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Angepinnt Camping in der DDR... wie war´s denn damals?

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    • Also, der auf dem Foto ist aus Dresden ,ein DDR eigenbau mit Fliegkraftbremse mittels rad unter dem Wohnwagen und zum thema keine Eigenbauwohnwagen kann ich nur sagen es sind nur allein im Zulassungsbezirk 120 was für Berlin steht gab es im jahr 1986 mind. 300 Eigenbauten, wir führen ein Register über diese Fahrzeuge und haben festgestellt das bei Eigenbauwohnwagen die Fahrgestellnr. aus dem Bj, dem Zulassungsbezirk und einer fortlaufenden Nr. besteht

      caravanclub.de/treffen11/album/slides/PICT0153.html

      [IMG:http://www.caravanclub.de/bilder/dirk/Bilder/IMGA0995_JPG.jpg]
    • oase610 schrieb:

      Also, der auf dem Foto ist aus Dresden ,ein DDR eigenbau mit Fliegkraftbremse mittels rad unter dem Wohnwagen und zum thema keine Eigenbauwohnwagen kann ich nur sagen es sind nur allein im Zulassungsbezirk 120 was für Berlin steht gab es im jahr 1986 mind. 300 Eigenbauten, wir führen ein Register über diese Fahrzeuge und haben festgestellt das bei Eigenbauwohnwagen die Fahrgestellnr. aus dem Bj, dem Zulassungsbezirk und einer fortlaufenden Nr. besteht

      caravanclub.de/treffen11/album/slides/PICT0153.html

      [IMG:http://www.caravanclub.de/bilder/dirk/Bilder/IMGA0995_JPG.jpg]



      Also, die Fliehkraftbremse hätte uns der Tüv nicht abgenommen. Für die Camper die das nicht kennen, ich habe mal drunter geschaut.
      Der hatte einen Hebel der quer zur Fahrrichtung stand, an den Hebel war ein Gewicht befestigt.
      Bremste jetzt das Fahrzeug, dann bewegt sich der Hebel bedingt durch das Gewicht nach vorn und zog die Bremse an.
      Kam das Fahrzeug zum Stillstand, wurde der Hebel wieder durch Federkraft in die Ausgangsposition gezogen.


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Dieser Wohnwagen wurde, so viel ich weiß, in der damaligen CSSR gebaut. 1976 muß das gewesen sein. Ein Freund aus Tschechien hat noch so ein Wohnwagen. Um einiger maßen stehen zu können wurde der Boden runter gekurbelt
      Genau zwei Beiträge vor Dir (221) hatte ich dazu schon geschrieben. Man sieht sie noch heute in Tschechien, die mit dem Spitznamen "Raketa" unterwegs waren und noch sind.

      Eberhard
    • Moin,

      mit großen Imteresse verfolge ich diese Tröt.

      Wenn ich mir die Bilder von Willippitschen so ansehe, fühle ich doch vom alten Herrn Löwenthal ein klein wenig verkohlt. ;) ;)

      Wenn ich an den Zeitraum 1970-1974 so zurückdenke, erinnere ich mich an die Urlaube (wobei ich nicht genau weiß, welches Jahr was genau war)

      - Mit der Bahn zu Oma und dort die Ferien verbracht.
      - Ferienpass für 40 Mark 6 Wochen in Hmaburg umher gefahren.
      - 1 Jahr 2 Wochen am Timmendorfer Strand (mit der Bahn hingefahren)

      Auto zu diesem Zeitpunkt= Fehlanzeige, Wohnwagen schon garnicht.

      Mit scheint auch die Campingausstatung nicht wesentlich anders als die "westliche" gewesen zu sein, das Vorzelt auf dem "Schmusefoto" scheint mir sogar recht robust zu sein, wenn man das vom Bild her beurteilen kann.
      So richtig "verhungert" sehen die Leute ja auch nicht aus. ;) ;)

      Zumindest zu diesem Zeitpunkt scheint mir ja das Ost-West Gefälle stark von unseren Medien übertrieben worden zu sein :)

      Mehr solcher Berichte. :ok :ok
      Gruß
      Emil

      "Am Bahnhof waren drei Mäntel und in den drei Mänteln standen drei Männer und in den drei Männern waren drei Kugeln..."
    • Emile schrieb:

      das Vorzelt auf dem "Schmusefoto" scheint mir sogar recht robust zu sein, wenn man das vom Bild her beurteilen kann


      @Emil:
      Ich habe die DDR zwar bewusst erst erlebt, als es (rückblickend betrachtet) schon bergab ging, .... wenn man so manches Konsumgut haben wollte, musste man(cheiner) ziemlich lange danach rennen, aaaaber ... Qualität war das dann meist schon - auch wenn's nicht immer der "letzte Schrei" - sprich der aktuelle Stand an Design und Technik war ... robust war's jedenfalls (meistens).
      Das Zelt meiner Eltern zum Beispiel war aus richtig schweren festen Stoff. Die Nähte saßen 1a. Ich habe das Teil noch bis Mitte der 90er genutzt (danach war's mir damit auf dem CP zu peinlich :wacko: ) ... heute liegt's noch gut auf dem Dachboden verstaut. Nur wiegt es mit ca. 2,5 x 2,5 m Grundfläche wohl mehr als unser heutiges Vorzelt :_whistling: .... einmal mussten wir bei strömenden Regen abbauen - da war der Zeltstoff dann gleich doppelt so schwer.
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^
    • ....das Vorzelt auf dem "Schmusefoto" scheint mir sogar recht robust zu sein....
      An den Zelten aus den 60er bis 80er Jahren wird man zwischen Ost und West kaum Qualitätsunterschiede feststellen können. In der DDR gab es eine recht gross ausgeprägte Zeltkonfektion. Vorrangig Steilwandzelte, Wanderzelte und Vorzelte, meist aus Baumwollgewebe mit etwa 280 g/m², wurden vorrangig für den Export in den "Westen" hergestellt. Hauptabnehmer war die BRD, da mussten auch Qualitätskriterien eingehalten werden, die für die Bürger der DDR durchaus nicht galten!
      Da gab es auch schon mal Zulieferungen an Konfektionäre der BRD, die solche Zelte dann unter ihrem Namen weiterverkauft haben!
      Es wäre schon denkbar, dass ein Zelt von Quelle nicht unbedingt von Mehler war.

      Eberhard
    • Klar, möglich war alles, meine Schwiegermutter war hier in Aachen, hat sich in der Kaufhalle eine Kaffeemühle gekauft, Angebot 10 DM, zeigt sie drüben meinen Schwager, meint der dafür fährst du in den Westen, die ist von uns, nur das sie hier 43 m kostet.

      :) :) :)


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Willipitschen schrieb:

      Klar, möglich war alles, meine Schwiegermutter war hier in Aachen, hat sich in der Kaufhalle eine Kaffeemühle gekauft, Angebot 10 DM, zeigt sie drüben meinen Schwager, meint der dafür fährst du in den Westen, die ist von uns, nur das sie hier 43 m kostet.


      Ja da gabs auch den Klappfix in der DDR Camptourist CT5 CT6, im Westen wurde das Teil unter der Bezeichnung Alpenkreuzer verkauft. Habe damals gleich neben der Fabrik gewohnt, da haste gesehen wieviel für den Osten und wieviel für den Westen gebaut wurden.
      Des Campers größter Fluch ist Regen und Besuch,
      Regen geht ja noch....


      Viele Grüße aus dem Erzgebirge

      Sylvio & Heike
    • Bild vergessen

      Richtig, für den hatte ich mich mal auf der Messe interessiert, der hatte eine Blattfeder, die quer unter den Wagen verlief.
      Bin aber dann doch vom Zelt auf den Wohnwagen umgestiegen.
      Über die Qualität braucht man nicht streiten, waren zwar etwas deftiger, aber auch sehr haltbar.

      [IMG:http://up.picr.de/8845368vml.jpg]


      Das war mein erster Wohnwagen, hier beim Abschied in Mosonmagyarovar, links war die Nebenstrasse nach Wien, geradeaus ging es auf der Hauptstrasse nach Bratislava, heute sind die Strassen umgekehrt.

      hi hi hi

      Wer könnte heute noch ein Wohnwagen mit einen Kadettchen ziehen?

      :) :) :)


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Ja da gabs auch den Klappfix in der DDR Camptourist CT5 CT6, im Westen wurde das Teil unter der Bezeichnung Alpenkreuzer verkauft.
      Ein CT 5 stand auch bei mir am Anfang des Familiencampings. Eigentlich war das eine Notlösung: Ferienplätze wurden damals von der Gewerkschaft verteilt, mit damals zwei schulpflichtigen Kindern in der Zeit der Schulferien einen der begehrten und billigen Ferienplätze zu bekommen war wie ein Fünfer im Lotto! Also begannen wir mir dem "fahrbaren Zelt" , haben das viele Jahre genutzt und sind dann auf Wohnwagen umgestiegen.
      Aber auch die Camptourist waren nicht ohne Wartezeit zu bekommen, Schwerpunkt war der Export in das NSW (Abkürzung für "Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet")!

      Mit dem Hersteller der Faltis, dem damaligen VEB Fahrzeugwerk Olbernhau, hatte ich beruflich viel zu tun. Auch mit einem der beiden Zeltkonfektionäre, einer Produktionsgenossenschaft in Großrückerswalde! Da wurden z.B. unter abenteuerlichen Bedingungen und in kleinen Räumen die Zelte und Vorzelte für den Camptourist genäht.
      Die Nähmaschinen waren nicht die neuesten, man arbeitete viel mit Öl zur Schmierung der Maschinen, beseitigte zeitweilig Ölflecke im Zeltbahnstoff mit Fleckenwasser (entfernte damit auch an diesen Stellen die Imprägnierung) und war dann über massive Reklamationen wegen Wasserdurchlässigkeit erstaunt!
      Kommt mir eben mal so in Erinnerung.
      Der Camptourist selbst ist heute noch oft zu sehen, es gibt sogar noch einen Betrieb, der nach Originalschnitten neue Zelte herstellt.

      Eberhard
    • ekobra schrieb:

      Eigenbauten von Wohnwagen waren in der ehemaligen DDR sehr selten. Es waren einfach keine notwendigen Zubehörteile zu beschaffen. Dazu gehörten u.a. Fenster, Türen und viele Kleinteile. Ausserdem musste ein Fahrgestell her. Serienmässig gebaute Lastenanhänger, von denen das Fahrgestell verwendet werden konnte, gab es auch nur nach langer Wartezeit. Auch hier waren Eigenanfertigungen mangels Material eher die Ausnahme.
      Weltmeister im Eigenbau von Wohnwagen, teils in recht eigenwilligen und abenteuerlichen Konstruktionen, waren aber die Tschechen. Noch heute sieht man dort vereinzelt solche fahrbaren Kisten auf Campingplätzen stehen.
      Wegen des immer stärker steigenden Bedarfes an Wohnwagen, wegen vieler fehlender Gebrauchsgüter, wurde damals in der DDR die "Massenbedarfgüterproduktion" zu einem Schwerpunkt für alle Industriebetriebe erklärt. Das lief auch noch nach dem Motto "Koste es was es will", zeigte teilweise seltsame Ergebnisse und Erzeugnisse: So wurden z.B. im Braunkohlen- und Energiekonbinat "Schwarze Pumpe" auch Wohnwagen hergestellt.
      Die waren sogar sehr begehrt, musste man doch auch auf einen Wohnwagen von der Bestellung bis zur Lieferung viele Jahre warten.
      Heute kaum noch vorstellbar, aber so war das einmal.

      Eberhard

      Hallo Eberhard,

      das stimmt so nicht ganz. Wie im Beitrag 9 zu sehen, habe ich drei Wowa selbst gebaut. Es kam auf jedem CP zum Erfahrungsaustausch mit anderen "Selbstbauern", und das waren viele. Anfang der 70er Jahre gabe es mehr Eigenbauten, als fabrikmäßige Modelle, möchte ich behaupten.

      Die Fahrgestelle waren von einem Schlossermeister, der professionell Lastenanhänger herstellte. Damit gab es bei der Zulassung keine Probleme. Der Aufbau interessierte die zulassende Verkehrspolzei weniger, er war "Ladung". Ein Fahrgestell habe ich in der Betriebswerkstatt selbst hergestellt, mit Hilfe eine Schweißers. Ich hatte einen Fahrzeugbrief beschafft, als Grundlage.

      Jeder verwendete das Material, was er am besten bekommen konnte, bei mir war es Sperrholz. Wegen des Zubehörs gab ebenfalls immer Tipps von Gleichgesinnten. Die Dachluken habe ich z.B. aus Flachpiacryl mit Hilfe von Wärme und Prothesenkleber selbst hergestellt. Eckschienen wurden aus Alublech auf der Abkantbank gefertigt u.s.w. Die Beschaffungwar naturlich schwierig, erforderte Hartnäckigkeit und Einfallsreichtum, aber jeder Erfolg war ein Grund zur Freude und das Ergebnis hat stolz gemacht.

      Einem Rumänen, den ich auf dem CP 2.Mai an der südlichen Grenze vom Rumänien kennen lernte, habe ich meine Zeichnungen geschickt, mit deren Hilfe auch er ein Wowa gebaut hat.

      Gruß Antonius
    • Also, die Fliehkraftbremse hätte uns der Tüv nicht abgenommen. Für die
      Camper die das nicht kennen, ich habe mal drunter geschaut.

      Der hatte einen Hebel der quer zur Fahrrichtung stand, an den Hebel war ein Gewicht befestigt.

      Bremste jetzt das Fahrzeug, dann bewegt sich der Hebel bedingt durch das Gewicht nach vorn und zog die Bremse an.

      Kam das Fahrzeug zum Stillstand, wurde der Hebel wieder durch Federkraft in die Ausgangsposition gezogen.
      Dieses Brems-systhem gab es auch mal in den anfänger der Firma Hyhmer und es gibt heute noch tüv damit.
      Der richtige Name lautet:
      Hydraulische Massen-Trägheitsbremse

      Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Trägheitsbremsen
      und eine Trägheitsbremsenanordnung, die zur Verwendung im Zusammenhang mit
      Reibkupplungen in Schwerlastfahrzeugen geeignet ist.
      patent-de.com/20080207/DE112006000741T5.html

      [IMG:http://www.anhaenger24.de/forum/attachment.php?attachmentid=327&d=1174476593]
    • Ich könnte mir vorstellen, dass eine solche Möglichkeit weiter entwicklt werden sollte.
      Ich denke, das Schiebestück an der "Deichsel" könnte etnfallen und die Rückfahrautomatik.
      Es gab in den 70er Jahren auch einmal ein von einem Berufschullehrer aus Sachsen-Anhalt entworfenes System, bei dem der Hänger über ein mechanisches Verbindungsstück mit dem hydr. System des Zugfahrzeuges verbunden wurde und der Hänger so über die Bremse des Autos mit betätigt wurde.
      Ich hatte die Unterlagen gegen ein kleines Entgeld erworben, das an meine Verhältnisse (Auto und Wowa) angepaßt, gebaut und auch genehmigt bekommen.
      Der Nachteil war, dass das Bremspedal wegen des zusätzlichen Volumens der Anhängerradbremszylinder immmer bis fast auf den Boden durchgetreten wurde, wenn der Hänger angeschlossen war, und das ist ein unangenehmes Gefühl. Aber es hat funktioniert, solange ich diesen Wowa besaß und bei meinem Nachfolger sicher auch.

      Gruß Antonius
    • Hochschieb !!!

      Schade, dass dieser Thread im März vergangenen Jahres der Frühjahrsmüdigkeit zum Opfer gefallen ist. :sleeping: :sleeping:
      Da hat doch bestimmt der eine oder andere, egal ob aus Ost, West, Nord oder Süd noch 'ne interessante Geschichte auf Lager???
      Fragen, bzw. hoffen die Weltbummler
      .......
      :w Unser kleiner News-Blog :w

      + + + Wir haben keine Zeit, uns zu beeilen + + +





      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Weltbummler ()

    • Hallo Fans des historischen "Campinggutes" :w ,

      "Go Trabbi Go! " war zu Beginn der 90er für viele wohl sowas wie ein Kultfilm. :thumbsup: Das Dachzelt, welches der "Schorsch" oben drauf hat, habe ich weder zuvor noch danach niemals leibhaftig zu Gesicht bekommen.
      Zum Glück ist es aber so, dass es noch "Freunde des alten Campingutes" gibt, die solche Schätzchen der Nachwelt liebevoll erhalten.

      So kam ich dann gestern im Rahmen des Thüringentages in Sondershausen doch noch in den Genuss :rolleyes:

      IMG_5532_B01_verkleinert.JPG IMG_5534_B01_verkleinert.JPG
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^