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Turnus Abdichtungsarbeiten

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    • Turnus Abdichtungsarbeiten

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      Hallo zusammen,

      in welchen Abständen dichtet ihr denn folgende Teile am Wohnwagen ab, oder wartet ihr einfach, bis es einen Verdacht auf Feuchtigkeit gibt?

      1. Dachkantenleisten
      2. Kederleisten rundum
      3. Fenster
      4. Dachluken
      5. Klappen
      6. Lüftungsgitter etc.
      Freue mich auf Eure Beiträge.

      Freundliche Grüße

      Cay
    • Neu

      also bei unserem alten von bj 83 hab ich die gitter vom kühlschrank und die griffe vorne / hinten mal neu eingedichtet weil die dichtmasse da echt nicht mehr schön (trocken) aussah und die porösen dachluken habe ich erneuert und dabei den kamin neu eingedichtet. Fenster und leisten waren da soweit in ordnung, und klappen hatte er sonst keine aussen. Also hab ich das so gelassen, und er war bis zum ende dicht. Bei unserem 2014er c'go habe ich die bugklappenleiste (befestigung) komplett neu eingedichtet, da es da wohl ganz oft undichtigkeiten gibt und das hab ich dann einfach zur vorsicht gemacht. Ansonsten muss man einfach regelmäßig nach seinem schätzchen schauen und wenn was auffällig oder feucht wird muß man handeln. Auf verdacht pauschal alles nach xx jahren neu zu machen ist denke ich übertrieben.
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      Hallo zusammen,

      vielen Dank zunächst.

      Ich möchte meine Frage noch etwas präzisieren. Mir geht es natürlich um die Wohnwagen, die z.B. noch über Alukantenleisten verfügen. Das dürften in erster Linie die älteren sowie aber auch noch einige wenige neue sein.
      Da es sich ja, was häufig auch von der Herstellern leider so nicht kommuniziert wird, bei allen Dichtungen um Wartungsdichtungen handelt, die man im Rahmen der regelmäßigen Instandhaltung im Auge behalten sollte, fände ich es gut, wenn es eine Art Leitfaden gäbe. Hier gerne mal meine Erfahrungen:
      1. Dachkantenleisten: alle 10 Jahre. Abmontieren, Gummis und Blech von Kleberesten befreien, neu eindichten, wieder montieren, ggfs. mit neuen Schrauben und neuen Bohrlöchern
      2. Kederleisten rundum: alle 10 Jahre. Abmontieren, Leisten und Blech von Kleberesten befreien, neu eindichten, wieder montieren
      3. Fenster: Sichtkontrolle unter den Gummis, poröse Gummis austauschen, ggfs. Schmutz unter den Gummis entfernen, regelmäßig mit Hirschtalg o.ä. pflegen. Leisten von Vorsatzfenstern wie Kederleisten
      4. Dachluken: alle 5 Jahre. Abmontieren, Fenster, Gummis und Blech von Kleberesten befreien, neu eindichten, wieder montieren
      5. Klappen: wie Fenster
      6. Lüftungsgitter etc.: wie Dachluken
      7. Unterboden (danke Pegasus75, guter Hinweis!): je nachdem, also Holz oder z.B. GFK. Holz: regelmäßig auf Schäden prüfen. Kompletter Neuanstrich alle 5-10 Jahre (ja nach verwendetem Schutz)
      Die Frage ist, ob eine Vorbeugestrategie wählt oder eine abwartende, sprich, bis die Dichtungen defekt sind und man mögliche Schäden in Kauf nimmt.

      Freundliche Grüße und einen schönen Tag noch.

      Cay
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      Mein Bürstner war 14 Jahre als ich ihn verkauft habe, der stand immer, wenn ich nicht damit unterwegs war unter ,,Dach und Fach“ da war keine Dichtung so, das sie nach 10 Jahren runter/ neu müsste und auf die Idee nach 5 Jahren die Dachluken los zu reißen wäre ich auch nicht gekommen.
      Man kann es bestimmt auch übertreiben...ok Kontrolle ja und Pflege auch aber Intervall Reparatur wenn nicht nötig...dafür hab ich Haus und Garten da kommt keine Langeweile auf.
      Aber wie immer ist das nur meine Meinung!
      Gruß Jörg
    • Neu

      Hallo Jörg,

      zunächst vielen Dank für deine Meinung, denn die wollte ich ja haben. In der Tat hast Du da sicherlich den wichtigen Punkt Witterung mit ins Spiel gebracht. Ich merke, es hätte noch präziser sein müssen ;-).
      Meine Frage zielt also in erster Linie auf WW ab, die draußen stehen, vielleicht sogar fest. Nichts desto trotz, wäre es aber auf Grund des Materialverfalls von Dichtungen möglicherweise eine Überlegung, WW, die dauerhaft unter Dach stehen mit in den Blick zu nehmen.

      Gruß

      Cay
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      -deshalb ein Ja zur Kontrolle !regelmäßig! ...aber ein Nein zum !turnusmäßig! . Was einer Reparatur bedarf sollte nach deren Feststellung auch durchgeführt werden, aber nur weil die Zeit sagt ,,jetzt bist du dran“ nicht.
      Gruß Jörg
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      Hallo Jörg,

      die Frage wäre dann in diesem Zusammenhang, ob eine Abwartestrategie insbesondere bei Dachkantenleisten ratsam ist? Hier würde dies ja u.U. bedeuten, dass ein nicht entdeckter Schaden gleich sehr aufwändig/teuer werden kann. Bzw. welchen alternativen Weg gäbe es? Also z.B., um einer drohenden Instandsetzung vorzubeugen, eine Sichtinspektion, wie von Dir vorgeschlagen, unter zu Hilfenahme eines Feuchtigkeitsmessers (mit dessen Umgang man ein wenig geschult sein sollte)?
    • Neu

      Hallo Cay,
      die Schäden die unser WoWa hatte haben wir beseitigt, innen waren die Feuchtigkeisschäden zu sehen, außen da durch Schrauben, Profile usw. verdeckt nicht.
      Der WoWa wird jetzt 21 Jahre alt und die Schäden waren ausnahmslos Fertigungs- und Montagefehler die wegen der bisherigen Unterbringung des Wohnwagen in einer Halle und Urlaubsreisen ausschließlich in den sommerliche Süden nie wirklich auffielen.
      Ich würde sagen das eine Sichtkontrolle beim Herbst- und Frühjahrsputz, außen und innen ausreicht.
      Alles was bei Änderungen oder Reparatur angefasst wird säubern und neu eindichten.
      Unterboden war jetzt erstmals nach 20 Jahren dran, allerdings ohne Auffälligkeiten.
      Die Dichtungen und Dichtmassen sind an den Stellen (Profile) die ich lösen musste alle in Ordnung gewesen.

      Ein System was funktioniert zu erneuern, kann auch zum Problem werden, ungeachtet der Arbeitszeit.
      Wenn der Wohnwagen neben dem Haus steht, geht man ja eh alle paar Tage oder Wochen herum oder hinein. Mit allen Sinnen fällt einem da schon was auf wenn was nicht stimmt.
      Blöd ist nur wenn über Wochen Feuchtigkeit mit den Organischen Stoffen in Berührung kommt und nicht schnell genug abtrocknet.

      Gruss Stefan
    • Neu

      Hallo Stefan,

      danke für deinen Beitrag. Ich denke, dass es für erfahrene WW-Halter in der Tat kein Problem ist, zumal die meisten ihr "Schätzchen" wohl innen und außen gut kennen. Mir geht es eher um die unerfahrenen, die möglicherweise damit was an die Hand bekommen. Darüber hinaus wäre das Ganze im Rahmen einer Dokumentation für evtl. Käufer vielleicht auch beruhigend sowie ein Qualitätsmerkmal. Wie oft hört man "alles gemacht", "dicht!" usw.
      Unser Fendt ist aus 1990 und hat über 10 Jahre fest auf einem Platz an der Nordsee gestanden, bevor wir ihn 2008 übernommen haben. Bis dahin lief alles auch immer auf Sicht. Ich durfte dann ein paar Jahre später "lernen" was es bedeutet, wenn man nicht regelmäßig das ein oder andere erledigt. Dazu gibt es in diesem Forum auch einen Beitrag:
      wohnwagen-forum.de/index.php?t…&postID=934702#post934702

      Ich denke, dass das Ganze ein wenig vernachlässigt wird und daher der Gebrauchtwohnwagenmarkt immer wieder WW hervorbringt, die das bestätigen.

      Unter dem Strich muss das aber selbstverständlich jeder selbst entscheiden. Interessant sind die Meinungen dazu auf jeden Fall sehr! Daher auch noch mal vielen Dank an dich!

      Gruß

      Cay
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      Ich kann mir nicht vorstellen das man Dachkantenleisten und Kederschienen unbeschädigt ab bekommt. An Stellen an denen man im Zweifel ist , ob da noch genug Dichmasse darunter ist , kann man ja auch von aussen vorsichtig abdichten. Eine Dachluke bekommt man wohl nur schwer heil aus dem Klebebett . Da gibt es im Dachdeckerhandel tolle Produkte zum überstreichen .
      :w Der Weg ist das Ziel !
    • Neu

      Hallo fusenbox,

      Kederschienen bekommt man in der Regel, außer die Schrauben sind verrostet, ohne große Probleme oder gar Schäden ab. Dachluken ebenso. Im Fachhandel gibt es auch keine sinnvollen Produkte zum Überstreichen, die eine dauerhafte Abdichtung gewährleisten. Das sind alles Arbeiten, die man mit ein wenig Geschick ohne Probleme selbst ausführen kann. Der WW dankt es einem mit trockenem Klima ;)
    • Neu

      fastfoot schrieb:

      Hallo fusenbox,

      Kederschienen bekommt man in der Regel, außer die Schrauben sind verrostet, ohne große Probleme oder gar Schäden ab. Dachluken ebenso. Im Fachhandel gibt es auch keine sinnvollen Produkte zum Überstreichen, die eine dauerhafte Abdichtung gewährleisten. Das sind alles Arbeiten, die man mit ein wenig Geschick ohne Probleme selbst ausführen kann. Der WW dankt es einem mit trockenem Klima ;)
      Hi Fastfood.
      Hätte ich jetzt nicht gedacht ,das man die beschriebenen Teile leicht ablösen kann . Ich habe es allerdings auch nie probiert. Ich hatte allerdings mal einen Verkaufsanhänger bei dem das Dach aus mehreren Blechen bestand die mit der Zeit an den Nähten undicht wurden . Ich wurde dem Wasser nur Herr in dem ich die Nähte mit flüssigem streichbarem Dichtgummi übergepinselt habe . Hat sehr lange gehalten und war ne preiswerte Lösung .
      Liebe Grüsse Fusenbox
      :w Der Weg ist das Ziel !
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      Das man Dachluken die 10Jahre auf dem Wohnwagen verbaut sind beschädigungsfrei abnehmen, neu eindichten und wieder neu aufsetzen kann halte ich für ein Gerücht.

      Der Kunststoff wird durch die ständige UV Bestrahlung schon richtig porös. Da bricht echt schnell was ab und es ist eine Luke fällig. Bei einer 40x40 ist das noch vertretbar. Wenn es aber ein Heki 2 oder noch größer wird, ist es langsam eklig vom Preis. Das kostet dann schon mal schnell 500€...

      Aussenklappen neu abdichten ist das Gleiche. Einen großen Alu Gaskastenrahmen der noch sauber abdichtet bekommt man von dem dünnen Alublech auch nur halbgeil getrennt. Da muss man schon ordentlich aufpassen das das dünne Alublech der Aussenhaut nicht zu sehr gezogen wird. Sonst passt da nichts mehr richtig zusammen....

      Diese Risiken einzugehen nur weil es vielleicht sein KÖNNTE das was undicht wird?? Mir istces das nicht wert.

      Die Feuchte des Wagens an immer den gleichen Punkten regelmäßig zu messen und sich einen Plan machen den man mit Werten „füttert“ um Tendenzen frühzeitig zu erkennen wäre meine Idee dazu...
    • Neu

      Hallo zusammen,

      vielen Dank erstmal für Eure Beiträge zu meiner Frage.

      Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die betroffenen Teile selbst nach vielen Jahren noch beschädigungsfrei abmontiert werden können, gleichwohl dass sicherlich auch auf die Herstellerqualität ankommt. Wie gesagt, ein wenig Geschick schadet dabei nie. Dazu gibt es aber im Netz sehr gute Tutorials. Wenn Materialien so angegriffen, porös etc., sind, vielleicht auch durch UV-Strahlung, wäre gerade dann ein Austausch ratsam. Das kann sicherlich an der ein oder anderen Stelle im Geldbeutel weh tun, vermeidet aber in der Regel noch teurere Folgeschäden.
      Sicherlich kann man für einen kurzen Augenblick, weil es aus welchem Grund auch immer gerade nicht passt, einen Schaden auch mal überpinseln, es beseitigt aber die Ursache nicht. Im Gegenteil, insbesondere bei Wasserschäden "kriecht" der Schaden ganz langsam jedoch sehr oft sehr zerstörerisch in weitere Ecken. Keine Frage, unter dem Strich muss eine Vorgehensweise, welche auch immer, zu den persönlichen Vorstellungen und Umständen passen. In meinem Fall geht es um einen Wagen Baujahr 1990, der schon einiges hinter sich hat.

      Darum ging es mir aber auch nicht.

      Der Gedanke war und ist einfach, ob und wie weit man darüber nachdenken sollte, eine Regelmäßigkeit dahinter zu packen. Im Bereich der Instandhaltung verfolgt man generell unterschiedliche Strategien. Eine davon ist auch die abwartende Strategie. Diese hat den Vorteil, dass die Lebensdauer von Bauteilen ausgeschöpft wird, aber leider den Nachteil, dass eine Instandsetzung dann häufig sehr teuer werden kann.

      Die von mir vorgeschlagenen Intervalle sind meiner eigenen Erfahrung entsprungen. Dahinter steht eine vorbeugende Strategie. Wie ich zugeben muss, ist das keine komfortable und sie macht mir selbstverständlich Arbeit, dennoch kann ich ruhiger schlafen, insbesondere weil ich keinen überdachten Stellplatz habe. Und es hat einen kleinen Nebeneffekt, ich kenne jede Schraube an meinem Wagen und habe keine Sorge, wenn es mal irgendwo knackst oder knarzt.

      Ich freue mich über den weiteren Austausch.

      Gruß

      Cay
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      Was wann wie abzudichten ist kann man eh nicht voraussagen.
      Ich hatte mir schon mal einen Puccini in Belgien angesehen, der war 6 Jahre und stand nur an der See. Da war der Lack und oben auf dem Dach ziemlich alles fertig. So sehen andere Wagen nach 20 Jahren nicht aus.
      Grüße aus de(r) Pfalz

      l---L--OlllllllO¬
      =~~~==oo==
      ()_) ()_)--{}-)_) & :0-0: = :ok
    • Neu

      Hallo...wir haben seit vier Jahren einen Wilk de luxe von 1987. Zunächst nur zur "Probe" sollte er nach kurzer Zeit für "immer" bleiben. Es wurden nach und nach alle Teile neu abgedichtet oder erneuert. Alle Seitenfenster, Türrahmen, Rangiergriffe, etc. neu abgedichtet. Alle Dachfenster, Kamine, Lüfter, Lüftungsgitter, Aussensteckdose, etc. erneuert. Solche Teile würde ich aufgrund der Schädigung durch UV-Strahlung nicht weiter verwenden. Der Arbeitsaufwand ist zu hoch. Es folgen dann später die Kederleisten, Zierleisten und Stauklappen. Aufgrund der sorgfältigen Umsetzung der Arbeiten würde ich den nächsten "Turnus" in 15 -20 Jahren ansetzen wenn der Wohnwagen immer unter einer Haube oder Carport steht und regelmässig inspiziert wird. Viele Grüße, Andreas
    • Neu

      Hallo Andreas,

      es ist sehr interessant, wie hier die unterschiedlichen Erfahrungen und Meinungen sind. Mein Turnus-Vorschlag ist auf jeden Fall sehr durch die Historie unseres WW geprägt. Die, die schon länger hier im Forum sind kennen u.U. die Instandsetzung, die ich 2014 nach einem zunächst augenscheinlich kleinen Schaden vornehmen musste. Da bleibt natürlich einiges an Sorge haften.....
      Meine Motivation ist schlussendlich, ein klein wenig dazu beizutragen, dass es vielleicht einen Leitfaden geben könnte, wenngleich das wohl ein wenig illusorisch erscheint.

      Die von Dir vorgenommenen Arbeiten würde ich auf jeden Fall, vor allem nach einem Kauf, als obligatorisch für ältere WW ansehen. Insbesondere an den WW, an denen noch die klassischen Leisten verbaut sind. An den neueren WW, an denen häufig mit GFK etc. Verkleidungen etc. gearbeitet wird und wurde, ist das sicherlich schwierig. Wenn die von Dir geschilderten Arbeiten sorgfältig ausgeführt wurden, kann man bestimmt einen Haken an deinen Vorschlag machen.....auch wenn ich eher zu 10-15 Jahre neige ;) .

      Grundsätzlich gut finde ich übrigens auch den Einsatz von Feuchtigkeitsmessgeräten. Dann aber wie von x-file beschrieben zerstörungsfrei, also ohne Pins, und vor allem nach einer guten Einweisung in das entsprechende Gerät, da man ansonsten die Ergebnisse sehr schnell falsch interpretieren kann.

      Schönen Tag.

      Gruß

      Cay