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Bremsen oder Gas geben?

    • Hallo zusammen,

      nu muss ich mich doch auch kurz dazu melden. Wir sind ja noch recht "frisch" mit dem Wohnwagen unterwegs, erst seit etwas über einem Jahr. Nach einer zweitägigen Jungfernfahrt zu den Ponter Tolkientagen am Niederrhein ging es direkt nach England: Kreisverkehre links herum, der ganze Süden (u.a. in Cornwall bis ans Ende der Welt) und Landstraßen, die vermutlich für deutlich schmalere Anhänger gebaut sind. Jedenfalls hopste der Hänger mit dem linken Rad genau durch die Schlaglöcher auf der Begrenzungslinie während ich mit dem Hängeraufbau (dem Spiegel nach zu urteilen) genau bis zur Mittellinie ragte während einem Lkws entgegen donnern (auch mit einem Rad am/im Dreck). Alles hat der Wohni brav mitgemacht, keine Windböe war ihm zuviel, keine Bodenwelle zu groß.
      Und dann ist es diesen Sommer passiert: Blitzstart & Urlaubsabbruch aufgrund einer familiären Notsituation. Da sowohl die Kids als auch wir Eltern aus früheren Bulli- und Zelttagen eine gewissen Disziplin bzgl. "benutzen und wieder wegräumen" an den Tag legen, beschränkt sich das "reisefertig packen" eigentlich darauf die Fahrräder hinten auf den Bulli zu schnallen, die Stützen einzukurbeln und das Stromabel abzuwerfen. Dann den Kugelkopf mit Bremsenreiniger säubern, Spiegel dran, Hänger dran, Licht-Check und los. Mist! Regen auf der Rückfahrt, es schüttet wie aus Kübeln. Irgendwo vor Stuttgart (süd=>nord, etwa 90 km/h) plötzlich tierische Spurrillen auf der mittleren Spur, vielleicht handbreite tief. Wir also bergauf leicht vom Gas, ziehen rechts rüber, verwenden sämtliche Längsrillen als Sprungschanze und nutzen binnen weniger Sekunden gefühlte volle zwei Fahrspuren (Anm.: keine Ahnung wie viele Meter es tatsächlich waren, aber so fühlte es sich an) wodurch ich als Beifahrer endgültig unsanft geweckt werde. ;( Meine Herzallerliebste haut zwei oder drei Mal hart auf die Bremse und versucht jeweils den Moment abzupassen, wenn der Hänger in etwa hinter uns vorbei kommt. (Vollbremsung mit Hänger haben wir zwar vorher geübt, aber das konnte ich ihr vorher nur "erklären", nicht zeigen...) Vorbildlich gehen sämtliche Fahrzeuge hinter uns mit Warnblinker auf Abstand und halten die Bahn "frei" :thumbup: . Mit 75-80 km/h geht's zum nächsten Parkplatz, adrenalinbedingter Fahrerwechsel. Dort fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren - beim Blitzstart hatte ich vergessen den zu 80% vollen 100l-Frischwassertank abzulassen - kein Wunder, dass sich das so aufschaukelt! :xwall: Hundert Mal dran gedacht - in der Hektik vergessen...
      Die Schlingerdämpfung hatte sicher einiges zu tun, aber ich glaube mit einem leichteren Zugfahrzeug (Bulli wiegt reisefertig 2,3 t) hätte das auch anders ausgehen können. Jedenfalls wußte ich danach, wie es zu den ganzen Wohnwagen-Unfällen kam, die wir gesehen hatten (drei auf der Hin-, zwei auf der Rückfahrt): Jedes Mal stand ein kleinerer Pkw entgegen der Fahrtrichtung auf der Standspur, Wohnwagen dahinter im 160°-Winkel in Fahrtrichtung (oder bereits umgekippt).

      Peugeotpik schrieb:

      Zitat von »Willipitschen«
      Aber auch nur, weil sich die Notablassstutzen nicht durchsetzen konnten. Diese wurden per Seilzug vom Fahrersitz aus betätigt und so das mitgeführte Wasser schlagartig abgelassen.
      Die Hersteller konnten aber auch nicht garantieren, das die Tanks immer zu 100% gefüllt sind.
      Ja, sowas hätten wir gebraucht! :P ;) Alternativ ist ein 4-5 m - Stück von diesem durchsichtigen 10mm-Schlauch aus dem Baumarkt zum Absaugen und leer laufen lassen immer mit an Bord.

      Viele Grüße
      Pooky

      PS: Sorry, dass es schon wieder so lang geworden ist - Besserung gelobend... :rolleyes:
    • Pooky schrieb:

      Jedenfalls wußte ich danach, wie es zu den ganzen Wohnwagen-Unfällen kam, die wir gesehen hatten (drei auf der Hin-, zwei auf der Rückfahrt): Jedes Mal stand ein kleinerer Pkw entgegen der Fahrtrichtung auf der Standspur, Wohnwagen dahinter im 160°-Winkel in Fahrtrichtung (oder bereits umgekippt).




      So einen Unfall habe ich auch gesehen.

      Nur hatte das Zugfahrzeug den Vornamen Porsche und den Nachnamen Cayenne ! :D
    • BullSimons schrieb:

      ...Der wichtige Teil hat aber noch keine Aufmerksamkeit bekommen ->
      Spielt die Reifenbreite auch eine Rolle bzw. wie groß machen sich die wenigen cm Unterschied bemerkbar?

      Viele Grüße
      Oliver
      der mit mehr Ladevolumen ;) :w


      *grins*
      Also die Breite macht (wahrscheinlich) weniger aus wie die Stabilität der Reifenflanken.
      Unser alter Wohnwagen hat dieses Jahr neue RF Reifen in der selben Dimension wie die normalen Reifen vorher bekommen nud lief damit um ein vielfaches ruhiger hinter meinem Auto her.
      Habe diesmal in Frankreich sogar mal die zugelassene Geschwindigkeit von 130 (echt, nicht Tacho) beim Überholen ausgenutzt. Auf den normalen Reifen war bei 110 Tacho absolut schluss, da das Popometer "alarm" gemeldet hatte.

      Viele Grüße
      Michael
      ...und Danke für den Fisch