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Korsika, die zweite Rundfahrt!

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    • Korsika, die zweite Rundfahrt!

      Einige werden es dieses Jahr mitbekommen haben, dass wir endlich mal wieder und zugleich relativ spontan auf unsere Lieblingsinsel :love: gefahren sind. Es war mehrfach angedacht die Insel zum für mich vierten Mal zu besuchen, aber irgendwie gab es noch so viele andere Ziele, die immer wieder in andere Richtungen lockten. So dauerte es nun 5 Jahre, bis wir wieder auf der Insel ankamen.
      Da ich letztes mal sehr vollmundig behauptet habe, fast die ganze Insel besucht zu haben (was natürlich in keinster Weise stimmte :undweg: ), haben wir uns dieses Mal vor allem auf die Ecken konzentriert, die vor 5 Jahren keine Rolle gespielt haben. So sollte mit den beiden Berichten zusammengenommen ein bei weitem nicht vollständiger, aber dennoch relativ umfassender Überblick über die Insel möglich sein.
      Daher verlinke ich direkt mal den ersten größeren Bericht, der viele der bekannteren Highlights enthielt.

      Wie so oft, hatten wir auch 2016 Probleme uns für ein bestimmtes Urlaubsziel zu entscheiden. Es wechselte vom Frühling an immer zwischen Montenegro, Sardinen, Toskana plus Elba und anfänglich auch Sizilien. Zwischenzeitlich hatte ich sogar Lust Südspanien anzupeilen. So verging Monat um Monat, man verglich Fährpreise, las sich durch Reiseführer, stöberte in den Foren....... um schlussendlich 14Tage vor Reisebeginn beim abermaligen Fährpreisvergleich es als Fügung anzusehen, dass die Korsikafähre preislich dramatisch einbrach, wogegen die anderen Inselziele sehr deutlich teurer wurden. 317€ insgesamt für ein 10m langes Gespann auf der Strecke Savona Bastia waren über 100€ unter dem günstigsten jemals beobachteten Preis.
      Letztlich kam es auf das Geld nicht wirklich an, Korsika ist insgesamt relativ teuer, aber es war eben die Entscheidungshilfe von "oben", die den Ausschlag gab. :D


      Auch dieses Jahr ging wieder einiges schief, warum auch immer, es fing mit einem arg kurzfristigen Streik des Zugfahrzeugs am geplanten Abreisetag an.

      Geplant war die Abfahrt am Freitag, den 26.08.16 Fachbesuchertag CSD. Eigentlich sollte es nach der Rückkehr von der Messe noch einige Stündchen Richtung Süden gehen, aber dummer- oder besser glücklicherweise war mein Auto an dem Tag nochmal wegen einer kleinen Routinereparatur in der Werkstatt.
      Eine Stunde vor Messeende bekam ich von meinem KFZler einen Anruf. Ich dachte eigentlich, er wollte den Wagen fertig melden, hat er aber nicht. Im Gegenteil, an dem doofen Chevy gibt es eine Zwischenwelle zwischen Antriebswelle und Getriebe, die über ein zusätzliches Lager befestigt ist. Dummerweise fehlten dem einige Kugeln. Ebenso dummerweise ist dieses Teil nirgendwo verfügbar gewesen, Chevrolet selbst brauchte für die Lieferung bis zum Dienstag in der folgenden Woche, die Fähre wollte uns aber montags mitnehmen! ;( ;(

      Nach viel hin und her und der Weigerung meiner besseren Hälfte ihren hochheilig geliebten Wagen für eine Korsikaexkursion herzugeben, machte uns meine Mutter :saint: das Angebot ihren ohnehin zum Verkauf stehenden C-Crosser zu nehmen (ratet mal wer den danach gekauft hat 8) ). So war das Thema dann doch noch für alle akzeptabel lösbar, hat aber erstmal viele Nerven und auch Vorfreude gekostet.

      So ging es dann am Samstag Morgen erst Richtung Italien.

      Tag 1 27.08.16 Anfahrt Teil 1

      Nach dem Stress vom Vortag ging es erst nach ausreichend Schlaf und einem ganz brauchbarem Frühstück gegen halb 10 auf die Piste.
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      Nach dem kleinen Nervenkrieg vom Vortag hetzten wir uns ganz und gar nicht. Bei den hohen Temperaturen, kurz vor der Schweizer Grenze zeigte das Thermometer 36° an, machten wir viele kleine Pausen. Gegen 16.15Uhr erreichten wir die Schweiz, gegen 20 Uhr unser erstes kurzfristig ausgewähltes Übernachtungsziel, den Lido Mappo in Tenero am Nordufer des Lago Maggiore. Auf der Anlagen waren noch einige Plätze frei, wir konnten in der dritten oder vierten Reihe stehen. Aber eigentlich war es uns schon zu voll, und mal ehrlich, worschtsopp auf einem schweizer 5 Sterne Platz (die man aber suchen muss :D). :lol:
      Campingplatz Lido Mappo

      Der Platz liegt akzeptabel erreichbar nicht allzu weit von der Autobahn entfernt am traumhaft schönen Nordufer des Lage Maggiore. Nachteilig fanden wir die Geräuschkulisse in der Gegend, einige zu der Zeit relativ stark befahrene Straßen führen nur wenige hundert Meter vom Platz entfernt vorbei. Daher hat man ein für mich Landei durchaus störendes Grundgeräusch auf dem Platz. Kann man sich sicher dran gewöhnen, fällt manchen vielleicht kaum auf, habe es aber lieber ruhiger. Aber für eine Nacht war es uns ziemlich egal. Sanitäranlagen waren nichts besonderes, hab mir etwas mehr darunter vorgestellt. Die Rezeptionisten war sehr freundlich, das Restaurant am Platz sehr gut besucht. Gekostet hat die Nacht für schweizer Verhältnisse moderate 38€. Die Lage am See ist aber zweifellos wunderbar.


      Nach einem sehr zügigen Aufbau gabs denn eine Kleinigkeit zu essen.
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      Danach drehten wir noch eine ganz kleine Platzrunde

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      und genossen den Traumblick vom Strand vor dem Platz.

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      Für die Fotofans sei zur Entschuldigung gesagt, dass ich dieses Jahr faul war und viel zu viel nur die kleine Knipse mitgenommen habe. Ärgert mich rückwirkend teils kollossal.


      Fortsetzung folgt irgendwann, wenn Zeit ist.
      Under Construction: Korsika die Zweite

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von worschtsopp ()

    • Ja, klasse, ich steige gleich mal mit ein.

      Freue mich auf den Bericht. Die erste Übernachtung sieht trotz Deiner Vorbehalte gut aus, werde ich mir mal merken, da das auch für uns ein Etappenziel sein kann. :w
      Alfista

      Gehe sorgsam mit den Sachen um, an denen Du hängst. Das gilt auch für unsere Erde.

      Aller Anfang ist schwer:
      2010 04: Verflixt - Campervirus

      Highlights:
      2016 08: Apennin
      2016 04: Ligurien

      Das verbraucht der V:
      Seit 2016 03: V-Klasse Spritmonitor
    • Tag 2 28.08.16 Anfahrt zur Fähre Teil 2

      Nach einem entspannten aber für Urlaubsverhältnisse recht frühen Frühstück packten wir langsam wieder unsere sieben Sachen ein. Es war ein wirklich schöner Sonntag Morgen, auf dem Platz alles ziemlich ruhig und angenehm. Nachdem alles verstaut und abreisefertig war, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmal an den Strand zu gehen und das wunderbare Morgenpanorama zu genießen.

      DSCF2103.jpg DSCF2107.jpg


      Bei so viel Entspannung und schönen Eindrücken, kamen wir irgendwie auf die ganz dumme Idee über Landstraßen nach Savona fahren zu wollen. Das Navi schlug folgende Strecke vor, da wir es nicht besser wussten und für Italien nicht gut vorbereitet waren, folgten wir der Empfehlung einfach.
      goo.gl/maps/zus344kULmC2


      Kurzum, ich würde es nie wieder machen. Der erste Abschnitt am Lago ist wirklich schön, es gab ein zwei Ecken, die sehr sehr eng wurden, weil man sich mit Kamikazefahrern die Fahrbahn teilen musste, im großen und ganzen aber gut machbar für mich. Danach kam ein unendlich langer eintöniger Abschnitt bis etwa Acqui Terme mit tr isten leeren Landschaften, verfallenen Orten und Industriebrachen. Die Straßen waren fast durchgehend schlecht bis sehr schlecht, wir witzelten schon, dass man in Italien die Spider App auf den Straßen installiert hatte. Wie geschrieben, die Route war nicht zu empfehlen und wir haben so gar keine Bilder gemacht.

      Ab Acqui Terme wurde es dann plötzlich schöner, vor dem ligurischen Apennin begann ein nettes Hügelland mit gepflegten Dörfern, die teils klischeehaft italienisch aussahen. Durch den Apennin hindurch wurde die gewählte Route dann schon spannender. Die Straße schraubte sich durch ein Bergtal mit tollem kleinen Fluss zu einem Pass hoch. Wir machten hier und dort mal Pausen um die Blicke zu genießen, nur Fotos machten wir nicht, warum auch immer?
      Die Straße war teils sehr schmal und kurvig, bei Gegenverkehr musste gut aufpassen, breite Fahrzeuge im Gegenverkehr wären streckenweise ein Problem gewesen. Ich nahm es allerdings sportlich und sah das Stück als Training für Korsika an.
      Auf der anderen Seite des Passes ging es dann wieder die 500 Höhenmeter runter zum Mittelmeer. Das Stück durch den Apennin war wirklich reizvoll.

      Wir wollten als erstes zum Fährhafen, der etwas südwestlich in Vado Ligure liegt, da wir die das Ticket auf das nun andere Auto umbuchen wollten. Dieser ist mittlerweile ganz gut umgebaut und besser zu erreichen als einst. Dumm nur, dass der Hafen von der Via Aurelia (der ligurischen Küstenstraße) nur über eine Brücke zu erreichen ist. Die ist natürlich nur zweispurig und intelligenterweise hat man das Tor zum Fährhafen genau an das Ende der Brücke gesetzt. Und wenn dann der Fährhafen geschlossen ist (er macht nur ca 2 bis 3h vor Abfahrt der Fähren auf), dann steht man auf dieser zwei- bis dreihundert Meter langen Brücke mit einem Gespann ziemlich blöd da!
      Das als Warnung, für alle, die mit ihrem Gespann abseits der Fährzeiten in den Hafen wollen.
      Mit unserem bemoverten leichten Zwerg war es kein Problem, im Zweifel wäre ich das Stück an angekuppelt zurückgefahren, mit abhängen war es aber deutlich einfacher, da immer wieder andere die gleiche dumme Idee hatten in den Fährhafen zu wollen.

      So verschoben wir das Umbuchen auf den nächsten Morgen vor der Fähre, wo es dann niemanden interessiert hat. Weiter ging es dann einen Ort Richtung Westen der Via Aurelia entlang nach Spotorno zum Camping Leo. Die wenigen Kilometer waren gefühlt anstrengender als die lange Tour bis Savona. Typisch Italien eben, es war noch Hauptsaison an der ligurischen Küste. Die Küstenstraße führt direkt hinter den übervollen Stränden mitten durch die Orte, nach der langen Tour durch das Nichts war es sehr ungewohnt.

      Camping Leo

      Leider haben von dem Platz kein einziges Bild. Er liegt, recht typisch für die Ecke, etwas abseits der Strände am ehemaligen Ortsrand von Spotorno. Auch hier kam eine beträchtliche Geräuschkulisse vom Ort hoch, dummerweise war die viel befahrene Bahnstrecke auch nur einen Steinwurf weit weg und sowas wie Schallschutzwände nicht bekannt. Der Platz war rappelvoll und wir bekamen nur eine winzige Parzelle direkt zwischen einem abends leider sehr belebten Fußweg, der die Platzteile trennt, und der Einfahrt zu dem Platzteil. Es war zudem extrem schwül und unangenehm, daher sind die Eindrücke von dem Platz leider deutlich negativer als es gerecht wäre.
      Die Sanis waren für die Auslastung recht knapp, witzigerweise gab es alle Toilettenvarianten, die man sich wünsche konnte. Ein Hockklo, ein normales ohne Brille und eines mit Brille. Die Sauberkeit war ausreichend, aber nicht mehr. Insgesamt war der Platz für meinen Geschmack aber viel zu eng und mit 35€ gemessen am gebotenem Standard zu teuer.
      Spitze war dagegen, dass der Platzwart auf Wunsch schon deutlich vor den normalen Öffnungszeiten die Tore öffnet. Im Gegensatz zu letzten Urlaub, wo wir uns bei Genua gewaltsam den Weg frei machen mussten, wurde uns hier schon um 6 Uhr am frühen Morgen das Tor geöffnet.
      Abschließend sei noch erwähnt, dass die Zufahrt nicht allzu groß und breit ist, wer mit großem Gespann anreist, sollte genau wissen, was er tut. ;)


      Wir bauten dann noch in Ruhe Tisch, Stühle und den Grill auf und aßen eine Kleinigkeit. Der Tag hatte uns richtig erschlagen.
      Gegenüber stand ein Mittfünfziger Pärchen aus Vorpommern, dass auch auf die Insel wollte. Ich dachte immer, wir wären nicht gut auf unsere Urlaube vorbereitet, aber die schossen für mich den Vogel ab. Das Ticket sollte ohne jegliche Fremdsprachenkenntnisse am Schalter morgens geholt werden, über die Insel wussten sie rein gar nichts, keinerlei Campingführer oder sonstige nennenswerte Literatur dabei, auch keine Internethilfen, nur ein Karte in viel zu kleinem Maßstab, wo einige Campingplatzsymbole eingezeichnet waren.
      Und sie hatten sich und ihr Zelt.
      Ich war schon etwas neidisch auf ihre Einstellung zu Urlaub und Leben. Wir quatschten noch etwas, weil ich, und die beiden auch, noch nicht reif für das Bett waren. Müdigkeit war zwar ausreichend vorhanden, aber auch eine gewisse Aufgedrehtheit.
      Irgendwann versuchte ich mich dann doch mit dem Bett anzufreunden, aber es war immer noch sehr schwül, heiß und laut, kurzum, es wurde eine sehr bescheidene Nacht.
      Under Construction: Korsika die Zweite
    • Tag 3 29.08.16 Übersetzen

      Nach einer viel zu kurzen und unangenehmen Nacht klingelte der Wecker meiner besseren Hälfte viel zu früh um 5 am Morgen. Wir frühstückten etwas, machten uns frisch und bauten alles wieder ab. Tisch, Stühle und co waren schon am Vorabend weggepackt worden, sodass der Aufbruch relativ leise und schnell ging. Das Tor stand schon offen, als wir los wollten, perfekt!

      So ging es dann Richtung Fährterminal, die beiden Vorpommeraner im Schlepptau, sie hatten die Adresse vom Hafen nicht für das Navi. ;) Dieses mal wurden wir nach etwas Stau auf der Brücke auch eingelassen, der kurzfristige Tausch des Zugfahrzeugs war dem Personal von Corsica Ferries völlig egal, so wurden wir dann in entsprechende Wartereihe eingewunken. Um die Relationen mal zu nennen, wir waren mit 4 Wohnwagengespannen, ca 15 bis 20 Offroadern mit Dachzelt, Hängern etc, geschätzten 50 Wohnmobilen und Bussen und einigen hundert PKWs.
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      Bis zum Verladen war noch reichlich Zeit, in der wir mit den beiden ihre Fährtickets holten.

      Beim Fährschiff hatten wir eines der großen Lose gezogen, die Mega Smeralda ist eines der Topschiffe von Corsica Ferries.
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      Der Nachteil der neuen Fähren liegt allerdings darin, dass man nicht mehr durchfahren kann. Die alten Fähren hatten in Bug und Heck Klappen, das war für Gespannfahrer sehr viel bequemer. Bei der Mega Smeralda mussten PKW und Gespanne vorwärts rauffahren. Beim Abladen wurden die Gespanne in der Fähre gedreht, bei den meisten per Hand, bei denen die rückwärtfahren konnten, mit dem Auto.
      Die Wohnmobile mussten alle rückwärts auf die Fähre. Das sah dann anschließend so aus
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      Under Construction: Korsika die Zweite
    • Der Nachteil dieser ganzen Aktion war, dass wir Gespannfahrer erst als allerletztes auf die Fähre konnten. Da wir bei dem angenehmen Wetter eigentlich auf einen der Liegestühle am windgeschützten Heck des Schiffes sitzen wollten, war das natürlich blöd. Aber wie der Zufall es so wollte, kamen unsere beiden Vorpommeraner auf die gleiche Idee und reservierten uns zwei dieser Klappsessel. :camping:
      Die Fährfahrt war absolut angenehm, der Kahn mit so tollen Erfindungen wie einem Stabilisator ausgestattet, sodass man so gut wie keine Bewegung im Schiff merkte. Wer wollte, konnte sich Internet auf der Fähre buchen, die Preise habe ich leider vergessen.

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      Endlich Korsika in Sichtweite
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      Als besonderes Highlight verfolgte uns kurzzeitig ein Delfin. Als ich nach Augenblicken der Begeisterung die Knipse zückte, hat er es sich leider anders überlegt. Wenn man weiß, wo er ist, kann man ihn auf dem letzten Bild noch knapp im klaren Wasser erahnen.

      Während der Fährfahrt diskutierten wir noch eine ganze Weile über die Route für die folgenden Tage. Meine bessere Hälfte hatte sich seit Tagen intensiv mit dem Paradisu Reiseführer und den darin enthaltenen Campingplatzempfehlungen auseinandergesetzt und wollte nun zuerst Richtung Cap Corse in den Norden der Insel. Dem fügte ich mich dann. :saint:

      Fortsetzung folgt irgendwann, wenn Zeit ist.
      Under Construction: Korsika die Zweite

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von worschtsopp ()

    • Oh super.
      Ein interessanter Reisebericht in der Winterzeit.
      Habe ich schon drauf gewartet.
      Da komm ich einfach (wieder) mal mit

      worschtsopp schrieb:

      Dem fügte ich mich dann.
      Was bleibt einem auch anderes übrig, will man sich nicht den ganzen Urlaub versauen. :undweg:

      MfG
      2016: 06/ Juliusruh
      2015: 06/ Cadzand, 09/ Sulzburg
      2014: 07/ Gordes
      2013: 05/ Cadzand, 07/ Wesenberg
      2012: 07/ Gordes, 09/ Cadzand
      2011: 05/ Vejers, 09/ Mittelndorf
      2010: 06/ Gordes, 09/ Wesenberg
      2009: 06/ Sulzburg, 09/ Dahn
      2008: 08/ Loissin
      2007: 09/ Montòpoli in Val d`Arno
      2006: 09/ Westerweyhe
      2005: 05/ Pottenstein, 08/ Heidelberg, 10/ Ehrenberg
      2004: 05/ Wesenberg, 08/ Auribeau, 10/ Petten
      2003: 11/ Renesse
    • Hallo,

      ich hoffe ihr habt noch Platz für zwei Mitfahrer bei eurer Reise nach Korsika.
      Mitten im Winter ein schöner Reisebericht ist etwas herrliches.
      Da geht die Sonne auf.

      Wir wünschen allen ein gutes und gesundes neues Jahr 2017.

      Schöne Grüße aus dem Hunsrück
      Achim
    • Platz ist in der kleinsten Hütte, also immer rein mit euch. Aber bitte keine Diskussionen um das Raumgefühl. :undweg:



      Einmal im Fährhafen angekommen, macht sich immer eine gewisse Unruhe auf dem Schiff breit. Alle wollen zu den Autos, am besten gleichzeitig. Es gibt zwar Durchsagen, welche Decks als erstes zu den Autos kommen sollen, aber irgendwie werden die konsequent ignoriert. Andererseits sind die ohnehin nicht gut zu verstehen. Trotz drei aufeinanderfolgender Sprachen, hören die sich alle gleich an. :D

      Immerhin war uns klar, wie der Tagesablauf weiter gehen sollte.
      goo.gl/maps/xPmpNu9fd3K2
      Unsere wenigen Vorräte von der Hintour waren weitgehend aufgebraucht und somit stand ein größerer Einkauf an. Mit dem Gespann ging es also erstmal einige km nach Süden. Dort in Borgo ist ein uns bekannter recht großer Carrefour, wo man im hinteren Bereich des Parkplatzes auch ganz gut mit dem Gespann stehen kann.
      Den plünderten wir dann erstmal geschlagene zwei Stunden, insbesondere die (teils teuren) korsischen Spezialitäten mussten dran glauben.

      Danach ging es dann abermals durch das chronische verstopfte Bastia Richtung Cap Corse zum Campingplatz La Pietra.
      Die Fahrt dorthin führt über kurvige aber meist relativ breite Straßen. Wie überall auf Korsika, muss man viel Zeit einplanen, es gibt nur wenige Strecken, wo man Durchschnittsgeschwindigkeiten von deutlich über 40km/h erreicht, egal ob allein oder mit dem Gespann.

      Nördlich von Bastia kommen erst noch einige größere Dörfer, unter anderem das von vielen Postkarten bekannte Erbalunga, noch weiter wird es dann aber sehr ruhig. Die Orte werden kleiner und kleiner, die Bebauung nimmt ab, manche Orte an der Küste haben keine 20 Häuser. Immer wieder wechseln sich recht naturbelassene Sandbuchten mit Steilküsten ab. Das Wasser ist glasklar und schimmert in den unterschiedlichsten Türkis- bis Blautönen. Die Hänge des Caps sind dicht mit der wohlriechenden Macchia bewachsen, einem undurchdringlingen Bewuchs mit Zistrosen, Stechginster, Myrte, Wacholder, Rosmarin, Ginster und Erika und vielen weiteren Pflanzen.

      In einem dieser ins Meer mündenden Bergtäler lag unser erster Campingplatz auf der Insel

      Campingplatz La Pietra

      la-pietra.com/LP-camping-Le-clip.html
      Für Inselverhältnisse eine schöne Anlage mit einem ordentlichen Restaurant und einer schönen nicht allzu großen Poolanlage. Die Sanitäranlagen könnten besser gepflegt sein und hätten hier und dort auch ein paar Reparaturen notwendig. Die beworbene Seife und das Toilettenpapier wurden auch nur dann aufgefüllt, wenn jemand Lust dazu hatte, aber das waren wirklich die einzigen negativen Punkte. Die Anlage an sich fand ich schön. Sie besteht aus einer großen durch kleine Bäume unterbrochenen Wiese, die nicht parzelliert war und parzellierten Plätzen unter Bäumen, die sehr schattig und gut geschützt lagen. Die Mehrheit stand aber auf eben dieser unparzellierten Wiese.

      Die Reception war recht modern, das Personal freundlich, freies WLAN gab es rund ums Schwimmbad, Restaurant und Reception. Wir haben uns recht wohl gefühlt.

      Unser Stellplatz am oberen Rand der Wiese
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      und der kleine Meerblick von dort aus
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      Am Campingplatzeingang zweigt ein kleiner Pfad auf die unterhalb des Platzes liegende Wiesen und von dort zum Meer ab. Das sind wenige hundert Meter zu laufen, immer dabei das Naturerlebnis, die Blicke auf die umliegende Bergwelt und weiter unten durch die Buschwelt mit ihren vielen kleinen Eidechsen etc etc

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      Unten am Strand angekommen begeisterte uns das Panorama mit den tollen Wolkenformationen über den Bergen
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      Am Strand selbst gab es zwei Restaurants, die aber jetzt schon geschlossen hatten.


      Später ging es wieder hoch zum Platz und es gab etwas zu essen.

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      Nach dem Abendessen bekamen wir dann noch neue Nachbarn, ein Paar mit relativ kleinem Wohnwagen, die gerade von der Spätfähre ankamen. Das sollte für den Urlaub noch einschneidende Änderungen mit sich bringen.....
      Under Construction: Korsika die Zweite
    • Tag 4 30.08.17 kleine Wanderung: Sentier des douaniers
      goo.gl/maps/ZynPxfVpe9K2
      paradisu.de/wanderungen/sentier-des-douaniers.html
      Für diesen Tag hatten wir uns zum warm werden für die später kommenden Aufgaben ein Teilstück des Zöllnerpfades am Cap ausgesucht. Da für den Nachmittag Gewitter gemeldet wurde, machte es keinen Sinn ein längeres Teilstück zu wählen.
      Von Macinaccio ging immer abwechselnd über überwiegend naturbelassene Strände und Halbinseln mit Steilküste bis zu einem etwas verfallenen Genuesenturm. Die Strecke ist gut zu laufen, zwar ganz klar keine Flaniermeile, aber für korsische Verhältnisse ein gut gehbarer Spazier-/Wanderweg.

      Wunderschön sind die vielen tollen Blicke
      wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31 wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31



      wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31 wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31


      Blick zurück zum Startpunkt

      wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31 wohnwagen-forum.de/index.php?a…26a4afb3c037ffe0047933d31
      Under Construction: Korsika die Zweite
    • Der Schiffsverkehr dort oben am Cap ist schon recht enorm, allerdings sind es in der Tat überwiegend Fähren und Kreuzfahrtschiffe, die man dort sehen kann.
      Im Hintergrund dürfte die Insel Capraia zu sehen sein
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      So sah der Pfad oft aus
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      Der Strand u paradisu
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      und der gleiche Strand von der anderen Seite. Man sieht dort sehr schön, dass vom Mittelmeer aus Unmengen an Tang angespült wurden und an Stränden dort auf bzw an den Rändern der Strände aufgehäuft wird. Wie gesagt, sind überwiegend naturbelassene Strände dort oben am vergleichsweise leeren Cap.
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      Und immer wieder die schönen Blicke von Bucht zu Bucht
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