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Mit dem WoWa in die Schweiz, über den San Bernardino zum CP Tamaro

    • Mit dem WoWa in die Schweiz, über den San Bernardino zum CP Tamaro

      Unsere erste Tour in die Schweiz über den San Bernardino.


      Dieses Jahr endlich unsere erste Tour mit dem WoWa in die Schweiz an den Lago Maggiore, CP Tamaro.

      Wir haben uns im Vorfeld der Reiseplanung ausgiebig mit den Zollbestimmungen beschäftigt. Hier im Forum gelesen usw.

      So richtig wußten wir trotzdem nicht, wie hoch die Gefahr einer Grenzkontrolle bzgl mitgeführter Waren ist. Wir wußten, daß die Preise in der Schweiz hoch sind. Aber sooo hoch ?? Dazu später.

      Fein säuberlich haben wir unser Essen abgewogen, da wir grundsätzlich schon mit gefülltem Kühlschrank fahren. Ebenfalls Wein und etwas Bier für den Abend. Bier mehr, als zulässig.

      Die Fahrt ging über die Autobahn Nürnberg – Ulm – Lindau – Bregenz – bei Altach rüber in die Schweiz und dann runter bis Tenero.

      Die Fahrt, gestartet an einem Freitag morgen um 7:00 Uhr, lief hervorragend. Nach der Abfahrt bei Altach ist der Weg zur Grenze gut ausgeschildert und auch mit Gespann problemlos zu fahren. Nachmittags waren wir vor Ort.

      Kein Verkehr, und an der Grenze zur Schweiz problemlos durchgewunken.

      Es ist wie an vielen Grenzen. Vor mir ein Auto mit ost-europäischem Kennzeichen. Raus zur Kontrolle.

      Deutsche Nr‘n vor und hinter mir durch, ohne anzuhalten. Puh, waren doch froh, ohne Kontrolle durchzukommen.

      Ab der Schweiz Regen, der am San Bernardino mit Sturmböen so heftig wird, daß wir nach dem Tunnel anhalten und erstmal eine Std im WoWa schlafen. Außentemperatur ca 8 ° C.

      Bei der Weiterfahrt Regen und starker Nebel. Das geht so lange, bis wir ins Tal kommen. Ab da wird es besser.

      Der CP Tamaro ist problemlos anzufahren. Trotz vorheriger Auskunft, daß ab mitte August Nebensaison ist und die Platzwahl kein Problem ist, gibt es nur 2 freie A-Plätze mit Strom und Wasseranschluß. Da uns diese beiden nicht zusagten, ein Platz ohne Wasser. Also eine Woche lang Wasser in Flaschen holen, da ich auf sowas nicht eingerichtet war. War aber kein Problem.

      Der CP war dann an dem WE nochmals ausgebucht. Die Besitzer wußten selbst nicht so recht warum.

      Hatte es mit dem 15 August zu tun ?

      Der Tamaro hat einen großen Vorteil gegenüber den anderen Plätzen. Die Schiffsanlegestelle nach Locarno und zurück. Mehrmals am Tag und kostenlos ! Das haben wir häufig genutzt.

      Die Plätze selbst sind nicht sonderlich groß und es gibt keine Abtrennung zwischen den Plätzen, Hecke oder so. Das ist ungewohnt.

      Die verminderte Privatsphäre wird nochmals deutlich eingeschränkt, da es am Platz folgende Unart gibt. Jeder, wirklich jeder, egal ob Kind oder Erwachsene, läuft grundsätzlich den kürzesten Weg. D. h., über die Plätze, obwohl man zB beim Essen sitzt ! Grüßen, Fehlanzeige !

      Sowas war uns neu, dachte, ich bin hier im falschen Film.

      Wir unterhalten uns gern mit den Leuten, ohne Aufdringlich zu sein. Auch hier Fehlanzeige. Der Schweizer spricht ungern mit anderen Leuten am Platz. Selbst das Grüßen bei der Neuankunft fällt im anscheinend sehr schwer.

      Wir freuten uns unter diesem Aspekt auf Italien mit viel Herzlichkeit.

      Dennoch, Landschaftlich ein Traum.

      Locarno sowieso, Lugano, Como und besonders Cannobio. Wunderschön !

      Natürlich standen auch die Borromäischen Inseln auf dem Programm. Da wir uns den Trip mit dem Schnellboot leisteten, war es der teuerste Tagesausflug. Unterm Strich 200 € ! für zwei Personen und die größte Enttäuschung.

      Auf den Inseln gibt es im Prinzip keine Einheimischen mehr. Nur Touristen, die einen durch die kleinen Gassen schieben, die ohne weiteres Eintrittsgeld noch z Vfg stehen.

      Das hat uns an Capri erinnert. Solche Orte werden wir künftig meiden.


      Ach ja, die Preise. 17 CHF für eine Pizza, die man selbst holt, ok, is halt so.

      Ein Cappuchino und ein Espresso 8 CHF, 2 Sprits 20 CHF, Gerillte Gambas mit Polenta 44 CHF usw.

      Essen gehen haben wir uns verkniffen und sind dafür in Italien, da waren wir im Anschluß noch 2 Wochen, öfters Essen gegangen J.


      Zusammenfassend sagen wir dennoch, es war die Reise wert. Die Landschaft und auch die Städte sind wunderschön.

      Aber für deutsche Verhältnisse extrem teuer. In vielen Dingen sehe ich den Gegenwert nicht mehr gegeben.

      Es war schön, aber einmal reicht.


      Künftig, Italien sowieso und die nächsten Jahre auch mal Kroatien, Boot fahren in den wunderschönen Buchten.

      Ich hoffe, ich konnte ein paar Informationen für evtl Planungen in die Schweiz geben.
    • Wir waren früher auch sehr häufig ganz in der Nähe im Maggiatal, da wir die Gegend dort so sehr lieben.
      Aber seit ein par Jahren fahren wir doch so weit am See entlang, dass wir zumindest die Grenze nach Italien passiert haben.
      Von Cannobio aus lassen sich auch Versasca- und Maggia-Tal besuchen ;)
      Grüße :w
      Jonas

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      Ein weiterer Grund sich Kinder anzuschaffen:
      Dank ihnen erlebt man Urlaubstage viel intensiver!
      Und länger!

      Ab ca. 5.30Uhr...!
      So schön!
      :D
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    • Wir kennen sowohl den,

      Camping Tamaro als auch den danebenliegenden Campofelice. Für uns persönlich sind die Plätze keine Option mehr. Gegen die Plätze an
      sich gibt es nichts einzuwenden. Es ist zwischenzeitlich in der Schweiz einfach zu teuer auszugehen. Für uns sind auch Plätze die 50€/Nacht oder mehr Kosten nicht das Problem. Wir sind keine Sparfüchse.

      Wo es eben aber wirklich ans Geld geht, ist das Essen gehen bzw. Einkaufen in der Schweiz. Da wir nicht ständig selbst kochen bzw. grillen wollen, haben wir uns angewöhnt das im Wechsel zu machen. Ein Tag Grillen, ein Tag Essen gehen. Bei unseren letzten Besuchen sind wir selten unter 80€ in den Restaurants geblieben, obwohl das Essen nicht gerade Extravagant war. Beispiel gefällig?

      Locarno, normales Gasthaus... Calamares mit Salat 29,50. Ascona, gehobenes Gasthaus Lachs mit Kartoffelgratin und versch. Gemüse 36,90 wohlgemerkt pro Person und ohne Getränke. Da kommen mal schnell pro Person 40€ zusammen. Wir sprechen hier nicht von Hotels mit entsprechender Gastronomie!

      Das ist einfach zuviel für das gebotene.

      Wir fahren jedes Jahr an den Lago Maggiore. Wenn man nur die reinen Kosten für den CP sieht ist die Schweiz ok, wer aber wie wir der Meinung ist das 600-700€ für 8 (u.E. normale) Abendessen (Einkäufe nicht mitgerechnet) zuviel ist, der fährt einfach etwas weiter nach unten in den Italienischen Teil.

      Dort gibt es auch genügend Campingplätze mit ähnlicher Ausstattung und bei den Kosten pro Einkauf/Abendessen lassen sich mal gut und gerne 50% einsparen. Dazu muss man sich nicht mal anstrengen.

      Liebe Grüsse

      Andrea und Wolfgang
    • Hallo zusammen,

      wir sehen das genauso. Es ist schön da, aber für so hohe Preise beim Essen gehen sehe ich den Gegenwert nicht mehr.

      Da wir zum ersten mal am Lago Maggiore waren, haben wir es uns von der Anfahrt zum CP eben einfach gemacht.
      Den Preisunterschied, wenn man über die Grenze nach Italien fährt, haben wir ebenfalls festgestellt.
      Da waren wir positiv überrascht, weil wir dachten, so nahe an der Grenz zur Schweiz, da werden die Italiener genauso hinlangen. Tun sie aber nicht. Humane Preise beim Essen und Trinken.Bravo !

      Wir lieben Italien und das Meer und werden da immer wieder hinfahren :0-0: :)
    • maexx Südwind schrieb:




      Wir unterhalten uns gern mit den Leuten, ohne Aufdringlich zu sein. Auch hier Fehlanzeige. Der Schweizer spricht ungern mit anderen Leuten am Platz. Selbst das Grüßen bei der Neuankunft fällt im anscheinend sehr schwer.

      Komisch. Wir sind im Moment in Deutschland unterwegs und erleben genau das gleiche mit den Campern hier. Kaum jemand erwidert den Gruss und dem Neuankömmling wendet man blitzschnell den Rücken zu, warum auch immer :thumbdown:
      Herzliche Campergrüsse
      Grischa
    • maexx Südwind schrieb:

      Unsere erste Tour in die Schweiz über den San Bernardino.


      Der Schweizer spricht ungern mit anderen Leuten am Platz. Selbst das Grüßen bei der Neuankunft fällt im anscheinend sehr schwer.
      Tja, so sind wir halt, wir Schweizer... grundsätzlich misstrauisch gegenüber allen Fremden, wägen genau ab wann wir mit wem sprechen wollen und verteidigen unsere Grenzen gegen Eindringlinge !

      Ironie OFF:

      Glaubst du tatsächlich das dein 1. Besuch räpresentativ für das verhalten aller Schweizer ist, bzw. bist du dir sicher dass deine Mitcamper überhaupt Schweizer waren ??

      Freundlicher Gruss von einem Schweizer :D
    • Also ich bin seit Jahren jeden Sommer in der Schweiz (Bergsteigen) und außerdem oft in Frankreich und Italien.Grad das Grüßen ist bei den Schweizern sehr ausgeprägt, ein "Guten Morgen" immer und wenn Du z.B. im Engadin durchs Dorf gehst, hörst Du ständig ein "Allegra". Bin grad 3 Wochen auf Elba gewesen, Schweizer ohne Ende, da die Herbstferien haben, ausgesprochen freundliche und angenehme Leute. Die Muffel hab ich bisher immer eher im Norden Deutschlands verortet.
      Nebenbei, wie man in den Wald hineinruft, so schallts meistens auch heraus.

      Nix für ungut

      Hans