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Prozentuale Abzugsklausel bei "fiktiver Regulierung"

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    • Prozentuale Abzugsklausel bei "fiktiver Regulierung"

      Jüngst den letzten Ereignissen geschuldet was den Hagelschlag in NRW angeht, habe ich mich als Geschädigter mit meiner Kaskoversicherung beschäftigen müssen.
      Ich muss dazu sagen das es nicht meinen Anhänger getroffen hat in jener Nacht am 23.06.2016, sondern den PKW. Ich beschreibe es hier mal als Glück im Unglück.
      Kaskotechnisch unterscheidet sich aber der PKW nicht vom Anhänger in seiner Regulierung bei Hagelschaden. Zumindest nicht bei meiner Versicherung.
      Somit musste ich feststellen das eine Regulierung zur Beseitigung eines Hagelschaden in fiktivem Abrechnungsmodus folgende Gefahren und Überraschungen für den Versicherungsnehmer hat.

      Je nach Vertragsform gewährt die Assekuranz nur zwischen 75% und 85% von der ermittelten Schadenshöhe. Hier kommen schon gar keine 100% als Grundlage des Gutachtens oder eines Kostenvoranschlages zum tragen.
      Desweiteren werden weitere 19% in Abzug gebracht, da bei fiktiver Abrechnung kein Mehrwert ersichtlich ist, da es keine Reparatur gab.
      Das ist ja noch verständlich.
      Zu guter letzt wird der vereinbarte Selbstbehalt fällig, welches auch natürlich nachvollziehbar ist.

      Jetzt die "Gretchenfrage" bei fiktiver Regulierungsentscheidung:

      Gibt es eine Assekuranz die bei Elementarschäden (Hagelschlag) eine Regulierung in ihrem Kaskoschutz anbietet, ohne prozentuale Abzugsklausel (75%,bzw.85%) in der Teilkasko?
      Das würde mich mal sehr interessieren.


      Otti

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ottikess ()

    • Hallo

      Es gibt sehr viele Versicherungen, bei denen das nicht der Fall ist.
      Im Gegenzug kenne ich nur eine Versicherung, welche noch dem o.g. Rechenbeispiel abrechnet, die DEVK. Dafür ist bei dieser Versicherung ja kostenlos das Vorzelt bis 2500€? mitversichert, was vielen wichtiger ist, als die fiktive Abrechnung eines Hagelschadens mit den bekannten Abzügen. :w
      Über 81% ausgezahlte gutachterlich ermittelte Schadensumme wird man aber wohl in keinem Fall kommen, denn die Mwst. wird bei fiktiver Abrechnung immer zum Abzug gebracht.
      :ok Schöne Grüße und weiterhin frohes Campen! :ok

      :w Chris :w
    • Das Thema ging hier schon 1000mal durch. Die HUK verzichtet z.B. auch auf den Abzug bei Abrechnung per Gutachten (ausser Umsatzsteuer, aber das ist generell so, wäre ja sonst Bereicherung).
      .



      Preferred-

      • Campingplatz: Sexten
      • Urlaubsland: Norwegen
      • Hund: Picard
      • Zugwagen: Bulli
    • Prozentuale Abzugsklausel in den AGB's der Assekuranzen

      Tja, lieben Dank für die ein oder andere Antwort bisher.

      Nach einigen intensiven Recherchen ist es tatsächlich so das die Angebote der Assekuranzen sich die Waage halten bei der Verteilung ihrer AGB's bezüglich prozentuale Abzugsklausel.
      Und diese sind auch noch unterschiedlich gestaffelt.

      Es gibt jedenfalls in der Kaskoabsicherung drei marginale Auffälligkeiten, auf die geachtet werden sollte:

      1. Der Reparatur-Fall / 2. Die Werkstatt-oder Nicht-Werkstattbindung / 3. Die fiktive Auszahlung

      Jedes Vertragswerk bietet Geheimnisse für sich. So sollte jeder für sich in der Rubrik "Kaskoregulierung" genau nachlesen was sein Vertrag hergibt!

      Fazit:
      Ich habe jetzt in den letzten Tagen mehrere AGB's von verschiedenen Assekuranzen verglichen in ihrer Kaskoregulierung. Die etwas höher in den Prämien gelagerten Vericherungen haben meist diese Klausel nicht.

      Otti

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ottikess ()

    • ottikess schrieb:

      Nach einigen intensiven Recherchen

      Hallo

      Warum machst du aus deinen intensiven Recherchen so ein Geheimnis? Lass uns daran teilhaben. :ok So kann man deine Aussagen leider gar nicht nicht nachvollziehen und es sind lediglich Behauptungen. Es wäre doch toll,wenn du eine Liste erstellen würdest, welche alle User hier im Forum einsehen könnten.
      Was du AGB `s nennst sind im übrigen AKB - nicht, das es da zu Verwechslungen kommt. Grundsätzlich ist der Tipp aber völlig korrekt: Vergleichen der AKB ist Pflicht und erspart böse Überraschungen.
      :prost:
      :ok Schöne Grüße und weiterhin frohes Campen! :ok

      :w Chris :w
    • Ja, da hast recht. Ich möchte aber keine direkte Werbung für die ein oder andere Assekuranz hier starten. Vielleicht bist ja Versicherungskaufmann??? :lol:

      Dazumal ich kein Otti-Versicherungs-Check 24 darstelle. :evil:

      Und es gilt zu bedenken, nicht jede Versicherung nimmt den Anhänger alleine in ihre versicherte Obhut. Meist möchte das Zugfahrzeug mit eingebunden werden um den Wechsel schmackhaft zu machen. Für wen auch immer!

      Direktversicherer wissen zum größten Teil eigentlich gar nicht, was ein Wohnanhänger ist! :_whistling:

      Und jeder Versicherungsnehmer legt andere Prioritäten im Vergleich an, um seinen Wohnanhänger versichert zu bekommen.

      Otti

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von ottikess ()

    • Jetzt muss ich mal blöd fragen....75% bei der DEVK ist klar...Abzug MwSt auch....sofern ich den WW behalte und nicht reparieren lasse....das war damals auch schon nach einem Unfall mit der gegnerischen Versicherung mit der MwSt....wenn ich den WW aber dann verkaufe und mir nen neuen hole, müsste ich die MwSt dann doch wieder bezahlt bekommen oder seh ich das falsch?
      Gruß Markus :undweg:

      :0-0:

      "Manche Menschen sind nicht wirklich dumm, sie haben nur Pech beim Denken!" :lol:
      „Vernünftige Autos werden vom Antrieb geschoben, nicht gezogen!“ (Walter Röhrl) :anbet:
    • Moin Markus.
      Die einbehaltene Mehrwertsteuer bei Nicht-Reparatur bezieht sich auf den "Mehrwert" den du wieder herstellen würdest wenn du deinen Anhänger reparieren würdest.
      Somit hättest du bei fiktiver Abrechnung und Verkauf deines Anhängers keinen Anspruch auf diese Leistung der Mehrwertsteuer. Es wurde ja nichts repariert in Richtung Mehrwert.

      Otti
    • ottikess schrieb:

      Moin Markus.
      Die einbehaltene Mehrwertsteuer bei Nicht-Reparatur bezieht sich auf den "Mehrwert" den du wieder herstellen würdest wenn du deinen Anhänger reparieren würdest.
      Somit hättest du bei fiktiver Abrechnung und Verkauf deines Anhängers keinen Anspruch auf diese Leistung der Mehrwertsteuer. Es wurde ja nichts repariert in Richtung Mehrwert.

      Otti
      Bei der Reparatur wird kein "Mehrwert" hergestellt. Vater Staat erhebt einfach pauschal auf die Rechnung 19% Steuer und die muss die Werkstatt dann weiter reichen. Wenn keine Reparatur erfolgt fällt auch keine Steuer an und deswegen zieht die Versicherung das ab. Ich vermute aber, das du das meintest :w
      ---
      Gruß
      Norbert

      Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
      (I. Kant, 1784)
    • Hätte wohl die gleichen Erfolgsaussichten wie eine Petition zur Aufhebung der Steuer zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsmarine ^^
      ---
      Gruß
      Norbert

      Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
      (I. Kant, 1784)
    • Also wird das dann anders gehandhabt als beim Pkw....dort ist es so, wenn ich nach Gutachten abrechne, ich die MwSt abgezogen bekomme.....würde ich den Unfallwagen allerdings verkaufen und mir einen anderen Wagen zulegen, bekäme ich die MwSt wieder zurück...
      Gruß Markus :undweg:

      :0-0:

      "Manche Menschen sind nicht wirklich dumm, sie haben nur Pech beim Denken!" :lol:
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    • Kaskoregelung bei Elementarschäden

      Die Mehrwertsteuer gibt es nur als "Rechnung gegen geleistete nachweisbare Reparatur".
      Die Kaskoregelung bei Elementarschäden kennt keinen Unterschied zwischen PKW / Reisemobil oder Wohnwagen. Das Fahrzeug (Sammelbegriff) darf nach fiktiver Abrechnung 6 Monate nach Regulierung den Besitzer nicht wechseln. Es sei denn, es ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.
      Der ermittelte Reparaturwert muß unter dem Wiederbeschaffungswert liegen.

      Das heißt:
      Bei fiktiver Abrechnung (kein wirtschaftlicher Totalschaden) hat der Versicherte Anspruch auf Auszahlung, anstatt Reparatur.
      Aber:
      Abzüglich 19% / Abzüglich prozentualer vereinbarter Abzugsklausel (15% bis 25%) wenn es im Vertragswerk festgeschrieben ist. Und Abzug der Selbstbeteiligung.
      Das Fahrzeug darf laut Versicherungsrecht danach 6 Monate nicht veräußert werden.

      Wird das Fahrzeug trotzdem innerhalb dieser Frist verkauft, hat der Versicherte nur noch Anspruch auf die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert.
      Diese Regelung wird als Wiederbeschaffungsaufwand bezeichnet.
      Auch bei dieser Form der Regulierung ist keine Mehrwertsteuer enthalten.

      Vorraussetzung ist immer, das kein wirtschaftlicher Totalschaden ermittelt worden ist.

      Dann wird neu und anders gerechnet:
      Reparaturwert übersteigt dabei Wiederbeschaffungswert.

      Otti

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von ottikess ()

    • Also heißt dann um nicht zu viel Verlust zu machen....reparieren lassen zu 100% und dann verkaufen
      Gruß Markus :undweg:

      :0-0:

      "Manche Menschen sind nicht wirklich dumm, sie haben nur Pech beim Denken!" :lol:
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    • Die Einzelfallentscheidung

      So ist die allgemeine Abwägung. Ja Markus.
      Der PKW meiner Frau steht derzeit nach Hagelschaden in der Werkstatt und habe mich sehr mit den Möglichkeiten der Versicherungsleistung beschäftigen müssen.
      Das Fahrzeug ist 1 Jahr alt.
      Und auch wen er fünf Jahre alt wäre erleide ich ohne Reparatur immer einen persönlich finanziellen Schaden.

      Und ich habe in meinem Vertrag keine Abzugsklausel, es sei denn ich entscheide mich für eine Nicht-Partnerwerkstatt meiner Versicherung. Da behält sich meine Assekuranz einen prozentualen Abzug vor. Aber diese Partnerwerkstatt ist eh eine Auswahl von drei Vorschlägen und eine davon war sowieso meine persönliche Werkstatt des Vertrauens.

      Der finanzielle Schaden ist ja noch umso größer, wenn der Versicherte bei fiktiver Abrechnung die prozentuale Klausel berücksichtigen muss. Und dieser Satz liegt bei jedem Vertragswerk anders und kann an gewissen Pflichten des Versicherungsnehmers gebunden sein.

      Da gibt es für mich bei meinem persönlichen Beispiel keine Alternative oder Kompromisse.
      Bei meinem Anhänger, der nicht betroffen ist, würde ich es vom Alter abhängig machen, sowie vom Aufwand der Reparatur. Dann werden natürlich Zahlen und Werte der Ermittlung verglichen.
      Aber in der Grundsätzlichkeit tendiere ich immer zur Reparatur.
      Solange meine Fahrzeuge sich im Neuwert-Zustand bewegen verfolge ich keiner fiktiven Auszahlungs Idee.

      Es sei denn es ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

      Aber es ist und bleibt immer eine persönliche Entscheidung unter Abwägung der Tatsachen.
      Es gibt keine Regelung die zu 100% auf jeden Betroffenen paßt.
      Es bleiben Einzelfallentscheidungen.

      Otti

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von ottikess ()