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Einmal Cornwall und zurück

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    • Ohoh...

      Und ich dachte schon beim Anblick der Ortsdurchfahrt, dass das ganz schön eng und kurvig ist. Mit unserem Gespann mit 2,5m breitem Wohnwagen sicher spannend. Aber Euer Gespann ist ja doch angenehm kleiner.
      Alfista

      Die Entwicklung unserer Gesellschaft. Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung. Und wo steht Du? :ok

      Erinnern, nicht vergessen! Unser Leben und Handeln einfach mal in Frage stellen.

      Die Erinnerung wach halten.

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wenn das mehr Menschen wüssten, gäbe es mehr Respekt.

      Sei kein Nimby - think global! :w
    • Alfista schrieb:

      Ohoh...

      Und ich dachte schon beim Anblick der Ortsdurchfahrt, dass das ganz schön eng und kurvig ist. Mit unserem Gespann mit 2,5m breitem Wohnwagen sicher spannend. Aber Euer Gespann ist ja doch angenehm kleiner.

      Bin daheim x-mal in Lynton mit Street View den Sinai Hill hoch und runter gefahren. Egal ob 2,50 oder nur 2,10 Meter breit - ist auf jeden Fall beides spannend. Uns wurde neben der Enge die in den Fotos kaum zu erkennende starke Steigung der im unteren Bereich für den öffentlichen Verkehr freien und nach oben immer schmaler werdenden "Straße" zum Verhängnis. :xwall:
      Nur ganz oben auf dem Berg an der Einmündung in die Station Hill warnt ein kleines blaues Schild: "unsuitable for motor vehicles" ........... :evil:


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      Foto: Street View
    • Neue Reisepläne

      Mittwoch, 29.05.2019 /45. Tag
      Der Schock am Sinai Hill ist auch am Morgen noch nicht so ganz verflogen. Auch unsere Stimmung ist so ziemlich down. Wir löhnen 20 Pfund Übernachtungsgebühr und verlassen bei strömendem Regen den Sunny Lyn Holiday Park. In Lynton brauchen wir mehrere Anläufe, um auf engen Straßen aus der Stadt zu finden.

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      Mit der Erfahrung von gestern erteilen wir unserem Navi Redeverbot und finden nach einem Tankstopp und dortiger Nachfrage den richtigen Weg zum Channel View Caravan & Camping Park.

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      Genau jenem Campingplatz, den wir gestern vergeblich gesucht haben. Aber der hoch im Exmoor gelegene Platz sagt uns nicht zu, was aber auch am miesen Wetter liegen mag. Alles ist grau in grau und obendrein ist es auch noch saukalt hier oben. Uns fehlt plötzlich die Motivation, bei dem Schietwetter weiter nach Wales zu fahren. Einvernehmlich kommen wir zu dem Entschluss, in der Grafschaft Devon zu bleiben und dann in die Grafschaft Wiltshire weiter zu fahren. Salisbury mit seinen prähistorischen Riesensteinen (Stonehenge) kommt unserem Wunsch halbwegs entgegen, uns so langsam wieder in Richtung Heimat zu bewegen.

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      Nach anfangs schmalen Straßen gelangen wir bald auf breitere Pisten und schließlich sogar auf die Autobahn M 5. Zuvor legen wir noch einen Zwischenstopp an einer Burger-Bruzzelbude ein, wo die Muddi bei strömendem Regen zwei Burger und zwei große Pötte Kaffee ordert. Burger und Kaffee lassen wir uns im gut geheizten Wohnwagen schmecken.

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      Nach rund 250 km und jeder Menge Regen erreichen wir Salisbury. Hier buhlen gleich zwei Campingplätze um die Gunst der Camper. Wir fahren zunächst den ersten weit draußen an der Pferderennbahn an, finden den Platz super aber ohne WiFi wenig geeignet, weil noch ein paar Daten für die Sportagentur einzugeben sind.

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      Beim zweiten ist alles okay, allerdings erdreistet sich die Rezeptionsdame in einem unangenehmen Befehlston wegen der Ferien fast den doppelten Preis (36,60 Pfund) aufzurufen. Wir beißen in den sauren Apfel und buchen nur eine Übernachtung, um uns morgen eine preisgünstigere Alternative zu suchen.

      Fortsetzung folgt! :w

      :0-0:
    • Oh wei, als ich meinen Kommentar geschrieben habe, war #40 noch gar nicht online.

      Oh man, das ist ja noch mal gut gegangen, ist aber sichtlich an die Nerven gegangen.

      Ich habe die Engländer immer als sehr freundlich zuvorkommend und hilfsbereit kennengelernt - auch mir als Deutschem gegenüber. Schön, dass Euch so schön geholfen wurde.
      Alfista

      Die Entwicklung unserer Gesellschaft. Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung. Und wo steht Du? :ok

      Erinnern, nicht vergessen! Unser Leben und Handeln einfach mal in Frage stellen.

      Die Erinnerung wach halten.

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wenn das mehr Menschen wüssten, gäbe es mehr Respekt.

      Sei kein Nimby - think global! :w
    • Der Übernachtungspreis von 36,60 GBP ist recht hoch. Wir haben noch nie soviel Geld für einen Campingplatz in GB ausgegeben. Ich denke, ihr habt den Nichtmitglieder-Preis auf einem Platz des Caravan-Clubs gezahlt. Als Mitglied reduziert sich der Übrenachtunspreis um 12 GBP und durch weitere Club-Vorteile würden wir immer die Mitgliedschaft empfehlen.

      Die Straßen in Großbritannien sind oft schmal, daher sollte man sich den Streckenverlauf vor der Reise nicht nur auf der Karte sondern auch bei Google Earth anschauen. Es war schon mutig, durch die kleinen Orte mit Gespann zu fahren.

      Gruß

      Wombat 789
    • Wombat789 schrieb:

      Der Übernachtungspreis von 36,60 GBP ist recht hoch. Wir haben noch nie soviel Geld für einen Campingplatz in GB ausgegeben. Ich denke, ihr habt den Nichtmitglieder-Preis auf einem Platz des Caravan-Clubs gezahlt. Als Mitglied reduziert sich der Übrenachtunspreis um 12 GBP und durch weitere Club-Vorteile würden wir immer die Mitgliedschaft empfehlen.

      Die Straßen in Großbritannien sind oft schmal, daher sollte man sich den Streckenverlauf vor der Reise nicht nur auf der Karte sondern auch bei Google Earth anschauen. Es war schon mutig, durch die kleinen Orte mit Gespann zu fahren.

      Gruß

      Wombat 789
      Hallo Wombat789! Die Vorteile einer Mitgliedschaft in einer der beiden großen Camping-Clubs (Camping and Caravanning Club und Caravan and Motorhome Club) war und ist uns selbstverständlich bekannt. Über das Für und Wider einer Mitgliedschaft für eine ca. dreiwöchige Reise durch Südengland wurde ja hier im Forum ausgiebig diskutiert. Ob sich das rechnet und ob man sich darüber hinaus sogar noch die Mitgliedschaft im National Trust antut, muss jeder selber wissen...... Das hängt letztendlich von mehreren Faktoren ab. Wir haben auf unserer Südengland-Reise insgesamt neun Campingplätze angefahren. Nur zwei davon gehörten dem Camping and Caravanning Club an!

      Grüßle, :w :w P. & H. - die Weltbummler
      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Himmelfahrt auf Brades acre
      Donnerstag, 30.05.2019 /46. Tag

      Gegen 11 Uhr beenden wir unseren etwas kostenintensiver Aufenthalt auf dem Campingplatz in Salisbury. Natürlich nicht, ohne vor dem Frühstück noch einmal die Annehmlichkeiten des angeblich 5-Sterne-Platzes in Anspruch zu nehmen.

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      Nach unserer Meinung ist der Preis von über 36 Pfund für einen einfachen Stellplatz auf einer großen Wiese und normalem sanitären Standard kaum gerechtfertigt. Andererseits ist es ja nicht verboten, zum Bank-Holiday ein bisschen an der Preisschraube zu drehen.

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      Zwischen Salisbury und Stonehenge stecken wir erstmal im Stau. X(

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      Nachdem wir gestern Abend im Internet bereits einen neuen Platz, etwa 8 km hinter Stonehenge, gefunden haben, fahren wir diesen an, ohne zu ahnen, erneut in eine Falle zu tappen. Zunächst grüßt auf der A 360 aber schon von weitem Stonehenge, umringt von vielen Schaulustigen, die sich den riesigen Steinbrocken in gebührendem Abstand nähern dürfen.
      Wir fahren erstmal weiter und müssen kurz darauf eine Straßensperrung nach Tilshead, unserem heutigen Tagesziel, zur Kenntnis nehmen. Eine Umleitung wird nicht angeboten. "Road closed", steht in großen Lettern auf einer Hinweistafel. Zum Glück können wir auf dem Hof einer Farm problemlos wenden. Aber wie weiter, ist die große Frage? Welch Zufall, plötzlich deutsche Laute aus einem neben uns haltenden zu hören. Eine Dame mit Hündchen erzählt uns, vor kurzem noch in ihrer alten Heimat in Brandenburg gewesen zu sein. Mit einer Umleitung könne sie uns aber auch nicht helfen.

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      Einmal mehr werden wir kurz darauf von der großen Hilfsbereitschaft eines Engländers überrascht. Der gute Mann kommt mit seinem Auto aus der Farm und scheint unsere missliche Lage sofort zu erkennen. Er fordert uns auf, ein paar Minuten zu warten, um allein zu testen, ob er uns über einen anderen Weg zum Ziel bringen kann. Zurückgekehrt gibt er uns ein Zeichen ihm zu folgen. Und dann beginnt eine Fahrt auf so engen Pfaden, wie wir sie während unseres gesamten Reise bisher noch nicht erlebt haben. Der Engländer hält uns aber Gott sei Dank den Gegenverkehr vom Leibe und so kommen wir nach etwa 12 km an das andere Ende der Straßensperrung. "There is Tilshead" ruft er uns. Die Muddi schafft es gerade noch, ihm als Dank eine Flasche Wein zuzustecken.

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      Wenige Kilometer weiter erreichen wir Tilshead und am Ortseingang den Campingplatz Brades acre. Wir klingeln an der Rezeption und bekommen vom Platzbetreiber ein paar Stellplätze zur Auswahl angeboten.

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      Mit großer Freude auf ein paar ruhige Tage bauen wir unser Camp auf einem sonnigen Platz auf. Kaffee und Kuchen, sowie Abendbrot gibt es mal wieder unterm Sonnensegel im Freien. Einziger Wermutstropfen ist die vom Reiseleiter verlorene Skipbo-Runde am Abend.

      Fortsetzung folgt! :w

      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Die Fähre ist gebucht
      Freitag, 31.05.2019 /47. Tag

      Nach den zuletzt etwas hektischen Tagen lassen wir es heute etwas ruhiger angehen. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Wir sind hier auf einem himmlisch ruhigen Platz, auf dem es uns an nichts fehlt.

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      Auf diesem Platz fallen einem die großen bunten Holzskulpturen auf, die ringsum das weitläufige Gelände zieren. Eine fassrunde Hütte mit dem Namen "Hobbit Hole", erinnert an Tolkien's "Herr der Ringe" und die sanft hügelige Landschaft ringsum an das Auenland der kleinen Hobbits. Ein herrlicher Platz für alle, die naturnahes Camping ohne viel Schnickschnak noch zu schätzen wissen.

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      Ausgeschlafen feilen wir nach dem Frühstück an unseren weiteren Reiseplänen. Den Gedanken, über Bath weiter nach Wales hineinzufahren haben wir ja schon gecancelt. Stattdessen werden wir noch bis Sonntag hier bleiben und am Montag die nächste Etappe in Angriff nehmen. Die soll uns dann in das Randgebiet von London bringen, wo wir hoffen, für zwei oder drei Tage auf Abbey Wood Caravan Club Site einen Stellplatz zu bekommen. Deadline für unseren Aufenthalt im UK ist nun endgültig der 5. Juni, denn die Fähre zurück aufs Festland ist unumstößlich für Donnerstag, 6. Juni, gebucht.

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      Auf der Dorfstraße in Tilshead

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      Am frühen Nachmittag setzten wir uns dann doch noch mal ins Auto, um in Tilshead der "bank-machine" ein paar Scheine zu entlocken und um im Tesco von Amesbury wahrscheinlich letztmals in England einzukaufen.

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      Stau am Freitag Nachmittag vor und im Kreisverkehr auf der Fahrt nach Amesbury.

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      Während wir auf der Hinfahrt nach Amesbury wegen einer Umleitung und sehr hohem Verkehrsaufkommen am Freitag Nachmittag über eine Stunde im Stau stecken bleiben, entwickelt sich die Rückfahrt, vorbei an Stonehenge, einmal mehr zum Horror-Trip. Beim Versuch, noch einmal die Abkürzung von vorgestern zu nehmen, kommen wir in Shrewton nur mit Mühe an einem im Gegenverkehr stecken gebliebenen Bus vorbei und müssen uns auch danach mühsam an einem Auto nach dem anderen vorbei manövrieren. Wieder einmal geht auf engster "Straße" alles gut und wir erreichen ohne Blechschaden Brades acre. Der Campingplatz ist inzwischen ziemlich voll geworden. Unter anderen reist auch ein Camperpaar aus Heppenheim (Hessen) an, so dass wir wieder mal ein bisschen deutsch "babbeln" können.



      London wird gecancelt
      Sonnabend, 01.06.2019 /48. Tag

      Eigentlich sollte London der krönende Abschluss unserer Reise durch das United Kingdom werden. Wie gesagt eigentlich. Aber als man uns heute morgen auf telefonische Anfrage den für einen einfachen Stellplatz unverschämten Preis von 58 £ pro Nacht an den Kopf knallt, fallen wir aus allen Wolken. Dass man in der Nähe von Hauptstädten oft kräftig an der Preisschraube dreht, ist uns schon klar, aber 116 £ für zwei Nächte im eigenen Wohnwagen...... - das sind ja über 132 €. Aber das hier ist Wucher, zumal wir schon aus verschiedenen Camper-Foren wussten, dass es mit dem von uns anvisierten Platz ausstattungsmäßig auch nicht so doll bestellt ist. Bye bye London, wir verzichten, wenn auch schweren Herzens auf den Städtetrip. Die Frage, was wir mit den für London eingeplanten zwei Tagen anstellen, ist schnell beantwortet. Wir werden mit einer Träne im Knopfloch südlich an London vorbei weiter nach Canterbury fahren. Jener Stadt, der wir bei unserer Ankunft in Dover aus organisatorischen Gründen die kalte Schulter gezeigt haben und die lt. Reiseführer allemal einen Besuch wert ist.

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      Nachdem sich die Enttäuschung über den ausgefallenen Städtetrip halbwegs gelegt hat, gehen wir wieder zur Tagesordnung über. Zum Abend wird erstmals auf unserer Reise der Grill auf Arbeitstemperatur gebracht. Danach lassen wir auch diesen Tag mit einer Runde Skipbo und einer Flaschen trockenen Weißen ausklinge.

      Fortsetzung folgt!
      :w
      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Freudiges Wiedersehen
      Sonntag, 02.06.2019 /49. Tag

      "Von Salisbury nach Canterbury" sollte eigentlich die Titelzeile unseres heutigen Tagesberichts heißen. Dass wir sie ändern, ist der Tatsache geschuldet, am Ende des Tages noch eine besonders erfreuliche Überraschung zu erleben. Aber der Reihe nach.
      Zuerst wollen wir einmal mehr unserem nach wie vor ungebremstem Mitteilungsbedürfnis nachkommen und von unserer heutigen Tagesetappe berichten. Die beginnt mit dem Abbau unseres Camps auf Brades acre und dem Frühstück im Wohnwagen. Drinnen, weil es draußen bei knapp 10 Grad Celsius noch etwas frisch ist, was sich aber im Laufe des Tages noch mächtig ändern wird.


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      Abfahrt vom Brades acre campsite in Tilshead.

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      Die A 303 erreichen wir diesmal ohne die gefürchtete Umleitung von der Herfahrt fahren zu müssen. Aus der A 303 wird schon bald eine vierspurige Haupstraße, auf der wir zunächst brav auf der linken Spur dahin rollen.

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      Als dann die A 303 in den Motorway M 3 mündet, wird es auf den vier gut besetzten Fahrspuren besonders im Großraum London sehr eng. Einmal verpassen wir uns rechts zu halten und landen prompt auf der Autobahn in Richtung London-Heathrow. Diesmal reagiert Fräulein Navi aber hervorragend. Sie holt uns bei der nächsten Abfahrt von der Autobahn und bringt uns über eine riesigen Kreisverkehr an der vierten Abfahrt wieder auf Kurs.


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      Kurz nach 13 Uhr erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 26 Grad den Campingplatz in Canterbury.

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      An der Rezeption herrscht Anreiseverkehr und wir sind froh, trotz der 34 £ pro Tag unseren Wohnwagen bei der Hitze auf einer Wiese mit leichter Hanglange einigermaßen gerade in Stellung zu bringen.

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      Der Nachmittag vergeht bis gegen 17 Uhr ohne besondere Ereignisse. Als dann aber eine ältere Dame recht forsch auf unseren Wohnwagen zugeradelt kommt, traut die Muddi ihren Augen nicht: Es ist Marielu - unsere Camp- und Kartenfreundin aus dem Allgäu. Von ihr und ihrem Werner hatten wir uns erst am vergangenen Dienstag auf dem Campingplatz Treverven bei Penzance verabschiedet. Und nun dieses überraschende Wiedersehen fast 600 km östlich.

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      Selbstverständlich verabreden wir uns für heute Abend zu einer Runde "Rote Geige". Und so sitzen wir gemütlich bei Knabberkram und anregenden Getränken in unserem kleinen Wohnwagen und lassen, während wir uns viel über das in den letzten Tagen Erlebte zu erzählen haben, die Karten fliegen.

      Fortsetzung folgt! :w

      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Unser Tag in Canterbury

      Montag, 03.06.2019 /50. Tag

      Die Wetterprognose für heute ist günstig, gaukelt uns die Wetter-App vor. Was liegt da näher, als den fälligen Stadtbummel durch Canterbury in Angriff zu nehmen.

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      Aber zuvor gilt es noch, Marielu und Werner zum zweiten Mal zu verabschieden, die sich gegen 10 Uhr auf den Weg nach Dover machen, um mit der 12-Uhr-Fähre nach Dünkirchen rüber zu schippern. Unsere Fähre wartet erst am Donnerstag auf uns. Uns bleibt also noch genug Zeit, um uns hier von Land und Leuten zu verabschieden und vielleicht auch schon ein Resümee über die drei Wochen im United Kingdom zu wagen.
      Für heute und morgen steht aber erstmal Canterbury mit seiner historischen Altstadt auf dem Programm. “Where is the nicest place to go?“ Wen auch immer man in Kent, Englands Grafschaft im äußersten Südosten, fragt, die Antwort lautet ausnahmslos: „Canterbury.“

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      Also nichts wie hin und rein in den Bus, der uns fast direkt vom Campingplatz ins Zentrum der Stadt bringt. In Präzisionsarbeit schiebt sich der Doppelstockbus in den mittelalterlichen Kern der 39.000 Einwohner zählenden Stadt.Nach dem Aussteigen beweisen die Kratzer am Lack, dass die Zufahrt zum Busbahnhof eine wahre Herausforderung für den Fahrer ist. Uns kümmert’s wenig. Wir stürzen uns neugierig in das an einem Montag Vormittag beachtliche Gewusel in der Stadt.

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      Wie jede historische Altstadt ist auch die von Canterbury recht übersichtlich. Doch in der Fülle von geschichtsträchtigen Bauten und Museen, Restaurants, Pubs, Cafés und Geschäften kann man sich schnell verlieren.


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      Und dann steht man plötzlich vor ihr, der mächtigen Kathedrale von Canterbury, dieses meisterhafte Bauwerk der Romanik und Gotik mit ihrem 75 m hohen Turm, dem so genannten Bell Harry. Leider ist ein Großteil des zum Weltkulturerbe gehörenden Sakralbaus wegen Sanierungsarbeiten eingerüstet und auch der Innenhof gleicht mehr oder weniger einem Bauhof.

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      Wer sich zum Eintritt von 12,50 £ p.P. noch eine Führung gönnt, muss noch mal 5 £ extra berappen. Zum Gebet kann man allerdings zumindest einen Teil des Gotteshauses frei betreten. Wir entscheiden uns für letzteres, schließlich haben wir in den letzten Tagen (Lynton) genug erlebt, wofür man dem da oben ruhig mal danken kann...

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      Als sich dann ein leises Hungergefühl breit macht, fällt uns nichts besseres ein, als uns in einem kleinen Bistro zum wiederholten Mal Fish und Chips schmecken zu lassen. Gegen 18 Uhr sind wir wieder mit dem Vorsatz auf dem Campingplatz zurück, morgen oder übermorgen noch einmal mit dem Bus nach Canterbury hinunter zu fahren.

      Fortsetzung folgt! :w

      :0-0:
    • Canterbury, die Zweite
      Mittwoch, 05.06.2019 /52. Tag

      Nachdem total verregneten Dienstag lugt heute morgen die Sonne zaghaft hervor. Obwohl die Wetter-App uns prophezeit, dass sich Klärchen schon bald wieder rar machen wird und wir mit dichter Bwölkung und Temperaturen nur um die 16 Grad vorlieb nehmen müssen, starten wir nach dem Frühstück zu unserem zweiten Stadtbummel durch Canterbury.

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      In der Stadt ist Markttag und man wird fast von der großen Menschenmasse die High Street hinunter zum Westgate Towers geschoben.

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      The Old Weavers House

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      Westgate Tower

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      Entschieden ruhiger geht es im Park Wesgate Gardens zu. Hier nehmen wir uns sehr viel Zeit und bummeln ganz gemütlich durch die im englischen Stil angelegte und sehr gepflegte Grünanlage.

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      Am Theater "The Marlowe"

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      Wir schauen auch am Theater "The Marlowe" vorbei und beobachten auf einer Bank am Flüsschen Great Stour sitzend, die mit Touristen besetzten vorbeiziehenden Kähne.

      Fortsetzung folgt! :w

      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      immer noch Mittwoch, 05.06.2019 /52. Tag
      Am Nachmittag gehen die Interessen unserer zweiköpfigen Reisegruppe etwas auseinander. Während der eine unbedingt für "schlanke" 12,50 noch einen Rundgang durch die Kathedrale macht, startet die andere nach einer Tasse Kaffee zu einer kleinen Shopping-Tour.

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      Wieder vereint, kaufen wir letztmals im Tesco-Superstore, jenem Laden, den wir in Fresco umgetauft haben, noch einige Fressalien und Getränke ein. Unseren Bus, der uns zum Campingplatz bringt, finden wir diesmal auf Anhieb.

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      Im Camp angekommen fangen wir so langsam an, unsere Zelte hier abzubrechen und uns auf die Heimfahrt vorzubereiten. Zum Glück kriegen wir unser Gerödel noch trocken verpackt, denn am Abend fängt es wieder recht ordentlich an zu regnen.

      Fortsetzung folgt! :w
      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Neu

      Am D-day über den Kanal
      Donnerstag, 06.06.2019 /53. Tag

      Heute heißt es nun endgültig bye bye England. Gegen 10 Uhr fahren mit unserem Gespann fast zu weit nach Canterbury hinein, bevor wir die richtige Straße in Richtung Dover erwischen. Eile ist zwar nicht geboten, denn bis zur Abfahrt unserer Fähre sind noch über zwei Stunden Zeit und bis nach Dover sind es nur rund 25 km.

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      Etwas Hektik kommt auf, als wir in Dover an einer Ampel die Rechtsabbiegespur zum Fährhafen verpassen und geradeaus ins Zentrum unterwegs sind. Zum Glück gibt es die vielen Roundabouts - und so bringt uns im nächsten Kreisverkehr die vierte Ausfahrt wieder auf den richtigen Kurs zur Fähre. Hier sorgt erstmal die Vielzahl von Fahrspuren für Ratlosigkeit. Nach langer Fahrt durch das Spurgewirr landen wir aber doch noch am Check Inn, um danach die Lane 215 der Fährgesellschaft P&O anzusteuern. Wir sind überpünktlich und müssen noch eine dreivertel Stunde warten, bevor wir auf den Dampfer gelotst werden. Wir stehen mal wieder ganz unten bei den Trucks und Reisebussen.

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      Wie auf der Hinfahrt sichern wir uns auch auf der Rückfahrt einen Tisch im Bordrestaurant, weil man von hier aus einen schönen Ausblick in Fahrtrichtung hat. Da wir nicht das große Fresspaket, sondern nur zwei Stunden W-Lan mit gebucht haben, bringen wir zunächst unseren Reise-Blog auf den neuesten Stand. Dass heute D-day ist erfahren wir aus den Nachrichten. Wir fahren also genauso über den Kanal auf die französische Küste zu, wie vor exakt 75 Jahren zum Beginn der Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg.

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      Auf dem Festland angekommen, verlassen wir Calais auf von hohen Stacheldrahtzäunen gesäumten Straßen.

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      Dann geht es - nun wieder brav rechts fahrend - auf der Autobahn vorbei an Dünkirchen und mit nur einem Zwischenstopp in Belgien stramm in Richtung Niederlande.

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      Gegen 16 Uhr sind wir in Sluis, der ersten niederländischen Stadt hinter der Grenze und checken hier auf dem örtlichen Campingplatz De Meidoorn ein.

      Fortsetzung folgt!
      :w
      :0-0:
    • Einmal Cornwall und zurück

      Neu

      Schlusswort
      Mit der Fahrt Von Dünkirchen hinüber nach Dover hat am 13. Mai unsere Reise durch Englands Süden begonnen. Mit der Rückfahrt von Dover nach Calais geht unser "Abenteuer England" heute zu Ende. Alles was auf unserer über dreiwöchigen Reise im United Kingdom erlebten, haben wir versucht möglichst anschaulich in Wort und Bild darzustellen. Wohlwissend, dass wir unsere Leser oft an dem teilnehmen ließen, was man Privatsphäre nennt. Aber was wäre so ein Bericht ohne uns als Protagonisten dieser Reise, oder? :rolleyes: :rolleyes:
      Wir bedanken uns bei allen, die uns auf unserer Reise begleitet und unseren Bericht kommentiert haben. Wie die Reise weiter geht, gehört aber nicht mehr zum Titel "Einmal Cornwall und zurück" und wäre Off-Topic, um noch ein bisschen im englischen zu bleiben. :D :D

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      Immerhin sind wir noch zehn Tage in den Niederlanden und Deutschland unterwegs, bevor es nur noch 22 km bis nach Hause sind. Wer also wissen will, wie es an den nächsten zehn Tagen bis nach Hause weiter geht, ist herzlich eingeladen, uns auf unserer Webseite zu besuchen. :rolleyes:


      Heitere Campergrüße aus Sachsen-Anhalt, P. & H. - die Weltbummler
      :w :w

      :0-0:
    • Neu

      Vielen herzlichen dank für den wundervollen, heiteren Und informativen Reisebericht.

      Ich bin gerne bei euch mitgefahren und habe eure ruhige und unaufgeregte Art zu reisen sehr genossen. Mit Humor habt ihr auch eure Tiefen geschildert, die so groß gar nicht schonen. Ichnksnn mir aber vorstellen, dass die Nerven auch mal blank lagen. Ihr habt euch aber nicht unterkriegen lassen, sondern habt das gemacht, was echte Weltbummler machen: mit den Menschen sprechen. Und schon taucht ganz unverhofft eine helfende Hand oder ein ganzer Helfer auf.

      Ihr habt euch damit einen Sonderpreis als Camper verdient.

      Euch weiterhin gute Gesundheit, auf dass ihr noch viele weitere spannende Reisen nachtblind uns hierüber in heiterer Art berichtet!

      :anbet: :anbet: :w
      Alfista

      Die Entwicklung unserer Gesellschaft. Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung. Und wo steht Du? :ok

      Erinnern, nicht vergessen! Unser Leben und Handeln einfach mal in Frage stellen.

      Die Erinnerung wach halten.

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wenn das mehr Menschen wüssten, gäbe es mehr Respekt.

      Sei kein Nimby - think global! :w
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      Alfista schrieb:

      Vielen herzlichen dank für den wundervollen, heiteren Und informativen Reisebericht.

      Ich bin gerne bei euch mitgefahren und habe eure ruhige und unaufgeregte Art zu reisen sehr genossen. Mit Humor habt ihr auch eure Tiefen geschildert, die so groß gar nicht schonen. Ichnksnn mir aber vorstellen, dass die Nerven auch mal blank lagen. Ihr habt euch aber nicht unterkriegen lassen, sondern habt das gemacht, was echte Weltbummler machen: mit den Menschen sprechen. Und schon taucht ganz unverhofft eine helfende Hand oder ein ganzer Helfer auf.

      Ihr habt euch damit einen Sonderpreis als Camper verdient.

      Euch weiterhin gute Gesundheit, auf dass ihr noch viele weitere spannende Reisen nachtblind uns hierüber in heiterer Art berichtet!

      :anbet: :anbet: :w
      Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.
      Sehr entspannend euch zu begleiten und gleichzeitig Vorfreude auf den nächsten Trip.
      Vielen Dank, das Ihr uns mitgenommen habt.

      weiterhin alles Gute :prost:
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      Ich bin gerne still und leise im Staukasten mitgefahren, die Trecker Tour habe ich mit Abstand betrachtet !

      Danke für tolle Bilder und interessante Geschichten.

      Gespräche mit Einheimischen erweitern meist den persönlichen Horizont!!
      Lg Hilke
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      Wir 3 schrieb:

      Ich bin gerne still und leise im Staukasten mitgefahren, die Trecker Tour habe ich mit Abstand betrachtet !
      Danke für tolle Bilder und interessante Geschichten.
      Gespräche mit Einheimischen erweitern meist den persönlichen Horizont!!
      Lg Hilke
      An Alfista und LMCOlli vielen Dank für die netten Worte und an die im Staukasten mitgereiste Hilke die nicht ganz ernst gemeinte Frage, wie sie die "mit Abstand betrachteten Trecker-Tour" am Sinai Hill in Lynton überstanden hat? :rolleyes:
      Uns erfüllt heute noch große Dankbarkeit, wenn wir an die spontane Hilfsbereitschaft der Leute in Lynton denken! Auch wenn wir solch eine Situation nicht noch mal erleben möchten.... :xwall:
      (Denk ich an Lynton in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!) :sleeping:

      Heitere Campergrüße aus Sachsen-Anhalt, P. & H. - die Weltbummler :w :w
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