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Angepinnt Camping in der DDR... wie war´s denn damals?

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    • Jedem DDR-Bürger war es Anfang der 80er möglich sich solch einen Volvo zu gönnen.
      Ich weiß nicht, wo Du diese Weisheit her hast.
      Wenn das "Jedem" durch das Wort "Einigen" ausgetauscht wird, klingt das schon sachlicher.
      Als ehemaliger Angestellter in einer leitenden Position im technischen Bereich, verheiratet, drei Kinder, hatte ich überhaupt keine Chance mir einen solchen Wagen kaufen zu können.
      So wie mir ging es doch vielen DDR-Bürgern, auch Beziehungen haben da nicht geholfen. Wenn man die Einkommensverhältnisse kannte, konnte man auch nur ahnen, wer etwas Geld auf der Kante hatte.
      Dazu kamen noch die heute unvorstellbaren Wartezeiten zwischen einer PKW-Bestellung und der Lieferung!
      Das nur als kleine Korrektur.


      Eberhard
    • Dazu kamen noch die heute unvorstellbaren Wartezeiten zwischen einer PKW-Bestellung und der Lieferung!

      Die Wartezeiten waren damals auch schon unvorstellbar :_whistling: :prost:
      Viele Grüße

      Tom



      Ich hab immer ein leeres Bier im Kühlschrank, falls mal einer keins will. Und heiß Wasser eingefroren, geht dann schneller wenn jemand Tee will. :ok
    • ekobra schrieb:

      Ich weiß nicht, wo Du diese Weisheit her hast.

      Tante Google, diverse Quellen gefunden.....

      Der Volvo 244 DSL fuhr ab 1977 auf den Straßen der DDR und konnte von Privatpersonen für 42 000,- DDR Mark gekauft werden


      Voraussetzung für den Erwerb eines Volvos war der Besitz einer mindestens ein Jahr alten Anmeldung für irgendeine im Ostblock hergestellte Automarke. Mit diesem wertvollen Dokument durfte man sich im Autohaus „Unter den Linden“ in Berlin für den Kauf des Volvos anmelden. Die Dauer dieses einmaligen Angebotes der DDR betrug lediglich einen Monat ! Nur ungefähr einen Monat später und rund 42600,- Ostmark ärmer war man dann stolzer Besitzer eines nagelneuen Volvos 244 DLS. Allerdings war diese Möglichkeit ausschließlich den Ostberlinern vorbehalten. Und auch nur jenen, den über verschiedenste Wege dieses Angebot zu Ohren gekommen war und die rechtzeitig Ihr Kaufinteresse im Autohaus angemeldet hatten. In den Medien war davon nichts zu lesen, zu hören oder zu sehen. Alle anderen Ostberliner und der Rest der Republik vertrauten weiter auf Trabant, Wartburg, Skoda & Co.
      P.S. Zitate kürzen gilt nicht X(
      --> we have to go back to the moon, sputnik is waiting.
    • ich versuche mich kurz zu fassen:

      Also die DDR führte im Sommer 77 eine sonder Baureihe von 1000 Volvos ein, um die sogenannte Biermanntruppe mundtot zu machen und für Ärzte ,Professoren, der angenehme Nebeneffekt sollte sein ,daß das Strassenbild für die welt bunter wird,so waren diese Fahrzeuge bis auf 100 Stück bereits verplant, diese 100 stück wurden von der Stasie für die öffentlichkeit zu gänglich gemacht,um sogenannte autoschieber dingfest zu machen.
      Es gab eine offizielle Annonce in der Zeitung, das man sich Unter den Linden anmelden in Berlin könne, dort erfuhr man die Bedingungen:
      eine aktuell Anmeldung auf ein Kfz ab Wartbug aufwärts egal wie alt musste Mann besitzen und 42.600,00 M musste Mann haben
      ca 4 wochen später bekam mein vater die Information seinen Lada abzuholen für den er ja eine erst 1 jahr alte Anmeldung hatte , so floss sein Traum dahin,was er nicht ahnte, weitere 2 wochen später wurde er aufgefordert den Volvo ab zuholen, also wurde das Geld zusammen geliehen um den Volvo bezahlen zu können,denn den Lada durfte er ja nicht gleich verkaufen,das wäre Autohandel gewesen, obwohl genug bewerber da waren,ihm war klar er konnte den Lada nur verkaufen jemanden den er gut kennt, denn der Lada musste auf meinen vater angemeldet bleiben
      egal wie vorsichtig er war,es gibt eine Ermitlungsakte Volvo die von der Stasi von 1977-1984 geführt wurde,nur beweisen konnten sie nichts
      Hier ein Fotoauszug ,ich will davon nicht alles online stellen:
      [IMG:http://a5.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/298063_224289227634267_100001595756427_643071_1903888239_n.jpg]
    • "Als ehemaliger Angestellter in einer leitenden Position im technischen
      Bereich, verheiratet, drei Kinder, hatte ich überhaupt keine Chance mir
      einen solchen Wagen kaufen zu können."

      So wie mir ging es doch vielen DDR-Bürgern, auch Beziehungen haben da
      nicht geholfen. Wenn man die Einkommensverhältnisse kannte, konnte man
      auch nur ahnen, wer etwas Geld auf der Kante hatte.

      Das sind leider die so häufig in der DDR gebildeten Vorurteile, es gab sogar eine Zeit, da wurden die ihre 5000 citreön nicht los, weil die angeschriebenen sich nicht trauten so eine dicke west schüssel vor ihre tür zustellen ,damit der Nachbar nichts falsches denkt, die Golfs wurden sogar nur über die empfehlung der Betribsleiter verkauft und kosteten nur 4000,00M weniger als die Volvos.
      Die Frage war wer traute sich sein erspartes so Protzig anzulegen, da gab es einen Wäschefahrer von Rewatex,einen Maurer von der KWV,einen Werkstattcheff von Trabant,einen Bleiglaser von der PGH Friedrichshagen
      usw....

      Aber die verfluchten Vorurteile machten einen zum Aussenseiter und als dann noch der wohnwagen fertig war war das Unverständniss perfekt und das ist bis Heute so

      Ps. mein Vater war Gasgeräte-Monteur und arbeitete nach Feierabend in einer Feierabendbrigade der AWG und in seiner Freizeit machte er Entwicklungsarbeit und Neurervorschläge im Wohnwagen bereich für die Fa Gamat,Puch und dem Fahrzeugbau Oberlausitz

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von oase610 ()

    • Ja, mit Neid und Missgunst konnten die Deutschen noch nie umgehen - auch nicht in der Zeit in der sie getrennt waren ;)
      Viele Grüße

      Tom



      Ich hab immer ein leeres Bier im Kühlschrank, falls mal einer keins will. Und heiß Wasser eingefroren, geht dann schneller wenn jemand Tee will. :ok
    • oase, dann habe ich das richtig verstanden, dein Vater hatte das Problem dass er einen Lada und einen Volvo besass weil er zwei Anmeldungen laufen hatte. Der Lada durfte er nicht verkaufen weil es sonst illegaler Autohandel war? Wie lange ging dann die Sperrfrist? Und die Stasiakte war aus welchem Grund angelegt? Weil dein Vater einen Volvo kaufen durfte?
      Wie äusserte sich denn der Neid auf den Westwagen? Wurde da man gemieden weil der Verdacht aufkam man sei ein Parteibonze?

      Entschuldige meine Neugierde, aber als Schweizer blicke ich da nicht ganz durch, denn ich habe diese Zeit und dieses Land nie erlebt.
      Verstehe mich nicht falsch, ich bin dir dein Gespann nicht neidisch. Ich versuche diese Sache einfach zu verstehen.
    • Also nochmal wir hatten einen weissen Lada 6Jahre alt, zur anmeldung für einen Volvo musste mann eine mindestens 1 Jahr alte KFZ Anmeldung besitzen, ab Wartburg aufwärts(Zastawa,Fiat,Skoda....) die musst bei der Anmeldung für den Volvo vorgelegt werden, dazu sollte ich sagen das ein Lada üblicher weise nich unter 18 jahre Wartezeit bekam, nun hatte mann ihm den Lada 4 wochen später schon ausgeliefert somit war ja sein Geld weg ,was ja auch gewollt war,dann wurde ihm 2 Wochen später der Volvo zur auslieferung angeboten somit war klar so viel geld hatte keiner mit normaler arbeit verdienen können, also wurde gegen meinen vater wegen spekulation ermittelt,das war so gewollt um beweise zu sichern da unsere Lebensweise eh immer über dem durchschnitt lag hatten sie uns sowieso unter beobachtung aber der Volvo sollte das Lockmittel sein darum ach Ermittlingsakte Volvo
      I

      Denn mann musste zu DDR zeiten ein Auto mindestens 1 jahr auf seinen Namen angemeldet haben, da mann sonst in den verdacht der Spekulation geriet(Autohandel)
      Gesammte Stasie Akte geht von 1960-1988, in dieser befindet sich die Akte volvo von 1977-1984

      Ich kenne einige denen es so erging, aber auch einen Selbstständigen KFZ Meister der überhaupt keine probleme deswegen hatte,dem sein Volvo einfach nur so ausgeliefert wurde



      So ich hoffe,jetzt haben es alle verstanden,wenn nicht sollten wir dafür einen neuen tröt aufmachen, denn der hier war soooo schön

      [IMG:http://a2.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc7/299577_224364280960095_100001595756427_643350_1379081993_n.jpg]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von oase610 ()

    • Sers,

      so jetzt hab ich diesen Trööt auch mal durch. Einfach Klasse :thumbsup:

      Ich der gerade mal 16 Jahre bei der Wende war hab von alle dem nicht wirklich viel mit bekommen und kann mich nur bedanken das ihr euer erlebtes hier wiedergebt. Für mich wirklich sehr interessat.

      :thumbsup: DANKE für diesen tollen Trööt :thumbsup:
    • Wirklich interessante Berichte hier.

      Aber ihr wart doch nicht nur am Balaton. Welche Ziel gab es noch ... und fahrt ihr heute noch dort hin?
      Die Eigenbauten von Alexander (oase610) sind schon beeindruckend. Die Gespanne sehen heute besser aus, als vor 30 Jahren ;)
      Bis auf meine Fehler...
      ... bin ich Perfekt
      Rolf der Neanderthaler
    • Bedingt dadurch, das sich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Freundschaften gebildet haben, sind wir immer nach Zamardi auto´s 1 am Balaton gefahren. In der DDR gab es eben viele Verhältnisse, die wir nicht verstanden aber auch anderum, die die DDRler eben nicht verstanden.

      Eines Abends saßen wir in schöner Runde zusammen und da sagte Wolfgang, ihr habt zwar einen besseren Lebensstandard wie wir, aber dafür sind wir besser angesichert, wir haben alle eine Krankenversicherung, was ihr nicht habt.

      Doch sage ich wir sind auch fast alle in der Krankenversicherung, einige Besserverdienende sind Privat Versichert, und die Beamte auch.

      Ne sagt er, das kannst du mir nicht weißmachen, ich schaue auch Westfernsehen, wenn ihr alle versichert seid, wieso machen die Krankenversicherungen dann Werbung?

      Auch ich habe eben nicht alles verstanden, oder besser gesagt, nicht geglaubt.
      Mein Freund hatte nebenbei eine kleine Gärtnerei. Er sagt er bekommt 6 M für die Erdbeeren, die dann im Geschäft für 2 M verkauft werden.
      War für mich unglaubbar, habe es aber später von Leute die da Einsicht hatten bestätig bekommen.

      Das wurde gemacht, das man den Leuten etwas anbieten konnte.
      Intercamp und Bastei Wohnwagen wurden bei Berger als oase verkauft.
      Mein Freund und ich, wir haben uns auf dem Caravansalon (damals noch Essen) miteinnader unterhalten, wenn Käufer im Wohnwagen saßen.
      Und haben dann die Wohnwagen mieß gemacht.
      So waren wir auch in einen Oase, der aber in der DDR Intercamp hieß
      Auch dort waren Käufer.
      Ich habe dann gefragt, wielange Lieferzeit haben Sie
      Drei Monate.
      Was , das kann doch nicht sein.
      Was meinen Sie denn?
      Mein Schwager hat gefragt, dem hat man gesagt 17 Jahre.
      Wo hat der denn gefragt.
      Ich weiß nicht genau wo, aber in der DDR.
      Schwupps waren die Käufer weg.
      Die ließen sich hier nicht gut verkaufen, später in Ungarn konnte man die Rückläufe sehen, die Oase hatten V Deichseln, währund bei den Intercamp Rohrdeichseln verbaut waren.


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • ***Quo Vadis*** schrieb:

      Wirklich interessante Berichte hier.

      Aber ihr wart doch nicht nur am Balaton. Welche Ziel gab es noch ... und fahrt ihr heute noch dort hin?
      Die Eigenbauten von Alexander (oase610) sind schon beeindruckend. Die Gespanne sehen heute besser aus, als vor 30 Jahren ;)

      Unser damaliges Ziel war immer Bulgarien. Ab 1977 ging die Rückreise über Rumänien, UdSSR nach Polen oder der damaligen CSSR..Rumänien und Bulgarien haben mich damals schon fasziniert. Deshalb besuche ich heute noch Rumänien regelmäßig. Für Bulgarien fehlt mir leider die Zeit. In der Planung steht es aber immer ganz oben.
    • Willipitschen schrieb:



      Auch ich habe eben nicht alles verstanden, oder besser gesagt, nicht geglaubt.
      Mein Freund hatte nebenbei eine kleine Gärtnerei. Er sagt er bekommt 6 M für die Erdbeeren, die dann im Geschäft für 2 M verkauft werden.

      Hallo Willi,

      so haben sich einige eine Goldene Nase verdient. Und zwar auch ohne Garten oder Feld. Ich kenne viele solcher Fälle.

      Und zwar ging das so: Das Gemüse wurde im Laden gekauft ( war ja billiger ) und beim Obst und Gemüseankauf für teures Geld vekauft. 8o
    • Moin, Herrlich :anbet:
      Da kommt Sentimentalität auf, und natürlich Wut wegen der Stasigeschichten. Bah, was war das wiederlich.
      Wir hatten auch nen Mazda, allerdings für ne jahrhundertalte Wartburganmeldung.

      Ich hab gesehen, daß die ersten Bilder verschwunden sind.
      Darum liefer ich die mal nach.

      q.jpg das war meine Leinwandvilla

      Bild.1.jpg das war Kasimir

      wee.jpg und das war kleines Joe

      Zwischendurch ging es immer mit den Firmenwohnwagen auf Reisen.
      Sie wurden meist irgendwo an der Ostsee geparkt und die Leutschen die Interesse hatten durften da hin fahren.
      Die Woche kam 10 Mark.
      Erst waren da zwei graue Eier, de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCbener_Ei
      und dann kamen zwei Basteis dran. Die hatten richtig Komfort mit Heizung und so.
      Da ich fast immer beim Aufbau undoder beim Abbau geholfen habe, wurden wir sozusagen immer bevorzugt behandelt, wenn es um die Urlaubsvergabe ging.
      Ausserdem wollten einige eh nie im Leben campen, das war ne Friseur PGH.
      Manche Kollegen haben es probiert und gemerkt, daß Galalaufen auf m Camp echt zwecklos ist.


      by Heike
    • Jaa Bulgarien das wär noch mal mein Ziel um die Kindheits und Jugend erinnerungen hoch zuholen, da sind ja aktuelle Reiseberichte ein muss für mich :camping:

      "Die ließen sich hier nicht gut verkaufen, später in Ungarn konnte man
      die Rückläufe sehen, die Oase hatten V Deichseln, währund bei den
      Intercamp Rohrdeichseln verbaut waren."

      Also Bastei und Intercamp hatten im Osten wie im Westen eine V-deichsel ab 1984 sowieso nur noch mit Ost Fahrwerk verkauft egal wo, Für Rorhdeichseln gab es kein entsprechend vergütetes Material um über 800kg zu halten,deshalb war das Ost-Fahrwerk aus Kastenprofiel und das ALKO/ Graubremse kennt ihr ja alle,die Qualität war Top bis auf das Problem das,das Polyehster ausgaste und so Lack-bläschen entstanden, zum verkauf:fast 90 % gingen in den Export von insgesmt nur ca 3800 st 355 IC´s und ca 300 st 440 IC´s ,der Vk von 5000 DM war ja ehr ein witz denn davon musste Kühlschrank,Heizung,Türschloss,Schrankverschlüsse,Stromanschluss,Wasseranlage,Spühle und anfangs noch das Fahrwerk abgezogen werden und wenn man jetzt bedenkt,das die ja so "schlecht" waren ,daß gut erhaltene Exemplare in oase ausstattung heute preise zwischen3500-5000 euro erziehlen,ist der Wertverfall wohl auch nicht so groß :_whistling:

      Übrigens hat der kleine (355)IC in der DDR 38.000,00M gekostet ohne Zelt,ach es gab auch keine Wartezeiten,wenn mann einen bekam hatte man glück
      selbst der Kleine Qek hat ja zum schluss schon fast 18.000,00M gekostet da aber mit zelt Auflaufgebremst und mit 1. Ausstellfenster
    • Ja Oase 610, dein Pech war, das du keine reiche Verwandte im Westen hattest, sonst hättest du einen Oase über Genex bekommen. Aber dann wäre der Preis auch höher als 5000 DM gewesen.

      Früher hatte die DDR auf ihren Fahrzeugen auch als Hoheitszeichen ein D drauf, irgendwann kam dann das Hoheitszeichen DDR

      Bei uns auf dem Campingplatz war einer der hatte den ganz neuen Golf, also nicht die, die mal offiziell in der DDR verkauft wurden, er erzähle uns, sein Onkel war im Westen gestorben, und für sein Erbteil hatte er über Genex den Golf bekommen.

      Wenn der von Campingplatz fur, hat er immer das DDR Zeichen rausgenommen, das hinten an der Heckscheibe befestigt war.


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Also die Grenzen durfte keiner ohne gültiges Nationalitätenzeichen passieren, danach sind viele ohne weiter gefahren ,obwohl darauf Busgelder standen und zu dem(Reichen) West-Verwandten halt ich mich bedeckt,wohl bemerkt unser Wohnwagen war damals dank Fritz Berger und guter Beziehungen zum westgeld ausgestattet mit:
      Truma 3002P,Airmix,12v Umluft mit Wandkonvektoren, Warm/Kaltwasser,2Wassertanks,Einbautoilette,Elektrolux Kühlschrank,Edelstahl Koch-Spühlen kombi.,Duomatick,Dunstabzugshaube,Alko Fahrwerk mit Delta Achse ,Dachhaubenaussteller,Sharpek Mast und HD35,Fensterausstellerusw... das sind dann schon fast 10.000,00 DM
      nicht umsonst hat unser Wohnwagen bei unserer Ausreise 70.000,00 DDR mark und 5000 West mark erzielt

      Aber bei den Serien Intercamps sind und waren die Karosserie und die Möbel ersklassige Handarbeit und absoluter Leichtbau, Echtholz auf Papierwabenkern die möbel und die karosse 2 schaliges GFK mit 2,5-3 cm Purschaum Isolierung, das einzige problem war das .daß GFK weiter ausgaste und sich so pickelchen bildeten im Lack,aber das auch nur wenn keine zeit war um die karosserien zu Tempern und da Berlin schnell Deviesen wollte gab es da so die eine oder andere Reklamation, die wurden dann im Osten neu lackiert und gingen wieder rüber, hier nochmal der Preis, wer gehandelt hat bekam ihn rund 800 DM billiger im Westen, über Genex kam er 9800,00 DM und in der DDR 38.000,00 M
      [IMG:http://www.caravanclub.de/images/prospekt_86/Bilder/oase_2_jpg.jpg]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von oase610 ()

    • Ja, mit Neid und Missgunst konnten die Deutschen noch nie umgehen - auch nicht in der Zeit in der sie getrennt waren
      So etwas kann man nicht verallgemeinern!
      Wer diese Zeit miterlebt hat, der weiss eigentlich genau was sich da so abspielte. Sicher gab es auch Neider unter den Menschen, die meisten aber nahmen ihr Schicksal hin. Oft war Angst und Sorge um die Familie, die Entwicklung der Kinder grösser als der Mut zu protestieren. Viele wussten gar nicht, was auf der anderen Seite Deutschlands passierte, Fernsehempfang war territorial begrenzt möglich. Wir wussten insgeheim aber alle: es gibt hinter der Mauer Menschen, denen geht es besser. Viele glaubten an Versprechungen, dass es uns auch einmal besser geht!
      Das ist ja glücklicherweise auch eingetreten, nur anders als es die damalige Führung dachte!
      Neid und Missgunst? Mag sein, da gibt es einige. Meine Rente ist auch geringer als bei Menschen mit vergleichbarer Tätigkeit in den alten Bundesländern. Aber neidisch bin ich da nicht, mir geht es trotzdem heute besser als ich jemals geglaubt hatte.
      Ich kann mit meiner Frau campen wo ich will, im Winter verreisen, was früher nicht so möglich war, habe Wohnung, Auto, Caravan ...
      Die alte DDR ist nicht mehr, wir sind wieder Deutschland, was wollen wir mehr?
      Jetzt bin ich aber vom Thema weg, aber das musste mal raus


      Eberhard