Anzeige

Anzeige

Playa Montroig, Le Brasilia (F) Kurzbericht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Liebe Mitglieder und Teilnehmer des Wohnwagen-Forum.de,

    am 25. Mai 2018 tritt die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft.
    Das Ziel ist die EU-weite Vereinheitlichung der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
    Unsere gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Datenschutz lest ihr dazu in unserer erweiterten Datenschutzerklärung auf unserer Seite unten links.

    Wichtig: Ihr braucht nichts weiter zu tun. Es handelt sich nur um eine Information.

    Euer Team von Wohnwagen-Forum.de

    • Playa Montroig, Le Brasilia (F) Kurzbericht

      Unser Reiseziel für die Pfingstfereien war dieses Jahr der Camping Le Brasilia bei Perpignan in Süd Frankreich. Wir sind am Freitag um 13 Uhr vom Raum Karlsruhe aufgebrochen. Laut Vorhersagen sollte an dem Tag die Hölle auf den Straßen los sein. Wir hatten allerdings Glück, wir waren früh genug. Nur im Radio haben wir das Chaos hinter uns mitbekommen. Auf der A5 hatten wir in der Überholverbotszone einen langsamen Schrottlaster vor uns, der mit gerade mal 80km/h alle aufgehalten hat. Trotzdem haben wir uns an das Überholverbot gehalten, anderen Campinggenossen haben das nicht ganz so eng gesehen. Ich fand es interessant zu sehen, wie niedrig der Verbrauch unseres Dacia Lodgy mit 1200kg am Haken sein könnte, wenn wir nur 80km/h fahren würden. Der BC hat bei dieser Geschwindigkeit zwischen 5 und 7 Liter/100km gependelt. Unser kleines Problem mit den Kreditkarten an den Zahlstationen in Frankreich hatte ich bereits in einem anderen Thread geschildert. Inzwischen habe ich den Transponder, auch wenn die nächste Reise wahrscheinlich nicht nach Frankreich gehen wird. Blöd finde ich jedoch, dass es an der ersten Zahlstelle nach Mühlhausen keine Schnellspur für die Transponder gibt. Zumindest war keine offen, als wir dort gefahren sind. Die Restlichen Zahlstellen haben jedoch Express-Spuren. Mir ist auch aufgefallen, dass viele Leute offensichtlich immer noch bar zahlen. Die Spuren für die Kreditkarten waren oft ganz leer.
      Bei Lyon hatten wir nur einen kurzen Stau aber dann ging es ganz gut weiter bis zu unserem Übernachtungsplatz Camping de la Lône. Den Platz muss man nicht gesehen haben aber zur Übernachtung war er ok. Den nächsten Morgen ging es kurz nach Schrankenöffnung weiter. Der Verkehr war schon merklich dichter auf der Autobahn. Dadurch kam es dann auch zu einigen Stockungen. Auch der Wind war eher unangenehm, aber das kannte ich schon von früher. Um die Mittagszeit waren wir in der Nähe von Perpignan. Ein kurzer Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten Tage und die Entscheidung, Le Brasilia erst mal links liegen zu lassen, war schnell getroffen. Der Wind sollte nicht vor Donnerstag aufhören und bei gerade mal um die 20 Grad fanden wir das keine gute Einstimmung in den Sommer. Als Alternative hatte ich schon Cambrils in Spanien im Hinterkopf. Ich wusste von früher, dass da ein paar sehr schöne Plätze sind und das Wetter ist südlich von Barcelona meistens auch besser ist. Die spanische Autobahn war gleich nach der Grenze fast leer und der Wind hat schnell nachgelassen. Es war sehr angenehm zu fahren und gegen 16 Uhr sind wir dann auf dem Playa Montroig angekommen. Auf dem Platz war ich vor über 20 Jahren das letzte Mal und die erste Änderung, die ich feststellte war die Einfahrt in die Platz. Man musste nicht mehr unter Einsatz seines Lebens nach links in den Platz einbiegen. Die Einfahrt in den Platz war jetzt rechts und dann unter der Unterführung durch. Abgesehen davon war der Verkehr vor dem Platz, im Vergleich zu früher, fast nicht mehr existent. Die Lastwagen nutzen jetzt alle die neue gut ausgebaute Umfahrungsstrecke. Der Empfang an der Rezeption war eher kühl. Die Dame hat uns einfach mal einem Platz in Sektion B zugewiesen. Bei der Einfahrt in den Platz ist gleich der neue Pool aufgefallen. Er ist schön gemacht, doch kein Vergleich mit den Waterparks die es inzwischen auf anderen Plätzen gibt. Als wir am Stellplatz ankamen haben wir und erst mal gefragt, wie wir eigentlich unseren Wagen mit Vorzelt dort aufstellen sollen. Mitten im Platz war ein Baum. Das kannte ich von früher so nicht. Auf diesem Platz hätten wir unmöglich unser Vorzelt aufbauen können ohne es in den Baum zu bauen. Deshalb bin ich zurück zur Rezeption und habe nach einem anderen Platz gefragt. Diesmal bekam ich eine Liste mit freien Plätzen von denen ich mir einen aussuchen konnte. Warum nicht gleich so? Allerdings war diese Liste wohl nicht mehr ganz up to date, da Plätze, die als frei markiert waren, gar nicht frei waren. Aber egal, wir fanden in Plätzchen auf das wir drauf passten. Beim einrangieren des Wohnwagens ist mir dann auch gleich eine weitere Änderung aufgefallen. Früher sind bei Neuankömmlingen immer gleich die starken Männer aus ihren Vorzelten gerannt und haben beim Schieben geholfen. Das war vor der Mover Zeit. Die Leute um uns rum haben krampfhaft jeden Blickkontakt vermieden. Es hat aber nichts geholfen. Ich habe mir den jüngsten, kräftigsten Mann vom Platz gegenüber rausgepickt und ihn angesprochen ob er uns kurz helfen kann. Hat er auch für die 30 Sekunden, die es brauchte, den Wagen auf den Platz zu schieben. Doch die restlichen Tage hat er uns dann nicht mehr angesehen. Auch egal. Deshalb baue ich mir trotzdem keinen Mover an die alte Kiste. Allerdings wird der nächste Wohnwagen in 2-3 Jahren dann gleich mit Mover gekauft.
      Warum die Plätze auf dem Playa Montroig inzwischen mit den Bäumen mitten auf dem Stellplatz ausgestattet sind, ist mir auch nur bedingt einleuchtend. Die Plätze sind zwar inzwischen um einiges größer als früher aber durch diesen Baum wird man beim Aufbau doch ziemlich eingeschränkt. Ich gehe mal davon aus, dass man dadurch einen Parkbereich fürs Auto auf dem Platz einrichten wollte. Das funktioniert auch zum Teil. Leider jedoch nicht immer. Nichtsdestotrotz hatten wir genug Platz um auch noch unsere Hängematte aufzuhängen. Unsere Nachbarn waren zum großen Teil ältere Ehepaare, die den ganzen Frühling auf dem Platz verbringen. Viele dieser Herrschaften waren sehr nett. Anderen hat man jedoch leider angemerkt, dass sie sich von den Pfingsturlaubern und den Kindern gestört fühlten. Ich hoffe nur, dass ich mal nicht so verbohrt werde. Sollten wir in den nächsten Jahren nochmal auf diesen Platz kommen, würde ich die Sektion A bevorzugen. Dort waren bei weitem mehr Kinder. Außerdem hat dieser Platzbereich inzwischen neue Sanitärhäuser. In Sektion B herrscht im Bad noch immer der Charm der 80er. Allerdings soll lt. ADAC Führer auch dieses Badehaus erneuert werden. Das ist meiner Meinung nach auch bitter notwendig. An einigen Tagen haben dort alle Duschen unter Wasser gestanden auch bei den Toiletten war es dort ein Glücksspiel ob sie funktionierten oder nicht. Dementsprechend gab es dann auch öfter mal Toiletten, die nicht gespült waren. Auch die Sauberkeit war nicht mehr ganz so wie ich das von Früher kannte. Ich vermute allerdings, dass das damit zusammen hängt, dass einfach noch nicht so viel Personal im Einsatz war wie in der Hauptsaison. Früher waren wir immer nur in der Hauptsaison dort. Außerdem war früher sowieso alles besser  Alles in allem ist der Playa Montroig ein sehr schöner Platz auf dem man sehr schöne Urlaube verbringen kann. Die Bahn hat nicht mal meine Frau gestört die sonst nachts die Flöhe husten hört. Die Animation war für Pfingsten noch eingeschränkt, aber unsere Kinder machen da ohnehin nur bei den Sportveranstaltungen mit. Unschlagbar für solch einen Platz fand ich den Preis um diese Jahreszeit. Offensichtlich verirren sich doch nicht ganz so viele Pfingstreisenden nach Spanien. Der Supermarkt war nicht ganz billig, aber man kann in der Umgebung sehr günstig einkaufen. Im Verhältnis zum Supermarkt fand ich dann das Restaurant am Platz wieder recht günstig. Außerdem gibt es gleich neben dem Platz alternativen.
      Wir haben auch mal einen Ausflug zum Torre del Sol gleich nebenan gemacht. Ich finde dieser Platz hat sich im Vergleich zu früher mehr verbessert als der Playa Montroig. Allerdings gab es da auch mehr Aufholbedarf. Die Sanitären Anlagen könnten auch mal eine Renovierung vertragen aber die Poollandschaft fand ich dort sogar schöner. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass auf diesem Platz mehr Kinder waren. Mein Sohn fand es unmöglich, dass neben den Whirlpools Sicherheitspersonal stand um die Leute zu zählen, die in den Pool dürfen. Ich nehme an, das wird schon seinen Grund haben. Vermutlich gewöhnt man sich daran. Was ich am Torre jedoch gar nicht gut fand, war, dass zu dieser Zeit der Strand des Montroig aufgefüllt wurde und die schweren Lastwagen sich ihren Weg über den Strand des Torre bahnten. In der zweiten Woche wurde dann der Strand des Torre aufgefüllt. Somit hätten wir dort für 2 Wochen keine Ruhe am Strand gehabt. Beim Montroig konnte man noch prima ausweichen.
    • Nach 10 Tagen haben wir uns entschieden dann doch nochmal am Le Brasilia vorbei zu schauen. Laut Wettervorhersage sollte es dort inzwischen sogar wärmer als in Spanien sein. Dadurch hatten wir dann auch schon einen Teil der Rückfahrt hinter uns. Mir hat der Brasilia auf Anhieb gefallen. Die Dame an der Rezeption war sehr freundlich. Für die 3 Tage wurde uns ein Stellplatz im Bereich Florida zugewiesen, der jedoch Super war. Von der Größe her hätten wir 2x auf den Platz gepasst. Schön fand ich auch die Parzellierung, da sitzt man sich nicht so auf der Pelle. Die sanitären Anlagen sind sehr schön, modern und sauber. Der Strand ist um Welten besser als der des Playa Montroig. Keine Steine im Wasser und es wird auch nur sehr langsam tief, was für Kinder angenehm ist. Abgesehen davon ist auch viel mehr Platz. Auch die Poolanlage ist schöner gemacht und das Wasser war wärmer. Dabei fand ich angenehm, dass die Bademeister dort nicht die Pfeife verwenden, wenn jemand was falsch macht, sondern die Leute direkt ansprechen. Das ständige Gepfeife kann einem nämlich ziemlich auf die Nerven gehen. Besonders negativ ist mir das vor Jahren auf dem Le Sablon aufgefallen. Der Supermarkt war auf dem Brasilia allerdings viel teuer als auf dem Montriog. Für den Preis, den wir für 4 Pizzen am Take away Stand bezahlt haben, konnten wir am Montroig im Restaurant essen gehen. Auch der Stellplatz war am Basilia teurer.
      Nach 3 Tagen haben wir dann erholt die Heimreise angetreten und sind in einem Rutsch bis nach Hause durchgefahren.
      Alles in allem finde ich, dass der Playa Montroig in den letzten Jahren wohl etwas den Anschluss an andere Super Campingplätze verloren hat. Die Renovierung der Badehäuser kam meiner Meinung nach ein paar Jahre zu spät und der Pool ist ok aber auch da gibt es schöneres. Auch die Wassertemperatur könnte angenehmer sein. Der alte Pool war offensichtlich überhaupt nicht geheizt und dementsprechend ziemlich leer. Auch die Bäume mitten auf dem Stellplatz finde ich eigenartig und unnötig. Im Vergleich zu Le Brasilia finde ich letzteren den schöneren Platz, auch wenn ich auf dem Montroig fast aufgewachsen bin. Der unschlagbare Vorteil der Costa Dorada ist das Wetter. Nachdem unsere letzten 3 Urlaube in Kroatien alle mehr oder weniger ins Wasser gefallen sind, hatten wir in diesem Urlaub keinen Regentropfen. Auch in Zukunft werden wir deshalb unserem Prinzip treu bleiben keinen Platz mehr zu buchen und einfach nach Wetterlage den Zielort anzufahren. Sollte es wieder in Richtung Frankreich/Spanien gehen wäre der Le Brasilia mein Favorit. Bei nicht ganz optimalem Wetter dort würde ich jedoch jeder Zeit wieder an die Costa Dorada weiter fahren. Möglicherweise würden wir jedoch mal den Torre del Sol ausprobieren.
      Der Lodgy hatte übrigens auf der Reise einen Durchschnittsverbrauch von 8.9l/100km laut BC. Davon war natürlich der größte Teil Gespannfahrt, jedoch auch ein paar 100km Sightseeing ohne Wohnwagen. Ich halte den Lodgy für leichtere Wohnwagen immer noch für ein geeignetes Zugfahrzeug. Optimal wäre ein Automatikgetriebe. Auch am Berg gab es keine Probleme die Lastwagen zu überholen. Ich bin meistens bergauf schneller gefahren als bergab. Schalten muss man halt. Von der Zuladung her hatten wir gar keine Probleme. Sowohl im Wohnwagen als auch im Lodgy hätten noch ca. 100kg rein gepasst. Wir haben aber auch das Aldi Bier zu Hause gelassen 
      Nachdem meine Frau inzwischen vom Glamping überzeugt ist, planen wir, in 2 oder 3 Jahren einen etwas moderneren Wohnwagen anzuschaffen, wenn wir keine Stockbetten mehr brauchen und die Kinder im eigenen Zelt sind. Dann wird der Lodgy vom Zuggewicht her, leider nicht mehr ausreichen.

      VG
      Ralf