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Campingplätze in GB

    • Hier wie versprochen unsere Erfahrungen mit englischen und schottischen Campingplätzen.

      Unser erster CP ist Hawthorn Farm in Dover. In der Tat ist dieser gerade mal 15 Minuten vom Fähranleger entfernt. Allerdings ist die Zufahrt insbesondere die A256 sehr schmal.
      Der Platz selber erstreckt sich entlang einer Bahnlinie, die allerdings nicht sehr stark frequentiert ist. Dafür ist der Platz sehr sehr langgezogen und nicht sehr breit. Es gibt quasi nur einen Weg im CP, an dem links die Mobilheime stehen und rechts (zur Bahn) sich die Stellplätze befinden. Der Platz ist parkartig angelegt mit verschiedensten Büschen, die zu Hecken zusammengewachsen sind. Zahlreiche Kaninchenfamilien bevölkern diesen Platz!
      Sie hinteren Sanitäranlagen sind als eher old-fashioned zu bezeichnen, aber sauber. Die Duschen sind kostenlos. Bis auf die Bahn ist der Platz sehr ruhig. Der Preis beträgt 29GBP für Caravan und 4 Personen.
    • Am nächsten Tag nehmen wir uns vor, bis auf die Höhe von Leeds vorzustoßen. Leider schaffen wir es nicht ganz, da 30 Minuten Stau bei Dartfort Crossing und später 60 Minuten Stau bei Cambridge deutlich an der eingeplanten Zeit knabbern. Dafür lässt sich die M11 nach Cambridge (bis auf den Stau) und weiterführend die A14 und dann A1 gut fahren. Meistens sind die Straßen als Dual Carriageway ausgebaut und ermöglichen somit 96km/h.
      Bei Newark-on-Trent googeln wir nach einem Campingplatz und entscheiden uns für Haxey Quays in Haxey, etwa 5km nördlich von Gainsborough in Lincolnshire. Die Straßen abseits der A1 sind ordentlich und auch von einem Gepann mit 2,50m Breite befahrbar. Leider ist die Adresse des CP nicht im Navi, womit wir erstmal an dem CP vorbeirauschen, da nur ein Schild an der Einfahrt auf den CP hinweist. Erst in Haxey können wir auf einer Kreuzung einen U-Turn machen. Beim Warten an der Rezeption – es sind zwei Camper vor uns – entdecke ich ein Schild "Caravanning and Camping Club members only". Trotzdem gefragt und ja, das Schild ist richtig, bezieht sich aber nur auf den ersten Teil des Platzes (gravel pitches), der hintere Teil (Wiese) ist für alle offen. Der Warden ist sehr freundlich und ermöglicht uns trotz vollem Platz (kein Stellplatz mit Strom mehr frei) neben einem verlassenen Wohnwagen zu campen. Kein Problem für uns. Der Stellplatz ist zwar schmal (neben dem Weg), aber so lang, so dass wir bequem den Pkw davor lassen können. Strom dürfen wir uns statt des verlassenen Wohnwagen nehmen.
      Gegenüber unsere Stellplatzes steht ein Diners, eine Fressbude auf Rädern, daneben der Sanicontainer. Preise für die Gerichte sind günstig, die Sanis sind sehr sauber. Die Kosten betragen 15GBP, wobei 5GBP auf den Strom fallen. Günstiger haben wir nirgendwo in GB mehr gecampt! Der Platz ist sehr ruhig, lediglich gelegentlich hört man eine Eisenbahn in weiter Ferne.
      Auf Tipp des Warden, mit dem wir uns sehr lange unterhalten, sollen wir den Pub auf der anderen Straßenseite vom CP besuchen. Dort könne man gut essen (was wir schon hatten, aber…). Kinder können wir ruhig mitnehmen. Gemacht getan. Super Tipp. Zwar essen wir nichts, aber bei Bieren und Limos am Ufer des Flusses lassen wir es uns gut gehen und kommen schnell ins Gespräch mit anderen Gästen. Hier bekommen wir Tipps für CPs in Schottland und als Campingplatzführer pitchup.com empfohlen, unter anderem auch mit dem Hinweis, dass man auch in Schottland während der Hauptsaison reservieren sollte. Dafür also pitchup.com, wo man sofort sehen kann, welche Plätze für wie lange noch Stellplätze frei haben – und natürlich wie viel man dafür bezahlen muss. Dazu kommt noch eine ausführliche Beschreibung des Platzes und natürlich zahlreiche Rezensionen. Sehr hilfreich wie wir später erkennen werden.
    • Wir fahren am nächsten Morgen weiter und wollen es bis nach Edinburgh schaffen, aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung – Dauerregen – und auch die A1 bliebt weitestgehend einspurig, was maximal 80km/h bedeutet, aber doch eher auf 60km/h hinausläuft.
      Bei Alnwick schauen wir nach einem Campingplatz per Google und entscheiden uns für einen an der Küste. Die Straßen dorthin sind schauderhaft – schmal, buckelig und kurvig. Bei entgegenkommenden Fahrzeugen müssen wir anhalten. Der CP (Caravanning and Carvan Club) ist voll. Toll. Aber wir bekommen von einem Camper den Hinweis, dass es weiter die Küste hoch noch einen CP gibt. Nach einigem Suchen finden wir Dunstan Hill (CCC) in der Nähe von Alnwick, Northumberland. Wir möchten zwei Nächte bleiben. Der Warden bietet uns nach einigem Hin und Her einen Platz mit Strom für die Nacht an, den wir aber morgen wieder verlassen müssen, da er reserviert ist. Wenn wir Glück hätten, bekommen wir einen anderen mit Strom, ansonsten hätten sie nur einen ohne Strom. Da wir CCI und CKE Inhaber sind, bekommen den Club-Preis. Die Kosten belaufen sich auf 53,55 GBP.

      Am Stellplatz entscheidet der Warden, dass wir uns an die Seite stellen sollen und werden zwischen dem eigentlichen Stellplatz und einer Entsorgungsstation eingewiesen. Strom müssen wir uns aus 25m Entfernung holen. Alles sehr sehr uneben, so dass wir hinten rechts (Eingang!) zusätzlich 20cm Holz unterlegen müssen. Sehr unschön. Aber der Warden meint, dafür könnten wir morgen hier stehen bleiben, wenn auch ohne Strom. Wir bekommen den Strand in 30 Minuten Fußweg empfohlen.

      Der Platz ist trotz Vollbelegung (zumindest für die E-Plätze) ruhig, die beiden Sanitärhäuser sauber.

      Nach einem Kaffee klart es auf und wir riskieren den Weg zum Strand. Ein einziger Morastweg! Wiederholt zieht es einem die Schuhe aus, die Kinder sind total mit Dreck voll, selbst bei uns Erwachsenen ziehen sich die Schlammspritzer bis zu den Knien. Dauer: Statt 30 Minuten gute 50 Minuten. Dafür kann der Strand entschädigen. Echte Nordsee! Zurück zum CP entscheiden wir uns einen Umweg über befestigte Straßen zu nehmen. Gut einen Kilometer länger, aber zeitlich das gleiche. Dafür bleiben die Sachen sauber – naja, sie werden zumindest nicht schmutziger. Zurück auf dem CP regnet es wieder. Wir entscheiden uns, am nächsten Tag weiter zu fahren, auch weil weiter Regen angesagt ist. Im Laufe des weiteren Abends finde ich trotz schlechtem Wi-Fi-Empfangs endlich die Preisliste vom Caravanning and Camping Club und stelle fest, dass für diesen Platz lediglich maximal 35,80GBP vorgesehen sind (Band 6)…
      Am nächsten Morgen bitte ich den Warden den Preis zu prüfen und bekomme ihn erläutert. Es stellt sich heraus, dass er uns einen Jumbo gegeben hat. Auf meinen Hinweis, dass wir ja neben diesem Platz stehen, wo es zudem uneben ist, bekommen wir etwas patzig 13,60 GBP erstattet (wird auf die Kreditkarte zurückgebucht – schaun'mer mal…). Sind nun 39,95 GBP (angeblich wurden die 9,50GBP Clubrabatt schon berücksichtigt). Passt aber immer noch nicht. Wir fragen uns, wo wir die goldenen Wasserhähne übersehen haben. Erklären können wir uns den total überzogenen Preis für diesen CP nicht. Die anderen Plätze waren eher besser als schlechter wie dieser.
      Wir unterstellen eine gewisse Unverfrorenheit gegenüber Nicht-Briten - da war ja auch noch die Empfehlung mit dem morastigen Fußweg…
    • Wir ziehen weiter und kommen auf die Empfehlung der Bekanntschaft vom Pub in Haxey Quays zurück, den CP in Perth/Scone Castle anzufahren. Auch ein CCC; Preis laut Liste wird mit 29,50GBP angegeben. Bereits hinter Edinburgh sehen wir auf Hinweistafeln, dass es in Scone ein 80er Jahre Festival gibt. Das lässt uns nichts Gutes hoffen. Nach einem vor Schlamm triefenden Zufahrtweg (Festivalgelände) kommen wir am CP an. Trotz "site full" frage ich nach und bekomme nach ausführlichem Blick in den Computer eine Ablehnung. Da uns der sehr freundliche Warden leider keinen Tipp für einen Ausweichplatz geben kann, arrangieren wir uns mit den Security-Leuten vom Festival darauf, dass wir erst checken dürfen, wohin wir weiterfahren, bevor wir das Geländer verlassen.
      Da wir inzwischen die Nase voll haben und einsehen, dass es mit Reservierung besser geht, versuchen wir es über pitchup.com und buchen den nächsten freien CP, gut 50km entfernt Mitten im Herzen von Schottland, in Aberfeldy. Sicherheitshalber für 3 Nächte. Nach einer landschaftlich außerordentlich schönen Fahrt mitten durch die Highlands kommen wir in Aberfeldy an und dürfen uns sogar aus mehreren Stellplätzen einen aussuchen.
      Der CP Aberfeldy Caravan Park ist sehr ruhig und gepflegt, liegt zwischen der Straße und dem Tay. Die Sanis sind sauber, wenngleich auch etwas in die Jahre gekommen. Duschen sind warm und kostenlos. 33GBP werden pro Nacht fällig, der Strom kommt mit 17p/kW/h extra (sind nachher keine 2,50GBP für die drei Tage). Die Kinder finden sofort Anschluss und sind begeistert vom Spielplatz. Dank aufklarendem Wetter können wir draußen in der Sonne sitzen und der eigentliche Urlaub kann beginnen. Schottland – wir sind da!

      Am nächsten Tag erkunden wir bei strahlendem Sonnenschein und 28°C Alberfeldy und erwandern die Birks of Aberfeldy, eine Schlucht, die schon den Dichter Robert Burns inspiriert hat. Auch sonst kann uns dieser kleine Ort überzeugen. Abends organisieren wir 4 Portionen Fish and Chips bei "Plaice in the Square", die wir nicht auf bekommen. Riesenportionen! Für den kommenden Tag wollen wir nach Inverness, aber nur mit dem Pkw. Gut getan! Die 160km ziehen sich – trotz gelegentlicher 112km/h auf sporadischen Dual Carriageways. Inverness enttäuscht allerdings etwas. Vielleicht erscheint es uns auch nur so, denn in einem 5-strahligen und 3-spurigen Kreisverkehr werden wir auf der mittleren Spur von einem Wagen aus der inneren Fahrspur geschnitten (wollte ausfahren – über 3 Fahrspuren!!!) und es kracht. Er behauptet, wir hätten ausfahren müssen, wir weisen darauf hin, in der Fahrspur geblieben zu sein. Die Polizei kommt nicht, daher eine Sache für die Versicherungen. Gut, dass ich seit März eine Dashcam im Auto habe! Der Pkw ist noch fahrbereit, also entlang am Loch Ness zurück nach Aberfeldy (gut 200km).
    • Wir entscheiden nach den drei Nächten, wieder nach Süden zu fahren, wollen in die Nähe von Edinburgh, aber es ist kein CP frei. Nächster Versuch: entlang der Ostküste ist es auch schwierig - entweder passen die Rezensionen nicht oder die Plätze sind belegt. Schließlich entscheiden wir uns für einen Platz mitten drin, in Greenlaw, Scottish Borders (Duns). Irgendwie zieht der Name Blackadder. Buchung erneut problemlos über pitchup.com. Der CP Blackadder Holiday Park besteht im Wesentlichen aus einem Caravan Park, ist also voll mit Mobilheimen. Ganz am Ende gibt es eine Wiese mit 8 Strom-Stellplätzen. Viel Platz! Freie Stellmöglichkeit.
      Der CP ist schön gestaltet, wird vom Flüsschen Blackadder geteilt. Die Sanis sind nur auf die wenigen Wohnwagenstellplätze ausgelegt (2 Toiletten und 2 Duschen pro Geschlecht), sauber, wenngleich schon älter. Duschen sind schön warm und kostenlos. Der Platz ist absolut ruhig, nicht zuletzt weil wir bis auf zwei Reisemobile die einzigen Camper sind. Die Mobilheime sind vielleicht zu einem Viertel belegt – es ist mitten in der Woche.
      Der Preis beträgt 21GBP pro Nacht. Warum sich die Preise so stark unterscheiden, erschließt sich uns nicht. Bislang waren die günstigsten CPs die besten. Freundliche und hilfsbereite Warden, ruhig und sofort Kontakt zu anderen Campern.
      Abends geht es in Greenlaw in den Pub Blackadder, wo wir endlich Haggis kosten können (gab es bei Wetherspoon in Inverness wegen Lieferproblemen nicht). Dazu gibt es schottisches Bier, für die Kinder Limo und "Sticky Toffie" bzw. schottisches Eis. Was wir nicht wussten ist, dass man mit Kindern in einem schottischen Pub Verzehrpflicht hat! Liegt vielleicht aber auch daran, dass es wohl eher ein Restaurant mit Pub war… Trotzdem kein Problem, denn die Bedienung ist sehr freundlich und hilfsbereit bei der Wahl der Gerichte. Auch dürfen wir länger bleiben, obwohl draußen deutlich angeschlagen ist, dass Kinder unter 12 auch in Begleitung der Eltern nur bis 21 Uhr erlaubt sind.
      Da uns der CP so gut gefällt und Frau und Kinder sich in Kelso Floors Castle besichtigen und ich nach Lindisfarne möchte, verlängern wir um einen Tag. Kein Problem, das Finanzielle können wir nach den Besichtigungen machen!
      Lindisfarne enttäuscht. Zwar hält sich die touristische Erschließung in Grenzen, aber es ist voll, Kirche und Castle eingerüstet und der Eintritt für ein paar alte Steine trotz Familienticket sehr teuer (19GBP). Zu teuer. Wenigstens entschädigt die Fahrt über den Causeway, der bei Flut überschwemmt ist.
      Floors Castle, das zu den größten durchgängig bewohnten Schlössern gehört, kann dafür überzeugen. Zwar ist auch hier der Eintritt nicht wirklich günstig, aber man bekommt dafür mehr als alte Steine geboten. Die Guides im Schloss sind sehr freundlich und ein Quell an Geschichten und Anekdoten. Der Walled Garden ist hervorragend angelegt und sehr gepflegt. Der großzügige Spielplatz begeistert die Kinder.

      Für die Weiterfahrt suchen wir nach einem CP an der Küste, doch ein gutes Stück weiter südlich, damit die nächste Etappen weniger lang sind. Da zudem das WE ansteht, buchen wir erneut über pitchup.com und dieses Mal bis Montag. Wo es hingeht?
    • Als Zwischenbilanz nur der kurze Hinweis, dass auf allen CPs bislang mit Kreditkarte bezahlt werden konnte.
      Auch in den Geschäften und Supermärkten war bislang immer die Möglichkeit gegeben, mit Kreditkarte zu bezahlen.
      In einem ALDI (ich erinnere mich leider nicht wo) konnte man sogar kostenlos Geld mit der Kreditkarte abheben. Zwar kamen ausschließlich 20-Pfund-Scheine einer Privatbank raus, da diese aber gültiges Zahlungsmittel sind...

      Ungewöhnlich für die Briten scheint allerdings die Unterschriftpflicht bei Kreditkartennutzung zu sein. Beim ALDI in Dover wurde das großzügig ignoriert...
    • Ich versuche gerade verzweifel, bei dem Camping and Caravanning Club eine Mitgliedschaft zu buchen. Meine Karten werden nur leider nicht akzeptiert. Wenn ich mir jetzt aber noch eine Kreditkarte besorge, die akzeptiert wird, bekomme ich die Camping-Card bestimmt nicht mehr rechtzeitig. Oder reicht das, wenn man Mitglied ist und braucht keine Karte, die einen als Mitglied ausweist? Das "Problem" ist, dass wir schon in einer Woche fahren.... Ja, gut, bin bisschen spät dran ;(

      Vielleicht habt ihr ja noch paar Tipps für mich, wäre echt klasse! Vielen Dank schon mal :anbet:
      Liebe Grüße
      Tina

      ___________________________________________________________________________
      Wenn Du schon kein gutes Beispiel sein kannst - dann sei wenigstens eine grausame Warnung. :evil:

      2011: Abholung Wohnwagen (CP Vreehorst); Wolfgangsee
      2012: Bodensee (Gitzenweiler Hof); Sinsheim; 2. Stammtisch Augsburg; Kurztripp Deggendorf/Gut Aiderbichl; Gargano (Villagio Manacore); 3. Stammtisch Augsburg; Ostsee/Mecklenburger Seenplatte (Ostseecamp Zierow; CP Freesenbruch; CP Ecktannen); CP Sägemühle (Herbstferien); 4. Stammtisch Augsburg
      2013: Lago di Piano (CP Ranocchio), Amsterdam (CP Zeeburg), Rotterdam (SP de Fruijtgaarden), Brüssel (CP Grimbergen), Rust (Camping-Park Oase)
      2014 geplant: Gardasee (Ostern), Wilder Kaiser (Pfingsten), Cres (Sommer) und noch ein paar kleine Wochenendtripps

      :undweg:
    • Neu

      Mi-go schrieb:

      Für die Weiterfahrt suchen wir nach einem CP an der Küste, doch ein gutes Stück weiter südlich, damit die nächste Etappen weniger lang sind. Da zudem das WE ansteht, buchen wir erneut über pitchup.com und dieses Mal bis Montag. Wo es hingeht?
      Skegness.

      Skegness Fields, Skegness, Lincolnshire. Ein CP, der erst 2016 eröffnet wurde. Die Rezensionen sind gut, der Preis günstig mit 21GBP. Allerdings gibt es nur gravel pitches, aber die Bilder versprechen trotzdem Gras neben den Stellflächen. Wir sind gespannt.
    • Neu

      Skegness Fields ist in der Tat sehr neu und daher noch nicht gut ausgeschildert. Er liegt von Lincoln/Louth aus kommend vor Skegness auf der rechten Seite. Der CP ist erst zu max. einem Viertel aufgebaut. Leider sind die Bereiche für die Caravans (ansonsten Mobilheime) sehr sehr eng angelegt. Um die Kurven kommt man nur, indem man über die Rasenflächen fährt und die Pitches sind zwar 6m breit, aber nur 8m lang. Da nutzt einem die dazugehörige Rasenfläche nur wenig zum Einparken mit dem Pkw. Da wenig los ist, können wir unseren 8m-Wohnwagen dennoch aufstellen (dank der leeren Pitches gegenüber…).

      Die Sanis sind neu, modern und sehr sauber. Duschen angenehm warm (fast zu warm) und kostenlos. Ein-/Ausfahrt und Zugang zu den Sanis läuft über Karte (leider wird an der Rezeption nur eine Karte ausgegeben, auf Nachfrage erhält man gegen 25GBP Kaution eine weitere Karte). Strom steht unmittelbar am Stellplatz, ebenso Frischwasseranschluss und Grauwasserentsorgung. Endlich können wir unseren Citywasseranschluss nutzen!

      Der Platz ist ruhig, sofern sich benachbarte Hunde nicht gegenseitig zum Bellkonzert anstacheln. Je nach Windrichtung hört man aber die angrenzende Straße recht deutlich, insbesondere wenn man auf dem vorderen Platzteil steht.
      Da der CP erst im Aufbau begriffen ist, gibt es leider keine Spielmöglichkeiten für die Kinder. Zahlreiche große Schilder weisen zudem darauf hin, dass Ballspiele verboten sind.
      Die fehlende Spielmöglichkeiten veranlassen uns, drei Tage später eine Ecke weiterzuziehen – nach North Shore Camping (gleicher Betreiber). Ein riesen Platz! Und wenig frequentiert. Allerdings sind die meisten Plätze dort auch eher klein, 80qm höchstens. Wir bekommen wegen des großen Wowa einen größeren Platz und dürfen auf Nachfrage auch die markierten Bereiche für Pkw und Caravan tauschen (Tür ist ja auf der anderen Seite). Kosten pro Nacht belaufen sich auf 24GBP, die beiden Karten bekommen wir für je 5GBP Kaution. Auch dieser Platz bietet Strom und Frischwasser direkt am Stellplatz. Grauwasserabfluss teilt man sich mit dem Nachbarn.
      Der CP ist ruhig, aber nicht unbedingt sauber. Hier und da sieht man platte Reste von Hundehinterlassenschaften. Die Sanis sind lala – riesige Halle mit Waschbecken in der Mitte, meterlangem, schmierigem Urinal auf der einen Seite, Toiletten auf der anderen Seite und Duschen vor Kopf. Die Haken in den Duschkabinen sind z.T. abgebrochen, die Duschen laufen recht kurz, sind aber warm und kostenlos. Da haben wir schon besseres gesehen.

      Großer Vorteil dieses Platzes (mit ca. ¾ Mobilheimnutzung) ist die Infrastruktur (Kinderspielplatz, Minigolf, Contourgolf, Boule, Tennis, großer Laden mit Campingzubehör) und seine Fußläufigkeit zum Sandstrand (ca. 10 Minuten). Zudem gibt es kostenloses WiFi.

      Zu Skegness sollte man aber wissen, dass es DER Ort für Rummel in England ist. Entsprechend voll ist der Ort und entsprechend voll ist die Flaniermeile mit der Dauerkirmes. Wenigstens sind die Preis für die Fahrgeschäfte (und Food) allenfalls halb so teuer wie auf einer deutschen Kirmes. Oder man nimmt pro Kind gleich ein Armband für 16GBP, dann sind die Fahrgeschäfte frei. Die Spielhöllen (Pier) und die Hauptstraße tun wir uns jedoch nicht an. Es ist einfach nur voll.
      Dafür entschädigt der Strand mit seinem goldenen Sand. Interessanterweise gibt es kaum Brandung, obwohl das Wetter nicht gerade berauschend ist (stark bewölkt, Regenschauer, gelegentlich Sonne). Zig Windräder am Horizont beeinträchtigen die freie Aussicht übers Meer.

      Auf jeden Fall einen Ausflug wert ist die Bezirksstadt Lincoln mit seiner Kathedrale (Da Vinci Code). Auch die anschließende Altstadt lohnt sich, aber man sollte gut zu Fuß sein, der Anstieg zum Dom ist beachtlich und sehr steil. Auch sehenswert ist die neue Wasserfront gegenüber dem Universitätsgelände sowie einige der Unigebäude, die aus umgewandelten, alten Speichern bestehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mi-go () aus folgendem Grund: Info über kostenloses WiFi ergänzt.

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      Nach 5 Tagen Skegness wechseln wir in die Nähe nach London. Da ich die Region Essex (nordöstlich von London) aus beruflichen Gründen gut kenne, wollen wir dorthin. Leider gibt es dort sehr wenig (ausgewiesene) Campingplätze. Weder Google noch Pitchup noch The Caravan Club weisen hier annehmbare CPs aus. (Wir haben in Skegness Fields von einem Campingnachbarn ein "Membership Pack" von 2015 geschenkt bekommen mit einer umfangreichen "Sites Location Map", die alle CPs in GB aufzeigt.)
      Also versuche ich mein Glück erneut mit dem Camping and Caravanning Club und buche über die Zentrale den Platz Kelvedon Hatch bei Brentwood, Essex. Für 5 Nächte liegt der Preis bei etwas über 150GBP, wovon 33GBP telefonisch per Kreditkarte als Anzahlung zu begleichen sind.
      Schau'n 'mer mal...