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Standby Verbrauch auf die Spitze getrieben, oder wie pflegt ihr eure AGM's und GEL's

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    • Standby Verbrauch auf die Spitze getrieben, oder wie pflegt ihr eure AGM's und GEL's

      Einmal fahren wir noch weg, und dann neigt sich die Saison dem Ende.
      Sicher kein neues Thema, aber ich verbinde mal das eine mit dem anderen:

      Wie überwintert ihr eure Akku's im WW?
      Welcher Standby Stromverbrauch stellt sich bei eurem WW ein?

      Ich habe mal gemessen, mit einem guten Leistungsmessgerät, das auch die Wirkleistung (und nicht die Scheinleistung, wie bei den meisten Billigen) anzeigt.
      Im Tabby ist das Schaudt CSV410 verbaut.
      Wenn alle Verbraucher im Standby-Modus sind, zeigte das Wattmeter 13,5W, wobei die GEL Batterie (Exide ES900 80Ah) bereits voll geladen war und der Schaudt auf Erhaltungsladung umgeschaltet hatte.
      Nach und nach habe ich dann die Sicherungen oder Hauptschalter deaktiviert, so dass folgende Einzel Standby Verbräuche ermittelt werden konnten:

      12V Hauptrelais 0,4W (für Beleuchtung und Pumpen, nicht für Musikanlage)
      Mover 2,2W (über den Knochen, hatte sich wohl noch nicht "schlafen gelegt")
      Musikanlage 3,0W (separate Sicherung, der hohe Verbrauch liegt in der Hauptsache an dieser dauernden LED Befeuerung, auch wenn das Radio aus ist...)
      TV 0,2W (12V-Stecker)
      Klimaanlage 0,2W (über Sicherungsautomat)
      Hauptsicherung Batterie 1,2W (dann wird allerdings auch nicht mehr geladen)

      Standby nur Erhaltungsladung ergibt dann 7,5W.

      Es stellt sich hierbei die Frage, ob man während der Stillstandzeiten den WW am Netz belässt.
      Oder alternativ mit einem kleinen automatischen Batterielader bei Laune hält.
      Ich habe hier einen Voltcraft BC-1001, der Stromverbrauch beträgt bei Erhaltungsladung damit bummelige 1,5W, kleiner Unterschied, was?
      Anderseits macht die Differenz in Euros ausgedrückt auch nur ca. 15,- pro Jahr aus, so what...

      Trotzdem eine Überlegung wert, warum sollte man die WW Elektrik samt Schaudt durchgehend betreiben?
      Kondensatoren z.B. werden mit der Zeit nicht besser, besonders wenn sie unter Spannung stehen (kürzlich hatte so ein Knallfrosch meinen Wechselrichter gehimmelt).
      Überspannungen gibt es auch schon mal, das nächste Gewitter kommt bestimmt...

      Die andere Überlegung wäre, den Akku vollzuladen, abzuklemmen und im WW zu überwintern.
      Gerade GEL's und AGM's haben eine sehr geringe Selbstentladung, die bei Kälte noch mal langsamer vor sich geht.
      Ich persönlich halte nichts davon, die Batterie auszubauen und mit in den "trockenen und warmen" Keller zu nehmen, weil der Akku "das so gerne mag" ;) ...
      Bei meiner AGM Motorradbatterie mache ich das so, wie oben beschrieben.
      Im Frühjahr ist noch genug Dampf da, um die Maschine minutenlang wachzuorgeln.

      Akku's in Notstromanlagen werden aus Sicherheitsgründen regelmäßig getauscht.
      Liegt der Grund des relativ kurzen Wechselintervalls in der ständigen Standby-Ladung?

      Wie ist eure Meinung?

      Danke und beste Grüße

      Friedel
    • Ich klemme meine AGM Akkus bei längerem nicht Gebrauch einfach ab und Gut iss. Dauernd am Strom schadet auf Dauer, egal ob übers Netz oder über Solar.
      Die Starter Batterie in meinen Boot hat mit dieser Methode 13 Jahre gehalten, die Service Batteriebank hatte sich nach 8 Jahren in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Im Wohnwagen funktioniert die AGM Batterie trotz Solaranlage seit nun 6 Jahren ohne Probleme.

      Gruß Andreas
    • Moin Friedel,

      bei mir bleibt die Gel-Batterie seit Jahren drin.
      Allerdings hängt mein 80W-Solarpanel an der Südseite des WW-Carports und lädt nach.
      Bislang reichte die Ladeleistung aus um auch im Winter im WW zu basteln einschl. Regelung der Gasheizung, Radio und Licht.
      Bei Bedarf wird kurzzeitig auch der Inverter zum Laden der Akkus (Taschenlampe, Staubsauger, Schrauber) aktiviert.
      Nur der Tracker darf im Winter im Haus bleiben.
      Gruß Erni

      Jedem sein Hobby, ich habe mein(en) "Hobby". :0-0:
    • Der Caravan hat an seinen Abstellplatz keinen Netzstrom und auch keine Solaranlage. Also keine Möglichkeit einer Nach- oder Erhaltungsladung. Verbaut ist das Schaudt Caravan-Ladesystem CSV 413, mit dem bei Netzstrom auch der Akku geladen wird.

      Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:
      • Vor dem Abstellen wird mind. 12 (Zwölf) Stunden am Netz geladen.
      • Wenn die Abstellzeit 6 Wochen nicht überschreitet bleibt der Akku angeschlossen.
      • Wenn die Abstellzeit länger als 6 Wochen beträgt wird der Akku abgeklemmt.
      Der Akku, vollgeladen, bleibt abgeklemmt über eine Winterpause im Caravan. Das hat sich zwölf Jahre beim Vorgänger bewährt und beim aktuellen Caravan auch schon im dritten Jahr. Jedes mal war noch ausreichend Kapazität zum Movern vorhanden. Auch beim 12 Jahre alten Akku.
      Es grüßt Jürgen :w
    • Habt ihr wirklich Sachen am Akku, die ohne Freischalter angeklemmt sind? Sowohl der Mover (Lastrelais) als auch die Autakschaltung sind bei mir über Hardwareschalter abschaltbar. wenn die aus sind, fließen 0,000A. damit ist mein Akku auch nach dem Winter noch pralle voll.

      Linus

      PS: Akku und Wirk/Scheinleistung passen nicht. es gibt bei Gleichstrom keine Wirk- und Scheinleistung, da es keine Phasenlage gibt...
    • bastl-axel schrieb:


      Hochtrabende Begriffe für ganz normale Ein- und Ausschalter und Natoknochen für den Mover oder was soll ich mir darunter vorstellen?

      wenn du willst, darfst du ihn auch so bezeichnen. für mich ist ein Schalter, bei dem nach dem Ausschalten noch mA fließen (für irgend eine Standbyfunktion) eben kein richtiger Ausschalter. das wollte ich mit den Begriffen darstellen. ich denke, wer Wirk-, Schein- und Blindleistung in den Raum wirft, sollte sich auch unter diesen Begriffen etwas vorstellen können. Eben ein Schalter, der wirklich Hardwaremäßig ausschaltet und kein Soft-off.

      Natoknochen ebenso, wobei ich den nicht habe (ersetzt durch Lastrelais und einen weiteren "Hardwareschalter")

      Linus
    • Der Linus schrieb:

      Habt ihr wirklich Sachen am Akku, die ohne Freischalter angeklemmt sind? Sowohl der Mover (Lastrelais) als auch die Autakschaltung sind bei mir über Hardwareschalter abschaltbar. wenn die aus sind, fließen 0,000A. damit ist mein Akku auch nach dem Winter noch pralle voll.

      Linus

      PS: Akku und Wirk/Scheinleistung passen nicht. es gibt bei Gleichstrom keine Wirk- und Scheinleistung, da es keine Phasenlage gibt...
      Im Prinzip gebe ich dir Recht.
      Sobald aber ein Ladegerät am Netzt hängt (230V seitig), gibt es aber eben diese Phänomene, und das ist bei unseren WWägen regelmäßig so.
      Ich habe darauf hin gewiesen, falls sich mal jemand auch so ein Leistungsmessgerät zulegt.
      Nur die tatsächliche Wirkleistung ist der Wert, den man beim E-Werk bezahlen muss (als Kleinverbraucher).
      Kann das Messgerät das nicht (Verpackungsaufdruck), ist es eher ein Schätzeisen.

      Friedel
    • ERIBA 530SL schrieb:

      Der Caravan hat an seinen Abstellplatz keinen Netzstrom und auch keine Solaranlage. Also keine Möglichkeit einer Nach- oder Erhaltungsladung. Verbaut ist das Schaudt Caravan-Ladesystem CSV 413, mit dem bei Netzstrom auch der Akku geladen wird.

      Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:
      • Vor dem Abstellen wird mind. 12 (Zwölf) Stunden am Netz geladen.
      • Wenn die Abstellzeit 6 Wochen nicht überschreitet bleibt der Akku angeschlossen.
      • Wenn die Abstellzeit länger als 6 Wochen beträgt wird der Akku abgeklemmt.
      Der Akku, vollgeladen, bleibt abgeklemmt über eine Winterpause im Caravan. Das hat sich zwölf Jahre beim Vorgänger bewährt und beim aktuellen Caravan auch schon im dritten Jahr. Jedes mal war noch ausreichend Kapazität zum Movern vorhanden. Auch beim 12 Jahre alten Akku.
      Hallo Jürgen,

      so ähnlich hat man das uns bei der Übergabe auch empfohlen, ich glaube für 2 Wochen...
      Wenn ich mir den Standby von über 5W (rein DC) beim Tabby angucke, ist das wohl keine gute Idee.
      Im Augenblick lassen wir für wenige Wochen die 230V Versorgung dran.
      Ansonsten klemme ich gleich den Akku ganz ab (hat einen Schnellverschluss und man kommt von der Serviceklappe aus dran).
      Ok, da könnte man noch einen zusätzlichen Knochen einschleifen.
      Sofort Abklemmen hat auch einen entscheidenden Vorteil:
      Man kann es nicht mehr vergessen ;) .

      Friedel
    • Der Linus schrieb:

      ...für mich ist ein Schalter, bei dem nach dem Ausschalten noch mA fließen (für irgend eine Standbyfunktion) eben kein richtiger Ausschalter...
      Naja, der Schalter schaltet schon komplett ab, aber halt nur die Funktionen, die auch über den Schalter laufen.

      Der Linus schrieb:

      ..."Hardwareschalter"...
      Jetzt hast du immer noch nicht erzählt, was du genau darunter verstehst.
      Einen Schalter, der mechanisch die Zuleitungen unterbricht und nicht nur einen Impuls an die Elektronik sendet?
    • Ich habe die vom Hersteller verwendeten verschraubten Polklemmen gegen Schnellklemmen getauscht.
      Wenn der Wohnwagen ins Winterquartier kommt wird nach dem abstellen die Klemme vom Minuspol abgenommen, aus Seite gelegt und der Wagen abgeschlossen. Das ist in der Regel nach den Herbstferien der Fall. Nach dem Winter, meist zu Beginn der Osterferien geht’s dann wieder zum Wagen, meist brauche ich den dann nicht movern da ausreichend Platz in der Halle ist.
      Also anhängen, losfahren, zuhause dann kurz Polklemme wieder drauf und den Wagen in die Einfahrt fahren, erst dann wird der Akku wieder geladen. Ich hatte ein „powermeter“ in der Leitung verbaut, die Spannung lag in der Zeit meist bei knapp über 12V (nach dem movern)
      Da hat der Akku dann um die 5-6 Monate ohne Ladung gestanden.
      Wichtig ist das man die Batterie abklemmt damit auf keinen Fall auch nur ein geringer Strom fließen kann. Man darf nicht vergessen das selbst 0,01A Strom nach 5 Monaten schon 36Ah sind, damit wären die meisten Akkus vermutlich schon tiefentladen.
      Wir hatten mal einen Wagen da lag bei eingeschaltetem Hauptschalter der Standby bei über 2A! War wohl irgendwas fehlerhaft am EBL.
    • Der CSV410 soll ja eine Booster-Funktion zum Laden der Batterie während der Fahrt haben.
      Das konnte ich noch nicht messen.
      Offenbar fehlt die Ladeleitung seitens des PKW's.
      Mal sehen, ob das nächste Fzg. eine hat.

      Könnte man das ansonsten überbrücken?

      Der Kühlschrank muss/ kann beim Fahren nicht mit Strom versorgt werden, läuft dann auf Gas.

      Die Schnellklemmen sind bei unserem Tabby bereits verbaut, man wusste schon, warum ;) .
      Das sind bessere Blechhülsen mit zentraler Knebelschraube.
      Sie machen jetzt nicht so den superstabilen Eindruck, waren bislang aber gut fest.
      Weil man von der Serviceklappe aus gut drankommt, baue ich wohl keinen Haupt-Knochen ein.
      Der wäre deutlich unzugänglicher.
      Naja, für den Mover-Knochen muss man auch immer das Lattenrost liften.
      Manche Extras sind mitunter nicht so "liebevoll" verbaut.

      Friedel
    • worschtsopp schrieb:

      Den Mover Knochen kannst du mit dem Truma XT eigentlich vergessen. Der zieht keinen nennenswerten Strom.
      Standby konnte ich nur im aktivierten Modus messen, da war er eindeutig zu hoch (siehe erster Tröt).
      Nach einer Weile legt sich die Steuerung aber schlafen, dann könntest du Recht haben.
      Allerdings ist der Knochen sehr nützlich, wenn sich das System festfährt, dass hatte ich in der kurzen Zeit schon mehrfach.
    • Friedeldiddl schrieb:

      Standby konnte ich nur im aktivierten Modus messen, da war er eindeutig zu hoch (siehe erster Tröt).Nach einer Weile legt sich die Steuerung aber schlafen, dann könntest du Recht haben.
      Allerdings ist der Knochen sehr nützlich, wenn sich das System festfährt, dass hatte ich in der kurzen Zeit schon mehrfach.
      Der Mover legt sich nach wenigen Minuten schlafen. Dann zieht er noch Strom im niedrigen einstelligen Mikroamperebereich.
      Was meinst du mit festfahren des Systems? Hatte bis jetzt noch keinen XT, der sich aufgehängt hat.
    • worschtsopp schrieb:

      Friedeldiddl schrieb:

      Standby konnte ich nur im aktivierten Modus messen, da war er eindeutig zu hoch (siehe erster Tröt).Nach einer Weile legt sich die Steuerung aber schlafen, dann könntest du Recht haben.
      Allerdings ist der Knochen sehr nützlich, wenn sich das System festfährt, dass hatte ich in der kurzen Zeit schon mehrfach.
      Der Mover legt sich nach wenigen Minuten schlafen. Dann zieht er noch Strom im niedrigen einstelligen Mikroamperebereich.Was meinst du mit festfahren des Systems? Hatte bis jetzt noch keinen XT, der sich aufgehängt hat.
      Die Fernbedienung zeigte nach dem Einschalten permanent Störung an.
      Nach dem "Knochen-Reset" lief's dann wieder.
      Seitdem nehme ich den Mover nach Gebrauch gleich vom 12V-Netz.