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Korsika der Reinfall für mich.

    • ....naja, wenn man da nicht dabei war, kann man das sicher eher schlecht beurteilen und mit Erziehungstipps glänzen. Sicher ist, je nach Lage, auch eine vorzeitige Abreise eine Option.

      Ich bin ja immer dafür - auch beim Urlaub- dass die Kinder/Pupertiere durchaus auch eigenen Aufgaben und deren eigenständige Erledigung (und damit Verantwortung) übernehmen, zB Teilbereiche planen ....da kann man dann den Kindern ruhig auch mal auf Augenhöhe begegnen.
      "......der Apfel schmeckt nach Eistee..." (Kevin, 17, isst ein Pfirsich) :pinch:
    • Hallo,

      wir haben vier Kinder - drei Söhne, eine Tochter, alle deutlich über 20. Die "kritische Phase" war bei allen Vieren unterschiedlich, der eine war extrem aufmüpfig, der andere weniger.
      Wichtig war uns immer folgendes: eine klare, konsequente Linie, eindeutige Grenzen, Offenheit und Ehrlichkeit.
      Körperliche Züchtigungen gab es niemals, die heisse ich auch nicht für gut - mit Einsicht erreicht man mehr. Einen Fehler kann man immer mal machen, dann muss man aber auch dazu stehen. Bei Reisen hatten sie ab dem 12 Lebensjahr immer ein Mitspracherecht, wurde dann eine Entscheidung getroffen, hatten sich alle daran zu halten.

      Meiner Frau und mir war und ist es immer wichtig, unseren Kindern Wertschätzung zu lehren, in jeder Hinsicht - auch in wirtschaftlicher Hinsicht.
      Daher - auch wenn es uns wirtschaftlich sehr gut ging und geht - war es selbstverständlich, dass sie bei grösseren Wünschen ihren Anteil beitragen und diesen vorher erarbeiten mussten, für den Führerschein vielen selbstverständlich einige Ferienwochen aus, in denen sie einen Ferienjob ausübten.

      So lernten sie recht schnell, wieviele Arbeitsstunden man aufbringen muß, um sich irgendetwas zu kaufen oder einen Urlaub zu bezahlen.
      VG, Yasin
    • Bei mir war es genau umgekehrt, als mein Sohn in den Alter war. Wenn ich vom Campingplatz in Ungarn raus fuhr, bekam ich zu hören, das er sich mit seinen Freunden aus der DDR, Ungarn und Österreich sich schon für das nächste Jahr verabredet hatte.
      Im nächsten Jahr schaffte er es immer mit Raffinesse, sein Mutter mit gegen den Vater ein zu binden.

      Auf der anderen Seite ist es so, hast du im Urlaub zufriedene Kinder dann hast du Urlaub.

      Die Freundschaften die dort geschlossen wurden funktionieren haute noch.


      Nichts bewegt sich wie ein Citroën

      und viele Grüße
      vom Willipitschen
    • Wenn wir bei jedem pubertären Anfall unserer Gören nach Hause gefahren wären, hätten wir 10 Jahre keinen Urlaub gemacht. ^^
      Mal ganz davon abgesehen, hätte ich es mir verkniffen, über Probleme mit meinen Kids in einem öffentlichen Forum zu berichten.
      Meine Kinder hätten mich dafür gehasst.
    • Hallo Dirk,

      das ist ja wirklich dumm gelaufen.
      Als ebenfalls Trennungsvater einer 12 jährigen kann ich voll und ganz mit Dir fühlen.
      Mich würde mal die Meinung der KM interessieren. ...hatte sie im Vorfeld vielleicht
      schon eine Ahnung?

      Meine EX und ich haben die Erziehung und auch Umgang 50:50 geregelt.
      Wichtig dabei ist, dass man sich regelmäßig austauscht und in Bezug auf das Kind
      an einem Strang zieht. Ich hätte in Deinem Fall auch mal die KM interviewt was sie
      von der Sache hält.

      Ich hoffe Du hast für Deinen Resturlaub noch etwas für DICH vor .... fahr nochmal weg
      und Junior kann sich ja mal Gedanken machen von wem er in dieser Zeit "betreut" werden will
      (Großeltern, Onkel, Tante, KM ...).
      Auf keinen Fall würde ich den Rest meines Urlaubs zu Hause verbringen um den Knaben
      zu bekochen, ihn hin- und her zufahren oder darauf warten wann er von seinen Kumpel
      zurück kommt. Auch wenn man noch so gerne die Zeit mit seinem Kind verbringt...

      Kleiner Trost, es geht nicht nur Dir so. Schau mal in diesem Forum nach ...

      vatersein.de

      manchmal hilft es ja wenn man sieht das andere die gleichen oder sogar noch
      schlimmere Probleme haben.

      Viele Grüße
      Jürgen

      @Admins, ich hoffe das mit dem Link ist in Ordnung. Es geht ja nicht um ein Konkurrenzforum
      sondern eher um Lebenshilfe.
      Vater und Tochter on Tour
    • Rettich schrieb:

      Pssst! schrieb:

      Mal ganz davon abgesehen, hätte ich es mir verkniffen, über Probleme mit meinen Kids in einem öffentlichen Forum zu berichten.
      Meine Kinder hätten mich dafür gehasst.
      Von den Kindern ganz abgesehen, hätte ich mir selbst ständig Vorwürfe deswegen gemacht.
      Es gibt genügend Erziehungsforen etc und hier ist es aufgrund des Wohnwagens auch passend. Ich finde es ok. Dass mal was nicht klappt gehört zur Erziehung dazu und da müssen dann auch die Kids drüber stehen.

      Tut mir leid, dass es mit eurem Urlaub nicht geklappt hat. Ich wäre zwar auch nicht abgereist, aber da meine Kinder auch noch nicht in dem entsprechenden Alter sind, habe ich auch leicht reden ;)
    • Hallo Jürgen,
      bei der KM hat er nichts verlauten lassen.
      Wir haben heute morgen den Wohnwagen leer gemacht und nochmal drüber gesprochen.
      Er sieht jetzt ein das er einen Fehler gemacht hat. Hätte zu mir ehrlich sein sollen.
      Habe ihm klar gemacht das ich ihm noch nie den Kopf abgerissen habe wenn er Mist gebaut hat ganz im Gegenteil.
      Am Donnerstag kommt seine Mutter aus dem Urlaub und er wird die restliche Zeit seiner Ferien dort verbringen.
      Ich selber werde am Samstag oder Sonntag wieder fahren wohin weis ich noch nicht. Werde aber auf alle Fälle eine schöne Stelle finden.

      Hallo Pssst,
      was du dir verkneifst ist mir ziemlich egal.

      Ich hatte mir nur gedacht das hier sicher noch mehr Väter mit Söhnen und Töchter sind die so etwas auch einmal erlebt haben.
      Ich wollte nur einen Rat und eure Meinung.

      Mein Sohn hat sich heute morgen bevor wir runter gegangen sind die ganzen Einträge durch gelesen.
      Und hat sich wohl das eine oder andere zu Herzen genommen.
      Und das reicht mir schon.

      Ich sage vielen Dank an euch alle, jede Meinung war mir wichtig.
      Und von jedem von euch kann man noch was lernen, nicht wahr Pssst.

      L. G. Dirk
      Dumm ist nur wer dummes tut.
      Jeden Tag lernen wir was neues und dieser Prozess hört nie auf. :0-0:
    • Freut mich sehr, daß sich eure Lage entspannt hat!
      Shit häppens - und aus Situationen kann man nur lernen und es künftig besser machen.
      Vorausgesetzt, beide Seiten lümmeln sich ehrlich zusammen. Ihr seid doch eine Family! :ok
      Grüßle, Micha

      Kein Haar wächst so schnell, wie´s gespalten wird!
    • Hallo Dirk,
      das war nicht böse gemeint!
      Ich sage ja nicht, dass DU das nicht schreiben darfst. Nur ICH hätte das meinen Kindern nicht antun wollen. Ich kann auch verstehen, dass du dich sehr geärgert hast und das gerne irgendwo los werden wolltest. Für mich persönlich wäre da aber ein Forum zu öffentlich.
      Wenn du über diesen Thread deinem Sohn wieder etwas näher gekommen bist, ist doch alles gut und ich freue mich für euch.
      Und du hast jetzt eine schöne Geschichte, die du den pubertierenden Kindern deines Sohnes in 25 Jahren erzählen kannst.

      (Dafür, dass dich meine Meinung nicht interessiert, hast du im Übrigen recht ausführlich darauf reagiert. ;) )

      Wir haben übrigens sehr gute Erfahrungen mit den Jugendfreizeiten von AK Freizeiten gemacht. Alle unsere Kinder haben dort gute Freunde gefunden und vieles erlebt.

      Ich wünsche dir einen wunderschönen Urlaub!
      Kathrin
    • Als meine Tochter im gleichen Alter war, sind wir beide mal mit dem Wohnwagen für 4 Wochen nach Portugal gefahren. Die Hinfahrt machten wir ganz gemütlich in 5 Tagen mit kleinem Aufenthalt hier und da in F, das fand sie prima. Als wir dann in P ankamen, war alles blöd. Sie merkte, dass sie die Sprache nicht mehr gut konnte, es waren wenig Gleichaltrige da, und von denen sprachen noch viele Französisch. Und dann hatte sie noch einen lästigen Verehrer, der den ganzen Tag mit dem Fahrrad vor der Tür campierte. ;(

      Ich glaube, sie hat da auch erst selbst gemerkt, dass die früheren Spielkameraden in einer anderen Welt lebten, die ihr fremd geworden ist. Oder sie waren nicht mehr da. Direkt rebelliert hat sie nicht, aber sie war schon frustriert und traurig, nachdem sie sich auf den Urlaub gefreut hatte. Sie hatte auch keine grosse Lust mehr, etwas zu unternehmen.

      Wir sind dann nach 2 Wochen wieder heim, und haben uns dafür wieder eine Woche Zeit gelassen und unterwegs einiges angeschaut.

      Damals fand ich das auch oft schwierig mit ihr. Heute mit vielen Jahren Abstand kann ich sie besser verstehen. Geht wohl vielen so. Ich hätte mir früher oft gewünscht, dass es eine Art Kurs gäbe, der Tips für den Umgang mit pubertierenden Jugendlichen gibt. Heute, im Nachhinein, hätee mir auch das Wissen ausgereicht, dass sie irgendwann wieder vernünftig werden :).
      Viele Grüße, Christiane
    • Hallo,
      meine Mädchen waren 12, Zwillinge, als ich mit ihnen alleine war. Das war anfangs sehr schwierig, die Türen flogen und nichts, garnichts wurde gemacht.

      Damals habe ich Rat bei den "alleinerziehenden Vätern und Müttern" geholt. Wollte irgendwie erreichen, dass ihre Mutter sich einbrachte. Davon hat man mir dringend abgeraten, weil dann die Kinder sich immer das Beste aussuchen, was für sie aber nicht gut ist.

      Dann gingen sie mal zu ihrer Mutter und stellten fest, dass dort für sie kein Platz ist. Danach war alles viel einfacher, weil die Dinge klar waren. Natürlich gab es weiterhin Probleme, aber es gab für sie ja keine Alternative (ich hatte ja auch keine) und wir haben das alles geregelt bekommen. Ich hab dann z.B. mal eine Tür ausgehängt, damit sie nicht zugeschlagen werden konnte.

      Klar, das ist alles schwierig, wird aber mit der 50:50 Teilung der Erziehung nicht einfacher. Leider kenne ich viele Fälle, in denen das einfach Mist war und Scherben übrig blieben.

      Meine beiden sind jetzt fast 40 und es ist nichts trennendes zwischen uns.

      Gruss Axel R

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von waldhaus ()

    • Herzliches Beileid zu dieser verpatzten Korsika-Reise !

      Ich habe richtig mitgelitten ...

      Wirst sehen, das Verhältnis bessert sich wieder und man muss sich einfach sagen: "Shit happens".

      Alle Schlauberger, die hier hart bleiben und sich unbedingt durchsetzen wollten, waren nicht in Deiner Situation und können das mMn. nicht beurteilen.

      Zunächst war das auch mein Gedanke gewesen, aber 14 Tage oder so Überlebenstraining hätte ich im Urlaub auch nicht haben müssen.
      Wir haben ähnliche Situationen einmal dadurch lösen können, dass wir die Freunde unserer beiden Mädels einfach mitgenommen haben. Allerdings waren wir ja vorgewarnt und wurden nicht am Urlaubsort überrascht.
      Aber dann war der Urlaub ganz toll und ich erinnere mich noch sehr gern daran.

      Auch ich bin in dem Alter einmal mit einem Freund und seinen Eltern gefahren... Die waren damals rückwirkend betrachtet schon ganz schlau !
    • Hallo,
      noch ein paar Gedanken von mir.

      Bei einem intakten Ehepaar läuft das mit den Wünschen der Kinder ja im Prinzig so ab:
      Kind möchte XXXXXX Vater sagt nein, Mutter sagt vielleicht und das Kind bekommt am Schluss irgend etwas.

      Beide Eltern gehen Kompromisse ein und tragen das dann gemeinsam. Im schlimmsten Fall war es nicht gut und es kommt dann zu "du hast es ja erlaubt".

      Ist man aber allein damit, dann ist man für alles alleine in der Verantwortung !

      Das ist hart !

      Daher meine Hochachtung für alle die Alleinerziehend sind !

      Gruss Axel R
    • Hi Dirk,


      ich hatte diese Ferien ein ähnliches Theater hier. Deswegen finde ich deinen Post klasse.....

      Mein fast 16-Jähriger (lebt zum Glück seit eineinhalb Jahren bei uns) hat von der Mutter in der ersten Hälfte kurzfristig noch einen einen Urlaub "reingeplant" bekommen.

      Auf unseren lange geplanten Familienurlaub hat er dann natürlich keinen Bock mehr gehabt. Kann ich verstehen. 6 Wochen im Zelt während die Kumpels sich treffen und Abends gemeinsam zocken....

      Er hat es mir zum Glück im der ersten Hälfte schon geschrieben als er noch mit der Mutter mit war ("Hilfe Papa - ich habe schon jetzt keine Lust mehr auf Zelten") :D . Ich habe mich zuerst drüber geärgert. Einerseits weil ich mich auf die gemeinsame Zeit gefreut habe, aber auch weil er von mir die Regel hatte, allein daheim gibt's erst ab 16.....

      Wir haben dann, als er von dem Zelten zurück kam, Regeln für die Zeit besprochen und er hat die letzten 3 Wochen erfolgreich das Haus gehütet. Ihm hat es Spaß gemacht und wir haben einen klasse Urlaub gehabt.

      Hoja - ja.... von der ursprünglich gesetzten Regel bin ich halt weg.... ....aber ich fühle mich in keinem "Ich bin der Chef - Gefühl" gekränkt, noch hat es mir hier irgendeine Autorität genommen.

      Viele Grüße,

      Ralf