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Schwedenrundtour 2018 (sieben Wochen)

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    • 38. Tag: Cache Nr. 5000
      Der heutige Tag begann wieder recht spät, ich könnte mich dran gewöhnen. Nachdem Mr. T schon am frühen Morgen zu uns gekommen war, aber nochmal einschlief, wachten wir alle erst wieder gegen halb neun auf. Egal ob halb neun oder halb sechs, es ist jeden Morgen das gleiche, Mrs. T ist der Ansicht, ihre Milch müsste fertig sein. Und dann wird so lange lautstark protestiert, bis die Flasche warmer Milch endlich da ist. Mr. T ist derweil sehr geduldig und erklärt Mrs. T immer wieder, das wir im Wohnwagen leider keine Mikrowelle habe - die wir allerdings auch zuhause ausschließlich für die morgendliche Milch bzw. den Kakao für den großen Bruder brauchen.
      Nach einem normalen Morgen ging es dann endlich los. Das Wetter sollte heute durchwachsen sein und wir hatten ein Ausflugsziel in etwas weiterer Entfernung, so dass wir den Tag dafür nutzen wollten. Also alles gepackt, damit es losgehen konnte. Johannes startete den Motor und fuhr los, was einen unglaublichen Lärm verursachte. Direkt war auch ein Nachbar vor Ort, der neben dem Auto herlief und so konnten wir das Quietschen (wirklich ganz schrecklich) schnell lokalisieren. Es schien vom rechten Vorderrad zu kommen. Die Diagnose des Nachbarn, da ist ein Stein hinter der Bremsscheibe. Muss man nur kurz der Reifen abnehmen und den Stein entfernen - ja klar, nur mal kurz... Alternativ schlug er vor, ein bissl zu fahren, auch mal rückwärts, vielleicht würde der Stein sich dann lösen. Wir sind erstmal von dem recht steinigen Platz runter gefahren und haben am Eingangsbereich des Platzes geschaut. Da kam auch direkt die nächste "Hilfe" herbei geeilt. Nein, ein Stein sei das sicher nicht. Besser mal in die Werkstatt fahren. Das wäre sowieso unser nächstes Ziel gewesen, da wir sicher nicht mal eben schnell einen Reifen abmontieren. Das Problem löste sich dann aber ganz von selber. Nach ein wenig fahren war nix mehr zu hören und so konnten wir uns auch gedanklich auf unser heutiges Ziel einstimmen: den Autofriedhof, wo wir in angemessener Atmosphäre ein Jubiläum feiern wollten, unseren 5000. Cache. Nach einer guten Stunde Fahrt, die Mrs. T zum Schlafen nutze und Mr. T mit uns gefühlt alle Einzelheiten zum Thema Tod durchsprach, kamen wir an. Man fährt auf einer ganz normalen (kleineren) Straße und würde im Normalfall nach links und rechts schauen, um ggf. doch noch einen Blick auf einen Elch zu erhaschen. Stattdessen sieht man immer mal wieder zwischen den Bäumen alte, ausgeschlachtete Autos stehen. Wir waren nicht die einzigen Besucher und so gesellten wir uns zu den anderen fahrtüchtigen Autos und stiegen aus. Es war wirklich fasziniert. Übereinander gestapelte, verrostete, ausgeschlachtete und vom Wald vereinnahmte Autos, wohin man auch schaute. Auch zwei Busse und eine Traktor konnten wir entdecken. Es war wohl so, dass bis in die 1970er Jahre die Autos in Schweden ausgeschlachtet wurden und die Einzelteile dann über die Grenze nach Norwegen gebracht und dort verkauft wurden - scheinbar ein lohnendes Geschäft.
      Für uns war es jedenfalls ein passender Ort um unseren 5000. Cache zu loggen. Dieser wurde dann auch relativ schnell von Mr. T gefunden, der dort auch noch tauschen könnte - ein voller Erfolg. Zum Mittagessen gab es ein Brot im Auto, wobei die Kinder begeistert vier Motorradfahrern zuschauen, die gerade ankamen und sich ihrer Regenkleidung entledigten um auch einen Blick auf die alten Autos zu werfen.
      Anschließend ging es dann auch für uns über die schwedisch-norwegische Grenze, wo wir an einem alten Grenzstein auch noch einen Cache bergen konnten. In Norwegen selbst haben wir uns dann nicht lange aufgehalten, aber zwei Caches eingesammelt. Einer war besonders schön, man beachte das Schild auf dem Foto unten.
      Auf dem Rückweg zum Campingplatz hielten wir noch an einem Supermarkt einer bislang nicht besuchten Kette (Maxi). Mir gefiel es, aber ich mag auch einfach große Supermärkte, auch wenn in Schweden einige Produkte nicht verkaufen werden, die ich schon sehr schätze (haltbare Milch zum Beispiel).
      Wieder am Campingplatz ging dann endlich Mr. Ts Wunsch vom ersten Urlaubstag in Erfüllung: Minigolf spielen. Und er hat sich wider Erwarten sehr gut geschlagen. Auf 12 Bahnen haben wir drei "Großen" gespielt, während die Kleinste fröhlich über die Bahnen krabbelt und auch den ein oder anderen Ball ins Loch brachte.

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    • 39. Tag: Geocaching in Sillerud
      Heute Nacht und heute morgen regnete es etwas, so dass die Bettschwere am morgen nicht so recht weichen wollte und wir den Tag erneut ruhig angehen ließen. Der wunderschöne Campingplatz macht die Sache auch leicht. Die Lage und das Drumherum sind traumhaft, das Sanitärgebaude hervorragend, er hat einen schönen Strand und einen guten Spielplatz. Darüber hinaus zahlen wir aktuell nur den Preis der Nebensaison (25€/Nacht). Er ist also auch noch besonders günstig.

      Während die Eltern gemütlich frühstückten spielten die Kinder weitgehend friedlich. Mr. T. sammelt unentwegt hübsche helle Steine, von denen sich einige auf für uns unerklärliche Weise nach kurzer Zeit dunkel färben. Mrs. T. hingegen scheint einen Entwicklungsschub durchzumachen, denn sie ist mit nichts richtig zufrieden zu stellen. Nicht einmal mit Essen. Und das, obwohl es zum Mittagessen selbstgemachte (in der Küche des Platzes) Pizza gab.
      Während des Mittagsschlafes wurden verschiedene Spiele gespielt, die Mr. T. allesamt gewann. Anschließend machten wir uns auf, doch noch etwas zu sehen und steuerten das nahe gelegene Dorf Sillerud an, in dem Manuela mehrere Caches gesehen hatte, die wir zu einer Runde verbinden wollten. Wir starteten an der Kirche. Da dort eine Trauerfeier stattfand verzichten wir auf die Besichtigung und gingen direkt weiter zu einem hölzernen Pferd am Ortseingang. Zur Freude der Kinder befand sich in der Nähe auch ein Spielplatz, auf dem wir eine längere Pause einlegten, damit sich die bereits von Beginn an müden Füße (Mr. T.) etwas erholen konnten.
      Da wir den besten Weg zu einem weiteren Cache nicht dort vorfanden, wo wir ihn vermuteten, sollte es anschließend mit Abstecher zu einer Dorfbühne direkt zur Kirche gehen. Die begangene Straße entpuppte sich schnell als (für schwedische Verhältnisse!) viel befahrene Schnellstraße (immerhin 70), so dass wir nach Alternativen suchten und vermeintlich in einem Waldpfad hinter der Bühne auch fanden. Wir schoben den Kinderwagen in Folge mehrere hundert Meter durch den Wald, um am Ende doch wieder auf der Straße zu landen. Immerhin war der Ausflug landschaftlich schön. Und wie war nochmal unser Urlaubsmotto, das uns vor ein paar Jahren auf den Monte de Orto trieb? No risk, no fun!

      Mit dem Auto machten wir anschließend noch einen geplanten Abstecher zu dem oben beschriebenen ausgelassenen Cache, der sich in einem halb zerfallen Haus befand. Da solche sogenannten Lost Places nichts für Manuela sind, machten Mr. T. und ich einen kleinen "Männerausflug" daraus. Ganz so spannend wie den Autofriedhof am Vortag fand er es dann aber nicht.

      Vor dem Abendessen (unter anderem mit Pizzaresten, die die Kinder verschlagen) ging es noch einmal zum Spielplatz und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

      Da der Platz zwar sehr schön ist, uns die nahe Umgebung außer Ruhe aber nicht mehr viel bietet, geht es morgen Abend wieder weiter in Richtung Süden.

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    • 40. Tag: Mein Sohn, der Kommunist
      Wieder einmal schliefen die Kinder einfach zu lange. Aus dem langen Schlafen ergibt sich tatsächlich ein "Problem", da Mrs. T unabhängig von der morgendlichen Aufstehzeit um halb zwölf müde wird und ihren Mittagsschlaf machen will (und soll). Die Vormittage werden dadurch ziemlich kurz.
      Heute war das aber nicht dramatisch, da wir uns sowieso aufteilten. Während die Männer einen Abenteuerausflug zu einer alten Goldmine (wo allerdings nie Gold gefunden wurde) planten, wollten Mrs. T und ich einen entspannten Vormittag am Wohnwagen verbringen.
      Johannes und Mr. T fuhren also eine halbe Stunde über Schotterwege, um dann an einem Waldparkplatz anzukommen. Die nächsten 1,5km waren weniger abenteuerlich als angenommen, die letzten 100m hatten es dann aber in sich, denn es ging steil bergauf. Um nach oben zu kommen, musste richtig geklettert werden. Die Entscheidung, die Frauen (insbesondere Mrs. T) zuhause zu lassen, war also richtig. Oben angekommen fand sich der Eingang zur alten Goldmine, die man auch betreten hätte können. Mangels Mutes von Mr. T ging es aber nur wenige Meter in die Mine hinein, was aber schon einen guten Einblick erlaubte. Zu Mr. Ts Verdruss fanden wir leider kein Gold, nicht einmal ein klitzekleines bisschen. Warum das denn so sei, beschäftigte ihn den ganzen Rückweg. Nach kurzem Nachdenken beschloss er, wenn er einmal Bergmann werden würde, noch genügend Gold für alle anderen übrig zu lassen. Es sei immerhin viel schöner, wenn alle etwas hätten. Mein Sohn, der Kommunist.
      Während die Männer erfolglos Gold suchten, liefen Mrs. T und ich über den Campingplatz, beobachten die Dauercamper beim Festzeltaufbau, heute Abend wird dort das Krebsfest gefeiert, und spielten miteinander. Besonders haben es Mrs. T die Coladosen angetan, die begeistert hin und her geräumt wurden. Punkt halb zwölf überkam sie dann die Müdigkeit und sie legte sich zwischen die Dosen. Das schien mir dann aber doch etwas unbequem, weshalb ich sie ins Bett brachte, wo sie auch direkt einschlief. Allerdings nicht lange. Seit gestern plagt sie eine ziemliche Erkältung und so wurde sie alsbald wieder wach, weil die Nase zu und dadurch das Nuckeln am Schnuller nicht richtig klappte.
      Gegen 13 Uhr war die Familie dann wieder vereint und nach dem Mittagessen begannen wir langsam zusammenzupacken, schließlich sollte es heute noch weitergehen. Die Kinder spielten derweil sehr lieb, am und im Wohnwagen sowie im Auto.Gegen 15 Uhr war alles gepackt und da es mittlerweile auch etwas regnete, beschlossen wir schon vergleichsweise früh loszufahren. Beide Kinder waren auch müde, so dass sie schnell einschliefen. Wir hielten noch an einem nicht weit entfernten Cache (wir parken einfach auf der Straße, viel Verkehr ist hier ja nicht, mit dem 12m Gespann hätten wir eh nix gefunden und tatsächlich kam kein einziges Auto vorbei), der einen schönen Ausblick versprach. Der Ausblick war nicht schlecht, durch den Regen aber nicht ganz so imposant.
      Um 17.30 Uhr bekamen die Kinder unglaublichen Hunger und ich große Lust auf einen dieser leckeren Milchshakes von Max, wir hatten einen in Stockholm getrunken und waren begeistert. Ein kurzer Blick bei Google ergab, dass es fast keinen Umweg bedeuten würde, bei einem Max in wenigen Minuten zu halten. Dort gab es dann auch etliche Stromtankstellen und auch einige Autos, die aufgeladen wurden. Generell scheint Schweden in dem Bereich deutlich weiter zu sein als Deutschland (ebenso wie bei den Möglichkeiten sein Handy zu nutzen und und und). Nachdem der Hunger mit Cheeseburger, Pommes, Ketchup in Reinform für Mrs. T und besagten Milchshake (der aber gar nicht mehr so imposant war, das muss in Stockholm die Müdigkeit gewesen sein) beseitigt war, ging es dann die letzten 60km zum Campingplatz in der Nähe von Göteborg.

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    • 41. Tag: Marstrand Familje Camping
      Seit gestern Abend stehen wir nun auf Marstrand Familje Camping. Der Aufbau begann direkt mit einem großen Ärgernis, denn wir mussten feststellen, dass das große Adressbuch während der Fahrt von seinem Platz gefallen ist. Offensichtlich war es nicht gut genug gesichert. Ansich schadet das dem Buch nicht, aber es ist so ungünstig mit der Kante aufgekommen, dass wir nun ein 1m2 großes Loch in der Pressspahnplatte des Küchentisches haben. Schöne Bescherung! Ob und wenn ja wie wir das wieder repariert bekommen werden wir zu Hause sehen müssen.
      Und auch der Platz selbst ist nicht so schön. Die Gästeplätze sind wie an einer Schnur aufgereit nebeneinander auf einer Wiese angelegt. Davor führt die Straße entlang, die wirklich alle nehmen müssen, wenn sie zum Strand (Plätze weiter vorne), zum Servicegebäude oder nach draußen (Plätze weiter hinten) möchten. Die Dauercamper stehen natürlich weitaus schöner. Die Sanitäranlagen, Kochfelder und der schöne Aufenthaltsraum sind dafür in Ordnung und weitgehend sauber. Darf man aber auch erwarten - insbesondere dann, wenn der Platz in dieser Preisklasse (39€/Nacht - er war ab dieser Stelle alternativlos) liegt. Zudem kostet wirklich alles extra. Nicht nur die Duschen (die günstig mit 50 Cent für 4min), sondern auch beispielsweise die Benutzung des Backofens (2€/30min), der Kochfelder oder selbst Warmwasser zur Handwäsche von Kleidung (1€). Wie gut, dass wir uns ab morgen in der Nebensaison befinden und dann (ACSI sei Dank) nur noch 19€/Nacht zahlen. Das ist sehr angemessen.

      Die Lage des Platzes entschädigt für alles, die ist nämlich traumhaft direkt an der Schärenküste Bohusläns - eine Landschaft, wie wir sie den ganzen Urlaub noch nicht hatten. Zerklüftete und von Steinpflanzen wie Lavendel bewachsene Felsen umrahmen hier die Küstenlinie, die zum Wandern und Krabbenfangen einlädt.
      Nach einer kurzen Nacht (die Kinder konnten nicht einschlafen und wachten dann aber um 7 - ganz entgegen dem sonstigen Urlaubsrythmus - wieder auf) nutzten wir diese Möglichkeit direkt nach dem Frühstück, da für den Nachmittag Regen angesagt war. Vom Campingplatz liefen wir einen engen Pfad entlang und konnten allerhand schöne Eindrücke gewinnen. Da Mrs. T. nach einer Weile im Tragesystem einzuschlafen drohte, ging Manuela dann mit ihr zurück, während ich mit Mr. T. noch einen einfachen Weg lief, bis auch er müde wurde.
      Nach einer kurzen Erholungspause verbrachten wir anschließend noch einige Zeit auf dem Spielplatz, bevor es Mittag gab und wir uns abermals aufteilen. Ich wollte noch einmal ein wenig in Richtung Stadt laufen und ein paar Caches einsammeln, wozu ich Mrs. T. mitnahm (die konnte sich nicht wehren). Mr. T. blieb derweil mit Manuela am und im Wohnwagen, wo sie erneut den bereits einmal gemachten Kuchen in der Pfanne backten, abwuschen und aufräumten.
      Mrs. T.s und mein Weg führte uns unterdessen bergauf und bergab zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt und schließlich an den Hafen, wo wir uns schon einmal über die Fährpreise zur Insel Marstrandsö (Marstrand liegt sowohl auf der Halbinsel Koö als auch der autofreien Insel Marstrandsö, die nur per Fähre erreichbar ist) erkundigten. Anschließend ging es auch für uns zum Wohnwagen um zum Abendbrot den sehr leckeren Kuchen zu verzehren.
      Während wir unterwegs waren hat es angefangen zu regnen und sich auch so richtig eingeregnet. Das soll so noch die ganze Nacht gehen. Zum Tagesabschluss durfte Mr. T. deshalb noch ein wenig Pettersson und Findus gucken. Für morgen ist aber besseres Wetter angesagt - wir werden sehen.

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    • 42. Tag: Asebyrundan
      Wie vom Wetterbericht versprochen hörte es heute morgen tatsächlich auf zu regnen und es blieb auch den ganzen Tag trocken. Zwischendurch kam sogar etwas die Sonne raus. Zu ihrem Verdruss durfte Mrs. T. heute morgen trotzdem nicht draußen krabbeln (zu nass). Dafür machten wir nach dem Frühstück alle zusammen einen Ausflug.
      In rund 15km Entfernung auf dem Festland hatten wir eine kleine (6km) Geocaching-Runde ausgemacht, die wir angehen wollten.
      Das Abenteuer begann bereits beim Parken, denn der angegebene Parkplatz lag an einem Waldweg. Diesen konnten und durften wir prinzipiell zwar befahren, wenige Meter vor dem Ziel war aber Schluss, denn mehr machte unsere Bodenfreiheit nicht mit (haben wir versucht). Wir fuhren also ein Stück zurück und dann in einen anderen Waldweg, bis wir eine geeignete Stelle mitten im Wald fanden. Anschließend liefen wir sehr schön erst eine Weile durch den Wald, dann durch ein Dorf und am Ende leider eine Straße entlang. Wir konnten heute nicht alle Caches finden, die Runde war aber dennoch sehr schön und für uns ein guter Ausflug.

      Anschließend fuhren wir weiter nach Kungälv um im MAXI-ICA Lebensmittel für die letzten Tage zu kaufen und danach wieder zum Campingplatz. Dort durften die Kinder noch rund 1.5 Stunden auf den Spielplatz (Mrs. T. ist das erste Mal alleine gerutscht!), bevor es Abendbrot gab (Baguette mit einer Art Krabbensalat) und die Kinder mit Manuela erst unter die Dusche und dann ins Bett gingen. Während Manuela im Bett noch ein neues Buch begann lief ich alleine noch eine Runde (5km) auf der Insel. Dabei fand ich nicht nur Luxusvillen an der Waterkant, den höchsten Punkt der Insel, sondern sah auch drei Rehe.

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    • 43. Tag: Marstrandsö
      Unsere letzte Etappe hat heute unter Beweis gestellt, dass sie (für uns) landschaftlich die schönste ist. Oh wie schön ist Marstrandsö. Genau dorthin führte uns nämlich bei Kaiserwetter unser Weg, nachdem wir den Morgen etwas ruhiger angehen lassen musste. Mrs. T. konnte erkältungsbedingt nicht gut schlafen und brauchte deshalb noch zwei Stunden Extraschlaf- und Kuscheleinheiten, während Mr. T. schon zum Frühstück Pipi Langstrumpf auf dem Laptop gucken durfte. Besondere Umstände verlangen eben besondere Maßnahmen. Gegen halb 11 waren wir dann aber fertig und konnten zur 1.5km entfernten Fähre (Fahrtzeit 2min bei 6€ Kosten Hin- und Zurück) laufen. Auf der Insel angekommen wanderten wir zunächst durch die Stadt zu einer Synagoge, dann ein wenig am Ufer entlang und nahmen schließlich einen der hervorragend ausgebauten und kinderwagentauglichen Wege. Ursprünglich wollten wir nicht ganz bis zur Westspitze vorlaufen, es war jedoch so schön (wir fühlten uns wieder auf unserer Sehnsuchtsinsel Korsika), dass wir immer weiter gingen. Naja und wir fanden auch keinen guten Abzweig. Dumm nur, dass der Weg kurz vorm Westspitzenleuchtturm von Kies zu nicht vorhanden wechselte. Egal, einmal so weit gekommen wollten wir natürlich weiter, was dazu führte, dass wir Kind und Kinderwagen rund einen Kilometer Bergauf und Bergab über Felsgeröll tragen durften. Die Runde war (wie gesagt) aber wirklich zu schön, so dass wir das gerne in Kauf nahmen - auch die vielen Blicke, die uns entweder bemitleideten oder uns signalisierten völlig Wahnsinnig oder mindestens verantwortungslos zu sein. Am Ende kamen wir wieder auf einen guten Weg, der uns zurück zur Stadt und auch zur Carstens Festung führte. Letztere war für uns nicht so interessant. Wir haben sie deshalb nur von außen betrachtet und sind dann mit einem Pommes-Zwischenstopp zurück zum Wohnwagen gelaufen. Auch heute sind wir mit 11km letztlich weiter gelaufen als zunächst angenommen. Entsprechend müde waren die Kinder, die gut zur gewohnten Zeit ins Bett fanden.

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    • 44. Tag: Gekås
      Heute morgen wurden wir vom leisen Trommeln des Regens geweckt. Nachdem Mrs. T noch ein Weilchen bei uns geschmust hatte, wagten wir dann auch einen Blick nach draußen und es lässt sich in einem Wort beschreiben: nass.
      Während des Frühstücks beschlossen wir dann recht spontan, nicht wie ursprünglich geplant morgen weiterzufahren bzw. die Rückreise mit wenigen Stopps in Deutschland, anzutreten, sondern uns schon heute auf den Weg zu machen. Das Wetter kann nur besser werden.
      Mit viel Unterstützung von Mr. T und ein wenig Sabotage von Mrs. T (die Spielsachen im Wohnwagen haben wir bestimmt fünfmal eingeräumt) waren wir dann gegen 11 Uhr abfahrbereit. Da wir gestern noch nichts vorbereitet hatten und heute auch erstmal in aller Ruhe frühstücken, waren wir ganz gut in der Zeit.
      Heute lagen gut 730km vor uns. Ziel: "unser" Leuchtturm in Falshöft. Ein kurzes Telefonat mit einem der Campingplätze vor Ort ergab, dass erstens Plätze frei sind und wir zweitens auch in der Nacht anreisen können, vor dem Platz gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten.
      Die Strecke von 730km wollten wir nicht in einem durchfahren, vor allem weil die Höchstgeschwindigkeit für uns bei 80km liegt. Wie geplant, steuerten wir also als erstes den größten Supermarkt der Welt (Gekås) in Ullared an. Gegen 13.30 Uhr kamen wir an und schon die Parkplätze sind gigantisch. Es gibt auch mehrere für Wohnwagen, so dass wir entspannt einparken konnten (es war auch nicht "so" voll). Gleichzeitig können 5000 Personen in dem Supermarkt einkaufen, in Hochzeiten kann es schonmal sein, dass man warten muss, bevor man mit dem Einkaufen starten kann. Vor solchen Problemen standen wir heute aber nicht. Zwar waren dort Massen an Menschen, es verlief sich aber ganz gut. Wir suchten sowieso erstenmal etwas zu essen und entschieden uns für einen Asiaten - ein Fehler, wie sich schnell herausstellte. Das Essen war nur lauwarm und der Geschmack ließ mehr als nur zu wünschen übrig. Immerhin konnte Mrs. T sich an Wassermelone satt essen und Mr. T schmeckte das Eis zum Nachtisch sehr gut. Hungrig musste also keiner aufstehen, lecker ist trotzdem was anderes.
      Dann sollte das Einkaufserlebnis endlich losgehen. Entweder man liebt es oder man hasst es. Johannes gehört wohl zur zweiten Gruppe und outete sich entsprechend, als wir an den 69 Kassen vorbei zum Eingang marschierten. Auch die Kinder konnten dem Einkaufserlebnis - wie zu erwarten war - nicht allzuviel abgewinnen. Aber ich muss sagen, es war einfach toll. Mir hat es gefallen. Durch die ersten Teile (Drogerie, Klamotten) sind wir ziemlich schnell durch. Länger haben wir uns in der Kinderabteilung aufgehalten. Es gab Spielzeug ohne Ende und teilweise wirklich günstig. So ist Mr. T nun endlich Besitzer eines kleinen Anna und Elsa Schlosses (Lego) und Mrs. T. ist um einen Stoffdrachen reicher. Zudem konnten wir einen neuen Satz Schnuller für Mrs. T erstehen. Während wir zuhause bei dm 7 Euro für zwei Stück bezahlen, gab es die hier für 3 Euro (zwei Stück). Es landete noch die ein oder andere sinnvolle Kleinigkeit im Einkaufswagen und dann hieß es, wieder ab zum Wohnwagen und alles verstauen, es lagen ja noch einige Kilometer vor uns.
      Gegen 16.15 Uhr ging es dann wieder los. Das nächste Mal (wann auch immer das sein wird), plane ich einen mehrtägigen Besuch. Wir können auf dem dazugehörigen Campingplatz campen, ich gehe shoppen und der Rest der Familie vergnügt sich anderweitig. Allerdings müssen wir dann genug Platz für die Einkäufe im Wohnwagen/Auto einplanen. Das ist mittlerweile ziemlich voll.
      Nach einer kleinen Abendbrotrast ging es dann über die Øresandbrücke von Schweden nach Dänemark. Das war ein Erlebnis, der Spaß kostete aber auch gut 120 Euro. Allerdings immer noch günstiger als die Fähre. Nun fahren wir durch Dänemark, die Kinder schlafen auf den Rücksitzen, eingekuschelt in ihre Decken und mit jeder Menge Kuscheltieren und ich werde Johannes noch die letzten 330km unterhalten.

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    • juergenmv schrieb:

      Mtn schrieb:


      Darüber hinaus gefiel uns die Atmosphäre auf den Campingplätzen nicht. Die Schweden sind doch sehr eigenbrödlerisch unterwegs und so sind wir - trotz zweier kleiner Kinder (eigentlich ein Garant für Kontakt!) - während unserer Reise kaum mit anderen Menschen in Kontakt gekommen. Nicht einmal beim Spülen wurden unsere Grüße beantwortet....
      Du bist aber sicher, in Schweden gewesen zu sein?
      Wie viele andere auch habe ich die Schweden in der Mehrheit als kontaktfreudige, freundliche, entgegenkommende, hilfsbereite, höfliche Menschen und deren Kinder oder Hunde als nie laut oder störend kennen gelernt.
      Inwieweit diesbezüglich Unterschiede zu uns Deutschen oder Niederländern bestehen, will ich hier keinesfalls erörtern.

      Schade, dass ihr solche Erfahrungen gemacht habt, hoffe aber, Ihr hattet dennoch eine sehr schöne Zeit.
      Deine Positionen zu anderen Nationalitäten hast du ja schon in anderen Threads dargelegt. Wir empfanden die Schweden weder als unfreundlich, unhöflich, laut oder störend, sondern eben nur als eigenbrödlerisch, was für uns eine neue Campingerfahrung war. Kontaktfreudigkeit würde ich aus den Erfahrungen, die wir in fast sieben Wochen Schweden gemacht haben, nicht unterstellen. Das Beispiel mit dem Abwasch war sicherlich überspitzt - ein "Hej!" kam schon zurück, sonst aber nichts. Aber das sind eben auch unsere ganz persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen. Mag sein, dass das andere Menschen auch anders empfinden. Jedenfalls war es auf dem ersten deutschen Campingplatz der Reise direkt wirklich ganz anders. Da habe ich sogar zum Müllwegbringen 20 Minuten gebraucht, weil ich so oft ins Gespräch kam.

      Ich habe jetzt alles gepostet - da kommt kein weiterer Berichtsteil :) Ansonsten gilt: Do not ask to ask!
    • Mtn schrieb:

      juergenmv schrieb:

      Du bist aber sicher, in Schweden gewesen zu sein?Wie viele andere auch habe ich die Schweden in der Mehrheit als kontaktfreudige, freundliche, entgegenkommende, hilfsbereite, höfliche Menschen und deren Kinder oder Hunde als nie laut oder störend kennen gelernt.
      Inwieweit diesbezüglich Unterschiede zu uns Deutschen oder Niederländern bestehen, will ich hier keinesfalls erörtern.

      Schade, dass ihr solche Erfahrungen gemacht habt, hoffe aber, Ihr hattet dennoch eine sehr schöne Zeit.
      Deine Positionen zu anderen Nationalitäten hast du ja schon in anderen Threads dargelegt....
      Was meinst Du denn mit "anderen Nationalitäten"? Bisher ging es nur um Schweden.
      Also unterlasse solche unterstellenden du missverständlichen Formulierungen.
      Von einem gebildeten Menschen wie Du es bist erwarte ich nun und hier Klarstellung.
    • Hallo MTN,

      ui, ein schöner langer Bericht. Klasse, dass Du ihn am Stück reinkopiert hast, das dumme Gelaber dazwischen geht mir üblicherweise auf den Keks, so kann man viel besser lesen!

      Da wir erst sieben mal in Folge in Schweden waren, kann ich ein paar Punkte aber auch nicht nachvollziehen, aber das sieht ja jeder unterschiedlich. Wir hatten weder viele "Eigenbrötler" und wurden auch (praktisch) immer gegrüsst, oft von anderen zuerst (natürlich gibt es auch dort schon mal Deppen) und hatten auch nette Kontakte auf den CP. Und ich würde niemals die LKW behindern, sondern nehme sie eher als Maßstab für die offensichtlich landestypische Geschwindigkeit ;)

      Viele Grüße
      Bernd
    • Hallo Johannes und Manuela.

      Vielen Dank für den schönen Reisebericht. Da werden Erinnerungen an unsere letztjährige Tour wach. Danke, dass ihr eure Erlebnisse mit uns geteilt habt.

      Auch wir fanden den Marstrand Familje Camping nicht wirklich toll, aber die Umgebung ist schon sehr schön.
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

      RUT Nds 2019
      Es sind noch Plätze frei!

      Reisebericht Südschweden 2017