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Estland-Rundreise

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    • Estland-Rundreise

      Vergangenes WE sind wir von unserer gut 3-wöchigen Baltikum-Reise zurückgekehrt. Im Grunde war es eine Estland-Rundreise, während der wir dieses wunderschöne kleine Land besser kennengelernt haben. Leider hat die Zeit aber trotzdem nicht gereicht, alle Ziele, die uns dort interessiert hätten, zu besuchen. Alles in allem haben wir in 23 Tagen 6.360 km zurückgelegt, davon rund 5.000 km mit dem Hänger hintendran.

      Ich habe aus beruflichen Gründen momentan leider nicht die Zeit für einen ausführlichen und bebilderten Reisebericht (muß irgendwann noch die x Bilder sortieren...). An dieser Stelle möchte ich nur die Eckpunkte der Tour nennen und die von uns aufgesuchten CPs (insgesamt 10) kurz beschreiben. Interessierte können mir gerne per PN Fragen stellen, die ich so gut wie möglich beantworten will.

      Generell nur soviel: Die Straßen sind - von wenigen Ausnahmen abgesehen - hervorragend, wir sind ab Wroclaw der Via Baltica gefolgt. Erschreckend ist allerdings die ungeheure LKW-Dichte, die sich diese teilweise nur 2-spurige Route entlang wälzt. Das hätte ich so nicht erwartet. Die Fahrweise ist - in Polen beginnend, auch in Litauen, Lettland und Estland - sagen wir - gewöhnungsbedürftig. Überholt wird gerne, am liebsten dort, wo man nichts sieht - oder der Gegenverkehr bereits in Sichtweite ist. Dabei wird aber kaum schneller gefahren als der Überholte - unfaßbar (das war übrigens unser Lieblingswort). Gerne auch mal in zweiter Reihe - einer überholt und wird dabei selbst überholt ;( . Insofern hat es uns doch sehr gewundert, daß wir nur einen Unfall gesehen haben, der war aber sehr schwer und extrem unschön. Getankt wird in Estland vor allem an Automatentankstellen, das macht aber keine Probleme. Alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert. Die Preise in EST liegen generell mindestens auf deutschem Niveau, für LT und LV kann ich es nicht sagen - da sind wir nur durchgebrettert... Polen ist deutlich billiger, insbesondere bei den Alkoholika :whistling: . Sprachlich gibts keine Probleme: Wir haben ein paar Menschen getroffen, die Deutsch sprechen. Die Allermeisten können Englisch, im Osten Estlands wird eindeutig Russisch bevorzugt.

      Die Tour führte uns - meine Frau, unsere beiden Hunde und mich - zunächst von Augsburg über die A93/A72/A4 nach Görlitz. Dort mußten wir, da unsere Kombi deutlich mehr als 3,5t auf die Waage bringt, eine Mautbox von ViaToll erwerben. Nicht ganz einfach, da sich ViaToll offenbar nicht so gern in der Öffentlichkeit zeigt... Auf dem allerletzten Parkplatz in D bei Görlitz kann man das Kabuff mit etwas Mühe nahe der Bundespolizeistation finden, allerdings muß man dahin marschieren, Parkflächen - gar für Gespanne - gibts da nicht. Das Ganze ist aber halb so wild, zunächst viel polnischer Papierkram, dann zückt man die Fahrzeugpapiere und die Kreditkarte, und schon gehts los. Das Dingen wird oben in die Scheibe gepappt, und alle paar Kilometer piepst dann auf der weiteren Reise durch Polen. Wir haben offenbar zu wenig aufgeladen, und so hat die Box auf dem Rückweg ab Lodz jeweils 2x gepiept, war aber kein Problem: Einfach bei der Abgabe nachbelastet, und gut. Bitte beachten: In ganz Polen ist eine Art Mautpolizei unterwegs, sowie unsere BAG, die können offenbar beim Vorbeifahren ab-/auslesen, ob die Box angebracht ist. Wird angeblich ohne recht teuer...
      Erste Übernachtungsstation war in Wroclaw/Breslau der Camping Olimpijski Stadion, der mitten in der Stadt am - jawoll! - Stadion liegt. Die Straßen durch Wroclaw sind eher rumpelig, aber der Fendt hat überlebt. Der Platz ist ein klassischer Durchgangsplatz, schon in die Jahre gekommen - eine Nacht geht. Nicht verpassen: Die Pizza im Restaurant SOFA unweit des Platzes, an den Tennisplätzen: Erste Klasse, und dazu ein leckeres polnisches Weizen - und die lange Fahrt ist vergessen...
      Auf der S8 rollt man bis Bialystok so, wie man es sich in D wünschen würde: Eine absolut perfekte Piste. Und die Parkplätze... Ab Bialystok geht es hauptsächlich 2-spurig weiter, aber recht gut. So landeten wir am Ende des zweiten Tages auf dem CP in Marijampole in Litauen. An sich ein schön angelegter Platz, aber ein mit 2 gleichzeitig anreisenden Parteien völlig überforderter Rezeptionist, reichlich - ich sage mal - ungepflegte Sanitäreinrichtungen und KEIN Trinkwasser auf dem Platz konnte eine hübsche Platzgestaltung nicht aufwiegen. Das Trinkwasser mußte aus extra dafür aufgestellten Buddeln entnommen werden. Und mit 26 € (cash ohne Beleg!) der teuerste Platz unserer Tour.

      Danach gings weiter durch Litauen und Lettland, quasi nonstop, bis hierher - nahe Pärnu haben wir den besten Platz der Tour "gefunden", den wir auf der Rückreise auch wieder aufgesucht haben. Ohne Einschränkung der beste Platz meiner bisherigen CP-Erfahrungen. Dort blieben wir 3 Nächte, um Pärnu und das südliche Estland zu erkunden.

      Danach gings weiter diagonal durchs Land, über Rakvere zu unserem östlichsten Platz, dem CP Mereoja ("Meerblick"). Auch dieser Platz ist super und diente uns als Basis für die Erkundung des nördlichen und östlichen Landesteils. Absolut sehenswert: Der NP Lehemaa und der Peipsi Järv (Peipussee). Wir erreichten dort das Ende der Welt - na gut, eher das Ende der EU, und winkten über die Narwa nach Rußland hinüber. Dasselbe auch in der Stadt Narwa, von wo aus wir nur noch 140 km nach Peterburi (St. Petersburg) gehabt hätten... Aber ein fehlendes Visum und die für Rußland nicht geltende Versicherung des Firmenwagens bremsten uns hier aus... Und auch die laaangen Warteschlangen der zurückreisenden Russen, die in Estland allgegenwärtig sind.

      Nach abermals 3 Nächten fuhren wir nach Westen, in Richtung Tallinn, genauer nach Saue. Wieder ein schöner, relativ großer Platz, den wir absolut empfehlen können. Das war unsere Basis für unsere Tallinn-Besuche (mit der Bahn) und die Fährüberfahrt nach Helsinki (nur zu Fuß mit den Hunden).

      Unsere letzte größere Station war die Insel Saaremaa im Westen des Landes. Ach, was für eine Gegend, seufz... Hier logierten wir 5 Nächte auf dem CP Tehumardi. Auch hier ein sehr schön angelegtes Gelände - leider waren die Sanitäreinheiten ziemlich unterdimensioniert für die Platzkapazitäten. Wir hatten das Glück, daß wir dort nur sehr wenige Mitcamper hatten, sonst wäre das kaum akzeptabel gewesen, leider. Auch die Reinigungsintensität war eher schwach ausgeprägt, wirklich schade. Zudem war das der einzige Platz, wo man nicht mit Karten zahlen kann. Aber diese Insel Saaremaa - man soll ja keine Werbung machen - ist für uns ein Traum. Wiederholung muß sein, auch wenn´s so weit ist...

      Ja, danach folgte der kontrollierte Rückzug. Zunächst nochmals für 2 Nächte zum Solar Park, um uns auf die lange Rückfahrt vorzubereiten. Allerdings hatten wir dafür keine 3 Tage, sondern immerhin 4 Tage veranschlagt ;) .
      Ja, nach der Regenerationspause verließen wir das wunderschöne Estland und fuhren nach Kaunas, zum Camp Inn. Netter, aber "verkehrsgünstig gelegener" (lauter) Platz am Stadtrand von Kaunas. Für eine Übernachtung aber recht gut. Auch zum Gassigehen absolut i.O. Der Lärm hat uns übrigens nicht gestört, wir haben einfach geschlafen...

      In Polen habe ich für die nächste Nacht einen CP an einem Sportpark in Zdunska Wola nahe Lodz im INet ausgesucht, nach Breslau wären es knapp 800 km - zu weit. Also gemäß Navi (das Baltikum plus Polen sind Navi-kartographisch übrigens perfekt erschlossen!) den Platz angesteuert und auch gefunden. Wieder mitten in eine Stadt ... Aber - kein CP mehr da, kein Sportpark mehr da, alles wech... Also sind wir die gut 160 km halt doch weiter nach Wroclaw gejuckelt und hatten halt die 800 km auf der Uhr...Zum Ausgleich gab´s... genau!

      Am vorletzten Tag dann dann in Görlitz die Rückgabe der ViaToll-Klamotten, kein Problem. Wir hatten noch einmal ein Übernachtung eingeplant, dieses mal im Co-Freistaat Sachsen, in Reinsberg. Auch das eine nette Anlage, geprägt durch Dauercamper. Aber halt sooo deutsch: "Bitte den WoWa parallel zum Nachbarn abstellen", Ein-/Ausfahrtchip, Duschen nur gegen Bares, "bitte Türen schließen",... Aber wir haben hervorragend geschlafen und sind nach einer gemütlichen Tour am folgenden Tag wieder zuhause eingetrudelt.


      Was für ein Urlaub! Estland hat uns überwältigt!
      Grüße aus Friedberg in Bayerisch-Schwaben,

      Der Geograph

      Extremadura 2019: 20 Tage, 5 CP, ca. 5.500 km
      Eesti 2019: 23 Tage, 8 CP, ca. 6.600 km



      One more voyage to go! (Nightwish)
    • Das oben sollte heißen:

      DerGeograph schrieb:

      Interessierte können mir gerne per PN Fragen stellen (ggf. auch per PN), die ich so gut wie möglich beantworten will.
      Grüße aus Friedberg in Bayerisch-Schwaben,

      Der Geograph

      Extremadura 2019: 20 Tage, 5 CP, ca. 5.500 km
      Eesti 2019: 23 Tage, 8 CP, ca. 6.600 km



      One more voyage to go! (Nightwish)
    • Peugeotkaro schrieb:

      Ich hoffe, das bald Zeit für das Sichten der Bilder ist und einige nachgereicht werden können...
      Das wird wohl leider noch ein bißchen dauern... aber ich arbeite dran :ok
      Grüße aus Friedberg in Bayerisch-Schwaben,

      Der Geograph

      Extremadura 2019: 20 Tage, 5 CP, ca. 5.500 km
      Eesti 2019: 23 Tage, 8 CP, ca. 6.600 km



      One more voyage to go! (Nightwish)