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Wo die Weser einen große Bogen macht ...

    • Wo die Weser einen große Bogen macht ...

      ...wo der Roland hält am Rathaus seine Wacht,
      ... wo man trinkt die Halben in zwei Zügen aus,
      das ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.


      Wie schon geschrieben hatte GöGa übers Wochenende ein paar Freundinnen zu besuch. Grund genug auszubüxen. Die Entscheidung fiel dann auf einen Kurzurlaub in der eigenen Stadt: Bremen.

      Himbeerfrau hat hiers chon einen sehr schönen Bericht zum Platz und zur Stadt eingestellt, aber so ganz ohne eigene Bilder mag ich dann auch nicht wieder nach Hause fahren.

      Gestern (Samstag) bin ich in die Stadt gefahren, und los geht es in der Obernstraße, eine der Haupteinkaufsstrassen der Stadt

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      Dann geht es erstmal runter zum Fluß:

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      Da liegt auch Friedrich, aber den kennt Ihr ja schon.

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      Die Schlachte:, früher Anlegestelle für Handelsschiffe, heute Kneipenmeile am Fluß

      ,,.
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karlsson ()

    • Bremen ist schon ne Reise wert.

      Was das Campen angeht, würde ich jedoch wohl nicht den Bremer CP am Unisee nehmen.

      Nicht, dass er schlecht ist - das nicht! NUR TEUER!

      Alternative: Steller See z.B. in der nähe von Delmenhorst.

      Vergesst Bremen Nord nicht beim Besuch..;-)
      Eric


      mein Hobby

      unser Hobby :0-0:
      Frühjahr 2017 Hopfensee
      Sommer 2017 Knauscamp Hamburg
      Spätsommer 2017 Le Brasilia
      Sommer 2018 Le Brasilia; Les Pins (les Salles sur Verdon); Knauscamp Hamburg

      Spätsommer 2018 Le Brasila
      Sommer 2019 Le Brasilia
      Sommer 2020 Bodensee
      Spätsommer 2020 Le Brasilia
    • So, weiter geht's.

      Im Wasser ein Kogge Nachbau, auf der unteren Promenade gibt es an jedem Samstag von März bis September einen Flohmarkt und oben auf der Schlachte von Anfang Mai bis Ende September den Kajenmarkt, mit Musik, Kunsthandwerk und Freßbuden.

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      Etwas weiter liegt die "Admiral Nelson" ein Pannekoekship.

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      Und so reihen sich auf der Weser Schiffe mit verschiedensten Nutzungen auf. Ausflugsdampfer, Gastronomieschiff, ein kleines Hotelschiff, ein Theaterschiff ....

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      Weiter geht es durch die Böttcherstrasse ...

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      Die meisten Gebäude dieser etwa 100 m langen Strasse sind nicht so alt wie sie aussehen. Im Mittelalter waren hier die Böttcher (Faßmacher) ansässig. Anfang des 20. Jahrhunderts verlegte der Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius (Kaffee HAG) in ein Haus der Böttcherstraße (heute Museum). Nach dem ersten Weltkrieg begann er dann mit der Restaurierung und dem Neuaufbau der restlichen Straße quasi als Geschenk an die Stadt.

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      Schon in der Böttcherstrasse waren reichlich Touristen unterwegs, in Bremens guter Stube, dem Marktplatz, sollte sich das dann vortsetzen. Zudem fand hier am Wochenende noch La Strada statt. Ein Festival der Gaukler und Straßenkünstler. - Unterhaltsam und schön für die Stadt, aber völlig störend für jemanden der loszieht um ein paar Stadtansichten zu zeigen. Ständig ist ein Kopp davor :(

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      Fortsetzung folgt ...
    • Trotz des Andrangs, ein paar Bilder von den Gebäuden rund um den Markt müssen ja sein. Sehenswert, der Bremer St.-Petri-Dom. Wer will kann die 265 Stufen des Südturms hinaufsteigen und die Aussicht genießen, oder man begibt sich in den Bleikeller und schaut sich ein paar Mumien an.

      Vor dem Dom, die Bremische Bürgerschaft - das Landesparlament.

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      Am beindruckensten ist natürlich das Rathaus und wer 'ne kleine Pause braucht, geht auf einen Schoppen in den Ratskeller.

      Ein wirklich schönes Bild vom Rathaus war am Samstag nicht zu machen, da entweder die schon erwähnten Touristenköppe oder ein paar Bühnen im Weg waren. Also einfach mal von unten die Fassade angeguckt:

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      Und dann gehört es natürlich auch noch dazu sich den Rolandanzuschauen.
      Symbol für die Wahrung der Stadtrechte, den Blick auf den Dom gewannt - als Warung zur Trennung der weltlichen und kirchlichen Macht.

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      Dagegen sind viele Besucher erstaunt wie klein das Denkmal für die Bremer Stadtmusikanten ausfällt. Jenen vier Gesellen, die es eigentlich nie bis nach Bremen geschafft haben, trotzdem die Beine des Esels zu berühren soll Glück bringen, und so sind sie auch wesentlich blanker als der Rest.

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      Fortsetzung folgt ...
    • Der Schnoor. Bremens ältestes Viertel. Um dort hinzukommen muß man allerdings auch über eine der häßlichsten Kreuzungen der Nachkriegszeit laufen. Belohnt wird man mit einem Besuch in einer Gegend die früher zu den ärmsten der Stadt gehörte, heute kann sich da kaum noch jemand die Mieten leisten.

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      ... und wieder drängen sich Touristen durch die engen Gassen.

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      Aber an dieser Stelle endet mein Stadtausflug dann auch. Der Himmel war auf einmal grau, nicht so schlimm, aber was dann passierte. Von Null auf Hundert ging die Welt unter. Eine Windrose fegte durch die Stadt, Die Postkarten einer Buhhandlung verteilten sich im Nu durch die ganze Stadt. Hab ich so noch nie erlebt. Ich brauchte so ca. 30 Sekunden um einen Platz zu finden, wo ich mich unterstellen konnte, aber da war ich schon völllig durchnässt.

      Eine Viertelstunde später war der Spuk vorbei. Der Schaden angerichtet, und ich pitschnass.
    • Zurück am Platz war's wieder sonnig. Und nachdem ich dann selbst auch getrocknet war gab's noch 'nen kleinen Snack:

      Ein Stück Dry Aged Beef, erstanden bei der Biofleischerei Raab in Bremen.

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      Das Fleisch kommt von auf der Weide gehaltenen Angusrindern aus Mecklenburg-Vorpommern. Im Plausch hat mir Herr Raab erzählt, daß er durch einen Artikel in der Beef darauf gekommen war das Fleisch mal länger reifen zu lassen und dann gemerkt hat, daß sein Kühlraum ideale Bedingungen dafür hat. Kaum Feuchtigkeit und dem zu Folge auch kaum Fäulniss, Wegschneiden muß er lediglich die trockenen Ränder.

      Das gute Stück kommt zunächst auf den ODC City Grill ...

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      Dann auf den Teller ...

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      Passt:

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      Nicht ganz billig, aber echt lecker. Ab- und zu kann man sich das mal gönnen. :prost:

      ...
    • Am Abend mache ich dann doch noch einen kleine Rundgang über den Platz.

      Die lieben Nachbarn:

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      Die Rezeption:

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      Und auf der Rückseite des Gebäudes das Restaurant "Il Largo"

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      Am ersten Abend hab' ich hier gegessen, nicht schlecht, aber das alte Restaurant/der alte Betreiber war besser. Ist auch nicht ganz billig und bei einer Familie schlägt das schon ein ganz schönes Loch in die Urlaubskasse. Dann vielleicht doch besser eine Viertelrunde um den See gehen und im Haus am Walde essen, oder etwa 500 m den Hochschulring entlang, da liegt das Restaurant "Zum Platzhirsch" - Habe dort nicht Probegegessen, aber wenn ich das richtig weiß, dann ist es ein Bayer der eine Mischung aus Süd- und Norddeutscher Küche anbietet, und das nicht schlecht.

      ...
    • Danke karrlson,

      es ist immer wieder schön deine Berichte zu lesen - ganz besonders, wenn sie so schön mit Bild und Schrift in Szene gesetzt wurden.

      Noch dazu mag ich die alten Hansestädte als "Fischkopp" sehr. :thumbup: Wenn unsere Kids ein bisschen größer sind, muss ich unbedingt schauen das auch mal die eine oder andere Städtereise dazu kommt.

      Danke für die tollen Eindrücke ;)
      Grüßle

      Stefan :w

      "Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?"
      Albert Einstein
    • Hallo karlsson!

      Ich mag Bremen :)
      Hast Du eigentlich dem Roland das Grillen schon einmal gezeigt? Wäre doch bei kleinem mal fällig? Oder?

      Bremen ist ja nun nicht weit weg vom Alten Land und ein schön zentraler Punkt für meine Freundinnen und mich :) so eine Art "Hühnertreffen": Prosecco, Bummeln, kleiner Imbiss, Bummeln, Shopping, nett essen, ...
      SMS nach Hause schicken: "Bremen, sehr sympathische Stadt!" = "Schatz, sag mal, müssen Deine Schuhe eigentlich auch im Schuhschrank stehen?"

      Es ist schön, Deine Sicht auf Bremen zu lesen und anzusehen. Danke!

      Viele Grüße
      Dagmar
      Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben.
      Kurt Tucholsky
    • reisebaer schrieb:

      Hast Du eigentlich dem Roland das Grillen schon einmal gezeigt?


      Der hat sich leider als etwas grobmotorig erwiesen. ;) - Aber der eine oder ander Campingnachbar blieb dann doch ob des Duftes stehen. :D

      Mir tat die Ruhe auf dem Platz mal ganz gut, was nicht den Eindruck erwecken soll, daß meine Frau mir zu Hause auf die Nerven geht. Mal ein paar Tage alleine sind auch ganz schön, aber ich verreise lieber mit ihr.

      Trotzdem, da das Wetter schöner wurde, bin ich einfach noch 3 Tage länger geblieben. Viel gemacht hab ich nicht, ein bißchen gelesen, ein ganz bißchen Fahrrad gefahren und noch ein wenig gegrillt.

      Mal mußte ich an den Rippen nagen ...

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      mal einfach vergrillen was ich so gefunden habe ...

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      ... und manchmal sind Beilagen doch überbewertet:

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      Für den letzten Abend hab ich dann noch das hier gefunden, nicht Dry Aged, aber auch nicht so ganz schlecht:

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      Jetzt war die Kühlbox leer, und er hier hatte Glück, ...

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      ... daß ich dann doch mal wieder nach Hause mußte. Da gab's dann das:

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      Ein wenig Lammlachs mit Bulgursalat.

      :prost:
    • Offen gesagt, war mein Vorhaben eigentlich etwas mehr von Bremen zu zeigen. Mit dem Gewitter war das dann aber vorbei, und ich war danach etwas antriebslos, bzw. ich hab dann auch ganz einfach mal die Ruhe genossen.

      @Strahlemann:

      Strahlemann schrieb:

      Also bei mir macht die Weser zwar woanders einen großen Bogen..


      Die anderen Weserbögen sind nicht weniger schön.


      Die Aktion "Bremen" setze ich dann bei anderer Gelegenheit mal fort, und möchte ganz gerne dazu aufrufen, daß auch andere User mal Ihre Heimat ein wenig vorstellen. Muß ja nicht immer mit Wohnwagen sein. 1-2 Bilder und 1-2 Sätze nach Feierabend. - Was ist schön da wo Ihr aufgewachsen seid oder wohnt? - Gerne auch mal 1-2 Tipps abseits der eingetretenen Pfade. Was steht nicht im Reiseführer?