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Probleme Wintercamping

    • Probleme Wintercamping

      Hallo,

      am WE habe ich festgestellt, dass es mit einem WW, der nicht für Wintercamping ausgelegt ist (Knaus Sport auss 2011), doch deutliche Probleme gibt.

      1. Problem: Die Lamellen der Heizung werden sehr heiß. Eigentlich sollte ich dafür eine Abdeckung haben, damit sich die Kinder nicht nochmal daran verbrennen.

      2. Problem: Kondenswasser. Es kondensierte dermaßen viel Wasser an den Scheiben, dass sich unten im Rahmen richtige kleine Seen gebildet haben. Abhilfe ?

      3. Problem: Natürlich wird die Gasflasche in der Nacht leer. Natürlich. Gibts eine Empfehlung für einen Füllstandmesser mit gutem Preis/Leistungverhältnis ? Als erste Abhilfe habe ich einen Heizlüfter reingestellt, dessen Thermostat das Gerät einschaltet, wenn die Heizung wegen mangelndem Gas nicht mehr läuft.

      4. Problem: Nochmal Gasheizung: Die Temperaturregelung. Leider habe ich noch keine Einstellung gefunden, die gut ist. Heizung Stufe 6 Gebläse Stufe 3,5 ist zu warm. Heizung Stufe 4 ist zu kalt. Heizung Stufe 5: je nach Lust und Laune der Heizung mal zu kalt mal zu warm. Aber zünden tut sie gut. Der Piezo klackt 2-3 Mal, dann brennt das Ding.

      Finally: Empfehlung für einen wirklich wintertauglichen Wohnwagen mit Stockbetten und Einzeldusche ?

      Schönen Tag,
      HM
    • In aller Kürze:
      1. Ggf. mehr Umluft
      2. Mehr lüften und heizen.
      3. DuoC nachrüsten
      4. dig. Regelung mit Thermostat hier aus dem Forum nachrüsten
      5. Dethleffs Camper 530 FSK, 560FMK mit SnowPlusPaket und alternativem Toilettenraum. Beduin 540 QMK und Nomad 560 FMK gehen auch.

      Details gerne bei Bedarf.

      Grüße
    • Haem schrieb:

      Finally: Empfehlung für einen wirklich wintertauglichen Wohnwagen mit Stockbetten und Einzeldusche ?

      Schönen Tag,
      HM
      Hi Haem,

      Das mit dem Heizen und Lüften hast du nun ja mitbekommen. Das erfordert etwas Umdenken aber klappt bestens. Ergänzend wäre noch zu sagen, dass die Duocontrol natürlich mit Schlauchbruchsicherung (CS) sein sollte, so kannst du auch während der Fahrt heizen. Vor allem in den ersten zwei Tagen würde ich das Dachfenster IMMER einen Spalt offen lassen und dabei gut heizen, damit die Feuchtigkeit nach draußen kommt. Unser Kurbeldachfenster kann man sogar fast zugfrei leicht öffnen. Morgens dann Seitenfenster auf und Durchlüften. Abends auch.

      Nun kurz zu den wirklichen "Winterwohnwagen"

      Auf Grund des Aufbaus bieten Dethleffs, Adria, Tabbert, Hymer Wagen welche spezieller auf die Bedürfnisse von Wintercamping ausgelegt sind. Dort auf der HP kannst du dir die entsprechenden Modelle genauer ansehen (Grundsätzlich ist Wintercamping mit jedem Wagen möglich, man merkt aber es gibt deutliche Unterschiede welche sich leider im Preis niederschlagen)
      Toll sind dabei Warmwasserheizungen von Alde oder beheizte Ablaufrohre und was es nicht alles speziell dafür gibt :D Ein großes Kreuz bei der Bestellung erzeugt kurzzeitig Schnappatmung ;( . Auch die Aufbauten (XPS Isolierung bei Adria Alpina oder bis 2019 Hymer) sind auf jeden Fall unterschiedlich. Tabbert ging dabei mit dem Doppeldach (Achtung nicht bei allen Modellen) einen Sonderweg.

      Was allen "für den Winterbetrieb" speziell ausgelegten Fahrzeugen der Fall ist..... ALLE SIND SIE AUF GRUND DER AUSTATTUNG SCHWER. Das bedeutet eine potentes Zugfahrzeug sollte zur Verfügung stehen

      Wenn die Finanzen eine untergeordnete Rolle spielen, dann würde ich mir einen Kabe oder Polar ansehen. Die gelten als wahre Winterspezialisten. Wer schon mal in einem solchen Wagen war, sollte einen gewissen Unterschied bemerken.

      Gruß Wolfgang
    • In aller Kürze, wintertauglich ist der Knaus bestimmt, winterfest wohl eher nicht. Entsprechende Voraussetzungen sind in einer Norm beschrieben. Einfach mal google´n, der Unterschied wird auf einigen Seiten gut erklärt.

      zu1: je mehr Gebläse, so geringer die Temperatur der Abdeckung.

      zu2: Kondenswasser bildet sich immer, wieviel hängt von mehreren Faktoren ab. Viele Personen halten sich im Wohnwagen auf, sind die Dachhauben geöffnet, sollten Zwangsbelüftungen im <Boden sein, sind diese frei? Das es sich an den Fenstern niederschlägt ist normal, das sind die kältesten Stellen am Wohnwagen. Bei zunehmender Kälte auch in den Oberschränken und in den Eckbereichen.

      zu3: eine automatische Umschaltung nachrüsten lassen, z.B. Truma DuoControl.

      zu4: hier hilft probieren, nur zum Verständnis, je weniger Gebläse man einstellt, desto ungleichmäßiger die Wärmeverteilung im Wagen (Fußkälte). Die thermostatische Regelung funktioniert besser, wenn man das Gebläse mitlaufen lässt und über die Klappen der Warmluftrohre eine gleichmäßige Warmluftverteilung einstellt, was mitunter schwierig ist, auf Grund von unterschiedlicher Schlauchlängen. Hat man einen angenehmen Bereich gefunden, geht natürlich bei erreichen der Temperatur der Hauptbrenner aus und die Heizung kühlt ab. Das ist normal und nicht zu ändern. Sinkt die Temperatur im Wohnwagenin der Folge wieder ab, zündet der Hauptbrenner wieder und die Heizung wird wieder warm.

      zum letzten Punkt: Einen speziellen Grundriss kenne ich jetzt auf Anhieb keinen, hier einfach die Internetseiten der Hersteller durchforsten. Wichtig wäre beim Kauf darauf zu achten, dass der Wohnwagen als "Winterfest" eingestuft ist. Sollte besonderer Wert auf Heizungskomfort gelegt werden, dann nach einem Grundriss mit Alde Warmwasserheizung mit Warmwasser Fußbodenheizung suchen. Bei Dethleffs heißt so etwas "Paket Snow+", aber andere Hersteller verbauen auch eine Warmwasserheizung.

      Gruß Andreas
    • Haem schrieb:

      1. Problem: Die Lamellen der Heizung werden sehr heiß. Eigentlich sollte ich dafür eine Abdeckung haben, damit sich die Kinder nicht nochmal daran verbrennen.
      Umluft erhöhen wurde bereits geschrieben.
      ABER evtl. sind auch die Lamellen des Lüftermotors verdreckt und dadurch die Umluft beeinträchtigt.
      Hier (-> Klick) hatte ich schon mal beschrieben, wie das säubern erfolgen kann, insbesonder wie man an die zweite Lamellenreihe rankommt. Der Lüftermotor selbst ist mit 3 Schrauben auf der Rückseite der Heizung befestigt.
      Andere / weitere Möglichkeit ist, die Belüftung aus den braunen Rohren optimieren. Oft sind dort nur Löcher reingestochen. Eine gezielte Ausleitung der warmen Luft erreicht man mit TRUMA Wandbelüfter. Ggf. kann man auch die Rohrführung optimieren, um mehr warme Luft an bestimmten Stellen zu bekommen. Manchmal helfen da Dükerrohre um Strecken zu verkürzen.

      zu Punkt 4:
      Hier kann ich nur wärmstens die Temp-regelungen aus dem Forum empfehlen. Die Komfortsteuerung nutzen wir auch und es ist ein Segen. Gradgenaue Wärme im WW und eine automatische Nachtabsenkung. Ich glaub, damit spart man sogar ein wenig Gas.

      zu Finally:
      richtige Winterwohnwagen sind Kabe oder Polar. Leider sehr schwer und preisintensiv. Auch mit einem Fendt kann man es gut im Winter aushalten. Wichtig ist halt die Dach-/Wand-/Bodenstärke der einzelnen WW-Hersteller, je dicker desto isolierter.
      Peugeotpik, Kurzform von Peugeot RC PIK
      RC Pik und RC Karo: 2 Konzeptstudien von Peugeot für den Genfer Automobilsalon 2002
    • mopeto schrieb:

      Ich finde da kein Problem weswegen man den WW wechseln muss.
      Duocontroll nachrüsten und der Rest ist Einstellungssache bzw. Erfahrung welche man sich aneignen kann.
      Grüss dich :w ,

      das finde ich auch! Wobei ich sagen muss, dass es durchaus geeignetere Wagen wie der genannte Knaus Sport für den Winter gibt. Es ist eben wie im Haus. Je besser ein Wohnwagen gedämmt ist, desto einfacher ist auch das Handling im Winter bezüglich Kondensation usw.
    • Wobei "ich" das Hauptaugenmerk nicht auf die beste Dämmung sondern auf das Wassersystem lege.
      Ob da z.B. eine Gasflasche 50 Stunden oder 55 Stunden reicht ist mir relativ Wurst, aber wenn ich ständig Frostschäden am Wassersystem reparieren muss weil da der Hersteller nicht in der Lage ist das vernünftig in den WW zu integrieren.
      Ein WW muss ich komplett leer bekommen beim öffnen sämtlicher Ventile, oder wo ist die Heizung verbaut bzw. der Schornstein, komm ich da gut dran usw, da gibt es ganz viel Kriterien bezüglich Wintercamping die zu beachten sind. Da schrumpfen dann die Hersteller bzw. die Modelle.
    • Aber auch die von dir angesprochenen Frostschäden (und manchmal befremdlichen Leitungsführungen) kommen eher an Wohnwagen eher zu Tage, welche auf diese "Funktion Winter" wenig gesteigerten Wert legen und es hat dort natürlich AUCH mit dem Thema Dämmen zu tun. Aber ich verstehe was du sagen wolltest.
      Es ist m.M.n. aber durchaus so, dass sich das Thema "Wintercamping" bei den Wohnwagen im gehobeneren Produktsegment eher verwirklichen lässt, ohne dabei sagen zu wollen, dass es bei anderen nicht geht. Meist wird aber dort von den Herstellern schon grundsätzlich etwas mehr mitgedacht (bezogen auf diese Nutzung).
    • @'heam Wie viel willst du investieren?

      Ist dein „Sport“ für euch passend, warum wechseln?
      „Ein Allerwelts-Techniker denkt eben nicht darüber nach, wie Konstruktionsfehler vermieden werden könnten, sondern er mildert gewohnheitsmäßig die Auswirkungen des letzten Fehlers durch einen neuen. Mit jedem Glied einer Fehlerkette aber schwindet der erste Fehler weiter aus dem Blickfeld. Kein Wunder, daß ihn bald keiner mehr wahrnimmt.“ Zitat Alfred Eisenschink
    • Wir sind jedes Jahr im Winter unterwegs , auch früher mit anderen Wohnwagen . Umluft und Heizung auf 3 .

      Alles gut . Duokontrol bei der Gasversorgung ist Pflicht . Nie mehr nachts aufstehen . Das war seit meinem

      ersten Winterurlaub ein Muss , als ich um 2 Uhr bei Schnee oder Regen mit Taschenlampe und Eisfinger

      die neue Gasflasche anschließen musste . Bei uns ist nichts Nass . Heki im Bad eine Stufe auf .
      LG Axel :0-0:
    • Danke für die vielen Kommentare und Hinweise ! :)

      Auf die Idee mit dem Gebläse hätte ich auch selbst kommen können. Ich probiere demnächst einfach Mal ein bisschen rum, Stufe 5-7. Auch der Hinweis mit der Reinigung des Lüfterrads finde ich interessant. Meiner Meinung nach rattert das Ding schon ziemlich.

      Als Experte für Regelungstechnik (Patenprüfer auf dem Gebiet) finde ich die hier angesprochene digitale Regelung mittels Istwert Manipulation interessant. Eine einfach und pragmatische Lösung, die jeder, der ein bisschen handwerklich begabt ist, nachbauen kann.

      Zum Lüften muss ich sagen, dass ich davon ausging, dass der WW Be- und Entlüftungen hat (und zwar im Boden und im Dach), die für einen vertikalen Luftstrom sorgen. So weit so richtig. Aber anscheinend reicht dieser Luftaustausch bei Weitem nicht aus.

      DuoControl hatte ich im Wohnmobil. Das ist eine feine Sache. Die kommt dieses Jahr noch rein. Aber ohne CS, da der Wohnwagen hautsächlich zum Dauercamping genutzt wird. 1-3 Mal im Jahr wird er angehängt und auf einen Campingplatz in Italien, Kroatien, Österreich geschleppt, wo er dann 2-3 Wochen rumsteht. Für die Fahrten brauche ich das nicht.

      Im Knaus fehlt mir die Dusche. Außerdem ist er mir zu schmal (2,32m). Wenn ich mir einen kaufe, dann bleibt der dauerhaft stehen und wird nicht mehr bewegt. Größe und Gewicht spielt daher dann keine Rolle. Der Campingplatz ist ganzjährig in Betrieb und ich will ihn auch ganzjährig nutzen. Deswegen muss der nächste, den ich mir 23/24 kaufe, wirklich für Wintercamping geeignet sein. Und zwar Wintercamping auf einem Dauercampingplatz.
    • .....dass meiste wurde ja schon gesagt. Da wir auch regelmäßig Winterurlaub machen, kann ich bestätigen, dass die Reinigung des Lüfters enorm wichtig ist und bei Vielgebrauch einmal jährlich erforderlich sein kann. Vor allem Schauen, ob auch die Schlauchabgange sitzen und nicht fast nur der Schrank geheizt wird.
      Ansonsten denke ich auch dass man sich die Warmluftverteilung genau ansehen sollte und ggf. auch Korrekturen und oder Erweiterungen vornehmen kann.
      Viel heizen und viel Lüften - und schon ist die Bude auch trocken. Wenns in die Kälte geht, ruhig zwei Tage vorher schon heizen, dann ist auch die erste Nacht "trocken".
      Grüße aus dem Havelland...............Mike