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Kondenswasser im Winter

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    • Kondenswasser im Winter

      Hallo an die erfahrenen Wintercamper,

      Wie handhabt Ihr das mit dem Kondenswasser im WW?Am Wochenede waren wir wieder mal zu 3. bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt unterwegs und mussten den nach der Fahrt Kalten WW hochheizen... Bis dahin ist auch alles kein Problem.
      Nach erreichen der Wohlfühltemperatur (ca.22°-23°) haben wir dann ca. 5min Quer gelüftet um die Feuchtigkeit raus zu bekommen.
      Danach haben wir im WW etwas Glühwein warm gemach (erhöht natürlich die Luftfeuchte wieder)
      Vor dem Schlafen gehen haben wir die Heizungleistung und das Gebläse auf Stufe 2 gedrosselt(Sonst zu Laut zum Schlafen) und nochmal 5 min durchgelüftet.
      Als lichtscheue Objekte haben wir natürlich die Verdunklungen geschlossen aber die Moskitonetzte oben gelassen damit unten noch ein Spalt zu den Fenstern bleibt.
      Da Draußen gefrierender Nebel war haben wir keine Fenster geöffnet galassen also nur die Zwangsbelüftungen der Hekis und im Unterboden.

      Früh war dann alles ziemlich stark beschlagen... Problemstellen waren:
      Alurahmen von Einganstür und großer Garagenklappe (Irgendwie klar das der Alurahmen eine ziemlich tolle Kältebrück darstellt)
      Aber auch alle Fenster und das Große Heki waren nicht nur feucht sondern es hingen richtige Tropfen dran und in den dichtungsgummies stand unten das Wasser.
      Selbst im Kunstoffrahmen unserer Stauraumklappe am Bett stand Feuchtigkeit.

      Die 2. Nacht wird es dann meist deutlich besser, diesmal waren wir aber leider nur eine.

      Wie handhabt ihr das mit der Feuchtigkeit?
      Würde ein Airmix die sache deutlich verbessern? Vor allem wenn man sonst eher kein Fenster offen hat?
      Stellt jemand eine Styrotorplatte innen gegen die Garagentür? Hätte bedenken das es dann mangels Luftzirkulation erst recht dahinter stockt

      Sind die "richtigen" Wintercaravan an diesen stellen anders Konstruiert?
    • Hallo thomas2605,
      wir machen seit viele Jahren Wintercamping und auch übers Wochenende, dafür steht der Wohnwagen auf einem Wintersaisonplatz.
      Ich handhabe das so, auch in der Nacht bleibt mindestens unsere große Dachhaube leicht geöffnet. Heizung und Gebläse wird wir bei dir reduziert. Der Eriba Aufbau ist auf Grund seiner Bauweise nahezu Kältebrückenfrei, da wir aber Alurahmenfenster haben sind dann doch reichlich Kältebrücken vorhanden die nach der ersten Nacht auch sehr nass sind, ab der zweiten etwas weniger. Meist stehen diese Rahmen bei Minustemperaturen morgens voll Kondenswasser. Das wird am Morgen mit einem Fensterleder aufgenommen und so getrocknet.
      Bei unserem größten Kondeswasserproblem, dem Bugfenster, dort lief uns das Wasser auf Grund der Neigung des Fensters in den Rollokasten und weiter auf die "Fensterbank", dort habe ich von außen eine lichtundurchlässige Fensterisolierung angebracht, so kann das Verdunklungsrollo nachts offen bleiben und es sammelt sich nur ein wenig Wasser am Rahmen.
      Aus eigener Erfahrung bei unserem letzten Wohnwagen reduziert ein Airmix das Kondenswasser nur wenig, darum habe ist das Ding in den Eriba erst gar nicht eingebaut, liegt immer noch im Keller ;) .
      Wichtig ist mir immer für einen leichten Luftaustausch zu sorgen, deswegen Dachluke auf, und das sich niederschlagende Kondeswasser aufnehmen.

      Gruß Andreas
    • Heizung runterdrehen und dann noch lüften?
      Erst lüften und die Heizung maximal erst dann runter drehen, wenn sich der WoWa wieder aufgewärmt hat.
      Wenn ich im Winter durchheize, ist die Luftfeuchtigkeit so niedrig, das Kondenswasser gar keine Chance
      zum Bilden hat, aber die Heizung runterdrehen und dazu noch lüften.
    • bastl-axel schrieb:

      Heizung runterdrehen und dann noch lüften?
      Erst lüften und die Heizung maximal erst dann runter drehen, wenn sich der WoWa wieder aufgewärmt hat.
      Wenn ich im Winter durchheize, ist die Luftfeuchtigkeit so niedrig, das Kondenswasser gar keine Chance
      zum Bilden hat, aber die Heizung runterdrehen und dazu noch lüften.
      Ich habe ja nur das thermostat etwas runter gestellt... durch die Abkühlung beim lüften hat die Heizung trotzdem wieder hoch gefahren und sich einfach nur bei erreichen der "Schlaftemperatur" runter geregelt... warum sollte ich vorm schlafen gehen nochmal so weit hoch heizen?

      Ich denke du wirst allein in deinem WW sicher generell weniger Kondenswasserprobleme haben wie Wir zu3...

      Aber das mit dem Dachluke leicht öffnen sehe ich ähnlich skeptisch wie Du...
    • Ich kann mir gar nicht vorstellen Winterurlaub ohne Airmix zu machen. Oder anders herum... wer es nicht kennt, kann sich gar nicht vorstellen, wie angenehm und Sauerstoff reich die Luft in einem Wohnwagen sein kann.
      LG Stefan
    • Wir machen schon immer Wintercamping.
      Wenn wir auf den Platz kommen, starten wir als erstes die Heizung, es ist eine Alde, dazu läuft zusätzlich am Anfang ein Heizlüfter mit Gebläse, alle Schränke und Klappen sind dabei geöffnet.
      Anschließend gehen wir gemütlich zum Essen, und nach ca. 1,5 bis 2 Stunden ist der Wagen angenehm aufgeheizt.
      Alle Dachhauben sind dabei leicht geöffnet.
      Nach der ersten Nacht ist eine geringe Menge Luftfeuchtigkeit, die vor allem an der Unterkante der Fenster kondensiert noch vorhanden.
      Am zweiten Tag ist aber alles gut. Ab und an mal querlüften ist dabei eine gute Idee, und die Heizung sollte im Winter unbedingt immer laufen. Vor allem sollte man keine Gerichte mit einer großen Dampfentwicklung im Wagen kochen.

      Hier gibt es auch Camper, die ihre Heizung per Smartphone fernstarten können.
    • bastl-axel schrieb:

      abrabo schrieb:

      Wichtig ist mir immer für einen leichten Luftaustausch zu sorgen, deswegen Dachluke auf, und das sich niederschlagende Kondeswasser aufnehmen.
      Und schön rein mit der kalten und feuchten Luft und sich dann über Kondenswasser wundern.

      Ja so geht das nun einmal, auch wenn es der Ein oder Andere nicht glaubt oder versteht.
      Gegen das Kondenswasser hilft am effektivsten Heizen und lüften.


      Hier mal der Hintergrund für die, die diese Thema aus ihrem Physikuntericht vergessen haben.

      Quelle "Welt der Physik"
      [Blockierte Grafik: https://www.weltderphysik.de/typo3temp/_processed_/3/3/csm_maximalerwassergehalt_a310e50640.gif]



      Zitat aus Welt der Physik

      "Wasserfreundliche Wärme
      Nehmen Sie an, Sie öffnen das Fenster, lassen die frostige Außenluft hinein, schließen das Fenster wieder und stellen die Heizung an. Was passiert? Zunächst einmal erwärmt der Heizkörper die Luft, aber zugleich wird sich die Luft auch immer trockener anfühlen. Das liegt nicht daran, dass Wasser verloren ginge – in der erwärmten Luft ist immer noch die gleiche Menge Wasser enthalten wie in der kalten. Aber warme Luft kann viel mehr Wasser in sich aufnehmen. Dies führt dazu, dass Feuchtigkeit schneller verdampft und Sie einen trockenen Mund und eine trockene Nase bekommen. Selbst wenn draußen Nebel – also sehr feuchte Luft – bei 1 Grad Celsius herrscht, wirkt die Luft nach der Erwärmung durch die Heizung auf 20 Grad Celsius sehr trocken.


      Dass warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann als kalte, hängt mit der Geschwindigkeit der Wassermoleküle zusammen. Mit zunehmender Temperatur steigt auch die durchschnittliche Geschwindigkeit der Wassermoleküle und an der Oberfläche zwischen Wasser und Luft können sich mehr Wassermoleküle aus dem Wassermolekülverband lösen. Nimmt die Temperatur ab, so werden mehr Wassermoleküle eingefangen als an die Luft gesetzt und der Wassergehalt verringert sich.
      Es hängt also von der Temperatur ab, wie viel Wasser maximal aufgenommen werden kann. Wie viel von diesem Maximalwert dabei erreicht wurde, beschreibt die so genannte relative Luftfeuchte. Bei Nebel beträgt sie 100 Prozent: Die Luft enthält in diesem Fall mehr Wasserdampf, als sie aufnehmen kann, und es bilden sich Wassertröpfchen. Absolute Trockenheit entspricht hingegen einer relativen Luftfeuchte von 0 Prozent. Die Luft in der Wüste besitzt eine relative Feuchte von 10 bis 30 Prozent. Im Hochwinter kann man in Innenräumen manchmal sogar Werte unter 10 Prozent messen."


      Gruß Andreas
    • Hallo,
      es liegt doch auch an den einzelnen Wowa Typen. Der Knaus Sport von Thomas ist nicht gerade ein Winterwohnwagen ggü einem Hymer Nova u.a. oder sogar die Polar Versionen.

      Wir selbst haben einen Knaus Südwind, auch der ist für zuviel Hitze und Kälte nicht optimal isoliert, aber für normale Temp von März bis Oktober ein schönes Reisefahrzeug.

      Ich hatte im letzten heißen dänischen Sommer bei über 32° die Gelegenheit, unseren Südwind mit einem Tabbert mit Isolierpaket zu vergleichen, der stand uns ggü. Im Winter fahren diese netten Leute aus den NL damit in die Alpen.

      Unser Wowa kochte von innen, der Tabbert war angenehm kühl. Und der hat auch einen anderen Kühlschrank vonbis.

      Gruß
      Michael
    • Hallo,
      die unterschiedliche Isolierung zwischen Knaus oder Nova fällt hier eigentlich nicht so ins Gewicht.
      Das Kondensat bildet sich sowiso eher an den nolralgischen Stellen (Fenster, Kältebrücken).
      Mehr Einfluss hat der Fahrzeugzustand vor und während der Nacht.
      Also, wenn im Fahrzeug Glühwein gekocht wurde, Kleider getrocknet werden oder nasse Schuhe stehen, dannn gibt es auch viel mehr Kondensat.
    • bastl-axel schrieb:

      abrabo schrieb:

      Ja so geht das nun einmal, auch wenn es der Ein oder Andere nicht glaubt oder versteht.
      Gegen das Kondenswasser hilft am effektivsten Heizen und lüften.
      Und wieso habe ich dann null Kondenswasser, obwohl ich fast gar nicht lüfte?
      Sry, falsch gelesen. Aber da bist Du wohl der Einzige. ?(
      Gruß
      Franjo001


      Ne quid nimis!

    • Wir lassen über Nacht die Verdunkelungsrollos immer einen kleinen Spalt geöffnet.
      So kann sich bildende Feuchtigkeit am Fenster besser in den Raum entweichen.
      Funktioniert recht gut und die Fenster sind morgens kaum nass.

      Gruß
      Rainer
    • Tipp heizen-lüften

      Physik ist nun mal unumgänglich.
      Kalte Luft wenig Feuchtigkeit -Warme Luft viel Feuchtigkeit.


      Du hast halt, wie auch im Haus Wärmebrücken bzw Kältebrücken. Diese sind gerade an Fenstern und Türen vermehrt vorhanden Aufgrund der Dichtheit.

      Das es in der 2.Nacht besser ist wird wohl daran liegen, dass der Caravan bzw. die Scheiben von innen schon eine Grundwärme haben und die Differenz von warm zu kalt nicht mehr so groß ist. Die gesamte Luft im Caravan ist ja dann eher feucht.

      Ich nehme das Kondensat auch einfach mit einem Lappen auf.
      . :0-0: ......... adios........
    • Hallo,
      das schlechteste ist wohl im Sommer bei warmer Luft den Wohnwagen zu lüften, dann abschliesen und nach Hause fahren.
      Dann kühlt die warme und feuchte Luft innen ab und bleibt drin. Wenn dann noch die Zwarnslüftungen zugestopft und abgeklebt sind kommt ganz schnell Schimmel.
      So bei einem früheren Nachbarn.

      Gruss Axel R
    • Ok also haben alle WW mehr oder weniger viele Kältebrücken... Wahrscheinlich sind an dieser Stelle Rahmenfenster sogar im Nachteil...
      Wir haben prinzipiell nicht das Gefühl das die Isolierung beim Knaus grundsätzlich schlecht ist da wir an den Wänden selbst noch nie eine Kältebrücke bemerkt haben...Auch unseren Gasverbrauch finde ich subjektiv nicht besonders hoch.

      Das ein Tabbert im Sommer drinnen deutlich Kühler ist liegt denke ich hauptsächlich an der hinterlüfteten Dachkonstruktion und nicht an den Isolationswerten der Wände.

      Prinzipiell stört es nicht das Kondensat einfach mit einem Lappen weg zu wischen nur an den beiden Fenstern an den Stockbetten nervt es ziemlich wegen der schlechten Zugänglichkeit...

      Aber so ein Airmix scheint wir doch eine sinnvolle Investition zu sein evtl. hat das dann noch den Nebeneffekt das man durch die Entkopplung des Gebläses dieses noch eine Stufe höher laufen lassen kann und damit mehr Luft umgewälzt wird und somit mehr bei den Fenstern ankommt.
    • bastl-axel schrieb:

      abrabo schrieb:

      Ja so geht das nun einmal, auch wenn es der Ein oder Andere nicht glaubt oder versteht.
      Gegen das Kondenswasser hilft am effektivsten Heizen und lüften.
      Und wieso habe ich dann null Kondenswasser, obwohl ich fast gar nicht lüfte?
      Hallo Axel,
      solange du den Taupunkt (= 100% Sättigung der Luft mit Wasser) nicht erreichst gibt es kein Kondenswasser.
      Wie Abrabo weiter oben zitiert hat ist diese Sättigung abhängig von der Temperatur, wenn also die relative Luftfeuchte der warmen Luft so gering ist das beim Abkühlen nicht die 100% Marke erreicht wird gibt es kein Kondenswasser.
      Zu beachten ist das die Lufttemperatur im WW natürlich unterschiedlich sein kann ( z. B. kälter an Fenstern, da diese schlechter Isolieren als eine Wohnwagenwand) fängt es an diesen Stellen immer zuerst an zu kondensieren.
      Grüsse
      Didi