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Mit dem eigenen Gespann durch die USA

    • 19. Juni 2017
      WIEDER AN DER KÜSTE - CRESCENT CITY
      Heute sind wir in Californien angekommen. Und gleich geht's wieder an die Küste, nach Crescent City.
      Der Ort erlebte traurige Berühmtheit, als er am 28. März 1964 - nach einem Seebeben vor Alaska - von fünf gewaltigen Tsunami-Wellen überschwemmt und weitestgehend zerstört wurde. Trotz eingeleiteter Evakuierungsmaßnahmen kamen damals elf Menschen ums Leben. Außerdem gibt es hier ein berüchtigtes Hochsicherheitsgefängnis, in dem mehr als 3.000 "schwere Jungs" einsitzen.
      Wir finden einen zentralgelegenen Campingplatz gleich am Hafen - nicht unbedingt schön, aber praktisch. Als Erstes besuchten wir das Battery Point Lighthouse, welches nur bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen ist. Die Besichtigung in kleinen Gruppen war sehr interessant und man konnte bis in die (sehr enge) Spitze des Leuchtturms klettern. Herrlicher Ausblick.

      Danach schauten wir uns noch das Städtchen an und besuchten die Seehund-Aufzucht-Station. Hier werden verletzte Seehunde wieder aufgepäppelt, bevor sie wieder ausgewildert werden. Leider war die Station bereits geschlossen (Sonntag!), aber wir erfuhren, dass die meisten Verletzungen der Seehunde von streunenden Hunden stammen. Hier aber fühlten sich die putzigen Meeressäuger mit ihren schwarzen Knopfaugen sichtlich wohl...



      Für den Abend hatten wir noch einen Abstecher zu einem Aussichtpunkt auf den Klippen geplant - natürlich um Sonnenuntergangsfotos zu machen ;) Und wen trafen wir da? "Unseren" Leuchtturmwärter, der uns noch vor wenigen Stunden humorvoll durch sein Reich geführt hatte. Wir kamen erneut ins Gespräch, wobei ich ihm erklären musste, wie HDR Aufnahmen funktionieren....
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    • US Campingplätze 1
      Heute schweife ich mal vom Reiseverlauf ab und berichte über die amerikanischen Campingplätze im allgemeinen. Ich unterscheide zwischen dem Campen auf privaten bzw. kommerziellen Plätzen, den staatlichen Campingplätzen (z.B. in National- oder in Stateparks und dem Boondocking. Letzteres, auch Dispersed Camping genannt, ist in den USA sehr beliebt. Man übernachtet kostenlos auf den großen Parkplätzen von Supermärkten, Tankstellen, Casinos oder Restaurants. Der Besitzer des Parkplatzes gibt dazu seine Erlaubnis, weil er sich von den Boondockern zusätzlichen Umsatz erwartet. Allerdings ist der Service gleich Null. Mit etwas Glück gibt es einen Müllcontainer oder man kann die Toiletten des Supermarktes benutzen. Stark frequentiert von Boondockern sind die Walmart Parkplätze. In Whitehorse (Yukon) hat der Walmart extra einen ausgeschilderten Bereich für Boondocking auf seinem Parkplatz markiert (siehe Foto 1). Sollte Boondocking verboten sein, liegt es oft an der örtlichen Staatsgewalt (Bürgermeister, Polizei...). Verschiedene Seiten, z.B. boondocking.org, geben Auskunft und führen aktuelle Listen.

      Die staatlichen Campingplätze in den Nationalparks werden vom NPS verwaltet. Informationen erhält man auf nps.org. Viele Stellplätze kann man über recreation.gov online reservieren. Hier fällt sofort das amerikanische Prinzip von Angebot und Nachfrage auf: stark stark frequentierte Plätze (z.B. im Yellowstone-, am Grand Canyon- oder Yosemite-Nationalpark) sind recht teuer, die weniger gut besuchten sind preiswerter. Dabei bieten die Plätze in den Parks oft nur mässigen Komfort, Strom- und Wasseranschlüsse sind eher selten. Einziger, fast immer vorhandener "Luxus": ein Feuerring und eine stabile Camping-Garnitur bestehend aus Tisch und Bank (siehe Foto 2). Dafür bieten sie ein optimales Naturerlebnis. Man steht wirklich mittendrin. Die Lage der Stellplätze mitten im Wald, an einem See oder Fluß oder im Gebirge ist oft grandios. Und sie sind meist top-gepflegt, wie hier auf Foto 3 und 4 an der Tioga Road (Yosemite NP). An langen Wochenenden mit einem Feiertag oder in den Schulferien sind viele Campingplätze überfüllt und man sollte auf jeden Fall lange im voraus reservieren. Das gilt auch immer für die großen und bekannten Nationalparks z.B. im Yellowstone-, am Grand Canyon- oder Yosemite-Nationalpark. Aber mit ein bisschen Glück steht man dann auf "seinem" Stellplatz, wie wir auf dem Williwaw Campground in Alaska. Und wenn man dann am fühen Morgen von einem Eichhörnchen auf dem Camperdach oder von äsenden Rehen vor dem Camper geweckt wird, dann ist die Welt doch in Ordnung
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    • US Campingplätze 2
      Bei den privaten Campingplätzen gibt es nichts, was es nicht gibt. Liebevoll abgelegte Plätze unter schattigen Bäumen (Foto6) mit Blumenrabatten, Kinderspielplätzen, Fitnessgeräten, Swimmingpool, Waschküchen mit Münzwaschmaschinen und Trocknern. Es gibt Stellplätze, die verfügen neben Strom, Wasser und Kanalanschluss auch über einen Kabel-TV- und einen Telefonanschluss (Letzteres ist seit der Erfindung des Mobil Phone seltner!). In Florida standen wir mal auf einem Campingplatz, wo zu jedem Stellplatz eine kleine, über für Stufen erreichbare Holzterrasse gehörte. Es kann aber auch passieren, dass man wie in Haines Junction (Yukon) lediglich einen geschotterten Parkplatz mit Strom- und Wasseranschlüssen vorfindet und das Wasser dann auch noch wegen Frostgefahr abgestellt war, wie auf Foto7. Dafür war das Bergpanorama unbezahlbar ;)

      Viele Amerikaner rangieren nur ungern und bevorzugen eine Pull-thru Site oder Pull-through Site, also Stellplätze in die man von einer Seite einfährt und auf der gegenüberliegenden Seite ausfahren kann. Foto8 zeigt solch einen Stellplatz irgendwo in Kalifornien. Die Bäume sind übrigens allesamt Orangenbäume. Aber leider waren wir außerhalb der Pflücksaison da, ansonsten hätten wir uns dort mit Vitamin C eindecken können. Der Platz verfügte über einen herrlichen Schwimmingpool.

      Wichtig waren für uns der - wenn vorhandene - Strom- und Wasseranschluss (z.B. Foto9) und die Gelegenheit zum dumpen des Abwasser (Foto10).
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    • US Campingplätze 3


      Wir haben auf unseren Reisen im Wohnmobil und im Wohnwagen verschiedene Campingplätz erleben dürfen. Den besten Service fanden wir auf dem Cathedral Creek Campground (B&B) am Alaska Highway, nördlich der Kleinstadt Tok (Foto 11). Eigentlich nichts besonderes, klein und ruhig, etwas abseits der Straße gelegen. Die Besitzerin, eine Schwäbin die in jungen Jahren der Liebe wegen nach Alaska ausgewandert war, war froh, mit uns mal wieder deutsch "schwätze" können und sehr gastfreundlich. Wir fühlten uns tatsächlcih als "Gäste". Die Santärräume (Foto12) waren picobelle und als besonderheit gab es dort frische Handtücher (Foto13), Duschgel, Shampoo und sogar Einwegrasierer für die Gäste. Wir haben uns sauwohl gefühlt.

      Das krasse Gegenteil war dieser - ich weigere mich es Campingplatz zu nennen - Platz am Dalton Highway (Mile Maker 60) in Alaska. Schon das Hinweisschild (Foto14) hätte uns warnen müssen, aber wir wollten ja Abenteuer erleben ;) Das ganz bestand lediglich aus einigen zusammengestellten Containern (Foto15) und einem halbwegs ebenen Platz.
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    • US Campingplätze 4 (letzter Teil)


      Einen ganze tollen Campground fanden wir auch in Kanab (Utah). Gutes WLAN, saubere Santärräume und einen schönen Pool (Foto16) konnten uns sicher auch andere Plätze bieten. Aber Dale (Foto17), der Besitzer von Kanab RV Corral, bot uns mehr. Statt wie geplant 3 Tage zu bleiben, wurden es letzten Endes 8 erlebnisreiche Tage, an denen wir die Gegend um Kanab erkundeten. Er gab uns immer gute Sightseeing Tipps. Unter anderem machte er uns auf den Peek-a-boo-Canyon aufmerksam. Allerdings kam die Fahrt dorthin für uns nicht in Frage, da wir zwar über Allradantrieb verfügten, aber keine grobstolligen Geländereifen montiert hatten. Ganz spontan nahm uns Dale am kommenden Tag in seinem neuen Jeep (Foto18) mit zum Canyon und opferte uns drei Stunden seiner Zeit. War ein tolles Erlebnis.

      Ein Aha-Erlebnis hatten wir auf einem kleinen Campground in New Mexico. Schon das Schild am Eingang zu den Santärräumen kam uns merkwürdig vor (Foto19). Was wir dann aber auf der Toilette bzw. auf allen Toiletten vorfanden, machte uns sprachlos (Foto20). Auf JEDER Toilette lag eine Bibel. In Hotelzimmern vielleicht üblich, aber hier.....
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      x-file schrieb:

      Ein ganz toller Reise-, Erlebnisbericht @Excalibur Vielen Dank :ok
      Danke für die Blumen! Auch an troms und Geo777 :rolleyes:
      Aber wir haben noch nicht einmal die Hälfte geschafft.
      Da müsst Ihr jetzt durch... :prost:
      30. Juni 2010
      GIGANTISCHE REDWOODS UND EXTREME HITZE

      Vorab ein dickes „Sorry“ für die Funkstille in den letzten Tagen. Wir haben uns einige Zeit nicht mehr gemeldet. Aber teilweise hatten wir kein Netz auf den Campgrounds und in San Francisco hatten wir ein so volles Programm, das einfach keine Zeit blieb. Nochmals Sorry…
      Aber der Reihe nach. Von Crescent City hat es uns nach Redcrest verschlagen, einem kleinen Nest mit nur einer Handvoll Einwohnern, aber einem kleinen beschaulichen Campground direkt am Humbold Redwoods State Park. Schon auf der Fahrt nach Redcrest begrüßte uns eine Herde von etwa zwei Dutzend Elks, (Rotwild) die es sich auf eine großen Wiese am Straßenrand gemütlich gemacht hatten. Die Gelassenheit der Tiere war schon sehenswert. Aber die riesigen Redwoods verschlagen uns immer wieder die Sprache. Sowohl die gigantischen Ausmaße, als auch ihr Alter, lassen einen klein und mickrig aussehen. Wir fuhren die Avenue of the Giants entlang und informierten uns im Visitor Center über die Eigenheiten der mächtigen, schützenswerten Bäume. Sie sind einfach nur beeindruckend!

      Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Santa Rosa. Der Ort stand zwar nicht unbedingt auf unserer Wunschliste, aber in San Francisco war am WE die Pride Parade und aus diesem Grund war es schier unmöglich einen Stellplatz in und um SF herum zu bekommen. Von hier aus besuchten wir das Napa Valley und sahen uns die Winery von Francis Ford Coppola an (leider etwas überteuert und Schicky-Micky). In Calistoga fanden wir auf Empfehlung des Visitor Centers ein nettes Restaurant, was auch nicht unbedingt billig, aber seinen Preis wert war - guter Service und gute Essen! Es war heiß, sehr heiß - das Thermometer zeigte bis zu 38 Grad an. Wir schauten uns im sehenswerten California Culinary Institute of America in St. Helena um und stockten schließlich in Napa unsere Weinvorräte auf.

      Für den folgenden Tag war daher Erholung und Abkühlung angesagt. Der Strand von Bodega Bay war unser Ziel. Während uns in Santa Rosa noch 36 Grad quälten, sank die Temperatur an der Küste auf 26 Grad. Das Wasser hatte gefühlte 16 Grad - Brrrr. Aber Sonne, Wind und Meer - dazu ein leckeres Picknick - was will man mehr? Es war toll!!! Auf dem Rückweg suchten wir in Bodega die letzten verbliebenen Gebäude aus „Die Vögel“ an. Immerhin wurde der Film vor fast 50 Jahren gedreht - eine lange Zeit…

      Auch in Sacramento, unserer „Heimat“ für die nächsten drei Tage, herrschten extreme Temperaturen von fast 40 Grad. Wir schauten uns in der Altstadt um, besuchten das Capitol, fanden einen Bayerischen Biergarten, in dem es neben bayerischem Bier auch Früh Kölsch gab, und aßen in Mel’s Diner (American Graffiti) standesgemäß zu Abend.


      Am nächsten Tag ging es zum legendären Highway 49. Vorher kauften wir in einem Country Store frisches Baguette, homemade Dip und leckere Marmelade. Wieder war ein Picknick geplant. Am Ende blieben wir im schönen Placerville, das früher Hangtown hieß, hängen. Hier waren die Straßen für den Verkehr gesperrt, da für den Abend ein Bierfest mit Livemusik geplant war. Für 45$ konnte man so viel trinken, wie man wollte (konnte). Über ein Dutzend Brauereien waren am Start - vermisst haben
      wir den Stand der Anonymen Alkoholiker. Da wir aber mit dem Auto unterwegs waren (und auch wegen der Hitze), schauten wir uns das feuchtfröhliche Spektakel nur "passiv" an.

      Die Hitze war immer noch (fast) unerträglich und lähmend. Wir fuhren in eine klimatisierte (!!!) Mall, aßen chinesisch und schlemmten anschließend noch in der Cheesecake Factory (ohne die Kalorien zu zählen). Es war ein „fauler“ Tag. Abends räumten wir noch ein wenig auf, da es morgen nach San Francisco gehen sollte.
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      Und noch einige Bilder für Cineasten. Die ersten drei Bilder zeigen das imposante Weingut von Francis Ford Copola (Offensichtlich kann man im Filmgeschäft immer noch geld verdienen :D ) und dann zwei Fotos von Originalschauplätzen aus Alfred Hitchcocks "Die Vögel".
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      If you're going to San Francisco
      Be sure to wear some flowers in your hair
      If you're going to San Francisco
      You're gonna meet some gentle people there
      Immerhin ist das weltbekannte, von Scott McKenzie vorgetragene Lied aus dem Jahr 1967. Die Zeit vergeht...


      Dreieinhalb Tage für die Großstadt sind sicherlich nicht viel, aber wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Haben die touristischen Höhepunkte abgefahren. Das SF von vor 25 Jahren mit dem heutigen verglichen. Es hat sich einiges verändert.
      San Francisco ist teuer geworden. Verdammt teuer. Für die einfache Fahrt mit der Cable Car werden inzwischen 7 $ aufgerufen. Vor nicht allzu langer Zeit lag der Fahrpreis noch bei der Hälfte. Parken ist fast unerschwinglich - Parkhäuser der reinste Nepp. Am günstigsten ist es noch an den Parkuhren. Und bei Denny's zahlt man fast das Doppelte von dem, das man in anderen Restaurants der Kette bezahlt. Jedenfall im Denny's im Holiday Inn Hotel. Allerdings waren die Portionen auch erheblich größer als üblich. Trotzdem eine tolle Stadt.
      Unser bestes Erlebnis? Ghirardelli!!! Der "neue" Ghirardelli Square ist zwar sehr kommerziell - die ursprünglichen, alten und schon etwas heruntergekommenen Gebäude haben mir besser gefallen - aber die Produkte sind der Hit. Empfehlenswert ist auf jeden Fall die "Decadent Drinking Chocolate". Allerdings sollte man sie nicht, wie der Name es sagt, einfach trinken - man sollte sie zelebrieren. In kleinen Dosen die Geschmacksknospen benetzen, dieses herrliche Konsestenz wie einen guten Wein "kauen" und genießen. Wir waren begeistert und wollten das Rezept für diesen herrlichen Göttertrunk wissen. Der Kellner konnte uns nicht weiter helfen. Ebensowenig der Koch und auch nicht die Verkäuferin. Man verwies uns in das angegliederte Geschäft. Auch hier erst einmal Hilflosigkeit - das Produkt sei derzeit nicht mehr auf dem Markt. Erst die Geschäftsführerin wusste Rat. Sie mixte uns "normale" Ghirardelli Trinkschokolade mit Mini Dark Chokolate Chips und lies uns ihre Kreation testen. Es kam dem Original schon sehr sehr nahe. Wir kauften drei Pakete und versprachen zuhause ausgiebig zu testen.
      Das unangenehmste Erlebnis? Ein Ticket!
      San Francisco ist eingentlich ne ganz tolle Stadt. Man gibt sich tolerant und weltoffen. Aber - heute fanden wir ein Ticket am Auto. 121 $. Für's Parken??? Wir hatten die Parkuhr doch gefüttert. Und nach unserer Rückkehr zeigte diese noch ein restliche Parkzeit von 8 Minuten.
      Nee, wir bekamen die Strafe, weil wir angeblich keine Plates (Kennzeichen) am Wagen hätten. Also gleich noch einmal ausgestiegen und nachgeschaut. Vorne war ein ordentliches Kennzeichen angebracht und hinten auch (Hätte ja jemand geklaut haben können...). Aber es waren natürlich deutsche Kennzeichnen - ordnungsgemäss gesiegelt.
      Also bei den auf dem Ticket angegebenen Telefonnummern angerufen, um die Sache zu klären - Pustekuchen. Bei allen drei Rufnummern meldete sich nur ein Anrufbeantworter.
      Dann zum Customer Service der SFMTA gefahren. Dort einen Polizisten angesprochen, auf die Rechtslage und die Auskünfte des US Konsulats in Frankfurt aufmerksam gemacht. Antwort (sinngemäss): Wir sind hier nicht in Frankfurt, sondern in Kalifornien. Und daher müssten wir eine besondere Genehmigung haben, um in SF mit einem deutschen Auto fahren zu dürfen (Was natürlich Humbug ist!).
      Der erste Sachbearbeiter war ähnlicher Meinung und verwies uns an einen Kollegen.
      Erst dieser machte sich die Mühe, in den entsprechenden Unterlagen nach zu schauen, gab uns nach einigem Hin und Her Recht und löschte das Ticket in Computer.
      Fazit: 1/2 Tag verloren, weil einige Staatsdiener keine Ahnung von ihrem "Geschäft" haben. Im übrigen hatte die Dame, die das Ticket ausstellte, uns beim Füttern der Parkuhr gesehen und hätte uns leicht auf das vermeintliche Problem ansprechen können. Grrrr....
      Das skurrilste Erlebnis? Die Peking Ente in China Town!!! Zum Abschluß wollten wir so richtig lecker Essen gehen. Wo kann man sollte eine Pekingente besser sein als in Peking - oder in er China Town von San Francisco? Wir fanden auch schnell ein Lokal in einer etwas ruhigeren Nebenstraße, in dem vornehmlich Chinesen verkehrten. Begrüßt wurden wir mit einer Kanne frischen Jasmin Tees, der uns verzüglich mundete. Auch die Ente sah prächtig aus, wurde bei uns am Tisch aufgeschnitten und in die üblichen dünnen Pfannkuchen "verpackt". Alles sehr ansprechend und schmackhaft. So sollte es sein. Eigentlich. Denn als wir nach dem unserem Genuß sahen, wie eine Kakerlake übers Tischtuch krabbelte, verliessen wir eher fluchtartig das Lokal.
      ABER SAN FRANCISCO IST EINE REISE WERT. Alleine die Museen. Wir waren im Martimen Museum, im Cable Car Museum und im sehr eindrucksvollen De Young Memorial Museum. Oder die Menschen in den einzelnen Stadtteilen, z.B. im schrillen Haight Ashbury. Der alles umfassende Ausblick von den Twin Peaks (wenn der übliche Nebel es zu lässt). Oder der beschauliche Golden Gate Park. SAN FRANCISCO? Gerne wieder! Immer!!!

      Und nun zu den Bildern....
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      Möchte noch jemand weitere Fotos sehen? Vieleicht die Golden Gate Bridge? Gerne :)
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      Einige hab ich noch.
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      Aus einer tollen Stadt auch ein paar Bilder mehr. Und zum krönenden Abschluss unser Ticket! <X
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      WOW die Golden Gate Bridge ist ja der Oberhammer!
      Die stell ich mir gerade ganz groß an der Wand in meinem Schlafzimmer vor (also ein Foto) :ok
      Genau das Richtige Motiv zum Träumen 8o
      Vielen lieben Dank!
      Fröhliche Grüße Feelomi.

      :0-0:

      So viele Verrückte hier ... Komm Einhorn, wir gehen ... :thumbup:
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      Noch was gefunden:
      FAZIT NACH EINEM DRITTEL DER REISE


      Nach 15.000 km in den USA ist es an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Unser Konzept (Zugwagen und Wohnwagen) hat sich bestens bewährt.


      Unser Touareg hat bisher einen Ölwechsel (In VW Werkstatt) gebraucht und schlägt sich tapfer mit den 2 Tonnen-Anhang. Am Wohnwagen haben wir eine Radkappe in den Straßen von New York verloren und die Duscharmatur hat nach zwei Wochen den Geist aufgegeben. Erstere mussten wir abschreiben, eine Ersatzarmatur wurde uns vom Hersteller an einen Campground in Washington geschickt und noch am Ankunftstag von mir eingebaut. Läuft! Allerdings hatten wir bisher immer Duschen - wenn auch nicht immer unbedingt ansprechend - auf den Campingplätzen.


      Die Spritversorgung klappt wunderbar. Zwar hat nicht jede US-Tankstelle Diesel vorrätig, aber wir haben einen gefüllten 3 Gallonen Reservekanister an Bord (den wir bisher noch nicht gebraucht haben) und fühlen uns damit auf der sicheren Seite. Die Dieselpreise sind etwa auf dem Niveau von Normal-Benzin.


      Auch Gas (LPG / Propane) ist kein Problem. Bei den meisten U-Haul Stationen konnten wir unsere beiden fest eingebauten Flaschen auffüllen lassen. Natürlich war ein Adapter erforderlich, den wir uns aber schon vorab in Deutschland besorgt hatten.

      Die Elektrik funktioniert auch einwandfrei. Ich hatte für das normale deutsche Anschlusskabel, schon in Deutschland jeweils einen 20A und einen 30A-Adapter besorgt. Im Wohnwagen habe ich einen umschaltbaren 2.000 Watt 110/220-Spannungswandler. Das funktioniert bisher einwandfrei. Im Notfall kann ich wieder auf 220V umschalten und mein Stromaggregat anwerfen.

      Ein Drittel unserer Reise ist jetzt vorbei und wir genießen die Zeit. Wir sind jetzt in Monterey und morgen geht es weiter in Richtung Los Angeles. Das bisher einzige Problem hatten wir in San Francisco mit dem Ticket. Ansonsten wurden wir überall freundlich empfangen. Man interessiert sich für unsere Reise. Auf dem Campground, an der Tankstelle und sogar im Supermarkt.

      Schon jetzt hat sich die Reise gelohnt. Viele neue Eindrücke und Erfahrungen. Das Wetter spielt nicht immer mit, doch wir versuchen das Beste daraus zu machen, Und mit der richtigen Einstellung klappt das auch. Wir genießen die Fahrt und unser Leben. Was will man mehr...
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      MONTEREY - STRASSE DER ÖLSARDIENEN


      Schon der Weg nach Monterey, immer an der Pazifikküste entlang, war großartig. Immer wieder herrliche Strände, neue Eindrücke und aus den Lautsprechern klang die Musik der Beach Boys. Was für ein Feeling...

      Irgenwann kamen wir an einer kleinen, eher unscheinbaren Erdbeerfarm vorbei und entschlossen uns spontan anzuhalten. Wir haben es nicht bereut. Im alten, aber liebevoll dekorierten Verkaufsraum gab frisch gebrühten Kaffee, frische Erdbeeren und verschiedene, so richtig leckere Marmelade (von der Oma ;) ). Letztere waren zum Geschmackstest angeboten und speziell die Erdbeermarmelade überzeugte uns derart, dass wir einen größeren Vorrat einkauften. Auch frische Erdbeeren nahmen wir mit. Während wir unseren Kaffee schlürften, sahen wir uns um. Es gab viele Informationen über die Geschichte der Erdbeerfarm und den ökologischen Anbau. Für die Kinder lagen Spiele, aber auch Bücher bereit. Erwähnenswert das Vertrauen der Farmer - der Kunde sollte die Kaufsumme in eine Kasse legen und sich das Wechselgeld herausnehmen. Vertrauen gegen Vertrauen.

      In Monterey angekommen steuerten wir erst einmal unseren Campground an. Der rührige Host gab uns viele Tipps und empfahl uns das Monterey Fish House zur Einkehr. Der Tipp war Gold wert - eine bessere Bouillabaisse habe ich außerhalb Frankreichs noch nicht gegessen. Für den Nachmittag hatten wir einen Besuch der Laguna Seca Rennstrecke im Hinterland geplant. In der nächsten Woche sollte hier ein WM Lauf für Motorräder über die Bühne gehen und die Vorbereitungen liefen auf vollen Touren. Trotzdem konnten wir uns frei und ungezwungen im Fahrerlager bewegen. Was für ein Unterschied zu deutschen Rennstrecken....

      Carmel, Pebble Beach und der 17 Mile Drive war unser nächstes Ziel. Während uns die Mautstraße entlang von Villen und Golfplätzen nicht so gut gefallen hat, waren wir vom Highway 1, von der Rocky Creek und der Bixby Creek Bridge hellauf begeistert.
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      Groß, größer, Los Angeles

      Los Angeles ist riesig, aber auch eine Stadt der Gegensätze. Reich und arm leben hier auf engstem Raum zusammen. Weder in New York, noch in San Francisco haben wir so viele Obdachlose gesehen. Direkt daneben der glitzernde Kommerz auf dem Rodeo Drive.

      Es fährt sehr viel Schrott auf den Straßen von L.A. herum, aber wir sahen auch liebevoll präparierte Oldtimer, wie Porsche 356 oder Mercedes SL Cabrioletts. Herrlich. Und die Straßen selbst? Acht- und mehr spurige Autobahnen, dafür aber teilweise mit Schlaglöchern und Spurrillen, die einem den Spaß am Autofahren vermiesen.



      Wegen dem Unabhängigkeitstag hatten wir Pazifikküste keinen (bezahlbaren) Stellplatz gefunden. Also beschlossen wir einen Campground im Hinterland von L.A. zu suchen. Am Lake Piru (Noch nie vorher gehört!!!) wurden wir fündig und buchten für drei Tage. Zwar dauerte die Anreise in die Stadt je nach Verkehrslage bis zu 1 Stunde, aber wir waren zufrieden.

      Die Anfahrt jedoch erwies sich als abenteuerlich. Gleich am ersten Tag verlor vor uns ein Anhänger ein komplettes Rad, das quer über die fünf Spuren des Interstate kullerte - knapp 8 Meter vor unserem Kühler. Dem gewaltigen Schreck und gleichzeitigem Abbremsen, folgte ein Dankgebet, weil hier nur 60 Mph erlaubt waren. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir nur ein wenig schneller unterwegs gewesen wären. Am folgenden Tag war es dann eine Stoßstange, die von einem PKW, der an einem Abschlepper hing, abfiel - glücklicherweise nicht auf unserer Fahrspur.

      Wir schauten die üblichen Sehenswürdigkeiten in Hollywood (Auch Donald Trump hat dort einen Stern!), bestaunten die Walt Disney Concert Hall (WDCH) und genossen den grandiosen und obendrein kostenlosen Ausblick vom Observation Deck der L.A. City Hall. Wir fanden ein geniales Diner mit einem sehr günstigen Preis-Leistungsverhältnis und kostenlosen(!) Parkplätzen: Das NoHo Diner in North Hollywood können wir nicht nur wegen dem leckeren Essen, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre (unzählige Fotos der Hollywoodstars) nur empfehlen.

      Ein weiterer Tipp für Hollywoodbesucher: Im riesigen Parkhaus der Hollywood & Highland Mall (Direkt am Hollywood Blv) kann man für nur 2$ supergünstig parken. Einzige Voraussetzung: man muss in einem Geschäft der Mall etwas kaufen und den Einkauf im L.A. Visitor Center (1. Stock) nachweisen. Die Damen und Herren dort sehen es aber nicht so eng - wir haben mit einem einzigen Einkauf dort zwei Tage parken können.


      Am 4. Juli war dann unser Beach-Tag. Schon an der Santa Monica Pier war die Hölle los. Nur mit Glück bekamen wir noch einen bezahlbaren Platz an einer Parkuhr. Die Parkplätze bzw. Parkhäuser verlangten dagegen horrende Gebühren - dem Feiertag angepasst. Auf dem Weg nach Venice Beach kamen wir an einem Fisch Restaurant vorbei und "mussten" einfach einkehren. Wieder wurden wir nicht enttäuscht. Service und Qualität waren Spitze - die Preise noch aktzeptabel. Und es war lecker....

      Venice Beach hat uns überrascht. Bunt, schrill und laut. Und ein riesiges Polizeiaufgebot. Sogar zu Pferd waren die Polizisten unterwegs. Vom T-Shirt über "Kunst" und Musik wurde hier fast alles angeboten. Und wir stellten uns immer wieder die Frage, ob Anbieter oder Kunden skurieler waren.


      Der weitere Weg führte uns zur Marina del Rey. Auch hier herrschte Trubelstimmung, denn für den Abend war ein großes Feuerwerk geplant. Alles suchte nach Parkplätzen. Die Supermärkte hatten Security-Kräfte aufgeboten, die dafür sorgen sollten, dass nur Kunden deren Parkplätze benutzten und das auch nur für maximal 2 Stunden. Chaos pur.


      Uns zog es weiter nach Long Beach. Hier sollte ein großes Feuerwerk an der Queen Mary stattfinden. Und wieder das gleiche Problem: keine Parkplätze oder wenn doch nur zu astronomischen Preisen. Nein, Danke! Wir zogen es vor, zurück zum Campground zu fahren, entfachten dort unser Lagerfeuer, grillten Marchmellows und prosteten mit Sangria auf den Independenceday an.
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