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10.500 KM im Wohnwagen ein Erfahrungsbericht.

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    • 10.500 KM im Wohnwagen ein Erfahrungsbericht.

      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/arnim-das-ende-vom-anfang.jpg]
      Am 27.04.2013 bin ich mit dem Wohnwagen losgefahren und am 10.07.2013 wieder in Deutschland angekommen. Zusammen mit vielen Erlebnissen und 8000 Aufnahmen deren Auswertung jetzt beendet ist. Auch der Grund warum ich erst jetzt dazu etwas schreibe,
      10500 KM kreuz und quer durch Frankreich und Spanien. Da aber Spanien das eigentliche Hauptziel war stelle ich das Thema hier ein.

      Ausdrücklich danken möchte ich Thomas aus diesem Forum der meine Reiseplanung durch die Empfehlung vor allem zweier Bücher konkretisiert hat . (Rolf Legler " Von der Rhone bis zu den Pyrenäen" und Rolf Legler "Entlang der Jakobs Pilgerwege vom Zentralmassiv zu den Pyrenäen")

      10500 KM über Stock und STein sind Erfahrungen die , wie ich einfach mal behaupte, nicht so viele hier im Forum haben werden.
      Als ich die ersten Beiträge geschrieben habe und geäußert habe das ich mit dem Wohnwagen viel herumfahren werde haben einige mir den Rat erteilt doch lieber auf ein Wohnmobil umzusteigen. Meine Erfahrungen auf der Reise haben aber gezeigt das der Wohnwagen aus vielerlei Gründen die richtige Entscheidung war.

      Fazit:
      1. Ich habe nicht einmal auf einen Campingplatz übernachtet. !! Einige werden sich jetzt entrüstet fragen aber was hat er denn mit den Fäkalien gemacht ?? Nund das war ganz einfach. Wenn der Tank voll ist, was bei einer einzelnen Person , die zudem die Notdurft meistens in gastronomischen Einrichtungen verrichtet hat, bin ich zu einem CP gefahren habe gefragt ob ich für einen Obulus in Höhe zwiscshen 2,-€ bis 5,-€ meinen Tank entleeren kann. Oftmals ging das auch gänzlich ohne finanzielle Aufwendungen. Auch habe ich nicht länger als einen Tag an einem Ort verbracht. Also immer meist eine Übernachtung. Auf der ganzen Reise kam es nicht einmal zu Beschwerden oder NAchfragen. Die Übernachtung erfolgte so an wirklich romantischen Plätzen die ich so nicht vergessen werde.
      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/mein-navi-und-ich.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/galizien-wohnwagen.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/galizien-cape-finisterre-wohnwagen.jpg]

      2. Auf den STrecken habe ich nicht einen einzigen Cent Mautgebühr bezahlt. Auffällig , insbesondere in Spanien war dabei das eine ebenso gut ausgebaute Autobahn parrallel zur kostenpflichtigen verlief. An vielen Streckenabschnitten war die schon kaum befahren da konnte ich mir vorstellen wie wenig dann auf den Mautstrecken los war. Ich habe so insgesammt die Reise nicht nach den Autobahnen sondern nach den Sehenswürdigkeiten geplant. Was manchmal dann auf Schotterwegen oder Sackgassen endete...
      3. Meine ganze Umrüstung hat sich 100% bewährt. Die 300 Wp Solaranlage lieferte mehr als genug STrom für Notebook, Ladung aller Verbraucher ( Forobatterien, Handy etc,Rasierapparat elektr. Zahnbürste etc. ) und stundenlagen Musikgenuss. Die Verbindung von einer leistungsfährigen Solaranlage, der Umrsüstung aller Lampen auf helle LED und einer großen 180 Ah Batterie gewährleistet selbst eine kleine Sightseeingtour mit dem Mover über Stock und STein. Einen TV hatte ich nicht mit da ich einfach die Abendstunden dafür genutzt hatte die weitere Reise genauer zu planen.
      4. Nach der Reise möchte ich auch auf zwei Diskussionen eingehen die hier geführt wurden. die eine lautete in etwa kann ich mit einem 80 PS Auto einen Wohnwagen ziehen. Nun ich persönlich muss sagen das meine 200 Diesel PS mit 400 Nm gerade ausreichend waren und ich wirklich nicht ein einziges PS missen möchte. Vieles geht aus den KArten nicht hervor. Der Zustand der STrassen die Steigungen auf Nebenstrassen. So bin ich in Frankreich in Richtung Lourdes eine kleine Nebenstrasse mit vielen Aussichtspunkten gefahren. 14 % Steigung schien anfangs kaum glaubhaft. Es goss in Strömen....Nebel kaum Sicht. Esging los mit dem sechsten Gang... die Drehzahl sackte schnell ab 5. Gang dann der vierte der dritte und der zweite und als ich im ersten mühsam die Steigung erklomm ohne sicht und mit teilweise durchdrehenden Rädern wurde mir Angst und Bange. 200 PS sind Sicherheit auch unvorhergesehenes zu meistern.
      Bilder zu der STrecke Ende Juni !

      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/beost-pass-im-nebel-1-d918.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/beost-pass-im-nebel-3-d918.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/beost-pass-im-nebel-2-d918.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/beost-pass-im-nebel-juni.jpg]
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von marksman ()

    • 4. braucht man ein Ersatzrad. Ich hatte keines mit weder im Wohnwagen noch im Auto. Seit meinem 18 Lebensjahr fahre ich Auto und im Jahr rund 20.000 KM oder mehr. Bisher gab es keine Reifenpanne. Aber am Arsch der Welt in einem kleinen Ort namens Olite nachdem ich abenteuerliche Schotterwege auf der am Ende vergeblichen Suche nach irgendwelchen Dolmen abgefahren war hat es mich an einem Sonntag erwischt. der vordere Reifen vom Monedeo war platt wie eine Flunder. Toll. Aber dadurch konnte ich die hilfsbereitschaft der Spanier genießen und einen sehr erholsamen Tag in der ehemaligen Hauptstadt des Königsreiches NAvarra verbringen. Nahe Rioja kann der Rotwein woanders kaum besser schmecken und ein richtig großes Glas Wein für 1,50€ tut nicht weh. Es war richtig ein gelungener Abend mit einigen schönen Nachtaufnahmen....

      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/navarre-olite-koenigspalast-nachts.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/navarre-olite-koenigspalast-nachts-1.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/navarre-olite-nachts.jpg]

      Am gleichen Tag hatte ich den ADAC angerufen und Montag früh um 8:30 Uhr war der neue passende Reifen montiert mit dem ich auch beim TÜV in Deutschland keine Probleme hatte. Wenn ich wirklich in Olite ! an nur einem Tag einen neuen Reifen bekomme sehe ich auch in Zukunft keine Veranlassung einen schweren Ersatzreifen für das Auto und evtl. noch einen für den WW mit zu schleppen
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    • Spannend. Respekt, dass du das trotz aller Unkenrufen durchgezogen hast.

      Sicher eine tolle Erfahrung, insbesondere da du das ganz allein gemacht hast. Gerne wurde ich noch ein wenig mehr zur reise und deinen persönlichen Erfahrungen lesen


      ALFISTA
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      Alfista

      Erinnern, nicht vergessen! Unser Leben und Handeln einfach mal in Frage stellen.

      Die Erinnerung wach halten.

      Ich weiß, dass ich nichts weiß. Wenn das mehr Menschen wüssten, gäbe es mehr Respekt.
    • ich schreib gerade daran :) da kommt auch noch einiges. Aber es soll insgesamt mehr ein Erfahrungsbericht sein der auch auf Diskussionen eingeht die hier im Forum geführt wurden...

      5. Mover. Es gab Anfragen zu der Qualität der preiswerten holländischen Movers den ich mir auch gekauft habe. Den hab ich mehrfach am Tage benutzt. Auf Strassen Steinwegen Wiesen Schlamm. Der hat alles aber auch alles mitgemacht und den Wagen aus dem Dreck gezogen ohne den wäre ich aufgeschmissen. Generell hat der Mover aber auch ein Nachteil er verringert die Bodenfreiheit. Da die Spanier die sinnlose Art haben selbst in den kleinsten Dörfern ihre STrassen durch hohe Wälle unpassierbar zu machen ist mir der Mover auch prompt aufgesetzt . Als mein größter Feind hat sich mein Navi erwiesen. Wenn die Anweisung kam: "in 250 Metern den Kreisverkehr an der nächsten Ausfahrt verlassen...." und die nächste Ausfahrt sich als Trampelpfad erwies der in einer Kuhherde mündete.. brauchte ich nicht lange zu warten auf die lakonische Bemerkung... "wenn möglich bitte Wenden" oftmals war das nicht möglich weil die Strasse viel zu schmal war. Wiedermal in so einer Situation gekommen habe ich den WW abgehagen mit einem grinsen zur Fernbedienung des Movers gegriffen und musste feststellen das der nach links zog und absolut nicht zum wenden zu bewegen war.
      Nach längeren Suchen habe ich dann feststellen müssen das die Achse sich verzogen hatte. Auf einer Seite wurde der Mover ans Rad gepresst und auf der anderen vom Rad weggeschoben. Zum Glück hatte ich meinen Mondeo mit allen möglichen Sachen aus Berlin für mein Apartment an der Costa del Sol voll geladen unter anderem auch mehrere Werkzeugkoffer. In brütender Hitze auf spitzen Steinen liegend hab ich das dann gerichtet. Dannach bin ich immer sehr sehr vorsichtig über herausragende Hindernisse gefahren. Der Mover an sich was unverzichtbar.

      6. Es gab auch Pannen. eine hatte ich schon genannt der Mover. Der hat aber auch wirklich Kraft auf einem Steinigen Untergrund hat er den Wohnwagen gedreht das Bugrad konnte sich nicht mitdrehen und brach dann in mehrere Stücke. War eine schwierige Situation weil ich nun den Wohnwagen nicht mehr abhängen konnte. Da das aber auf der Hinfahrt in Küstennähe passiert ist habe ich bald einen Wohnwagenhändler gefunden der mit ein nuees Stahlbugrad mit einer neuen Spindel für 90,-€ spendiert hat. Die Reifenpanne habe ich schon erwähnt am Ende ist mir in den Pyrenäen noch ein Stück von der Stoßstange abgeplatzt weil mich mein Navi wieder in eine Sackgasse bugsierte aus der ich in 1,5 h durch unzählige Wendemanöver wieder herauskam. Eines davon endete an einem Koppelzaun.
      Hat aber auch nichts gemacht ich hab das Stück das in hohem Bogen davon flog auf der Wiese gefunden und einen Tag später mit zweikomponenten Kleber wiederangebracht. Es ist bis heute noch dran.
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    • Oh ich bin gerührt . Danke für euren Zuspruch ich schreib ja immer noch fleißig . Eigentlich wollte ich zu den Bildern am Ende etwas sagen.
      Ich habe die Sony Alpha 99 eine Fullframekamera und meines Erachtens das bestewar es zur Zeit gibt. An Objektiven viele.
      ein sehr lichtstarkes 85/1,4, ein Ultraweitwinkel 17-35 und ein "immerdrauf 24-70/2,8 ein Tele 70-200/2,8 und einiges mehr. 8000 Bilder habe ich ausgewertet und die m.E. sehenswerten auf meine Fotowebseite hochgeladen.
      Ich würde sehr empfehel schaut sie euch an auch wenn es länger dauert. Wenn euch ein Bild gefällt klickt auf das Bild dann wird es vergrößert dargestellt.
      Warum ich euch dazu rate ist einfach.
      Wer irgendwann einmal plant nach Spanien oder Frankreich zu fahren bekommt hier einen guten bildlichen Eindruck vermittelt.
      Link - spanien
      digitale-fotografie.arnim-bach.de/reisen/spanien/index.html
      Link - Frankreich
      digitale-fotografie.arnim-bach…sen/frankreich/index.html
      Beispielbilder aus Spanien:
      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/peniscola-templerburg.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/alhambra-sierra-nevada.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/frigiliana.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/toledo-sonnenuntergang.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/toledo-eingangstor.jpg]
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    • hier eine gesamte Liste von den Orten die ich besucht habe:



      Reise 2013 – 10500 KM mit
      dem Wohnwagen durch Frankreich und Spanien.
      Frankreich


      1. Metz


      2. Nancy


      3. Troyes


      4. Pontigny


      5. Vezelay


      6. Georges de Tarn


      7. Le Puy


      8. Auxerre


      9. Albi


      10. Carcasson


      11. Die fünf Söhne ( Burgen um Carcasson
      ) –


      11.1.Queribus


      11.2.Aguilar


      11.3.Peyrepertuse


      11.4.Termes


      11.5.Puilaurens


      11.6.Ab hier alleine angeschaut


      12. Erste Überquerung der Pyrenäen bei Roncesvalles (Saint-Jean-Pied-de-Port
      )



      13. Laruns National Park Pyrenäen –


      14. Eaux-Bonnes Pyrenäen –


      15. Louvie Juzon (Beost ) Pyrenäen-


      16. Lestelle-Betharram Pyrenäen-


      17. Lourdes Pyrenäen –


      18. Moissac ( Abbaye Saint Pierre )


      19. Rodez


      20. Cahors
      ( Pont Valentre , Chemin de la Chartreuse,Promenade de Coty ) Fluß Lot


      21. Saint
      Cirq Lapopie ( Midi Pyrenees ) !!! Valle de Lot !


      22. Lamagol


      23. Figeac


      24. Laroque
      Bouillac


      25. Saint
      Cyprien sur Dourdon


      26. Conques


      27. Rocamadour


      28. Domme


      29. La
      Roque Gageac


      30. Chateau
      de Castelnaud – (Castellnaud la-chapelle
      )


      31. Chateau de Beynac – (Beynac et
      cazenac ) an der Dordogne


      32. Beaulieu
      sur Loire (Boote) Foret de Ronceaux ( Mohnfelder )


      33.
      Vezelay ( 2. Mal auf dem Rückweg ) ( Ende der
      Reise: 25.06.2013 )



      Provinzen in Spanien


      1. Catalonia


      2. Andalusia


      3. Castile la Mancha


      4. Castile Leon


      5. Galicia


      6. Asturia


      7. La Rioja


      8. Navarre


      9. Zaragoza


      10. Huesca


      11. Spanien


      1. Montserrat


      2. Santes Creus


      3. Poblet


      4. Peniscola


      5. Nerja ( Costa del Sol )


      6. Torrox


      7.
      Ab hier alleine angeschaut.
      .(losgefahren 27.05.2013)



      8.
      La
      Manacha -Consuegra


      9.
      La
      Mancha


      10. Castillie - Toledo


      11. Castillie - Avila


      12. Castillie - Segovia


      13. Castillie - Salamanca


      14. Toro


      15. Zamora


      16. Ourense


      17. Monasterio de San Esteban de Sil


      18. Monasterio de San Pedro


      19. Ourense -Monterrei


      20. Lugo -Monforte de Lemos


      21. Santiago
      de Compostela – a coruna


      22. Anchoa ( Küste Galizien )


      23. Carnota ( Küste Galizien )


      24. Cee ( Küste Galizien )


      25. Vilar ( Küste Galizien )


      26. Ezaro ( Küste Galizien )


      27. Cape finisterre ( Küste Galizien )


      28. Brandomil-rio xallas


      29. Melide
      – iglesia de santa maria


      30. Vilar
      de donas


      31. Sarria – convento dos mercedarios


      32. Castillia-leon
      las medulas ( orrellan )


      33. Castillia-leon
      Ponferrada ( Castillo templario ) - leon


      34. Castrillo
      de los Polvazares ( Dorf vor Leon )


      35. Astorga


      36. Leon


      37. Monasterio de s. Miguel de Escalada


      38. Fromista


      39. Burgos


      40. Burgos
      – Kloster Santa Maria real de las Huelgas ( nahe bei Burgos )


      41. Burgos-cartuja de Miraflores (
      Grabmahl Burder und Eltern Isabella´s der Katholischen )


      42. Covarrubias- ( rio Arlanza) –
      angeblich Fachwerkhäuser aber kaum lohnenswert


      43. Santo Domingo de Silos


      44. Santo
      Domingo de la Calzada ( Hühnerwunder )


      45. Monasterio
      de Suso – Provinz Rioja


      46. La
      Rioja- Najera – Monasterio Santa Maria la Real


      47. Estella
      Navarre ( Iglesia San Pedro )


      48. Navarre
      Monasterio de Irache


      49. Navarre
      Monasterio de Santa Maria la Real de Iranzu


      50. Navarre
      Puente la Reina


      51. Navarre
      Iglesia Santa Maria Eunate


      52. Roncesvalles
      ( Rolandslied )- Monasterio de Roncesvalles


      53. Navarre-Jaurieta


      54. Navarre
      – Ochagavia


      55. Foz de Arbayun ( am Fluss Salazar )


      56. Foz de Lumbier ( am Fluss Salazar )


      57. Navarre - Artajona ( Festung )


      58. Navarre – Olite ( weinbaustadt –
      Königspalast ehem. Hauptstadt von Navarre )


      59. Navarre- Ujue


      60. Navarre-Eslava


      61. Navarre-
      Convento de San Franzisco Javier


      62. Navarre-
      Monasterio de Leyre


      63. Zaragoza-
      Sigües


      64. Zaragoza
      Embalse de Yesa


      65. Huesca
      – Jaca


      ENDE DER REISE IN SPANIEN
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
    • Die Liste ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Denn auf der Hinreise habe ich Städte in Frankreich besucht. Bin dann bei Montserrat rüber nach Spanien im wesentlichen die Küste entlang bis Torrox wo ich zwei Wochen in meinem Apartment eine Pause machte dann ins landesinnere in Spanien durch die La Mancha durch Kastilien dann nach Galizien wieder Kastilien - Leon und rein nach Navarra um dann bei hinter Jaca nach Frankreich zu fahren wo ich wieder viele Sehenswürdigkeiten besucht hatte.
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    • Eindrücke:



      Meine große Reise war einzigartig.
      So etwas macht man nur einmal und ich staune heute im Rückblick wie ich das
      geschafft habe.
      Es war wie eine Zeitreise. Nirgends auf der Welt war das frühe Mittelalter so präsent wie in Spanien wenn man sich auf die Faszination
      von Landschaft und Architektur einließ war es auch ein ganz besonderes emotionales Erlebnis.

      Die Fiesta in Toledo, die Abschlussfeiern der Studenten in Salamanca, die Hochzeiten in der ehrwürdigen Kathedrale in Avila, die Weinverkostung in Toro und die kleinen Tapasbars in der Königsstadt Olite waren genauso bemerkenswert wie die vor der Festungsmauer in Jaca weidende Hirschherde und der mächtige Zwölfender welcher sich neugierig für meine Kamera interessierte.

      Es gibt Städte da fährt man immer wieder gerne hin und ist begeistert von dem Gesamtensemble dass durch Generationen von Menschen , und einem Glauben der wahre Berge versetzt hat , geschaffen wurde. Toledo gehört für mich dazu. Die Jahrhunderte der Geschichte und Jahre der Leidenschaften wehen durch die engen Gassen wie die Nebel von Avalon.

      Als ich in Avila die Augen schloss und ganz still vor den gewaltigen Festungsmauern der Stadt stand, spürte ich wie die Erde bebt und ich sah die christlichen Ritter, angeführt von der Reliquie der heiligen Teresa, mit ihren mächtigen Schlachtrössern und dem schweren Rüstzeug den maurischen Heerscharen entgegen stürmen um die letzte Bastion der Christenheit zu verteidigen, lange bevor an den Kreuzzügen gedacht wurde.
      Hier ist die Erde blutgetränkt und Helden wurden zu Legenden. Wo gibt es das sonst noch auf der Welt.

      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/avila-muralla.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/avila-muralla-kathedrale.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/avila-muralla-nachts.jpg]

      Und fahre nach Roncesvalles. Stehe dort auf dem Pass im dichten, feuchten Nebel und siehe ! hier und dort formt sich ein Schlachtross aus dem wallenden dichten Weiß und tritt aus dem dunklen und undurchdringlichen Wald heraus… Es sind die Geister der gepanzerten Frankenreiter um Roland, dem Herzog der Bretagne. Hier wurden Sie im Jahre des Herrn 778 von den Wasgonen in einem Hinterhalt gelockt und die tapfersten der Tapferen fanden ihr grausiges Ende.

      Der Wind trug die Schreie der Gepeinigten in die Täler, in die Kamine der Freien Bauern und mit den Jahren erzählten Sie sich , noch bis heute, die Geschichte vom tapferen Roland und seinem Schwert Durindart .

      Und als ich dort , hoch oben, stand fragte ich mich das eine und andere Mal ob das heulen in der Luft vom kalten Wind rührt, oder ob es Roland ist der mit seinem Horn Olifant noch immer das Frankenheer unter Karl dem Großen zu Hilfe ruft…

      Bei all dem aber überragt der Eindruck der Kathedrale von Burgos die an sich schon ein Wunder ist.

      Wir alle sind nur ein Staubkorn im ewigen Sturm der Zeit ,aber manche von uns sind großartig und so Bestandteil der Ewigkeit.
      Sie schaffen solche unverwechselbaren Wunder wie die Kathedrale von Burgos mit dem Grabmal von Isabella der Katholischen und Alfonso dem VI, vor dem sich noch nach 1000 Jahren die Pilger verneigen und die eine oder andere Träne vergießen werden.

      [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/burgos-kathedrale-6.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/burgos-kathedrale-alfonso-und-isabelle.jpg] [IMG:http://digitale-fotografie.arnim-bach.de/images/burgos-kathedrale-nachts.jpg]

      Nicht minder überwältigend ist das Monasterio de Miraflores mit dem Alabastergräbern ihrer Eltern.


      Das vor allem war die Reise für mich und die Erinnerung daran wird meine dunklen Tage erleuchten. Einiges konnte ich bildlich gestalten aber die vielen Begegnungen die kleinen Erlebnisse am Rande die unvergesslich bleiben kann man so nicht archivieren.

      Ich erinnere mich an das alte Ehepaar die auf einem Pilgerstab gestützt, in zerschlissener Kleidung, sich liebevoll an den Händen haltend, ihr schlohweißes Haar wirr im lauen Wind wehend, ehrfürchtig vor der Kathedrale in Santiago standen um dann betend nieder zu knien. Sie waren nach so langer und entbehrungsreicher Reise angekommen. An sich und für sich.

      Unvergessen ist auch die Flasche Wein aus Rioja die sich vier gebrechliche alte Männer aufgespart hatten – für das Ende der Welt. Die wir dann, dort im fernen Galizien ,zusammen getrunken haben und dabei die eine oder andere philosophische Weisheit die Runde machte. ( Kap finsterre )

      Wenn du dort oben dem harten Wind trotzt, inmitten blühender Berge und schroffer Felsen und hinaus schaust auf das unendliche Meer in das in weiter , weiter Ferne, irgendwann am Abend , die Sonne versinkt – dem letzten Bekannten Ort der Menschen vor Entdeckung Amerikas durch Kolumbus und gleichzeitig dem eigentlichen Ende der Pilgerreise, dann wird dir deine
      Winzigkeit und Endlichkeit bewusst.

      Ich bin in meinen Gedanken bei den einfachen, hart arbeitenden, Bauern die mit mir den Wein geteilt haben und den Priestern in einsamen abgelegenen Klöstern die mir ihren Segen gaben. Alles wird mich begleiten auf den Rest meines Weges.

      Das vor allem war wohl diese lang geplante Reise für mich....
      Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von marksman ()

    • Beeindruckend, phantastisch, bewegend, interressant, überwältigend...

      Vielen Dank, dass Du Deine Eindrücke, Erlebnisse und Bilder hier mit uns teilst :anbet:

      Einige der Bilder sind HDR, oder?

      Bitte weiter so... :prost:


      Viele Grüße vom Tegernseer Land :w
      Manfred