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Unser Experiment hat begonnen – wir sind zum Überwintern in Spanien

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    • Unser Experiment hat begonnen – wir sind zum Überwintern in Spanien

      Liebe Foristi,

      endlich hat unser Experiment „Überwintern im Süden“ begonnen. :) Wir sind später als geplant, nach zwei Nachtfrösten (wie angekündigt), endlich losgekommen. Frankreich hielt uns länger fest als vorgesehen (es war halt viel zu gucken), :shy: seit 4 Tagen sind wir nun in Spanien. Zu den Erlebnissen der vergangenen drei Wochen bald mehr in diesem FredTröt/Thread..
      xxxL1020342 Himmelsstürmerin.jpg
      Wir sind keine Himmelsstürmer, doch die „Woman walking to the sky“ in Straßburg hat es mir angetan. Sie ist übrigens die Verwandte des Documenta-Himmelsstürmers in Kassel und sieht genau so aus.

      Schöne Grüße an alle Daheimgebliebenen :thumbsup: und natürlich auch an das (halbe Dutzend oder mehr?) Überwinterer aus diesem Forum

      Vivaldi & Frau & Hund(chen)
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Vivaldi ()

    • Hallo Vivaldi! :w
      na, dann warten wir jetzt ganz gespannt auf Berichte mit Bilder! Schreib doch noch mal wo ihr gelandet seid.
      Viel Spass und geniesst die Zeit! Das Wetter ist sicherlich wesentlich besser als hier obwohl es bei uns für November recht mild ist. Wir sind doch anspruchslos :anbet:

      Viele Grüsse aus der Wetterau,
      Inge und Frank
      die hausener
    • Hallo Ihr Mit-MUTigen,

      da sind wir vorerst gelandet:

      campingalmafra.es/index.php

      Gute Nacht!

      Vivaldi
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

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    • Moin,im Sinne des Wortes habe gerade genussvoll den Fersehabend schlafend vor der Glotze verbracht.Das beladen des W Wagen ist halt etwas belastend für einen älteren Menschen der

      demnächst,genauer am Donnerstag, auf dem Weg in die Apfelsinenfelder ist.Mein (altes)Mädchen und ich freuen uns schon auf die schönen Monate in Espania mit erholsamen laufen am Kilometerlangen Strand und der dann anschliesenden Siesta.Ich würde mich freuen wenn wir uns bei einigen Gläsern Roten oder Rose zum Plausch treffen würden.Wir werden bei Oliva auf dem

      "Eurocamping",wie schon seit Jahren unsere Zeit verbringen.Vivaldi wenn Du möchtest lass von Dir hören.Herzlichst SETRA 1
    • Auf der Polizeiwaage - (k)ein Königreich für eine Brille – und die herrlich wilde Ardèche

      Liebe Wohnwagenfreunde, liebe Mit-Überwinterer,

      "das Leben ist wie eine Brille", hat mein Großvater immer gesagt, "man macht viel durch".
      Er war nämlich Tischler. :evil:
      An diesem Spruch (er stammt nicht von meinem Großvater) musste ich in Frankreich öfter denken, später mehr dazu.

      „Wir (60 & 61) träumen seit Jahren vom Süden und probieren es mit unseren Hunden ab Herbst 2009 zum ersten Mal aus. Es soll eine lange Reise ins nicht ganz Ungewisse sein.“ Das schrieb ich am 18. April diesen Jahres. Dass es nicht ins Ungewisse ging, verdanken wir etlichen, netten Mitgliedern dieses Forums (aber auch anderer Foren), die ihre Erfahrungen mitteilten – alles nachzulesen im „Überwintern“-Unterforum. Bis auf die Tatsache, dass es nur noch einen Hund gibt (der andere war ein zu wilder, leider gefährlicher Feger), hat sich nichts geändert.

      Ende Oktober geben uns zwei Nachtfröste einen Vorgeschmack auf das, was wir nicht (mehr) wollen. Endlich (nach einer ungewollten, aber notwendigen Verzögerung von vier Wochen) kommen wir am frühen Abend des 29. 10. los und machen es wie immer: irgendwo übernachten, wenn das Fahren keinen Spaß mehr macht, notfalls auf einer BAB-Raststätte. In Baden-Baden war kein Platz für Gespanne, also runter von der BAB auf die B500 Richtung Straßburg. In dem Dorf mit dem lieblichen Namen Hügelsheim finden wir das Hinweisschild auf den Sportplatz und einen wunderschönen, grasbewachsenen Parkplatz zwischen Sportheim und Wohnhäusern. Wir köpfen eine schöne Flasche Rosé-Sekt und rollen am nächsten Tag gemütlich nach Straßburg weiter. Dort treffen wir liebe Menschen.
      1wwfhügelsheim1.jpg
      Netter Übernachtungsplatz: Am Sportheim in Hügelsheim bei Baden-Baden. Gegenüber sind Wohnhäuser.

      2wwfStraßburg.JPG
      Was für ein Hingucker in einem Straßburger Kaufhaus: Diesen Sessel, jedoch in Campingausführung, hätte ich glatt mitgenommen. Gab es leider nicht.

      Auf der mautfreien Autobahn nach Mulhouse/Mühlhausen ist sehr viel Verkehr.
      Kommt es mir nur so vor, oder fahren die Lkw dort tatsächlich langsamer als bei uns? Ich zockle mit gemütlichen 78-88 km/h mit den dicken Brummern mit – auch, weil ich mit (auf der Landhandelswaage kurz vor der Abfahrt festgestellten) 4,65 Tonnen mein erlaubtes Maximalgewicht auf die Straße bringe. Hinter der ersten Zahlstation bei Belfort winkt uns ein Gendarm in flotter, blauer Uniform raus. Wir hingen in der Mitte etwas verdächtig durch, meinte er. 8o Ein Kollege lotst uns zum Wiegehäuschen. Leider fällt mir erst ein paar Kilometer später ein, was ich hätte einwenden können: Mein Schleppwagen hat keinen automatischen Niveauausgleich (ich fahre Holzklasse, also die Schlichtausführung), der Kofferraum ist voll bepackt (u.a. mit 114 kg Vorzelt und Sturmstützen). Ich merke das auch auf der Piste: Der Toyota liegt nicht mehr –wie sonst - wie ein Brett auf dem Asphalt...

      Beim Blick ins Wiegehäuschen, worin zwei Uniformierte verschwunden sind (der dritte dirigiert mich auf die schmale Waage) wird mir dann doch bange: Ein halbes Dutzend große Koffer und schwer aussehende Pakete mussten ausgeladen werden, erst dann durften die Besitzer weiterfahren. Gleich drei Mal (keine Ahnung weshalb) dirigiert mich der Gendarm mit der Vorderachse auf die Waage (hoffentlich ist die nicht kaputt und versaut das Ergebnis, denke ich). Dann ziehe ich vor für die Ermittlung der Hinterachse und der Caravanachse. Endlich kommen die Verkehrsüberwacher aus dem Häuschen, reichen mir meine Papiere und zeigen sich großzügig: 60 kg Übergewicht (1,3 %) liegen in ihrer Toleranz. Jetzt plumpst der Stein… :shy:

      Apropos plumpst… Von Gewicht und Platz her hätte ich gerade noch so eine Brille einpacken können, weil ich ein solches Hilfsmittel auf der weiteren Reise mehrfach vermisst habe. Ich stelle mir vor, wie es aussieht, wenn ich mit einer Brille in der Hand (schöner noch um den Hals) flotten Schrittes über den Campingplatz eile. Auf die Reaktionen der Mitcamper wäre ich sehr gespannt. „Stelle Dir mal vor, da läuft doch tatsächlich so ein komischer Mensch/Deutscher mit einer Brille zum Klohaus“, werden sie ihren Mitreisenden erzählen. Auch jetzt wieder, beim Schreiben, fliegt mir ein lange anhaltendes Grinsen ins Gesicht… :D So ne Brille hätte im Gaskasten Platz. Vielleicht eine knallrote, damit ich sie nicht vergesse? :evil:

      Der ACSI-Campingplatz in Straßburg ist ganz brauchbar. Der ACSI-Platz in Auxonne liegt relativ ruhig an einem Fluss (da fiel mir erstmals der Großvaterspruch ein). Auf beiden Plätzen zahlten wir etwa 18 Euro pro Nacht, da wir nicht in den „billigen“ Zeiträumen da waren. Ich gebe beiden Plätzen die Schulnote 3.
      3wwfVallon1.JPG
      Warmpaddeln vor dem Massenstart.
      4wwfVallon2.JPG
      Winzige Boote und der 60 Meter hohe Triumphbogen der Natur.

      In Vallon-Pont-d’Arc (gut 1000 km von der Heimat weg) hatten wir doppeltes Glück: Wir kamen gerade rechtzeitig zu einem Großereignis, von dem wir vorher nichts wussten, dem europaweit bekannten Kanu-Marathon 32 km die Ardèche hinunter. 2000 Starter griffen gleichzeitig zum Paddel. Die Gemeinde hatte eigens für das Wochenende ihren Campingplatz (Note 3) geöffnet, für 5 Euro pro Person durften wir unter vielen Zeltern und ihren Kajaks und Kanadiern im parkähnlichen Platz in Spuckweite des Wildwasser-Flusses stehen. Als wir für die drei Nächte 30 Euro zahlen wollten, erhielten wir 20 zurück: Der Obulus von 5 Euro pro Kopf galt für die ganze Zeit.
      5wwfVallon3Weinbau.JPG
      Hügel, Berge, Weinbau: Im Süden des Departements Ardèche.

      Mit sportbegeisterten Franzosen standen wir am Ufer und sahen, wie die Paddler durch den berühmten, 60 m hohen Bogen fuhren. Der Fluss hat sich tief in den Kalk eingegraben. Eine traumhafte Gegend, für die wir uns das nächste Mal mehr Zeit nehmen. Wir fuhren stundenlang bei Sonnenschein und 14 °C durch die wilde Landschaft, in der oft nur die Alten blieben. Durch den Tourismus bleibt dennoch Etliches erhalten. Übrigens sind die ältesten weltweit bekannten Höhlenmalereien und Höhlenzeichnungen In Vallon. Die Höhle ist für Besuche nicht zugänglich. Es gibt jedoch ein kleines Museum.
      7wwfVallonSharon.jpg
      Sieht nur von weitem wie Mandarinen aus – der Baum trägt jedoch süße Sharon-Früchte.

      Hinter der Nordgrenze des Departements Ardèche retteten glaubensfeste Hugenotten übrigens Tausende Menschen, darunter viele Deutsche. Für diese mutige Tat im Zweiten Weltkrieg erhielt die ganze Region eine ungewöhnliche Auszeichnung, die nur noch ein weiteres Mal (in die Niederlande) vergeben wurde.
      6wwfVallon4.JPG
      Traumhaft schön: Die ruhig dahinfließende Ardèche in der Ardèche.

      Wie es über Narbonne Richtung Spanien weitergegangen ist, lest Ihr demnächst.
      Fragt, wenn Ihr Fragen habt.

      Schöne Grüße aus dem heute 23 °C kühlen Altea

      Vivaldi
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)

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    • Hallo Setra1,

      ist doch Ehrensache, dass wir in den nächsten Tagen mal in den kühlen Norden aufbrechen und Euch besuchen. Meldet auch, wenn Ihr da seid und bereit, Besuch zu empfangen. Rosé oder roter, halbtrockener Sekt, das wäre nicht übel. Meinst Du mit demnächst den Donnerstag in der kommenden Woche, also den 26. November?

      Wünsche Euch eine gute Anfahrt - kommt heil her

      Vivaldi
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)
    • Moin Vivaldi ! Mit dem Tag der Abreise hab ich mich vertan(war schon wieder Morgen beim Texten).Also, Abfahrt ist am 27.11. mit Zwischenstation in Wasserbillig(Luxemburg) als erste Übernachtung.Weiter geht

      auf den "Camping -International" in Dardally kurz vor Lyon.Dort dann Abreise am Sontag Morgen via Autobahn durch Lyon(wenig Strassenverkehr sonst nur Stau) nach Vila Nova il Geltrü.Die Fahrt geht auch via

      Autobahn durch Barcelona,aus dem gleichen Grund wie zu Lyon geschrieben.(Vorausschauende Reiseplanung) Die Plätze in Lyon + Vila Nova kann man mit Campingcheck bezahlen,das ist etwa die Hälfte vom den sonst fälligen Preis.Am ersten Dezember sind wir auf unserem gebuchten Stellplatz auf dem "Eurocamping".Die Aufbauzeit wird 2-3 Tage dauern, dann werde ich mich melden und die entsprechenden Wohltaten erworben haben .Erstmal Herzlichst SETRA 1
    • Hallo Vivaldi! :w
      wenn ihr Richtung Costa de la Luz fahrt, kann ich die Gegend um Zahara de los Atunes empfehlen - zwischen Tarifa und Barbate, noch vor Cadiz.
      Das ist Spanien pur - zumindest damals vor ca. 20 J... :) Ich kann es mir aber nicht vorstellen, dass sich allzuviel geändert hat. Die Landschaft ist traumhaft.
      Es gibt ein CP dort: campingbahiadelaplata.com/aleman/index_de.htm - allerdings weiss ich nicht ob Hunde dort erlaubt sind. Aber jetzt wird es bestimmt nicht eng gesehen. Die Webseite in deutsch macht Spass zu lesen. :D
      Ach würde ich so gerne wieder dorthin fahren - aber es ist einfach zu weit für uns.... ;(

      Bin gespannt auf weitere Berichte! Viel Spass noch,
      VG, Inge
    • Moin Hansolo 22. Vivaldi ist wahrscheinlich auf der Strecke in Richtung Almeria und die Eindrücke auf der Fahrt werden Ihn so beschäftigen das er keine Zeit findet ins Internet zu gehen.Es kann aber auch sein das er auf einem Platz ist der ohne Internet ist.Irgend wann wird er sich schon melden.Herzlichst SETRA1
    • Yep. Es ist wie im richtigen Leben: Nicht immer, wenn man drin sein will, hat man auch Zugang. :evil:
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)
    • Hallo Foristi,

      erst vor ein paar Tagen sahen wir die TV-Bilder von Mallorca und der Region Barcelona im Schnee.
      Sie zeigten uns, wie nah der Winter auch uns auf die Pelle gerückt ist; ein
      Strandverbot wie an der Costa Blanca gab es hier an der Costa Calida allerdings
      nicht.

      Vor kurzem hielten wir am frühen Abend die Luft an: Die wilden Wellen hatten das Wasser bis etwa
      15 m vor unser Vorzelt geschüttet. Wenn man weiß, dass vor ein paar Jahren
      „unser“ Platz einmal abgesoffen war, dann versteht man eher, weshalb rund 100
      Camper am Strand waren – nämlich nicht zum Sonnenuntergang, sondern um zu
      sehen, ob das Wasser weiter heranrückt. Wir hatten Glück.

      Es ist unglaublich, wie schnell wir uns an das Camperleben im Winter am Mittelmeerstrand gewöhnt
      haben. Und nicht weniger unglaublich ist, wie rasch die Monate auf unserem
      Überwinterungsplatz vergangen sind. Lange zu schlafen und nachts Klassik-Radio
      via SAT-Antenne zu hören, frisches Baguette und Croissants dank meiner früher aufstehenden
      besseren Hälfte zum Frühstück zu mampfen und weder zu frieren noch Schnee
      schippen zu müssen: Herz, was begehrst Du mehr.

      Im Rückblick war der zuerst angesteuerte Campingplatz in Alfas del Pi/Altea unweit von Benidorm
      nicht übel. Große, luftige Parzellen. Allerdings musste man ein paar Kilometer
      zum Strand fahren und uns war es ein wenig zu laut. Der Lärm der
      Schienenfahrzeuge und von einer Baustelle störte, die Krönung war zeitweise
      Bassgewummer von den Fitnessleuten im platzeigenen Muskelbunker. Da
      wollten wir nicht die Wintermonate verbringen.
      Also zogen wir nach drei Wochen südwärts an der Küste entlang.

      1 Erschreckend Benidorm image002.jpg
      Erschreckend: Am Strand von Benidorm. Ein Glück, dass wir eine rollende Eigentumswohnung haben. :evil:


      2 Altea luftig image003.jpg
      Luftig, sonnig ausreichend: Unser Stellplatz auf dem CP Almafra in Alfas del Pi/Altea in der Nähe von Benidorm.

      3 Auf normalen 1 image004.jpg
      Auf älteren Campingplätzen kaum denkbar: Ein Riesenanhänger, gezogen von einem Pick-up.

      4 Auf normalen 2 image005.jpg
      Wem dem Länge nicht ausreicht, der geht in die Breite. Der daneben stehenden Tandem-Anhänger wirkt dagegen sehr bescheiden.
      5 Auf normalen 3 image006.jpg
      Zwei, drei Dutzend dieser Riesen standen auf dem CP Almafra. Die Eigentümer (Briten) verkaufen etliche dieser Dickschiffe sowie Häuschen. Der Grund: Der jämmerliche Kurswert des Pfunds.
      6 Fern vom Campingplatz image007.jpg
      Hübsch, aber nur mit em Auto zu erreichen: Der Strand von Alfas del Pi

      6a Ungewöhnliche Farben am Mar Menor image009.jpg
      Sonnenuntergang am Mar Menor.

      Die zwei Campingplätze, die wir danach ansteuerten, waren nicht nach unserem Geschmack: Karnickelstallähnliche Stellplätze, so dass wir Mühe mit dem Rangieren hatten. Dem Nachbarn im Wohmobil konnten wir auf den Esstisch und in den Kühlschrank schauen...
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

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    • Dann kamen wir nach Bolnuevo – genau so hatten wir uns „unseren Platz“ vorgestellt. Direkt am Strand gelegen, große Stellflächen, fast auf allen Plätzen Sonne – und himmlische Ruhe.
      Nach zehn Minuten Rundgang stand unser Entschluss fest und nach zwei Testtagen entschieden wir uns für die Langzeitbuchung. 9,90 Euro pro Tag inklusive Hund und Strom im alten und 10,40 Euro pro Tag im neuen Jahr – ein annehmbarer Preis.

      Nachbarn, die schon lange hierher kommen, fanden den Winter so kalt und regnerisch wie noch nie. Wir fanden es trotzdem – vielleicht auch mangels Vergleichsmöglichkeit – toll. Wir heizten übrigens (manche Sonnentage überhaupt nicht, sonst stundenweise abends) ausschließlich mit 800-1200 Watt-Lüfter. Zum Wetter: Es gab ein paar Tage mit einstelligen Temperaturen (und eine Frostnacht), das Thermometer überschritt häufig 15 °C, geschätzt regnete es etwa 20-28 Tage. Oft konnten wir bis kurz vor Sonnenuntergang im Vorzelt sitzen, das von der Sonne aufgeheizt wurde. 32 °C waren nicht selten, oft mussten wir die Fenster öffnen.

      7 Zwischen Cartagena und Bolnuevo image010.jpg
      Zwischen Cartagena und Bolnuevo - mitten im Winter.
      8 Der erste Eindruck image011.jpg
      Der erste Eindruck hielt, was er versprach: Palmen und Blumen verschönern unseren Überwinterungsplatz in Bolnuevo.
      9 Unser Platz image016.jpg
      Bolnuevo - Blick vom Strand vor der Haustür.

      10 Sonnig luftig aber image013.jpg
      Sonnig, luftig, mit Wasser- und Abwasseranschluss.

      11 Unser Winterquartier image025.jpg
      Unser endgültiges Winterquartier- zufällig beim Spaziergang mit dem Hund entdeckt und rund 100 m vom obigen Stellplatz weg...

      12 Unser neuer Platz image024.jpg
      ... da konnten wir nicht widerstehen: 2. Reihe, mit Meerblick, nächtliches Wellenrauschen gratis.
      13 Naturwunder Los Erosiones in Bolnuevo image022.jpg
      Naturwunder: "Los Erosiones" in Bolnuevo.

      14 Von Wind und Regen geschaffen image021.jpg
      Wind und Regen haben die Lavaschlacke skurril verformt.
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)

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    • Die Mandelblüte ist schon einen guten Monat durch und nun wollen wir kräftig Sonne tanken, ehe wir auf die Heimreise gehen. Die Route hängt vom Wetter ab. Da wir im Herbst wieder her kommen wollen, müssen wir nicht zwingend nach Andalusien, das können wir uns aufheben.
      15 Vor unserer Haustür image023.jpg
      Vor unserer Haustür.

      16 Unser Strand 1 image027.jpg
      Unser Strand in der einen...
      17 Unser Strand 2 image028.jpg
      ...und in der anderen Richtung.

      Auch wenn es vielleicht so klingen könnte, in einer anderen Welt leben wir trotz Sonne und Strand nicht. Das ist vielleicht das für uns Überraschendste unserer Überwinterung: Die Normalität, wie wir uns in Spanien bewegen, wie selbstverständlich wir einkaufen, wie wir Spezialdinge spanische Gasflaschen mit Vertrag (gemietet an einer Tankstelle) besorgt haben, wie wir uns auf Spaniens guten Straßen bewegen - so als hätten wir dies immer schon getan. Natürlich trägt unsere allgemeine Reiseerfahrung dazu bei, aber auch - und das stellten wir schon in Frankreich fest - der Euro. Man kann problemlos vergleichen, bei Lidl gibt es dazu noch deutsche Wurst und deutsches Brot zum Aufbacken. Sogar Lakritzschnecken von Haribo.
      Nahrungs- und Lebensmittel sind gefühlt etwa 20 % teuer sind als in DE, auch kommt es uns teurer vor als in Frankeich. Campingplatz-Nachbarinnen bestätigen das. Mandarinen im Supermarkt für 1,50 – 1,80 Euro pro Kilo sind im Erzeugerland nicht günstig. Auf dem Markt sind Obst und Gemüse allerdings billiger. Fisch und Scampi sind hingegen viel preiswerter als zu Hause.

      18 Unser (nachts abgeschlossenes) Tor zum Strand image017.jpg
      An einem Regentag: Unser nachts abgeschlossenes Tor zum Meer.

      19 Stürmisch Strand Bolnuevo image018.jpg
      [i]Stürmisch und einfach schön.

      Zum ersten Mal in 30 Jahren Camperleben haben wir ein großes Vorzelt. 6 x 2,80 m erweitern unseren Wohnraum beträchtlich, zudem ist „draußen“ zu kochen eine wunderbare Sache. Wir haben einen kleinen Backofen (Dorade im Salzmantel ist sehr lecker und einfach zuzubereiten) und benutzen erstmals Induktionskochplatten. Das nimmt wenig Platz weg.

      [/i]20 Viel Platz Vorzelt image026.jpg
      [i]Ungewohnt viel Platz in unserem Güsto-Vorzelt TOP.

      Viele der Bolnuevo-Camper haben Vorzelte, andere, vor allem Wohnmobilisten, benutzen Markisenzelte. Dann gibt es noch die, welche ein kleines Küchenzelt aufgebaut haben. Wir wundern uns, dass etliche Wohnmobilisten in ihren kleinen Fahrzeugen ohne zusätzlichen Wohnraum überwintern. Und wir genießen unseren Caravan und finden, wir haben darin sehr viel Platz.

      Sonnige Grüße aus dem heute 20 °C warmen Bolnuevo

      Vivaldi[/i]
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)

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