Anzeige

Anzeige

Sinn oder Unsinn? Styropor als Frostschutz für das Abwasser?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Liebe Mitglieder und Teilnehmer des Wohnwagen-Forum.de,

    am 25. Mai 2018 tritt die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft.
    Das Ziel ist die EU-weite Vereinheitlichung der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
    Unsere gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Datenschutz lest ihr dazu in unserer erweiterten Datenschutzerklärung auf unserer Seite unten links.

    Wichtig: Ihr braucht nichts weiter zu tun. Es handelt sich nur um eine Information.

    Euer Team von Wohnwagen-Forum.de

    • Sinn oder Unsinn? Styropor als Frostschutz für das Abwasser?

      Hallo zusammen. Der nächste Winter kommt bestimmt. Unser neuer Hobby Excellent 650 WFU "soll" Ende Oktober kommen. Mit dem Wagen wollen wir auch im Winter in West-, Ost- und Norddeutschland vagabundieren und deshalb hat er unter anderem, neben seiner serienmäßigen Isolierung, eine Fußboden- und eine Wasserumlaufheizung sowie ein stabiles Vorzelt erhalten. Was er nicht hat, ist eine frostgeschützte Abwasserauffang- und -sammeleinrichtung.

      Hobby ließ mir auf Nachfrage mitteilen, man könne keine Rücksicht auf Wünsche von Kunden nehmen, Effzienz und Ökonomie der Serienfertigung seien die relevanten Größen und deshalb muss der Behälter beim eingeschränkt wintertauglichen 560WFU eben unter den Wagen gestellt werden. Basta. Bezüglich Gebrauchstauglichkeit im Winter etc. solle ich mich mit meinem Händler unterhalten.

      Die nun für ähnliche Problemfälle und Anfragen schon zigfach im Netz vorgeschlagenen Alternativen, kein Wasser verbrauchen oder Eimer unter den Abfluss stellen, Frostschutz rein geben und vor dem Einfrieren öfter entleeren, funktionieren zwar vermutlich, ich empfinde diese Tipps aber in der Summe als "zynisch", bei einer Geldausgabe von über 30.000 Euro.

      Als gebrauchsoptimierte Alternative zum herkömmlichen Hobby-Abwassertank habe ich mir zunächst einen größeren (mit 40 Liter an Stelle von 24 Liter) inkl. Adapterschlauch von einem italienischen Anbieter besorgt. Die Gerätschaften der Spüle sowie der Sanitär- und Duschkabine sollen ja auch benutzt und nicht nur geputzt werden. Nun beschäftigt mich die Frage, soll ich mir für den Wintereinsatz noch eine simple Kiste aus Styropor bauen und das Ding bei Bodenfrost darin "eingepackt" unter den Wasserabfluss stellen? Könnte das eventuell eine einfache Frostschutzwirkung haben. Würde das einen positiven Effekt gegen schnelles Einfrieren zum Beispiel Übernacht bringen oder nur Mehrarbeit für mich beim Auspacken zum Leeren bescheeren? Oder haben die kleinere Bodenfläche plus die Kegelform eines simplen Eimers tatsächlich den höchsten Wirkungsgrad "gegen das Gefrieren" des Grauwassers? Hat hier ein kompetenter Fachmann, eine Fachfrau eine physikalisch fundierte Meinung zu diesem Thema? Ich wäre dankbar für umsetzbare Infos.

      MfG, Herbert
    • Ohne vernünftige Heizung samt Isolierung wird das nichts. Entweder hast du einen Abwasser-Anschluss am Platz, dann brauchts das alles nicht, oder es wird extrem Aufwändig.

      Frischwasser ist im Winter auch nicht gerade ohne, selbst mit einem beheizten Schlauch, ist es immer wieder spanned, da Drukregler oder Magnetventil gerne einfrieren.

      Wir benutzen meist den FWTank und HT Rohre fürs Abwasser. Unter diesen Umständen hast du dich einfach beim falschen Hersteller umgeschaut ;) Andere haben durchaus innenliegende Tanks ab Werk als Option. Vergiss alles was nicht konisch und offen ist unterhlab des Wagens. Ansonsten hast du ein 25KG Eiswürfel.
    • Ok. Danke.

      Aber OnkelR, "falscher Hersteller"? Gibt es überhaupt noch einen Wohnwagenbauer, der im unteren und mittleren Preissegment nach Anwenderbedürfnissen und Erfordernissen konzipiert und/oder auf Wünsche des Users eingeht?

      Für die Bedürnisse von mir und meine Frau war der 650erWFU (mit echter Sanitär- und Duschkabine) eben das eleganteste, brauch- und bezahlbarste "Übel". Die Nichtissolation und -integration des Abwassertanks nahm anscheinend nur ich den Hobbyisten übel. Nach den Verkaufszahlen stören sich andere nicht daran. Nun müssen wir eben basteln.
    • Ich denke es gibt genügend Gründe, die Euch dazu bewegt haben den Hobby zu nehmen.
      Andere hätten diese Aspekte vielleicht nicht in der Summe bereitgestellt, dafür aber wie zum Beispiel unser Camper optionale, innenliegende Abwassertanks geboten.
      An der Stelle muß man einfach damit leben das der Hersteller diese Option einfach nicht hat. Dafür habt ihr ja einen sicher sehr stylischen Wohnwagen.

      Wenn ihr die Dusche also auch bei Minusgraden nutzen wollt (meist passt da kein Innentank drunter), werdet ihr wohl oder übel alle Leitungen und den Abwassertank isolieren und beheizen müssen.
      Wie schon weiter oben erwähnt werdet Ihr aber auch Probleme mit dem Frischwasser bekommen. Wenn der CP bei Frost überhaupt noch Wasser am Platz bietet, wird der Schlauch auch einfrieren, wenn das in der Leitung steht.

      Das wäre mir alles zu riskant und aufwendig (täglich Wasser mit der Kanne vom San-Haus holen). Dann gehe ich lieber richtig heiß und ausgiebig im San-Haus duschen.

      Bin gespannt, wie Ihr das Problem angeht. :)
      Beste Grüße
      Sönke

      damals <-> 2016 Immer mal wieder einen gemietet (mal LMC mal HOBBY)
      2016 <-> 2018 TEC Weltbummler 510GK - BJ2011 (jebraucht)
      2018 <-> Dethleffs Camper 540 QMK (genannt Dedel) :w

      Reviere:
      Ostseeküste
      Mecklenburger Seenplatte
      Mittel Schweden :thumbsup: (mein Favorit)
      Kroatien / Cres / Camping Slatina :wacko:
      Bald: Dänemark - Hvidbjerg Strand
    • Ich habe bei meinem Hobby eine Rohrbegleitheizung für den Abfluss eingebaut. Damit hatten wir zumindest bei unserem alten Wohnwagen dann keine Probleme mit dem Abwasser bis zum Ausgang.
      Da wir aber auch nicht Duschen, langt uns ein Gummieimer unter dem Abfluß.
      Styropor hebt je nach Wetter die Kälte nicht ab. Spätestens in der Nacht friert der Behälter zu.
      Wir sind sehr viel im Schwarzwald und auf der Alb im Winter unterwegs. Aber das Abwasser und Zuwasser ist je nach Temperatur immer ein Problem.
      Zumindest bei unseren letzten 3 Wohnwägen.
      Das WC und der Frischwasserbehälter wird durch die Umluft gut warm.

      Befüllt wird mit einer Gießkanne.
      Duschen gehen wir auf dem Platz.

      Bis jetzt konnten wir mit dieser Lösung gut leben.

      Harry
    • Ok, ich habe verstanden.

      Wir bedanken uns bei allen für die Vorschläge - und reagieren dann, wenn es so weit ist, nach Effizienz und Efektivität.

      Herbert


      P.S.: Vor dem Kauf des Wohnwagens haben wir zig Händler von diversen Firmen besucht. Fast ohne Ausnahme wurden wir, wenn sie sehr freundlich waren, wegen unserer Vorstellungen (zwei große Liegeflächen - 1x hart, 1x weich, mindestens 1,95 m Stehhöhe, benutzbare Dusche, kein gelsenkirchener Barock, Wasserheizung, Wintereignung, max. 1800 kg) als "Exoten" abgetan. Bezahlbare Wohnwagen würden gemäß Standards nach Massenbedürfnissen gebaut. Wer mehr will soll mehr bezahlen und wer das nicht will, was sie im Programm hätten, soll woanders kaufen. Ich bin bisher noch nie derartig oberflächlich und zum Teil sogar völlig falsch beraten worden, wie im Vorfeld unserer Kaufentscheidung. Die Angebotsvielfalt und die schönen Bildchen im Internet sowie die Verkaufsunterlagen der Hersteller, die ab Mai keiner herausgeben wollte, weil ja Ende August eine Messe veranstaltet werden sollte, waren für uns Neueinsteiger mehr Verwirrung als Aufklärung.

      Schlussendlich haben wir einen für uns bezahlbaren Kompromiss aus allen Wünschen und Möglichkeiten gebildet. Also arrangieren wir uns nun so, dass es funktioniert und uns Spass macht. Ich danke Euch für die Tipps!

      Herbert
    • Tertiaer schrieb:

      Die nun für ähnliche Problemfälle und Anfragen schon zigfach im Netz vorgeschlagenen Alternativen, kein Wasser verbrauchen oder Eimer unter den Abfluss stellen, Frostschutz rein geben und vor dem Einfrieren öfter entleeren, funktionieren zwar vermutlich, ich empfinde diese Tipps aber in der Summe als "zynisch", bei einer Geldausgabe von über 30.000 Euro.
      Was ist denn daran zynisch? Außerdem waren das dann Tipps von anderen Campern und nicht vom Hersteller.

      Tertiaer schrieb:

      Wer mehr will soll mehr bezahlen
      Eigentlich logisch und ist doch überall so, nicht nur bei WoWa.

      Tertiaer schrieb:

      und zum Teil sogar völlig falsch beraten worden,
      Ich denke, du wusstest, was du willst?

      Bei Kabe, einem schwedischem Hersteller wärst du bestimmt eher fündig geworden, denn die wissen, was Wintercamping bedeutet.
    • das an die Abwasserleitung ->elv.de/heizkabel-12v-5m.html
      oder auch in der 230V Version.

      Wir haben die 12V Version an den Rohren und mit einem Frostschutzschalter verbunden. Ich brauche mich quasi nicht darum zu kümmern. Allein eine LED informiert mich das die Heizung aktiv ist, damit ich nicht irritiert bin wenn unser Batteriecomputer eine zu hohe Stromaufnahme anzeigt und ich nicht auf dem Schirm habe das die Heizleitung an ist.
      Die 12V Version kam bei uns zum tragen, weil die Heizung über die Batterie zunächst weiter betrieben wird wenn mal der Strom ausfallen sollte.

      und den obligatorischen kegelförmigen Unterstelleimer am Besten aus weichem PVC oder noch besser aus Gummi!
      Meine Holde hat auch zuweilen eine Prise Salz in den Eimer getan, aber bei minus 20° muss die Prise schon größer ausfallen...
      Einen Heizstab kann man natürlich auch hineinstecken, braucht aber eben Strom, wie ja schon angesprochen wurde.
      Gruß,
      lonee
    • lonee schrieb:

      ...Meine Holde hat auch zuweilen eine Prise Salz in den Eimer getan, aber bei minus 20° muss die Prise schon größer ausfallen...
      356 g Natriumchlorid pro Liter .... Aber ab - 21° ist dann endgültig schluß mit flüssig... :undweg:
      Beste Grüße
      Sönke

      damals <-> 2016 Immer mal wieder einen gemietet (mal LMC mal HOBBY)
      2016 <-> 2018 TEC Weltbummler 510GK - BJ2011 (jebraucht)
      2018 <-> Dethleffs Camper 540 QMK (genannt Dedel) :w

      Reviere:
      Ostseeküste
      Mecklenburger Seenplatte
      Mittel Schweden :thumbsup: (mein Favorit)
      Kroatien / Cres / Camping Slatina :wacko:
      Bald: Dänemark - Hvidbjerg Strand
    • Und es braucht ewig länger, bis es wieder auftaut!
      Aber wenn Frauchen meint das es was hilft, was soll ich darüber diskutieren wenn sie einen Esslöffel Salz reinkippt?
      Sinn macht das bei einem Esslöffel natürlich nicht!
      Gruß,
      lonee
    • Alkohol könnte auch helfen!
      Zumindest wenn man darauf wartet, dass der Eimer wieder auftaut :prost:
      Beste Grüße
      Sönke

      damals <-> 2016 Immer mal wieder einen gemietet (mal LMC mal HOBBY)
      2016 <-> 2018 TEC Weltbummler 510GK - BJ2011 (jebraucht)
      2018 <-> Dethleffs Camper 540 QMK (genannt Dedel) :w

      Reviere:
      Ostseeküste
      Mecklenburger Seenplatte
      Mittel Schweden :thumbsup: (mein Favorit)
      Kroatien / Cres / Camping Slatina :wacko:
      Bald: Dänemark - Hvidbjerg Strand
    • Tertiaer schrieb:

      ein stabiles Vorzelt
      Moin moin, ich hoffe es ist auch ein Wintervorzelt. Die normalen Vorzelte sich auch wenn sie stabil sind nur bedingt wintertauglich.
      Zum Thema Wasser im Winter ist ja schon Alles gesagt.
      Einzige Lösung im Winter nicht im WW duschen, denn die Wasserschlepperei ist im Winter anstrengend. Zumal meistens die Wasseranschlüsse auf den Standplätzen abgedreht sind und wenn nicht, braucht man auch beheizte Frischwasserschläuche. :motz: :motz: :motz: Und im Winter gibt`s keinen(selten) Pauschalstrom.

      Übrigens, Wintercamping macht Spaß. Auch ohne Fußbodenheizung und mit Abwassereimer.
      Erst wenn draußen richtig friert zeigt die Gasheizung ihr richtiges Können.

      Unser 1. Winter im WW war 1978/79 auch dem CP Drolshagen. Ohne Umluft, ohne Duomatik und es war toll. Auch bei -20 Grad. Nur das Gasflaschenwechseln in der Nacht war ein wenig nervig. :prost:
      :0-0:
      1. Wohnwagen Eriba Taiga 425 (1978)
      2. Wohnwagen Wilk de luxe Springstar (1999) 111 Reisen (ca. 150000 km) in 16 Jahren
      3. Wohnwagen Fendt Saphir 465 SQ 2016 (Zulassung 07.10.2015) bisher 16 Reisen (ca. 32.000 km)
    • @Dedel
      Das genau ist der Sinn des kegeligen Eimers. Noch dazu wenn dieser aus Gummi sein sollte.
      Man bekommt den Eisklotz ganz einfach heraus.
      Ich habe auch so manchen gesehen, der dann anfing seine Eimer-Eisklötze zu stapeln..
      Ich versuche es so zu handhaben das WENN wir Abwasser haben, dieses umgehend wegzubringen.
      Ob Frauchen da nun die "Suppe" salzt oder auch nicht! ;)

      Der Alkohol würde sicherlich helfen, entweder man steckt den Eimer an oder man "wärmt" sich innerlich (was dann keinerlei Einfluss auf den Aggregatzustand des Eimerinhaltes hätte).
      Gruß,
      lonee
    • lonee schrieb:

      Der Alkohol würde sicherlich helfen, entweder man steckt den Eimer an oder man "wärmt" sich innerlich (was dann keinerlei Einfluss auf den Aggregatzustand des Eimerinhaltes hätte).
      Das stimmt. Aber nach ein paar Drinks ist Dir der Aggregatzustand, der Eimer, die Temperatur, die Uhrzeit, die Erdkrümmung, usw so was von egal... :thumbsup:
      Und wenn Du den Eimer ansteckst und er noch unterm Wohni steht, haste eine Fußbodenheizung. :undweg:
      Beste Grüße
      Sönke

      damals <-> 2016 Immer mal wieder einen gemietet (mal LMC mal HOBBY)
      2016 <-> 2018 TEC Weltbummler 510GK - BJ2011 (jebraucht)
      2018 <-> Dethleffs Camper 540 QMK (genannt Dedel) :w

      Reviere:
      Ostseeküste
      Mecklenburger Seenplatte
      Mittel Schweden :thumbsup: (mein Favorit)
      Kroatien / Cres / Camping Slatina :wacko:
      Bald: Dänemark - Hvidbjerg Strand
    • Es wurde eigentlich alles geschrieben, ich gebe dennoch auch noch meinen Senf dazu :)

      Wir nutzen auch einen Kegelförmigen Eimer aus Gummi. Gehen so ca. 15l rein. Jeden Tag leeren, und fertig.
      Duschen geht dann natürlich nicht.
      Wir sind begeisterte Saunagänger. Daher gehen wir im Winter nur auf Plätze wo es auch eine Sauna gibt.
      Da kommt man dann eh frisch geduscht zum Wohnwagen zurück.

      Schwierig ist in der Tat manchmal: Wohin mit dem Eisblock? wenn man den in einem Waschhaus entsorgt, schmilzt der doch eher sehr langsam. Dann blockiert man dort den Abfluss...

      Aufheben und stapeln - naja gut ok. Aber dann muss ich halt zur Abreise irgendwo hin damit. Möchte die ja nicht mit Heim nehmen :D

      Wie macht Ihr das? Auch alkoholtrinkender-Weise davor setzen und beim Schmilzen zuschauen? :P