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kleine Werbung für das Erzgebirge

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    • kleine Werbung für das Erzgebirge

      Da kutscht man durch die weite Welt, bestaund Fjörde oder das Dinarische Gebirge; doch siehe, dass Gute/Schöne liegt auch oft so nahe.
      Unser Ziel, das Westerzgebirge liegt Luftlinie nur gute 200 km aus der Lausitz entfernt.
      Die Landschaft zwischen Zwickau und Oberwiesentthal ähnelt dem des Schwarzwaldes. Grundsätzlich anders aber ist der Habitus der Ortschaften. Genau so heimelig und sauber, aber sehr von den erzgebirgischen Traditionen mit den großen Schwibbögen und außerhalb der Weihnachtszeit leider meist abgedeckten Pyramieden und der Schnitzkunst, sowie von dem ehemaligen Bergbau geprägt.

      Angereist sind wir über Zwönitz. Das ist ein altes Bergbaustädtchen mit alter Historie, schönem Marktplatz und interessanten Stadtpark.
      Das Hotel "Stadt Zwönitz" bietet kostenlose ( bei Einkehr in Hotelrestauration) Stellplätze für Caravan u. Mobil an. Man steht da zentrumsnah und doch ganz ruhig.
      Schnell abgehangen und schon sind wir auf Expedition durch Stülpner karls Gebiet. Das war der örtliche und berüchtigte Räuber und Wildschütz, der den Reichen nahm und den Armen gab (angeblich). In der Nähe von seinem Geburtsort Ehren-Friedersdorf kann man eine kleine Wanderung von den Greifensteinen zu der Stülpnerhöhle machen und wird unterwegs an mehreren Schautafeln über Leben und Tun vom Karle informiert. Im Erzgebirge üblich ist es, den Vornahmen zuerst zu nennen, wie also beim Stülpner Karl.
      Von den Greifensteinen hat man eine weite Aussicht bis hin zum Fichtelberg und bemerkt: das Erzgebirge ist eher ein großes Hochplateau mit vielen tief und steil eingeschnittenen Tälern. Die Aussicht ist kostenpflichtig und der Aufstig kostet 1€ pro Person, wenn man sich nicht zu Zweit oder Dritt durch das Drehkreuz quetschen will.
      Natürlich überwältigt jetzt Ende Mai das herrliche Grün allerorten und der Kontrast junger Birken mit dunklen Fichtenwäldern.
      Auf dem Rückweg umrunden wir per Pedes den Greifensteinstauweiher, begutachten den dortigen Campingplatz (nicht schlecht, aber schon etwas größerer Typ) und durchfahren die Ortschaft Geyer, wobei es heftig auf und ab geht.
      Aktive Erholung muss belohnt werden.....also im Hotelrestaurant. Na ja, es gab nichts Besonderes. Aber essbar wars und der Service sehr freundlich.
      Wir waren die einzigen Gäste bis etwas später eine Kleinreisegruppe, ca 12 Personen mit einem riesiegen Reisebus aus dem unüberhörbar Schwäbischen eintraf und aus dem ausgelegten Menüblättchen mit reduziertem Speisenangebot wählen durften.
      Das Feierabendbierchen hatte ich gerade intus, da ging die Tür auf und der Zwönitzer Nachtwächter in zünftigen Habbit kam zur Gästebegrüßung.
      Punkt 22:00 würde er auf dem Marktplatz die Nachtruhe ausrufen und das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
      Das werde jeden Sa/So so praktiziert. Auf dem Marktplätzchen waren wir die einzigen Anwesenden und so gelangen schöne Videoaufnahmen vom Geschehen. Nach Hornblasen und Spruch bekamen wir noch einen kurzen (privaten) Abriß der Stadtgeschichte und umgebender Gebäude und den Hinweis wie schön es erst in der Advendszeit aussehen würde.
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Touringfahrer ()

    • Nach einer absolut ruhigen Nacht fahren wir also bei leichten Regenwetter weiter nach Bad Schlema zum dortigen Campingplatz "Silberbach"
      camping-silberbach.de/
      Das ist ein kleiner feiner Camping mit einer netten Berteiberfamilie (siehe Plauderecke "was sind nette Betreiber")
      Der Platz liegt schön, auf dem Gelände eines früheren Uranbergwerk. Das Mundloch zum ehemaligen Stalinschacht liegt gleich neben dem Camping am Fuß einer sicher 60m hohen ehemals strahlenden Abraumhalde.
      Ich hab mich öfters umgedreht, ob ich vielleicht einen Röntgenbildschatten werfe.
      Aber keine Angst. Die ganze Gegend, das gesamte Schlematal wurde von der Wismut aufs feinste saniert. Die Halde wurde abgedeckt und bepflanzt. Wenn man nicht fragt, würde man glauben, das sind alles natürliche Berge rundherum. Außerdem wird der Ort und auch der Camping permanent auf Strahlung überwacht und die Werte sind öffentlich einsehbar. Also alles im grünen Bereich.
      Die Rezeption ist in der ehemaligen Kantine, das sehr großzügige Sanitär im ehemaligen Lockschuppen. Einiges an Bergbaugerät kann man am Platz ansehen. Wie einen Überkopflader und das riesiege Lüftungsrad der Bewetterungsanlage des Schachtes. Das Teil ist einfach zu groß und zu schwer um es mit annehmbaren Mitteln vom Platz zuschaffen. Ich finde es passt sehr gut und sollte ruhig bleiben.
      Die Rezeption ist sporadisch besetzt. Meist wuselt der Chef irgendwo auf dem sehr gepflegten Platz herum. An der Tür hängt ein Schildchen, natürlich geschnitzt, wo die Zeit der nächsten Anwehsenheit im Büro markiert wird. Ist mal Keiner da, soll man sich einen Platz suchen, Strom anschließen und einrichten, anmelden kann man immer noch.
      Es gibt paar durch kleine Sträucher unterteilte sehr großzügige Stellplätze, sowie viel Wiesenplätze mit freier Platzwahl.
      Zu allen Plätzen gibt es ortsnah Strom, Wasser und Abwasser. das alles gibt es zu einem Inklusivepreis mit sehr guten Preis/leistungsverhältnis. Es gibt auch keine Duschmarken, Beschränkungszeiten o.Ähnliches.
      Die Rezeption bietet früh Brötchenservice, eine kleine Bibliothek u. vielerlei Infos. Das Sanitär ist Behindertengerecht, hat auch eine Sauna, eine Frauenpflegeecke und Trockenständer für die nassen Handtücher, die man aus der Therme mitbringt und die bei Dauerregen draußen ja kaum trocknen.
      Der nächste Supermarkt befindet sich in 5 Autominuten den Berg runter.
      Nun waren wir ja über Pfingsten da und der Platz ist höchstens nur zur Hälfte gefüllt.
      Vielleicht liegt es auch am durchwachsenen Wetter dieses Jahr.
      Das hat uns diesmal aber weniger gestört:
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.
    • Hallo Touringfahrer,

      schöner Bericht und doch gute Werbung für das Erzgebirge. Ich wohne in Zwönitz und mein Arbeitsplatz ist nur 1 Minute vom Stadthotel entfernt.
      Ich kann Dir die Weihnachtszeit sehr gut Empfehlen, es ist ein Traum wenn alles schön beleuchtet ist.
      Vor allem sehr schöne Weihnachtsmärkte.

      Wir waren über Pfingsten in der Mecklenburgischen Seenplatte. Es war sehr schön auf dem CP Havelberge am Woblitzsee.
      Liebe Grüße, Albin :ok
    • Hallo Touringfahrer,

      über die Gegend und über die Menschen hast Du sehr liebevoll geschrieben. Gefällt mir - und reizt zum Hinfahren.

      Im Gegenzug besuche Du mal Greifenstein in Hessen in der Nähe von Herborn mit Burgruine und Glockenmuseum.
      Ein CP ist in der Nähe:
      ulmtal.com

      Schöne Grüße
      Vivaldi
      "Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind". Sir Francis Bacon

      Das ist der ganze Jammer: Daß die Dummen so selbstsicher sind, und die Klugen so voller Zweifel.
      (Bertrand Russell (1872-1970), englischer Mathematiker und Philosoph, Nobelpreis für Literatur 1950)

      "Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Rahel Varnhagen (1771-1833)
    • Hallo Touringfahrer,

      da bin ich aber sauer das ihr euch nicht angemeldet habt :w . Arbeite in Zwönitz und wohne in Schwarzenberg. In Schneeberg bin ich aufgewachsen. Da hätten wir ja ein Mini-Usertreffen machen können. Aber und das ist das wichtigste. Euch hat es im schönen Erzgebirge gefallen. Bei eurem nächsten Aufenthalt in der Gegend könnt ihr auch mal den Campingplatz in Lindenau ausprobieren. :w


      ventana-camping.de/rzcplindenau1.html


      campingplatz-lindenau.de/


      Viele Grüße blablax
      Gruß blablax
      Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

      7. RUT Sachsen wir waren dabei.
      Sachsenstammtisch 2018

      - Unsere Wohnwagenseite
    • .....ich war ja noch gar nicht fertig, .......de Muddi hatte gerufen.
      @ bablax: wir waren bestimmt nicht das letzte mal in Schlema, und dann melde ich mich, versprochen.

      Also: Vom Platz aus in südlicher Richtung, immer am Silberbach entlang,
      gelangt man durch einen nagelneuen, schön angelegten Kurpark mit
      Aussichtshügel, Kräutergarten und Wildgehege zum Ortszentrum mit der
      Badeanstalt.

      Wenn man ohne sich ablenken zu lassen zur Terme läuft braucht man so 22 Minuten. Aber: man bewegt sich auf der Strecke (teilweise) entlang des Bergbaulehrpfad, des Planetenlehrpfad, und einem Erdenlehrpfad mit diversen Hinweistafeln und Ansehenswerten und muss quer durch den Kurpark mit verschiedenen Spazierwegen, Aussichten, Wasserkaskaden, einem Wildgehege......
      Will sagen, an Spazierwegen ab Campingplatz mangelt es nicht.
      Allerdings gibt es auch neben der Terme ein Parkhaus (2h 1€) mit überdachtem Zugang zum Bad und Ladensträßchen, als Schlechtwettervariante.
      Die Terme in Bad Schlema ist auch neu. Unter dem Ort ist ja die stärkste Radonquelle der Welt. Inzwischen ist das Heilwasser so 10 mal weniger stark mit Radon angereichert, bzw. 10 mal mehr verdünnt als im Kurbetrieb vor 1945.
      Es ist ein angenehmes nicht riechendes Wasser und wer fest daran glaubt, bei dem wirkt es auch. Auf alle Fälle war´s immer schön warm im Wasser und man kann sich an diversen Unterwasserdüsen und Sprudlern massieren lasen. Natürlich gibt es auch Dampf- u Trockensauna.
      Auch sonst wird es einem in Schlema nicht langweilig.
      Stundenlang kann man am Musikbrunnen sitzen und sich die Wasserspiele u. Fontänen zu klassischer oder moderner Musik betrachten.
      Sonntags gabs Kurkonzert, zünftig mit der Schlemaer Bergmanblaskapelle.
      Ich kenn ja Schlema nur unter der DDR-Bezeichnung Tal des Todes und wenn man einmal da ist muss man sich auch mit der Bergbautätigkeit, die zwischen 1945 bis ca1988 dazu geführt hatte, auseinandersetzen.
      Vorab: Wenn man es nicht anders wüsste, man würde annehmen Bad Schlema wäre nie etwas anderes gewesen als ein feiner Kurort, nun mit dem Vorzug der gesamtdeutsch recht geringen Bekanntheit und der daher recht übersichtlichen Frequentation. (man kann überall ohne Drängelei flanieren, Eis essen, Einkehren u. baden)
      Sehr empfehlenswert ist das Uranmuseum im Wismut-Kulturhaus. Da hab ich es auch getestet. Pechblende strahlt nur höchsten 30-40 cm weit und Radon hat eine Halbwertszeit zwischen 3 Stunden u. 3 Monaten. Und weil wirs immer genau wissen wollen sind wir natürlich auch in den Uranschacht eingefahren. Das geht im Besucherbergwerk, auch gleich in CP-Nähe.
      Man wird eingekleidet mit Fußlappen (schade, dass ihr meine Videos nicht sehen könnt :D ) Gummistiefeln, Geläucht und Overal.
      Dann gehts....zwar nicht die ganzen 1000 m in die Tiefe, aber doch ganz paar Meter. Die Führung ist spannend und sehr informatiev.
      Während der 10 Tage hatten wir ja nicht nur Thermenutzungsregenwetter.
      Von weiteren Expeditionen durch das Westerzgebirge berichte ich das nächste mal......de Muddi ruft schonn wieder
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.
    • Bad Schlema liegt ja recht zentral im Westerzgebirge. Bis zum Fichtelberg sind es knappe 30 km, bis nach Zwickau auch.

      Als wir das erste Mal durch Schlema fuhren und so etwas wie das Ortszentrum mit Marktplatz, Rathaus und Touristinfo suchen, werden wir nicht so recht fündig.

      Ein paar Mal auf und ab – und auf einmal standen wir auf einem wunderschönen mit einigen in Barock gehaltetenen Gebäuden flankierten Marktplatz, mit einer sehr großen Kirche im Hintergrund.

      Ich sag: „ Komisch, bei Tante Wiki stand ja gar nicht, dass Schlema so eine große Kirche hat….??“ Die größte Hallenkirche Sachsens, fast.

      Nun, das schöne Zentrum gehört bereits zu Schneeberg.

      Bad Schlema liegt eingezwängt im Tal zwischen Schneeberg und Aue und südlich kommt gleich noch Schwarzenberg.

      Alle Ortschaften gehen so ineinander über, dass man schon verdammt aufpassen muss, wo man gerade ist.

      Alle Städtchen sind sehenswert, besonders aber Schneeberg und Schwarzenberg.

      Für Letztere sollte man sich schon mal einen ganzen Tag Zeit nehmen:

      Fußlahme und Bequeme können mit einem Schrägseilaufzug vom zentralen Parkplatz zur Altstadt hinauffahren.

      Oben steht man dann gleich zwischen zwei unbedingt auch innerlich Ansehenswerten, der Georgskirche und dem Schloss.

      Wir hatten es gerade so geschafft zu Punkt 11:00 am Glockenspiel zu sein.

      Bei Schwarzenberg wurde in alter Zeit erstmalig Kaolin gefördert. Aus diesem wird das Meissner Porzellan hergestellt. Und aus diesem Grund gibt es ein herrliches Glockenspiel mit Glocken und Glöckchen aus Meissner Porzellan.

      Um 11 also kommt der Schwarzenberger Herold, der abends da auch als Nachtwächter fungiert, öffnet den die Glockenkammer und spielt ein paar Weisen auf einer Keyborttastatur.

      Wer will, unterhält sich im Anschluss mit dem Mann u. erfährt alles Wissenswerte zum Städtchen. Wir wollten natürlich und der Mann ist weit gereist; der kennt NY (Niesky/Oberlausitz)

      Nicht nur Kaolin, Schwarzenberg ist auch die Wiege der deutschen mechanisierten Waschmaschine (…und Wer hats erfunden…??), war kurz mal ein unabhängiger Staat und liegt überhaupt idyllisch auf einem Felssporn über dem Schwarzwasser. (zumindest die Altstadt)

      Ist man in der Gegend, kommt man an 3 Sachen nicht vorbei.

      An überdimensionierten Schwibbögen, freistehend und an Gebäuden, an Schnitzwerk im XXL-Format und an Fähnchen bis bettlakengroßen violetten Fahnen der Fußballclubs

      FC „Feilchen“ Aue.:
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.
    • Vor dem großen Regen und den Überflutungen in Bayern, Sachsen und Thüringen hatten wir in der vorletzten Maiwoche auch noch paar Sonnenstrahlen.

      Und Die nutzen wir zu Touren über Land.

      Wir kommen an der Talsperre Eibenstock vorbei, die 9 Tage später überlaufen wird.

      Wir halten in Sosa wo ein Ortsspaziergang nötig ist. Historische Gebäude sind mit Tafeln beschrieben. Besonders aber fallen die von einer örtlichen Firma gefertigten Metallgussreliefe auf, die in großer Zahl als Hausnummern, Gewerbeschilder, Gartentore und an der Kirchenmauer zu betrachten (und filmen) sind.

      Wir fahren über Wildental nach Johann Georgenstadt. Da ist das Erzgebirge besonders bergig und Deutschland auch gleich zu Ende.

      Im Böhmischen essen wir zu Mittag und tanken das Zugpferd auf. Nicht das es da besonders billig wäre. Die Zeiten sind vorbei. Aber das Essen hat mal eine andere Geschmacksrichtung und statt Kliis (Klöße) gibt es Knödel. Den Ramsch auf dem Vietnamesenmarkt kann man getrost auch ignorieren.

      Wir fahren weiter nach Oberwiesenthal. Das liegt unterhalb Sachsens höchstem Berg. Und ist der höchstgelegene Ort im Freistaat. Auf den Fichtelberg (1215m) kann man von Süden her mit dem Auto bis ganz nach oben fahren, oder von Norden her mit der Seilschwebebahn.

      Es ist Freitagnachmittag und der Ort kommt uns fast wie ausgestorben vor. Gut, in der Kirche übt der Organist und der Kirchenchor, aber sonst….?

      Später kommt bissel Leben auf, als wir eine größere Gruppe, mit solchen überdimensionierten Luftrollern begegnen, die grad mit Karacho Richtung Bahnhof rollern.

      Da wollen wir auch hin. Von Oberwiesenthal nach Cranzahl fährt ein Dampfzug.

      Am Lockschuppen beobachte ich das auftanken. Das Ding fährt mit Wasser! Na gut, und Kohle, die mir später zum Verhängnis und die Muddi fast zum weinen gebracht hat.

      Die Züge verkehren regelmäßig hin und her und im Salonwagen kann man gemütlich Kaffee trinken und ne Kleinigkeit essen. Des weiteren weiß man dann auch, warum eine „Bimmelbahn“ Bimmelbahn heißt: Die bimmelt über weite Strecken den Berg hinunter.

      Für besonders gelungene Videoaufnahmen bin ich dann nach außen auf den Terron (nennt man das so?) gegangen. In den engen Kurven sieht, hört…..und riecht man so schön weiter vorne die Lock schnaufen. Es rüttelt und schüttelt, man lehnt sich an und hält sich fest…. Wer abspringen und wieder auf muss, da besteht keine große Gefahr. Das Zügle fährt selten schneller als 25 km/h. Als ich dann wieder in den feinen Salonwagen komme macht die Muddi große Augen. Meine schöne helle Jacke, vorne und hinten, an den Ärmeln und überall, auch mein Gesicht und bissel die Hände: alles Rußgeschwärzt. Ich hab sofort die Linse von der Videokamera gereinigt.

      Auf dem Rückweg halten wir noch mal in Rittersgrün. Das ist ein lang gestrecktes Straßendorf, das sich beiderseits des Tals heraufzieht. Auf der nördlichen Seite fast ganz oben ist ein Eiskaffee. Im dortigen Wintergarten kann man auch bei schlechten Wetter Kuchen und Aussicht genießen.

      Nun ist es wieder Sonntag geworden und es regnet seit der Nacht. Was wir noch nicht ahnen können, es wird die nächsten 2 Wochen mehr oder weniger nicht mehr aufhören.

      Noch schnell ein Tipp für Schlechtwettertage: In Zwickau gibt es ein Automobilmuseum.

      Müßig, darauf hinzuweisen, das Sachsen und besonders Zwickau eine Wiege des deutschen Automobilbaus ist (AUDI)(…und Wer hats erfunden…?) Auf dem Gelände wo seinerzeit Horch, DKW, Trabant, und nun (in der nähe) der Passat gebaut wurde/wird befindet sich das August-Horch- Museum. Sogar die Muddi hats über 3 Stunden da drinnen mit mir ausgehalten. Nicht nur wegen der vielen Autos, auch sonst ist die Ausstellung sehenswert.

      Das war’s. Es gäbe noch viel zu entdecken.

      Also Tschüß Erzgebirge, bis zum nächsten Mal.
      Gruß an die Camper´s und ok ni jechen.
    • Erzgebirge

      Hallo Touringfahrer,

      wenn ich's nicht schon wäre, dann spätestens jetzt, nach Deinem Bericht, :)
      Ein Fan des Erzgebirges.
      Ich war auch schon einige Male in Schlema, auf dem Silberbach und in Lindenau am See.
      Natürlich habe ich die auch bei uns 'Wessies' bekannten Schwerpunkte schon besucht und kann Deine Schwärmereien nur
      unterschreiben.
      Auch kulturell ist einiges los. Ein bisschen musste ich über Deine Ausführung schmunzeln, daß da nur ein Organist und der
      Kirchenchor geübt hätte, ansonsten aber kein Leben spürbar gewesen wäre.. Das IST Leben :)
      Ein Konzert mit dem Trompeter Ludwig Güttler im 'Bergmannsdom' in Schneeberg war ein herausragendes Erlebnis.
      Oder das europäische Blasmusikfestival in Schlema Ende Septemeber. Ein Highlight.
      Was und wie Du über die Region schreibst, ist einfach großartig.
      Ich werde dieses Jahr mit Sicherheit nochmal dahin fahren.
      Und, dann auch wieder durch das Vogtland mit seiner grandiosen Tradition im Bau von Musikinstrumenten. :)

      Irgendwie hab ich es noch nie geschafft,in der Adventszeit im Erzgebirge zu sein.
      Die Lichterfeste müssen ja wirklich etwas Besonderes sein.

      Gruß, Alfons
      zuhause in Schwäbisch Sibirien
      -----------------------------------------------------------
      Prof. Bertrand Piccard, 1999 im Heißluftballon um die Erde:
      ' when the wind blows your way .. '


    • Also den CP Lindenau kann ich auch wärmstens empfehlen, der ist klein und familiär geführt. Fahren dort auch schon mal übers WE hin, ist ja nicht weit von Chemnitz und der Weg auf Arbeit(Stollberg) vom Platz aus ist der Gleiche. Und bei dem Minitreffen sind wir mit dabei. Auch schön der CP in Amtsberg bei Chemnitz ,,Erzgebirgsblick", mitten im Wald, richtig idyllisch. Wer die Ruhe liebt wie wir, ist dort richtig.



      Gruß aus dem Erzgebirge :w





    • Kleie Werbung für das Erzgebirge, das ist die sehr gelungen.

      Ist halt schon eine schöne Gegend mit viel Geschichte, die leider ein wenig in Vergessenheit geraden ist.

      Deine kleine Werbung sollte doch noch einige Anlocken :lol:
      :camping: viele Grüße aus Elbe-Elster

      Von Steffen