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Skandinavienreise 2010

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    • Skandinavienreise 2010

      Hallo Freunde der ungebundenen Reise, aber insbesondere des Nordens,

      der vor langer Zeit angekündigten Reisebericht ist nun fertig. Es gibt ihn auch mit eingebetteten Fotos - als recht große PFD-Datei (gut 20 MB). Da man einen solchen aber hier aus sicher gutem Grund nicht platzieren kann, der Bericht ohne Bilder. Die Fotos mit Beschriftung aber ohne Text findet man hier. Falls jemand doch die PDF-Datei haben möchte, schreibt er mir eine PN.

      27. 6. 2010 - 620 km

      Nach langer und ausführlicher Vorbereitung erfolgte an diesem Tag die Anreise von Langerwehe nach Puttgarden (Fehmarn). Die Strecke über Hannover – ab Kamener Kreuz auf die A2 – dann weiter über die A7 nach Hamburg und weiter über Lübeck nach Fehmarn – ist zwar geringfügig weiter als über die A1 (Bremen), dafür aber wesentlich schneller. Auf fast der ganzen Strecke hörten wir auf WDR 2 die Übertragung des Achtelfinalspiels Deutschland gegen England life und ungekürzt – erst die letzten zehn Minuten waren wir gezwungen zum NDR zu wechseln, na ja Zwischenstände gab’s ja, aber nix life.
      Wir haben den Campingplatz Ostsee in Katarinenhof genutzt – ohne Strom, Wasser, oder Abwasser – Nottoiletten (übelst), keine funktionierende Dusche – außer am anderen Ende des Platzes in 1,5 km (gefühlter) Entfernung, aber teuer.

      28. 6. 2010 - 529 km

      Mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby – klappte sofort bei Ankunft. Die Fahrt ging dann über Lolland, durch einen Tunnel nach Falster, über eine große Brücke nach Seeland, vorbei an København nach Helsingør und von dort mit der Fähre nach Helsinborg, Schweden.
      Jetzt waren wir wirklich in Skandinavien. Die Fahrt wurde dann bis zum Vättern-See nach Ödeshög fortgesetzt. Dort haben wir auf dem sehr schönen Campingplatz Öninge Camping übernachtet. Der Platz war recht groß. Auch die einzelnen Stellflächen – man nahm es nicht so genau – waren riesig mit Frisch- und Abwasser. Es gab ein wohlfühl-geheiztes Freibad (28° C), in dem man richtig schwimmen konnte – ein ordentliches, wenn auch kleines Restaurant und einen Shop – auch mit Brötchen. Der Preis war erträglich. Eigentlich also ein Platz in sehr schöner Umgebung zum Verweilen – aber uns drängte es ja weiter zum ganz hohen Norden.

      Was uns hier auffiel und so sollte es in ganz Skandinavien bleiben, war die Freundlichkeit und Gelassenheit des Personals und CP-Besitzer. Nirgendwo wurde eingewiesen oder reglementiert. Verbotsschilder mit Drohungen wie in D-A-CH sowieso nirgendwo. Also äußerst wohltuend relaxed.

      29. 6. 2010 - 312 km

      Heute fuhren wir weiter nach Stockholm auf den Campingplatz Ängby in Bromma. Dieser Platz war nicht gut – Mini-Stellplatz – sehr laut und zu teuer. Allerdings gab es dort ein sehr schönes Naturreservat. Die Nähe zur Stadtmitte war auch nicht so gegeben, so dass wir auch einen etwas weiter entfernten Platz hätten wählen können.
      Da wir in Stockholm nicht einmal in ein Gartenlokal mit unserer Fellnase – Schapendoes Merlin – durften, haben wir nach einem Abendspaziergang durch die Altstadt die Abreise für den nächsten Tag beschlossen. So gab es nur ganz wenige Eindrücke von dieser wirklich wunderschönen Stadt.

      30. 6. 2010 und 1. 7. 2010 - 706 km

      Also ging es weiter nach Umeå am bottnischen Meerbusen zu CP First Camp. Riesengroßer Platz mit zentraler Sanitäranlage – sehr gut, aber je nach Stellplatz doch sehr weit entfernt. Die Stellplätze mit Frisch-und Abwasser sehr großzügig. Auch hier hatten wir die freie Auswahl – trotz Sommerferien.
      Wir blieben 2 Nächte (mussten uns ein wenig erholen) und haben die sehr wald- und wasserreiche Umgebung erkundet. Elche sollte es hier auch viele geben – wir haben keinen gesehen – heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt. Die Ostseeküste mit ihren ungezählten Schären gehört hier zum Unesco – Naturerbe.

      2. und 3. 7. 2010 - 550 km

      Weiter ging’s entlang des bottnischen Meerbusens über die Grenzstadt Haparanda nach Rovaniemi in Finnland. Die Vegetation hat sich leicht verändert. Die Bäume werden kleiner, sind nicht mehr so dicht, die Birken nehmen zu, es gibt noch mehr Wasser. Aber die Tundra werden wir erst kurz vor dem Nordkapp erreichen.
      Der Campingplatz Ounaskoski dort ist sehr angenehm – direkt an der Mündung des Ounasjoki in den Kemijoki- dem größten Fluss Finnlands. Es gibt recht ordentliche Sanitäranlagen, einen Shop auch mit Brötchen und ein Lokal – na ja eher ein Kiosk – aber auch hier wie in ganz Skandinavien war absolutes Haustierverbot. Aber man bot das Viertelfinalspiel Deutschland gegen Argentinien im Fernsehen mit finnischem Kommentar. Die eigene Satelliten-Anlage konnte leider nicht empfangsbereit gemacht werden. Wahrscheinlich lag’s an mir – ich war wohl nicht geduldig genug – andere Anlagen schienen zu funktionieren. Erst in Trondheim – deutlich südlich des Polarkreises ist es mir dann gelungen, die Anlage in Betrieb zu nehmen.

      Nordöstlich von Rovaniemi durch Napapiiri verläuft der Polarkreis. Es gibt hier das Postamt des Weihnachtsmannes und eine ganze Ansiedlung von Souvenierläden – von grob Kitsch bis fast fein, aber auch von Imbissbuden und Lokalen.

      4.7.2010 - 325 km

      Von Rovaniemi, der Hauptstadt von Finnisch Lappland fuhren wir dann zum heiligen See der Samen nach Inari am gleichnamigen See. Die Landschaft ist jetzt sehr finnisch – riesige Wasserflächen mit Moor. Nur noch sehr kleine Bäume – eher Sträucher. Es sieht schon nicht mehr nach Taiga sondern eher nach Tundra aus. Auch der Campingplatz Lomakylä Inari besteht aus wackeligem Grund mit teilweise befestigten Stellplätzen – sieht aus wie Permafrostboden. Der Platz ist sehr einfach – so wie auch die Einrichtungen. Es gibt jedoch einen brauchbaren Shop mit Brötchen. Ganz in der Nähe – etwa 10 Minuten Fußweg – ist auch ein großer Supermarkt.

      Die Sonne geht für uns von jetzt an für die nächsten zwei Wochen nicht mehr unter. Auf der Straße bewegen sich massenhaft Rentiere. Sie haben auch keine angst vor Autos – sogar die Jungen werden gesäugt. Aber das energische Hupen von ungeduldigen Einheimischen vertreibt sie dann doch.

      5.7.2010 - 480 km

      In Inari verlassen wir die E75 auf die Regionalstrasse 92 und überqueren in Karigasniemi die finnisch-norwegische Grenze. In Karasjok, wo der Sitz des samischen Parlaments ist, erreichen wir dann die E6 – die Eismeerstraße. Das Nordkap, den nördlichsten Punkt unserer Reise – gleichzeitig der nördlichste Punkt Europas, den man mit einem Auto erreichen kann – erreichen wir über die E69 ab Oldersfjorden. Zur Insel Magerøya, auf der sich das Kap befindet, muss man einen ca. 6, 9 km langen Tunnel durchfahren, der uns bis 212 m unter den Meeresspiegel führt – nichts für ängstliche Gemüter. Maut muss – nebenbei bemerkt – nur für den PKW und alle Personen außer dem Fahrer, nicht etwa für einen Wohnanhänger – bezahlt werden. Wir fahren durch eine kahle, felsige Landschaft – und doch wenn man genauer hinsah, konnte man zwischen den Rentierflechten auch Blumen entdecken. Hier haben wir nun endgültig die baum – und strauchfreie Tundra erreicht.

      Wir nutzen den Campingplatz Midnatsol nicht wissend, dass man auch direkt auf dem Parkplatz am Nordkap für 48 Stunden bleiben kann (auch mit Wohnwagen) – schade. Ist alles im hohen Eintrittspreis enthalten.

      Zunächst fuhren wir dann nach Gjesvær (Magerøya). Sehr schöner kleiner Fischerort sogar mit kleinem Hotel – Vogel- und Robbensafaris werden geboten. .

      Dann ging‘s um 23:30 zum Nordkap. Mindestens 40 Busse und sehr viele PKW (auch mit Wohnwagen) und Womos waren schon dort. Es war sehr neblig und es regnete. Innen war alles total überfüllt, so dass wir draußen unter einem Vordach Schutz suchten. Aber – es war 24:00 – der Nebel lichtete sich und durch einen Vorhang von goldgelben Regentropfen erschien die Mitternachtssonne – fast magische fünf Minuten. Danach verzog sich der Nebel komplett und es hörte auf zu regnen.

      Wir blieben – es war ja taghell – bis alle Busse und ihre lärmenden Insassen verschwunden waren.
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Skandinavienreise 2010 Teil 2

      6.7. 2010 - 285 km

      Heute Morgen scheint die Sonne – also erneut auf zum Kap. Nun können wir bei herrlichem Licht Fotos schießen und das gesamte Gelände mit seinen zum Teil großartigen Stationen mit anderen Augen sehen. Trotz Sonnenschein ist die Temperatur aber knapp unter 10° C. Besonders beindruckend ist ein großes Plateau mit Tausenden von ‚Steinmännchen‘. Natürlich können wir auch der Versuchung nicht widerstehen. Auch das Denkmal Barn av Jorden – Kinder der Erde hat uns sehr beeindruckt.
      Gegen 14:30 koppeln wir den Wohnwagen wieder an und weiter geht die Reise nach Alta am gleichnamigen Fjord, wo wir auf dem Alta River Campingplatz übernachteten – ein sehr schöner Platz an einem breiten schnell fließenden Lachsfluß. Hier wurde unser Schapendoes (holländischer Hütehund) Merlin von einer jungen Norwegerin vorrübergehend entführt – sie besaß selbst einen von 80 Schapendoesen in Norwegen, musste ihn aber zu Hause lassen, da in den Hytter keine Hunde erlaubt sind.

      Hier hätten wir auch die Möglichkeit gehabt etwas Kultur zu tanken – Felsritzzeichnungen aus der Steinzeit, aber da auch hier Hunde absolutes Verbot hatten, haben wir uns auf eine Erkundung im Net beschränkt.

      7.7.2010 - 299 km

      Heute geht‘s weiter nach Tromsø. Um die Strecke abzukürzen, benutzten wir zwei Fähren: von Olderdalen nach Lyngseidet und von Svensby nach Breivikeidet. In Tromsdalen wollten wir den Campingplatz Tromsø Camping ansteuern, aber – und das ist hier zum einzigen Mal passiert – der Platz war vollständig belegt. Also ging’s weiter zum 24 km entfernten Skittenelv. Dort hatten wir absolut freie Auswahl. Da wir natürlich auch hier keinen Satellitenempfang hatten – konnten wir das Halbfinale Spanien gegen Deutschland nicht verfolgen. Na ja, ging ja auch knapp mit 1:0 verloren.

      8.7.2010 - 254 km

      Am nächsten Morgen haben wir den Wohnwagen in Tromsdalen am Jachthafen abgestellt und haben von dort aus Tromsø ein wenig erkundet. Außerdem hatte man uns die „Whale – Route“ empfohlen. Dazu mussten wir eine untergeordnete Straße befahren. Man hatte uns vor unserer Reise wahre Schauergeschichten über norwegische Nebenstraßen erzählt und das hatte uns dazu veranlasst, die Straße von Tromsø nach Brensholmen (822) wenigsten zu einem Teil ohne WoWa zu befahren, da wir die Fähre von dort nach Botnhamn benutzen wollten. Ich kann nur sagen: All diese Bedenkenträger haben absolut unrecht. Man kann mit einem 12,3 m langen Gespann wirklich fast alle Straßen in Norwegen befahren. Die Norweger selbst fahren sehr häufig wesentlich größere Tandemachsgespanne und kommen auch überall hin.

      Aber nun zu Tromsø: Die gesamte Stadt ist untertunnelt einschließlich Kreisverkehren. An der Oberfläche ist für uns eine nicht ganz so attraktive Stadt – obwohl sie die nördlichste Universität der Welt besitzt. Allerdings haben uns die Brücken, die Eismeerkathedrale und die Natur hier am Eismeer sehr beeindruckt.

      Also Wohnwagen wieder am Parkplatz angehängt und weiter ging’s dann unter Tromsø hindurch auf der E6 und dann weiter auf der 822 nach nach Botnhamn. Von dort mit der Fähre zur Insel Senja. Wir kamen dort an und es regnete in Strömen. Lt. Campingführer gab es nur einen Platz im Süden von Senja: Skatvik. Stimmt nicht, es gibt mindestens drei – auch im Norden. Naja, wir fuhren also nach Skatvik – wohlwissend, dass wir am nächsten Tag die ganze Strecke zurück nach Gryllefjord zur Fähre mussten. Die letzten 8 km ging’s über eine nasse, also matschige Schotterpiste – und so sah unser Gespann dann auch aus. In der Nacht hat’s dann den Wohnwagen wieder sauber geregnet. Der Platz hat die notwendigsten Einrichtungen – na ja – mit Brötchenshop , ist jedoch wunderschön am Solbergfjord gelegen und die Sonne und die spiegelnde See am nächsten Morgen haben uns dann entschädigt

      9.7.2010 - 113 km

      Auf Senja ging‘s heute weiter wieder zunächst zurück über die Schotterpiste und dann nach Norden mit Teils fürchterlichen Straßen vorbei an einem großen Wasserfall und dem größten Troll der Erde - dem Senja Troll zur Fähre Gryllefjord – Andenes. Unterwegs besuchten wir noch einen skurrilen Park—voll mit merkwürdigen Trollen und Gestalten und einer liebevoll zusammengestellten Sammlung von altem Gerümpel.

      In Andenes ist das Whale-Watching Zentrum. Für viel Geld soll man dann ‚nahe‘ an Buckelwale und Orkas herangefahren werden. Sollte es nicht funktionieren – beispielsweise wegen Sturm – oder einfach weil keine Tiere zu finden sind, kann man das Geld zurückerhalten oder es am nächsten Tag erneut versuchen. Da wir aber bereits von der Fähre aus Wale beobachten konnten und wir auch nicht einsehen mochten, Norwegern, die sich weigern auf Walfang zu verzichten, viel Geld für deren Beobachtung in den Rachen zu werfen. Von Andenes auf der Insel Andøya geht es dann südwestlich nach Stave zum Campingplatz Stave mit Hot Pools. Ein netter Campingplatz auf der Westseite Andøya von direkt an der Norwegischen See (Norske Havet). Zum ersten Mal (allerdings auch zum letzten Mal) mussten wir – was wohl in Skandinavien üblich ist – die Schuhe beim Betreten des Toiletten – und Waschhauses ausziehen. Dabei waren die gar nicht so dolle.

      10.7.2010 - 230 km

      Heute fuhren wir dann weiter in Richtung Lofoten – wohl dem landschaftlichen Höhepunkt unserer Skandinavienreise. Zunächst nach Süden vorbei an Sortland, dann nach Westen über Svolvaer nach Kabelvåg zum Campingplatz Sandvica. Ein sehr schöner Platz mit kleinem Shop fürs Frühstück und passablen Sanitäranlagen. Hier haben wir auch Waschmaschine und Trockner genutzt. Die Geräte waren aber mindestens—gefühlte—100 Jahre alt und funktionierten auch dementsprechend.
      Aber diese Lage – Bilder können die Schönheit nicht wirklich wiedergeben.

      11.7.2010 - 200 km

      Ohne Wohnwagen machten wir dann einen Ausflug zunächst nach Svolvær. Unterwegs bestaunten wir die Lofoten - Kathedrale etwas außerhalb von Kabelvåg. Weiter ging‘s nach Svolvær. Svolvær ist der Hauptort der Lofoten und bot bei bestem Wetter eine fantastische Kulisse. Hier sieht man, dass Geld in die Stadt kommt – wohl auch durch die Touristen. Alles vom feinsten – und Superhotels, dabei das Rica Hotel mit seinen ‚Fischerkaten‘ – Rorbuer als Zimmer eine auch schon im Deutschen TV bestaunte norwegische Besonderheit. – Übersetzt: etwa Ruderbude. Auch die Fußgängerzone am Hafen mit Holzstegen ist sehr schön gemacht.

      Von Svolvær geht‘ dann gen Westen durch eine Traumlandschaft nach Å. Å ist der letzte Buchstabe im norwegischen Alphabet und das westliche Ende der Zivilisation der Lofoten. Die Landschaft, die wir durchfahren wechselt dabei ständig zwischen lieblich und schroff. Besonders hat uns der ‚Südseestrand‘ in Flakstad mit wirklich feinstem weißen Sand und türkisfarbenem Wasser gefallen. Nur die Palmen haben gefehlt. Die Stockfischmetropole Reine auf Moskenes mit ihren ‚schwedisch‘-roten Holzhäusern und der atemberaubenden Kulisse von Meer und felsigen Bergen war ebenfalls sehr beeindruckend. Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein rekonstruiertes Wikinger-Langhaus in Bøstad besichtigt.

      12.7.2010- 253 km

      Auf zum Saltstraumen, dem größten Mahlstrom der Welt. Zunächst geht‘s mit der Fähre von Svolvær nach Skutvik, dann weiter auf dem Festland über den RV81 bis Ulfsvåg, hier auf die E6 bis Fauske, von dort auf dem RV80 bis Løding. Dort wechseln wir dann auf den berühmten RV17 und erreichen nach kurzer Zeit in Saltstraumen den gleichnamigen Campingplatz. Ein wirklich sehr schöner, nicht so sehr großer Platz mit ganz modernen Sanitäranlagen und einem gut sortierten Laden.

      Staunend stehen wir nach einer kurzen Wanderung unter der Saltstraumenbrua und schauen auf einen reißenden Fluss mit riesigen Strudeln, der von Ebbe und Flut verursacht wird. Hier werden massenhaft Nährstoffe durch die riesigen Strudel nach oben gerissen, die dann Fische und in deren Gefolge unzählige Angler und noch mehr Möwen anlocken. Zudem ist die Landschaft in der Umgebung dieses Phänomens phantastisch – aber wo ist es das nicht hier in Nordnorwegen – und natürlich auch im Rest des Landes.

      Aber Vorsicht: ein ganz kleines Schild am Anfang des RV17 weist auf eine Maut für die Saltstraumenbrua hin. Bezahlen kann man nach Überquerung der Brücke in einem coop Markt mit auch für Gespanne ausreichend großem Parkplatz. Tut man dies nicht, kann das zu Hause für böse Überraschungen in Form von Mahnungen mit absolut überhöhten Gebühren sorgen. Dies gilt im Übrigen auch für alle anderen mautpflichtigen Brücken oder Straßen. Also immer eine Stelle suchen, wo man bezahlen kann – auf der Autobahn sind das die Tank– und Rastplätze.

      1
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Skandinavienreise 2010 Teil 3

      13.7.2010 - 250km

      Ab heute gilt also: Fahrt über die laut norwegischen Prospekt „schönste Küstenstraße der Welt“, den Kystriksveien RV17. Über die ordentlich ausgebaute Straße mit Fähren, Brücken und Tunnel bis nach Steinkjer.

      Durch einen langen Tunnel erreichen wir zunächst den Svartisen – den zweitgrößten Gletscher auf dem europäischen Festland. Regen und Nebel lassen uns aber nur Schemenhaftes von der gewaltigen Landschaft erahnen. Den Skardfjord überqueren wir auf einer Fähre. Weiter geht’s über Brücken und durch Tunnel bis wir den Melfjord von Jetvik nach Kilboghamn auf einer Fähre überqueren. Gleichzeitig verlassen wir die Arktis in dem wir den Polarkreis von Nord nach Süd mit dieser Fähre überfahren. Die nächste Fähre bringt uns von Nesna nach Levang weiter nach Süden. Und es regnet andauernd. Vor der Helgelandbrücke haben wir dann schließlich die Nase voll und übernachten auf einem Parkplatz.

      14.7.2010 - 60 km

      Bei immer noch nicht so besonderem Wetter fahren wir nur eine kurze Strecke bis zum Campingplatz Offersøy in der Nähe von Tjøtta. Als wir den Campingplatz verlassen wollen, werden wir von einem - wahrhaftigen - Elch ausgebremst. Sogar drei von seiner Sorte erscheinen nach und nach, stellen sich für Fotos und Film in Positur und verlassen uns in majestätischer Gelassenheit.


      Wir besichtigen dann noch das Peter Dass Museum in Alstahaug bei kühlem und nassem Wetter. – Die Sieben Schwestern, auf die man hier einen tollen Blick haben soll bleiben hinter Nebel – und Regenschwaden verborgen.

      15.7.2010— 250 km

      Nachdem wir also den wohl spektakulärsten Teil des RV17 mit schlechtem Wetter ‚erfahren‘ haben, ist am nächsten Morgen dann zur Abwechslung strahlend schönes Wetter. Und siehe da – der Campingplatz hat eine wunderschöne Lage am Vefsnfjord mit Blick auf den Gebirgszug der Sieben Schwestern (Sju Systrer) von Süden.

      Vom Campingplatz geht‘ dann am Morgen zur Fähre nach Tjøtta. Die Fähre geht zum alten Handelsplatz Forvik – unterwegs können wir die „Sieben Schwestern“ ausgiebig und in voller Pracht bestaunen.

      Auf der Strecke liegt auch Brønnøysund mit der vorgelagerten Insel Torget und dem Felsen Torghatten. Wir verlassen kurz den RV17 und fahren (mit WoWa) auf die die Insel Torget, um die 150 Höhenmeter zum berühmten Loch empor zu klettern. Um dieses wirklich gigantische Loch rankt sich eine hübsche Sage.

      Von Brønnøysund führt uns der RV17 weiter nach Süden zur Fähre Andalsvåg nach Horn und dann weiter nach Vennesund am gleichnamigen Sund.

      Am Abend genießen wir dann eine Flasche Rotwein bei herrlichem Wetter auf Vennesund brygge & camping. Ein sehr schön gelegener Campingplatz - direkt am Fjord mit großzügigen Stellplätzen, ordentlichen Sanitäranlagen und Shop mit Lebensmitteln und Camping sowie Bootsbedarf – direkt nebenan ist ein Yachthafen.

      16.7.2010 - 134 km

      Die Flasche Rotwein vom Vorabend oder auch die erste wohl wieder fast funkle Nacht haben uns gut schlafen lassen, so dass wir die Fähre nach Holm am Morgen fast verpasst hätten. Von Holm geht’s noch wenige Kilometer am Meer und Fjorden entlang, dann verlassen wir die Küste und erreichen am Nachmittag Steinkjer, eine wenig hübsche Kleinstadt in der Umgebung von Trondheim, auf den Guldbergaunet camping AS. Dies ist ein sehr schöner Platz mit sehr guten Anlagen und äußerst großen Stellplätzen mit allem Komfort. Dennoch weder die Stadt, noch die unmittelbare Umgebung vermögen uns einen ‚Kick‘ zu geben.
      Dort sind wir auch zum ersten Mal einem ‚Garten‘-Lokal essen gewesen. 52 € für zwei Burger, ein paar Pommes und zwei Cola – wenn das mal preiswert ist! Fotos sind leider bei dem Schock „über die Wupper gegangen.“

      17.7.2010 - 208 km

      Von Steinkjer geht’s an Trondheim vorbei oder besser hindurch nach Flakk zum Campingplatz, wieder wunderschön am Trondheimfjord gelegen - mit guter Ausstattung und viel Platz. Nach Abkoppeln des Wohnwagens geht’s bei schönem Wetter nach Trondheim.
      Trondheim ist eine sehr schöne Stadt – natürlich lag das auch am strahlenden Sonnenschein. Trondheim hat eine große Universität und so gibt es sehr viele junge Menschen auf den Strassen und in den reichlich vorhandenen Gartenlokalen zu sehen. Bei einem Spaziergang an Nidelva bestaunen wir das Technikmuseum, die schönen Brücken und die alten restaurierten Speicherhäuser. Wir wagen nochmals in einem Gartenlokal etwas zu essen – 2 Pizzen mit 2 Cola – und müssen wieder tief in die Tasche greifen: 62 € umgerechnet. Wir gehen dann noch weiter zum Dom – ist aber schon geschlossen und machen uns dann auf den Weg zum Parkhaus (10 € für 4 Stunden – fast geschenkt für norwegische Verhältnisse).

      18.7.2010 - 30 km

      Bei trübem Wetter geht’s erneut nach Trondheim. Wegen unserer Fellnase können wir den Nidarosdom nur einzeln besichtigen. Da es anfängt ‚Katzen und Hunde‘ zu regnen und wir aber mit unserem Hund nirgendwo reindürfen fahren wir zurück zu Campingplatz.

      19.7.2010

      Heute fahren wir von Trondheim nach Ålesund am Storefjord. Von hier aus wollen wir—so ist der Plan die Vogelinsel Runde und den berühmten Geirangerfjord ‘erobern‘. Unterwegs benutzen wir die mautpflichtige Brücke über den Gjemnessund.

      Dann fahren wir mit der Fähre von Molde nach Vestnes und überqueren den Storefjord, an dessen Mündung Ålesund auf einer Insel liegt.

      Das Wetter ist trüb, aber am Abend klart es auf und wir genießen eine gute Fernsicht. So fahren wir mit dem Auto auch hoch auf den Aussichtspunkt Aksla von wo man einen tollen Blick auf Stadt und Fjord genießt.

      20.7.2010 - 71 km

      Heute sollte ein ornithologischer Leckerbissen auf dem Programm stehen: die Vogelinsel Rund mit der größten Papageitaucher-Kolonie Europas. Fiel leider alles in's Wasser: die Felsen auf der Insel waren nass und schlüpfrig, die Sicht war praktisch null, so dass wir frustriert und ohne Fotos nach Ålesund zurückkehrten.

      In der Nacht hat es dann kräftig weitergeregnet, auch für den nächsten Tag war Regen angesagt, so dass wir uns entschlossen weiterzufahren.
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Skandinavienreise 2010 Teil 4

      21.7.2010 - 71 km

      Von Ålesund gings dann weiter nach Hellesylt bei strömendem Regen. Aber für den 23.7. war strahlender Sonnenschein angesagt. Da wir inzwischen wussten, dass man von Hellesylt mit einer Autofähre über den Geirangerfjord nach Geiranger gelangen kann, entschlossen wir uns diesen Tag abzuwarten und dann überzusetzen.

      22.7.2010 – 140 km


      Heute ist das Wetter schon deutlich besser und wir machen einen Ausflug in die Umgebung von Hellesylt. Wir fahren auf dem RV60 nach Stryn. Dabei passieren wir auch den Hornindalsvatnet, der mit 514m der tiefste See Europas ist. Wir sehen zahlreiche Wasserfälle und haben immer wieder atemberaubende Ausblicke auf den Innviksfjord.

      23.7.2010 -295 km

      Der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen: strahlender Sonnenschein, 25° C, fast windstill, was will man mehr? Also machen wir uns auf zur großen Fjordtour. Alle stellen sich geduldig an—für umgerechnet ungefähr 75 € werden Auto, zwei Erwachsene und Hund über den Geirangerfjord transportiert. Aber nicht das Ziel ist das Ziel, sondern der Weg dorthin. Einfach traumhaft schön. Und dann noch das 'Traumschiff vor der Kulisse von Geiranger. Aber . gegen die 'richtigen' Kreuzfahrer ist die 'Deutschland' schon ein bisschen mickrig.

      Von Geiranger ging‘s dann 1.050 Höhenmeter mit bis zu 12 % Steigung hinauf zum Djupavatnet am Stranda Fjellovergang. Den Dalsnibba haben wir uns geschenkt.

      Auf unserem Weg nach Lillehammer besuchten wir dann noch die Stabkirche in Lom (doch ein wenig Kultur).

      Unser Ziel war zunächst der Campingplatz Lillehammer am Mjøsavatnet. Zunächst hatte uns unser Navi bis vor eine Wand gelockt, die man kurzerhand wegen einer Baustelle am Ende einer mindestens 12%-igen Gefällstrecke dort hingestellt hatte, ohne jedoch am Anfang der Straße einen Hinweis darauf zu geben. Dann hatte man uns auf dem engen Camping-Platz eine Stellfläche zugewiesen, die wir nach Mühen erreicht, die dann aber besetzt war. Als wir dann den Platz wieder verlassen wollten, funktionierte die Schranke erst nach lähmenden 15 Minuten, in denen sich eine Schlange von mehr als 10 Fahrzeugen hinter uns gebildet hatte.

      Südlich von Lillehammer, auf dem Campingplatz Biristrand am haben wir dann den letzten Abend in Norwegen verbracht. Wir beschlossen dann: es ist genug, wir brauchen Erholung ob der mannigfaltigen Eindrücke in einem Land, das sicher das teuerste in Europa ist, das trotz enormen Reichtums die schlechtesten Straßen hat, dessen Einwohner zwar gelassen, aber von skandinavischer Rauheit – manchmal Unhöflichkeit – sind und das trotzdem grandios und immer eine Reise wert ist.


      24.7.2010 - 651 km

      Fahrt von Lillehammer nach Oslo auf einer über 45 km langen mautpflichtigen !!! Baustelle und weiter nach Helsinborg in Schweden, wo wir auf einem ‚Trafik‘-Platz übernachteten.

      25.7.2010 - 534 km

      Weiter gings heute bis nach St.Peter-Ording zu einer 5-tägigen Erholung in der ‚größten Sandkiste‘ der Welt. Hier waren wir auf dem Campingplatz Biehl - und die teutonischen Verbote hatten uns wieder. Der Platz mit seinen Einrichtungen ist recht ordentlich - obwohl die Stellplätze ein wenig mickrig sind - und das Personal wohl friesisch-unfreundlich ist (ganz wie in Skandinavien – wohl im ganzen Norden). Man müsste wohl mal ein paar Wiener oder auch Kölner zur Aufbesserung des Umgangs importieren. Trotz des mit 18°-20° kühlen und unbeständigen Wetters (oder gerade deswegen) sind wir nach 5 Tagen wieder fit und treten die Heimreise an – aber nicht so schnell.

      31.7.2010 - 309 km

      Auf geht’s heute Richtung Heimat bis zum Regenbogencamp Tecklenburg. Das ist für 10 € ein sehr empfehlenswerter Übernachtungsplatz (Wohnwagen kann angekuppelt bleiben) mit Dusche , Restaurant und Hallenbad.

      1.8.2010 - 350 km

      Die letzten km einer sehr schönen, natürlich auch anstrengenden Reise mit 9.100 Autokilometern - und die fast alle mit Wohnwagen am Haken - mit sehr vielen Ortswechseln und fast erdrückend vielen Eindrücken. Eine Reise, die so nur mit Wohnwagen oder Wohnmobil gemacht werden kann. Skandinavien - wir kommen wieder, dann mit Schwerpunkt auf die südlichen Teile von Finnland, Schweden und Norwegen - aber auch Dänemark wollen wir nicht vergessen.
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Danke für einen sehr schönen und informativen Bericht über eure Reise

      Hallo Molly (Mallone),
      ich habe auf diesen Bericht lange gewartet. Die Reiseschilderung und eure Eindrücke sind sehr lesenswert für mich gewesen. Die Bilder dazu werde ich mir noch ansehen. Ich habe ja auch vor, eine Reise, wie ihr sie gemacht habt, nächstes Jahr zu machen.
      Und habe mit Freude gelesen, dass sie mit einem 12,3m Gespann machbar ist.
      Ob ich dann auch die Sandpisten oder die Geiranger-Passage fahre, weiß ich noch nicht. Ich bin ja auch vermutlich einen Monat früher dran.
      Über Schweden rauf bis Höhe Lofoten, dann rüber nach Norwegen und die Lofoten wäre der Weg nach Norden.
      Runter dann immer an der Westküste entlang bis Christiansand. Dann mit der Fähre nach Hirtshals.
      Ich bin derzeit am planen und habe mich sehr über eure wertvollen Hinweise im Reisebericht gefreut.
      Ingo
    • klasse reisebericht :anbet: Molly,
      die erfahrungen mit dem gespann kann ich alle unterschreiben, allerdings ist unser :0-0: nur 2m breit und 10m lang

      zu den mautstraßen noch folgende empfehlung:

      wir sind heuer über dänemark und schweden nach norwegen gefahren und hatten im märz über das Öresundbrücke-Konsortium den BroBizz abonniert (Oeresundbron googlen).
      mit diesem sender-empfänger an der windschutzscheibe kann man nicht nur die dänischen brücken wesentlich billiger befahren, sondern in ganz süd-skandinavien bei den mautstellen jeweils die AutoPass-spur benutzen; die abrechnung kommt per creditcard und teilweise mit geringfügigen rabatten.
      zusätzlich gibts eine BroKord, mit der man die creditcard-spur benutzen kann (das heisst, dass man mit einem abo mit zwei fahrzeugen fahren kann :!: )
      man hat keine probleme mit dem bezahlen und muss keine "post" fürchten.
      nach der reise habe ich den BroBizz zurückgeschickt und mein abo damit beendet.

      kostenbeispiel oeresundbrücke:
      einfach im juli 2010 mit 10m-gespann 72€
      mit BroBizz 36€ abo + 32€ einfach = 68€
      also schon bei der einfachen fahrt geld gespart
      rückfahrt 32€
      kostenbeispiel storebeltbrücke:
      einfach ca 68€ (hab den genauen betrag grad nicht griffbereit)
      mit BroBizz ca 10% rabatt
      rückfahrt dto

      wir sind allerdings von Kristiansand N nach Hirtshals DK mit der Fähre zurück gefahren ( aFerry, 2 tage vorher im internet gebucht, sonderpreis 159€ )

      zur 45 km mautstrecke ein kurzer kommentar, der ein bischen ironisch gemeint ist :
      die maut wird in norwegen für ein erstelltes bauwerk/verkehrseinrichtung für eine gewisse zeit erhoben und entfällt später ganz.
      "leider" wird nicht derauf geachtet, ob das bauwerk auch immer bestimmungsgerecht genutzt werden kann (bei uns soll es allerdings auch so sein, dass die lkw-maut erhoben wird, obwohl die lkw in den baustellen auch oft nur mit 30-60 fahren dürfen).

      nochmal DANKE an Molly für den ausführlichen und professionellen bericht mit den ganzen verweisen/links.

      grüße
      m 8) rtin
      grüsse
      martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von m+m ()

    • Hallo,

      diese Reise haben wir 1965 mit dem Zelt gemacht. Deshalb war es schön, die Reise in deinem Bericht miterleben zu dürfen. Allerdings war damals das Wetter am Nordkapp so schlecht, das wir nix gesehen haben X( X( und wir haben dann in Hammerfest Station gemacht.

      Gut, den Norden will man einmal gesehen haben, aber unsere folgenden Reisen beschränkten sich dann auf Fjordnorwegen zwischen Kristiansand S. und max. bis Trondheim, weil uns dieser Teil Norwegens am besten gefällt.

      daf43
      Gruß aus der Pfalz von Dieter
    • Toller bericht.

      Eure Route hat viel Ähnlichkeit mit unserer Route 2006. Wir waren mit dem Chevrolet Transport als Zugfahrzeug unterwegs auch bis zum Norkap (es waren nur 2 Gespanne ein Wohnmobil und 2 Autos da. Wir hätten gerne dort übernachtet, aber leider herschte ende Juni dort Windstärke 11)

      und zurück und haben viele Passtraßen geschafft.

      2008 waren wir noch mal bis zum Sognefjord unterwegs und haben auch wieder einige Passtraßen riskiert. Das hat dann unser Getriebe am ende erledigt.Die Fahrzeuge sind alle nicht für große Zugkraft an Steigungen ausgelegt. Aber das ist ja der besondere Reiz an Norwegen.

      Nun haben wir uns iim Frühjahr den Nissan Pathfinder zugelegt. Der soll 3t bei 12% Steigung schaffen. das möchten wir gerne nächstes Jahr ausprobieren.

      Gafür suchen wir noch ein paar Mitstreiter.(Mitfahrer).

      Ich mache auch gerne wieder die Routenplanung. Habe schon wieder einige Ideen
    • daf43 schrieb:

      Gut, den Norden will man einmal gesehen haben, aber unsere folgenden Reisen beschränkten sich dann auf Fjordnorwegen zwischen Kristiansand S. und max. bis Trondheim, weil uns dieser Teil Norwegens am besten gefällt.
      Hallo daf43,

      ist auch meine Meinung.

      Im übrigen vielen Dank an alle für Euer Lob - man wird quasi zu weiteren Berichten genötigt.
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,
      ich sage jetzt einfach mal DANKE für diesen tollen Bericht. :ok

      Unser Traum ist es auch einmal eine solche Tour in Europas Norden zu unternehmen. Ihr habt ihn schon verwirklichen können - ich find's toll, dass Ihr uns ein Stück an eurer Reise habt teilnehmen lassen.

      Gruß - Maik :w
      es grüßt M. :w

      RUT-Thüringen ... immer wieder einfach Klasse ^^
    • Hallo Wolfgang,
      schöne Tour die ihr da gemacht habt. Da sind wir uns ja fast begegnet.
      Wir waren von Ende Mai bis Ende Juli unterwegs. 9000km in 8 Wochen.

      Hier mal unsere Fahrtroute. (rote Linie)
      Reiseroute scharf klein.jpg

      Ps. Wir hatten nach unserer Reise leider auch Probleme. Einige Passstrassen waren dann wohl doch zu viel. Getriebeschaden mit vier def. Lagern. Zum Glück alles auf Garantie.
    • @ mptuc; ist ja lustig, auf eurer Karte gibts noch die DDR.

      Fast so wie die rot markierte Linie waren wir auch 16.8 bis 12.9. 2009 und sind seit dem Skandinavienfans. Eure orange Tour machen wir wenn wir mal gaaanz viel Zeit haben, als gesunde Rentner, oder so, hoffendlich. Dieses Jahr geht es "nur" einmal quer durch Fjordnorwegen mit Stopps in DK (Insel Mön u. Helsingör) und S (Fjällbacka).
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.
    • Ich hatte mir extra eine alte Karte zur Veröffentlichung in Foren besorgt wg. Kopierschutz oä. Mit Karten die älter als 20 Jahre sind dürfte eigentlich nichts mehr passieren.
      Zur Reiseführung und Planung habe ich den grossen von Freytag&Berndt und das Navi mit CPs von Skandinavien genutzt.

      Ps. die orange Linie ist der Grenzverlauf N / SE
    • Hallo Wolfgang, tolle Bilder und astreiner Bericht :thumbsup: . Ne super Tour habt ihr da gemacht, bin ich voll neidisch. Bericht macht richtig Spass zu lesen und voll Lust auf losfahren ;( .
      Auch die kleinen Begebenheiten am Rande so´ner Tour find ich immer interessant, anscheinend schreibt ihr ja auch Tagebuch. Super gemacht, Respekt.
      Gruß, Detti
      Mit einem lieben Gruß :w , Detlef und seine Kerstin

      --------------------------------------------------------------------------------------------------
      Es gibt keine Menschen die nix erleben - wohl aber welche, die nix davon merken.
    • Molly_M schrieb:

      Aber Vorsicht: ein ganz kleines Schild am Anfang des RV17 weist auf eine Maut für die Saltstraumenbrua hin. Bezahlen kann man nach Überquerung der Brücke in einem coop Markt mit auch für Gespanne ausreichend großem Parkplatz. Tut man dies nicht, kann das zu Hause für böse Überraschungen in Form von Mahnungen mit absolut überhöhten Gebühren sorgen. Dies gilt im Übrigen auch für alle anderen mautpflichtigen Brücken oder Straßen. Also immer eine Stelle suchen, wo man bezahlen kann – auf der Autobahn sind das die Tank– und Rastplätze.

      1


      Also, auch von mir ein Danke für den schönen Bericht.

      Aber, deswegen hab ich das obige zitiert, seid wann iss denn die Brücke über den Saltstraumen mautpflichtig? Wir sind da in 2009 noch drübergefahren, ich hab da nix von Maut gesehen. Auch haben wir keine Post im Nachhinein bekommen. Wir sind allerdings auch nur für die Brücke nen kurzes Stück auf dem RV 17 gefahren, wir bevorzugen mehr die kleinen Sträßen wo weniger los ist :D

      Gruß, der Feger
      Der Weg ist das Ziel, auch wenn es keinen Weg mehr gibt, sondern nur noch eine Richtung.....
    • Feger schrieb:

      Aber, deswegen hab ich das obige zitiert, seid wann iss denn die Brücke über den Saltstraumen mautpflichtig? Wir sind da in 2009 noch drübergefahren, ich hab da nix von Maut gesehen. Auch haben wir keine Post im Nachhinein bekommen. Wir sind allerdings auch nur für die Brücke nen kurzes Stück auf dem RV 17 gefahren, wir bevorzugen mehr die kleinen Sträßen wo weniger los ist
      Hallo Feger,
      anbei eine kleine Grafik, die Strecke schien tatsächlich funkelnagelneu!
      Dateien
      • Saltstraumen.JPG

        (115,89 kB, 110 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Liebe Grüße aus dem Rheinland

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,
      ich habe nun mit Begeisterung Deinen Bericht gelesen und die tollen Fotos angeschaut.
      Wir waren 2010 etwas zeitversetzt auch in Norwegen, allerdings lediglich im Süden und in Fjord-Norwegen bis zum Geiranger. Wir sind übrigens beides mal mit der Fähre von und nach Hellesylt gefahren. Mein Mann hätte es wohl gemacht, aber weil ich so ein kleiner Angsthase bin, sind wir halt den Umweg gefahren.
      Dieses Jahr machen wir nun so eine ähnliche Reise wie Ihr 2010, auch wieder Sommer (Mitte Juli bis Mitte August). Nur, dass wir sowohl zum Nordkap hin als auch zurück beides mal über Norwegen fahren, damit wir so viel von diesem wunderschönen Land sehen wie möglich.
      Habt Ihr eigentlich die Fähre Gryllefjord-Andenes, bzw. Svolvær-Skutvik vorher reserviert?
      Zumindest von der letzteren hört man, dass man das im Hochsommer tun sollte! Mit Gespann braucht man ja auch noch mehr Platz als mit Auto oder Wohnmobil!

      Ich hoffe, ich kann Dich auch nach dieser etwas längeren Zeit noch mit Fragen löchern!

      Schon mal vielen Dank im Voraus.
      Liebe Grüße
      little.point Claudia