Anzeige

Anzeige

Camping Simonhof

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Liebe Mitglieder und Teilnehmer des Wohnwagen-Forum.de,

    am 25. Mai 2018 tritt die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft.
    Das Ziel ist die EU-weite Vereinheitlichung der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
    Unsere gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Datenschutz lest ihr dazu in unserer erweiterten Datenschutzerklärung auf unserer Seite unten links.

    Wichtig: Ihr braucht nichts weiter zu tun. Es handelt sich nur um eine Information.

    Euer Team von Wohnwagen-Forum.de

    • Camping Simonhof

      Hallo zusammen

      Leider ist der Urlaub nun vorbei. Wir waren 16 Tage auf dem Campingplatz Simonhof in Ramsau und ich muss sagen es war ein wundervoller Urlaub. Selten haben wir einen Urlaub so genossen wie hier. Das lag an vielen Dingen: Dem Campingplatz, der Gegend und sicher trug das Wetter auch seinen Teil dazu bei. Es war während des Aufenthaltes eigentlich nie unter 27 Grad warm, eher gingen die Temperaturen fast immer über die 30 Grad Marke.
      Nun hoffe ich das ich den Aufenthalt ein wenig in Worte fassen kann. Ist ja mein erster Reisebericht hier. Also seit ein wenig Nachsichtig mit mir.

      Anfahrt: Da unsere Anreise in Berchtesgadener Land doch ein wenig weiter ist (800km) entschieden wir uns schon mitten in der Nacht zu starten. Dies stellte sich als eine gute Maßnahme heraus, wir kamen wirklich gut durch und konnten Staus und dichten Verkehr fast vermeiden. Außerdem fahre ich gerne Nachts wenn nicht so viel los ist. Pünktlich um 1 Uhr ging es in der Dunkelheit auf die Autobahn. Unser kleines Gespann rollte sich ein, der Verkehr war spärlich. Beschleunigen auf 100, Tempomat rein und rollen lassen. Unsere Strecke auf der A 1 war so schnell geschafft und weiter ging es auf die A 45. Einmal quer durchs Sauerland bitte, quasi als Vorgeschmack auf die echten Berge. Leider gibt's auf der Autobahn recht viele Baustellen, was Nachts allerdings kaum ins Gewicht fiel. Man konnte sagen... läuft. Meine Frau schlief neben mir und ich fuhr mit schönem Wetterleuchten durch die Nacht. Ab etwa Gießen wurde das Wetterleuchten stärker und Blitze zuckten vor mir durch die Nacht, sehr spektakulär. Leider blieb es nicht nur bei Blitz und Donner, es fing natürlich an zu regnen. Aber nach etwa 30 Minuten war der Spuk dann auch vorbei. Da meine Frau schlief und ich kein Bedürfnis hatte eine Pause zu machen verschwand ein Kilometer nach dem anderen unter den Reifen des Gespanns. Aber irgendwann muss jeder Mensch mal wo hin und so wurde bereits in Bayern auf der A 3 der Rasthof Spessart angefahren. Man, man, man. Da versuch doch mal morgens gegen 4 mit einem Gespann einen Parkplatz zu bekommen. Echt heftig wie voll das war. Mir tun die LKW-Fahrer echt leid die da entweder Pause oder ihre Freizeit verbringen müssen. Nach einigem Suchen fand sich dann aber ein Platz zwischen den LKWs und mein Weg führte mich dann mal auf das stille Örtchen. Meine Frau blieb am Wagen und wollte nach mir gehen.
      Als ich wiederkam bemerkte ich das unser Anschlusskabel auf dem Boden lag. Oh, oh, gar nicht gut dachte ich mir. Ich rief meine Frau die genau so überrascht war. Wir waren Beide überzeugt das unser Licht am Wohnwagen noch leuchtete als wir den Parkplatz gesucht haben. Aber nicht groß aufregen und Kabel wieder rein. Sagt sich leicht, ging in dem Fall aber nicht so einfach. Irgendwie klappte es nicht und wir wussten nicht so recht weiter. So etwas hatte ich noch nicht erlebt, allerdings campen wir auch noch nicht so lange. Irgendwann dämmerte mir das da wohl jemand manipuliert hatte (während ich in der Raststätte war) und der Drehmechanismus fest bis zum Anschlag gedreht war. Ja ich weiß, hätte mir schon viel früher auffallen können/müssen, aber es war früher Morgen und ich scheinbar geistig umnachtet. Schwupps war der Stecker drin, der Beleuchtungscheck gemacht und es ging weiter. Allerdings irgendwie mit einem unguten Gefühl. Ich kann echt nur jedem raten nach einem Stopp das Gespann noch mal kurz zu prüfen.
      Wir hatten uns vorgenommen am Autohof Geislwind zu frühstücken. Das war etwa die Hälfte unserer Strecke und über den Autohof wurde immer wieder positiv berichtet. Tanken war auch angesagt, also passte das schon ganz gut. Getankt, Parkplatz gefunden ab rein ins pralle Frühstücksleben. Na ja, der erste Eindruck war allerdings nicht so dolle. Alles etwas alt, rustikal wenn man es freundlich ausdrücken möchte. Das Frühstück war ok, nicht zu teuer und alles kam recht schnell. Nachdem ich dann auch noch die Toiletten gesehen habe muss ich für mich sagen, na ja. Da ist der Ruf deutlich besser als das was sich mir dargeboten hat.
      Weiter ging es, die Berge rufen. Die Autobahn war gut zu befahren, der Verkehr war ok und bei Nürnberg ging es auf die A 9 Richtung München. So lief es dann weiter, bis etwa 3 Kilometer vor dem Übergang zur A 99. Da standen wir dann. Juhu, der erste Stau. War aber alles halb so wild und kostete uns nur etwa 20 Minuten. Allerdings wurde der Verkehr spürbar dichter. Das entschärfte sich auch nicht auf der A 8. Immer wieder mal kurze Stopp and Go Phasen bis zum Irschenberg. In der Senke vom Irschenberg standen wir dann auch und was dann passierte ließ mich immer wieder ins Lenkrad beißen. Beim beschleunigen den Berg hinauf wurde ich immer wieder von einem Kleinwagen der Marke Skoda ausgebremst. Ich wusste nicht ob der nicht konnte oder wollte aber immer wieder musste ich bremsen. Vor dem kleinen Skoda aber immer wieder mindestens 100m freie Autobahn. Übel wenn man ein Gespann am Berg so ausbremst. Überholen war in dem dichten Verkehr mit meinen 13,50m leider auch nicht drin. In dem Moment hätte ich gerne ne Valium genommen. Leider wurde es nach der Kuppe nicht besser. Es geht bergab und der nette Skoda meinte einfach 85 km/h sind genug. Augen zu und durch, bei der ersten Gelegenheit war ich dann auch dran vorbei. Ach ist das schön wenn man frei 100km/h fahren kann ohne sich ärgern zu müssen.
      Weiter ging es vorbei am Chiemsee, auf der rechten Seite wurden die Berge langsam höher. Runter ging es in Bad Reichenhall, obwohl mein Navi mich gerne durch Österreich lotsen wollte. Nix da, dann hätte ich ja noch eine Vignette gebraucht. Außerdem sind es ab da eh nur noch etwa 20 Kilometer bis zum Campingplatz. Spannend wurden da nur noch die letzten 6 Kilometer mit einer Steigung von 10%. Aber eigentlich muss man heutzutage über sowas auch nichts mehr sagen. Und so kamen wir um 12:05 Uhr am Campingplatz an.


      Falls jemand möchte geht's bald weiter. :D
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Na dann schreibe ich einfach mal etwas weiter...

      Am Campingplatz Simonhof gibt es keine offizielle Mittagsruhe und die Schranke ist von 7-22 Uhr geöffnet. Wir also rauf auf den Platz und das Gespann geparkt. Das war auch mit unserem Gespann kein Thema da die Parkfläche recht großzügig ist. An der Rezeption gab es erst mal lange Gesichter, denn sie war leider schon geschlossen. Allerdings hing eine Liste mit Namen und Platznummern der anreisenden Gäste aus. Eine nette Reinigungskraft sagte uns außerdem noch das wir ruhig schon auf unseren Platz könnten und aufbauen. Das Anmelden würde halt später ab 16 Uhr gemacht. Das nenne ich mal unkompliziert. Meine Frau und ich gingen dann erst mal los um unseren Platz in Augenschein zu nehmen. Ausreichend groß, gut gelegen war die einhellige Meinung. Und der erste Gang über den Platz zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht. Sehr gepflegt, liebevoll angelegt, sauber und das alles in einer traumhaften Umgebung. Direkt vom Stellplatz war der Watzmann und der Hochkalter zu sehen. Wir waren sehr zufrieden. Also zurück zum Gespann und das Projekt Aufbau unseren Ferienstützpunktes beginnen.
      Trotz der Länge des Gespanns war es kein Problem den Wohnwagen auf den Platz zu drücken, kurz ausrichten und runter mit den Stützen. Der Platz war schön eben, es musste nicht nivelliert werden. Das Wetter meinte es gut mit uns, die Sonne strahlte und das Thermometer zeigte fast 30 Grad. Da ist der Aufbau des Vorzeltes eine schweißtreibende Sache. Aber mit viel Ruhe und Zeit ging das ganz gut. Immer wieder legten wir Trinkpausen ein und setzten uns auf die bereitstehenden Campingstühle. Nach dem Vorzelt wurde noch die Inneneinrichtung des Vorzelts aufgebaut und dann freuten wir uns nur noch auf eine Dusche.
      Frisch geduscht fühlte man sich wie ein neuer Mensch. Mittlerweile war die Rezeption dann auch wieder besetzt und wir zogen los um uns anzumelden. Sehr freundlich wurden wir empfangen, alles lief locker und Problemlos. Und da direkt neben der Rezeption auch der kleine Kiosk des Campingplatzes ist gönnten wir uns erst einmal zwei herrlich kühle Radler. Gott hat das gezischt. Das sind die Momente in den Bier am allerbesten schmeckt. Und weil es so gut schmeckte gab es gleich Nummer zwei hinterher.
      Eigentlich hatten wir vor am Abend zu grillen, Alles dafür benötigte hatten wir dabei. Meine Frau bekam aber sehr schnell mit das es im Kiosk kleine Imbissgerichte zu erwerben gab und schnell waren wir uns einig das Grillen heute ausfallen darf. Wir waren durch die lange Fahrt und das heiße Wetter einfach etwas platt und wollten es einfach. Grillen kann man auch noch Morgen, da waren wir uns einig. Also rasch in den Kiosk zwei mal Currywurst Pommes bestellt und dazu noch ein kühles Bier. Es ist schließlich Urlaub und man lebt nur einmal. Das Essen war gut (klar ist ja auch nicht anspruchsvoll) und wir haben uns gefreut es uns in der Situation einfach machen zu können.
      Der Weg zum Wohnwagen wurde mit einer ausgiebigen Platzrunde verlängert und der Platz gefiel uns immer besser. Da weiß jemand wie man einen Platz sinnvoll anlegt und ein gutes Campinggefühl aufkommen lässt. Respekt an die Betreiber. Am Wohnwagen genossen wir noch ein wenig die kühler werdende Luft, lümmelten auf unseren Stühlen und kamen schon mit dem ein oder anderen Mitcamper ins Gespräch. Aber gegen 20:30 Uhr wurden die Augen langsam schwer und wir verschwanden nach einem langen Tag in den Wohnwagen und freuten uns auf einen erholsamen Schlaf.

      Gute Nacht


      Fortsetzung folgt...
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Nach einer kleinen Pause geht's hier weiter. Erst mal ein paar Bilder vom Campingplatz und der direkten Umgebung.

      IMG-20190621-WA0000.jpegIMG-20190621-WA0002.jpegIMG-20190621-WA0005.jpegIMG-20190621-WA0007.jpegIMG-20190621-WA0012.jpegIMG-20190621-WA0017.jpgIMG-20190623-WA0015.jpeg
      Dateien
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Weiter geht's:

      Nach 12 Stunden Schlaf (ich weiß nicht ob ich das je schon mal gehabt habe) wachten wir Morgens auf. Die Sonne strahlte, der Himmel war blau. Ein wirklich schöner Morgen erwartete uns. Aber wir waren noch vollkommen verschlafen und hatten richtig Mühe in die Gänge zu kommen. Ein Besuch im Sanitärgebäude half allerdings enorm. Danach rasch Brötchen abgeholt (Brötchenservice im Kiosk) und so nun ein herrliches Frühstück genossen. Da wir immer noch recht kaputt waren beschlossen wir den Tag zum ankommen und erkunden der Umgebung zu nutzen. Man muss ja wissen wo man sich mit Lebensmitteln und Getränken eindecken kann und wie unsere Urlaubsregion so aussieht. Also rein in unseren 6 Meter Kleinwagen und los ging es. Schon nach wenigen Kilometern die erste Überraschung... Kühe auf und neben der Straße. Ok, wer in Bayern wohnt den haut so etwas nicht um, aber wir aus NRW fanden das erst mal merkwürdig. Eigentlich fast schon kitschig, fast wie im Film. Aber egal, die Kühe sollten uns den ganzen Urlaub verfolgen. Ärgern von Autofahrern scheint zu deren Lieblingsbeschäftigungen gehören. Sie liegen oder stehen halt gerne am Straßenrand oder auch mal mitten auf der Fahrbahn. Ich habe noch nie so viele entgeistert schauende Autofahrer gesehen.
      IMG-20190621-WA0015.jpeg

      Da wir an der Rezeption gefragt hatten wo man gut einkaufen kann wussten wir das wir in Ramsau nur einen kleinen (wirklich sehr klein) Laden hatten und was Größeres in Berchtesgaden zu finden sei. Kein Problem dachten wir. Erst mal auf nach Ramsau und etwas an Orientierung gewinnen. Klappte auch ganz gut, also weiter nach Berchtesgaden. Der Weg war einfach und schnell hatten wir die Stadt erreicht. Da uns erklärt wurde wo ein Lidl, Rewe und noch einige andere Läden dicht zusammen angesiedelt waren fiel es uns nicht schwer das auch zu finden. Aber schon bei der Zufahrt auf den Parkplatz wurde mir anders. Da am Vortag Feiertag war und scheinbar ab dem nächsten Tag keine Lebensmittel verkauft werden durften war es voll. Voll ist untertrieben, es war übervoll. Und dann kommen wir zwei Nordlichter mit einem übergroßen Auto und wollen Parken. Das nennt man dann wohl Pech. Ich kurvte zwar etwa 15 Minuten über den Parkplatz, aber in der Situation ging da gar nichts. Zum Glück war es dann aber auch das einzige Mal das das da nichts ging. Sonst bekamen wir immer einen Parkplatz mit unserem Schiff. Kurzerhand entschlossen wir uns zurück nach Ramsau zu fahren und halt in dem Minimarkt einzukaufen. Gesagt, getan. Angekommen, geparkt und rein in den Laden. Da musste man allerdings aufpassen da der Laden bei gefühlten 10 Kunden absolut überfüllt war. Das war ein Einkaufserlebnis wie vor 40 oder 45 Jahren. Kartenzahlung ist auch nicht möglich, was allerdings nicht störte. Schön das es so etwas noch gibt. Beim Metzger der einige hundert Meter weiter lag wurde noch leckere Wurst und Aufschnitt gekauft. Die Qualität der Waren war hier wirklich erstklassig. Schade das solche Läden immer mehr verschwinden.

      Mit ausreichend Verpflegung ausgestattet ging es nun zurück zum Campingplatz. Wir wollten den Rest des Tages einfach genießen und Nichtstun. Lesen, faulenzen, genießen. Dafür ist Urlaub doch da. Und bei dem herrlichen Wetter war das Problemlos möglich. Abends, schon mit dem ersten Sonnenbrand gesegnet wurde lecker gegrillt und die Welt war in Ordnung. Da konnte auch ein kräftiger Regenschauer absolut nicht stören. Abkühlung tut ja immer gut an heißen Tagen. Ob nun von innen oder von Außen.
      IMG-20190620-WA0018.jpegIMG-20190620-WA0016.jpg

      Wer möchte darf gerne Platz nehmen und sich ein Radler aus dem Kühlschrank nehmen :D

      Es geht weiter...
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Radler lieber nicht, aber alles andere nehme ich gerne - Sitzplatz, Aussicht und Urlaub.

      Schön geschrieben, sehr unterhaltsam, bin gespannt, was Euch noch so passiert. oder sind zu kleine Parkplätze für ein klein wenig überdurchschnittliches Auto schon das größte Desaster des Urlaubs?
      Alfista

      Die Entwicklung unserer Gesellschaft. Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung. Und wo steht Du? :ok

      Erinnern, nicht vergessen! Unser Leben und Handeln einfach mal in Frage stellen.

      Die Erinnerung wach halten.

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wenn das mehr Menschen wüssten, gäbe es mehr Respekt.

      Sei kein Nimby - think global! :w
    • Alfista schrieb:

      Radler lieber nicht, aber alles andere nehme ich gerne - Sitzplatz, Aussicht und Urlaub.

      Schön geschrieben, sehr unterhaltsam, bin gespannt, was Euch noch so passiert. oder sind zu kleine Parkplätze für ein klein wenig überdurchschnittliches Auto schon das größte Desaster des Urlaubs?
      Eigentlich ging es überall mit den Parkplätzen. Das große Desaster kommt aber noch ;(
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Neu

      Damit die Mitleser nicht weiter warten müssen, schreibe ich einfach mal ein wenig weiter.

      Und wieder war die Nacht entspannend. Durch den Regenguss hat sich alles herrlich abgekühlt und so waren die Temperaturen im Wohnwagen passend für einen langen, erholsamen Schlaf. Es ist schon erstaunlich wie gut man im Wohnwagen schlafen kann.
      Der Tag empfing uns aber wieder mit blauem Himmel und Sonnenschein. Urlaub pur halt. Und da es wieder sehr warm werden sollte, wollten wir auch diesen Tag einfach ohne Plan angehen. Ist halt Urlaub, und da darf der Bauch gerne mal entscheiden. Wir müssen nicht jeden Tag wie wild etwas unternehmen, wir mögen es auch immer wieder gerne bequem auf den Campingstühlen zu sitzen, ein gutes Buch zu nehmen. Obendrein wurde es wieder sehr warm (über 30 Grad), da kann Ruhe wirklich nicht schaden. Am Abend nahmen wir dann allerdings gerne wieder die kräftigen Regenschauer mit die alles für die Nacht wieder herrlich abkühlten. Auf der letzten Tour ins Sanitärgebäude wurde ich allerdings dann doch etwas überrascht. Vor mir flog auf einmal etwas hell leuchtendes. Nur kurz zu sehen und mir irgendwie unbekannt. Da ich es nur ganz kurz sah dachte ich mir erst mal nichts dabei. Außerdem hatte ich schon einige Gläser Wein getrunken, da weiß man ja nie was man so sieht oder auch nicht. Grins
      Morgens wurden wir begrüßt wie bisher jeden Tag. Von einem strahlenden Etwas am Himmel und dem schönsten Blau das man sich vorstellen kann. Brötchen vom Kiosk geholt, lecker gefrühstückt und an diesem Morgen ging es dann zum ersten Mal los. Wir wollten uns die Wimbachklamm ansehen. Ab ins Auto und hinfahren. Am Parkplatz angekommen merkte man das so einige Andere Menschen diese Idee ebenfalls hatten. War schon recht voll aber ein Platz war trotzdem noch frei. Dank Gästekarte kostete der Parkplatz auch nur die Hälfte. Ist schon Wahnsinn was man in so einem Urlaub mit vielen Besichtigungen an Parkgebühren zu zahlen hat.
      Der Weg vom Parkplatz zur Klamm ist etwa 15 Minuten. Und hier wurden zum ersten Mal unsere Fähigkeiten als Bergziegen getestet. Für uns Westfalen, für die eine Ersteigung eines Bahndamms schon einer Besteigung des Mont Blanc's gleicht, sind solche Steigungen eher ungewöhnlich. Und da ich nun nicht sonderlich trainiert bin geht der Atem da schon mal etwas schneller. Aber genug gejammert, genießen wir die schöne Natur. Auf dem Weg ist geschickt ein Automat zum bezahlen der Klamm eingerichtet. Mit der Gästekarte wurde es wieder ein wenig günstiger, wie bei so vielen Sachen die wir in der nächsten Zeit besichtigen sollten. Also kurz die Marke gezogen und weiter ging es. Das Gelände wurde waldiger und unvermittelt standen wir vor einem Drehkreuz. Lautes rauschen von Wasser zeigte uns ganz deutlich an das wir am Ziel sind. Auf einem engen Weg ging es durch die Schlucht und was man zu sehen bekam war schon spektakulär.
      IMG_20190623_1058491.jpg
      IMG_20190623_1059161.jpg
      IMG_20190623_1113291.jpg
      IMG-20190623-WA0001.jpeg
      IMG-20190623-WA0005.jpg

      Wasser von allen Seiten, wild und ungebändigt. Da bekommt man Ehrfurcht vor der Natur. Immer wieder blieb man stehen um diesen Anblick zu genießen. Es war feucht, laut und sehr kraftvoll. Da bekommt man einen guten Eindruck von der Kraft des Wassers.
      Die Klamm ist nicht sehr groß, trotzdem brauchten wir eine ganze Weile um an das Ende zu laufen. Immer wieder blieb man stehen um nicht vielleicht doch noch einen bisher unentdeckten Schatz (Anblick) zu entdecken, einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Aber irgendwann ist man halt durch. Also ging es durch ein Drehkreuz wieder raus. Oberhalb der Klamm gab es allerdings auch noch schöne Bilder zu machen.
      IMG_20190623_1155591.jpg
      Durch den leichten Nebel wirkte es hier irgendwie verwunschen. Und das Wasser war herrlich klar und kalt. Da werde ich als Westfale echt neidisch. So etwas Schönes hätte ich auch gerne vor der Haustür.
      Mit diesen schönen Bildern ging es dann zurück zum Parkplatz. Und da wartete eine unangenehme Überraschung auf uns. Ein netter Autofahrer hatte uns ne nette kleine Beule in den Kotflügel gefahren und sich entfernt. Natürlich ohne Angabe irgendwelcher Personalien. Da sage ich doch freudig Danke. Oder vielleicht nicht so freundlich... Du Arsch.
      Auf dem Weg zurück zum Campingplatz kamen wir am örtlichen Bäcker vorbei und ich konnte aus dem Auto heraus hören wie kleine Kuchenstücke aus dem Laden meinen Namen riefen. Und da ich eigentlich ein gutes Herz habe konnte ich natürlich nicht dran vorbei fahren. Nach dieser "heftigen" Wanderung war eine Stärkung ja auch keine schlechte Idee.
      Der Rest vom Tag wurde wieder gelesen, geschlemmt. Urlaub kann ja sooo schön sein.
      Und so war dann auch dieser tag mal vorbei. Der letzte Gang zum Sanitärgebäude stand an. Und siehe da, wieder diese fliegenden Lichter. Diesmal sogar mehr und sehr deutlich. Das sind doch nicht? Nein, die habe ich ja schon seit über 40 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr ahnt es sicher schon was ist es... richtig Glühwürmchen. Ich war total perplex. Die kleinen leuchtenden Insekten gibt's bei uns leider nicht zu sehen. Aber hier und dann gleich in größeren Mengen. Meine Frau war ebenfalls sehr überrascht und auch entzückt. Und ab jetzt gab es jeden Abend vor dem zu Bett gehen eine Glühwürmchenshow. Tolle kleine Insekten die sich auch mal ins Vorzelt verflogen, aber dann umgehend gerettet wurden. Ich hatte eins auf dem Arm, meine Frau auf der Brille sitzen. Und wir haben uns dabei gefreut wie Kinder. Hier scheint die Natur noch in Ordnung. Gut zu wissen das es noch solche Orte gibt.

      Gute Nacht.
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Neu

      Dann schreibe ich einfach mal ein wenig weiter.

      Der nächste Morgen. Heute wurde mal nicht so lange geschlafen, denn wir bekamen Besuch. Aufgrund der tollen Bilder und Berichte hatten sich meine Schwiegereltern kurzfristig entschlossen für ein paar Tage vorbei zu kommen. Und da Camping bei denen zur Zeit nicht geht (gesundheitlich) hatten Sie sich in eine nette Pension in der Nähe einquartiert (mit netter Hilfe unserer Campingplatzbetreiber). Nach der herzlichen Begrüßung wurde erst mal ausgiebig zusammen gefrühstückt. Da das Wetter wieder mal wundervoll war wurde es ein sehr ausgiebiges Frühstück. Danach legten sich die Oldies erst mal in unsere Betten das sie über Nacht gefahren waren. Meine Frau und ich genossen während der Zeit, wie so oft in diesem Urlaub, die Sonne und ein gutes Buch.
      Gegen Mittag wollten unsere Gäste dann aber erst mal was von der Gegend sehen. Gesagt, getan, ab ins Auto und die Beiden ein wenig mit der Gegend vertraut machen. Ramsau, Berchtesgaden, Schönau und alles was es sonst noch wichtiges in der Nähe gab wurde kurz angefahren und gezeigt. Die Augen wurden bei der wunderbaren Landschaft natürlich immer größer und die ohnehin schon vorhandene Vorfreude auf den Kurzurlaub wurde immer größer.
      Es wurde Nachmittag und der kleine Hunger machte sich bemerkbar. Mein Schwiegervater hatte da einen tollen Tipp. Das Gasthaus Graflhöhe oberhalb von Berchtesgaden. Der Inhaber wird der Windbeutelbaron genannt, was sich als nicht untertrieben darstellte. Die Anfahrt war schon sehr steil, aber unser Auto hat mit Steigungen eher wenig Probleme. Die Windbeutel waren ein Traum, die Aussicht von der Terrasse noch besser.

      IMG-20190624-WA0008.jpeg
      IMG-20190624-WA0006.jpeg

      Selten habe ich mit so einem herrlichen Ausblick etwas essen können/dürfen. Ich fand es umwerfend. Aber jedes schöne Erlebnis geht mal zu Ende und so wurde dann auch zum Aufbruch geblasen. Und dann wurde es unangenehm. Ich schrieb ja schon das es steil war. Beim hochfahren hatte ich allerdings die Prozente der Steigung übersehen. Jetzt wo es nach unten ging sah ich erschrocken dann doch das Schild. 24% Gefälle und das über mehrere Kilometer. Autsch dachte ich mir. Also schön den kleinen Gang rein um die Bremse zu schonen. Aber mit 3 t Gewicht ist mein Kleinwagen nun wirklich nicht prädestiniert für so etwas. Und es kam wie es kommen musste. Mit rauchenden Bremsen kam ich auf der letzten Rille am rechten Straßenrand zu stehen. Gott, war das ein Scheißgefühl. Es stank fürchterlich, qualmte und ich muss gestehen das mir ziemlich flau im Magen war. Nun hieß es erst mal abwarten und die Bremsen kühl werden lassen. Da fragt man sich ob so ein Auto in den Bergen der USA auch solche Probleme hat. Scheinbar sind die Bremsen ein wenig unterdimensioniert.
      Nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten wagten wir die restlichen 800m des Gefälles, was auch gut klappte. Aber mein Auto hatte irgendwie genug von den Bergen und spielte etwas verrückt. Meldungen von zu wenig Kühlwasser und einem leeren Tank wurden angezeigt. Hmmm, es waren 33 Grad und der Tank war wirklich recht leer (obwohl ich mir eigentlich sicher war das noch ausreichend drin war), aber das Kühlwasser bereitete mir doch Sorgen. Gut das eine Tankstelle nach wenigen hundert Meter erreicht war. Und ich sage nur blödes Auto. Zicke, Diva oder wie ich es nun nennen sollte. Es waren noch 25 Liter Sprit im Tank und Kühlwasser war auch absolut ok. Scheinbar mag der Kleine es nicht längere Zeit im Gefälle zu parken. Wir beschlossen ab nun im Urlaub solche Dinge zu vermeiden, was auch sehr gut gelang.
      Nach diesem Schreck ging es erst mal zurück zum Campingplatz und weiter zur Pension. Das kurzfristig gemietete Zimmer war sauber und ordentlich ausgestattet. Was wollte man mehr. Und der Preis war wirklich akzeptabel. Meine Schwiegereltern waren sehr zufrieden. Nachdem die Beiden sich noch mal hingelegt und frisch geduscht hatten wollten wir Abends essen gehen. Die Wahl fiel auf ein Restaurant in der Nähe. Und siehe da, schon wieder Essen mit Aussicht. Im Restaurant Wachterl hat man von der Terrasse ebenfalls einen tollen Ausblick ins Tal

      IMG-20190623-WA0031.jpg
      IMG_20190623_1736131.jpg

      Das Essen war lecker, die Bedienung freundlich und schnell. Alles in allem ein toller Abschluss des Tages. Die Pläne für die nächsten Tage standen und alle freuten sich auf wunderbar sonnige und heiße Tage im Äußersten Südosten von Deutschland.

      Bis zum nächsten Mal.
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Neu

      So, nach einem kleinen, beruflichen "Kurzurlaub" in Frankreich schreibe ich einfach mal weiter. Vielleicht liest es ja auch der eine oder andere.

      Der erste Tag von drei Tagen Power-Sightseeing stand an. Der tag startete wieder mit blauem Himmel, Sonnenschein und Temperaturen die mehr als angenehm waren. Heute stand eine Fahrt auf den Jenner auf dem Programm. Die neue Jennerbahn war erst seit gut zwei Wochen im Betrieb und durch das tolle Wetter versprach es ein toller Tag zu werden. Sicher war die Aussicht atemberaubend. Nach dem morgendlichen Frühstücksritual, was wir im Urlaub immer sehr genießen, ging es los. Diesmal fuhren die Oldies. Der Parkplatz am Königssee/Jennerbahn war trotz der morgendlichen Stunde schon gut gefüllt. Den kurzen Fußweg zur Talstation genommen und Tickets gekauft. Ok, 27.50€/Person ist nicht günstig, aber so eine Bahn muss ja auch unterhalten werden. Lange Wartezeiten gab es auch nicht und wir bestiegen die neuen Kabinen. Und los gings, mit jedem Meter den es nach oben ging wurde die Aussicht besser. Wir stiegen nicht an der Mittelstation aus und fuhren direkt hoch zur Bergstation. Raus aus der Kabine, ein paar Schritte durch das neue Gebäude und raus auf die große Sonnenterasse. Erst mal in aller Ruhe die herrliche Aussicht von allen Seiten genießen. Ich fühle mich in den Bergen immer so klein und finde solche Anblicke einfach nur traumhaft. Nach dem ersten Eindruck wurde auf der Terrasse ein kühles Getränk zu sich genommen und die Sonne genossen. Allerdings musste man schon sehr aufpassen das es keinen Sonnenbrand gab. Zusammen mit meinem Schwiegervater nahm ich dann noch die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz auf mich. Es war schon anstrengend, aber für diese herrlichen Bilder lohnte es sich absolut.

      IMG_20190625_1045101.jpgIMG_20190625_1137121.jpgIMG_20190625_1045161.jpgIMG_20190625_1137231.jpg

      Wieder an der Bergstation angekommen brauchte ich dann aber bei Temperaturen von über 30 Grad erst mal was zu trinken. Wir genossen den Ausblick noch eine sehr lange Zeit mit Speis und Trank und machten uns leicht gerötet (Mist die Sonne hatte erbarmungslos zugeschlagen) wieder auf den Weg nach unten. Ich kann diese Sehenswürdigkeit von Berchtesgaden jedem empfehlen.

      Auf dem Rückweg zum Campingplatz ging es noch kurz einkaufen wo dann die beste "Beute" 4 eiskalte Dosen Radler waren. An solchen Tagen weiß man ein kühles Getränk irgendwie am Meisten zu schätzen. Der Rest des Tages wurde am Campingplatz verbracht. Zusammen kochen, Essen, quatschen und das ein oder andere Kaltgetränk zu sich nehmen. Es war einfach entspannt und herrlich. Und kurz vor dem zu Bett gehen gab es das allabendliche Spektakel mit den liebgewonnen Glühwürmchen.

      Bis Morgen...
      Gruß Michael


      Fragen Sie sich immer:"Wo sind die Dummen?". Wenn Sie darauf keine Antwort wissen, sind Sie es möglicherweise selbst.
      (Autor unbekannt)
    • Benutzer online 1

      1 Besucher