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Wand- und Dachaufbau, Dichtigkeit. Welcher Herstellen kann`s am besten?

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    • Wand- und Dachaufbau, Dichtigkeit. Welcher Herstellen kann`s am besten?

      Liebe Forumuser!

      Vielen Dank für die Aufnahme in euer Wohnwagen-Forum!

      Ich besitze einen bald 30-jährigen Wilk Wohnwagen und würde mir gerne einen jungen Gebrauchten oder ein Neufahrzeug mit Familiengrundriss (Etagenbetten) kaufen. Alle Hersteller haben tolle Ausstattungs- und Paketvarianten im Angebot. Wenn ich einen neuen Wohnwagen kaufe, sind die Auswahlkriterien für mich aber nicht nur das Interieur und irgendwelche Hochglanz-Verblendungen. Mich würde interessieren, welche Hersteller die besten und sinnvollsten Wand- Dach- und Bodenaufbauten machen. Welche Hersteller sind den für ihre Langlebigkeit und vor allem für Dichtigkeit der Fahrzeuge berühmt?

      Wir sind eine Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern. Der neue Wohnwagen wird in Zukunft die ganze Sommersaison auf einem Campingplatz in Österreich stehen. Also viel Regen, gelegentlich Sturm und manchmal sind auch leichte Hagelschauer mit dabei.

      Vielen Dank im Voraus für Eure fachkundigen Beiträge!
    • Grundsätzlich ist jeder WW für draußen konzipiert, er sollte also Regen und Wind gut aushalten.
      Ein Modell mit einem GFK-Dach wird wohl einen möglichen Hagel besser verkraften als ein konventionelles Modell, solange der Hagel ausschließlich von oben kommt.
      Familiengrundrisse haben auch als "Gebrauchte" noch ihren Preis!!
      Eine spezielle Herstellerempfehlung gebe ich nicht, denn neben den von Dir genannten Kriterien spielen ja auch noch andere Gründe bei einer Kaufentscheidung eine nicht unwichtige Rolle.
    • Bei manchen neuartigen Aufbautechniken ("holzfrei", LLT usw.) gibt es noch sehr wenig Langzeiterfahrungen. Die Ideen klingen in der Theorie oft bestechend. Die Ausführung in der Praxis ist gelegentlich mäßig.

      Hymer hat bei vielen Modellen PU-Alu-Verbundwerkstoffe (PUAL), die schon lange bewährt sind. Dennoch gibt es Schwachstellen (hölzerne Bodenplatte, Anschluss- und Klebefugen), also ist auch dabei eine regelmäßige Kontrolle und Wartung nötig.

      Kabe hat ebenfalls sehr gute Aufbautechnik mit prima Werkstoffen, und ebenfalls kann es wie überall wo Klebefugen sind in Einzelfällen Schwierigkeiten geben.

      Last but not least Tabbert, die Modelle mit dem "legendären" doppelten Dach, das vorne und hinten die Anschlussleiste von Bug und Heck zum Dach überdeckt. Damit ist eine mögliche Quelle für spätere Undichtigkeiten deutlich entschärft. Auch Hagel trifft nur die äußere Dachhaut, das eigentliche Dach liegt gut geschützt darunter.
      Der Wandaufbau bei Tabbert ist konventionell, also mit Holzfachwerk, und nur gegen Aufpreis auch in "holzfreier" Version zu haben. Dennoch würde ich, wenn es mir um einen gut gebauten Wagen geht, Tabbert in die engere Wahl nehmen. Ausnahmen, wo auch solche Modelle undicht waren oder andere Mängel aufwiesen, gibt es allerdings (selbstverständlich) auch; hier im Forum gibt es zu allen Herstellern auch Berichte über schlechte Beispiele.
    • Unter den deutschen Herstellern gibt es im Moment mit Familiengrundrissen nur Tabbert (ab Da Vinci mit TVT gegen Aufpreis) und LMC, die einen konsequenten Aufbau haben => PU statt Holzleisten, XPS statt Styropor, am Dach GFK, bei LMC mit GFK auch am Boden.
      LMC hat dazu 12 Jahre Garantie auf Dichtheit, das bietet sonst kein Hersteller.
      Vorteil von XPS Schaum und PU Leisten: Das Zeug saugt kein Wasser und schimmelt entsprechend auch nicht. Wenn also doch mal eine kleine Undichtigkeit vorliegen sollte, endet das nicht gleich mit einer Katastrophe.

      Bei Kabe ist der Wandaufbau noch aufwändiger, mit zweimal Blech.

      Dethleffs bietet zumindest die XPS Isolierung gegen Aufpreis, bleibt aber bei Holzleisten, bei Eriba Nova GL und Bürstner genauso. Hobby und Fendt haben klassisch Holz und Styropor, sonst keine Option.

      Die klassischen Aufbauten können schon auch lange halten, sieht man ja auf den Campingplätzen, wieviele alte Hobby da rumstehen. Aber das kann eben auch ziemlich in die Hose gehen.

      Was für eine Länge /Grundriss und Budget ist denn gefragt?
    • Egal welchen Wohnwagen du nimmst, du musst jährlich die Dichtigkeit prüfen lassen. Unser Dethleffs mit Winterisolierung hat 6 Jahre Garantie, das reicht uns erstmal. In 6 Jahren fahren 2 der 4 Kinder nicht mehr mit, so können wir grossen dann gegen einen kompakteren Wagen tauschen mit neuer Garantie.
      Viele Grüße

      Müsli
    • Egal welche toll anglizistisierte "Aufbautechnologie" angewandt ist, ist die regelmäßige Kontrolle und der allgemeine Pflegezustand wichtiger für die Haltbarkeit. Als allererstes würde ich mal grundlegende Grundriss und Ausstattungsvarianten eingerenzen und dann schauen, wer da was hat. Beim klassischen 5xx Heckstockbettwagen in 2,5M ist die Auswahl schier grenzenlos, möchte man aber eine gut verbaute Alde Heizung, oder nur 2,3M wird der Markt sehr schnell übersichtlich.
      "Holzfrei" ist nur dann extrem im Vorteil wenn Wasser im Aufbau drin ist, da sollte es aber eigendlich erst gar nicht rein.
    • OnkelR schrieb:



      "Holzfrei" ist nur dann extrem im Vorteil wenn Wasser im Aufbau drin ist, da sollte es aber eigendlich erst gar nicht rein.
      Da möchte ich insofern widersprechen, da der holzfreie Aufbau (z.B. Eriba PUAL-Schaumbauweise) ein Eindringen von Wasser gar nicht erst zulässt bzw. zulassen soll. Der Schaum absorbiert Wasser und ist verrottungsfest, wohingegen ein klassischer "Holzaufbau" das Wasser von der undichten Stelle her aufsaugt. Die kapillare Wirkung des Holzes lässt das Wasser tief in die Wand eindringen. Oftmals zeigt sich die schädigende Wirkung an anderer Stelle, als die Undichtigkeit ist.
      Unser erster Wowa, ein LMC aus 1994 war so ein "Prachtexemplar". Vermutlich ab Neuzustand undicht und bei Kauf im Jahr 2000 war die Bugwand komplett erledigt - was wir als blutige Anfänger natürlich zunächst nicht bemerkten...

      Gruß, Uli
      Man kann immer eine Menge machen - bei genauerem nachdenken kann man aber auch eine Menge bleiben lassen...
    • Hallo,
      Ich denke bei der Dichtheit des WW ist sehr viel Glück dabei.
      Unser Hobby hat fast 100000km bei Wind und Wetter runter.
      Seit der Anschaffung 2008 hat der keine Dichtheitsprüfung erlebt und ist noch immer super trocken. :ok
      Wasser gibt es bei uns nur im Tank und in den Leitungen :thumbup:
      und Bier im Kühlschrank :prost: .
      Mehr wesentliche Flüssigkeiten (außer Sgrassatore ,Öl für den Bootsmotor und Flüssiggas) im WW kenne ich nicht.
      Got (oder wem auch immer) sei dank!

      Allerdings steht er in der reisefrein Zeit auch wettergeschütz unter einem Carport.
      Vernüftige Pflege (manchmal auch etwas unkonvetionell ) und gute Lüftung sind sicher nicht unwesentlich am Erfolg beteilgt.
      Die Lebenserwartung der Männer wäre beträchtlich höher, wenn Gemüse so gut duftete wie ein gebratenes Steak.
      Jerry Seinfeld

    • Katsegler schrieb:

      OnkelR schrieb:

      "Holzfrei" ist nur dann extrem im Vorteil wenn Wasser im Aufbau drin ist, da sollte es aber eigendlich erst gar nicht rein.
      Da möchte ich insofern widersprechen, da der holzfreie Aufbau (z.B. Eriba PUAL-Schaumbauweise) ein Eindringen von Wasser gar nicht erst zulässt bzw. zulassen soll. Der Schaum absorbiert Wasser und ist verrottungsfest, wohingegen ein klassischer "Holzaufbau" das Wasser von der undichten Stelle her aufsaugt. Die kapillare Wirkung des Holzes lässt das Wasser tief in die Wand eindringen. Oftmals zeigt sich die schädigende Wirkung an anderer Stelle, als die Undichtigkeit ist.Unser erster Wowa, ein LMC aus 1994 war so ein "Prachtexemplar". Vermutlich ab Neuzustand undicht und bei Kauf im Jahr 2000 war die Bugwand komplett erledigt - was wir als blutige Anfänger natürlich zunächst nicht bemerkten...

      Gruß, Uli
      Hüstel also hab auch schon undichte gammelnde Eribas gesehen, das Styropor ist bei klassischer Bauform mindestens so Anfällig wie die Lattung- Nochmal, jede Naht/ Fuge ist ein potentielles Problem- Kommt kein Wasser rein ist alles gut, ist Wasser drin kommt es immer zu Schäden- Egal was das Marketing sagt!
    • An dieser Stelle mal ein Statement pro Dichtigkeitskontrolle. An unserem TEC (LMC) aus 2012 trat letztes Jahr ein Leck an der grossen Serviceklappe unter dem Bugbett auf. Wasser lief rein, hab es zum Glück bemerkt.
      Anstandslos auf Garantie repariert und gleich mit einem Holzrahmen an der Klappe nachhaltig gelöst.