenmaterialen von Wohnwagen und Vorzelten / Markiesen? Sind diese wirklich so anfällig?

      (In der Hoffnung, dass dieses Schicksal niemanden von uns und unseren WoWas ereilt!)

      UPDATE: Habe gerade den Thread in der Plauderecke gesehen, der sich auf den gleichen Brand bezog. Da sind mehr Bilder im Link zu sehen... Da stehen die WoWas doch recht eng beieinander...

      Trotzdem sei die Frage erlaubt, wie schnell Funken oder eine Flamme bei WoWa und/ oder Vorzelten / Markiesen eine Katastrophe auslösen können.
      "Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschliessen."

      "Ein Auto kann man nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe."

      "Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen."
      (Walter Röhrl)
    • Ich stand vor Jahren an der französischen Atlantikküste neben einem Baum,
      der soeben durch zündelnde Kinder Feuer gefangen hatte. Dabei fraß sich
      das Feuer erst mal durch die Nadeln in der Krone - schätzungsweise 8 - 10
      Meter über dem Boden - bevor es sich den Weg abwärts am Stamm suchte.

      Die Hitze war trotz der großen Entfernung zum Brandherd dermaßen groß,
      daß ich schnellstens das Weite suchte. Meine Löschversuche mit dem vom
      Camp mitgebrachten Löscher konnten ich und der Camperkollege in die Tonne
      treten. Der Sog der Luft durch das Feuer begünstigten Flammengröße und
      Funkenflug und ließen die Flammen in Null Komma Nix auf benachbarte Bäume
      übergreifen.

      Mich wundert es nicht, daß die Wohnis trotz ihres Abstandes zueinander durch
      die rumstehenden Utensilien (Vorzelte, Campinggedöns meist aus Kunststoffen)
      abgefackelt sind. Die Gasflaschen im Kasten erwischt´s wohl ganz zum Schluß,
      wenn der Wohni schon eine Fackel ist.
      Grüßle, Micha

      Kein Haar wächst so schnell, wie´s gespalten wird!

      Ich campe. Also bin ich!
    • Ja, die Ursache wird in erster Linie durch die Hitzestrahlung und sicher auch durch Wind begünstigt gewesen sein.

      Die Wärmestrahlung durch Feuer ist immens und es braucht dann keinen direkten Kontakt mit Feuer um ein entzünden zu ermöglichen.
      Grüßle

      Stefan :w

      "Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?"
      Albert Einstein
    • Ob ein Wohnwagen nun leichter Feuer fängt als ein Pkw kann ich so auch nicht sagen. Es kommt aber ja immer wieder vor, dass Feuer generell Übergreifen, auch wenn einige Meter Abstand besteht.
      Auch deshalb beschränkt die Feuerwehr sich bei Großbränden häufig primär auf den Schutz von Nachbargebäuden, etc und leitet Löschversuche erst sekundär mit nachrückenden Einheiten ein.

      Ich denke aber schon, dass ein Wohnwagen ganz ordentlich runter brennen kann, Brandschutzmassnahmen gibt es beim Bau dieser Wagen ja kaum.
      Die Fenster sind aus Kunststoff, schmelzen also gut weg und können gerne auch brennend runter Tropfen. Die Isolierung besteht meist aus Styropor, auch schön brennbar, wird natürlich auch nicht dadurch besser, dass die unterlattung meist aus Holz sind.
      Matratzen und Schränke sind logischerweise auch gut brennend.
      Hinzu kommt, dass die Feuerwehr wegen der großen Gefahren durch Gasflaschen (und von dieser muss sie ja bei jedem Wohnwagen/Wohnmobil ausgehen) nur eingeschränkt löschen kann.
      Hier schickt sicher kein Einsatzleiter seine Männer in eine solche Gefahrenzone, wenn keine Menschenleben in Gefahr sind. Zumal in der Regel die Gasflaschen auf den Campingplätzen ja nicht verschlossen sind, so dass schon ein abreißen einer Gasleitung eine hübsche Flamme erzeugt.

      Feuer kann sich allein durch seine Hitze ausbreiten und naheliegende Objekte entzünden. Ob die Abstände bei gängigen Campingplätzen ausreichend sind um dieses zu verhindern wage ich zu bezweifeln.
    • Hallo,

      die Außenwände eines WW sollten aus meiner Sicht schon ein bisschen Temperatur oder Funkenflug aushalten, sind ja meist aus Alublech.
      Aber die Fenster aus Kunststoff sind nach meiner Ansicht die kritischen Teile, wenn die erst mal beschädigt sind, dann weht bei ein wenig Wind die Hitze und die Funken in den Innenraum des WW und finden dort trockene Gardinen und Polstermaterial. Das brennt schneller als man laufen kann. Sollte zwischen den WW-Stellplätzen auch ein wenig Hecke als Sichtschutz sein, die hat sicherlich auch gut gebrannt, weil alles trocken bei unserem aktuellem Wetter. Dann ist die zu überbrückende Strecke für das Feuer nur noch sehr gering.
      Ich kann mir das gut vorstellen, leider.

      Grüsse
      Michael
    • damfino schrieb:

      Bukowinawolf schrieb:

      abei fraß sich
      das Feuer erst mal durch die Nadeln in der Krone
      Nadelbäume sind wegen den Ölen wirklich brandgefährlich, so ein Ast von einer Fichte in das Kaminfeuer geworfen explodiert regelrecht.Massives Holz dagegen fängt schwer Feuer.

      Nur was ist in einem WoWa verbaut: billiges dünnes Material das wunderbar brennt.
      Nach einigen Jahren auch schön trocken.
    • Solche Vorfälle sind gar nicht so selten, auch deshalb ist die Gasprüfung wichtig. In Neuharlingersiel waren, ich glaube in 2004,
      8 Wohnwagen abgebrannt und hier bei uns an einer Talsperre vor ca. 4 Jahren waren auch 5-6 abgebrannt.
      Wie brandgefährdet so ein Wagen ist kann ich nicht sagen. Aber an Silvester ist Feuerwerk auf dem Campingplatz streng verboten.

      Gruß
      Vielcamper
    • Die Entzündung von Klebern in der Wandkonstruktion, sowie den Velrattungen und in den Pressholzmöbeln geht recht schnell allein durch die Wärmestrahlung.
      Grüßle

      Stefan :w

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    • Hallo Zusammen,

      ich denke dass beim Brand auf dem Campingplatz eine grosse Brandlast vorhanden war. Es sieht alles nach ausgebauten Vorzelten aus. Innen finden sich trockenes Möbel etc. das brennt alles hervorragend. Dies ergibt eine enorme Hitzestrahlung, die Fenster der anderen Wohnwagen beginnen zu schmelzen und das Plastik fängt Feuer tropft auf Polster etc. und der nächste Wohnwagen brennt.

      Das Abblasen der Gasflaschen wird das Feuer zusätzlich begünstigt haben.

      Grüsse Mark
    • Ein Aspekt ist die Pyrolyse.
      Durch die Wärmestrahlung werden entzündliche Gase aus dem Stoff/ Material gelöst ohne direkten Kontakt mit dem Feuer, diese Gase können sich bei entsprechender Temperatur selbst entzünden. Dazu reicht dann schon u.U. die vorhandene Wärmestrahlung.
      Und in so einem WoWa gibt es genug Stoffe/ Material was gut brennt.
    • Hallo, wir Haben vergangenes Jahr ein großes WoMo durch Brand verloren.
      Das fing während der Fahrt durch Motorbrand an zu brennen. Ich hätte nie gedacht wie schnell so ein Teil brennt, es fing an aus der Motorabdeckung beisend zu qualmen, umgehend rechts ran und keine 5 Minuten später hat es lichterloh gebrannt, absolut keine Chance zu löschen selbst die Feuerwehr, die ca. 10 Minuten nach dem Beginn des Brandes vor Ort war, war machtlos.
      Wünsche euch allen dass euch so eine Erfahrung erspart bleibt.
      Du Dinger brennen wie Zunder, unser WoMo hatte Aluminiumwände und hatte kein Holz in der Konstruktion und war zu 75% bis zu Fahrgestell komplett abgebrannt.
      Also immer schön vorsichtig mit dem Feuer
    • Denke eher 2 - 3 Minuten maximal, war nach dem stoppen noch zweimal im Fahrzeug um die elementaren Dinge Papiere Geld etc. zu retten, denke das waren so 2 Minuten nach dem Anfang des Brandes und mehr ging echt nicht.
      Wie gesagt es war ein Wohnmobil denke aber ein Wohnwagen hat ein ähnliches brandverhalten.
    • Ist die Isolation eines Wohnwagen nicht aus dem gleichen brennbaren Material wie bei den "Brandhochhäusern"?


      Rivotorto schrieb:

      Für einen möglichen Brand auf CPs etc. gibt es eine Brandschutzverordnung .
      In Schweden müssen daher die Caravans mit der Deichsel zum Weg stehen und einen Mindestabstand von 4m einhalten. Im Falle eines Brandes werden die Caravans (samt ausgefahrener Stützen) weggezogen. Daher dürfen auch keine Kupplungsschlösser oder andere Sicherungsmaßnahmen (z.B. Radkrallen) verwendet werden.
      Je nach CP wird sehr streng auf diese Vorschrift geachtet.


      LG
      Mi-go
    • Bei uns auf dem Gelände eines ehemaligen Netto Supermarktes wurde einiges an Schrottfahrzeugen "entsorgt", darunter ein Wohnwagen.
      Irgendwann hat jemand versucht, den WW anzuzünden. Benzin hat er offenbar nicht verwendet aber vermutlich Papier und Pappe. Das Feuer muss wieder ausgegangen sein. Vollständig ist der WW jedenfalls nicht ausgebrannt.
    • briard schrieb:

      Denke eher 2 - 3 Minuten maximal
      Da hast du aber richtig viel Glück gehabt.
      Ich habe hier schon an anderer Stelle geschrieben wie unser Kühlschrank beim Zünden auf Grund einer gerissenen Gasleitung auf der Rückseite plötzlich unter Flammen stand.
      Zünden, Staunen und begreifen was los ist, Feuerlöscher neben der Tür greifen, rum um den WW, Gitter rausgefetzt und Löscher drauf, sind keine 25 sec vergangen.
      Das war aber auch schon reichlich eng. Ich schätze noch 5-15 sec und die Flammen hätten auf den gesammten WW übergegriffen.
      Schluß mit Camping ?, zuviele Wölfe, nervige Parkplatzüberfälle, falsche Reifen bei der ersten Schneeflocke, Stromschlaggefahr wegen fehlendem Erdungsmast am WW, Keime im Trinkwasser, schmale Einfahrten am CP, Parzellen-Teilflächenokkupanten, die Gefahr von Gasexplosionen, rauchende und türknallende Nachbarn und und und... So gehts nicht!

      Applaus den Sandburgenbauern, die sich zum Architekten des Lebens ernennen.