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Ferien-Camp Börgerende mit Hindernissen

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    • marimopa schrieb:

      wir hatten in diesem Sommer Wassertemperaturen von 22- 24° C.

      ...das hatten wir diesen Sommer in 2 Wochen Rerik nicht einmal als Lufttemperatur.... ;(
      ...zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken.....
      ..............zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen...... X/
    • Hallo :w

      Ostsee ist immer ne Reise wert :ok

      Als Ossis kennen wir die Blechbuechsen noch ganz genau :ok ,war doch was besonderes 8o

      Ob Ferienlager oder Elternurlaub war immer toll was los.
      Wir sind und bleiben immer Ostseekinder.

      Super Bericht :ok :ok weiter so

      Schöne Grüße aus Sachsen-Anhalt vom Team,,Herr Lange'' :0-0: :0-0: :0-0:
    • Hallo und Danke, dass ihr meinem Bericht folgt und ich freue mich, dass er Euch gefällt. Ich werde mal sehen,ob ich heute noch ein Paar Zeilen zu "Papier" bringe. Bilder habe ich ja auch noch.
      Zum Wetter und den Temperaturen, ich war auch sehr erfreut über das Wetter. Oft war es sogar besser als der Wetterbericht von NDR 2 angesagt hatte. Ich, als Schwimmhallenschwimmer habe manchmal auch Probleme mit den Temperaturen der Naturgewässer, aber die Ostsee hat mich positiv überrascht.

      Bis nacher, vielleicht :_whistling:
    • Die Bilder sind ein paar Eindrücke von der Eiswelt und dem Aquarium in Karls Erdebeerwelt.
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    • Hier noch ein kleiner Eindruck vom Wetter :thumbsup: und dem Strand in der Nähe des CP. Naja Eisbär, Erdmännchen und Co. :pinch: Das zweite Bild zeigt die Leinwand des Strandkorbkinos in KB.
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    • Der zweite Montag des Urlaubs war von viiiiiiiiiiiiel Autofahren geprägt. Unser super sportlicher und Handball spielender Sohn wollte mit seinem Verein ein Trainingslager absolvieren. Na gut. Das hieß für uns (Papa und Mama) rein ins Auto und wieder auf den Weg nach Sachsen-Anhalt machen. Zum Glück lag das Ziel unserer Reise am nördlichsten Ende S-As. Dennoch waren wir ganz schön lange unterwegs und sind auch nicht ganz pünktlich angekommen. Für unseren Sohn hatte es das Gute, dass sein Trainigslager mit dem MIttagessen begann. Hätte auch schlimmer kommen können.
      Nach einer recht kurzen Abschiedszeremonie ging es für uns wieder Richtung Norden. Was auch ganz gut war denn irgendwie war die Luft in der Altmark schwerer zu Atmen als an der See. Nichts desto weniger trotz (frei nach Helge Meeuw) haben wir einen kleinen Abstecher nach Arendsee gemacht und uns dort nach einem Campingplatz umgesehen. Wir wollten das letzte Augustwochenende dort bei einer Sportveranstaltung verbringen. Da wir noch nie (mit dem Auto) dort waren folgten wir der Ausschilderung eines Campingplatzes. Dort angekommen waren wir uns nicht sicher, ob das tatsächlich ernst gemeint war. Eine große unparzellierte Wiese - ist ja Ok muss ja nicht immer super ausgebaut sein. Stromanschlüsse konnte ich nicht erkennen - werden aber sicher da gewesen sein. Die Sanitäreinrichtungen waren der Anzahl der Besucher entsprechend - winzig. Zu guter letzt gab es keinen direkten oder indirekten Zugang zum See. WIr guckten uns recht sparsam an und waren uns sicher, dass kann doch nicht alles gewesen sein. Stimmt. Die nette Dame an der Anmeldung dieses CP sagte uns, dass auf der anderen Seeseite noch ein CP wäre. Tatsächlich, da war auch einer und das war sogar ein "richtiger" Cmapingplatz. Es war gerade nix los, so dass wir mit der Damen an der Anmeldung ein Schwätzchen halten konnten. Sie hat uns gleich auch noch zwei, drei Plätze empfohlen. Wir durften uns aber ausgiebig umsehen, was wir auch taten. Die Entscheidung viel relativ schnell für einen Platz in der Nähe der Infrastruktur, jedoch recht weit von dem Hauptweg entfernt. Wie schon erwähnt sind wir neugierig und haben unseren Rundgang noch etwas ausgedehnt und waren überrascht, dass die überwiegende Teil des CP von Dauercampern bewohnt wird. Obwohl man kaum noch von Campern sprechen kann, denn es waren die unterschiedlichsten Behausungen zu sehen. Vom umbauten uralt Wohnwagen, über Blechmobilheime bis hn zu festen Holzhütten bzw. Bungalows. Ich denke, dass hier Reste der DDR Freizeitgestaltung zu sehen waren.
      Der Platz ist reisig, aber durch die recht wenigen Touristenplätze doch überschauhbar. Mit der Buchung unseres Aufenthaltes erfuhren wir, dass ein kostenloser Zugang zum Strandbad, gleich auf der anderen Seites der Straße, inkludiert ist. Prima, jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Hat es, aber das ist eine andere Geschichte.

      Wegen der "dicken Luft" haben wir uns dann wieder auf den Weg nach MeckPomm gemacht. Da wir aber nicht den ganzen Tag im Auto verbringen wollten, sinierten wir noch darüber, ob wir einen Abstecher nach Wismar oder Schwerin machen wollten. Da wir lansam den kleinen Hunger spürten und Schwerin eine 1/2 dichter war, fiel die Entscheidung dann soch recht schnell zu Gunsten der Landeshauptstadt. Vorher suchten wir aber noch den "Unglücksparkplatz" der Hinreise auf. Dort fand ich dann auch die Ursache für unseren kaputten Reifen. Auf der Flache muss etwas füchterlich gebrannt haben. Es waren noch die verkohlten Reste, geschmolzener und wieder ertstarrter Asphalt und in Mitten des Ganzen jede Menge Glasscherben zu sehen. Da bin ich wohl drüber gefahren und habe den Reifen kaputt gemacht. :cursing:
      Ich stelle mir nun die Frage, wissen die Verantwortlichen der Autibahnmeisterei von dieser Stelle? Und wenn ja, warum ist die da noch?

      Ich hatte kurz erwogen meine Schadensersatzansprüche geltend zu machen, habe es aber wegen der schwierigen Beweisführung dann doch gelassen.

      Natürlich kamen wir im Feierabendverkehr in Schwerin an. Da meine Blase drückte wie S..... Hielt meine Liebste an einer großen Straße in Sichtweite des Schlosses an und ich verschwand, noch bevor der Wage hielt, im Schilf des Sees. :_whistling:
      Wir bummelten dann am See entlang Richtung Schloss in die Innenstadt. Natürlich nicht ohne die obligatorischen Touristenfotos vor dem imposanten Schloss zu machen. Das erste vielversprechende Cafe war unser, denn der Himmel verdunkelte sich zusehnds und Un(wetter)heil droht. Frischer Wind macht sich auf und Donner grollte ab und zu. Den Vorzeichen zum Trotz suchten wir uns einen Tisch vor dem Cafe und warteten dort auf unsere Torten und den Kaffee. Es lag wohl an der Luft im Gebäude und den vielen interessanten Menschen, die draußen vorbei eilten, die uns vor die Tür trieben. Die Torten waren geschmaklich ok aber sicher sehr gehaltvoll. Nachdem drei vier Regentropfen nieder gingen hellte sich der Himmel wieder auf und wir konnten noch einen richtigen Stadtbummel mit Souvenir Shopping Tour machen. Die leeren Geschäfte verführten uns dazu mit den Geschäftinhabern den ein oder anderen Schwatz zu führen. Dabei wurden unsere Kehlen wieder trocken und eine italienische Eisdiele kam genau zur richtigen Zeit. Da wir wegen der Torten schon gesündigt hatten, bestellten wir bei dem jungen Mann jeweils eine Kugel Eis. Natürlich zuerst meine Frau. Sie bekam eine Kugel in der Größe von zweien. Ich stand hinter ihr und frohlockte schon innerlich. Mein Grinsen fiel mir fömlcih aus dem Gesicht, als ich meine Eiskugel sah X( ein Tischtennisball wäre riesig dagegen. Zumindest spielt sich das vor meinem inneren Auge immer wieder so ab. Meine Frau, die wohl meinen sparsamen Blick sah, konnte sich vor lachen kaum halten und sie hat eine wundervolle, ansteckende Lache, nur mir war gerade nicht zum Lachen :motz: ALs sie dann auch noch - jeder so wie er verdient - bei brüllendem Gelächter sagte, war ich kurz geneigt sie kurzer Hand in Schwerin zu "vergessen".

      Natürlich übertreibe ich, aber es war schon frech und meine, stundenlang feixende Frau hat es nicht besser gemacht. Egal wir haben Urlaub und lassen uns von dem Luigi nicht den Tag verderben. Wir ließen das tolle Schwerin noch etwas auf uns wirken und traten schließlich die "Heimreise" an. Aus der Landeshauptstadt heraus fuhren wir (gefühlt) durch den Schweriner See. Das Ufer des Sees reichte auf beiden Seiten bis an die Fahrbahn heran. Wie machen die das nur bei Hochwasser??

      Der Rückweg war dann doch noch von Gewittern begleitet.

      Aber wir kamen gut und ziemlich erschöpft an unsrem Wohni an. Duschen, kurz mir den beiden Jugendlichen geschnakt und :sleeping:


      Erkenntnis des Tages: Manchmal reizen die Reize des schöneren Geschlechts mehr als pure Freundlichkeit.
    • Die nächsten Tage kann ich recht schnell zusammenfassen. Dienstag war faulenzen, Strand, Wasser und Sonne genießen angesagt. Wenn ich mich recht erinnere, kam dann am Abend auch Wind und Regen auf, so dass wir uns mal wieder ins Vorzelt verkrochen haben. Es muss ein ruhiger und schöner Tag gewsen sein, denn er ist mir nicht mehr so in Erinnerung geblieben.

      Der Mittwoch fing mit ein bischen Regen und kühleren Temperaturen an. Beim Frühstück wurden Pläne geschmiedet. DIe jungen Leute wollten eine Radtour machen und dann chillen. Wir entschlossen uns einen Stranspaziergang mit Hühnergottsuche zu machen. Steine gibt es ja wirklich mehr als genug. Doch genau die mit Loch zu finden war gar nicht so einfach. Wir ließen uns am Strand treiben und gingen langsam in Richtung Nienhagen. Der Strand wurde immer steiniger und so fanden wir dann auch unsere ersten Götter. Darüber hinhaus fanden wir am Strand in dem dortigen Bewuchs, ich will es nicht Düne nennen, regelrechte Steinburgen. Dort haben sich einige fleißige Steinsammler aus den herran geschafften Steinen Sicht- und/ oder Windschutz "Burgen" gebaut. In einer besonders geschützten fanden wir sogar Bierflaschen und nen Schlafsack. Wohl gemerkt die Flaschen waren voll und der Schlafsack gut versteckt. Da hat wohl jemand sein Nachtlager aufgebaut. Soll er wenn er später seinen Müll wieder mitnimmt!
      Das Ufer wurde steiler und interessanter. Schließlich sahen wir den Gespensterwald mal von der Strandseite aus. Er sieht, gerade bei trübem Wetter - gespenstisch- aus. Irgendwann kamen wir am Strand in Nienhagen an. Dort war tatsächlich eine ältere Dame im Wasser und genoss ihr Bad. Uns war es diesmal zu frisch für ein Bad. Wir suchten uns am Strand ein kleines Cafe und tranken eine Tasse Kaffee und aßen Kuchen. Die Strandkörbe auf der Terrasse waren sehr einladend, da sie den Wind etwas abhielten. Neben uns saß eine ganz offensichtlich aus Berlin stammende Familie (Mutter, Vater, Oma und Kind). Dafür, dass die jüngeren Leute ihrer Erscheinung nach doch eher dem links-alternativen Spektrum zuzuordnen waren, hatten sie was Erziehung und Ernährung ihres Kindes anging doch ziemlich konservative Ansichten. Im Kaffe wurde für den Kleinen ca. 1 1/2 Jahre, ein Fläschen warm gemacht. Vater und Mutter tranken Kräutertee mit Zigarette und Oma bestellte sich irgend einen Kuchen mit Schlagsahne. Der war natürlich für den kleinen viel attraktiver als sein schnödes Fläschen. Also ging das gequängele und (für mich überraschend) der mütterliche Vortrag über die Risiken einer fett- und zuckerhaltigen Ernährung los. Ich weiß nicht ob sie den Kleinen oder Oma belehren wollte. Wie dem auch sei das Fläschen war auf jeden Fall kalt und so nicht mehr zu genießen, Bauchweh, Bakterien und andere lebensverkürzende Dinge. Zum Glück war Mama gut vorbereitet und holte aus einer, in einem Frostbeutel verpackten, Tupperbüchse, vorgeschnittene Apfelstücke und Weinträubchen. Die mumpelte der Kleine mit einem neidischen Seitenblick auf unseren Kuchen. Mama, Papa und Oma mit rauchen beschäftigt sahen nun zu wie der Zerg das Möwenjagen für sich entdeckt hatte. Es kam wie es kommen musste. Irgendwie war eines der beiden Beinchen im Weg und Mini lag am Boden. Ich hätte den Eltern diese Geschwindigkeit gar nicht zugetraut. Sie waren so schnell bei dem Jungen, dass dieser vor Überraschung (hat er seinen Eltern wohl auch nicht zugetraut) ganz das Weinen vergaß. Papa nahm seinen nun doch weinenden Sohn auf den Arm und sprach beruhigend auf ihn ein während Mama mit einem Sagrotantuch (!!) die Händchen säuberte. Mini ließ sich aber irgendwie nicht beruhigen (vielleicht war es die Rache für die verwehrte Sahne :evil: ) und die kleine Familie verließ, den Zwerg in einer Kinderkarre, den Ort des Geschehens.
      Wir sahen uns, ob des kleinen Schauspiels, nur an fragten uns wie wir unsere drei nur groß bekommen haben.
      Der Rückweg war geprägt von vielen Fotos aus und in dem Gespensterwald. Das Licht war an eingen Stellen echt mystisch.
      Als wir am CP zurück waren, haben wir kurzerhand unseren Aufenthalt bis Sonntag verlängert. Wir hofften auf schönes Wetter und der CP hat uns so gut gefallen, dass wir einfach noch nicht nach Hause wollten.
      Am Abend ließen wir uns noch bei der mittwöchigen Livemusik sehen, tranken ein Bier und machten noch einen Rundgang über den Campingplatz. Ich liebe es zu gucken was die anderen Camper so für tolle Wohnwagen haben (vor allem Vorzelte haben uns interessiert, denn unseres ist nicht mehr so toll). WIr waren begeistert wie kreativ manch einer/ eine das Vorzelt eingerichtet hatte. Ich habe sogar einen Staubsauger gesehen. ?(

      Dank der Verlängerung war der Donnerstag noch nicht von Abschied nehmen und zusammenpacken geprägt sondern ein Ausflug nach Warnemünde mit den Fahrrädern und Essen gehen in einem Restaurant, dass wir auf Empfehlung unserer Tochter aufgesucht hatten. Dazwischen war nicht viel außer Strand, Sand, Wind und Meer. Doch frozen Joghurt. Mit Mango und Toffewürfel Topping, lecker! Ach ja das Wetter, das war mal wieder viel besser als vorhergesagt. Die Sonne schien, manchmal auch nicht und der Wind hielt sich auch in Grenzen. Kurz das perfekte Wetter für Fahrradfahren, bummeln und schlemmen.

      Fazit dieser Tage: Entschleunigung bekommt uns gut.
    • Freitag

      Am Donnerstag stand für uns "Alte" fest wir machen nochmal eine Tour mit den Rädern über Warnemünde hinaus in Richtung Graal-Müritz.
      Bei wirkilch wunderschönem Wetter Sonne und 24°C ging es los. in Warnemünde setzten wir mit der Fähre nach Hohe Düne über. Meine Frau wollte sich das Robbenzentrum angucken. Das haben wir aber im ersten Anlauf nicht gefunden. Also ging es weiter in Richtung Markgrafenheide. Auf der einen Seite der Marinestützpunkt und auf der anderen Seite eine wirklich hohe Düne. Dazwischen die Straße, der Radweg und wir. Kurz vor Markgrafenheide ging der Weg dann endlich von der Straße weg an der Ostsee entlang. Wir kamen auch an einem Campingplatz vorbei und auf dem Weg begegneten uns Heerscharen von Jugendlichen aller coleur. Alle mit Musik und die Musikrichtungen waren so verschieden wie die Menschen die die Bomboxen trugen. ZUm Glück wurde es relativ schnell wieder still beinahe einsam. Man merkte richtig, wie die Nerven sich entspannten. Unterwegs passierten wir andere Radfahrer. Am meistenhat mich ein Mann beeindruckt, der in einem Sonderfahrrad, ähnlich einer Rickscha, seine offensichtlich behinderte Frau. Sie kamen zwar nicht so schnell voran wie wir, aber immerhin sie konnten es gemeinsam gnießen. Die Ostsee allerdings war weit weg, schade. Auch hier war bald zu merken, dass unser Weg wieder näher an Ortschaften führte. Es wurden mehr Menschen auf dem Radweg. Schließlich kamen wir am Ostseecamp Rostocker Heide an. Auch wenn ich mir jetzt den Zorn einiger auf mich ziehe, der hat uns gar nicht gefallen. Riesig, dunkel, verwirrend und einfach nicht unser Ding. Wir kamen in dern Ortsteil Graal und waren entzückt. Gepflasterte Straße, toll gepflegte Häuser rechts und links und nicht so viel los. Die Ernüchterung kam als wir an der nächsten Kreuzung links abbogen. DDR Plattenbau, Penny, Aldi und Shell. Irgendwie haben wir uns in unserer romantisch, verklärten Vorstellung die Ostseekleinstätte anders vorgestellt. Was fürn Quatsch, denn irgendwo müssen die Leute ja wohnen, einkaufen und tanken. Also an der nächsten Ampel wieder links weg und schon war sie wieder da die alte Bäderarchitektur. Endlich auch wieder Ostseeduft in der Nase. Nur noch über einen Parkplatz wo ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes Wohnmobilisten zur Kasse bat, weil sie nicht auf dem für WOhnmobile auasgewiesenen Bereich standen und (warscheinlich) nicht die richtige Parkarte gezogen hatten :(
      Da der Tag nun doch schon fortgeschritten war und der kleine Hunger kam fuhren wir an dem Strandweg wieder Richtung Warnemünde und somit Graal-Müritz Zentrum. Boah war das voll. Imbisswagen, -Stände, Restaurants usw. und kein Platz frei. Na gut dann gucken wir uns die Seebrücke an und fahren einfach. DIe ARbeit ruft den Rest gibt es morgen
    • Da das Wetter eigentlich zum Baden einlud, wollten wir auch noch mal das Wasser und den Strand genießen, aber bei so vielen Leuten war kein Platz mehr für unsere Handtücher. Wir sind einfach immer hinter dem Strand entlang gefahren und verließen schnell den urbanen Bereich und leider auch die Versorgungsmöglichkeiten. Dafür wurde der Weg wilder und wilder. Bald war der Farn mannshoch und ein ums andere Mal mussten wie schieben. Dennoch gab es immer mal wieder Strandaufgänge. An einem, der Weg war schon echt beschwerlich, beobachteten wir ein Pärchen, dass sich dort auszog. Also komplett nackig, sich mit Sonnencreme einrieb und los ging. Jetzt wollten wir aber wissen, was uns nun erwartete. Die Räder bekamen ihre Pause an einem Baum und wir guckten zum Strand. Wir waren erstaunt, denn wir sahen nichts. Na zumindest außer Wasser, Sand, Bäumen und Himmel. Allein ein einem tollen Strand. Das nackte Pärchen entfernte sich recht schnell in Richtung Markgrafenheide. In einiger Entfernung war ein Muscheln oder Steine suchender Mann, eine Frau mit ausgelassen tobendem Labrador und das war es. Weit und breit keine Menschenseele. Cool! Handtücher raus, diesmal waren wir vorbereitet, und ins Wasser. Aus der Ostsee heraus konnten wir dann doch in weiter Entfernung einige Bader erkennen. Wir genossen die Einsamkeit und entspannten in der Sonne auf unseren Handtüchern. Als es dann wieder weiter ging standen wir vor der entscheidenden Frage, zurück oder weiter und einen Weg suchen. Weiter auf einem Trampelpfad, der zwischen den Farnen kaum zu erkennen war. Aber es ging. Doch plötzlich war der Weg weg, oder einfach zu ende. Wir standen im Wald und haben uns fragend angegeuckt. Doch nicht lange denn wir wurde urplötzlich von Moskitos in urzeitlichem Ausmaß angefallen. Wild um uns schlagend suchten wir das Weite und einen fahrbaren Weg. Zum Glück fanden wir auch schnell einen, denn einmal Blut geleckt verfolgten uns die blutrünstigen Monster. Selbst auf den Rädern fahrend mussten wir noch die letzten Blutsauger erschlagen. Wir sind zwar als Sieger aus diesem Kampf hervorgegangen, aber nicht ohne Blessuren und was wurden das für Quaddeln :cursing:
      Nach diesem Erlebis hatten wir erst,al genug von Wildnis und fuhren auf Forstautobahnen nach Markgrafenheide und daran vorbei.
      Hohe Düne kam in Sicht und, obwohl es schon 18:30 Uhr war, oder so; suchten wir uns einen Strandabschnitt, stellten die Räder ab, nahmen die Klamotten und waren wieder total entzückt. Weißer, feiner Sand und wieder kaum Leute. Klamotten weg und ins Wasser. Hinterher haben wir sogar noch ein paar Strandbilder gemacht, denn das Licht war so toll. Hätte uns der Hunger nicht gequält, ich glaube wir wären bis zum Sonnenuntergang dort geblieben. Schnell noch die Jugend am Wohni angerufen und beschied gesagt, dass es später wird und sie sich keine Sorgen machen sollen. Da wir unser Kind kennen und wissen, wie schlecht die Laune bei Unterzucker werden kann, haben wir sie noch ins CP Restaurant zu einem Burger, oder einem anderen Gericht nach Wahl auf unsere Rechnung geschickt. Unser Weg führte uns über die kleine Fähre zurück nach Warnemünde, das Robbenzentrum muss dann bis zu unserem nächsten Besuch warten. Der Plan war an der Promenade ein Restaurant suchen und endlich den Magen füllen. Guter Plan, aber auch hier das gleiche Bild wie überall. Kein Platz. Zum Glück wurde an einem Tisch gerade Platz und wir konnten uns niederlassen. Endlich gab es was für den Bauch. Da sich die Bahn der Sonne deutlich Richtung Horizont neigte, wurde es langsam kühl und wir wollten, wegen fehlendem Licht, vor der Dunkelheit zurück sein. ALso ginges mit gut gefülltem Magen wieder weiter. Ihr kennt das ja sicher, der Rückweg ist sowieso immer kürzer als der Hinweg.
      So kamen wir genau richtig im Gespensterwald an um den Sonnenuntergang zu bewundern und noch mal tolle Sonnenuntergangsbilder machen.
      Als wir, noch fast bei Tageslicht, am Wohni ankamen, tauschten wir mit den Kindern die Tageserlebnisse aus, gingen duschen, spielten Rommee und schon war Zeit fürs Bett.
      Ruck zuck waren die Augen zu und wir eingeschlafen. Doch leider nicht lange, denn schräg gegenüber in einem Dauercamperwohnwagen war Partystimmung.
      Och nee, nicht schon wieder. EIn Blick auf die Uhr zeigte, dass es bereits weit nach Mitternacht war. Das machte den Partypeople gar nichts es wurde laucht gelacht, laut erzählt und der halbe Platz unterhalten.
      Da lag ich in meinem Bett, war wach, ärgerte mich über diese rücksichtslosen Menschen und fragte mich, bin ich eigentlich der EInzige den das stört :motz:
      Meine Frau neben mir war auch wach und bestätigte meinen Ärger, aber irgendwie kann sie damit besser umgehen. Ich war schon an der Tür des Wohnwagens umm meinem Ärger Luft zu machen, da hörte ich ein kleines Kind weinen und plötzlich war Ruhe. Hhmm? Waren die etwa mit Kindern unterwegs und benehmen sich so?
      Wie auch immer nun war Ruhe und auch ich fand meinen Schlaf wieder.

      Erkenntnis des Tages: spontane Wege führen nicht immer ans Ziel, aber bringen tolle Eindrücke und Erlebnisse
    • Samstag

      Der fing erstmal damit an, dass sich der aufgeobene Ärger der Nacht in Richtung der Verursacher entlud. Die focht das gar nicht an :motz: Keine Entschuldigung, keine Reue nix.
      Ganz im Gegenteil, es ging weiter wie es aufgehört hatte. Die beiden Paare mit den dazugehörigen 3 oder 4 Kindern (ich weiß es nciht mehr ganz genau) verwechselten unsern Campingplatz wohl mit einem Festivalgelände, dem Springbreak oder dem Wacken. Saufspiele, nur ohne Alkohol und mit Kinder, aber mit der entsprechenden Lautstärke. Nun gut war ja keine Ruhezeit mehr.
      Wir nutzen den Tag und bummelten noch mal durch Warnemünde, zum Teepot, Leuchtturm und zum äußersten Zipfel des Landes. Schön, aber unglaubliche viele Mensche, da zwei italienische Kreuzfahrtschiffe im Hafen vor Anker lagen. Meine Mädels haben uns Männer dann noch zu einer Shoppingtour überredet. Schließlich wollten wir unserer daheim gebliebenen Tochter noch etwas mitbringen. So rannen sie dahin, die Stunden und die Euros ;(
      Zum Glück konnten wiwr die dicksten Schauer in Geschäften und Cafes verbringen. Hier zeigte sich aber, dass die niedrig Lohn Politik der Bäckereien Grenzen hat. Wenn an so einem Tag bei so vielen Menschen in den Verkaufsräumen mit angesschlossenen SItzplätzen und Kaffeeverkauf nur eine Frau für alles da ist, dann kann es nur schmuddelig aussehen. Der deutsche Cafe- oder Restaurantbesucher ist es ja gewohnt, dass er scih nicht vorsehen, oder gar seinen Dreck selber weg machen könnte. So nahmen wir an dem saubersten Tisch, hier stand nur das Geschirr der Vorgänger (trotz deutlich markiertem Geschirrwagen) auf dem Tisch. Die Kuchenkrümel, Kaffeeränder und -flecken und das Geschirr haben wir gern selbst entsorgt. Mir tat die Frau hinter dem Tresen leid, es war einfach nicht zu schaffen.
      Ich tröstete mich damit, dass sie sicher für ihr Engagement fürstlich entlohnt wird und mit 55 bei vollen Bezügen in Rente gehen kann. Sie hat ja in der aktiven Zeit ja auch für 2-3 gearbeitet.
      Ich wurde mit einem frozen Joghurt wieder besänftigt.
      Von Warnemünde ging es direkt nach Grevesmühlen. Dort hatten wir Karten für das Piraten Action Open Air Theater gebucht. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze, war ein Spruch meines Vaters, den ich als Teenie gehasst habe. Aber, er hatte recht. Wir bekamen noch einen Parkplatz in der ersten Reihe direkt an der Straße.
      Auf und neben der Bühne erwartete uns ein tolles Piratenspektakel mit Live Shantymusik, tollen Kampfszenen, echten Perkusionswaffen ("..die schießen ja in echt!") und Explosionen. Als sich das Stück seinem Höhepunkt näherte steuerte der Himmel auch noch Blitz und Donner bei. Der Regen ließ zum Glück nach wenigen Augenblicken wieder nach. Es war ein tolles Erlebnis. Das Stück wurde so gestaltet, dass es kein Ende gab und wer wissen wil wie es weiter geht muss halt im nächcsten Jahr wieder kommen. Wir kommen auf jeden Fall wieder. Die Bühne und das Stück sind ein echter Tipp.
      Wir waren schließlich so spät wieder da, dass sogar die Tankstelle in Bad Doberan schon schließen wollte.
    • Nun war es so weit, Abbauen, zusammen packen und räumen, räumen, räumen. Zum Glück war wir ja zu viert und es ging recht schnell bis wir alles abgebaut und verstaut hatten.

      Jetzt muss ich nochmal auf meine Einstiegsgeschichte, den kaputten Reifen, zurück kommen.

      In der ersten Woche habe ich den Reifen schlicht und ergreifend verdrängt. Nachdem wir unseren Sohn weggebracht und nochmal den PP angefahren hatten, war das Thema wieder präsent. Ich galube ich habe jede Reifenbude im Umkreis von 50 km angerufen. Entweder konnte man mir nicht helfen, oder der eine Reifen wurde mir zum Preis von zweien angeboten. Montage und Entsorgung kam auch noch dazu.
      Man hätte fast den Eindruck gewinnen können, dass da wer aus unserer Lage Profit schlagen wollte, nööö die Preise sind so. Ein Onlinerecherche ergab, dass ich bei den am Telefon genannten Preisen bei einschlägigen Onlinehändler fast einen kompletten Satz (für einen Pkw) bekommen hätte :xwall:
      Einer der Händler warnte mich noch, da der Ersatzreifen älter als 6 Jahre war und damit sie 100 er Zulassung erlischt, könnte mir die Polizei im Falle einer Kontrolle den Wohnwagen stillegen (Weiterfahrt untersagen) weil die Betreibserlaubnis erloschen sei. Ach so :D
      Mir war's eins. Ichhabe die Reifen online geordert und nach Hause liefern lassen.

      Die Heimreise traten wir mit dem Ersatzreifen und einem mulmigen Gefühl an. Das war aber spätestens auf der Autobahn weg, denn der Reifen machte keine Anzeichen irgendeines altersbedingten Verschleißes. Bei jedem Pipi Stopp den Luftdruck kontrolliert und es tat sich nix.

      Die Reise lief ziemlich ereignislos. Zwar leitete uns eine Umleitung durch Altmarkdörfer, die 1986 aus der Zeitmaschine gefallen waren, und über Straßen die eine Geschwindigkeit über 30 km/h nicht zuließen, aber wir kamen gut voran.

      Kurz vor Magdeburg wurde es dann endlich wieder 4 spurig und es ging noch besser voran.
      Hinter MD Richtung Harz, ist die B 81 noch bis Egeln 4 spurig ausgebaut, zwar mit Ampeln, aber mit etwas Glück rutscht man da gut durch. Ich hatte keines und stand an jeder Ampel :xwall:
      Auf dem letzten Stück hatte ich dann noch einen Pkw vor mir, der 89 Km/h fuhr. Platz war, Blinker links und beschleunigen. Hatte sich der Opa auch gedacht. So kam ich mit 110 Km/h, trotz erlsochener BE, kaum an dem Dacia aus SDL vorbei. Da ich die Strecke im Schlaf noch finden würde wusste ich, dass sie bald zu Ende ist (mit 4 Spuren) und am Ende wieder eine garstige Ampel, diesmal mit Blitzer, wartet. Kurz davor wird die Geschwindigkeit auf 70 km/h reduziert. Egal den Opa überhol ich auf jeden Fall, denn dann ist die Bundesstraße frei bis Halberstadt. Auf der Brücke, die Ampel schon im Blick, aufeinmal ein roter Blitz von rechts. F..K, wo war der denn? Hier haben die nochnie geblitzt und dann auch noch am Sonntag. Oh, hoffentlich sieht mann auf dem Bild nicht den alten Reifen :D
      Uaaah das wir ein Punkt und das wo meine "Kleine" den Führerschein machen und am begleiteten Fahren ab 17 teilnehmen wollte.

      Die Stimmung war bis zum "Heimathafen" etwas gedämpft.

      Wir kamen dann doch noch gut zu Hause an und "Home sweet Home" einige Blumen haben die Schneckenattacken, Trockenheit und vereinzeltes Gießen überlebt.


      Tja, damit endet mein Bericht mit der letzten Erkenntnis: bei der nächsten Reise führe ich ein Tagebuch. Es war nicht ganz einfach sich die Ereignisse in der richtigen Reihenfolge aus dem Hirn zu saugen ohne jegliche Stütze. Ist bestimmt auch etwas durcheinander gekommen, aber meine liebe Frau und meine Tochter hatten beim ersten lesen schon viel Spaß. Den hattet ihr hoffentlich auch, es folgen noch ein paar Bilder.

      Bis bald marimopa