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Knaus Sport 500 KD und was wir da so eingebaut haben...

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    • Knaus Sport 500 KD und was wir da so eingebaut haben...

      Wie schon an anderer Stelle angedeutet, haben wir uns unseren 500 KD gekauft und nun auch abgeholt. Noch bevor wir nach Freiburg fuhren, war die Ausrüstung durchgeplant und zum Teil auch eingekauft. D.h., das Solarmodul und weiterer Elektrokram lagen bereit, den Mover nebst Akku wollte ich erst kaufen, wenn ich das Fahrwerk in Augenschein nehmen und fotografieren konnte. Ich wollte vor dem Kauf sicher klären, dass nicht doch irgendwelche blöden Adapterplatten benötigt werden oder andere Dinge die Montage unnötig erschweren. Der Mover ist ein Easydriver Pro 1.8 mit 40 Ah Batterie von Victron. Ich habe mich letztlich dafür entschieden, weil die Batterie aus technischer Sicht ziemlich genial ist. Die Lade- und Überwachungselektronik ist komplett integriert, ebenso alle Anschlüsse einschließlich der Steuerung des Akkus. Es gibt zwei Ausgänge für den Anschluss des Mover sowie der Bordelektrik, mehrere Eingänge zum Laden und auch zum Schalten und Überwachen des Teils. Das fand ich neben der Leistungsfähigkeit und dem geringen Gewicht echt kaufentscheidend. Meine Modellflugzeuge fliege ich schon lange elektrisch mit Lipos. Diese Technologie ist inzwischen so ausgereift,dass ich nie auf die Idee kommen würde, noch Blei in den Wohnwagen zu laden. Und der Preis relativiert sich, wenn man bedenkt, dass ich das Solarpanel direkt anschließen kann, also keinen Solarregler benötige. Auch ein Ladegerät ist damit obsolet, fällt also auf der Einkaufsliste weg. Die gesamte Installation wird übersichtlicher und damit viel weniger störanfällig. Und ich muss mir auch keinen abringen, die richtigen Komponenten zu kaufen, wenn ich sie nicht brauche. Das Solarpanel ist ein schnödes 100 W Teil und kostet nicht die Welt, da sind die Zubehörteile und der Kleber fast genauso teuer... Insgesamt wird die Anlage also extrem einfach und trotzdem perfekt, was den Überwachungs- und Wartungsaufwand angeht. In die Ladeleitung vom Solarmodul wird ein Anzeigegerät eingeschleift, welches mir die Ladewerte anzeigt. Das könnte ich mir sicher auch sparen, aber ich will ja auch was zum Spielen und Anschauen haben. Und eine zweite kleine Anzeige wird die Spannung des Bordnetzes visualisieren. Der Akku wird über einen einfachen Taster mit LED-Beleuchtung gesteuert. Hier können beide Ausgänge geschaltet werden, wobei sich der Abgang für den Mover automatisch wieder abschaltet, wenn dieser nicht genutzt wird. Das Bordnetz bleibt dann aber permanent an, bis der Akku über den Taster wieder in den Ruhezustand versetzt wird. Dann verbraucht der Akku keine Energie mehr und die Selbstentladung ist mit 6,5 Ah pro Jahr angegeben. Das Solarpanel lädt den Speicher jedoch permanent nach (Sonne mal vorausgesetzt), so dass der Anschluss eines Ladegeräts oder der Ladeleitung vom Fahrzeug ebenfalls überflüssig wird. Und für den E-Fall hätte ich noch das mitgelieferte Netzteil des Akkus. Der Ladeeingang kann übrigens mit einer Spannung zwischen 11 und 25 V beaufschlagt werden. Die Elektronik begrenzt den Ladestrom auf maximal 7 A, wenn die Quelle das hergibt. Macht das Solarmodul zwar nicht, aber das ist wurscht, denn so groß ist der Energiebedarf insgesamt nicht. Wenn ich Lust darauf habe, werde ich mir mal den Spaß machen, und mein Wattmeter zwischen Batterie und Wohnwagen klemmen und über ein Wochenende messen, was wirklich so verbraten wird. Dazu fehlen mir bisher belastbare Aussagen bzw. Erfahrungswerte anderer Camper. Ich denke aber, dass nur für Licht und Pumpe am allerwenigsten benötigt wird. Was die Umluftanlage zieht, weiß ich nicht. Aber wir sind fast ausschließlich in der wärmeren Jahreszeit unterwegs, so dass weder Licht noch Wärme die totale Mangelware sind... Wir werden also ziemlich sicher keine Energiekrise erleben. Und auf dem Campingplatz ist das eh alles hinfällig.

      Die Leitungen vom Zugfahrzeug werde ich abklemmen und hier den Batteriestrom einspeisen, das wird wohl die einfachste Lösung. Wie ich das alles konkret umgesetzt habe, werde ich folgend berichten, um vielleicht anderen Campern ein paar Anregungen zu geben. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Ideen auf unsere Bedürfnisse ausgerichtet sind und ich bei den Ausrüstungen nicht zum Größenwahn neige. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen, mir von einem Händler einfach mal was zusammenstellen zu lassen. Da habe ich doch zu wenig Vertrauen und packe die Sachen lieber selbst an, soweit ich es fachlich vertreten kann. Und wenn man sich ein wenig in die Materie einliest, kann man sehr viele Sachen durchaus preiswert bekommen, so dass der Wohnwagen nicht zur rollenden Wertanlage wird.

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      Ist doch ein schönes Gespann. Oder? Na ja, zumindest uns gefällt das und wir reisen damit sehr gut.

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • Nachdem ich alle Komponenten zu Hause hatte, habe ich mich daran gemacht, in der hinteren Sitztruhe Baufreiheit zu schaffen.

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      Also Tisch weg, Sitzkissen und einige Holzteile der Unterkonstruktion abschrauben, um den Kasten wirklich frei vor mir zu haben. Was hier sehr vorteilhaft ist, dass ich alles in dieser Kiste lassen kann. Der Umformer ist schon hier und in der Ecke geht ein Kabelkanal zum Dach hoch, in welchem ich schön die Leitung vom Solarpanel verstecken kann. Also habe ich die Batterie in die eine Ecke und das Steuergerät vom Mover an die andere Wand geschraubt.

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      Im Boden habe ich gleich ein Loch für die Leitungen zum Mover gebohrt und mit einem Stück Kabelkanal abgedeckt. Und das war es an Gerätschaften auch schon! Zum Akku hin geht die Ladeleitung vom Solarpanel. Vom Akku weg geht die dicke Leitung zum Mover und eine etwas dünnere Strippe zum Umformer. Beide Leitungen sind direkt an der Batterie abgesichert. Am Umformer habe ich schlicht die Dauerplusleitung, welche vom Auto kommt, abgezogen und isoliert beiseite gelegt. Das ATC bleibt betriebsbereit, da es vor dem Netzteil angeschlossen ist. Auch braucht es so keine Sperrdiode oder ein Relais, gar nichts. Und es läuft auch nicht permanent im Standby-Betrieb, wenn der WW steht. Einziger "Nachteil" wäre, dass der WW eben nicht mehr über das Auto versorgt werden kann. Aber wozu auch? Der Strom steht jetzt in der Sitztruhe...
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      Weder in der Versorgungsleitung des WW noch des Mover findet sich ein Schalter, auch wenn bei letzterem ein Natoknochen mitgeliefert wird, denn beide Ausgänge der Batterie können mit dem kleinen Taster des PPP geschaltet werden. Die Ladeleitung des Solarmoduls kann ebenfalls permanent angeschlossen bleiben, da der Eingang den Akku selbstständig mit dem notwendigen Ladestrom versorgt, oder eben nicht. Ein weiteres Detail, wo man sehr schon Bauteile und damit Aufwand und eventuell auch Störquellen einsparen kann. Da ich aber auch so ein wenig Spielzeug haben und gern ein wenig Visualisierung möchte, wird die Ladeleitung über eine kleine Anzeigeeinheit geschleift, welche Spannung, Strom, Ladeleistung und Lademenge anzeigt. Eigentlich Spielerei, aber so kann ich mal sehen, wie viel Sonnenenergie an einem Tag draußen geerntet wurde und natürlich auf die Kacke hauen, wenn ich die Anlage mal jemandem zeige...

      Eine zweite einfache Spannungsanzeige kommt noch an den Eingang des Umformers und zeigt mir so die aktuelle Akkuspannung an. Auch Spielerei, aber...s.o.

      Beide Spannungsanzeigen habe ich in den Deckel einer größeren Verteilerdose eingebaut und im Staukasten so auf den Boden geschraubt, dass ich sie beim kurzen Anheben des Sitzkissens sehen kann. Warum in den Staukasten und nicht irgendwo draußen schön im Blickfeld? Es findet sich einfach kein schöner Platz, wo sich das vernünftig realisieren ließe. Ich müsste dann ein optisch ansprechendes Panel bauen oder eben ziemlich lange Leitungswege in Kauf nehmen. Das ist aber schon wieder viel zu viel Aufwand für nichts. Das Anheben des Sitzkissens dauert eine Sekunde im Vorbeigehen. Ich kann also immer wenn ich meine, mal einen Blick riskieren zu müssen, in die Kiste schauen.

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      PS: Die Anzeige des Solarmoduls fehlt hier noch im Deckel der Verteilerdose, daher das unschöne Loch. Wird noch zu gemacht...

      Ja, das ist die elektrische Anlage für den Mover und die Autarkversorgung des Wohnwagens. Und das geht wie beschrieben mit genau den drei Komponenten Solarpanel, Akku und natürlich der Steuereinheit des Mover. Es braucht keinen Solarregler, kein Ladegerät, keine Umschaltautomatiken, Unterspannungsabschaltungen oder sonstige zusätzliche Installationen. Die beiden Anzeigeinstrumente könnte ich locker auch noch weglassen. Ich hatte erst noch überlegt, ob das Netzteil eine Vorrangschaltung hat oder ich ein Umschaltrelais einbauen sollte. Aber das ist eigentlich Quatsch, denn es gibt genau zwei Szenarien: Wenn ich Landstrom habe, kommt der Stecker in die Einspeisung und es ist Strom im Überfluss da. Ich brauche die Batterie also gar nicht anschalten (außer zum Movern). Und wenn kein Landstrom vorhanden ist, wird das PPP eben aktiviert und ich habeeinen 40 Ah Akku plus den Strom, welchen das Solarpanel liefert. Beides zusammen sichert zumindest im Sommer, wo wir unterwegs sind, genug Energie und lässt den Akku immer in einem gesunden Bereich arbeiten. Und der wird eben auch unterwegs geladen, wo immer die Sonne es hergibt.



      Wie auch immer, das Solarpanel sollte aufs Dach. Durch die große Luke kann ich das Dach schön inspizieren und entgegen meiner anfänglichen Befürchtung findet sich mehr Platz, als ich zunächst angenommen hatte. Da könnte ich locker noch drei Panele auflegen. Von unten konnte ich im Dachstauschrank gut den Akkuschrauber ansetzen und gleich das erste Loch so weit außen ansetzen, dass es mal schön zu weit außen war... Aber die Dose auf dem Dach wird das Loch noch gut mit abdecken, so dass nichts passiert ist. Also zwei weitere Löcher weiter innen gebohrt und dann passte es. Die Leitungen habe ich gleich komplett bis zum Akku verlegt und angeschlossen. So brauche ich, wenn das Panel aufgeklebt wird, nur noch die Leitungen verbinden und schon fließt der Sonnenstrom. Das macht bis hierher alles viel Spaß, denn die Montage ist kein Fummelkram (das mag ich nur im Bett) und in relativ kurzer Zeit fügt sich das alles ganz ordentlich zu einem System. Gut die Hälfte der Zeit geht locker beim Nachdenken drauf, denn ich habe keine Lust auf zu viele falsche Löcher.

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      Noch sind die Sachen nicht aufgeklebt, da es zu kalt ist. Aber vielleicht kann ich über das Wochenende in eine beheizte Halle wechseln, das muss ich noch absprechen.

      Gruß Mirko
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    • Die ganze Bastelarbeit brachte gleich noch einige kleine Unzulänglichkeiten des Wohnwagens an den Tag. Mal davon abgesehen, dass die Einlegeböden im Schrank schlecht montiert sind und auch schon mal eine Etage tiefer zum Liegen kommen, sind einige Schrauben eher zufällig angeordnet, bzw. treffen das Brett dahinter gar nicht...
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      Das Heizungsrohr war im Staukasten derart zwischen einem Brett und der Einspeisungsdose eingeklemmt, dass sein Querschnitt um locker 2/3 verkleinert wurde und die daran angebundene Warmwasserleitung ebenfalls fast komplett abgedrückt wurde. Ob das schon im Werk passiert ist oder während der Vermietung, kann ich nicht nachvollziehen. Aber warmes Wasser kann eigentlich nur in kleiner Dosis am Hahn angekommen sein... Man merkt an einigen Stellen doch, dass die Verarbeitung etwas leidet. Dabei wäre das gar nicht nötig. Ich brauche bestimmt keinen Mercedes unter den Wohnwagen und kann auch mit einfacheren Konstruktionen gut leben. Aber auch die können gern vernünftig montiert werden. Oder?

      Na ja, nun ist Wochenende. Da kommen wir an den Wohnwagen nicht heran, da die Werkstatt zu ist. Am Montag wollen wir (meine LIebste und ich) den Mover anbauen und anschließen. Dann kannn ich die Sitzbank wieder zusammenbauen und aufräumen. Am nächsten Wochenende werden dann hoffendlich die Klebungen vorgenommen und der elektrische Teil wäre eigentlich schon durch.

      Danach will ich mich noch um die Dusche kümmern, das kommt aber wirklich erst im nächsten Schritt.

      Was ich bis hierher schon mal festhalten möchte:
      Ich habe mich ziemlich gegen den irre hohen Preis für das Victron PPP gewehrt. Die Dinger kosten einfach zu viel! ABER es ist damit möglich, den Aufwand an Geräten und Installationen auf ein Minimum zu reduzieren. Wie man oben gut sehen kann, gibt es kein Konvolut an Geräten und auch kein Suchrätsel bei der Leitungsführung. Es gibt keine zusätzlichen Schalter, Relais, Sperrdioden, keine Spannungswächter, Ladegeräte, Booster oder sonstige Gerätschaften, welche hier immer wieder beschrieben werden. Und der Wegfall all dieser Dinge relativiert wieder etwas den Preis, und macht vor allem den Einbau auch für Leute interessant, welche bei komplexeren Systemen den Überblick verlieren.

      Ich werde weiter berichten.

      Gruß Mirko
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    • Vielleicht mal noch ein paar Gedanken, warum wir uns gerade diesen Wohnwagen ausgesucht haben:


      Wir fuhren jetzt gut 10 Jahre Mit einem 400-er Dethleffs Rondo RM3 in den Urlaub. Es war unser erster Wohnwagen, welcher trotz Baujahr 1996 noch mehr als gut in Schuss war/ist. Es gab nie Undichtigkeiten oder technische Probleme und der Zustand war mehr als okay. Eigentlich hätten wir die Kiste noch mindestens weitere 10 Jahre fahren können.Aber natürlich war auch immer der Wunsch nach etwas mehr Platz und Luxus da, wollten wir auch nicht immer die Sitzgruppe umbauen müssen, um unserem Kind einen Schlafplatz anbieten zu können. Wobei der natürlich viel lieber immer bei uns genächtigt hätte...

      In den Jahren haben sich bei uns so Ideen angesammelt, wie unser Wohnwagen aussehen müsste und was wir zum Campen wirklich brauchen. Was z.B. definitiv entbehrlich ist? Eine Klimaanlage! Was soll sowas im Wohnwagen? Dann könnte ich ja gleich ein Hotellzimmer ohne Fenster mieten... Mikrowelle? Nö, muss auch nicht. 8 Meter Aufbaulänge? Ähm, nee. Glasvitrine? ...

      Aber es gibt Dinge, die wir wichtig finden oder die zumindest cool sind. An erster Stelle natürlich Stockbetten! Unser Kind soll sein Reich bekommen und auch mal jemanden mitnehmen können. Ein großer Kühlschrank ist wichtig, mit Eisfach! Im Sommer ist das echt schön und wir müssen nicht parallel die Kühlbox laufen lassen, um Getränke zu kühlen. Ein Bad mit richtiger Dusche! Nicht für den Campingplatz, aber bei Treffen auf der grünen Wiese ist das schon schön, nicht keimig ins Bett zu müssen. Ansonsten bieten ja eigentlich fast alle neuen Wohndosen einen Luxus, den unsere alte Kiste nicht im Ansatz hatte. Warmes Wasser, große Dachluken, integrierte Fliegentür, breiteren Aufbau... Es gibt also schon einige Dinge, die das Leben da draußen angenehmer machen können, ohne dass es gleich völlig aushaken muss. Und so fiel uns dann vor nicht sehr langer Zeit der Grundriss des 500 KD auf, wo wir beide spontan einig waren, dass es genau das ist, was wir suchen/wünschen. Und je länger ich mich mit dem Modell beschäftigte, je mehr war klar, dass der echt viel zu bieten hat. Für unsere Ansprüche finden wir viel Platz, sehr viel Stauraum, ein schönes Design im Innenraum, ein großes Bad, großen Kühlschrank, eine Küchenzeile mit viel Arbeitsfläche und noch ein wenig Freiraum für Papas Spielereien, welche natürlich unbedingt notwendig sind. Hier gab es aber gar nicht sooo viel auf der Wunschliste. Die Dusche sollte so umgebaut werden, dass sie ohne Duschvorhang nutzbar ist. Ein Mover war Pflicht, denn ich wollte maximale Unabhängigkeit, auch beim Ankuppeln. Damit verbunden war noch eine Solaranlage, um den Moverakku permanent zu laden, da dieser gleichzeitig die Stromversorgung in der Pampa übernehmen sollte. Und natürlich durfte die ganze Nummer nicht zu teuer werden, denn bei uns soll die Kirche gern im Dorf bleiben...

      Bei der Suche nach einem 500 KD wurden wir nach einigem Abwägen letztlich in Freiburg i.B. fündig, also mal locker 900 Km weit entfernt. Ja, ich weiß, die Experten rümpfen jetzt schon die Nase, viel zu weit weg. ABER: Der Händler dort bot einen Vermietwagen an, welcher nur ein halbes Jahr zugelassen war. Dabei hatte dieser zwei interessante Extras, welche an anderen Wagen nicht zu finden waren, nämlich ein ATC und eine Außenstauklappe an den Stockbetten. Andere, für uns verzichtbare Extras hat der Wagen nicht. Und dabei war das Teil noch gut 600 € preiswerter, als die besten Angebote anderer Händler. Da war es für uns keine Frage, mal durch die Republik zu reisen, was für uns wirklich eine angenehme und aufregende Nummer war. Ich kenne den Breisgau noch aus meiner Zeit als Fernfahrer und freute mich schon, auf die wirklich schöne Gegend undeine in meiner Erinnerung sehr angenehme Mentalität der Menschen dort unten. Und wenn ich wirklich mal etwas ernsthaft zu reparieren habe, finde ich auch hier im Norden eine Werkstatt. Da machen wir uns also nicht so sehr ins Hemd. Zumal ich bis zum nächsten Knaus-Händler eh nach Berlin oder Greifswald muss... also Reisen ist dann immer angesagt.

      Ein auch nicht unerheblicher Vorteil des 500 KD ist sein Gewicht. Ein ständiges Reizthema im Forum, von dem ich denke, dass es nur hier so exzessiv ausgewalzt wird. Spätestens bei der Fahrt in den eigenen Urlaub werden dann eh alle Grundsätze über Bord geworfen und es regiert der gute Glaube, dass es schon nicht so schlimm sein wird. Und ja, auch hier werden die Experten gleich wieder rufen und das natürlich weit von sich weisen... Ich verwette jedoch meinen Allerwertesten, dass 90 % aller Wohndosen nach 5 Jahren überladen oder da nahe dran sind, weil sich so Unmengen an Krempel in den Wagen geschlichen haben, die kein Mensch auf dem Schirm hat, geschweige denn wiegt. Als wir unseren kleinen Wagen ausgeräumt haben, ist mir schlecht geworden, was da alles drin war. Ich musste mit dem Mondeo zweimal fahren... Wie dem auch sei, unser Wohnwagen hat ein zGG von 1700 Kg. Und er wiegt leer 1140 Kg, weniger als in den Papieren als Leergewicht steht. Das macht also schlappe 560 Kg an Zuladung! Selbst mit meinen geplanten Einbauten bleibt genug Spielraum, um nicht gleich Schnappatmung zu bekommen, wenn die Rennleitung doch mal zum Gespräch bittet. Wobei, ich habe das in 10 Jahren mit dem Wohnwagen genau 0 (null) mal erlebt. Aber man soll ja niemals nie sagen. Was? Egal, der 500 KD bietet vergleichsweise viele Zuladungsreserven, mit denen der gemeine Camper wohl auskommen sollte.

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • Mirko schrieb:

      Ist doch ein schönes Gespann. Oder?
      ... auf jeden Fall ... :ok Schwarzer FORD und weißer Wohni sieht schon per se gut aus ... :D :undweg:

      Von dem Elektro-/Stromgedöns lass ich lieber meine Finger ... da is' mir mein Leben und das der Nachbarn aufm CP zu wertvoll ... :_whistling: Ich freue mich für denjenigen, der mit Planung und Umsetzung keine Probleme hat ... :ok


      Mirko schrieb:

      Und er wiegt leer 1140 Kg, weniger als in den Papieren als Leergewicht steht.
      ... da bin ich positiv überrascht - was wiegt der denn laut Papiere?
      :0-0:
      mfg Jens
      :prost:
      CXCVIII
    • Hallo,
      schöner Bericht, gibt ein paar Anregungen für mich. Zum Victron PPP: ich habe mal nach den Preisen geschaut, da gibt es enorme Differenzen. 498 € war auf die schnelle das Günstigste, fand ich jetzt nicht so extrem teuer, für das, was es kann.
      LG
      Tom
    • In den Papieren steht ein Leergewicht von 1155 Kg und ein tatsächliches Gewicht von 1209 Kg. In der Werkstatt gewogen wurden 1140 Kg. Selbst wenn ich jetzt mal nicht das letzte Kg rechne, bleiben wohl genug Reserven.

      Der Preis für das PPP ist sicherlich relativ. Aber wenn ich mir so überlege, was in den Plastekasten tatsächlich eingebaut ist, also ein paar Zellen und etwas Elektronik...
      Aber Jammern hilft nicht. Letztlich nimmt uns der Kasten eine Menge ab. Und die Leistungsfähigkeit ist zumindest vom Papier her gut. Ob der Akku das wirklich bringt? Das bleibt wohl nur Messen oder Glauben...

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • denn mal herzlichen Glückwunsch. Einen schönen Bericht verfasst und wenn man das so liest, alles richtig gemacht.
      Ich wünsche Euch allen erdenklichen Spaß und immer eine knitterfreie Fahrt.
      Viele Grüße aus dem Lipperland


      ML :lol:
    • So, heute haben wir mal flink den Mover angebaut!

      Und gleich mal vorne weg: Das mit dem "flink" ist ernst gemeint. Ich habe selbst gestaunt, wie schnell und unkompliziert das dann doch ging. Der Plan, den Mover vor die Achse zu hängen, wurde zwar auf ganz dämliche Art vereitelt, aber das kann ich leider nicht ändern. Die Motoren passen schlicht nicht zwischen die Stoßdämpfer und der im Radlauf weit herunter gezogenen Außenhaut. Okay, die hätte ich auch nach außen biegen können, denn es fehlen wirklch nur 1-2 cm, aber das kann nur doof aussehen. Außerdem habe ich hinter der Achse ein paar cm mehr Bodenfreiheit. Warum es trotzdem saublöd ist? Ich brauche Gewicht auf der Deichsel! Und zwar reichlich! Ein echtes Luxusproblem, was wir wohl mit einem Fahrradträger beheben müssen.

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      Der Easydriver passt sich sehr schön ins Gesamtbild ein, finde ich. Das sieht wirklich brauchbar aus, auch wenn hier noch die Leitungen herunterbaumeln und die Abdeckung vom Rohr noch nicht drauf ist.

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      Mit dieser Frau macht es totalen Spaß zu schrauben. Ich liebe sie nicht nur deswegen...

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      Hier sieht ma es noch einmal sehr gut, dass nach außen hin kein Platz ist, weil der Radlauf so weit nach unten gezogen ist. Der Motor stößt am Radlauf an. Ist aber nicht schlimm, da dieser extrem flexibel ist.

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      Das Gesamtbild unter dem Wagen. Hinter dem Rohr sieht man noch meinen Kompromiss des Tages. Die Anschlussleitungen waren komplett mit den Steckern bzw. Ringösen versehen, also anschlussfertig. Ich habe die Leitungen also nicht abgeschnitten! Darüber können sich nun wieder die Experten streiten. Ich denke, es ist schlicht Unfug, wegen einem Meter zusätzlicher Leitungslänge alles neu zu Crimpen. Das lohnt den Aufwand nicht und birgt zudem auch noch zusätzliche Fehlerquellen. Ich habe also die überschüssige Leitungslänge schön in zwei Ringen zusammengelegt und am Verbindungsrohr mit Kabelbindern so gesichert, dass das Gerödel nicht nach unten hängt. Ich gewinne damit nicht den Preis für den schönsten Kabelbaum. Aber dem Strom ist es egal, ob er zwei Schleifen macht, und viel wichtiger: Der Mover funktioniert! Der erste Test zeigte, dass ich alles richtig gemacht habe, was nun aber auch echt kein Hexenwerk ist. Hey Leute, wer sich so ein Ding anbauen will und vielleicht noch ein wenig Schiss davor hat, dem sei gesagt: "Es ist wirklich einfach, wenn ihr wisst, wie ein 19-er Schlüssel aussieht und dass die rote Leitung an Plus kommt und schwarz an MInus... Okay, rechts und links muss man auch noch auseinanderhalten...

      Ich bin bis hierher voll zufrieden, habe eher so ein doofes Gefühl, weil mir das schon wieder zu glatt läuft. Aber wat soll`s. In die Verteilerdose habe ich noch die Anzeige vom Solarpanel eingebaut, die Sitzbank wieder montiert und so bietet sich jetzt dieser Blick, wenn ich das Sitzkissen anhebe:
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      Dass die Anzeige vom Solarpanel dunkel ist, liegt schlicht am nicht vorhandenen Licht in der Halle. Es funktioniert aber, denn vor dem Anklemmen des Ladeanschlusses wurde die Panelspannung schon sauber angezeigt. Aber sobald eingeklemmt wird, bricht die Spannung ein (weil eben zu dunkel) und die Anzeige geht aus... Ich werde das aber noch nachreichen, wenn der Wagen in der Sonne steht.
      Ich würde aber für dieses Anzeigeinstrument keine Kaufempfehlung aussprechen! Die Haltenasen am Gehäuse sind gleich abgebrochen, wobei das noch nicht stört. Was echt nervte, war der Anschlussblock, wo die Leitungen angeklemmt werden sollen. Wir legen ja artig eine 6 mm² Superleitung vom Solarpanel zur Batterie, wegen der Leitungswiderstände!!! Echt schön. Nur bekommt man diesen Querschnitt hier gar nicht in die Anschlussklemme. Also wird so viel LItze weggenommen, bis es passt und damit der Querschnitt deutlich verringert. So kann man auch Widerstände einbauen... Ich denke, mehr als 2,5 mm² passen eigentlich nicht in den Anschlussblock.
      Der Hammer war bei meinem Exemplar jedoch, dass sich die Schrauben nicht festziehen ließen, weil das Material scheiße ist. Entschuldigung, die Sache kann man nicht anders nennen. Ich habe in meinem Frust und weil ich es fertig haben wollte, kurze Anschlussleitungen auf die Platine gelötet und die Sache mit schnöden Lüsterklemmen verbunden. Das ist weder schön noch im Sinne des Erfinders. Aber, letztlich konnte ich so die Anzeige ersteinmal integrieren und ich werde in der Praxis schauen, ob sich ernsthafte Leistungseinbußen zeigen. Und wenn mir noch eine schöne und preiswerte Anzeige über den Weg läuft, dass kann ich das Teil immer noch rauswerfen.

      Okay, soweit mal bis hierher. Ich muss noch das Solarpanel und die Leitungsdurchführung ankleben und dann habe ich diesen Teil meiner Aufrüstung echt geschafft. Ach ja, das erste vorsichtige Movern in der Halle klappte super! Leider ist hier kein Platz für kunstvolle Kürprogramme. Da werde ich mich noch gedulden müssen.
      Im nächsten Akt werde ich mich der Dusche zuwenden. Also Maßband schwingen, Tür besorgen, Wände bekleben und Fugen dichten... Das wird in den nächsten Tagen begonnen, ich werde berichten.

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • Hallo Mirko,

      toller Bericht, macht echt Spaß zu lesen, weiter so.
      Den Händler kennen wir auch, macht nen sehr soliden und vertrauenswürdigen Eindruck.

      Und ja, Herzlichen Glückwunsch zum neuen Heim, echt klasse.

      Viele Grüße, Bernd & Birgit.
    • DANKE!
      Ja, wir haben uns bei Südcaravan sehr gut aufgehoben gefühlt. Für uns passte das sehr gut.

      Heute habe ich mal wieder den Mess- und Regeltechniker raushängen lassen. Okay, weniger geregelt als gemessen habe ich in der Duschabteilung unserer fahrbaren Sommerresidenz. Beim örtlichen Grafiker habe ich nach einem wirklich netten Beratungsgespräch einige Meter weiße Folie mitgenommen, welche eigentlich auf Fahrzeuge oder Werbeschilder geklebt wird. Lt. Aussagen des Verkäufers hat das Zeug eine relativ geringe Anfangshaftung und ist in der gesamten Verarbeitung relativ fehlertolerant. Als Zugabe füllte er mir noch etwas Alkohol zum Reinigen (und nur dafür!!!) ab, so dass ich nun am verregneten Nachmittag im Wohnzimmer die große Rolle ausbreiten und die Abschnitte für die Wandelemente ausschneiden konnte. Im Wohnwagen brauche ich das nicht versuchen, das geht garantiert in die Hose.
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      Der Duschvorhang und seine Haltebänder an der Wand sind schon entfernt. Ich muss morgen also nur die Bude heizen, die Wände reinigen (entfetten), tief durchatmen und loslegen. Aber was soll schon schief gehen. Im Extremfall reiße ich die Folie wieder herunter und beginne von vorn, ohne dass etwas bleibend versaut ist. Auch deswegen habe ich mich gegen Kunststoffplatten als Wandverkleidung entschieden. Die Folie kann ich in den Ecken 1 cm um die Ecke kleben und erreiche so sichere Dichtheit, spätestens nach dem Dichten mit Sikaflex. Hier noch einmal der jetzige Zustand:
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      Die Falttüre habe ich bei Amazon bestellt. Das ist Leichtbau, komplett aus Kunststoff, den ich wohl noch zusammensetzen und anpassen muss. Aber das ist erstens leicht und zweitens flexibel, was im WW nie schlecht sein kann. Das Material kommt aber erst in einigen Tagen und ich habe genug Zeit, die Wände zu präparieren.

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      Ein paar Worte würde ich vielleicht noch zum PPP von Victron verlieren wollen, da ich denke, es gibt mehr elektrische Tiefflieger als vermutet. Das ist gar nicht abwertend gemeint. Ich habe auch von vielen Dingen keine Ahnung und muss mich dann in die Materie einarbeiten oder das Feld anderen Leuten überlassen. Aber dieser Akku ist schon ein ziemlich geniales Teil, da er einige Details bietet, welche es gerade dem Selbstbauer mit durchschnittlichen elektrischen Grundkenntnissen ermöglichen, den WW autark zu machen oder vielleicht auch nur den Mover mit Strom zu versorgen. Okay, man muss sich mit den verschiedenen Ein- und Ausgängen kurz beschäftigen. Aber das ist wirklich simpel und bietet kaum Fehlerpotential. Beim Anschließen hat man immer den Vorteil, dass der Akku tot ist, so lange man es will. Also erst mit dem bewussten Einschalten liegt auch eine Spannung an. Lasst mal über dem fetten Bleiakku blöderweise den Schraubenschlüssel fallen...Das nennt man dann wohl Lichtspiele mit Schnellverschweißung. Okay, etwas weit hergeholt, aber das PPP ist schon ziemlich eigensicher und mit einem Grundmaß an Umsicht kaum gefährlich. Was mich zunächst irritierte war die Tatsache, dass zumindest am Moverausgang keine Spannung zu messen war, obwohl er eingeschaltet war. Also aus dem Karton reißen und mal schnell mit dem Multimeter spielen, bringt nur lange Nase. Es muss eine Last angeschlossen werden (also die Steuerung des Movers), dann schaltet der Ausgang auch vernünftig ein. Das bestätigte mir auch der Kundendienst des Händlers so.
      Was ich ebenfalls unglücklich formuliert finde, ist die Beschreibung der Schaltvorgänge in der Anleitung. Da steht, dass man zum Einschalten des Moverausgangs einfach kurz den Taster drückt und dann die Rote LED dauerhaft leuchtet. Klappt aber nicht... Es ist eben so, dass zum Ein-und Ausschalten der Taster etwa 5 Sekunden gedrückt werden muss. Damit wird der Akku aktiv und der Domestic-Ausgang ist schon mal scharf. Erst jetzt kann man auch mit einem kurzen Druck auf den Taster den Moverausgang schalten. So funktioniert es zumindest bei meinem Exemplar reproduzierbar. Das habe ich aber durch Ausprobieren und nicht durch Lesen der Anleitung kapiert...
      Ist kein großes Drama, könnte aber bei einigen Nutzern schnell zu der Idee führen, das Teil hätte eine Macke. Ich finde, mit einer wirklich guten Beschreibung würden eine Menge Anfragen bei den Händlern entfallen.
      Okay, morgen also ab in die Dusche (ohne Wasser) und mal schauen, wie das mit der Folie so klappt. Bei meinen Flugmodellen ist das kein Problem, da komme ich mit Folie und Bügeleisen sehr gut zurecht. Aber das ist auch etwas anderes Material und nicht so großflächig. Aber ich werde die Ergebnisse nicht verheimlichen. In diesem Sinne...

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • Soooo, heute bin ich ein ganz klein wenig stolz und viel mehr erleichtert. Es ist nämlich vollbracht, ohne dass es wirklich schwierig wurde. Ich zeige euch erst einmal den Zustand unserer Dusche vorher:

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      ...und nachher:

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      PS: Die Duschtasse ist etwas schmutzig, weil ich mit meinen Schuhen darin war, wird noch bereinigt.

      Und? Könn wa gelten lassen. Oder? Okay, auf den Fotos kann man eh nicht so viel erkennen, außer, dass die Wände jetzt weiß sind. Àber die sind ja nicht nur weiß sondern dann auch wasserdicht, wenn das Sikaflex ausgehärtet ist. Ich hatte mir gestern schon die Stücke für die einzelnen Wände zugeschnitten. So musste ich heute fast gar nicht mehr herum schnippeln. Etwas spannend war, das Folienstück gerade in der Ecke zu positionieren, um dann unten auch noch genauso exakt zu sein. Aber das eigentliche Verkleben ging dann wirklich easy, weil die Anfangshaftung recht gering ist und man alle Lufteinschlüsse und Falten schön ausstreichen kann. Ich habe das mit einem Filzrakel gemacht, kann ich nur empfehlen. In den Ecken überlappen sich die Folienstücke, sodass das zusammen mit der Dichtungsfuge absolut dicht werden sollte. Und abgedichtet habe ich jetzt ausnahmslos ALLE Fugen, auch oben an der Decke. Das darf jetzt schön in Ruhe fest werden, also die Folie und die Dichtungen und ich kann mich noch anderen Dingen zuwenden. Es ist aber schon irre, was so ein wenig Optik ausmacht. Die Karnickelbuchte von Dusche wirkt gleich viel größer und natürlich auch freundlicher. Fakt ist aber auch, dass sehr große Menschen hier nie glücklich werden können...

      Unter dem Kinderbett war der Querbalken lose, an dem der Bettaufsteller angeschraubt ist. Das war mir so nebenbei aufgefallen und eigentlich auch gar keine große Sache. Ich habe ein paar kleine Winkel angeschraubt und das Teil endgültig in seiner Position fixiert. Von der Hinterseite wollte ich dann noch ein paar Angstschrauben eindrehen und habe dabei gesehen, dass dort schon 5 Löcher vorhanden waren, sogar schön angesenkt. Es waren nur keine Schrauben drin... Da muss beim Möbelbauer wohl gerade der Morgenkaffee fertig gewesen sein. Und ich musste mal ein wenig grinsen, obwohl es ja eigentlich ärgerlich ist. Aber solange die Mängel solcher Natur sind und die Achse unter dem Wagen bleibt, ist die Welt noch in Ordnung.
      In diesem Sinne, mein Kaffee ist gerade durch...

      Gruß Mirko
      Das Zitieren ganzer Beiträge oder großer Teile davon ist oft völlig unnötig und macht einen Thread schnell sehr unübersichtlich. :w
    • Mirko schrieb:

      Ich würde aber für dieses Anzeigeinstrument keine Kaufempfehlung aussprechen!

      Mirko schrieb:

      Insgesamt wird die Anlage also extrem einfach und trotzdem perfekt, was den Überwachungs- und Wartungsaufwand angeht. In die Ladeleitung vom Solarmodul wird ein Anzeigegerät eingeschleift, welches mir die Ladewerte anzeigt. Das könnte ich mir sicher auch sparen, aber ich will ja auch was zum Spielen und Anschauen haben.

      Mirko schrieb:

      Wenn ich Lust darauf habe, werde ich mir mal den Spaß machen, und mein Wattmeter zwischen Batterie und Wohnwagen klemmen und über ein Wochenende messen, was wirklich so verbraten wird. Dazu fehlen mir bisher belastbare Aussagen bzw. Erfahrungswerte anderer Camper.

      Hallo Mirko,
      ich habe den Victron PPP mit 40Ah ja auch, allerdings nicht im Wohnwagen sondern in einen Koffer eingebaut, um ihn mobil nutzen zu können. Dazu die Solartasche mit 120W von Offgridtec. Die Fragen und Wünsche, die ich oben von dir zitiere, habe bzw. hatte ich auch alle.

      Ein vernünftiges Anzeigegerät, was die eingehende Strommenge/Spannung vom Panel anzeigt, wünsche ich mir auch.

      Victron bietet zwar einen Batteriecomputer an, den man auch am PPP anschließen kann mit einem Shunt am Massekabel des Hochstromausgangs, soweit ich weiß. Der ist teuer, soll aber gut sein.

      Da der PPP aber mehrere Aus- und Eingänge hat, anders als die Pole an einer Batterie, kann man vielleicht aber nicht alle Ein- und Ausgänge damit überwachen. Ich habe eine Anfrage dazu an Offgridtec geschickt. Wenn du es wissen möchtest, sage ich Bescheid wenn die Antwort kommt.

      Zu dem, was der Victron kann, habe ich hier einen Langzeittest in meinem Thema "Vom Wohnwagen zum Berlingo Minicamper" gepostet. Ich hatte meine Kompressorkühlbox angeschlossen (im Haus, bei Zimmertemperatur) und auf 8 Grad eingestellt. Sie braucht 47 Watt, wenn der Kompressor läuft, das tut er ca. alle 35-40 Min. für ca. 4 Min. Die Kühlbox wurde während der Zeit benutzt. Ohne nachzuladen, hat der Victron die Kühlbox ganze 8 1/2 Tage unterhalten, genau 206 Stunden lang. Dann hat der Batteriewächter abgeschaltet. Das finde ich schon eine enorme Leistung für einen 40 Ah Akku. Weiters kommen bei mir demnächst nur eine Wasserpumpe und das Licht dazu, das wird er wohl auch können.

      Hier sind aber einige Foristi, die ihn auch zum Movern benutzen und zufrieden sind.

      Wie du auch, hat mich an anderen Batterien das ganze Equipment abgeschreckt, das man noch dazu bauen müsste wie Ladegeräte etc., die hier alle schon eingebaut sind.
      Den Victron PPP kann man mit ganz wenig Aufwand sowohl im Wohnwagen wie zu anderer Zeit auch im Auto oder sonstwo nutzen. Und es ist eine LiFePo4 Batterie.
      Ich würde ihn jedenfalls sofort wieder kaufen.
    • Ich habe deine Beiträge gelesen. Mit solch praktischen Erfahrungen kann ich auch mehr anfangen, als mit den vielen Vermutungen und Meinungen mancher Experten. Ich habe jetzt eigentlich nur den Eingang des Solarmoduls überwacht, wenn auch echt mehr aus Neugier und Spieltrieb. Ich denke, dass die Anzeige letztlich auch funktionieren wird, denn die Elektronik ist doch nur (auch) normaler industriell gefertigter Standard. Und ob es am Abend 500 mAh mehr oder weniger Kapazität ist... Können sich die Akademiker drüber austauschen.
      Ich finde die Spielerei mit den Anzeigen ganz nett. Und trotzdem wäre eine eingebaute Info über den aktuellen Ladezustand des PPP ganz schön, auch ohne Schnittstelle und Smartphone. Ich bin mal gespannt, wie mein Text dazu nach dem Sommer ausfällt. Dann gibt's ja erst belastbare praktische Erfahrungen.

      Gruß Mirko
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    • Mirko schrieb:

      Und trotzdem wäre eine eingebaute Info über den aktuellen Ladezustand des PPP ganz schön,
      Wäre es, aber grundsätzlich reicht mir dafür die Anzeige der Spannung. Wenn man einmal einen Verbrauchszyklus beobachtet, auch mit einem ganz einfachen Voltmeter, dann zeigt sich, dass er lange auf der Maximalspannung bleibt (bei mir 13,3V), dann geht es ganz langsam ganz wenig runter, bei mir was das alle paar Tage um 0,1V, und ab einem gewissen Punkt geht es dann flott (bei mir ab 12,8V). Wenn man das einmal im Gefühl hat, dann weiß man wie viel noch geht und wann es Zeit wird, ans Nachladen zu gehen. Mag sein dass ein anderes Voltmeter höhere oder tiefere Werte anzeigt, aber es geht um die Tendenz.

      Mit einem Batteriecomputer könnte man natürlich sehen, wie viel A oder W die aktuellen Geräte verbrauchen, ob der eingehende Strom das kompensiert oder nicht, und mehr. Auch zum Beispiel Infos über das eigene Verbrauchsverhalten, z. B. an einem Abend mit LIcht und Fernseher, so dass man daran etwas ändern könnte, wenn man noch länger Strom braucht, ohne nachladen zu können. Außerdem hat der Batteriecomputer von Victron auch noch eine Historie, wo Werte kumuliert werden um Schlüsse auf Verbrauchsdaten und auch Kapazitätsgrenzen ziehen zu können. Die sieht man dann schön aufbereitet in der App. Den Rest auch direkt am Anzeigepanel. Also zum Spielen ganz nett. Aber 150-190 € ist schon eine Nummer. Plus den Dongle, um die App anzubinden, falls man sie will.

      Ich werde auch frühestens dann darüber nachdenken, wenn der übrige Ausbau erledigt ist und ich erste Erfahrungen unterwegs sammeln konnte.

      Übrigens zeigt die Victron Lampe noch andere Dinge an, die nicht im Handbuch stehen. Zum Beispiel gibt er ab und zu ein Lebenszeichen, wenn er eingeschaltet ist und ein Gerät Strom zieht. Dazu blinkt die blaue LED mal ganz kurz, aber nur alle halbe Stunde oder so. Wenn er am Solarpanel geladen wird, dann blinkt die blaue LED ständig ganz langsam. An 230V macht er das nicht. Das sieht man dann am Powersupply an einer grünen Lampe.
    • Heute gab es keine großen Bauvorhaben, mehr so einen kleinen Zettel mit ebenso kleinen Aufgaben, welche in meinem Kuriositätenkabinett namens Knaus Sport 500 KD abzuarbeiten waren. Da standen so Lapalien, wie Aufräumen, Stützlast wiegen, Einlegeböden im Schrank befestigen und vor allem Therme prüfen. Die Kontrollleuchte im Schalter für dieses nette Gerät blieb nämlich dunkel und das Wasser kalt. Ich dachte schon, mein Sohn hätte den Schalter betätigt und der Heizstab wäre durchgebrannt, weil die Therme noch leer war. Der Schalter ist nämlich hinter der Gardine versteckt und nicht wirklich im Blickfeld, böse Falle.
      Ich hatte so ein dämliches Grummeln im Bauch, was mich meistens nicht trügt, und so habe ich mich auf die Suche nach dem Strom gemacht. Am Heizstab kam er jedenfalls nicht an! Also habe ich die Verteilerdose freigelegt, welche hier schön versteckt unter dem Heizungsrohr montiert ist.

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      Und hier grinste mich eine blaue Ader an, welche mutterseelenallein in ihrer Klemme steckte. Und wer in Physik, 7. Klasse aufgepasst hat, der weiß, dass der Strom immer im Kreis fließen muss. Konnte er hier aber schlicht nicht. Also habe ich die zweite freie Leitung da mit drunter geklemmt und... jepp, richtig, die Therme arbeitet wieder. Nun frage ich mich natürlich, wie sich eine Leitung hier in der Dose, wo sich nichts bewegt, einfach mal ausklemmen kann. Oder war sie nie eingeklemmt? Ich werde wohl auch das nicht abschließend ergründen können. Aber komisch ist es schon. Sollte die Therme im Vermietwohnwagen vielleicht gar nicht funktionieren?
      Wenn ich mir überlege, ich wäre damit zum Händler gegangen. Was hätten die wohl daraus gemacht?
      Na jedenfalls wird es bis jetzt nicht langweilig. Und wenn ich fertig bin, kenne ich unseren Wohnwagen wie meine Westentasche. Hat ja auch was.
      Ach ja, und Lampen habe ich getauscht. Alle Halogenteile raus und LED rein! Z.T. ist es etwas heller, aber in erster Linie wird jetzt nur noch ein Bruchteil des Stroms verbraucht, um die Bude zu erleuchten. Und die Spots bleiben auch kühl. Dafür wird jetzt das Wasser heiß, denn der Funktionstest der Therme ergab nach einer guten Stunden sehr heißes Wasser aus der Leitung. Wird Zeit, dass die Duschtür kommt.

      Gruß Mirko
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    • Hallo Mirko,
      Danke für die interessanten Info 's. Wir werden unseren Sport 500KD vorraussichtlich nächste Woche bekommen. Es handelt sich ebenfalls um einen ehemaligen Mietwagen.

      Verrätst du welche Leuchtmittel du verbaut hast?
      Ich werde die Halogen Teile wohl auch zeitnah rausschmeißen.

      VG Frank
    • Ich schau morgen mal in Ruhe nach. Ja? Hab heute nochmal ein paar andere Lampen bekommen. Die will ich noch ausprobieren.

      Gruß Mirko
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