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Familienreise von Graz nach Disneyland, Paris, Mt St Michel, Loire und wieder zurück, 4095km, fast alle mit WoWa, 10 CP

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    • Familienreise von Graz nach Disneyland, Paris, Mt St Michel, Loire und wieder zurück, 4095km, fast alle mit WoWa, 10 CP

      Wir wollten nach langer Reiseabstinenz wieder mal weiter als nur nach Italien/Cavallino fahren. Den Kindern war dort am CP nach einer Woche schon langweilig, mehrere Ausflüge mit Besichtigungen wurden mit Begeisterung aufgenommen, und es war die letzte Gelegenheit (Schulbegin) noch mal in der Vorsaison zu fahren.
      Als Zuckerl für die Kinder, und Erwachsenen ;) , wurde Disneyland eingeplant. Wenn die Kinder ab da nicht mehr weiter wollen, dann wird die Reise verkürzt und Mt St Michel und Loire auf unbestimmte Zeit verschoben.
      Ab Jänner mal bei den Kindern vorgefühlt, paar Bilder gezeigt, Begeisterung war da. Im Kindergarten hing ein Bild vom Eiffelturm, den wollten sie unbedingt sehen.
      Äh ja, eigentlich wollte ich nichts ins Getümmel der Metropole rein, mal sehen.

      Die letzten 2 WE vor der Abreise am WoWa geschraubt, elektrische Stützen fertig gestellt, Abwassertank eingebaut (hat sich als sehr praktisch erwiesen!), alles eingekauft, und die letzten 2 Tage vorher schon eingeräumt.
      Packliste war länger als gewöhnlich, von früher wussten wir das es in Frankreich mal heiss, aber mal auch nur 10° haben kann. Paar Rollen Toilettenpapier kamen aus früherer Erfahrung ebenfalls an Bord.

      Dann der Tag der Abreise, 9h war geplant, 10h ist's geworden. Immerhin nicht 11h...
      Noch gehadert ob wir den Umweg über Passau nehmen, aber da es über Salzburg oft Stau gibt, doch diese längere Route genommen: Graz - Passau - München - Augsburg.
      Entscheidung war richtig, kaum in Passau angekommen hörte man schon im Radio von 30min Stau bei Walserberg und 30min bei Holzkirchen. Wir hatten beim Grenzübergang Suben 5 Fahrzeuge vor uns und es ging zügig weiter.

      Bei Dingolfing Ost kamen 7 aufgemotzte BMW auf die AB, mit röhrenden Motoren mit weit über 200km/h an uns vorbei (mit den rechten Rädern am Mittelstreifen und damit nur sehr knapp am WoWa vorbei).
      Junior meinte bei dem Motorenlärm nur: die gehören mal geölt. :lol:
      Ab Dingolfing West war der Spuk mit den Schnellfahrern wieder vorbei.

      Dann war mal Pause angesagt, runter zu einem Autohof, zwischen geparkten Bussen und LKW durch Richtung Parkplatz. Da war nur Platz für PKW, daneben ist ein riesiger halb leerer LKW Parkplatz, aber wo zum Henker ist die Einfahrt?
      Nochmal rein in den Autohof, die Reisebusse sind weg und jetzt seh ich auch die zuvor verstellte Einfahrt...
      Nach der Pause zur Tankstelle, an Zapfsäule kommt nichts raus. Bin ich nach dem Parken jetzt auch zu blöd zum tanken? Rein zur Kassa, wie kann man da tanken? - Tank einfach. - Will ich ja, aber da tut sich nichts! Ein zweiter Kassier bringt die Lösung: wir starten die Kassen neu, dann geht es wieder. Und so war es dann auch.

      So gegen 5 dann in Augsburg angekommen, am CP Ludwigshof am See. Dort gab es dann die Episode "der stellt sich auf das Stromkabel" vom Thread kuriose Campingerlebnisse. Bis auf das war der Empfang ganz nett. Kinder konnten sich am Spielplatz etwas austoben, sonst haben wir nichts unternommen.


      Am nächsten Tag weiter über die A8 nach Metz. Kein Stau, Kinder vertrieben sich die Zeit damit die Windräder zu zählen.
      Nach Karlsruhe Richtung Basel wollte ich mal wieder tanken und Mittagspause machen. Tankstelle mit LKW zugeparkt, ich seh eine freie Zapfsäule vor mir, super. Ist nur AdBlue, Mist, wo gibts Diesel???? Da rechts, da müsste ich zwischen den geparkten Fahrzeugen 50m in Richtung AB Abfahrt zurückschieben. Das lasse ich lieber bevor mir einer reinfährt.
      Mich wundert es ehrlich gesagt das die Betreiber es zulassen das man die Zufahrt so zuparkt das man vom Auto aus nicht mal mehr das Tankstellendach zwischen den LKW sieht.
      Immerhin finden wir bei der Raststätte einen Parkplatz und fahren halt bei der nächsten Abfahrt zum Tanken runter.

      Gegen 4 kommen wir in Metz an, folgen nicht den Schildern zum CP die einem direkt durch die Altstadt leiten, sondern fahren um die Altstadt herum und finden auch so zum Ziel.
      Dann schaffe ich es noch ohne Mover in einem Zug den WoWa um 90° rückwärts (und richtig ausgerichtet) auf die Parzelle zu schieben und bin mit mir als Selten-Einparker zufrieden.

      Vom CP aus ist man in ein paar Minuten bei der Kathedrale, was wir uns nicht entgehen lassen. So ein Spaziergang nach langer Fahrt tut gut. Großen Spielplatz gibt es auch neben dem CP, da sind die Kinder kaum zum Abendessen zu bringen.


      Am CP selber war nur ein kleines Sanitärgebäude in Betrieb, ausreichend sauber, aber zu klein für die gute Belegung des Platzes.
      Das "Restaurant" bot Grillhühner die bei uns aber keinen Hunger auslösten.
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    • Am nächsten Tag ist eine kürzere Etappe geplant, zum CP des 4 vents.

      Aber zuerst stellt sich ein anderes Problem dar: die Schlafmützen aus dem Bett und zum Frühstück zu bringen ;)

      Und dann ein echtes Problem: wie kommt ich aus dem CP raus?
      Siehe Bild vorher, die Einfahrt ist recht eng, die Bodenmarkierungen passen vielleicht für einen Smart.
      Und jetzt hat sich ein WoMo mitten ins Tor geparkt, dahinter noch 5 andere die schon am Vormittag rein wollen.

      Ich stell das Gespann mal so hin das ich theoretisch die S-Kurve schaffe wenn kein WoMo dort wäre und warte mal ab.
      Da kommt ein Mitarbeiter vorbei der zum Glück Deutsch kann und fragt ob ich nicht durch die Lücke fahren kann. Ich: das sind keine 1.5m, und da soll der Wohnwagen durch????
      Schlage vor dass das Womo ganz nach vorne zum Empfangshäuschen fährt, dann sollte die Lücke beim Tor groß genug sein.
      Muss beim Auto kurz die Spiegel anklappen, dann ist das Tor hinter mir, fehlen nur mehr 5 weitere WoMos. Rechts ein paar Zentimeter Platz zum Randstein, links 5cm Platz zu den WoMo Aussenspiegel, von meiner Warte aus gehts. Ein WoMo Fahrer hat dann in Panik seinen Spiegel schnell eingeklappt, kann ich verstehen, aus seinem Blickwinkel aus sah es sicher nicht aus als würde sich das ausgehen.

      Die weitere Fahrt war eher langweilig, Felder und Windräder. Hinweisschilder auf die Champagner Kellnereien, aber keine einzige Weintraube gesehen, nur Getreide ?(

      Bei Marne la Vallee die letzte Ausfahrt vor der Mautstelle genommen (das war eine sinnvolle Planung vom Navi) und auf recht leeren Landstrassen in Richtung CP.
      Da sagt das Navi in 500m links abbiegen. Wohin, da links ist nur ein Feld??? In 300m links abbiegen, ich seh noch immer keine Strasse.
      In 100m abbiegen. Tatsächlich, da sehe ich jetzt ein Hinweisschild für einen CP. Hoffentlich für den richtigen. Und auch die Strasse sieht man endlich.
      Von 90km/h runter auf 20 (hinter mir war keiner), und mal vorsichtig auf der 3.5m breiten Strasse weiter. Geht über einen hohen Bahnübergang und verschwindet im Wald, naja.
      Langsam über den Bahnübergang, hoffe das der WoWa nicht aufsitzt, und ab in den Wald. Bald wird die Strasse noch schmaler und schlechter, toll.
      Nach einer Kurve aus dem Wald raus, man sieht ein Dorf, immerhin etwas. Und ein Schild nach rechts zum CP. Noch eine weitere Strasse queren, dann ist rechts ein unscheinbares Tor.
      Der Blick durch lässt gutes erahnen, gleich kommt wer und öffnet das Tor (das eh nicht versperrt war), und schon ist man in einer anderen Welt.
      Ein wunderschön angelegter Campingplatz, riesige Stellplätze, fast leer, einfach toll.
      In der Hauptsaison Imbiss und Bäcker kommt am Vormittag vorbei, Pool, großer Spielplatz, sauber, alles da.

      Da es mal ein heisser Tag war gleich zum Pool gestartet, Zehen rein, Brrrr, sehr erfrischend. Ach ja, am Schild steht 23°C.
      Das wir nicht baden liegt eindeutig an uns, 2 Tage später haben die Irländer neben uns bei 19°C und Nieselregen einen Mordspass im Pool.

      Am Bild ist der WoWa abgehängt, nach hinten noch 2m Platz, zwischen Deichsel und Auto über 1m Platz. Woanders sind auf der Fläche schon 3 Stellplätze.
      Dateien
    • Als erstes Ausflugsziel ist natürlich Disneyland geplant.
      Eintrittskarten hatten wir schon vorher online gebucht, da gab es für Familien die Erwachsenenkarten zum Kinderpreis. Für uns 5 ist das schon eine nette Investition...

      Am Eingang Sicherheitskontrollen, jede Menge Polizei und Militär ist anwesend. Kein Wunder nach den letzten Vorfällen in Frankreich :(

      Kurzer Stau durch die Drehkreuze, dann kommen die Kinder schon aus dem Staunen nicht mehr raus :)
      Erstes Ziel ist das Schloss. In Glasfenstern im 1 Stock wird die Geschichte von Dornröschen erzählt, Spinnräder fehlen natürlich nicht.
      Dann unterhalb rein in die Drachenhöhle, wie üblich bei Disney perfekt animiert. Da ruckelt nichts, da quietscht keine Mechanik.
      Die Kinder selbstsicher mit Zweifeln: das ist doch nur ein Roboter! Oder? ;)

      Dann schauen wir mal wie lange wir wo anstehen müssen. Peter Pan 65min, Geisterhaus 50, Thunder Mountain Achterbahn 65min, usw.
      Also wird es zuerst das Geisterhaus. Im ersten Raum, der immer höher wird, und wo am Ende unter der Decke Blitz und Donner kommen, wird es den Kindern kurz mulmig, dann bei der Fahrt durch geht es wieder. Manches finden sie witzig, bei manchen fragen sie wie das gemacht wird, aber da habe ich auch keine Ahnung.

      Als nächstes gleich nebenan zur Achterbahn, wieder langes anstehen, 50min die Vorhersage. Karina muss mal, ich bleib mit den anderen 2 Kindern übrig und wir verbleiben das wir uns später treffen.
      Die Fahrt wäre eh nichts für sie gewesen, geht gleich nach dem Einstieg durch einen stockfinsteren Tunnel, am Ende wieder, nur mit sehr hohem Tempo. Daniel war total begeistert, Veronika zuerst etwas angespannt, aber dann kam ihr auch ein Hui raus.
      Karina war inzwischen Kinderschminken und nicht mehr wieder zu erkennen. Veronika wollte das auch, dazu beide Karussell fahren. Muss sagen das Schminken war teuer, aber wurde schon professionell gemacht und hat 2 Tage gehalten.
      Da hab ich mir Daniel geschnappt und wir sind ins Discovery Land zu Star Tours gegangen. Die reden im Kindergarten immer von Star Wars (Dabei sind das meiner Meinung nach keine Filme fürs Kindergartenalter), jetzt kann er's mal erleben.
      Er war beim anstehen schon von den Robotern fasziniert, C3PO, R2D2, sogar Wall-E ist in der Gepäckkontrolle versteckt. Wenn der Rest gefehlt hätte, ihm wäre nichts abgegangen.
      Dann wurde es ernst, 3D Brillen rauf, rein ins "Raumschiff". Ist ein Flugsimulator, gezeigt wird ein Flug zufällig aus 70 Szenen zusammengestellt. Wir waren am Eisplaneten mit den AT Walkern, kurz an einer Eisklippe hängengeblieben, beim Todesstern vorbei, paar Raumkämpfe, usw.
      Junior war einfach sprachlos :D Und die Sicherheitsgurte hat man gebraucht, rummst ganz nett.

      Dann wieder zurück zu den Mädels, Jack Sparrow über den Weg gelaufen, auf der Suche nach einem WC zufällig in die Prinzessinnen Parade reingestolpert, perfekt.

      Danach wurde es Zeit für eine Mittagspause. Essen ist teures Fastfood, dafür ist die Qualität auch nur mies. Oder man nimmt sehr teure Restaurants, aber mit den Kindern ist das rausgeworfenes Geld.

      Zeit mit der wirklich sinnlosen Eisenbahn vergeudet, Peter Pan Flug und Feenland besucht, Pirateninsel erkundet, und dann Kleinigkeiten für die Kinder gekauft. Karina wollte gleich die größte Minnie Maus, konnte aber auf eine verträgliche Größe runterhandelt werden.
      Junior wollte ein Piraten TShirt einen Piratendegen, und hat uns damit die nächsten Tage genervt...
      Nur Veronika fand nichts, es sollte kein Kuscheltier sein, aber auch kein Gewand.

      Wir vertrösteten sie damit das wir noch die Studios und andere Geschäfte besuchen werden.

      Dann war es eh schon 20h, aber die Abendshow sollte erst um 23h anfangen. Kinder wollten unbedingt bleiben. Haben noch was zu Essen gekauft, uns einen guten Platz vorm Schloss reserviert, Popcorn geknappert, und die Kinder fanden immer was zur Unterhaltung, und wenn es nur die Arbeiter waren die das Schloss vorbereiteten.

      Endlich war es soweit, und ich muss sagen das warten hat sich gelohnt.
      Das gesamte Schloss mit Hügel wird als Leinwand verwendet, teilweise werden auch die Bäume rundherum passend beleuchtet.
      Es gibt Szenen aus diversen Filmen, mal ist das Schloss vom Dschungel überwuchert, dann wird es zum Korallenriff von Nemo, dann praktisch unsichtbar wenn Szenen aus Star Wars kommen. Oder zum Ozean mit dem neuen Piraten Film.
      Alles kombiniert und choreographiert mit Springbrunnen, Feuerwerk, und ein paar Flammenwerfen deren Hitze man noch weit weg spüren könnte. Da passte einfach alles zusammen.
      Habe da nichts aufgenommen, aber es gibt auf Youtube Videos dazu.

      Rückmarsch zum Auto, Micky Maus verabschiedet noch die Gäste vom Balkon aus, was die Kinder als persönliche Einladung zum wieder kommen verstanden, ab zum CP und ausschlafen.
    • Tags darauf war ausschlafen angesagt, Kinder waren erst ab 11h ansprechbar.

      Einkaufen war nötig, am CP nachgefragt wo es den nächsten Supermarkt gibt. Die Adresse hat das Navi zuerst nicht geschluckt, aber mal "Route" durch "Rue" ersetzt führte uns zum Ziel.

      Wetter war wechselhaft, für den nächsten Tag wahrscheinlich noch trocken, aber dann 2 Tage Regen vorhergesagt.

      Am Abend dann Teile des Einkaufs auf den Grill geschmissen.

      Am nächsten Tag dann zu den Disney Studios.
      Karussel mit fliegenden Teppich von Aladin, kurze Vorführung über Zeichentrickfilme und deren Entstehung, und dann ab zur Stuntshow.
      Motorradfahrer zeigen was sie können, dann Verfolgungsjagd durch die Stadt ( 1 guter gegen 4 böse PKW), durchs Schaufenster fahren, Explosionen, Feuer, usw.
      Mal 45min wo Junior wieder kein Wort rausbrachte :D

      Danach haben wir eine Pause eingelegt und was gejausnet, selbst mitgebrachte Brote, um nicht wieder das nächste miese Fastfood essen zu müssen.

      Dann war der Tower of Terror angesagt, Kinder vorgewarnt das der Aufzug wild herumfahren wird, aber seit dem Geisterhaus waren sie mutig.

      DSCN1402_tower hotel.jpg

      Wieder mal langes anstehen, kurz regnet es her, dann stehen wir im trockenen weiter an.
      Geschichte: Hotel war mal ein Treffpunkt der Reichen und Berühmten, dann gab es ein Unwetter und 4 Gäste und 1 Angestellter verschwanden aus einem Lift. Seitdem steht das Hotel leer. (Dementsprechend ist die Hotellobby voller Staub, Kaffeetassen stehen noch herum, usw) Jetzt wurde ein funktionierender Lastenaufzug entdeckt und man kann damit durchs Hotel.
      Zuerst geht man kurz in eine Bibliothek wo auf einem alten Fernseher die Geschichte erzählt wird, dann ab in den "Heizungsraum", halbdunkel mit flackernden Lichtern, dort wummert ein Kessel, dort tropft es, usw, zum Aufzug.
      Wieder gewissenhafte Kontrolle ob die Sicherheitsgurte verriegelt sind, und los gehts. Kurz nach oben in einen Hotelflur, wo man die 5 Personen als Geister sieht. Dann noch ein Stück weiter, wo man jetzt sich selbst (bzw alle die gerade im Aufzug sitzen) im Spiegel sieht, aber langsam verblassen die Spiegelbilder der Personen und werden durch Geister ersetzt.
      Als nächstes zügig nach ganz oben, Fenster gehen auf, man hat einen guten Ausblick übers ganze Gelände.
      Aber nur kurz, schon eine Sekunde später gehts runter, und wirklich lt Ankündigung schneller als der Fall. Meine Füße kommen nicht mehr auf den Boden... Die müssen die Lift eigentlich runter ziehen damit man negative g Kräfte hat.
      Noch 2mal ganz rauf und runter, dann ist der Spuk vorbei.
      Junior hats Spass gemacht, bei den Mädels war die Grenze erreicht. Aber als wir ihnen gesagt haben dass die Erwachsenen geschrien haben und sie nicht, waren sie stolz auf ihren Mut und konnten wieder lachen wie sie "geflogen" sind.

      Als nächstes haben wir was ruhigeres gesucht, Ratatouille:
      DSCN1427_ratatouille.jpg

      3D Brille rauf, in kleine Wägen in Rattenform einsteigen, und los geht es auf Rattengröße geschrumpft durchs Gusteau's Küche und Restaurant. Wo man Remy hinterherläuft, bzw als Ratte gejagt wird.
      Geniale Verbindung von 3D Kino und Realität. Man fährt durch verschiedene Räume die teils echt dekoriert, teils durch 3D simuliert werden. Unterm Herd wirds heiss, bei den Nachspeisen riecht es nach Kuchen, super gemacht.

      Als Abschluss noch die Studiotour durch den Katastrophen Canyon mit Erdbeben, Sturzflut und wieder Feuer, dann noch raus ins Disney Village zum shoppen.

      Die Mädels fanden noch Schmuckkästchen mit Spieluhren, einmal Musik von Eiskönigin, einmal Rapunzel. Junior griff zuerst zielstrebig zu einem schweineteuren R2D2, aber wir haben uns auf einen AT Walker geeinigt.
      Und Veronika fand endlich Dornröschen als Kuschelpuppe.

      So waren alle zufrieden und das Bankkonto geplündert.

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    • Die nächsten 2 Tage waren Regen vorhergesagt. Lt Plan wollten wir eigentlich in die Normandie, aber was sollen wir dort im Regen?.
      Also hier verlängert und andere Ausflüge gesucht.

      Im Empfang einen Folder von Provins entdeckt, Stadtmauern aus dem Mittelalter, Rittershows mit überdachter Zuschauertribüne, das passt. Das Wort "Überdacht" gab den Ausschlag ;)
      In strömenden Regen hingefahren, bei Nieselregen am Parkplatz angekommen, gleich rein ins trockene bei der Touristeninfo und nachgefragt wo man zur Rittershow hin muss.
      Vor der Stadtmauer rechts abgebogen, und: Mist, da sind ja 100erte Volksschüler. Durchgekämpft bis zur Kasse, weiter zur Tribüne wo die wenigen Touristen auf die vorletzten Reihen verfrachtet wurden. Die letzten Reihen waren Nass vom Regen.
      Pünktlich zur Show hörte der Regen auf.
      Kurze Einführung wie wichtig Provins im Mittelalter war, dann kamen Prinzessin und König,
      DSCN1432_ritter1.jpg

      diverse Geschicklichkeitsspiele zu Pferd,
      und dann die Bösewichte und Kämpfe zu Pferd und zu Fuß.
      Es gab immer mehrere Zweikämpfe gleichzeitig, kleine Gags eingebaut, ganz gut gemacht.
      Die Schüler brachten Stimmung rein indem sie die Guten bejubelten und die Bösen auspfiffen.
      DSCN1453_ritter_2.jpg

      Mit Ende der Show fing es wieder an zu regnen, wir gingen noch kurz auf die Stadtmauer rauf, aber da verblies uns der kalte Wind, Regen wurde immer stärker, so blieb der Spaziergang durch die Stadt aus.
    • Nächster Tag: wieder Regen, wieder in der Früh die Heizung angeworfen um uns aufzutauen.

      Paris steht auf der Tagesordnung. Mit dem Auto nach Tournan-en-Brie, Auto am Bahnof geparkt und Tickets für RTR und Metro gekauft. Stolze 62€ für uns 5.
      Auf Gleis A soll der Zug nach Paris kommen. Da steht schon längst einer, einen Passagier gefragt ob das der Zug nach Paris ist, der hüpft raus auf den Bahnsteig, schaut sich die Stationslisten an und meint ja. Es gibt auch einen anderen Zug der ohne Zwischenhalt nach Gare de l'Est fährt, aber der fährt erst in 30min.
      Ok, nehmen wir den langsamen der aber früher fährt und schaukeln zum Gare du Nord/Magenta.
      Dort fallen wir gleich als Touristen auf und werden von einer Frau auf Englisch gefragt ob wir Hilfe brauchen. Ich weiß schon welche Metro ich nehmen will und sie erklärt uns den Weg. Wir waren Richtung Bahnsteigmitte unterwegs, der Abgang zur Linie 4 ist aber am Bahnsteigende.
      In die relativ volle Metro gequetscht und ab zur Station St Michel, richtigen Ausgang gefunden, und schon ist Notre Dame in Sichtweite.
      DSCN1472_notre dam 1.jpg

      DSCN1481_notre dame 2.jpg

      Die Kinder kennen die Geschichte vom Glöckner von Notre Dame, dazu ist die auch in vielen anderen Filmen immer wieder zu sehen, das hat auf sie schon mächtig Eindruck gemacht.

      Dann gleich ums Eck weiter zur Saint Chapel
      Unterkirche mit Statue von Ludwig dem Heilgen
      DSCN1489_saint chapel1.jpg

      Und die prachtvolle Oberkirche
      DSCN1495_saint chapel2.jpg


      Danach haben wir was zu Essen gesucht, Crepes mit Nutella für Karina, Hotdog für die anderen.
      Hab in 100m Entfernung eine Parkbank entdeckt die sogar frei blieb bis wir dort waren. Sonst gibt es außer in Restaurants keine Möglichkeit sich wo hinzusetzen.

      Als Abschluss war der Eiffelturm dran.
      Ab zur RTR Richtung Versailles, bei Champ du Mars raus, kurzes Stück gehen und schon sieht man ihn:
      DSCN1502_eiffelturm.jpg

      Ganz hin sind wir nicht, der Platz ist eingezäunt, Menschenmassen stauen sich vor den Sicherheitskontrollen, und sehen kann man ihn vom Ufer aus eh besser.
      Bei einem Strassenhändler noch 5 Eiffelturm Schlüsselanhänger um 1€ gekauft ( am CP kosteten die gleichen 1€ das Stück) und dann wieder zurück.
      Die RTR war ein extra kurzer Zug, voll gestopft, egal, sind eh nur ein paar Stationen.
      Dann wieder zur Metro, da ließen wir 3 vorbeifahren (2 Minuten Takt) da es keine Chance gab da zu fünft reinzukommen.
      Am Gare du Nord gerade noch den Zug erwischt, sonst hätten wir 30min auf den nächsten warten müssen. Natürlich auch voll, erst ein paar Stationen später wurden die ersten Sitzplätze frei.

      Am CP noch gegessen und Wohnwagen teilweise (Wasser, Toilette und Abwasser) für die Weiterfahrt hergerichtet.

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    • Ziel des Tages: (Chateau) Camping le Colombier
      Zuerst auf die AB Richtung Paris, nördlich um Paris rum, dann Richtung Rouen weiter. Gab bei Paris etwas Stau, sonst kein Problem.

      Der Anfahrtbeschreibung vom CP gefolgt von der AB runter, durch malerische Ortschaften durch, und nach jedem Abbiegen wurden die Strassen schmaler. Die letzten 2.2km wieder nur ca 3- 3.5m breit, schlängelt sich durch den Wald, immer hoffend das keiner entgegen kommt. Dann das Navi, mitten im Wald, links abbiegen und nach 30m wieder links abbiegen. Etwas zweifelnd folge ich der Anweisung, tatsächlich ist da ein Schild:
      (die Kreuzung, aufgenommen bei der Abfahrt, die letzte Strasse zum CP ist tatsächlich keine Sackgasse, sondern eine normale Strasse)
      DSCN1592_colombier2.jpgDSCN1591_colombier1.jpg

      100m weiter kann man dann links parken und sich am Empfang anmelden.

      Der Platz wurde gerade an Huttopia verkauft, musste ein Formular unterschreiben das ich weiss das der Pool nicht mehr zum CP gehört. Aber noch darf man alles benutzen.

      Keine 10 Stellplätze belegt, wieder sehr große Parzellen, nur beim Abbiegen am Platz muss man etwas aufpassen das man die Holzzäune nicht mitnimmt.

      DSCN1536_colombier.jpg

      Sanitärgebäude, blitzsauber, Toilettenpapier im Überfluss.
      DSCN1513_colombier.jpg

      Der Schreihals lässt sich von uns nicht stören
      DSCN1534_colombier.jpg

      Pool, im Hintergrund das Schloss, rechts davon die Creperia
      DSCN1523_colombier3.jpg

      entgegengesetzte Richtung, im Turm ist eine Bibliothek eingerichtet
      DSCN1525_colombier4.jpg

      Creperia
      DSCN1532_colombier5.jpg

      Es gibt noch Minigolf, Tennisplatz, riesigen Spielplatz und in einer alten Scheune einen Aufenthaltsraum.
      Brot kann man am Empfang bestellen.
      Die Kinder sind gleich am Spielplatz verschwunden und genießen das hier so viel Platz ist.
      Pool ist gut geheizt, auch das Wetter ist seit Tagen endlich wieder schön und warm.

      Die ganze Poolanlage mit Turm und wahrscheinlich auch Creperia wird nächstes Jahr nicht mehr zum CP gehören. Sie werden einen eigenen Pool bauen, aber diese Anlage wird das nicht ersetzen können.

      Wir werden nur 3 Nächte bleiben...

      Tag darauf ist entspannen angesagt, warmes Wetter genießen, mal nicht im Auto sein.

      Gehen in der Creperia essen, nette Preise, aber die Portionen passen und es schmeckt sehr gut.
      Beim rausgehen kommt der Kellner nach, unsere Kleine (Karina), welche Augen, wunderschön.
      Danke, wissen wir, mit den langen Wimpern und dem richtigen Augenaufschlag muss man teilweise gut gefasst sein um nicht gleich alle Wünsche zu erfüllen.
      Ähnliches hören wir noch mehrmals auf der Reise.
      Wenn sie älter wird muss ich mir wohl einen Baseball Schläger besorgen um die Verehrer abzuhalten :evil:
    • Am zweiten Tag machen wir einen Ausflug nach Honfleur, danach wieder Vorräte (Kühlschrank und Tank) auffüllen.

      Spazieren um den Hafen und in den Gassen herum

      DSCN1555_Honfleur.jpg DSCN1577_Honfleur.jpg

      Schauen uns die alte Holzkirche an
      DSCN1558_Honfleur.jpg


      Und kaufen in einer Chocoria was zum Naschen ein.
      Kinder drehen eine Runde mit dem Karussel.

      Unsere Jause nehmen wir am Hafen ein und werden dabei kritisch beäugt
      DSCN1589_Honfleur.jpg

      Am Ticketautomaten vom Parkplatz sind viele gescheitert, der Parkschein hatte einen Barcode zum Scannen und keinen Magnetstreifen und alle versuchten den Parkschein irgendwo reinzuschieben anstatt ihn einfach unter den Scanner zu halten.
      Gleiches Spiel am Schranken der Ausfahrt.

      Nachtrag: bei der Rückfahrt zum CP kommt mir auf dem letzten Stück vorm Wald tatsächlich ein Sattelzug entgegen. Auf der Kreuzung ist gerade genug Platz zum ausweichen, aber 100m weiter wäre es schon mit PKW spannend geworden. Wie das mit WoWa dran wäre, daran will ich gar nicht denken...
      Und wie kommt ein 40t auf diese Strasse? Vielleicht auch so ein tolles Navi wie bei meinem Auto? :evil:

      Am Abend wird wieder der Grill angeworfen.

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    • Nächstes Ziel ist gleichzeitig der westlichste Punkt unserer Reise: Mont Saint Michel.
      Am Abend zuvor ein Email an den CP wegen Platzreservierung und Pincode für die Einfahrt geschrieben. Der Ort ist jetzt für den Verkehr gesperrt, vor 10 Jahren parkten wir noch direkt vor der Insel.
      Am Morgen ist die Antwort gekommen und habe dann auch den Code erhalten.

      Den Weg plante ich anders als das Navi, das will nach Norden zur Autobahn. Ich nach Süden und von Lisieux aus auf Nationalstrassen nach Caen und von da auf der kostenlosen AB weiter. Wenn ich das Navi zuerst auf kürzesten Weg und ab Lisieux auf schnellsten umstelle sollte das klappen. Die genaue Straßenkarte habe ich leider zuhause vergessen, auf der vorhandenen fehlen die Dorfstrassen.
      Geht wie geplant, am letzten Stück der AB hat es einem LKW einen Reifen zerrissen, weiche den restlichen Trümmern auf der Strasse aus, rechts parkt der LKW, und da kommt es mir:
      Scheisse, da wo der steht wäre die Ausfahrt gewesen!
      Jetzt weiss ich schon was kommt, das Navi wird mich auf dem kürzesten Weg wieder auf die richtigen Strasse bringen. Aber nach der letzten CP Zufahrt kann mich wenig erschrecken und ab geht es durch die Dörfer. Die Strasse ist als Radroute ausgewiesen, ein Radfahrer ist mir untergekommen und gleich vor Schreck stehengeblieben.
      Wird sich gedacht haben welch Bekloppter fährt da mit einem WoWa herum :evil:

      Das Navi schafft es noch direkt vor Mt St Michel mich auf eine gesperrte Strasse zu schicken, zum Glück ist da ein Geschäft mit Parkplatz zum umdrehen. Aber ich bin nicht der einzige der da falsch fährt.
      Wieder raus, südlich den neuen Parkplatz umfahren und dann auf der richtigen Strasse in den Ort rein. Vor mir probiert einer an der Schranke sein Glück, aber ohne Pincode geht nichts.
      Wir kommen rein und suchen den CP. Ist etwas versteckt und dem Emailverkehr nach weiss ich ja dass der zum Hotel Vert gehört (Man schreibt Email vom CP an und bekommt Antwort Email vom Hotel).
      Glücklich gefunden, Platznummer erhalten, Chipkarte fürs Sanitärgebäude bekommen, 10% Gutschein fürs Geschäft bekommen (Universal Souvenir und Supermarkt Laden) und ab geht es auf den Stellplatz.
      Der schaut aber klein aus...
      Quer passt nicht, Deichsel steht auf Strasse raus.
      Längs geht mit Mühe und Not, aber wohin mit dem Auto.
      Gegenüber sind die Plätze größer und noch dazu im Schatten.
      Ab zum Empfang, neuen Stellplatz bestätigt, und auf den neuen gemovert.

      Den gleichen kleinen Platz haben sie an dem Tag noch 2x an große Womos vergeben, vergeblich.

      Noch kurz bis zur Küste spaziert und ersten Blick auf Mont Saint Michel geworfen, gegrillt, fertig.

      Der CP ist nicht eingezäunt, auf der einen Seite offen zum Ort, auf der anderen Seite offen zum Weg vom allgemeinen Parkplatz zur Insel. Deswegen wahrscheinlich auch die Chipkarte.
      Und eigentlich wird nur ca 1/3 vom Areal verwendet, man sieht noch weitere Sanitärgebäude und Stromsäulen.

      Sanitärgebäude war halbwegs sauber, nicht nach Männer und Frauen getrennt, sondern einfach eine Seite Duschen und Waschbecken, andere Seite WC.

      Diese Nacht war es zur Abwechslung sehr heiss, ich bin um 22h noch losmaschiert, ca 2/3 die Brücke raus.
      DSCN1607_MtStMichel.jpg


      Am nächsten Tag dann relativ früh mit dem Shuttelbus rausgefahren (kostenlos, 7h bis 1h früh) um der Hitze zu entgehen.
      DSCN1613_MtStMichel.jpg


      Die Gassen rauf...
      DSCN1622_MtStMichel.jpg DSCN1627_MtStMichel.jpg

      ....bis wir in der Abtei waren und die Kamera meinte der Akku sei plötzlich leer :xwall:
      Durch die ganze Abtei spaziert, mich über die moderne Kunst geärgert die ich in den mittelalterlichen Räumen deplaziert (und hässlich) fand, und wieder zurück in die Ortschaft.
      Viel außer Restaurants und Souvenirläden gibt es sonst nicht, und anscheinend geben nur wenige Eintrittsgeld für die Abtei aus.
      In der Ortschaft gibt es außer Hotels und Restaurants sogar nur dieses einzige Universalgeschäft.
      Wir haben dort ein paar frische Vorräte gekauft, Preise waren eigentlich normal.

      Zurück beim WoWa entdeckte ich die Schattenseite von unserem Platz unter den Bäumen:
      Auch die Vögel lieben den Schatten.
      Und deren Hinterlassenschaften waren riesig <X und anscheinend eine Mischung aus Beton mit Sikaflex. :motz:

      Machte mich mit viel Wasser und Küchenrolle an die Arbeit um die Markise sauber zu bekommen. Vom Stoff ging es noch halbwegs runter, aber am Gestänge gelang es mir nur die Masse aus Beton in Hartgummi zu verwandeln. Schließlich nahm ich ein Stück Holz und schabte es Stück für Stück runter.
      Und dann gleich die Markise eingerollt um nicht am nächsten Morgen wieder von vorne anfangen zu müssen.
      Da ich schon beim arbeiten war, auch um Wasser, Abwasser und Toilette gekümmert.

      DSCN1637_MtStMichel.jpg DSCN1638_MtStMichel.jpg

      Ansicht wenn man vom CP aus 25m weiter auf den Weg Parkplatz-Insel geht:
      DSCN1636_MtStMichel.jpg

      Am Abend wollten wir noch die Insel beleuchtet ansehen, aber es war um 23h immer noch nicht richtig dunkel, dazu hatte das Wetter gewechselt und es wehte ein kalter Wind so das wir recht schnell zum WoWa zurück fuhren.

      DSCN1642_MtStMichel.jpg


      Für 2 Nächte haben wir (Korrektur) 59.88€ bezahlt, angesichts der Lage ein Schnäppchen.

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    • Nächste Etappe: In Richtung Loire, Ziel ist Chinon.

      Das Navi meint mich im Zickzack nach Rennes, über Le Mans und Angers ans Ziel zu schicken, alternativ auf Strassen die auf meiner gröberen Straßenkarte nicht einzeichnet sind.
      Ich bin für den kürzeren und durchaus bekannten Weg über Fougeres und Laval, N12, D31 und D21.
      Fougeres wäre selbst eine Besichtigung wert, aber mit Chinon steht auch eine Burg am Programm.

      Strassen sind gut, wenig Verkehr, man kommt gut voran. Kinder spielen wer als erster Kühe, Pferde oder Schafe entdeckt. Bei uns zuhause lösen die keine Begeisterung aus, anscheinend ist das im Urlaub anders :D

      Vor Chinon wirds mal kurz enger, Baustelle auf der Brücke über die Loire, max 3.5t und 2m40 Breite.
      Von Western her nach Chinon rein, zur Verkehrsberuhigung mal links mal rechts auf 1 Spur verengt schlängelt man sich durch, rechts über die Brücke, danach im winzigen Kreisverkehr wieder rechts und 100m weiter ist der CP. Einfahrt 1 spurig mit Schranke und Ampel.

      Dieser CP hat sich gegenüber von vor 10 Jahren enorm verbessert. Neue saubere Sanitäranlagen teils nach Männer und Frauen getrennt, teils nicht, gute Entsorgungsstation, schöne Stellplätze, Spielplatz, und die Lage in der Stadt. Bäckerei ist 100m entfernt.
      Nachteil: in diesen 10 Jahren sind die Bäume so gewachsen das man die Burg nicht mehr sehen kann, ausgenommen von 1 Stellplatz aus.

      DSCN1643_Chinon.jpg


      Am Abend fahren noch Heissluftballons tief über den CP
      Zur Abwechslung mal ein sehr heisser Tag, hat mich gewundert das die Ballons bei den Temperaturen überhaupt unterwegs waren.


      DSCN1648_Chinon.jpg


      Burg wenn man vom CP ein Stück rausgeht:
      DSCN1650_Chinon.jpg


      Irgendwas kam mir an der Burg anders vor: sie wurde groß renoviert, die königlichen Räume hatten jetzt wieder ein Dach.

      Am nächsten Tag rauf auf die Burg.

      Links die Reste vom großen Saal wo Johanna von Orleans erstmals Karl VII traf. Johanna wohnte auch eine Zeit lang in einem der Türme der Burg.
      In dem Räumen sind Videos und Ausstellungen über die Burg und Johanna von Orleans zu sehen. Und in jedem Turm weitere kleinere Themen, etwa über Bogenschützen, Ritter, usw.

      DSCN1661_Chinon.jpg


      Im Hof stehen Katapulte die vorgeführt werden
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      sowie echte Bombarden und Kanonen aus dem 14/15Jhd auf neuen Lafetten. Die nicht vorgeführt werden ;)
      DSCN1671_Chinon.jpg


      Hinter dem Fluss rechts im Wald ist der CP versteckt.
      DSCN1670_Chinon.jpg


      Einer der Türme diente auch als Gefängnis der Templer deren Graffiti immer noch zu sehen sind.


      Am Nachmittag mussten wir wieder mal unsere Vorräte auffüllen, und kamen nach vielen Carrefours zum ersten Mal zu einem E.Leclerc.
      Was für eine Auswahl! 10m Regale Brot, dann 10m alles vom Huhn, 10m vom Schwein, 10m vom Rind, und 10m Fisch.
      Die Kinder haben sich die Krabben und Hummer angesehen die im Aquarium auf Käufer warteten.
      Preise teils viel niedriger als bei uns.
      Der Einkauf dauerte länger als geplant, und Abends wurde wieder der Grill angeworfen.

      Kinder waren mit Burgen malen beschäftigt, Chinon hatte anscheinend einen großen Eindruck hinterlassen.
    • Neuer Tag, neues Ziel: Camping Le Moulin Fort

      Ca 1h Fahrt. Da werden sich sich ein paar Fragen warum weiter ziehen und nicht nur einen Ausflug machen?
      Naja, ich bin es vom WoMo her gewohnt einfach von einem Ort zum anderen zu fahren. Und wenn die weitere Fahrt sowieso in diese Richtung geht, warum nicht gleich den WoWa mitnehmen? Wir benötigen ca 20-30min um Tisch und Sessel, Markise, Stromkabel wegzuräumen, innen im WoWa alles reisefertig zu verstauen, rausmovern und ankuppeln.
      Am längsten dauert immer noch das Frühstück.

      Kurz vor 12 kommen wir an, pünktlich um 12 gehen die Rolladen am Empfang runter, Mittagspause.
      Bekommen eine Auswahl von Stellplätzen von denen wir uns einen aussuchen können.
      Stellplätze sind etwas kleiner, vor allem im Vergleich zu dem CP bei Paris, aber es passt alles locker rauf.

      DSCN1675_moulinfort.jpg

      Platz war relativ gut besucht.
      Ansonsten war auf einer Seite vom Platz der Fluss, auf der anderen Seite waren Kühe:
      DSCN1699_moulinfort.jpg

      Zuerst besuchen wir mal das Restaurant am Platz, dank britischer Eigentümer gibt es dort Chips statt Pommes :D
      Pizza ist naja, Rest ist gut, Preise angemessen.
      Dann haben die Kinder noch im Pool geplanscht.

      Spät am Nachmittag sind wir am Ufer entlang zum Schloss Chenonceau spaziert, und hatten eine Ansicht die man normalerweise nicht hat.

      DSCN1680_chenonceau.jpg DSCN1758_chenonceau.jpg

      Witzig ist das am Abend am linken Flussufer (Ende der Brücke) tatsächlich die kleine Zugbrücke hochgezogen wird.

      In der Nacht wird es plötzlich blendend hell, denke mir noch welcher Idiot fährt mit dem Auto herum, höre das Relais vom Umformer klicken, Donnergrollen, dann Regen.
      Aha, Gewitter da und Strom weg, egal Licht und Wasser gehen automatisch über Batterie, wenn in der Früh immer noch der Strom weg ist werde ich den Kühlschrank auf Gas schalten.
      Aber bis dahin geht schon wieder alles.

      Am nächsten Morgen nieselt es noch und hat empfindlich abgekühlt.
      Schloss Chenonceau mit dem alten Bauernhof wird besichtigt, da sind wir eh im trockenen.
      Weitere Fotos spare ich mir, ist eh so bekannt.

      Nachmittags hört der Regen entgültig auf und wir sind am Spielplatz.
    • Am zweiten Tag geht es nach Chambord.
      Das Navi führt wieder zielstrebig über kleinste Strassen. Witzigerweise fährt uns ein Franzose nach der immer gleich abbiegt. Nur einmal fährt er anders, aber bei der nächsten Kreuzung treffen wir ihn wieder. Am Ende sehen wir das Auto am Parkplatz bei Chambord.


      Bei diesem Anblick bekommt Veronika die Krise:
      Sie weiß nicht mehr welches Schloss das Beste ist, das in Disneyland, das von gestern, oder dieses hier.
      DSCN1819_chambord.jpg

      Neu ist das man eine der Küchen besichtigen kann:
      DSCN1781_chambord.jpg

      Wird gehen durch alle Räume durch, manche Appartments in den Türmen sind fast Labyrinthe bis man wieder rausfindet.
      Im zweiten Stock wird moderne Kunst gezeigt, leise Frage von den Kindern: Warum ist da (Keilrahmen einfärbig bemalt) gar kein Bild drauf?

      Vom Dach aus eine gute Aussicht, den Park gab es früher nicht.
      DSCN1809_chambord.jpg DSCN1815_chambord.jpg


      Später fahren wir noch nach Amboise zum Supermarkt, leider ist nichts großes mehr geplant, wir müssen schon an die Heimreise denken.
    • Die Heimreise wird besprochen, geplant ist zuerst bis Troyes, am nächsten Tag nach Strasbourg.
      Da der CP in Troyes widersprüchliche Bewertungen hat überlegen wir besser ein Stück weiter zu fahren, um dafür am nächsten Tag früher in Strasbourg zu sein um Zeit für eine kleine Stadtrunde zu haben.

      Über Amboise gehts auf die AB, an Orleans vorbei, Troyes vorbei, wir wollen in der Nähe von St Dizier auf einen CP bei Lac du Der.
      Die Bewertung das es saubere Sanitär mit Toilettenpapier, Seife und sogar Fön gäbe, war entscheidend. Die anderen CP waren nicht so gut bewertet, bzw für 1 Nacht brauchen wir keinen mit Animation und sonstigen Angeboten.
      Die AB war praktisch leer, einschläfernd langweilig, dank Rückenwind nur 8-8.5l Verbrauch bei 105km/h.
      Bei der Mautstation wurde man schlagartig munter: 62€ :huh:
      Das Navi wollte uns wieder 55km lang über Nebenstrassen zum CP leiten, ich fuhr weiter bis auf die N4 bei Vitry le Francois, von dort war auch Lac du Der angeschrieben.
      Die berechnete Ankunftszeit änderte sich nicht.

      Die weitere Strasse war gut, einmal kam in einer Ortschaft ein Warnschild wegen 10% Gefälle. Kam mir so flach vor, anscheinend war ich auf der Reise schon auf weit steileren Strassen unterwegs.

      CP (de la Foret) gefunden, gefinkelt muss man zuerst rechts abbiegen um nach links die Strasse queren zu können.
      Empfangsbäude ist Neubau, großer neuer Pool, gut besuchtes Restaurant, wird schon passen. 29€ werden verlangt, wir können uns hinstellen wo wir wollen.
      Die weitere Strasse erinnert an einen Forstweg, zwischen den Bäumen durch. Wir wollen in der Nähe der Sanis sein, sehen dort freie Plätze. Eine Kehre nach links unten genommen, schauen diese Plätze schief aus! Und keine Stromsäulen zu sehen.
      Die kurze Schleife weiter gefahren, am Ende steile Kurve nach oben wieder auf die erste Strasse. Ging sogar ohne durchdrehende Räder, mir kam erst danach wie leicht sich das Auto da hätte eingraben können.
      Dann dort einen geschotterten Platz genommen der halbwegs gerade aussah. Die Wiesenplätze waren schiefer und hatten etwas sumpfiges an sich.
      Stützrad komplett nach unten gekurbelt reichte nicht ganz aus um in die Waage zu kommen, es fing zu schütten an und ließen den Wagen wie er war. Drehten uns halt in den Betten auf die andere Seite damit der Kopf oben ist.
      Bei der Abfahrt sah ich dann das einer vorher schon ein Loch für ein Rad und Kieshaufen für die Stützen angelegt hatte. Passte leider nicht zu meinem WoWa.

      Dann zu den Sanis. Das versprochene gab es, aber wie: 3 WC und 1 Pissoir für ca 50 Stellplätze. Stau war angesagt, Sauberkeit war nach der Putzkolonne schnell dahin.
      Bei den Spülen fehlte anscheinend das Siphon, dort roch es nach Kanal.
      Für die Fälle ist es gut sein eigenes WC mit zu haben.

      DSCN1821_foret.jpg DSCN1820_foret.jpg

      Abends gab es recht gute Live Musik am Pool, warum auch immer sich Wochentags eine Band dorthin verirrte.


      Fazit: Nochmal muss man da nicht hin.
    • Nächster Tag ab nach Strassbourg über die N4. Viel Verkehr aber es geht.
      Um 14h am CP angekommen, lange Warteschlange. Die Zufahrt geht über Busspur, Wohnhäuser, 2 querende Radwege durch eine 1 spurige Eisenbahnunterführung die ich gerade nicht blockiere.
      Vorm Umbau war da weit mehr Platz...
      Dann die Ernüchterung: der vor uns hat den letzten Platz weggeschnappt ;(
      Stellen uns mal links auf den WoMo Stellplatz hin und überlegen, bzw werfen Google zur CP Suche an.
      Rufe in Hagenau an, aber die nehmen nur WoWa bis 6m Länge, der Mitarbeiter entschuldigt sich mehrmals dafür.
      Nächster CP nur Anrufbeantworter.
      Andere CPs ähnliche Bewertungen wie der gestern, danke.
      Bessere CP in entgegengesetzter Richtung, morgen auf der Weiterreise noch eine Stunde länger fahren ist keine Option.

      Da erinnert sich meine Frau das vorher am Empfang jemand über die Stellplätze gefragt hat, aber mit gestreckten Mittelfinger abgezogen ist.
      Probieren wir es, wozu ist der Wohnwagen autark.
      Ja, ausnahmsweise dürfen wir, kostet >40€! (ab 40 hab ich nicht mehr zugehört). Das ist einfach nur ein Parkplatz (vor 10 Jahren war es noch ein öffentlicher), nicht mal Stromanschluss, das ist Wucher. :thumbdown:
      Wir verstehen jetzt den Mittelfinger von vorhin.

      Ich erweitere die Suche in Richtung Karlsruhe, und finde gute Bewertungen für Camping Adam in Bühel, angerufen, Platz ist frei, los gehts.
      Quer durch Strassbourg durch, über den Rhein auf die AB und schon merkt man das man nicht mehr in F sondern in D ist:
      AB voll, Elefantenrennen, wenn man die Spur wechseln will wird nicht Platz, sondern noch schnell dicht gemacht. Da war es sogar rund um Paris entspannter.
      Kurz vor der Abfahrt Bühel schneidet sich noch einer knapp vor mir rein das die Kollissionswarnungen schon kommen, und zieht vor mir die Abfahrt raus. Kaum abgefahren dreht der mitten auf der Strasse um und fährt wieder auf. Vermisse die AB von Frankreich....

      Camping Adam entschädigte für alles, wir hätten uns auf einen Übernachtungsplatz stellen können und den WoWa angekuppelt lassen, oder es wären noch Stellplätze am See frei, erste Reihe.
      Natürlich am See :D
      Sanis erstklassig, ebenso das Restaurant wo wir uns vollfrassen. Kinder gleich neben dem Restaurant am Spielplatz.
      CP Kostete weniger als der Stellplatz in Strassbourg :P

      DSCN1825_adam.jpg DSCN1827_adam.jpg

      Da kommen wir gerne wieder!

      Als nächstes Ziel hatten wir einen Bauernhof eingeplant, einen Tag Ruhepause nach bereits 2 Fahrtagen für uns alle und eine Abwechslung für die Kinder.
      Damit wir nicht wieder vor verschlossenen Toren stehen angerufen und gerade noch reservieren können.

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    • Auf zum Schwarzfelder Hof!
      Nicht so viele Kilometer, aber Staus vor Karlsruhe und vor Stuttgart machen das wieder wett.
      Und eine laaange Tankpause wo 5 Autos je Zapfsäule warten, aber alle zuerst gemütlich shoppen gehen bevor sie weiter fahren.
      30 min zum tanken, da ist später die Umstellung zum E-Auto laden nicht mehr so krass :P

      Irgendwann habe ich aufgehört LKW zu überholen und mich stressfreier hinter einem schnelleren eingereiht.
      Denn wenn ein LKW mit 60km/h einen Hügel hinaufkriecht, ein zweiter meint ihn mit 61 überholen zu können, und ein alterschwacher Sprinter es auf der dritten Spur mit 63 probiert, da hilft es gar nix wenn ich es mit WoWa dran locker mit 110 schaffen würde.

      Am Schwarzfelder Hof bekommt man zuerst einen gelben Sack in die Hand gedrückt, Mülltrennung ist wichtig. Äh ja, aber es ist nicht unnötiger Müll Säcke zu verteilen wenn eh entsprechende Mülltonnen herumstehen? ?(

      Am Plan wurde eingezeichnet wo der Stellplatz sein sollte, vor den Sani Gebäude rechts rein, vor der Zeltwiese. Sani ist da, Zelte sind da, aber ich finde die Platznummer einfach nicht.
      Zurück zur Rezeption, wir suchen zusammen den Platz. Es stellt sich heraus der ist einen Weg weiter, nach dem Sani Gebäude....

      DSCN1839_schwarzfelderhof.jpg DSCN1840_schwarzfelderhof.jpg


      Nach langer Fahrt schnell die Sanis aufgesucht, Oha!!! 8|
      1 WC und 1 Pissoir für Männer, 2 WC für Frauen, 4 Duschen für alle.
      Da werden Erinnerungen an CP de la Foret wach, aber dort waren die 3 WC wenigstens nicht nach Männer und Frauen getrennt und man bekam dadurch schneller ein freies. Aber wenn da einer eine längere Sitzung hat, was dann? In den 2 Nächten die wir waren, war das WC praktisch rund um die Uhr besetzt. Der CP war schließlich voll belegt.
      Zur Ehrenrettung des CP: es gibt noch weitere Sanis bei der Rezeption, aber auch dort kam es zu Warteschlangen.
      Aber sonst tue ich mir mit einer Bewertung des CP verdammt schwer.

      Was gab es sonst dort:
      Streichelzoo mit Hasen und Meerschweinchen die sich beim Anblick von Kindern sofort versteckten (kanns ihnen nicht verübeln), dazu 2 Ziegen
      Ponyreiten, 1x vormittags, 1x nachmittags, ohne Sattel, max 2 Runden.
      Spielscheune
      Kühe, Schweine, Hühner zum anschauen
      Badesee, kleiner Fußball und normaler Volleyballplatz.
      Ferienwohnungen

      Man kann dort Würste und Steaks kaufen, wird groß Werbung gemacht, ab 18h wird gegrillt.
      Auf Nachfrage welche Steaks es gibt, - Steaks.
      Äh klar, aber welche genau? - Vom Rind.
      Na net, aber zB T-Bone, Ripeye, oder vielleicht Filet? - Muss nachschauen - aktuell Hüftsteaks.

      Irgendwie drängte sich der Verdacht auf die schneiden das Rind von links nach rechts in kleine Stücke, und je nachdem wo sie gerade sind bekommst eben ein Hüftsteak oder was anderes.
      Hatte mir von ab Hof verkauf was deutlich besseres vorgestellt.
      Als Bio ist es auch nicht zertifiziert.
      Das ist mehr etwas für die "Es muss Fleisch auf den Grill" Fraktion denen egal ist welches Fleisch es gerade ist.

      Wir dagegen leisten uns selten Rindfleisch, aber wenn was besonderes.
      Gekauft haben wir, entgegen unserem Vorsatz, nichts.




      Nach der Ruhe die wir bisher hatten war auf diesem CP ein für uns ungewohnter Rummel.
      2 meinten die jeweils beste Musik für den CP zu haben, die 3. versuchte sich an der Gitarre, wir mittendrin.
      Andere spielten Badminton, das sie fast unter der Markise waren. Am Ende schlugen sie einen Ball aufs WoWa Dach und verdrückten sich heimlich.
      1h später kamen sie wieder, wieder fast in der WoWa Tür drinnen. Da hab ich die dann verscheucht, sollen Bälle auf ihre eigenen Fahrzeuge werfen.

      Mir kommt es jetzt nicht drauf an ob der Wohnwagen eine Beule mehr oder weniger hat, die Dellen kann man eh nicht mehr zählen. Aber erstens die Unverforenheit sich zum spielen auf meinem Stellplatz zwischen Auto und WoWa zu stellen und dann ohne Entschuldigung verdrücken geht gar nicht. :thumbdown:

      Ab 22h kam dann doch Ruhe auf den Platz.
      In der Nacht war es erfrischend kalt mit 10°C, Wir warfen die Heizung an und zogen morgens die Jacken an, andere gingen baden. Fror schon beim zuschauen.

      Den Kindern hat es gefallen und Spaß gemacht, das ist wichtig.

      Ein wiederkommen ist unwahrscheinlich.

      Nach 2 Nächten gab es dann die letzte lange Etappe nach Hause.
      Wieder über Passau gefahren und so Staus bei München, Salzburg und Ennstal entkommen.

      Zur Mittagspause musste ich 4 Rast/Parkplätze anfahren um Platz fürs Gespann zu finden, das nervte schon gewaltig!
    • Fazit:
      Wir waren 23 Tage unterwegs, 4095km, davon nur ca 300km ohne Wohnwagen. Ergab sich aus der Planung das wir eben gleich bei den Sehenswürdigkeiten einen CP suchten. ZB bei Mt St Michel bewusst einen schlechteren, 10km weiter gäbe es bessere. Aber dafür mal 1 Tag wo wir nicht ins Auto mussten.
      Längste Etappe war 570km. Man darf nicht vergessen das es für uns bis Paris schon 1200km sind, dafür waren je 3 Tage hin- und Rückfahrt eingeplant.

      CP: kosteten für 2 Erwachsene, 3 Kinder, Strom, zwischen 28 und 51€ / Nacht. Die teuersten waren Des 4 Vents und Le Colombier.
      Wir waren in Summe auf 10 CP, auf vielen bei der An-Abreise nur 1 Nacht. Am längsten in Paris mit 6 Nächte.
      Auf und abbauen ist mittlerweile sehr routiniert und geht schnell, die Kinder verstauen ihre Spielsachen selbst.

      Der Abwassertank erwies sich als sehr praktisch, nicht im Regen das Abwassertaxi runterstellen oder rausholen und ausleeren müssen war angenehm und hat auch dazu beigetragen das der Auf/Abbau so schnell ging.
      Wenn geht verwenden wir aber die Sanis. Aber bevor man mit 3 Kindern durch den Regen hingeht und dann den Schmutz im Wagen hat wird das eigene Bad verwendet.

      Wegen den Kindern CP mit Spielplätzen gesucht. Wenn wir etwas besichtigten dann war das Vormittags 2-3h, Nachmittag war zum spielen reserviert.
      Da sie viel Interesse an den Besichtigungen hatten und immer wieder neue Spielplätze viel Abwechslung boten ergab sich das wir extra für die Reise gekaufte Spiele ungeöffnet nach Hause brachten.
      Nur schöne Häuser oder schöne Landschaft ist ihnen egal. Ausnahme war Paris, Eiffelturm und Notre Dame war für sich mehr Höhepunkt als für uns.

      Publikum: bis Mt St Michel durchwegs Engländer am CP, ab Mt St Michel internationaler. Le Moulin Fort war wieder fest in britischer Hand.

      Wetter: alles zwischen 15 und 35°C Höchstemperatur, hatten morgens öfter die Heizung an.

      Tanken: manche Tankstellen an den Supermärkten wären fürs Gespann zu eng gewesen.

      Maut: da Bip&Go nicht nach Österreich verschickt wird, Bar oder mit Kreditkarte bezahlt. Kaum Wartezeit, Sache von 1-2min. Bis auf 1x immer nur Automaten an der Mautstelle.
      Nur einmal war der Automat defekt (zum Glück beim Franzosen vor uns, mein Französisch hätte für Problemlösung über Sprechverbindung kaum gerreicht), alle mussten rückwärts raus, die Zentrale kam nicht ganz klar welche Spur sie sperren muss und sperrte immer wieder die einzig funktionierende. Und dann ging einzig Kreditkartenzahlung.
      Das nächste Mal werden wir mehr auf Nationalstrassen fahren, die Mautkosten summieren sich ganz nett, der Zeitvorteil ist gering.

      Fahren: es kann manchmal ganz schön eng werden wenn man in den Dörfern abbiegen muss und die Strasse nach einer breiteren Hauseinfahrt aussieht. Oder man auf den D Strassen unterwegs ist. Aber ich hatte immer wenig Verkehr, hab einfach gewartet bis Platz war. Meistens blieb der Gegenverkehr stehen und lies mich durch, auch wenn nur 1 PKW entgegen kam und 10s später die Strasse sowieso frei gewesen wäre.
      Viele Kreisverkehre, manche kleinen mit einem Hubbel in der Mitte, der kleinste war nur eine Bodenmarkierung.
      Alles in allem war ich froh über den schmalen WoWa.

      Eintritte: Kindern waren fast immer gratis, daher waren die Besichtigungen günstig. Oft wäre der Eintritt bis 18 oder 25 Jahre gratis.

      Gesamtkosten: will ich nicht nachrechnen :rolleyes:
    • Danke für den netten Reisebericht. Alle Hochachtung vor euren Kindern, so viel Besichtigungen, da hätte es bei uns Gemaule gegeben. Dein Bericht hat mich in dem Vorhaben bestärkt, dass wir in Zukunft auch öfter mal ins Landesinnere schnuppern müssen. Bis jetzt haben es uns immer die Meere angetan, aber die Loireschlösser sehen echt interessant aus.
      Gruß Kirsten