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Hundezaun

    • Geisterfahrerin schrieb:

      Ich hatte 50 m gekauft und das war eindeutig zuviel, der Rest liegt immer irgendwo blöd rum und saut ein. Leicht ist er auch nicht. Habe ihn gekürzt auf 30 m, das ist meiner Meinung nach genug.
      Ich wollte mal was zur Länge schreiben, wir stellen den Zaun direkt hinten den WW und dann den Seiten entlang nach vorne. So entsteht ein Gesamtfeld von ca 6x6x6x6 So schaut es nicht aus wie ein Weidezaun und es gibt genügend Bewegungsfreiheit. Meiner Ansicht nach sind 25-30 Meter die ideale Länge
    • Wanderschuhe schrieb:

      Is' mir doch völlig egal, was andere über unseren Zaun denken. Das Ding wird, soweit zulässig, aufgebaut - fertig ...

      Mit Zaun reicht meistens ein "Du bleibst" und die stürmt nicht vor wenn dort ein anderer Hund vorbeiläuft - soweit haben wir die schon im Griff ... :D Im Gegensatz zu den Zweibeinern, denen 2mal gesagt wird, sie sollen da weg gehen und den Hund in Ruhe lassen. "Aber die ist so süß!" - Ja, aber immer nochn Hund. Bei "richtigen" Hunden, 25Kg Doberweiler, würde das keiner machen ... :_whistling: Auch da sehe im Urlaub, das Hunde von der Parzelle stürmen, die Leine gespannt bis zum Anschlag und Herrchen/Frauchen bemühen sich, den Hund zurückzuholen ...

      Den Zaun gibt es, damit sie sich ohne Leine auf der Parzelle frei bewegen kann, wenns ihr zu warm/kalt wird. Einen festen Platz hat sie trotzdem, auf den sie sich zurückziehen kann.
      :0-0:
      Sorry aber "du bleibst" sind schon mal zwei Kommandos und da geht es schon los. Es gibt für eine Sache ein Kommando und nicht zwei, drei oder gar Singsang und in der Steigerung gar rumbrüllen. Weiter muss ein Tabu-Kommando auch ohne Zaun sitzen. Wenn es das nicht tut, dann muss man sich eingestehen, dass es eben nicht korrekt konditioniert ist. Gar kein Problem, sauber neue aufbauen und trainieren - es heißt ja auch HundeArbeit und nicht HundeGehtVonAlleine. Ein Vierläufer muss den sicheren Abruf, Ruhe und ein Tabu bis zur 26. Woche solide können und das ist auch kein Hexenwerk. Dann baue ich eine immer höhere Trieblage ein, damit das eben eben auch bei Gefahr passt- seine Lebensversicherung egal wo.

      Eine Grenze braucht keinen Zaun um den Hund am überschreiten zu hindern. Der Hund kann sich auf der Parzelle auch frei bewegen ohne Zaun, aber eben nur auf der Parzelle und nur wenn du dabei bist und fertig. Dem Hund klarzumachen was seine Parzelle ist ebenfalls sehr einfach. Wenn er das nicht kennt, dann würde ich eine minimale Bodenverletzung im Rechteck laufe. So lernt man dem Hund, dass in diesem Bereich wird gesucht wird (frei Verlorensuche von 2x2m bis auf 100x100m) oder eben, dass er außerhalb der Bodenverwundung nix zu suchen hat. Die Bodenverwundung ist ausreichend, wenn du mit dem Schuh minimal den Rasen langschlürfst. Auch das ist kein Hexenwerk und es sind Basics in der Hundeausbildung.

      Anderen Camper, die meinen Vierläufer einfach anfassen wollen untersage ich das und gut. Ich tätschle auch nicht jedes Kleinkind was ich erblicke. Für hartgesotene Ignoranten gibt es das Kommando Fuchs. Beutergreifer mag mein raubwildscharfer Vierläufer ganz und gar nicht und er daraufhin unverzüglich Standlaut. Der tiefe Sonore Ton bewegt jeden, noch so aufdringlichen Mitcamper zum Rückzug. Fragen die Leute höflich, insbesondere Kinder, dann kann man dem im Rahmen nachgehen zumal mein Hund - bei aller positiven Härte auf der Jagd - immer sehr freundlich ist. Wenn ich da bin hat der Gefährte auch nichts zu bewachen oder anderweitig territorial zu werden. Solange ich da bin habe ich das zu regeln und nicht der Vierläufer. Da gibt es auch keinerlei Kompromisse, es ist Führung und keine Diskussionsrunde.

      Mir persönlich ist es völlig wurschd, ob da ein Zaun steht oder nicht. Fakt ist, dass .i.d.R. die Hunde gezäunt werden, die nicht richtig erzogen wurden. Mit einem Zaun bestärkt man dazu noch territoriales Verhalten! Ich habe auf CP in Zäunungen bisher nur kläffende Hunde ohne Erziehung - unabhängig von der Größe - gesehen.
      Jagd nützt, Jagd schützt - Waidmannsheil.
    • ruger44-22 schrieb:

      Der .308 Win hat´s drauf, genau so sollte es sein, ich habe lange Jahre unter einem Jäger gearbeitet, seine Deutsche Drahthaar Hunde waren wohl erzogen, aber jeder hatte Respekt vor Ihnen, Ich durfte sogar mit ihnen spazieren gehen, nur einer war unhaltbar wenn er Hühner gesehen hat, aber das dürfte am Campingplatz ja kein Thema sein da sieht man ja nur halbe :ok :ok :ok

      Gruß vom ruger44-22
      Danke für die Blumen. Ob ich es drauf habe, dass mögen andere beurteilen. Hundearbeit ist meine Leidenschaft und ich führe Hunde seit Kindheit an -sportlich, Schutzdienst und natürlich jagdlich. Gut erzogene Hunde haben Freiheit und können so ihr ganzes Potential entwickeln. Das ist großartig und führt zu einer extrem starken Teambindung zwischen Hund und Hundeführer.

      "Seit einst die Treue aus der Welt verloren, hat sie zum Sitz des Hundes Herz erkoren." von Bernd Kellermann trifft es sehr gut. Treue ist nicht Gott gegeben, sondern muss sich gemeinsam erarbeitet werden - es ist eben HundeArbeit!
      Jagd nützt, Jagd schützt - Waidmannsheil.
    • ali1966 schrieb:

      onkel wolli schrieb:

      Darf man denn auch ohne Hund so ein Zaun aufstellen ?(
      Wir haben ja auch ohne Hund ein Napf neben der Türe vom WW stehen :undweg: als Vogelbad :lol:
      Klar kannst du auch ohne Hunde einen Zaun aufstellen.Machen wir auch.AAF58AF1-AAD9-4124-A9CF-153443A8FEC1.jpeg
      Top - you made may Day :lol: :prost: :ok
      Jagd nützt, Jagd schützt - Waidmannsheil.
    • .308 schrieb:

      Als Hundeführer habe ich die Pflicht meinen Hund artgerecht zu halten...


      schnippel, schnippel, schnippel
      vieles von dem, was du in Folge geschrieben hast, ist sicher nicht verkehrt...aus meiner Sicht sehr idealisiert und mit einer eher unangenehmen Tonlage eines Oberlehrers. Ich erspare mir, einzelne Aspekte zb was ist artgerecht, was ist Erziehung, was Ausbildung zu diskutieren...bringt in solchen Foren nix, da soll jeder mal sein eigenen Weg gehen.

      Für mich als Gast auf einen Campingplatz ist nur das Ergebnis wichtig: jeder Hund bleibt auf der Parzelle, wo er hingehört...wie das passiert -ob er angeleint wird, einen Hundezaun ihn eingrenzen oder ob durch Erziehung oder Arbeit- ist mir doch völlig schnuppe. Hauptsache, er bleibt da, wo er hingehört.

      Als Gast mit 2 großen Hunden ist es für mich eines Gesetz. dass der Hund auf einen Campingplatz ( und überall da, wo man mit anderen Menschen zusammen kommt) immer, immer, immer an die Leine gehört, auch auf der Parzelle. Es gibt anderen, die Angst haben Sicherheit. Ich weiß, dass das nicht jeder so sieht, aber manch Hund ist besser sozialisiert, als sein Hundemensch.,
    • Libero schrieb:

      .308 schrieb:

      Als Hundeführer habe ich die Pflicht meinen Hund artgerecht zu halten...


      schnippel, schnippel, schnippel
      vieles von dem, was du in Folge geschrieben hast, ist sicher nicht verkehrt...aus meiner Sicht sehr idealisiert und mit einer eher unangenehmen Tonlage eines Oberlehrers. Ich erspare mir, einzelne Aspekte zb was ist artgerecht, was ist Erziehung, was Ausbildung zu diskutieren...bringt in solchen Foren nix, da soll jeder mal sein eigenen Weg gehen.
      Für mich als Gast auf einen Campingplatz ist nur das Ergebnis wichtig: jeder Hund bleibt auf der Parzelle, wo er hingehört...wie das passiert -ob er angeleint wird, einen Hundezaun ihn eingrenzen oder ob durch Erziehung oder Arbeit- ist mir doch völlig schnuppe. Hauptsache, er bleibt da, wo er hingehört.

      Als Gast mit 2 großen Hunden ist es für mich eines Gesetz. dass der Hund auf einen Campingplatz ( und überall da, wo man mit anderen Menschen zusammen kommt) immer, immer, immer an die Leine gehört, auch auf der Parzelle. Es gibt anderen, die Angst haben Sicherheit. Ich weiß, dass das nicht jeder so sieht, aber manch Hund ist besser sozialisiert, als sein Hundemensch.,
      ich denke auch jeder so wie er meint....solange man andere nicht belästigt
      kann das doch jeder selbst entscheiden. Ich find ja auch nicht alles toll was andere tun.
      Einfach Rücksicht nehmen hilft mit und ohne Hund.
    • Libero schrieb:

      .308 schrieb:

      Als Hundeführer habe ich die Pflicht meinen Hund artgerecht zu halten...


      schnippel, schnippel, schnippel
      vieles von dem, was du in Folge geschrieben hast, ist sicher nicht verkehrt...aus meiner Sicht sehr idealisiert und mit einer eher unangenehmen Tonlage eines Oberlehrers. Ich erspare mir, einzelne Aspekte zb was ist artgerecht, was ist Erziehung, was Ausbildung zu diskutieren...bringt in solchen Foren nix, da soll jeder mal sein eigenen Weg gehen.

      Für mich als Gast auf einen Campingplatz ist nur das Ergebnis wichtig: jeder Hund bleibt auf der Parzelle, wo er hingehört...wie das passiert -ob er angeleint wird, einen Hundezaun ihn eingrenzen oder ob durch Erziehung oder Arbeit- ist mir doch völlig schnuppe. Hauptsache, er bleibt da, wo er hingehört.

      Als Gast mit 2 großen Hunden ist es für mich eines Gesetz. dass der Hund auf einen Campingplatz ( und überall da, wo man mit anderen Menschen zusammen kommt) immer, immer, immer an die Leine gehört, auch auf der Parzelle. Es gibt anderen, die Angst haben Sicherheit. Ich weiß, dass das nicht jeder so sieht, aber manch Hund ist besser sozialisiert, als sein Hundemensch.,
      Das hat nix mit idealisiert zu tun, sondern muss der Normalfall sein. Das Problem dabei ist, dass der Normalfall eben der unerzogen Hund ist und dies auch noch akzeptiert wird, insbesondere bei kleinen Hunden. Der "unangenehme" Ton ist nur für den unangenehm, der sich ertappt fühlt oder nicht akzeptiert, dass es Führung für den Hund braucht. Der Zaun ist Bequemlichkeit und als Hundegespann muss ich raus aus der Comfortzone.

      Ein Hundezaun wird einen Hund nicht daran hindern Theater zu machen oder diesen Zaun zu überwinden. Daher ist der Zaun nur eine Pseudo-Problembehebung und hilft nicht bei der Behebung der Ursache. Hundearbeit ist doch gar nicht so schwer, Fleiß schlägt Talent!
      Jagd nützt, Jagd schützt - Waidmannsheil.
    • .308 schrieb:

      . Daher ist der Zaun nur eine Pseudo-Problembehebung und hilft nicht bei der Behebung der Ursache.
      die Ursache ist für mich als Gast völlig egal, Hauptsache der jeweilige Hund bleibt auf seiner Parzelle...wie der jeweilige Hundemensch das
      macht ist egal


      .308 schrieb:

      Fleiß schlägt Talent!
      das sind reine Küchenkalendersprüche, damit überzeugt man niemanden.
    • Libero schrieb:


      Für mich als Gast auf einen Campingplatz ist nur das Ergebnis wichtig: jeder Hund bleibt auf der Parzelle, wo er hingehört...wie das passiert -ob er angeleint wird, einen Hundezaun ihn eingrenzen oder ob durch Erziehung oder Arbeit- ist mir doch völlig schnuppe. Hauptsache, er bleibt da, wo er hingehört.

      Als Gast mit 2 großen Hunden ist es für mich eines Gesetz. dass der Hund auf einen Campingplatz ( und überall da, wo man mit anderen Menschen zusammen kommt) immer, immer, immer an die Leine gehört, auch auf der Parzelle. Es gibt anderen, die Angst haben Sicherheit. Ich weiß, dass das nicht jeder so sieht, aber manch Hund ist besser sozialisiert, als sein Hundemensch.,
      Das hast du sehr schön geschrieben.

      Ich bin ein Campinggast ohne Hund. Mir ist es auch wichtig, dass die Hunde anderer Camper auf ihrer Parzelle bleiben. Da haben wir leider andere Erfahrungen gemacht. Ein Hund, der plötzlich in unserem Vorzelt stand. Ein kleiner Hund, der sich öfter davon stahl, um irgendwo auf die Wiese zu kacken völlig unbemerkt von seinen Besitzern.

      Mir ist es egal, ob der Hund mit Hilfe einer Leine oder eines Hundezauns auf seiner Parzelle bleiben muss. Auch ein extrem gut erzogene Hund sollte mit solchen Hilfsmitteln auf der Parzelle gehalten werden. Ich kann nämlich nicht wissen, wie gut der Hund erzogen ist.
      Das gibt mir in der Tat Sicherheit, da ich Hunden gegenüber nicht angstfrei bin.
    • Libero schrieb:

      .308 schrieb:

      Als Hundeführer habe ich die Pflicht meinen Hund artgerecht zu halten...


      schnippel, schnippel, schnippel
      ...Als Gast mit 2 großen Hunden ist es für mich eines Gesetz. dass der Hund auf einen Campingplatz ( und überall da, wo man mit anderen Menschen zusammen kommt) immer, immer, immer an die Leine gehört, auch auf der Parzelle. ...
      Das sehe ich genauso. Auf den meisten Plätzen ist es ohnehin vorgeschrieben, dass der Hund angeleint sein muss, auch auf der Parzelle.
      Wir machen das schon immer, vor allem auch aus Respekt vir Mitcampern, die möglicherweise Angst oder auch nur Aversionen gegen Hunde haben.
      Es gibt diverse Vorrichtungen ausser dem simplen Pflock, um einen Hund auf einer Parzelle so anzuleinen, dass er genügend Freiraum hat und sich andererseits nicht mit was auch immer vertüddelt.
      Grüsse, Joe :w
    • Neu

      Libero schrieb:

      .308 schrieb:

      . Daher ist der Zaun nur eine Pseudo-Problembehebung und hilft nicht bei der Behebung der Ursache.
      die Ursache ist für mich als Gast völlig egal, Hauptsache der jeweilige Hund bleibt auf seiner Parzelle...wie der jeweilige Hundemensch dasmacht ist egal


      .308 schrieb:

      Fleiß schlägt Talent!
      das sind reine Küchenkalendersprüche, damit überzeugt man niemanden.
      Das ist kein Kalenderspruch sondern Tatsache. Talent hat noch nie zum 1. Platz geführt, dafür ist hartes Training (Fleiß) notwendig und gerade beim Hund muss du immer und immer wieder konditionieren. Die gute Nachricht - es ist gar nicht schwer, wenn man fleißig ist. Das Buch die Talent-Lüge von Daniel Coyle erklärt nicht die Hundeerziehung, sondern genau das Prinzip "Fleiß schlägt Talent".

      Wie der Hund auf der Parzelle bleibt ist am ende Wurschd richtig. Nur hilft ein labriger 80cm Stoffzaun sicher nicht davor einen unerzogenen, nicht korrekt konditionierten Hund - keine 10 cm Fusshupe - davon abzuhalten nach vorne zu gehen. Mein Grundstückszaun daheim ist ca. 100cm hoch und mein Hund könnte problemlos darüber springen, er apportiert einen 7 Kilo Fuchs über ein 130cm hohes Hindernis und lässt dabei den Fuchs nicht los. Er weiß auch, dass er locker über den Gartenzaun springen könnte aber er weiß eben auch, dass dies nicht erwünscht ist, weil er bis zum Ende durchgearbeitet ist.

      Nochmal zum Verständnis - geht ein HF mit seinen Hund an einem anderen Mensch oder Tier vorbei und der Hund geht in die Leine oder macht Theater, dann ist die Leinenführigkeit nicht korrekt und bis zum Schluss konditioniert. Geht der Hund frei bei Fuss und es kommt zu einer Begegnung mit Mensch oder Tier und der Hund verlässt das Fuß, dann ist er nicht dominant, aggressiv oder anderer Blödsinn, sondern das Kommando Fuß ist nicht korrekt und bis zum Schluss konditioniert - beide Fälle sind ungehorsam. Bis zum Schluss Durchgearbeitet heißt eben auch mit höchster Ablenkung, mit höchster Trieblage und nicht " aber daheim macht er es aber immer". Nein, wenn der Hund in höchster Trieblage im Appell steht, dann ist der Appell auch durchgearbeitet und sonst ist es eben nicht der Fall. Problematisch ist, dass sich die meisten Hundebesitzer jeden Tag aufs neue Belügen und damit das Potential des Hundes verkümmert. Schlimm dabei ist, dass dies in zahlreichen Hundeschulen auch noch gelehrt wird. Ich muss den Vierläufer auch aus höchster Trieblage abrufen können, dabei ist es egal ob Wild, ein anderer Hund, Mensch, oder die Hündin in der Standhitze vor steht.

      Als mein Malinois noch lebte (ich war Diensthundeausbilder) hat er natürlich u.a. das Grundstück auf Kommando hin bewacht. Jeder konnte an den Zaun, ohne das er Theater gemacht hat. Solange ich ihm nicht aufgetragen habe zu bewachen, lag er völlig entspannt da. Selbst wenn jemand über den Zaun geklettert wäre, dann hätte er nichts unternommen, es sein denn, die Aufgabe hieß zuvor bewachen. Bei dieser Aufgabenstellung hätte er jeden Eindringling unverzüglich gestellt und auch abgelegt. Das Ablegen erfolgt dabei mit einem Biss mit einem nieder ziehen bis der Angreifer am Boden ruhig liegt.

      Hier das extremste Beispiel was ich bisher erlebt habe:
      Eine lange Narbe am rechten Schlüsselbein erinnerte mich noch heute an diese unschöne Begegnung im Urlaub 2002 (Südfrankreich). Wir waren auf einem Parkplatz mit der Wohndose und wollten kurz rasten. Es dämmerte und ein Peugeot kam sehr dicht vorbei, parkte direkt vor uns und zwei zwielichtige Gestalten kamen auf uns zu. Ich schickte meine Familie sofort in den Wohnwagen und bat meine Frau die Polizei anzurufen. Die Lumpen erklärten mir in gebrochenem englisch, dass es keine Probleme gibt solange ich nur die Kohle herausrücke. Einer der Typen zog ein Messer und ich beorderte Ben aus dem Auto zu mir. Ich befahl Ben Schutz zu bieten und warnte die beiden sehr deutlich. Es kam zum Kampf und ich wurde mit dem Messer an der Schulter verletzt. Ben griff sofort ein und überwältigte den ersten Angreifer, er hatte so stark zugebissen, dass der Angreifer sofort außer Gefecht war, sein Arm war durch den Biss gebrochen und ich konnte ihn am Boden halten. Der zweite Lump flüchtete und ich schickte Ben unverzüglich hinterher, er hat ihn im Sprung gebissen, nieder gezogen und letztlich bewacht. Mit einem Kabelbinder aus dem Auto habe ich den ersten Dreckskerl fixiert und konnte zu Ben, um zu schauen ob er in Ordnung ist. Zusammen mit dem zweiten Lumpen sind wir zum Auto und ich fixierte den zweiten Typen ebenfalls mit einem Kabelbinder. Ben bewachte die beiden Lumpen am Boden und meine Frau konnte aus dem Wohnwagen und sagte mir, dass die Polizei ist unterwegs ist. Ich war so unter Strom, dass ich den Messerstich erst gar nicht wirklich bemerkte. Meine Frau musste einen Druckverband anlegen und ich hatte üble Schmerzen. Keine 20 Minuten später war der Krankenwagen und die Polizei vor Ort. Ich musste im Krankenwagen weiter versorgt und letztlich im Krankenhaus genäht werden & zwei Tage dort bleiben. Ben stand mit meiner Frau an der Seitentüre vom Krankenwagen und konnte alles genau beobachten, was ein treuer Gefährte. 2011 hat uns Ben leider verlassen und liegt auf unseren Grundstück begraben. Mein Sohn ist heute selber Diensthundeführer und sein Hund heißt auch Ben - er führt einen Hollands Herder. Wir sprechen ab und zu über damals und ich wüsste nicht wie das ohne meinen Ben ausgegangen wäre. Für mich eine absolute Ausnahmesituation, die ich ohne meinen Gefährten nicht hätte lösen können. Ben konnte das mit mir lösen - als Team und genau das macht eine gutes Gespann eben aus, die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben im höchsten Trieb.

      Als Jagdhundeführer kommt der Tag, wo du mit deinem Hund gemeinsam das erste Stück Unfallwild erlösen musst. Mit dem Hund da dran geht das i.d.R. nur mit dem Messer. Bei meinem jetzigen Jagdhund war das ein Stück Schwarzwild. Das gemeinsame Erlebnis hat uns noch tiefer zusammengeschweißt, auch hier im höchsten Trieb greift die Konditionierung auf binden und ablassen.

      Die Ausrede, es ist ja kein Arbeitshund, sondern ein Familienhund zählt nicht!
      Jagd nützt, Jagd schützt - Waidmannsheil.
    • Neu

      Libero schrieb:

      .308 schrieb:

      Talent hat noch nie zum 1. Platz geführt
      die Haltung eines Hundes/Tieres ist kein Wettkampf.
      Das kommt auf die Sichtweise und den Einsatzzweck an. Wettkämpfe können für die Hunde (und deren Besitzer) eine angenehme Bereicherung sein. Permanente Konsequenz und da hat ".308" in meinen Augen auf jeden Fall Recht ist aber bei jedem Vierbeiner nötig/notwendig.
      Gruß

      Schwupps
      ... und weg war er ;-)