Anzeige

Anzeige

Nordkapp, Senja, Vesterålen und Lofoten. Oder auch Schweden, Finnland und Norwegen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Liebe Mitglieder und Teilnehmer des Wohnwagen-Forum.de,

    am 25. Mai 2018 tritt die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft.
    Das Ziel ist die EU-weite Vereinheitlichung der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
    Unsere gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Datenschutz lest ihr dazu in unserer erweiterten Datenschutzerklärung auf unserer Seite unten links.

    Wichtig: Ihr braucht nichts weiter zu tun. Es handelt sich nur um eine Information.

    Euer Team von Wohnwagen-Forum.de

    • Nordkapp, Senja, Vesterålen und Lofoten. Oder auch Schweden, Finnland und Norwegen

      Wie die letzten Male auch will ich hier meinen Reisebericht unseres diesjährigen Berichts hier auf Basis meiner Blogeinträge für Euch alle zum Mitlesen einstellen. Diesmal habe ich für den Urlaub aber "mangels" schlechten Wetters während der Reise noch gar keine Einträge geschrieben, daher wird das hier über die nächsten Tage Stück für Stück um Einträge ergänzt werden. Kleiner Spoiler: viele Kilometer und noch mehr Sonne.

      So, los geht es mit dem ersten Eintrag, welcher noch vor der Abreise lag.

      :0-0:

      Der Blog selber wächst parallel unter walther.reisen/project/skandinavien-2018/
    • Nach Norden soll es gehen

      Nach dem Kurzurlaub in Polen haben wir unsere Pläne für den Sommerurlaub mal wieder über den Haufen geworfen. War der ursprüngliche Plan die Reise zum Nordkapp, dann das Nordkapp über das Baltikum und Finnland und dann Osteuropa und Baltikum ohne Finnland sind wir am Ende wieder beim Nordkapp angekommen – aber auf dem direktesten Weg über Schweden und Finnland. Danach soll es an der Atlantikküste auf die Insel Senja, nach Vesterålen und dann noch einmal auf die Lofoten gehen.
      Noch ist rund ein Monat Zeit für Vorbereitung – aber außer einer (recht einfachen) Routenplanung und der Buchung der Fähre Sassnitz -> Trelleborg ist nicht viel zu tun. Die Technik steht bereit, im Norden muss man erfahrungsgemäß nichts reservieren und die Wettervorhersage wird im Auge behalten.
      Nach 2011 und 2016 unsere dritte Reise nach Norwegen und nach 2014 unsere zweite Reise nach Schweden.
    • Schweden wir kommen

      Heute also geht es endlich los. Der Wetterbericht verspricht gutes Wetter und drei Wochen stehen zur Verfügung. Irgendwie pendelt es sich auch ein, dass unsere Campingurlaube irgendwie rund um einen Flug starten. Bisher waren es halt meine Dienstreisen, diesmal fliegt unsere Tochter auf eine Sprachreise. Daher beginnt die Fahrt direkt damit, dass wir mitten in der Nacht (gegen 4:00 Uhr) hier bei Zossen starten und als erstes zum Flughafen Tegel fahren.
      [IMG:https://walther.reisen/wp-content/uploads/2018/07/IMG_2367-1024x768.jpg]
      3:54 – es geht los
      Nun kann man am Flughafen Tegel natürlich recht schlecht mit Wohnwagen parken, aber erst eine knappe Stunde nach Norden fahren, nur um danach wieder zurück nach Hause zu fahren und dann gleich wieder nach Norden macht auch keinen Sinn. Daher stellen wir den Wohnwagen am Saatwinkler Damm temporär auf einer Tankstelle ab (wir fragen auch, ob das OK ist) und nach erfolgreichem Abflug unserer Tochter geht es wieder nach Sassnitz. Die Fähre dort ist die kürzeste Überfahrt nach Schweden, was wir insb. der Hunde wegen ja schon mehrmals als unsere Route auserkoren haben.
      Um 13:00 Uhr ist die Fähre reserviert und nach dem letzten Tank- und Essens-Stop reihen wir uns mit den anderen Wartenden ein.
      [IMG:https://walther.reisen/wp-content/uploads/2018/07/IMG_2368-1024x768.jpg]
      Tanken und gesund Nahrung aufnehmen auf Rügen
      [IMG:https://walther.reisen/wp-content/uploads/2018/07/IMG_2369-1024x768.jpg]
      Die Fähre Sassnitz wartet auf uns in Sassnitz
      Nach vier recht entspannten Stunde an Bord erreichen wir gegen 17:00 Uhr Trelleborg und wollen tatsächlich noch Strecke machen. Das Navi stellen wir direkt jetzt schon auf das Nordkapp, schlappe 2.371km liegen vor uns.
      [IMG:https://walther.reisen/wp-content/uploads/2018/07/IMG_2371-334x593.png]
      Nur noch ein paar Kilometer
      Durch die Pausen am Flughafen und auf der Fähre sind wir überraschend fit und so fahren wir bis 22:00 noch bis Småland. Diesen Teil Schwedens haben wir ja schon in 2014 intensiv bereist und wie in unserer Erinnerung ist es hier schon sehr schön – selbst auf dem profanen Rastplatz, welches uns als Zwischenhalt dient.
      [IMG:https://walther.reisen/wp-content/uploads/2018/07/IMG_2373-1024x294.jpg]
      Ein normaler Rastplatz in Schweden
    • svenwal schrieb:

      Hm, anscheinend hat sich was an der Forensoftware geändert und man kann die Fotos nicht mehr direkt sehen?
      Unter dem Textfeld gibt es den Punkt <Dateianhänge> (mobile Version ist es die Büroklammer). Hochladen anklicken -> Datei auswählen. Dann den Cursor im Text positionieren und die Vorschau einfügen.

      Auf den Bericht bin ich auch gespannt. Mal sehen was ihr so erlebt habt und welches Wetter ihr hattet. Wir waren im Juni auf den Lofoten.
      Unseren Bericht gibt es hier.
      Peugeotpik, Kurzform von Peugeot RC PIK
      RC Pik und RC Karo: 2 Konzeptstudien von Peugeot für den Genfer Automobilsalon 2002
    • Schweden wir kommen


      Heute also geht es endlich los. Der Wetterbericht verspricht gutes Wetter und drei Wochen stehen zur Verfügung. Irgendwie pendelt es sich auch ein, dass unsere Campingurlaube irgendwie rund um einen Flug starten. Bisher waren es halt meine Dienstreisen, diesmal fliegt unsere Tochter auf eine Sprachreise. Daher beginnt die Fahrt direkt damit, dass wir mitten in der Nacht (gegen 4:00 Uhr) hier bei Zossen starten und als erstes zum Flughafen Tegel fahren.
      IMG_2367-1024x768.jpg
      3:54 – es geht los
      Nun kann man am Flughafen Tegel natürlich recht schlecht mit Wohnwagen parken, aber erst eine knappe Stunde nach Norden fahren, nur um danach wieder zurück nach Hause zu fahren und dann gleich wieder nach Norden macht auch keinen Sinn. Daher stellen wir den Wohnwagen am Saatwinkler Damm temporär auf einer Tankstelle ab (wir fragen auch, ob das OK ist) und nach erfolgreichem Abflug unserer Tochter geht es wieder nach Sassnitz. Die Fähre dort ist die kürzeste Überfahrt nach Schweden, was wir insb. der Hunde wegen ja schon mehrmals als unsere Route auserkoren haben.
      Um 13:00 Uhr ist die Fähre reserviert und nach dem letzten Tank- und Essens-Stop reihen wir uns mit den anderen Wartenden ein.
      IMG_2368-1024x768.jpg
      Tanken und gesund Nahrung aufnehmen auf Rügen
      IMG_2369-1024x768.jpg
      Die Fähre Sassnitz wartet auf uns in Sassnitz
      Nach vier recht entspannten Stunde an Bord erreichen wir gegen 17:00 Uhr Trelleborg und wollen tatsächlich noch Strecke machen. Das Navi stellen wir direkt jetzt schon auf das Nordkapp, schlappe 2.371km liegen vor uns.
      IMG_2371-334x593.png
      Nur noch ein paar Kilometer
      Durch die Pausen am Flughafen und auf der Fähre sind wir überraschend fit und so fahren wir bis 22:00 noch bis Småland. Diesen Teil Schwedens haben wir ja schon in 2014 intensiv bereist und wie in unserer Erinnerung ist es hier schon sehr schön – selbst auf dem profanen Rastplatz, welches uns als Zwischenhalt dient.
      IMG_2373-1024x294.jpg
      Ein normaler Rastplatz in Schweden
    • Am Bottnischen Meerbusen
      Kurz nach 6:00 Uhr geht es auch schon wieder los. Wer so weit in den Norden will, der muss am Anfang (und am Ende) einige Kilometer am Stück machen. Erst recht, wenn es nur knappe 3 Wochen sind für solch eine Tour. Zu Beginn fahren wir weiter durch das wunderschöne Småland (siehe auch unser Schwedenurlaub), kommen aber doch recht bald in die Gegend und dann durch Stockholm. So schön Stockholm Altstadt auch ist – auf der Suche nach Ruhe und Natur wollen wir hier nur so schnell wie möglich durchkommen. Staus haben wir glücklicherweise nicht und so fahren wir ab hier gerade nach oben auf der E4 und erreichen bald den Bottnischen Meerbusen.
      Diese Route am Meer ist die kürzeste Strecke nach Norden, die E4 ist gut ausgebaut und somit geht es schnell voran. Das eine oder andere Mal erhaschen wir einem Blick auf das Meer und machen eine Pause bei traditionell schwedischen Essen – bei Max. Eine richtige Pause wollen wir dann auf einem Rastplatz am See machen, was wir oft sehen und uns sagen: der nächste wird es. Dauert dann auch nur zwei Stunden bis dahin, aber endlich können die Hunde sich abkühlen. Abkühlen? Ich hatte ja noch gar nicht erwähnt, dass der Sommer 2018 in Schweden (und auch anderswo in Europa – zum Beispiel zu Hause) sich durch extreme Hitze und Trockenheit auszeichnet. Ende zwanzig, Anfang dreißig Grad sind die Norm.
      IMG_2375-1024x768.jpg
      Eine kurze Rast mit Schwimmrunde für die Hunde

      Durch die etwas später als geplante Rast am Wasser haben wir unser Tagesziel – weniger als 1.400 Restkilometer bis zum Nordkapp – mehr als übererfüllt und suchen uns im Internet einen netten, kleinen Campingplatz auf der Strecke. Camping Snibbens wird unser Zwischenhalt – wie sich das gehört in Schweden ruhig gelegen und direkt am Wasser.
      IMG_2377-1024x768.jpg
      Unser Platz am Wasser

      Die nette Dame an der Rezeption (welche uns auch direkt auf deutsch empfangen hatte), gab uns noch den Tipp für eine kleine Wanderung / Gassirunde auf den nahegelegenen Berg, welcher eine phantastische Aussicht auf den Mörtsjön und die Högakustenbron ermöglichte.
      IMG_2378-1024x318.jpg
      Ausblick auf die Umgebung des Campingplatzes

      Der Platz selber übrigens war nahezu voll, es ist schließlich Saison, die Hitzewelle bollert und der Küstenwanderweg beginnt um die Ecke. Letzteren hatten wir gar nicht auf dem Schirm, scheint uns aber nach allem, was wir (auch am Folgetag) gesehen haben ein sehr lohnenswertes Ziel.
    • Polarkreis, Schotter und Finnland
      Unsere schnelle Fahrt gen Norden startet heute wieder etwas früh (für einen Urlaub) um 7:20. Direkt zu Beginn geht es über die große Högakrustenbron und die Landschaft der Höga Kusten fasziniert uns. Der hier zu findende Wanderweg ist nun auf unserer Liste von Orten, die man sich noch einmal genauer anschauen sollte.
      Wieder findet sich zum Mittag ein Rastplatz direkt am Wasser, um den Hunden eine weitere Runde Erfrischung zu spendieren. Das mit dem Rastplatz darf man sich aber nicht so wie in Deutschland vorstellen, jene hier sind wirklich schön angelegt mit modernen und sauberen Klos und der einen oder anderen Attraktion (in diesem Fall etwas Kunst und ein Spielplatz).
      IMG_2413-1024x768.jpg
      Rastplatz

      Auf der Fahrt nach Norden erreichen wir auch irgendwann das nördliche Ende des Bottnischen Meerbusens und bewegen uns ab sofort quer nach oben gen Norden. Die Landschaft ist nun geprägt von langen, gerade Straßen umgeben von unendlich vielen Bäumen.
      IMG_0211-1024x682.jpg
      Lange, gerade Straßen

      Und hier ereilt uns die erste von einigen typischen Baustellen auf unserer Tour: die Straße wird auf einem größeren Abschnitt (bis zu 20km hatten wir) neu gebaut. Dabei wir die Deckschicht entfernt und man fährt kreuz und quer durch Schotter und Dreck. Dabei werden Baufahrzeuge umkurvt und die Stoßdämpfer getestet.
      IMG_0219-1024x682.jpg
      Schotterpiste

      Kurz darauf erreichen wir den Polarkreis. An dieser Stelle an der Straße 392 ist das alles recht unspekatulär – ein Schild und eine alte, verrostete Weltkugel, welche wohl zum halb verfallenen ehemaligen Besucherzentrum gehörte. Und hier am Polarkreis hat es heute mal lockere 28° Celsius. Am Polarkreis! So langsam wird uns auch wieder bewusst, wie weit wir damals in 2011 damals gefahren waren, denn es geht ja immer noch weiter.
      IMG_0224-1024x682.jpg
      Polarkreis
      IMG_0221-1024x682.jpg
      Polarkreis
      IMG_0223-1024x682.jpg
      Polarkreis (Europakarte am Heck noch ohne Finnland!)

      Last but not least erreichen wir mit Finnland das letzte Land, dass uns in Skandinavien noch fehlte. Mit dem dort gefundenen extrem kleinen Campingplatz (konnte nicht mal eine Link finden für diesen Eintrag hier…) hat sich der Wohnwagen einen weiteren Sticker auf der Europakarte verdient. Apropos Campingplatz: Wir sind noch nicht einmal richtig drauf, da laufen uns die ersten Rentiere vor die Kamera und die finnischen Besitzer können wir nur mit Händen und Füßen verstehen – kein Wort englisch. Dafür gilt hier wieder der Euro und prompt will man von uns das erste (und einzige) Mal Bargeld.
      IMG_0239-1024x682.jpgIMG_0234-1024x682.jpgIMG_2423-1024x768.jpg
      Campingplatzromantik

      Bei fabelhaftem Wetter machen wir noch einige Fotos vom Platz und dem (natürlich) angrenzenden Wasser, bevor wir beruhigt die Entscheidung fällen können: Jawohl, Ziel bleibt das Nordkapp. Denn auch wenn die ganze Reise mit dem ersten Ziel Nordkapp geplant war: wir haben uns bis heute offen gelassen, ob wir nicht direkt nach Senja abbiegen, falls das Wetter am Nordkapp nicht passen sollte. Schließlich ist das ein großer „Umweg“ und wenn dann alles voller Wolken wäre, dann hätten wir es sein lassen. Aber wie gesagt: besser könnte das Wetter kaum sein.
      Dateien
    • Nordkapp
      Der Morgen in Finnland fängt an wie im Lehrbuch. Nach dem ausführlichen Frühstück fahren wir den Wohnwagen mit dem Mover aus seinem Stellplatz und werden direkt wieder von Rentieren besucht. Auch bei der Ausfahrt muss man erst ein paar Sekunden warten, bis der Weg freigemacht wird.
      IMG_2425.jpg
      Rentier kommt uns besuchen
      IMG_2430.jpg
      Rentier auf der Ausfahrt vom Campingplatz
      IMG_0242.jpg
      Rentiere überall
      Nun also erstmal viele Kilometer auf finnischen Boden. Es ist ja unser erster Besuch hier (und soll nicht der letzte sein) und das Klischee trifft auf unserer Strecke hier komplett zu: lange (sehr lange) immer gerade Straßen umgeben von Wald, Wald und Wald. Selten trifft man mal andere Autos, ansonsten ist man allein.
      IMG_2435.jpg
      Immer geradeaus
      Während es also weiter nordwärts geht wird die Vegetation langsam lichter bzw. die Bäume verlieren an Höhe. Und so erreichen wir die norwegische Grenze – ein kleines Häuschen und niemand interessiert sich für uns. Eigentlich ja eine Außengrenze der EU und Schengen, aber das sieht man hier offensichtlich entspannter.
      Kurz nach der Grenze ist wieder Zeit für eine Rast – die Hunde brauchen Abkühlung (mittlerweile sind wir ja schon erkennbar über dem Polarkreis, aber das Wetter ist weiter unfassbar) und ein kleiner Rastplatz mit See ist schnell gefunden. Wenig überraschend: stehendes Gewässer plus Hitze führt zu einer gewissen Mückenplage hier.
      IMG_2432.jpg
      Schöner Rastplatz
      IMG_0249.jpg
      Rastplatz am See (man beachte auch den Himmel)
      Mit gefühlt einigen Litern Blut weniger geht es direkt weiter und die Landschaft beginnt sich dramatisch zu wandeln. Nach den langen Ebenen bzw. flachen Hügeln in Schweden und Finnland beginnt hier recht bald das bergige Norwegen mit den typischen, von Gletschern glattgelutschten Felsen.
      IMG_0251.jpg
      Norwegische Straßen und Landschaft
      Diese Landschaft sehen wir heute sehr lang – es geht Kilometer um Kilometer nach oben, irgendwann treffen wir auf die legendäre E6 („Nordkapp-Rennstrecke“) und auf einer Hochebene wird noch ein langer Zwischenstop mit Mini-Wanderung eingelegt, bevor es zum Endspurt geht.
      IMG_2442.jpg
      Hochebene mit Blick in die Unendlichkeit
      Gerade das letzte Stück ist faszinierend – sei es der Nordkapp-Tunnel, welcher einen unter das Meer führt, die spärliche Besiedlung oder aber auch die unzähligen Camper und Reisebusse, welche sich auf dieser teils engen Straße sammeln.
      IMG_2450.jpg
      Zwischenstop am extrem klaren Wasser am Meer
    • Nordkapp (Fortsetzung)
      Tourismus ist hier das große Ding. Das merkt man auch direkt beim Preis der Stellplatzes am Nordkapp, mit unserem Gespann sind wir mal gut 50€ los für eine Nacht.
      Aber wir sind da: das Nordkapp, der (fast) nördlichste Punkt Europas ist erreicht und das Wetter ist umwerfend. Endlich nicht mehr so heiß (der Wind weht rüber vom Norden), aber blauer Himmel und Sonne. Wir wissen, wie viel Glück wir damit haben – Nebel, nass und kalt sind ja eher der typische Hintergrund der Fotos, welche man von hier sieht. Wir machen also erstmal eine Runde Fotos (es ist übrigens ungefähr 18:00 Uhr) vom Nordkapp, der Kunst und dem Besucherzentrum.
      IMG_0309.jpg
      Wir sind da
      IMG_0345.jpg
      Das Nordkapp
      IMG_0306.jpg
      Das Besucherzentrum
      IMG_0294.jpg
      Das Ende Europas
      IMG_0288.jpg
      Die hier zu findende Kunst
      IMG_0333.jpg
      Nordkapp (Umgebung)
      Danach besuchen wir das Besucherzentrum, untersuchen alles dort zu findende und gehen ins Restaurant. 25€ kostet hier ein Hamburger mit Pommes – schockt einen natürlich erstmal, aber die Lage diktiert die Preise denken wir uns. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn neben der Lage ist es auch die Qualität. Ganz ehrlich, dieser Burger ist einer (wenn nicht sogar der) der besten, welche ich bisher gegessen habe.
      IMG_0314.jpg
      Diese beiden Trolle finden sich im Besucherzentrum
      IMG_0315.jpg
      Schautafel im Besucherzentrum
      Bisher ist es übrigens überschaubar vom Andrang, im Andenkenladen gibt es keine Schlangen, der Parkplatz ist nur ca. 60% voll und Fotos konnte man auch mit recht wenigem Menschen „im Weg“ machen. Wir verziehen uns also in den Wohnwagen, legen uns etwas aufs Ohr und warten auf die große Attraktion: die Mitternachtssonne. Und tatsächlich, gegen Mitternacht ist es auf einmal voll hier und das Licht ist faszinierend (goldene Dämmerung würde ich es beschreiben – auf jeden Fall noch sehr hell) und die Fotos, welche nun entstehen, sind sicherlich einige der ikonischsten des Urlaubs.
      IMG_2476.jpg
      Nordkapp bei Mitternachtssonne
      IMG_0348.jpg
      Das Besucherzentrum um Mitternacht
      Da wir nur drei Wochen haben und noch viel auf dem Plan steht, fahren wir kurz nach Mitternacht auch schon wieder ab und bis ca. 3:00 Uhr geht es schon mal nach Westen, um die letzte, große Fahretappe morgen zu verkürzen. Geschlagen wird dann auf einem Rastplatz auf der Hochebene, die wir ja schon von der Hinfahrt kennen.
    • Senja
      Nach kurzer Rast auf dem Parkplatz auf dem Fjell geht es heute ein letztes Mal auf eine recht lange Fahrstrecke. Dadurch, dass wir letzte Nacht schon vorgelegt haben, ist es aber überschaubar. Letztlich geht es die ganze Zeit über bei bestem Wetter die E6 gen Westen (und etwas nach Süden) vorbei an schönen Fjorden und Abzweigungen mit klanghaften Namen wie Tromsø (welches wir nicht ansteuern).
      IMG_2479.jpgNord-Troms durchfahren wir heute
      Eigentlich gibt es nicht viel von der Fahrt selber zu schreiben, außer dass auf diesem Teilstück gerade massiv neue Tunnel die alten Umfahrungen von Bergen ersetzen (die recht alten Karten im Auto von 2014 kennen viele noch nicht) und es immer mehr zur Nordkapp-Rennstrecke ausgebaut wird. Für die (wunderschöne) Landschaft auf der Strecke vielleicht mal beispielhaft ein paar Bilder von einer kurzen Pause.
      IMG_0362.jpg
      Rastplatz auf der Strecke
      IMG_2480.jpg
      Rastplatz auf der Strecke
      IMG_0365.jpg
      Rastplatz auf der Strecke
      IMG_2483.jpg
      Die eisigen Berge aus einer anderen Perspektive
      Irgendwann erreichen wir dann unsere Abfahrt und es geht rüber nach Senja. Wie wir schon festgestellt haben ist Senja nicht das bekannteste Ziel in Norwegen, daher vielleicht zwei oder drei Worte dazu: Senja ist eine große Insel (mit einer Brücke zum Festland) und liegt nördlich von Vesterålen (was wiederum nördlich an die Lofoten anschließt). Touristisch ist es noch relativ unbekannt und entwickelt sich gerade erst von einem Geheimtipp zu einem bekannten Ziel. Noch ist es aber recht verschlafen. Was Senja vor allem ausmacht ist die Vielseitigkeit, manch einer nennt es „Norwegen in klein“, weil es auf der Festlandseite recht flach ist, in der Mitte eine Hochebene hat und auf Atlantikseite Fjorde – also im Wesentlichen alles, was man in Norwegen so findet (und liebt).
      Wir fahren noch einige Kilometer an der Südseite der Insel, bis wir unsere ersten Ankerpunkt der Reise erreichen. Hier auf dem Campingplatz „Norwegian Wild“ (meinst noch mit seinem alten Namen Tranøybotn ausgeschildert) stehen wir nun für mehrere Tage zwischen dem Meer und dem Ånderdalen Nationalpark.
      IMG_2487.jpg
      Der Eingang zum Campingplatz. Nicht mal hier findet sich der neue Name.
      IMG_2485.jpg
      Was eine Aussicht
      Heute geht es aber noch nicht richtig los. Mit den Hunden werden nur kurz die ersten paar hundert Meter erkundet und dann auch schon der Grill aufgebaut und bei diesem tollen Panorama gegrillt.
    • Ånderdalen Nationalpark – Hyttekroa
      Nach all der Fahrerei sind wir also endlich an einem ersten Platz angekommen, welcher für mehrere Tage unser Ausgangspunkt für Touren sein soll. Und heute geht direkt am Platz los in den Ånderdalen Nationalpark, welcher ein größeres Areal im Süden von Senjabedeckt. Unser Startpunkt am Campingplatz heißt Hyttekroa und der hier auch vorhandene Wanderparkplatz ist auch unser Start.
      IMG_2531.jpgDa wollen wir hin
      Der Nationalpark hat vier Einstiegspunkte für Wanderungen und alle Wege treffen sich in der Mitte an einem See. Von Hyttekroa aus sind es 6km bis zum Åndervatnet in der Mitte, welcher sich recht angenehm mit Mooren, kleineren Hügeln und ein paar kleineren Felsen erwandern lässt.
      IMG_2489.jpgDer Weg
      IMG_2494.jpgMoore mit Stegen
      Angekommen am Åndervatnet treffen wir tatsächlich auch einige Wanderer der anderen Strecken, welche hier auf den Bänken Rast machen, sich in der Hütte hier einrichten oder sich das kostenlose Boot nehmen, um zu Rudern.
      IMG_2499.jpg
      Der Mittelpunkt
      IMG_0381.jpgÅndervatnet
      Ausgehungert nach Bewegung wie wir sind, entscheiden wir uns, dass wir Åndergammen zumindest noch bis zum höchsten Punkt folgen wollen, um von weiter oben noch mehr Aussicht genießen zu können. Kaum losgelaufen finden wir auch schon eine zweite Hütte für Wanderer, welche so wunderschön angelegt ist (wie eine Hobbit-Höhle), dass wir unseren Augen kaum trauen.
      IMG_2505.jpg

      IMG_2513.jpgHobbits
      IMG_2511.jpgHobbits
      IMG_2510.jpgHobbits
      IMG_2509.jpg
      Hobbits
    • Ånderdalen Nationalpark – Hyttekroa (Fortsetzung)
      Danach geht es weiter bergan (unser Ziel ist ca. 450m hoch) vorbei an Flüßchen und kleinen Schneefeldern. Oben angekommen nach insgesamt 10km Strecke (4km seit Åndervatnet) ist Zeit für eine Pause und viele Fotos.
      IMG_2523.jpgWeiße Erfrischung
      IMG_2520.jpgNasse Erfrischung
      IMG_0403.jpgAussicht von oben
      IMG_0399.jpgAussicht von oben
      IMG_0393.jpgAussicht von oben
      IMG_0391.jpgWasser gibt es genug
      1785D8EE-4188-4338-984B-76730C6455A5_image.jpgÅndervatnet beim Aufstieg
      Nachdem nun also das Tagesziel erreicht ist, wird der eine Nachteil dieses Parks sichtbar: es gibt keine Rundwege, man muss also entweder bei A starten und dann bei B enden und sich dort eine Rückfahrt organisieren oder aber den gleichen Weg zurück. Wir wollen zum Campingplatz, daher folgen wir dem gerade erklommenen Pfad wieder nach unten. Gerade auf den letzten 6km zurück nach Hyttekroa merkt man dann, dass 20km an einem Tag – am ersten Wandertag – doch schon eine recht lange Strecke ist. Gefühlt sind diese 6km wie 20km.
      IMG_2530.jpg
      Der Abstieg
      Letztendlich zurück am Campingplatz die erfrischende Erkenntnis, dass der Warmwasservorrat scheinbar begrenzt und es am Abend recht frisch unter der (dringend benötigten) Dusche ist.
    • Benutzer online 2

      1 Mitglied und 1 Besucher