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Wassereinbruch, nur wo?

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    • Wassereinbruch, nur wo?

      Hey ihr Lieben,

      nach einigem recherchieren hier im Forum möchte ich euch als Experten kurz eine Frage stellen. Zu Wasserschäden findet man ja so einiges, ist ja besonders bei Campern älteren Baujahrs ein relativ oft gesehenes Problem.

      Ebenso bei meinem neu erworbenen Camper, ein Adria Optima 485 TL Bj. 1987.
      An beiden Seiten (rechts und links) ist leider unter die Kederleisten, die zwischen Außenhaut und Unterboden abdichten Wasser gelaufen. Die äußeren Balken, an denen die Kederleiste festgeschraubt ist, sind morsch. Zum Glück sind die Schäden, nach öffnen des Bodens relativ begrenzt. Nun meine Frage. Kann ich den Wassereinbruch definitiv dadurch erklären, dass die Gummidichtung unter der Kederleiste nicht mehr richtig abdichtet und somit lokal begrenzen, die morschen Leisten ersetzen, die Leiste neu abdichten mit Dekakin und mit V2A Schrauben festschrauben, ggf neuer Leistenfüller.
      Die Frage ist dadurch bedingt, dass ich oft davon gelesen habe, dass Wasserschäden meistens weiter oben (z.B. Übergang Dach zur Außenhaut) liegen und lediglich unten sichtbar werden. Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät (TFA Dostmann Humidcheck Contact) lässt sich in der Wand erstmal nichts finden.

      Zudem noch eine zweite Frage, sollte ich bei dem Baujahr alle Leisten rund um den Wohnwagen neu abgedichten? Eigentlich machen alle Leisten mit der Dichtung darunter noch einen relativ soliden Eindruck, anscheinend wurden sie irgendwann mal neu Abgedichtet, da an den Seiten Reste von Dekalin zu sehen sind und das Dekalin noch relativ weich ist. Aber das gleiche dachte ich eigentlich auch von den Leisten zwischen Unterboden und Außenhaut und dort lief mir bei etwas Wackeln schon zwischen der Leiste und Dichtung das Wasser die Hände runter.

      Vielen Dank für eure Hilfe :)

      Tobi
    • tobias199979 schrieb:

      Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät (TFA Dostmann Humidcheck Contact) lässt sich in der Wand erstmal nichts finden.
      Wie denn auch, wenn der WW trocken ist / steht.
      Da könntest auch eine Wünschelrute hernehmen ...


      tobias199979 schrieb:

      Eigentlich machen alle Leisten mit der Dichtung darunter noch einen relativ soliden Eindruck
      Und uneigentlich?
      Haste Wassereinbruch trotz Gebastel von einem der Vorbesitzer.

      Du wirst wohl oder übel besser alle verdächtigen Stellen neu eindichten.
      Wenn Du es perfekt machen willst, die Inneneinrichtung Stück für Stück absuchen
      bzw. verdächtige Wandverkleidungen abnehmen und Forschungsarbeit betreiben müssen.
      Das wäre eigentlich die m.E. sinnvollste Vorgehensweise.

      Anleitungen gibt es zuhauf hier im Forum.
      Rüdiger aus dem Bayerischen Nizza
      ______________________________________________
      ... ehem. mit einem alten Esterel CC34 am Haken
      2019 Upgrade auf einen Knaus Südwind 420 M ...
    • Vielen Dank erstmal für die Antwort.

      Der Wohnwagen stand die letzten 1,5 Jahre leider nicht trocken. Wobei mir das natürlich jetzt bei der Suche nach Wasserschäden sehr zugute kommt. Von daher sollten die Ergebnisse von der Feuchtigkeitsmessung eigentlich doch halbwegs aussagekräftig sein oder?

      Du sprichst von verdächtigen Stellen. Welche meinst du hier genau? Schäden sind an der Innenverkleidung nirgends zusehen. Wie gesagt, auch die Messungen sind außer an den besagten Stellen am Unterboden/Übergang zur Wand) unauffällig.
    • Verdächtige Stellen sind für mich:
      unterhalb von Fenstern und Stauklappen,
      inkl. aller Öffnungen für Kühlschrank-Lüftungen, Steckdosen, Kassetten-WC, Vorzeltleuchten,
      Dachluken, Kaminöffnungen, Lüfter (Dunstabzug), Antennen (-masten),
      unterhalb von Rangiergriffen, Positionslampen,
      bei den Radkästen, Übergänge bei angesetzten Gaskästen und Heckleuchten,
      entlang der Kederleisten oben und unten,
      Stoßstellen der Beplankung

      Dichtungsmaterial altert eben mit der Zeit, härtet aus, bröselt, und bricht.
      Logischerweise tangiert das weniger bbbbbbei einem WW, der lange Zeit steht,
      evtl. gut geschützt vor UV-Strahlen, Wind und Wetter.
      Wir der dann aber (wieder) bewegt und der Witterung ausgesetzt, dann ...
      Regen- und Waschwasser ist entspanntes Wasser und kriecht überall hinein,
      die natürliche Verrottung setzt ein und so wird Holz zu Torf - ein normaler Vorgang.
      Bio in Reinkultur.
      Rüdiger aus dem Bayerischen Nizza
      ______________________________________________
      ... ehem. mit einem alten Esterel CC34 am Haken
      2019 Upgrade auf einen Knaus Südwind 420 M ...
    • Auch wenn Wasser durch die Kapillarwirkung schon mal von unten nach oben eindringen kann, ist es doch in den meisten Fällen so, dass es von oben kommt. Der Übergang vom Dach zur Seitenwand ist bei vielen älteren Wohnwagen eine neuralgische Stelle, wie auch bei unserem alten Wohnwagen. Ein Indiz für einen Wassereintritt sind die Schrauben der Kederschiene. Wenn man den vielleicht noch vorhandenen Leistenfüller darüber entfernt (Ersatz kostet in der Regel nicht die Welt) und die Schrauben herausdreht kann man bei verrotteten oder angegriffenen Gewinden darauf schließen, dass hier über einen nicht unerheblichen Zeitraum Wasser eingedrungen ist. Sind die Gewinde der Schrauben hingegen blank ist an dieser Stelle erstmal nichts zu befürchten.

      Wie Rüdiger schon geschrieben hat, können gerade bei dem Alter sämtliche Öffnungen in der Außenhaut genauso gut für Wassereinbruch sorgen. Gerade wenn der Wohnwagen nur trocken stand, trocknen hier im Laufe der Jahre (und bei eurem sind es immerhin 33 Jahre) die Dichtungen bzw. eingebrachten Dichtmassen aus, können sich dadurch zusammenziehen und den Weg für allerlei feuchtes Zeug frei machen. Hier kommen gerade die Dachluken in Betracht, wobei man hier relativ schnell durch Abnehmen des Innenrahmens Einblick bekommt. Die Fensterdichtungen sind auch so ein Thema. Hier würde ich mal den Dichtgummi rundrum anheben und versuchen drunter zu gucken. Gerne genommene Ursache sind auch beispielsweise Begrenzungsleuchten am Bug und die Rangiergriffe. Bei letzteren kann man mal die Griffprobe machen. Wenn man merkt, dass die sich irgendwie "locker" oder weich anfühlen ist das quasi der Jackpot.

      Wenn die Schäden an bzw. in den Wänden von oben nach unten abnehmend schlimm sind könntest du Glück haben, dass die Bodenplatte nichts oder nicht allzu viel abbekommen hat. Wenn doch wirds interessant, weil gerade der Übergang von Wand zu Boden und dessen Reparatur nicht ganz so trivial sind.

      Mit einem Feuchtemessgerät hat man meiner Meinung nach nur dann Erfolg, wenn der Wagen die "Chance" hatte auch nass zu werden. Klar, eingedrungenes Wasser trocknet jetzt nicht binnen weniger Tage oder Wochen ab, aber die messbaren "Spuren" werden mit der Zeit weniger und es bleiben nur die sichtbaren in der Wand.

      Ich wünsche gutes Gelingen.
      Gruß
      Bernhard

      Urlaube:
      1993-1995: Rosenfelder Strand, Grube
      2015: Nordseecamping "Seehund", Husum / Camping Unterbacher See, Düsseldorf
      2016: Rhöncamping, Bischofsheim an der Rhön / Camping Süderholz, Sieverstedt / Svinkløv Camping, Fjerritslev DK / Camping Parksee Lohne, Altwarmbüchen
      2017: Svinkløv Camping, Fjerritslev DK / Camping Behnke, Neukirchen / Campingplatz Puttgarden, Fehmarn
      2018: Campingplatz am Nordseestrand, Dornumersiel / Campingpark Kirchzell
      2019: Campingpark Moränasee, Soltau / Camping Lindlbauer, Inzell
      2020: Hou Strandcamping, Odder DK
    • Ich suche öfter nach Wassereintrittten bei Bussen.
      Ist einfach eine sch. Arbeit.
      Ich habe neulich vor lauter Verzweiflung eine nebelmaschine reingestellt und dann kam Rauch aus einer Sikanaht am Dach.
      Wiederum andere fehlstellen konnte ich so nicht lokalisieren.
      Aber einen Versuch wäre es vielleicht wert