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Hagelschaden abgerechnet - "lohnt" sich Vollkasko noch?

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    • Rol1 schrieb:

      Littlecamper schrieb:

      Meine Autos haben immer nur zwei Jahre VK danach nur noch Haftpflicht.
      Beim Wohni ab dem vierten Jahr dasselbe.
      Ich, für meinen Teil, der ca. 15 Wochen im Jahr im Ausland unterwegs ist, fahre keinen Meter ohne VK aus Deutschland raus.Wer einmal einen größeren Schaden im Ausland erlitten hat, wird mir diesbezüglich beipflichten.
      Andere Länder, andere Sitten, kann ich da nur sagen, was die Mentalität von Rechtsanwälten, Gerichten und dortigen Versicherungen betrifft. :cursing:
      Da braucht man gute Nerven und noch mehr Zeit.
      Aber jeder muss selbst wissen, wo er das Sparen anfängt und seine Erfahrungen sammeln.
      Keine Versicherung heisst Schaden selbst zahlen. Das braucht weder Anwälte, Gerichte noch Nerven.
      Die Versicherungen vor Ort braucht man nur wenn die zahlen sollen. Da hilft eine VK auch nix.
      Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist jedoch durchaus nützlich. Die habe ich auch, schon als Drohpotential im Falle eines Falles.

      Einen Parkschaden im Ausland hatte ich schon. Wurde selbst bezahlt. Eine defekte Frontscheibe sowie eine Seitenscheibe aus einem Einbruch auch.
      Verglichen mit den rund 20 Jahren Vollkasko nicht zahlen waren das jedoch Peanuts.

      Aber ich habe immer nur günstige Autos gefahren.
      Wenn der geklaut wird oder ich einen Unfall baue, dann kauf ich mir einen neuen.
      Wenn ich ein 80000 Euro Gerät fahren würde, dann wäre der auch VK versichert. ;)
    • also mir geht doch da drum:

      Durch den Hagelschaden ist der kalkulatorische Restwert sehr gesunken. Ein wirtschaftlicher Totalschaden würde dann sehr viel früher eintreten. Die Versicherung würde mir dann nicht den aktuellen Markt / Wiederbeschaffungswert zahlen (der ist ja trotz Hagel immens höher), sondern nur den Zeitwert abzüglich Schaden. Und übersteigen die Reparaturkosten diesen Zeitwert abzgl. Hagelschaden, dann wird nicht repariert sondern lediglich der Restwert ausbezahlt. Also ist da die Frage schon berechtigt, ob sich VK "lohnt" wenn doch eigentlich nur noch der Restwert versichert ist.
    • butterkeks schrieb:

      Durch den Hagelschaden ist der kalkulatorische Restwert sehr gesunken
      Durch einen nicht reparierten Hagelschaden ist sogar der reale Restwert gesunken und natürlich erreicht man dann, bei einem Schaden, auch früher einen wirtschaftlichen Totalschaden. Selbstverständlich würde eine Versicherung den Widerbeschaffungswert, also den aktuellen Marktwert erstatten. Der ist aufgrund des Hagelschadens eben nicht immens höher. Ein WW mit Hagelschaden ist deutlich weniger wert als ein identischer WW ohne Hagelschaden. Eine Reparatur darf, bei anschließender eigener Nutzung, übrigens durchaus den Zeitwert deutlich überschreiten ( ca. 15 - 20%).
      Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014
    • (Michael) schrieb:

      butterkeks schrieb:

      Durch den Hagelschaden ist der kalkulatorische Restwert sehr gesunken
      Durch einen nicht reparierten Hagelschaden ist sogar der reale Restwert gesunken und natürlich erreicht man dann, bei einem Schaden, auch früher einen wirtschaftlichen Totalschaden. Selbstverständlich würde eine Versicherung den Widerbeschaffungswert, also den aktuellen Marktwert erstatten. Der ist aufgrund des Hagelschadens eben nicht immens höher. Ein WW mit Hagelschaden ist deutlich weniger wert als ein identischer WW ohne Hagelschaden. Eine Reparatur darf, bei anschließender eigener Nutzung, übrigens durchaus den Zeitwert deutlich überschreiten ( ca. 15 - 20%).

      Als ich vor ein paar Jahren nach einem Wohnwagen auf dem Markt geschaut habe, sind mir viele Wagen mit Hagelschaden angeboten worden. Erst auf Nachfrage wurde mir dann das Gutachten bzw. der Schaden mitgeteilt. Nicht ohne Grund, denn meist wurde vom VK nur etwa die hälfte des Betrages abgezogen, der vom Händler von der Versicherung kassiert wurde.

      In meinem Fall war der Neupreis etwa 20.000 Euro, 8000 Euro habe ich für das Hageldach bekommen das erst auf den zweiten Blick auffällt.
      Ein 4 Jahre alter vergleichbarer Wohnwagen ohne Hagel kostet auf dem Markt etwa 15.000, mit Hagel etwa 12.000 Euro. Nehme ich aber die 15.000 und ziehe ich da die 8.000 ab, komme ich auf einen Restwert von 7.000 €. Kein Mensch verkauft einen 4 Jahre alten Wohnwagen mit einem rein optischen Schaden für so wenig.
    • butterkeks schrieb:

      Nicht ohne Grund, denn meist wurde vom VK nur etwa die hälfte des Betrages abgezogen, der vom Händler von der Versicherung kassiert wurde.
      Ja, bei mir genauso. Auch mein WW hat einen leichten Hagelschaden und ich war froh, diesen so günstig kaufen zu können. Ich habe also freiwillig mehr bezahlt als der eigentliche Restwert war. Es war immer noch ein Schnäppchen.
      Es ist falsch zu sagen, dass der Restwert den Marktwert minus unreparierter Schaden sei. Der Marktwert richtet sich ausschliesslich nach dem Wert den genau dieser Wohnwagen noch hat.
      Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014
    • Littlecamper schrieb:

      Keine Versicherung heisst Schaden selbst zahlen. Das braucht weder Anwälte, Gerichte noch Nerven.
      Die Versicherungen vor Ort braucht man nur wenn die zahlen sollen. Da hilft eine VK auch nix.
      Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist jedoch durchaus nützlich. Die habe ich auch, schon als Drohpotential im Falle eines Falles.

      Einen Parkschaden im Ausland hatte ich schon. Wurde selbst bezahlt. Eine defekte Frontscheibe sowie eine Seitenscheibe aus einem Einbruch auch.
      Verglichen mit den rund 20 Jahren Vollkasko nicht zahlen waren das jedoch Peanuts.

      Aber ich habe immer nur günstige Autos gefahren.
      Wenn der geklaut wird oder ich einen Unfall baue, dann kauf ich mir einen neuen.
      Wenn ich ein 80000 Euro Gerät fahren würde, dann wäre der auch VK versichert
      So, einfach ist das nicht, das mag alles bei deinen ,,Peanats" Schäden, gut funktionieren.
      Aber, was machst du, wenn dich im Ausland ein Einheimischer abschießt.
      Auto für 30000€ total kaputt, da wird man sich mit ausländischen Anwälten und Versicherungen rumschlagen müssen und zwar wie in meinem Fall damals, 3 Jahre lang.
      Was den hoch gepriesene Rechtsschutz betrifft,einen Korrespondenz Anwalt gab es damals nicht, wie es heute ist weis ich nicht, also sämtlichen Schriftverkehr mit dem dubiosen, zugewiesenen Anwalt selbst führen, Das macht Spaß, jedesmal wenn der mir geschrieben hat musste ich erst mal schauen, ist das meiner, oder der von der gegnerischen Versicherung.
      Nach 3 Jahren hieß es dann, es sei kein besseres Ergebnis zu erzielen, was die Rechtschutzversicherung daraufhin bewog, den Fall abzuschließen.
      Dann steht man da mit einem Haufen Verlust und der Gewissheit, hier in D wäre der Fall anders ausgegangen.
      Wie schon gesagt andere Länder andere Sitten.
      Aus dieser Erkenntnis heraus fahre ich nur noch mit VK, ich bekomme mein Geld, spare mir wertvolle Nerven und die Versicherungen können sich meinetwegen untereinander die Köpfe einschlagen.
      Prämie hin oder her, das ist es mir einfach Wert.
    • Also ich kenne gerade einen PKW Fall wo HDI Claims in Deutschland angerufen wird, welcher sich um die Durchsetzung der Ansprüche kümmert und während dieser Zeit wurde das Auto (erst einmal) auf die eigene VK hin repariert. (Unfall in Frankreich, Verursacher und Schuldige: Franzose).

      Thema Ausland:
      Über den ADAC kann man sich hier einlesen. Jedes Land umuns herum geht anders mit den Kfz Themen um. Nicht in jedem Land ist der "Werkstattersatzwagen" vom Verursacher zu übernehmen und auch nicht in jedem Land kann man den Wertverlust/die Wertminderung bei Verusacher wieder bekommen.

      Thema Ausland VK:
      Wer denkt, dass die VK einem aber alles abnimmt ist hier ggf. auch im Irrglauben. Es gibt bei den meisten deutschen Versicherungen einen ZUsatzbaustein für Auslandschäden - einen Auslandsschadenschutzbrief. Dieser stellt mich im Schadenfall dann so, als ob der Schaden in Deutschland passiert wäre.

      Was DIch, TE, angeht:
      Wenn Du es genau haben willst, lass ein Wertgutachten machen und dann weißt Du, was im besten/schlechtesten Fall auf Dich zukommt.
      Vorschäden sind bei der Regulierung (egal ob Kfz oder Wohnwagen) anzugeben und werden ggf. (sofern kausal) abgezogen/angerechnet.
      Differentieren musst Du bei Deinem Entscheid in den Bereichen Totalschaden/Diebstahl oder Teilschaden.

      Der wirtschaftliche Totalschaden errechnet sich (grob erklärt) in erster Linie aus dem Widerbeschaffungswert und den Reparaturkosten.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Wohnwagen trotz vorhandenem und abgerechnetem Hagelschaden weniger an Wert verliert, als Du letztlich von der TK-Versicherung bekommen hast.
      Aber ob meine Aussage stimmt kann letztlich nur ein Sachverständiger klären oder Du kannst mittels Recherche versuchen heraus zu finden, wie Dein Wohnwagentyp mit Vorschaden (Hagel/Dach) aktuell ungefähr gehandelt wird.
      Gruß

      Sebastian

      _____________

      Gier frisst Hirn
    • Rol1 schrieb:

      Littlecamper schrieb:

      Keine Versicherung heisst Schaden selbst zahlen. Das braucht weder Anwälte, Gerichte noch Nerven.
      Die Versicherungen vor Ort braucht man nur wenn die zahlen sollen. Da hilft eine VK auch nix.
      Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung ist jedoch durchaus nützlich. Die habe ich auch, schon als Drohpotential im Falle eines Falles.

      Einen Parkschaden im Ausland hatte ich schon. Wurde selbst bezahlt. Eine defekte Frontscheibe sowie eine Seitenscheibe aus einem Einbruch auch.
      Verglichen mit den rund 20 Jahren Vollkasko nicht zahlen waren das jedoch Peanuts.

      Aber ich habe immer nur günstige Autos gefahren.
      Wenn der geklaut wird oder ich einen Unfall baue, dann kauf ich mir einen neuen.
      Wenn ich ein 80000 Euro Gerät fahren würde, dann wäre der auch VK versichert
      So, einfach ist das nicht, das mag alles bei deinen ,,Peanats" Schäden, gut funktionieren.Aber, was machst du, wenn dich im Ausland ein Einheimischer abschießt.
      Auto für 30000€ total kaputt, da wird man sich mit ausländischen Anwälten und Versicherungen rumschlagen müssen und zwar wie in meinem Fall damals, 3 Jahre lang.
      Was den hoch gepriesene Rechtsschutz betrifft,einen Korrespondenz Anwalt gab es damals nicht, wie es heute ist weis ich nicht, also sämtlichen Schriftverkehr mit dem dubiosen, zugewiesenen Anwalt selbst führen, Das macht Spaß, jedesmal wenn der mir geschrieben hat musste ich erst mal schauen, ist das meiner, oder der von der gegnerischen Versicherung.
      Nach 3 Jahren hieß es dann, es sei kein besseres Ergebnis zu erzielen, was die Rechtschutzversicherung daraufhin bewog, den Fall abzuschließen.
      Dann steht man da mit einem Haufen Verlust und der Gewissheit, hier in D wäre der Fall anders ausgegangen.
      Wie schon gesagt andere Länder andere Sitten.
      Aus dieser Erkenntnis heraus fahre ich nur noch mit VK, ich bekomme mein Geld, spare mir wertvolle Nerven und die Versicherungen können sich meinetwegen untereinander die Köpfe einschlagen.
      Prämie hin oder her, das ist es mir einfach Wert.
      Ich geb Dir ja recht: wenn was passiert dann bist Du mit einer Versicherung besser dran. Aber wenn nicht, dann kostet es eben nur Geld ohne Mehrwert. Also musst Du Dir ausrechnen wie gross die Wahrscheinlichkeit ist dass Du im Ausland von einem Einheimischen abgeschossen wirst dessen Versicherung anschliessend nicht zahlt, und ob Dir diese Risikoabsicherung die VK Prämie wert ist.
      Diese Risikobereitschaft hängt auch davon ab ob man den Schaden selbst zu tragen gewillt ist. Wenn nicht, dann ist die Anwort ja klar.

      Oder wie man so schön sagt: Sparen muss man sich leisten können. ;)

      Mein Maximalschaden liegt bei unter 30000 Euro und das ist wohl schon optimistisch gerechnet.
      Das Auto ist 6 Jahre alt, der Wohni 4 Jahre.
      Mehr ist mein Gespann beim besten Willen nicht wert.
      Die (zumindest in der Schweiz) fälligen VK Beiträge stehen dazu in keinem Verhältnis, denn die nehmen den jeweiligen Neuwert als Grundlage.

      Wir können da jetzt noch ein Weilchen Ping-Pong spielen. Das wird jedoch nichts bringen. Ich will Dich nicht dazu überreden Deine Versicherung zu beenden.
      Das kann jeder selbst bestimmen und ist immer ein Risiko das man tragen kann und will, oder eben nicht.
      Der Erfolg ist nicht garantiert und reine Spekulation.
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