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Berlin für eine Woche

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    • Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 1

      Ich möchte hier ganz bewusst nicht auf einzelne Sehenswürdigkeiten Berlins und deren Geschichte aufmerksam machen, da diese in diversen Reiseführern mit Sicherheit besser beschrieben sind, als ich das jemals könnte.
      Am Donnerstag, 15. Mai, sind meine Mittlere und ich, gemeinsam mit noch drei „Mädels“ nach Berlin geflogen, um das Musical „Elisabeth“ anzusehen. Als wir nach der Landung am Flughafen Tegel unsere Reisetaschen wieder hatten, sahen wir durch die Fenster zum Eingang etwas, das mich urplötzlich sehr an das Forum erinnerte....
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 2

      An dieser Stelle möchten wir uns, auch im Namen unserer Mittleren und der drei anderen „Bayernmädels“, bei Garfield und seiner „Regierung“ ganz herzlich für die Gastfreundschaft bedanken. He ihr Beiden, ihr seid einfach Spitze!
      Wir alle staunten nicht schlecht. Garfield hat sein Versprechen, uns alle vom Flughafen abzuholen, wahr gemacht. Nicht nur das: Wir wurden auf das Herzlichste begrüßt, und zur Stärkung und zum Wachwerden – wir mussten an diesem Tag um 4:00 Uhr die Betten verlassen – bekam jeder von uns Kaffee der besten Sorte, gebrüht und überreicht von Garfields „Regierung“, mit und ohne Milch und Zucker, je nach Belieben. Sein neu erworbenes Campinggeschirr hatte dabei Premiere, aber ich bekam meinen Kaffee aus seiner Privattasse mit dem Aufdruck – na was wohl? Nein, nicht wohnwagenforum.de, sondern GARFIELD. Die Aufregung bei uns allen war allerdings dermaßen groß (was das unscharfe Bild deutlich dokumentiert), dass nicht ein einziges Foto während des Kaffeeklatsches vor dem Eingang zum Flughafen entstanden ist. Glaubt es einfach unbesehen. Dann bekam jede von uns einen süßen kleinen Berlin-Bären überreicht – unserer prangt bereits über der Eingangstür im WW. Ich glaube, so gut und herzlich empfangen ist noch kein Mensch in Berlin angekommen. Dann verflüchtigte sich Garfield für einen Augenblick, und kam wieder mit einem geräumigen Auto.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 3

      Mit dem Großraumauto kutschierte er uns, um uns ein wenig Vor-Orientierung zu vermitteln, erst mal geschlagene 2 Stunden durch Berlin und erklärte uns Unwissenden allerhand Wissenswertes, das man so mit Sicherheit von keinem Reiseleiter erfahren kann. So machte er uns zum Beispiel darauf aufmerksam, dass auf der Kugel des Fernsehturms, je nach Sonneneinstrahlung, ein deutliches Kreuz zu sehen ist. „Rache Gottes“ wird es genannt. Weil DDR-Boss Erich damit absolut nichts anzufangen vermochte, scheute dieser weder Kosten noch Mühen, mit verschiedenen Mitteln dagegen anzukämpfen. Es war jedoch ein Kampf gegen Windmühlen. Überhaupt scheinen die Berliner sehr einfallsreich mit der Vergabe bedeutungsvoller Bezeichnungen für diverse Bauten oder Gegenstände zu sein. „Schwangere Auster“ und „Waschmaschine“ sind wohl die bekanntesten Umschreibungen ihrer Art. Nachdem Garfields Pflicht als, wie er selbst zum Ausdruck bringt, „Senatssklave“ rief, lud er uns nach der tollen Rundfahrt direkt am roten Teppich des Hotels ab. Seine überaus liebenswürdige „Regierung“ und er verabschiedeten sich mit dem Versprechen, uns am nächsten Abend wieder nach Tegel zu bringen. Garfields Ermahnung, bequemstes Schuhwerk in Berlin zu tragen, ignorierte ich erst mal in der Annahme, dass die beiden, zu dieser Zeit noch im Abi steckenden Mädels, vielleicht nur mal kurz um die Ecke schlendern wollten, nachdem wir die Zimmer bezogen hatten. Wir beiden Mütter kamen natürlich mit „um die Ecke“. Daraus wurde ein beinahe vierstündiger Marsch. Ich hatte wohl überhört, dass „Frau Garfield“ während der Rundfahrt etliche gute Einkaufstipps loswurde. Ich brauchte anschließend viel kaltes Wasser für mein Gehwerk und eine zusammengerollte Bettdecke, auf der ich die Beine ausgiebigst hochlagerte, in der Hoffnung, meine Sohlen würden sich baldigst beruhigen. Ach Garfield, hätte ich doch auf dich gehört.

      Abends besuchten wir – wie anders als zu Fuß – das Musikal Elisabeth. Und wenn man schon mal in eine Abendvorstellung dieser Art geht, dann natürlich mit einer gewissen Eitelkeit: Mit Pumps. Während der Vorstellung dachte ich, die Schuhe würden mir an den Füßen anwachsen, um sich mit diesen zu einem einzigen Klumpen zu verschmelzen. Kurzerhand zog ich die Dinger aus, was zur Folge hatte, dass die Schuhe nach der Vorstellung gar nicht mehr über meine Füße passten. War sehr spaßig.
      Das Musical war traumhaft. Wir hatten das Glück, dass die Darsteller, außer dem Tod, alle die „erste“ Besetzung waren. Mehr möchte ich über das Musical nicht verraten, weil vielleicht einige von euch es noch sehen wollen. Nur so viel: Der Eintrittspreis ist es in jedem Falle wert.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 4

      Am Freitag Morgen äußerten unsere Drei den Wunsch, den Zoo zu besuchen. Beqemschuhe ausgepackt und los ging's. Die gesamte Anlage liegt sehr idyllisch und großflächig, inmitten der Stadt. Wenn auch vereinzelte Gehege relativ klein gestaltet sind, und der eine oder andere Unmut einiger Besucher zu vernehmen war, sollte man es nicht versäumen, diesem Zoo einen ausgiebigen Besuch abzustatten.
      Durch seine verzweigten Wege hat man nie das Gefühl, dass sich zu viele Besucher darin tummeln. Einzig bei „Knut“ drängten sich die Menschen ein wenig dichter.
      Am frühen Nachmittag stand dann plötzlich mein Anvertrauter, Konrad, vor uns, als wir uns gerade am Seehundgehege ein wenig ausruhten. Er war morgens, unseren Wohnwagen am Haken, allein von zu Hause nach Berlin gefahren.
      Auf Anraten von – na von wem wohl: natürlich GARFIELD – steuerte er den Wohnmobilstellplatz am Waidmannsluster Damm an.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 5

      An diesem Freitag, Punkt 19:00 Uhr, standen Garfields wieder vor dem Hoteleingang, um alle wieder zum Flughafen zu bringen. Dort angekommen, erwiesen sich die beiden Berliner als Helfer in der Not, nachdem die jüngste der drei Mädels gesundheitsbedingt umzukippen drohte. Im Nullkommanix stand, von Garfield geordert, ein Notarzt mit Tatütata vor uns, Garfield besorgte in der Zwischenzeit einen Kofferwagen, stattete diesen so aus, dass die Arme sich bequem draufsetzen konnte, „Frau Garfield“ strömte auf uns alle eine wohltuende Ruhe aus – immerhin drohte die Gefahr, dass das Mädchen, wenn sein Zustand nicht stabil genug würde, nicht in den Flieger dürfte – und im Nu hatte der Kater, während er das Mädchen auf dem Kofferwagen durch den Flughafen schob, auch noch so ganz nebenbei einen bequemen Rollstuhl ergattert. Boah – war das aufregend. Von diesem Trubel existieren natürlich keinerlei Fotos. Die Vier (ich bin natürlich in Berlin geblieben) sind heil und ohne weitere Zwischenfälle bestens zu Hause angekommen, während wir vier Zurückgebliebenen uns in einem ausgezeichneten – natürlich von den beiden Garfields empfohlenem – Lokal stärkten. In selbiger Nacht wurde der etwas übermüdete Konrad – er hatte unser Auto im Parkhaus am Zoo geparkt – dann noch bis zum Eingang des CPes durch Berlin gelotst. Irgendwann verloren wir ihn, woraufhin Frau Garfield ruhig, begleitet mit trockenem Humor meinte: „Der wird doch nicht eingeschlafen sein“.

      Am Samstag machten wir uns auf den vom CP-Betreiber vorgeschlagenen Weg, um in die Stadtmitte zu kommen. Mit dem perfekt ausgeklügelten Verkehrsnetz ist es kein Problem, sich in und um Berlin herum gut zurechtzufinden. Einzig die Busfahrpläne sind etwas gewöhnungsbedürftig, da in manchen Stadtplänen entweder keine, oder aber falsche Linien eingezeichnet sind. Da tut man gut daran, sich auf Garfields Rat zu verlassen, und in der Zone A und B die Linien 100 und 200 zu benutzen. Auf beiden Linien verkehren ausschließlich Doppeldeckerbusse, die von der oberen Plattform eine herrliche Sicht bieten. Weicht man auf andere Linien aus, muss man einfach auf den Fahrplan an den Haltestellen gucken. Die stimmen dann auch. S- und U-Bahnstationen gibt es zuhauf, und die Pläne hierfür sind recht übersichtlich – nicht nur an den Stationen. Zu empfehlen ist der Kauf einer Tageskarte für die Tarifzonen A und B für 6,10 Euro. Die ist bis 3:00 Uhr morgens des Folgetages gültig, und deckt alle Verkehrsmittel, außer Schiffen und Sightseeing-Bussen, ab. Gleich am ersten Abend haben wir aus Versehen eine „falsche“ S-Bahn zur Rückkehr zum CP benutzt. Wie sich allerdings herausstellte, war dies eine viel bessere Verbindung, als diejenige, die in der CP-Beschreibung empfohlen wird . Der Fußmarsch zu „unserer“ Strecke beträgt ca. 150 Meter bis zur Bus-Haltestelle der Linie 222 Richtung Alt Lübars. Zu erreichen ist die Bushaltestelle über den Haupteingang des Platzes.
      Alt Lübars ist übrigens das einzige erhaltene Dorf, das zu Berlin gehört. Es besteht aus dem typischen Dorfkern mit Kirche und Gasthaus. An Stelle der echten landwirtaftlichen Höfe haben sich allerdings im Laufe der Jahre Reiterhöfe etabliert. Alt Lübars gehört zum Bezirk Reinickendorf.
      Die Busfahrt zur S-Bahn-Station „Waidmannslust“ dauert ungefähr 5 - 10 Minuten, dann geht man nur noch über die Straße zur S-Bahn-Station, und steigt in die S1, Richtung „Wannsee“, ein. Am besten nimmt man als Ausstieg den „Bahnhof Friedrichstraße“. Dieser liegt zentral, und von dort aus erreicht man zu Fuß schon sehr viele Sehenswürdigkeiten, auf die hier einzugehen oder sie näher zu beschreiben, den Rahmen und eure Geduld über Gebühr strapazieren würde. Meine Füße hatten sich bis dahin schon dermaßen eingelaufen, dass es zur Normalität wurde, täglich wenigstens fünf bis manchmal acht Stunden marschierenderweise unterwegs zu sein. Mit Pausen und Bus- und S-Bahnfahrten waren wir im Schnitt 11 Stunden täglich auf Achse, demzufolge haben wir sehr viele Eindrücke in uns aufsaugen können.
      Die Rückkehr zum Platz geschieht in umgekehrter Reihenfolge, allerdings ist die Endstation der S1 nunmehr Oranienburg (bei der Wahl der Richtung muss man sich immer an der Endstation orientieren, weil zumeist nur diese auf den Bahnsteigen angegeben ist). Ausstieg wieder Waidmannslust, und die Buslinie 222 nehmen, aber jetzt in Richtung Tegelort, Ausstieg Titusweg. Die restlichen, läppischen 150 Meter bis zum CP wieder per pedes. Dann ins Bett fallen und tief schlafen. Der Tegeler Flughafen ist zwar nicht weit vom Platz entfernt, aber wir haben nicht ein einziges Flugzeug gehört. Die vorbeiführende Straße ist nachts nicht sehr befahren, also wird die nächtliche Ruhe nicht gestört. Erst morgens, wenn man ohnehin ausgeschlafen ist, macht sich ein leichtes Rauschen, von der Straße her kommend, bemerkbar. Ich denke, die dichte Bepflanzung zur Straße hin verschluckt den gröbsten Lärm. Diesen CP können wir uneingeschränkt weiterempfehlen. Er ist überschaubar, sicher, sehr gepflegt, und der CP-Betreiber ist unkompliziert, möchte vor seinem Frühstück jedoch keinesfalls wahrgenommen/angesprochen werden; vor 10:00 Uhr geht gar nix.
      Es ist erforderlich, im Falle einer geplanten Fahrt nach Berlin vorher einen Stellplatz zu reservieren, da die Aufnahmekapazität für WW-Gespanne begrenzt ist. Es entstehen dadurch keinerlei Kosten, auch nicht, wenn es mit der Reise nichts wird. Selbst am Tag der geplanten Ankunft kann man noch telefonisch stornieren, ohne dass auch nur ein Cent Kosten auf einen zukommen.

      stellplatz-berlin.de/Startseite.2.0.html

      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 6

      Am Sonntag um 9:00 Uhr haben uns Garfields vom Platz abgeholt, und von dort ging es Richtung Potsdam, zur Filmstadt Babelsberg. Erstaunlicherweise war nicht viel Betrieb, und so konnten wir ungestört und ohne Wartezeiten einen ausgedehnten Spaziergang durch das gesamte Gelände unternehmen. Die Serie „GZSZ“ wird in Babelsberg gedreht, der Film „Sonnenallee“ wurde zu einem Teil in der Filmstadt aufgenommen, das „Sandmännchen“ hat dort seine Heimat, und auch „Peter Lustigs Bauwagen“ ist im Original zu besichtigen. Eine kleine „Janosch-Abenteuerecke“ finden die kleineren Kinder ganz toll, da man dort mit dem Janoschboot fahren kann und nebenbei Auszüge aus den Geschichten hört. Für Kinder sind neben einer Tierschau noch viele andere Attraktionen geboten. Im Filmstudio kamen wir in den spaßigen Genuss, dass Konrad (der Grauhaarige „Altrocker“ auf dem Bild) auf die Bühne geholt wurde, damit das Publikum live miterleben konnte, wie Studioaufnahmen entstehen. Garfield ließ es sich nicht entgehen, das Geschehen filmisch festzuhalten.
      Abends haben wir uns dann in einem mongolischen Restaurant in Moabit mit leckersten Speisen unsere vier Wänster so richtig vollgeschlagen.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 7

      Am Montag zogen wir wieder alleine los. Auf der Suche nach Straßen und Plätzen, die unser beider Kindheit einen kleinen Teil mit geprägt hatten, kamen wir in die entlegensten Stellen Charlottenburgs und Wilmersdorfs. Egal, wen wir nach irgend welchen Plätzen oder Geschehnissen aus früheren Zeiten gefragt haben; wir bekamen stets nette und auch aufschlussreiche Antworten. Es ist uns nicht ein einzges Mal passiert, dass wir etwas ratlos mit der Karte dastanden, ohne dass wir gefragt wurden, ob wir Hilfe bräuchten. Die Leute nehmen sich Zeit, und wollen, so hatten wir den Eindruck, den „Fremden“ helfen, wo immer es nötig ist. Nachdem uns unsere Jüngste von zu Hause aus eine Nachricht schickte, dass um 16:00 Uhr am Brandenburger Tor seine Heiligkeit Dalai Lama auftritt, haben wir uns flugs auf den Weg gemacht, um pünktlich dort zu sein. Den Besuch dieser zweistündigen Kundgebung, die von friedlichem Charakter gekennzeichnet war, haben wir in keiner Weise bereut.
      Danach wollten wir noch zu den Hackeschen Höfen. Da ein eisiger Ostwind uns um die Ohren fegte, zogen wir es vor, uns von einem der vielen Bike-Taxen dorthin kutschieren zu lassen. Dieser überaus nette „Taxifahrer“ gab uns nebenbei noch einige nützliche Tipps und Erklärungen zu diversen Bauten. Von ihm bekam ich dann noch den Hinweis, das Kärtchen mit seiner Nummer gut aufzubewahren, da man bei Vorlage dessen an, zum Beispiel der „Blue Man Group Kasse“, einen Nachlass von immerhin 10,00 Euro bekommt.

      Am Dienstag machten wir einen Streifzug über den Alex, den Kudamm, die Oranienburger Straße und tauchten zufällig ein in Hinterhöfe, darunter auch das so genannte Tacheles, in denen alternative Künstler ihre Werke produzieren und auch ausstellen.
      Auf Höhe der Museumsinsel kamen wir in den Genuss, das Orakel auf der Kugel des Fernsehturms bestaunen zu können.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 8

      Um 14:00 Uhr trafen wir uns dann mit Garfields an der Hansabrücke, um gemeinsam mit den beiden mit der Reederei Riedel eine sogenannte Brückenfahrt zu unternehmen. Die Rundfahrt dauerte 3 ½ Stunden, und führt über die Spree, hinein in den Landwehrkanal, und wieder in die Spree. Die Erläuterungen des Kapitäns zu den einzelnen Bauwerken und Brücken, die man im Verlauf der Fahrt passiert, sind sehr aufschlussreich.
      Gegen Ende der Fahrt war die Luft von Rauchschwaden geschwängert, da zu diesem Zeitpunkt die Philharmonie, auch Karajan-Zirkus genannt, brannte. Zum Glück waren, dank der nachträglich eingezogenen Betondecke, keine allzu großen Schäden zu verzeichnen. Nach Beendigung der Brückenfahrt machten sich unser aller Mägen lauthals bemerkbar, und so beschlossen wir, noch gemeinsam zu Abend zu essen.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 9

      Am Mittwoch klapperten wir Prenzlauer Berg ab, besuchten den dort angesiedelten Jüdischen Friedhof, und fuhren anschließend zur Bernauer Straße, um den Wahnsinn aus 1961 noch ein Stück näher an uns heranzulassen. Jedem, der sich für die jüngere Geschichte Berlins und Deutschlands interessiert, seien diese Besuche sehr zu empfehlen.
      Natürlich darf bei einem Berlinbesuch der Potsdamer Platz nicht ungeachtet bleiben. Gigantisch trotzen die neuen Bauten dem sonst mit Bäumen und altehrwürdigen Gebäuden durchzogenen Berlin.
      Um 18:00 Uhr besuchten wir die Vorstellung der Blue Man Group. Eine rundum gelungene, knapp zweistündige Aufführung, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 10

      Für Donnerstag nahmen wir uns noch das Technikmuseum und das Aquarium vor.
      Sollte jemand von euch in nächster Zeit nach Berlin kommen, würden wir dazu raten, sich vor Kauf der Eintrittskarten für das Aquarium zu erkundigen, ob alle Becken besichtigt werden können. Ein beträchtlicher Teil war nämlich wegen Umbauarbeiten verhangen. Ansonsten ist es eine sehr beschauliche und reichhaltige Anlage. Allerdings würden wir bei einem wiederholten Besuch die Besichtigung in umgekehrter Reihenfolge ausführen. Nämlich im obersten und wärmsten Stockwerk bei den Insekten beginnen, und im untersten, dem kühlsten die Tour beenden. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man sich ein wenig mehr Zeit lassen kann, da man nach einem natürlichen Erschöpfungsgrad nicht unbedingt auch noch schwüle, ja beinahe tropenähnliche Luft ertragen will.
      Zum Technikmuseum würden wir empfehlen, zuerst all das in aller Ruhe anzusehen, für was man sich am meisten interessiert. Die ausgestellten Stücke sind sehr repräsentativ dargestellt, und in der gesamten Anlage merkt man nicht, wenn sich einige Schulklassen darin befinden. Das Museum ist einzigartig und ein Muss für Liebhaber alter Flieger, Eisenbahnen, des ersten Computers, Webstuhls und vielem mehr.
      Fortsetzung folgt.
    • RE: Berlin für eine Woche

      Berlin Reisebericht Teil 11

      Am Abend trafen wir uns dann mit Garfields auf dem CP, und so hatten wir noch ein wenig Gelegenheit, die Woche Berlin gemütlich bei einem kleinen Plausch ausklingen zu lassen. Und damit wir auf der Heimfahrt nicht verhungern müssen, überreichte uns Frau Garfield eine selbst zubereitete Wegzehrung, die wir am nächsten Tag auf einen Sitz ratzeputz genossen haben. Hm – einzigartige Buletten mit noch einzigartigerem Kartoffelsalat!

      Berlin ist nicht eine Reise wert, nein – Berlin ist viele Reisen wert. Zu erwähnen ist noch unbedingt, dass sich die Preise, sowohl für Essen und Trinken, als auch den CP absolut in Grenzen halten. Die Berlinder verstehen es wunderbar, mit Fremdlingen umzugehen.
      Die Gegensätze – neu neben alt, verfallen neben piekfein – Boutique neben Supermarkt – und das alles inmitten herrlichstem und üppigstem Grün, machen Berlin wohl zu einer der einzigartigsten und interessantesten Städte in Deutschland.

      Daten zur Heinfahrt: Vom CP nach Hause sind es exakt 568 km, der Spritverbrauch betrug 11,4 Liter, und die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 96 kmh. Inclusiv ausgiebiger Pausen mit sogar einer Stunde Schlafenszeit – Gottlob bekam Konrad einen Anruf, sonst hätten wir wohl noch etwas länger gepennt – waren wir 8 ½ Stunden ohne jegliche Zwischenfälle unterwegs. Zu Hause wartete unsere hungrige Brut mitsamt Freunden, was den äußerst angenehmen Nebeneffekt hatte, dass die Sachen aus dem Wohnwagen innerhalb von fünf Minuten im Haus, und sofort an den richtigen Stellen untergebracht waren.
      Ende – nicht, dass ich noch eine Verwarnung bekomme.

      Liebe Grüße und nochmals fetten Dank an die beiden GARFIELDS

      Johanna und Konrad
    • Es war uns (Garfield und Sphinx_Bln) eine Ehre, Euch hier in Berlin begrüßen und auch ein klein wenig die Stadt zeigen zu dürfen.
      Mehr Zeit hat mir mein Chef leider nicht gelassen ;( ;( ;(
      Es hat uns wahnsinnig Spaß gemacht.
      Und ich hoffe, das Ansehen der Berliner, welches vielleicht durch Vergangenes etwas gelitten haben könnte, wieder verbessert zu haben.

      Habt auch ganz dicken Dank an EUCH für das, was IHR hier gelassen habt. Es ist absolut legger !!!

      Wir hoffen, dass wir euch mal wieder in Berlin begrüßen dürfen, ich lass mir dann mal was anderes einfallen 8)
      Vielleicht klappt's dann auch mit den Rundflug :D




      Garfield

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Garfield ()

    • [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c028.gif] [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c011.gif] Dank Forum kam es zu dieser Begegnung! [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c014.gif]

      [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/more/bigs/c010.gif] Teddy!
      „Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.“

      Oscar Wilde
    • Berlin für eine Woche

      Original von Himbeertoni
      Ein toller Bericht, obwohl ich erst fragen wollte, was der hier zu suchen hat. :evil: :evil: Aber der WW kam dann ja noch. :D :D :D...


      Ich hätte wohl nicht mit der Geschichte des Flugs beginnen sollen, aber das war halt nun mal der aufregende Anfang dieser Reise ;)Aber Kompliment. Die Tatsache, dass du dann doch noch den Wohnwagen entdeckt hast, zeugt davon, dass du ein ziemliches Durchhaltevermögen in puncto Lesen zu haben scheinst. Bin übrigens das erste Mal in meinem Leben geflogen - mit einem richtigen Flieger!!!

      Johanna
    • RE: Berlin für eine Woche

      Hallo Johanna,

      ja, du uns richtig teilnehmen lassen an eurer Reise nach Berlin.

      Gleich zu Anfang deines Berichtes kam bei mir etwas Rührung auf, wegen des Empangs durch Garfield ( ;(mit Schild Wohnwagen Forum)

      :okKlasse Idee, Garfield :ok
      Und dir Johanna, Dank für den sehr ausführlichen Bericht. :ok :ok :ok


      sonnige Grüße :w
    • RE: Berlin für eine Woche

      Original von Sonne 07
      Hallo Johanna,
      ja, du uns richtig teilnehmen lassen an eurer Reise nach Berlin.
      Gleich zu Anfang deines Berichtes kam bei mir etwas Rührung auf, wegen des Empangs durch Garfield ( ;(mit Schild Wohnwagen Forum)
      :okKlasse Idee, Garfield :ok
      Und dir Johanna, Dank für den sehr ausführlichen Bericht. :ok :ok :ok
      sonnige Grüße :w


      Hallo Sonne :w :w :w :w :w
      Ja, der Empfang war wirklich rührend, deshalb sind ja auch die ersten Bilder total verwackelt und unscharf. Das Schild hat uns Garfield übrigens "vermacht".

      @Garfield: Habt auch nochmal ganz lieben Dank, und die Idee mit dem Rundflug find ich von Tag zu Tag spannender ;)Vielleicht kommen wir im Herbst nochmal nach Bärlin, um diverse Einrichtungen von innen näher zu betrachten. Der "Straubinger" wäre dabei :ok

      @an alle Leser des Berichts: Beim letzten Teil vergaß ich, darauf hinzuweisen, dass die Hand auf dem Foto Garfields Hand ist. Ihr seht: Sogar Spatzen fressen ihm bereitwillig und ohne Scheu aus der Hand :okEntstanden ist die Aufnahme auf unserer gemeinsamen Brückenfahrt, während das Boot an einer Schleuse anhalten musste.

      Johanna
    • Original von Powerbärchi
      ...Aber Berlin ist doch voll geil oder? :..:


      Und ob!!!
      Wir werden auch sicher noch öfter diese Stadt besuchen, denn die hat was, was andere einfach nicht haben. Das Nebeneinander von Verfallen bis Neu, Jung und Alt, Schick und vergammelt, ich glaube, das ist es, was diese Stadt so liebenswert macht. Nie hatten wir das Gefühl, dass sich das Eine vom Anderen absetzen oder distanzieren muss. Natürlich sieht man als Tourist alles ein wenig anders und mit verklärtem Blick, aber wenn ich mit anderen Städten, die wir auch nur als Touristen erlebt haben, vergleiche, dann schneidet Berlin in dieser Hinsicht bis jetzt einfach am besten ab :ok

      Johanna