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Angepinnt Camping in der DDR... wie war´s denn damals?

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    • Ich als Kind eingewanderter " Ossi" habe mich heute an den Berichten festgebissen und teilweise geschmunzelt. Einen Moskwitsch haben wir auch gefahren. Ich werde diesen Tröd weiterverfolgen, weil er sehr interessant ist. Ich kenne einen eingefleischten "DDR-Camper" - er hat auch schon ein Buch darüber geschrieben - es ist der Touringfahrer aus unserem Forum- er hat eine Menge Erfahrungen. Das Buch heißt; Campen, Campen und andere Geschichten.
      Villeicht meldet er sich auch dazu
      2014 fahren wir an die polnische Ostsee, nach Oesterreich, Schweiz und eventuell Italien---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- :0-0: ----
      Im Hotel sind wir zu Gast, im Wohnwagen zu Hause
    • Touringfahrer schrieb:

      .....steht doch schon Alles........weiter oben, Seite 5.

      ...und den "Rest" haben wir während unseres Urlaubs mit Erinnerungen an ähnliche Erfahrungen in der damaligen Zeit mit viel Vergnügen in Touringfahrers Buch nachgelesen :ok


      e-ka schrieb:

      Einen Moskwitsch haben wir auch gefahren.

      Wir auch - haben damit 1976 unsere erste motorisierte Campertour an die Masurischen Seen (ehemals Ostpreußen) gemacht

      Vielleicht ein Grund, auch unseren Einstieg ins Camperleben vor nunmehr 40 Jahren einschließlich einiger Camper-Anekdötchen in diesem Trööööt mal zum Besten zu geben..... ?(



      @Willipitschen: Hilf uns doch mal auf die Sprünge, um welches Wowa-Original es sich da hinter dem Skoda MB 1000 handelt.... Der "Fälscher" bzw. Nachbauer muss doch goldene Hände gehabt haben. Irgendwie kommt uns das Ding bekannt vor.

      Heitere Campergrüße, P. & H. - die Weltbummler



      :0-0:
      :w Unser kleiner News-Blog :w

      + + + Wir haben keine Zeit, uns zu beeilen + + +





    • Willipitschen schrieb:

      Ich weiß das es ein DDR Fabrikat ist, aber wie es heißt, kann ich dir nicht sagen.
      Ich habe die damals öfters in Ungarn gesehen

      Das muss aber noch nicht heißen, dass dies ein "Original" war ... so mancher Privatproduzent brachte es da mitunter auf ein erstaunliches Produktionsvolumen. Hier in unserer Region hatten wir einen Spezi, der Lastenanhänger auf Bestellung produzierte. Wenn ich mich recht erinnere bekam der im Vier-Wochen-Takt einen Anhänger fertig (bestimmte Materialien bzw. Komponenten mussten vom Käufer aber beigestellt werden). Kann also gut sein, dass du mehrere baugleiche Wohnis aus ein und derselben "Privaten Feierabend-Schmiede" gesehen hast. :D
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^
    • Willipitschen schrieb:

      meine Freunde hatten ein Aller 300, das ist die kleine Schwester

      Aller 300, gebaut in Weferlingen, an der Aller (Landkreis Börde)!
      Das ist ja bei uns gleich "um de Ecke" - Jetzt ist klar, warum uns der kleine Wohni so bekannt vorkam.......

      Danke Willipitschen! :ok

      Happy Caravaning, :w :w H. & P. - die Weltbummler

      :0-0:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltbummler ()

    • Danke Willi :thumbup: ... wieder was gelernt :D ... in meinen 16 Jahren als "Kind der DDR" sind solche Dinge wohl an mir vorbei gegangen :wacko:

      Das Thema Camping stand in unserer Familie auch nicht so im Vordergrund. Ab und an waren wir (meine Eltern und ich) mal mit dem Zelt unterwegs - meist aber nur kurzzeitig in Verbindung mit Angeln. Mein Vater hatte zwar eine Anmeldung auf einen Bastei-Wohnwagen laufen - Aussicht auf Auslieferung bestand da aber lange Zeit nicht (ich glaube kurz nach der Wende hat er die berühmte Postkarte bekommen, dass er sich seinen Wagen abholen könne). Urlaub zu Zeiten der DDR bedeutete für uns fast immer zwei Wochen Aufenthalt in der betriebseigenen Bungalow-Siedlung im Raum Fürstenberg an einem See. Für mich als heranwachsender ;) war das immer ein Urlaub (bzw. Ferien), wie ich ihn mir damals besser nicht hätte vorstellen können.
      So richtig mit Camping habe ich eigentlich erst Anfang der 90er als Student begonnen.
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^
    • Eigenbauten von Wohnwagen waren in der ehemaligen DDR sehr selten. Es waren einfach keine notwendigen Zubehörteile zu beschaffen. Dazu gehörten u.a. Fenster, Türen und viele Kleinteile. Ausserdem musste ein Fahrgestell her. Serienmässig gebaute Lastenanhänger, von denen das Fahrgestell verwendet werden konnte, gab es auch nur nach langer Wartezeit. Auch hier waren Eigenanfertigungen mangels Material eher die Ausnahme.
      Weltmeister im Eigenbau von Wohnwagen, teils in recht eigenwilligen und abenteuerlichen Konstruktionen, waren aber die Tschechen. Noch heute sieht man dort vereinzelt solche fahrbaren Kisten auf Campingplätzen stehen.
      Wegen des immer stärker steigenden Bedarfes an Wohnwagen, wegen vieler fehlender Gebrauchsgüter, wurde damals in der DDR die "Massenbedarfgüterproduktion" zu einem Schwerpunkt für alle Industriebetriebe erklärt. Das lief auch noch nach dem Motto "Koste es was es will", zeigte teilweise seltsame Ergebnisse und Erzeugnisse: So wurden z.B. im Braunkohlen- und Energiekonbinat "Schwarze Pumpe" auch Wohnwagen hergestellt.
      Die waren sogar sehr begehrt, musste man doch auch auf einen Wohnwagen von der Bestellung bis zur Lieferung viele Jahre warten.
      Heute kaum noch vorstellbar, aber so war das einmal.

      Eberhard
    • Hallo Weltenbummler
      Zu Deiner Frage zwechs Wohnwagentyp Es handelt sich um einen Weferlinger Lc 9 200. Diesen Typ gab es auch noch als LC 9 285.Diese Wohnwagen waren speziell für den Trabant konziepiert. gesamtgew. 300kg.
      Das Zugfahrzeug ist kein Skoda MB 1000 sondern ein :w Skoda S 100/1.
      2009 - war genial
      2010 - war super
      2011 - war wie immer super
      2012 - ist Geschichte
      2013 - mal sehen was kommt
      :w :w :w :w
    • ekobra schrieb:

      Eigenbauten von Wohnwagen waren in der ehemaligen DDR sehr selten. Es waren einfach keine notwendigen Zubehörteile zu beschaffen. Dazu gehörten u.a. Fenster, Türen und viele Kleinteile. Ausserdem musste ein Fahrgestell her. Serienmässig gebaute Lastenanhänger, von denen das Fahrgestell verwendet werden konnte, gab es auch nur nach langer Wartezeit. Auch hier waren Eigenanfertigungen mangels Material eher die Ausnahme

      Hallo Eberhard,
      was die "Wohnwageneigenbauten" betrifft kannst du Recht haben - ich kenne nur einen Camper persönlich, der ein solches Eigenfabrikat zustande gebracht hat. Bei den Lastenanhängern muss ich dir aber widersprechen. Zumindest in unserer Region hier war der Anteil an Eigenfabrikaten (die sich aber allesamt auch sehr ähnlich waren) schon spürbar. Komponenten waren zwar auch hier sehr schwer zu bekommen, aber irgendwie war über diverse recht abenteuerliche Ringtauschgeschäfte vieles möglich.
      Mein Senior hatte wie gesagt jemanden ausfindig gemacht, der solche Anhänger wirklich in Kleinserienfertigung in der Garage produzierte. Leider habe ich keine Fotos (der Anhänger existiert aber heute noch als Werbeträger). Konzipiert war dieser Anhänger auf Basis der hinteren Radaufhängung des Trabant 601. Diese Komponenten waren noch verhältnismäßig leicht zu beschaffen. Blech für den Kastenaufbau war auch nicht die große Hürde - dann gingen die ersten Beschaffungsprobleme aber los. Ich weiß nicht wieviel "Kumpeltod" (oder Schachtschnaps) der Senior als Bestechungsmaterial auf den Markt werfen musste, um die Kupplung zu ergattern. Auch war die Deichsel (ein Stück nahtloses Rohr mit Materialzeugnis) ein Problem. Ich erinnere mich, dass unbedingt ein Holzboden in den Anhänger sollte. Der örtliche Möbeltischler wurde angesprochen ... "kein Problem!" ... sagte dieser ... machte seine Mitwirkung aber auch vom Erhalt eines solchen Anhängers abhängig .... Und so kam eins ins andere ... aus den zwei bis drei geplanten Anhängern wurde dann ganz schnell die doppelte Menge, weil jeder "Zulieferer" auch einen abhaben wollte. Die Abholung der neuen Errungenschaft verzögerte sich letzten Endes noch um einige Tage, weil gerade mal keine Radmuttern aufzutreiben waren. Ein Bekannter bot schließlich an, seinen Trabbi vorübergehend aufzubocken und die nötigen Radmuttern für die Überführung des Anhängers leihweise zu Verfügung zu stellen.
      Ich schreibe das hier einfach so locker rein, obwohl ich damals selbst noch nicht aktiv in diese Projekte involviert war. Vieles habe ich nebenbei mitbekommen, weil ich passiv dabei war oder der Vater abends voller Stolz erzählte, welcher "Husarenritt" ihm gerade mal wieder gelungen war. Noch heute ist sowas in so mancher gemütlichen Runde ein immer wieder gern diskutiertes Thema.
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^
    • . Bei den Lastenanhängern muss ich dir aber widersprechen. Zumindest in unserer Region hier war der Anteil an Eigenfabrikaten (die sich aber allesamt auch sehr ähnlich waren) schon spürbar
      Das stimmt schon, Lastenanhänger erforderten bedeutend weniger Zubehöteile als ein Wohnwagen. Bei Wohnwagen blieb es bei bedeutend weniger Einzelanfertigungen. Oft wurden Baupläne und Teile aus der damaligen CSSR, heute Tschechien, beschafft.
      Übrigens, so ein kleiner Lastenanhänger aus Eigenherstellung steht auch heute noch in meiner Garage und hat noch lange nicht ausgedient! Der ist dermaßen überdimensioniert (vom Materialeinsatz gesehen), der geht auch nicht in die Knie!

      Eberhard
    • [IMG:http://img58.imageshack.us/img58/4677/tabbert2yg.jpg]

      [IMG:http://img66.imageshack.us/img66/5958/alpenkreuzer8ux.jpg]

      Hier findet ihr viele Eigenbauten, und andere interessante Wohnwagen aus dem Osten

      Einer hatte mal eine kurzen Wohnwagen, als Doppelachser, ich habe ihm gefragt, warum er Doppelachse hat, da meint er, es gab keine 800Kg Achse, da habe ich 2 Stück zu 400 Kg genommen


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Hier findet ihr viele Eigenbauten, und andere interessante Wohnwagen aus dem Osten
      Einfach herrlich!
      Habe mit Vergnügen die Bilder betrachtet, da kamen schon Erinnerungen hoch.
      Bei einigen Fotos handelt es sich sogar um industriell hergestellte Wagen.
      Übrigens, das erste Bild des Anhanges ist ein tschechisches Modell, es wurde vereinzelt in der DDR von Bastlern nachgebaut, war in Tschechien in den 50er-60er Jahren sehr häufig zu sehen.
      Auf den Seiten 14 und 15 ist es nochmals da. Die Dinger hatten einen nach unten ausklappbaren Boden, damit wurde im Mittelbereich die notwendige Stehhöhe gesichert. Die Blechverkleidungen aussen erinnerten eher an Fahrzeuge aus dem militärischen Bereich, deshalb in Tschechien mit den Spitznamen "Raketa" belastet.

      Eberhard
    • 1972 war unser erster Ungarnurlaub, oder sagen, der Treffpunkt zwischen Ost und Westdeutschland, endlich brauchten wir nicht mehr zur DDR.
      Die 2 ersten Worte die ich lernte, war Tilos und Rendörség, wie mein ungarischer Freund sagte, auch die wichtigsten. Tilos heißt verboten
      Rendörsèg ist ungarisch Polizei. Wobei die Aussprache sehr schwer ist.
      Rendörség spricht man wie
      Rändöhrscheeg aus. :D :D :D

      [IMG:http://img304.imageshack.us/img304/8854/ungarn19726ht.jpg]

      In Siofok gabe es einen Zigeunermarkt, das war etwas für unsere Verwandte. Die Ungarn sagten nur DDR Messe daran. Da konnte man Wollsachen Jeans kaufen. Wichtig war immer der Aufkleber auf der Jeans.
      Wenn der stimmte dann war es egal wie die aussah.

      [IMG:http://img319.imageshack.us/img319/9394/ungarn727sq.jpg]

      Natürlich wurde auf den Campingplatz die westliche Politur am Trabbi ausprobiert, aber so richtig schön glänzend wurde der nicht, muß wohl an der Politur gelegen haben.


      [IMG:http://img504.imageshack.us/img504/8504/polieren6wt.jpg]

      Mit Erstaunen mußten wir feststellen, das die Ungarn, die ja bei uns als arm galten, Dächer auf den Häusern hatten, die bei uns nur Reiche sich erlauben können.Das ist Schilf. Ein Bauer hat mir gesagt, wenn der Plattensee zugefroren ist, schneiden wir das Schilf, das ist billiger als Tonpfannen.

      [IMG:http://img504.imageshack.us/img504/3406/ungarn3vh.jpg]

      Im Kommunismus wurde Ungarn als Treffpunkt zwischen D West und Ost genommen, es blieben damals ja auch nicht viele Alternativen für solche Treffen, und Ungarn war das Land, was durch seinen Gulaschkommunismus sich am besten eignete.
      Doch wir trafen uns nicht nur, sondern Urlaub machen war eben auch nicht schlechter als zum Beispiel in Spanien.

      [IMG:http://img234.imageshack.us/img234/1213/kopievon0065yj.jpg]
      [IMG:http://img150.imageshack.us/img150/8531/kopievon0098jx.jpg]
      [IMG:http://img484.imageshack.us/img484/43/kopievon0525dq.jpg]
      [IMG:http://img391.imageshack.us/img391/6824/kopievon0387ym.jpg]

      Man brauchte in der DDR wirklich kein Auto auf Kredit kaufen, die 15 Jahre Wartezeit reichten, das man sich das Auto zusammen sparen konnte.

      Und wir haben die Ungarn als sehr freundliches Volk kennengelernt, als wir mal abends spazieren gingen, hat meine Frau an einen Garten gesagt, schau mal, was der Mann schöne Blumen hat.
      Der Mann schnitt ein paar ab, kam zu meine Frau und sagte, csokolom, was soviel heißt wie küss die Hand, wird in Ungarn viel verwendet.

      Und das in ein Land, wo man anfangs Angst hatte, man dachte ja, die Ungarn das sind Hunnen.


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen