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Kein ATC mit ESP + Gespannstabilisierung kaufen ?

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    • Kein ATC mit ESP + Gespannstabilisierung kaufen ?

      Hallo zusammen,

      wir kommen gerade von der Messe und uns würde von verschieden Händlern abgeraten ATC mitzubestellen, da wir einen Wagen mit ESP inklusive Anhängererkennung und Gespannstabilisierung haben. Da es unnütz wäre und wenn wir es später doch noch haben wollen könne man es preisgleich nachrüsten.

      Ist es tatsächlich den Aufpreis nicht wert? Oder würdet ihr es trotzdem mitbestellen?

      Wir liebäugeln mit dem Fendt Bianco Selektion 550 SKM und fahren einen Seat Alhambra als Benziner.

      Vielen lieben Dank
      Nicole
    • Hallo,
      meinem Hymer Nova habe das ATC gegönnt und bei meinem jetzigen Dethleffs habe ich das ATC nachträglich einbauen lassen.
      Mein Zugfahrzeug hat auch ESP inklusive Anhängererkennung und Gespannstabilisierung, aber ich war in Südfrankreich froh dass in meinem Hymer das ATC eingebaut war. Ich habe gerade einen LKW überholt und wollte rechts einscheren als enorm schnell ein Pkw hinter mir auf die rechte Seite einscherte und mich während ich einscherte mich auf der rechten Seite überholte. Nur durch direktes Linkslenken konnte ich einen Unfall vermeiden. Das ATC hat dieses Manöver wirkungsvoll unterstützt. Es reagierte viel schneller als das ESP inklusive Anhängererkennung und Gespannstabilisierung des GLCs

      Ich hoffe das nie wieder erleben zu müssen.


      Lass das ATC einbauen es gut angelegtes Geld für die Sicherheit genauso wie das ESP. Wenn man beide Systeme nie braucht gut.


      Gruß

      Helmut
      Unterwegs mit Frau, Gauner, Mercedes Benz GLC 220D 4matic
      [IMG:http://www.h-leidinger.de/Unser%20Gespann/thumbs/Unser%20Gespann.jpg][/url]
      verfolgt von einm Dethleffs Nomad Snow 650 ER

    • Ich habe das ATC auch entgegen der Empfehlung des Händlers einbauen lassen. Der hat mir davon abgeraten, obwohl mein damaliges Zugfahrzeug noch ein ESP ohne Gespannstabilisierung hatte. Mein jetztiges Zugfahrzeug hat ESP mit Gespannstabilisierung und ich würde es trotzdem wieder so machen.

      In der Praxis musste ich die Funktion zum Glück noch nicht testen, aber es kann zwei ganze essentielle Dinge anders (mehr wäre der falsche Ausdruck..), als das ESP am Zugfahrzeug:
      - Es greift direkt und nur an der Bremse vom Hänger ein, das ESP dagegen kann die Bremse vom Hänger nur indirekt ansteuern, in dem es das Zugfahrzeug bremst
      - Es kann Bewegungen am Hänger früher und direkt erkennen, da es direkt an der Achse des Hängers misst, das ESP hingegen misst über die Sensoren im Zugfahrzeug und damit auch nur die Bewegung des Zugfahrzeugs, die aus der des Hängers entstehen.
      Bisher 32 Nächte in unserem Wohnwagen geschlafen und 4641km damit unterwegs gewesen :0-0:
      2018: Camping Stein, Bad Endorf (D); Campingplatz Kesselberg, Kochel am See (D); Camping De Duinpan, Noordwijk (NL); Campingplatz Wiehltal, Wiehl-Bielstein (D); Caravan Camping Sassabanek, Iseo (I); Le Esperidi Village, Marina di Bibbona (I); Camping San Benedetto Vecchio Mulino, Peschiera del Garda (I)
      2017: Camping Bergamini, Peschiera del Garda (I); Camping Valle Gaia, Casale Marittimo (I); Camping Fossalta, Lazise (I)
    • So gegensätzlich können Meinungen zum ATC sein... ich hatte in 14 Jahren Gespannfahren nicht eine(!) Situation, wo ich ein ATC benötigt oder vermisst hätte.
      Wer mit einem Zugfahrzeug, welches in Größe und Gewicht zum Wowa passt, vorausschauend und defensiv fährt, hat schon eine Menge zur passiven Sicherheit beigetragen.
      Ich will aber nicht in Abrede stellen, dass es zu extrem kritischen Situationen kommen kann, s. @enmld.
      Diejenigen, die vom ATC überzeugt sind und Geld dafür investiert haben, werden es immer befürworten.
      Andere haben eine andere Meinung...

      Gruß, Uli
      Man kann immer eine Menge machen - bei genauerem nachdenken kann man aber auch eine Menge bleiben lassen...
    • Bei grossen schweren Anhängern soll das ATC immer sinnvoll sein, da es deutlich schneller reagiert, als das ESP mit Gespann Stabilisierung des Zugfahrzeug. Bei kleinen Anhängern, deutlich unter 2to und Länge um 7m oder kürzer inkl. Deichsel, ist ATC bei entsprechend schwerem Zugfahrzeug nicht unbedingt nötig. Aber sicher ist sicher.
      LG Alex
    • Die Systeme funktionieren einzeln zuverlässig. Beide zusammen ergänzen sich zusätzlich. Je nach Zusammenstellung des Gespanns (siehe #5) kann man auch auf das ATC verzichten. Das war auch meine Entscheidung.....Wenn es auf die Euronen nicht ankommt, oder das Gespann recht ungleichmäßig ist, dann würde ich es auch nehmen. Safety first ;)
      :ok Schöne Grüße und weiterhin frohes Campen! :ok

      :w Chris :w

      Lieber 1000 Sterne über mir, als 5 an der Hoteltür ;)
    • Katsegler schrieb:

      ich hatte in 14 Jahren Gespannfahren nicht eine(!) Situation, wo ich ein ATC benötigt oder vermisst hätte.
      Vorweg: Deine Meinung will ich dir gar nicht ausreden, Uli! Ich würde es nicht daran festmachen, ob man sich eines zugelegt hat, oder nicht, aber unterschiedliche Meinungen dazu wird es immer geben, da stimme ich dir voll und ganz zu!
      Dieses Argument aber finde ich nicht gerade sinnvoll. Ich habe bisher weder Gurt, noch Airbag gebraucht in meinen Fahrzeugen. Ich bin auch jahrelang Fahrzeuge ohne ESP gefahren und hatte keine Situation, die ich nicht auch ohne gemeistert habe. Trotzdem würde ich mir heute kein Auto mehr ohne diese Systeme kaufen..
      Bisher 32 Nächte in unserem Wohnwagen geschlafen und 4641km damit unterwegs gewesen :0-0:
      2018: Camping Stein, Bad Endorf (D); Campingplatz Kesselberg, Kochel am See (D); Camping De Duinpan, Noordwijk (NL); Campingplatz Wiehltal, Wiehl-Bielstein (D); Caravan Camping Sassabanek, Iseo (I); Le Esperidi Village, Marina di Bibbona (I); Camping San Benedetto Vecchio Mulino, Peschiera del Garda (I)
      2017: Camping Bergamini, Peschiera del Garda (I); Camping Valle Gaia, Casale Marittimo (I); Camping Fossalta, Lazise (I)
    • Hallo,

      ich habe auch beides und das ist gut so. Ich habe das ATC für 600 € nachgerüstet (selbst eingebaut). Bis das Anhänger ESP am Auto eingreift ist das Gespann schon enorm am schlingern und der Eingriff, den das Auto machen muss, ist sehr heftig. Das ATC greift viel früher und sanfter ein. Natürlich sollte man so fahren, dass möglichst kein Eingriff notwendig wird. Ich habe meine diesjährige Italien-Tour auch ohne Eingriff von ATC oder ESP gemeistert. Aber unverhofft kommt oft (schnelles Ausweichmanöver, Seitenwind Böe).
      Im Auto bremst man ja auch nicht immer bis das ABS rattert und doch hat es jeder irgendwann schon einmal gespürt und war vermutlich froh, das es die automatische Stotterbremse gibt. Meine Meinung: ALKO sollte seine Chassis serienmäßig damit ausstatten, dann steigen die Stückzahlen und der Preis für jeden einzelnen sinkt.

      Gruß Rico
    • Lasst Euch nicht von irgendwelchen Messeheinis irgendwelche irrsinnige Dinge empfehlen. Geht bei b. weiter nach der Einfügung. Sorry!

      Technisch hat das Eine nichts mit dem Anderen zu tun. Extra Groß Geschrieben!

      Messeheinis veräußern gerne Wowa mit horrender Ausstattung zur Präsentation, möglichst mit Null Zuladung und ein ATC lässt sich auf einer Messe ja auch nicht im Fahrbetrieb demonstrieren. Das Anhänger ESP hat auch keine Datenverbindung zum ATC. Das ATC zieht den schlingernden Hänger wieder achsengleich durch Bremsung gerade, das kann. das ESP nicht.
      Das ESP sorgt lediglich dafür, dass das Zugfahrzeug sauber läuft, wenn es an der Kugel Irritiationen gibt.

      Dann gibt es noch die Schlingerkupplungen am Kupplungsmaul...sind diese dann in den Augen der Messeheinis Unsinn?


      b. Stattdessen würde ich nach dem eigentlichen Ausbildungsberuf fragen.

      Bäcker, Maurer, LKW Fahrer?

      Aber nichts gg diese Gewerbe als solches!

      Ein ATC oder dieses der Mitbewerber sollte als Ausstattung dabei sein.

      Gruß
      Michael
    • Hallo,

      ich fahre seit 11 Jahren die Kombination aus Wohnwagen mit ATC und Zugfahrzeug mit Anhänger-ESP.

      Wir hatten schon ein paar Eingriffe des ATC, für die ich auch in dieser Situation dankbar war. Das ESP des jeweiligen Zugwagens hat in keinem dieser Fälle eingegriffen.

      Nach meiner Meinung gehört in einen 550er Wohnwagen auf jeden Fall und unabhängig vom Zugwagen ein ATC.

      Gruß Rainer
    • Wir haben das ATC bei unserem aktuellen WW mit 1700 kg von Anfang an. Einbauen lassen haben wir es, weil der Suzuki S-Cross eigentlich zu leicht war und es damals ein Gespann am Limit war. Jetzt mit dem Mazda CX5 ist das Gespann stabil. In Norwegen und auf deutschen Autobahnenbaustellen hat das ATC mittlerweile 3 oder 4 mal angesprochen. Die Querneigung hat es ansprechen lassen. Ich habe mir danach viele Gedanken darüber gemacht. Für mich macht das ATC mehr Sinn. Es streckt das Gespann im Notfall und stabilisiert es.
      Anhänger ABS bremst das Gespann massiv ab. Es nimmt aber keine Rücksicht ob der Hänger gerade im maximalen Ausschlag ist oder im Zentrum hinter dem Auto. Und der Hänger läuft auf und drückt auf den Zugwagen was IMHO die Stabilität schwächt.
      Mit der Logik würde ich jederzeit wieder ein Auto ohne Anhänger ABS kaufen. Sollten wir aber noch einmal einen WW kaufen (steht eigentlich nicht zur Debatte da wir unseren Traum WW haben) immer wieder ATC.
      Ich habe mit unserem Knaus und dem S-Cross einmal aufschaukeln erlebt. Brauche ich nicht mehr. Ich habe es abgefangen aber ich bin froh, sollte es noch einmal vorkommen, wenn mir ein Helferlein hilft.
      Wer überall seinen Senf dazu gibt, läuft Gefahr, ein Würstchen zu sein.
    • Wir waren letztes Jahr in Schweden unterwegs, als auf einer der weniger befahrenen Straßen vor uns ein langsames Fahrzeug fuhr. Auf einer längeren Geraden setzte ich zum Überholen an und beschleunigte dafür noch hinter dem Langsamfahrenden. Während des Ausscherens bremste der Langsamfahrende abrupt und ich konnte einen Zusammenstoß nur durch beherztes, schnelleres Lenken auf die Gegenfahrbahn verhindern. Der Wohni schwenkte logischerweise weit nach links aus, als ich auf der Gegenspur angekommen war. Während ich noch am abfangen war, regelte das ESP mit Gespannstabilisierung schon.

      Es bremst nicht einfach nur ab, sondern steuert gezielt diejenigen Bremsen des Zugfahreuges an, die der jeweiligen Querbeschleunigung entgegenwirken. Während der Situation empfand ich das Gespann nie als unbeherrschbar. Das mag vor allem dem ESP zuzuschreiben sein. Ich war erstaunt, wie wirkungsvoll es regelt, ohne merklich viel Geschwindigkeit zu nehmen. Man befindet sich schließlich noch auf der Gegenfahrbahn und gerade auf gleicher Höhe zum Überholten.

      In dieser Situation hat das ESP sehr gut funktioniert. Wie es in anderen kritischen Fällen arbeitet, möchte ich nicht ausprobieren. Jedenfalls fühle ich mich nach meinem Erlebnis auch ohne ATC sicher.

      Ein neuer Wohnwagen würde bei uns kein ATC bekommen. Wenn es dabei wäre - gut. Wenn nicht - auch gut.
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

      RUT Nds 2018
      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


      [IMG:https://images.spritmonitor.de/643346_5.png]
    • Gut, dann kann ein Eingreifen des ATCs und Mitbewerber Technik auch gar nicht beurteilt werden, wenn nicht vorhanden?

      Da ist Hobby leider auch sehr rückständig gewesen mit den Achsen und Stabilisierung.

      ...

      Das ATC zieht das Gespann gerade.

      Es bremst gleichzeitig auf beiden Seiten.

      Das kann die Fahrzeugtechnik leider nicht leisten.

      Grundsätzlich ist aber eine fahrzeugseitige Gespannstabilisierung gut. Wir bemerken es insbesondere bei 100km/h Fahrten. Das Gespann läuft dann ruhiger, als das Zugfahrzeug selbst ohne Anhänger in der gleichen Situation, z.B. bei Seitenwind.

      Gruß
      Michael
    • Katsegler schrieb:

      So gegensätzlich können Meinungen zum ATC sein... ich hatte in 14 Jahren Gespannfahren nicht eine(!) Situation, wo ich ein ATC benötigt oder vermisst hätte.
      Kann ich nur unterschreiben, ich habe das ATC verbaut (aber nur, weil es in 2016 bei Dethleffs noch Serienausstattung war) und noch nie eine Situation erlebt, in der es eingegriffen hat. Mein Zugesel hat auch das Anhänger-ESP verbaut, das habe ich auch noch nie benötigt...
    • dr-no schrieb:

      Die Systeme funktionieren einzeln zuverlässig. Beide zusammen ergänzen sich zusätzlich. Je nach Zusammenstellung des Gespanns (siehe #5) kann man auch auf das ATC verzichten. Das war auch meine Entscheidung.....Wenn es auf die Euronen nicht ankommt, oder das Gespann recht ungleichmäßig ist, dann würde ich es auch nehmen. Safety first ;)
      Hmmm, verstehe ich das richtig, Du hast auf das ATC verzichtet? Trotz "Obergeschoss"? Sorry, aber eine ungünstigere Gewichtsanordnung als hier gibt es ja gar nicht.... 120 kg auf dem Dach des Wohnwagen, das widerspricht allen Empfehlungen beim Gespann beladen.

      Aber die Diskussion hier verstehe ich nicht wirklich... Als es in den 50ern erste Gurte gab, keiner hat sie gebraucht... ABS, was für ein Quatsch, verlängert sogar den Bremsweg.... Airbags, sind nur teuer und können mich verletzen, sogar Verbrennungen gibt es.... ESP braucht niemand, ich kann Kurven fahren und beherrsche mein Auto.... Bremsassi, Notbremssystem, toter Winkel Warner, Abstandsradar, alles nur für Leute, die nicht fahren können... ATC kostet auch nur Geld, ich fahre ja vorausschauend...

      Leute Leute..... :xwall:
      bisher: Hobby 530TK, Knaus Sport 400LK, Fendt Platin 510TFB....

      Jetzt LMC Vivo 490E... :camping:
    • Wir haben es, bei Liste deutlich nördlich von 55K€ Neupreis, nicht drin.

      Auch nach absolviertem Fahrsicherheitstraining mit eigenem Gespann habe ich kein Bedürfnis nach einem weiteren, unbeeinflussbaren Regelsystem.

      OK, ich bin beim Beladen extrem, unsere Oberschränke und Tanks fahren leer, die Zuladung konzentriert sich auf die Doppelachse und ich habe links/rechts weniger als 20kg Differenz, dazu steht unserer auf großen Rädern mit flachen Reifenflanken und dementsprechend wenig Walken, der Luftdruck stimmt immer etc..

      So geht das Gespann mit viel Reserve in erlaubten Tempobereichen, ein wenig souveräner am T6 als am Velar, jedenfalls sicher beherrschbar.

      Ich kann den Ruf nach mehr Sicherheit im Gespannbetrieb gut nachvollziehen.

      Aber ausgerechnet ein Regelsystem, dass die Uralttechnik von Achsen und Trommelbremsen weiter konservieren hilft halte ich nicht für zielführend.

      Technisch muss es weg von der Steinzeit (Trommelbremsen und Vollballonreifen) hin zu modernen Einzelradaufhängungen mit Scheibenbremse und aktuellen Reifen gehen.

      Viel wichtiger: verpflichtendes Sicherheitstraining für jeden, der ein neues Gespann fährt und dies nicht beruflich tut.
      Mehr Kontrollen, extrem verschärfte Strafen für Überladung, Strafen für falsche Beladung.

      ATC und ähnliche Systeme sind ansonsten nur ein Pflästerchen auf der offenen Wunde Sicherheit.

      Kurz: Nein, ich rate nicht zu ATC.

      VG
      Marc A.
    • Genau diese "Ratschläge" meine ich....

      MAWilms schrieb:

      Wir haben es, bei Liste deutlich nördlich von 55K€ Neupreis, nicht drin.

      Auch nach absolviertem Fahrsicherheitstraining mit eigenem Gespann habe ich kein Bedürfnis nach einem weiteren, unbeeinflussbaren Regelsystem.

      OK, ich bin beim Beladen extrem, unsere Oberschränke und Tanks fahren leer, die Zuladung konzentriert sich auf die Doppelachse und ich habe links/rechts weniger als 20kg Differenz, dazu steht unserer auf großen Rädern mit flachen Reifenflanken und dementsprechend wenig Walken, der Luftdruck stimmt immer etc..

      So geht das Gespann mit viel Reserve in erlaubten Tempobereichen, ein wenig souveräner am T6 als am Velar, jedenfalls sicher beherrschbar.

      Ich kann den Ruf nach mehr Sicherheit im Gespannbetrieb gut nachvollziehen.

      Aber ausgerechnet ein Regelsystem, dass die Uralttechnik von Achsen und Trommelbremsen weiter konservieren hilft halte ich nicht für zielführend.

      Technisch muss es weg von der Steinzeit (Trommelbremsen und Vollballonreifen) hin zu modernen Einzelradaufhängungen mit Scheibenbremse und aktuellen Reifen gehen.

      Viel wichtiger: verpflichtendes Sicherheitstraining für jeden, der ein neues Gespann fährt und dies nicht beruflich tut.
      Mehr Kontrollen, extrem verschärfte Strafen für Überladung, Strafen für falsche Beladung.

      ATC und ähnliche Systeme sind ansonsten nur ein Pflästerchen auf der offenen Wunde Sicherheit.

      Kurz: Nein, ich rate nicht zu ATC.

      VG
      Marc A.
      ... wer AKTIV zum Verzicht auf Sicherheitseinrichtungen rät, sollte meiner Meinung nach auch in Regress genommen werden können, wenn dann deshalb etwas passiert. Dieses Verhalten finde ich unmöglich.
      Wenn Du eine technische Lösung hast, eine Scheibenbremse mit einem Auflaufbremssystem zu betreiben (ohne gravierende Gewichtsnachteile und ohne neue Systeme am Zugfahrzeug...), dann kannst Du richtig Kohle verdienen. Und wenn Du selbst ein Fahrsicherheitstraining mit dem WW gemacht hast, solltest Du eigentlich wissen, was ein plötzlich auftauchendes Hindernis aus der Fahrstabilität eines Gespannes macht....
      bisher: Hobby 530TK, Knaus Sport 400LK, Fendt Platin 510TFB....

      Jetzt LMC Vivo 490E... :camping:
    • @Gaggel

      Ich halte Deine Meinung für die gefährlichere Sichtweise.

      Nicht Technik, sondern verantwortungsvoller Umgang schafft Sicherheit.

      Ich führe Dir gern vor, dass ich ohne ATC (und mit deaktiviertem ESP) am Zugfahrzeug schneller durch einen doppelten Spurwechsel komme als mit.
      Und gern auch, dass "nur" 100kg Zuladung falsch verstaut dass ansonsten exakt gleiche Gespann nur noch extrem schwer beherrschbar machen.

      Dann zur Realität: Schau dir die Gespanne auf der Autobahn an, bevorzugt am ersten Ferientag.
      Oft hastig und ahnungslos gepackt, mit wenig erfahrenem und schon zu Beginn der Fahrt müdem Fahrer hinter dem Lenkrad.

      Die siehst du dann auf dem CP auspacken und überschlägst nur im Kopf die Massen, die da bewegt wurden.

      Ausnahmen?

      Ach was.

      Aber davon geht echte Gefahr aus, nicht von fehlendem ATC.

      Und beim Thema "mangelhafte Wartung" (Bremsen, Auflaufeinrichtung, Reifen, Beleuchtung etc.) bin ich noch gar nicht.

      Sorry... Aber 99% der Fälle, die ATC einen Unfall verhindern kann wären ohne gravierendes Fehlverhalten vorher gar nicht erst entstanden.

      VG
      Marc A.