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Geheimprojekt Lander Pierre Cardin ( Firelander )

    • Geheimprojekt Lander Pierre Cardin ( Firelander )

      Hallo zusammen,

      ich bin der Paul, neu hier im Forum, genauso "neu" wie mein soeben erstandener Lander 474 "Pierre Cardin"
      Wenn Ihr Lust habt, dann könnt Ihr in loser Folge das "Geheimprojekt" FeuerwehrWohnwagen mit mir begleiten.
      Geheimprojekt deshalb weil ich Frau & Kind damit überraschen möchte ;) Beide wissen (noch) nichts davon.



      Kurze Einleitung:
      Es ist unser erster Wohnwagen, für unsere bisherigen Campingaufenthalte nutzten wir unseren Feuerwehroldtimer als Übernachtungsmöglichkeit. Da haben wir per OSB Platten eine Liegewiese eingebaut und im Schlafsack drauf geschlafen. Geht prima ist aber mit Kompromissen verbunden. Zuerst reifte der Gedanke die Feuerwehr per Innenausbau wohnlich zu gestalten, aufgrund fehlender Stehhöhe sowie der Vorgaben für ein H- Kennzeichen (so hätten wir z.B. keine Fenster im Laderaum einbauen können) und der Problematik das ein Wohnmobil auf dem CP zur Immobilie wird, fiel die Wahl dann auf einen Wohnwagen.


      Da dieser später hinter einem Feuerwehroldtimer laufen soll, musste es ein Wohni sein der entsprechenden Style/Flair mitbringt. Das heisst abgerundetes Dach, abgerundete Ecken... Seit einigen Monaten habe ich mich dann auf dem Markt umgeschaut, BIOD, MKP und LANDER kamen auf meine Beobachtungsliste in diversen Portalen.


      Geworden ist es nun ein Lander 474 Sondermodell Pierre Cardin mit Erstzulassung in 1986
      Von der Form ähnlich unserem Feuerwehr Kastenwagen, mit abgerundeten Ecken hat er das gewisse Extra ;-)


      Auch das Innenleben passt zu unseren Vorstellungen. Kein Eiche rustikal, kein braun sondern eine helle weisse Einrichtung und ein luftiger Grundriss. Eine grosse Sitzecke / Liegewiese und eine kleine Sitzecke die einmal das Bett für die Tochter werden soll. Dazu noch ein Badabteil mit Duschwanne, Waschbecken und PortaPotti. Letzteres war besonders wichtig da weder Frau noch Töchterchen gerne in der Nacht fürs kleine Geschäft nach draussen gegangen sind. Nun gehts inside ;-)


      Anbei zwei Bilder geschossen auf der abendlichen Überführung...



      Dateien
      • image.jpg

        (270,38 kB, 1.717 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • image.jpg

        (197,03 kB, 1.696 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Lander Graziella.....

      ist ein Stichwort, unter dem hier im Forum zweimal Restaurierungsthreads gelaufen sind, wenn ich mich recht erinnere, einer vom User Jojo.......

      Diese Wagen haben eine besondere Bauweise, bei der die GfK Hülle auch das Fahrwerk einschließt. Vielleicht kannst Du daraus Nutzen ziehen.

      Gruß vom Thomas, der leider nicht weiß, ob Dein Lander, der ja ne Ecke größer ist als die Graziella, die gleiche Bausweise aufweist, aber das wirst du ja sehen.
    • @thomas ff es ist keine Graziella sondern die nachfolgende Baureihe "linea tre"

      @sammler, ja er schaut gut aus und ist ein wirklich gepflegter Rentnerwagen von einem Professorenehepaar. Aber er hat auch eine dunkle Seite :( und die ist recht torfig



      Grund ist ein Leitungsschaden im Bad der die obere Sperrholzschicht im Radius von ungefähr 80cm in Mitleidenschaft gezogen hat. Zum Glück gibts beim Lander nur eine Holzschicht, darunter ist PU und anschliessend schon die GfK Hülle. Torf sollte ich also nur direkt unterm Fussbodenbelag haben. Er war auch genau dort nass wo ich es mit dem Messgerät ausgemessen hatte.

      Der Belag kommt nun komplett raus und dann lass ich den betroffenen Bereich erstmal trocknen. Später kommt dann was neues drauf, vermutlich Kork (farblich passend wenn möglich)

      In der Zwischenzeit gibts noch so einiges zu tun:
      - Elektrik prüfen, evtl. Umbau auf 12V Beleuchtung per Akku / Trafo
      - Gas prüfen lassen inkl. Überholung von Heizung/Herd/Kühlschrank
      - Umbau der vorderen Sitzgruppe zu einer Sitzbank/Bett
      - Demontage des "hässlichen" Gaskasten, da muss was schickeres, passenderes her

      -und nicht zu vergessen: eine komplette Lackierung, passend zum Zugfahrzeug in feuerwehrrot + silber

      Schritt für Schritt, jetzt wird der feuchte Bereich zunächst frei und dann trocken gelegt

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von paul.k ()

    • Das meinte ich ja....

      ... die Bauart mit dem Boden aus Holzplatten innen und drum herum die GfK-Hülle.....das wiederum hat er mit der Graziella gemeinsam.......

      Daher auch der "Torf"...von innen eingetragenes Wasser bleibt stehen und zersetzt das Holz, wenn man nicht rechtzeitig eingreifen kann, weil mans nicht sieht.
      Ich würd mal an einer Stelle was tiefer "graben" und den Kuststoff unter dem Holz vorsichtig freilegen, um zu prüfen, ob der noch in Ordnung ist und keine ersten Osmoseerscheinungen aufweist. Die Gefahr ist zwar gering, aber sie besteht und wenn, sollte man es wissen und beheben....

      Gruß vom Thomas, der mit dir hofft, dass es mit der Beseitigung der Schäden im Nasszellenbereich getan ist und Du den schönen Wagen mit Vergnügen nutzen kannst.
    • Honig saugen......

      ... aus den alten Threads übr die Graziella scheint mir ganz nützlich. Ich meine mich zu erinnern, dass da ausführlich über die Besonderheiten des Bodenaufbaus und die Reparaturmöglichkeiten diskutiert worden ist.

      Einer der damaligen Themenstarter ist ziemlich weit gekommen, hat das Projekt aber aus persönlichen Gründen nicht zu Ende bringen können.

      Gruß vom Thomas, und aufi gehts..... :prost:
    • Während der freigelegte Innenbereich nun gut durchtrocknet hab ich mich mit einem Lackierer unterhalten der auch Segelflieger und Boote lackiert. Ein GfK Body ist lackierbar wenn man bestimmte Dinge beachtet (Grundierung / Füller) und den richtigen 1K PU Lack verwendet. Falscher Lack kann verspröden und hält der Elastizität des GfK nicht stand, er würde reissen.

      Ein Angebot für die Komplettlackierung hat er mir auch gemacht: 2500€
      Das ist schon mal ne Hausnummer und einiges teurer als das was mich der Wohni gekostet hat.

      Und da er, wie schon geschrieben, auch mit Booten zu tun hat gab es noch einen Tipp: der GfK Body steht eigentlich noch ganz gut da, ich sollte ihn doch erstmal aufbereiten und versuchen als Original zu erhalten. Ist zudem auch billiger ;)

      Für die Aufbereitung hat er mir Produkte von "International" (Akzo Nobel) empfohlen

      1. Liquid Rubber - um das GfK aufzubereiten, entfernt Vergilbungen / Verunreinigungen
      2. Super Cleaner - zum Reinigen / Entfetten vor dem Wachsen
      3. UV Wachs Sealer - zum Versiegeln und Polieren

      Die Dinge hab ich mir jetzt bestellt und probiere erstmal aus wie er nach der Prozedur ausschaut
    • Der vom Wasserschaden betroffene Bereich ist nun komplett freigelegt sowie von morschem bzw. angeschimmeltem Sperrholz befreit.

      Beim "Altholz" ging es recht easy, die Bereiche die noch in Ordung waren, sind hartnäckig. Mit Hammer und Stechbeitel hab ich die Kanten begradigt um später eine neue Sperrholzplatte einfacher einpassen zu können.

      Teilweise klebt das Sperrholz recht gut am PU Schaum... mach mir grad Gedanken wie ich später die neue Holzplatte einklebe. Brauch nen Kleber mit dem ich kleine Unebenheiten im PU ausgleiche und dann eine optimale Verbindung zwischen dem Schaum und dem Holz herstelle.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von paul.k ()

    • paul.k schrieb:

      in der Summe hat es etwas mehr als 10 Stunden gedauert um die verblichenen Aufkleber und Klebereste zu entfernen, so schaut er nun aus:


      Ganz schön nackt der Gute "Pierre" :D :D

      Aber mal im Ernst... ich bin wirklich sehr gespannt auf die nachfolgenden Arbeiten, noch mehr bin ich allerdings auf die Reaktion der Family gespannt :thumbup: Wann soll es denn soweit sein, bzw wie weit bist Du mit den restlichen Planungen / Arbeiten die Du Dir vorgenommen hast, bevor Du es präsentieren möchtest ?

      Grüße
      Andreas
    • Apropos Kleber.....

      Hallo Paul, melde Dich doch mal beim Womobox-Forum an www.womobox.de. Die dort unterwegs sind, sind alles Selbst(aus)bauer. Wenn du registriert bist, hast Du auch Zugang zur Wissensbasis, dort findest Du viele Infos zu den verschiedenen Kleben. Außerdem kannst Du natürlich die Suchfunktion benutzen und im Forum nachfragen, da ist viel Erfahrung und Fachkompetenz versammelt....... Wohnwagen ist da kein Hindernis, obwohl Womos der Schwerpunkt sind......

      Bei der Aufgabe PU-Schaum mit Holz fällt mir auf Anhieb, weils ja im Innenraum ist und UV kein Problem sein wird, Sika 221 für eine dauerelastische und Sika 252 für eine feste Verbindung ein, wobei ich persönlich eher zur dauerelastischen Verbindung tendieren würde, wegen der Bewegungen während der Fahrt. Auch Körapur und Caravankleber dürften funktionieren. Allen ist gemeinsam, dass sie Anpressdruck brauchen während des Aushärtens, also Bretter mit Gasflaschen drauf oder Sandsäcke oder sonst was schweres bereithalten und über Nacht draufstellen.

      Auf jeden Fall aber an einer kleinen unauffälligen Stelle ausprobieren, wie der Kleber mit dem Schaum reagiert, denn nicht jeder Schaum verträgt sich mit jedem Kleber. Die lösungsmittelhaltigen Kontaktkleber ähnlich Pattex dürften den Schaum anlösen, wären also ungeeignet.

      Gruß vom Thomas, den die Womobox bestimmt nicht dümmer gemacht hat....hihi
    • flummy schrieb:

      Aber mal im Ernst... ich bin wirklich sehr gespannt auf die nachfolgenden Arbeiten, noch mehr bin ich allerdings auf die Reaktion der Family gespannt :thumbup: Wann soll es denn soweit sein, bzw wie weit bist Du mit den restlichen Planungen / Arbeiten die Du Dir vorgenommen hast, bevor Du es präsentieren möchtest ?
      Ich bin mir noch nicht so ganz schlüssig, auf der einen Seite würde ich ihn gerne komplett fertig machen und dann "ready to camp" präsentieren.
      Auf der anderen Seite würde ich Frau & Kind gerne in das Projekt einbeziehen und z.B. bei der Wahl des Fussbodens / der Polster mitentscheiden lassen.

      Problem beim Versuch das Projekt bis zum Schluss geheim zu halten dürfte sein das man die persönliche Abwesenheit ja irgendwie kaschieren muss, nicht das Frauchen da etwas anderes dahinter vermutet als die Liebe zum neuen Campingmobil. Für eine frühzeitige Präsentation wiederum muss ich den Wohni mit einem hohen WAF versehen (WAF - woman acceptance factor) Das heisst er sollte schick und vorzeigbar präsentiert werden. Hübsch eingeräumt, mit ein paar Kerzen beleuchtet und einer roten Schleife drum rum ;)

      thomasff schrieb:

      Hallo Paul, melde Dich doch mal beim Womobox-Forum an womobox.de. Die dort unterwegs sind, sind alles Selbst(aus)bauer. Wenn du registriert bist, hast Du auch Zugang zur Wissensbasis, dort findest Du viele Infos zu den verschiedenen Kleben. Außerdem kannst Du natürlich die Suchfunktion benutzen und im Forum nachfragen, da ist viel Erfahrung und Fachkompetenz versammelt....... Wohnwagen ist da kein Hindernis, obwohl Womos der Schwerpunkt sind......

      Gruß vom Thomas, den die Womobox bestimmt nicht dümmer gemacht hat....hihi
      Danke für den Tipp! Hab mich soeben dort angemeldet...