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Risse im Dach 1 Jahr alt

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    • Weinsbergfreund schrieb:

      :thumbup: Wenn ich das richtig verstanden habe liegt die Schicht ja auf dem Dach.
      Da stellt sich die Frage ob überhaupt der ganze Wagen zerlegt werden muss b.z.w. ob man von innen überhaupt dran muss.

      Bernd
      Im Endeffekt müssen der Leuchtenträger und die Kantenleisten runter und alle Dachhauben und Dachaufbauten demontiert werden. Dann kann man das Dach abnehmen. Ist beim Tabbert wirklich kein Hexenwerk und wenn das zum Beispiel in der Werkswerkstatt erledigt wird, überhaupt kein Thema. Die machen da fast nichts anderes als solche Karosserieschäden instandzusetzen.

      Für jemand der da ein wenig Übung hat, ist das ein recht anspruchsloser Job. Haben selbst wir schon viele gemacht, aber dann wegen Hagel mit Aludächern.
    • ?( Dann verstehe ich das Problem nicht.

      Wäre das jetzt ein Hagelschaden hätten wir die Diskussion nicht.

      Die meisten würden bestimmt schreiben lass es reparieren bei so einem neuen Wagen.

      Da müsste ich schon grundsätzlich froh sein wenn ich den Wagen getauscht haben möchte.

      Eventuell hat man sich doch auch etwas verkauft.

      Bernd

      WEINSBERGFREUND ♛

      225 Tage on Tour :ok
    • worschtsopp schrieb:

      Davon abgesehen, dass du jetzt doch zugibt,dass es die Möglichkeit gibt, dass der Verkäufer eine Ersatzlieferung ausschlagen kann, wenn eine Nachbesserung möglich ist und das Kostenverhältnis nicht in Relation dazu steht.
      DAs habe ich in fast jedem meiner Post geschrieben! Ich habe auch immer darauf hingewiesen, dass diese Hürde für den VK extrem hoch ist.

      worschtsopp schrieb:

      Oder findest du, dass das als Hürde noch zu klein ist?
      Ja, diese Hürde ist keine. 2500€ ist nix. Das reicht noch lange nicht. Ja, Urteil zur Ersatzlieferung hatte ich bereits verlinkt, schau einfach mal in meinen vorherigen Posts.
      Aber auch z.B.:
      OLG Celle mit Urteil vom 28.6.2006 (Az. 7 U 235/05) -> Ersatzlieferung keine Unverhältnismäßigkeit
      LG Regensburg, Urteil vom 04.01.2017 – 7 O 967/16 -> Ersatzlieferung auch dann nicht unverhältnismäßig wenn diese ein Vielfaches der Reparatur kostet
      OLG Hamm, Urteil vom 21. Juli 2016 (28 U 175/15) -> Käufer wählt die Art der Nacherfüllung

      Als Käufer hat man extrem gute Karten wenn es um die Nacherfüllung geht.
      Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014
    • und nicht jede Gerichtsverhand endet gleich. Vor Gericht und auf hoher See ;)
      Ein Bekannter hatte Risse auf dem neuen Womo. Hat er Reklamiert und ohne Risse wieder bekommen. Ob ausgetauscht oder es eine möglichkeit zur Reparation gab kann ich nicht sagen. Man sieht auf alle Fälle nix mehr. Es kommt laut seinem Händler nicht selten vor. Das hier ein neuer Wagen her soll ist schon etwas überzogen. Wir können hier diskutieren wie wir wollen. Vor Gericht fällt die Entscheidung
    • (Michael) schrieb:

      OLG Celle mit Urteil vom 28.6.2006 (Az. 7 U 235/05) -> Ersatzlieferung keine Unverhältnismäßigkeit
      Ja, mit Sonderbewertung des VW Skandals, der hier für den Verkäufer verschärfend war.

      (Michael) schrieb:

      LG Regensburg, Urteil vom 04.01.2017 – 7 O 967/16 -> Ersatzlieferung auch dann nicht unverhältnismäßig wenn diese ein Vielfaches der Reparatur kostet
      Mit einem realistischen Schaden von ca 5000€ in Relation zum Verkaufspreis von 39 000€ hätte ich das auch so erwartet

      (Michael) schrieb:

      LG Hamm, Urteil vom 21. Juli 2016 (28 U 175/15) -> Käufer wählt die Art der Nacherfüllung
      Hier hat der Händler erst die Unverhälnismäßigkeit der Neulieferung ins Spiel gebracht, als der Fall vor Gericht war. Aus dem Kommentar von dejure geht hervor, dass es vermutlich anders gelaufen wäre, wenn er vor dem Rücktritt vom Kaufvertrag sich darauf berufen hätte.

      Der defekte Wasserhahn war immer noch nicht dabei, der eine Neulieferung des Wagens auslöste. ;)
    • Also ganz einfach:
      - Der Kunde hat zunächst das Recht auf Nacherfüllung. Lt. §439 BGB kann er jetzt die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.
      - Wählt er jetzt die Lieferung einer mangelfreien Sache (hier häufig Neulieferung oder Ersatzlieferung genannt), kann der Verkäufer die Lieferung einer mangelfreien Sache verweigern (Begründung wurde schon oft genannt).

      Damit sind wir wieder bei der Beseitigung des Mangels. Oder landen vor Gericht.

      Es gibt aber noch einen Aspekt, nämlich die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Dort wird meistens die Reihenfolge der Nacherfüllung festgelegt. Und zwar immer so, dass der Verkäufer entweder die Wahl hat oder oder in der Regel, dass zunächst der Kunde die Mangelbeseitigung verlangen kann und erst, wenn die fehlschlägt, eine Lieferung der mangelfreien Sache erfolgt.

      Nebenbei, ich habe gerade die AGB meines Fendt-Händler gelesen. Die sind so formuliert, dass der Richter einen Lachanfall kriegt, wenn er die liest. Anscheinend kann sich der Händler keinen Rechtsanwalt leisten, der die anständig formuliert.
      Konkret: Nacherfüllung kennt der gar nicht. Der spricht ausschließlich von Mängelbeseitigung!!
      Komisch: Lieferverzug und Eigentumsvorbehalt kann er juristisch richtig formulieren. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!

      Gruß
      Hans
    • Boah, ey. Ist das jetzt der RechthabeTrööt?
      Er soll sich von einem Anwalt seiner Wahl beraten lassen und danach für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Je nachdem wie belastbar und ausdauernd er ist. Und ob es sich für ihn und sein Wohlbefinden lohnt.

      Irgendwelche Referenzfälle sind in der Vergangenheit auch schon in späteren Gerichtsentscheiden unterschiedlich ausgegangen.

      Grüße
      Dirk
    • Weinsbergfreund schrieb:

      Aragorn schrieb:

      Boah, ey. Ist das jetzt der RechthabeTrööt?
      Er soll sich von einem Anwalt seiner Wahl beraten lassen und danach für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen möchte.
      :D Das stimmt - allerdings hätte er sich dann den Trööt sparen können.
      Bernd

      Jain, zwischen unverfänglich die Meinung anderer abfragen und ungewollt Grundsatzdiskussionen anstoßen, mache ich schon einen Unterschied. Und ich muss nicht unbedingt Recht haben wenn ein anderer meint es besser zu wissen und wir beide "Streithähne" meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben oder exklusiv am Besten unterrichtet zu sein. Irgendwann sollte Schluss sein...

      Meine Meinung... und jetzt klinke ich mich wieder aus... :undweg: