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Zwei Fragen zu einer zu bauenden Holzterasse

    • Zwei Fragen zu einer zu bauenden Holzterasse

      Hallo,

      wir haben ja vor ein paar Wochen einen Platz übernommen. Eine Stein Terrasse ist vorhanden, allerdings diese üblichen großen Viereck Beton Steine. Und alles richtig krum und schief. Zustand siehe Foto. Die roten Linien zeigen den Grundriss der gewünschten Terrassse.

      Der (tonnenschwere Kamin) ist an Selbstabholer zu verschenken. Die zwei Gerätehäuser im Hintergrund werden entsorgt.

      Deswegen würden wir gerne dort eine Holzterrasse haben. Terassengröße wäre ca 7m x 2,50m. Nun stellen sich mir zwei Fragen:

      1. Welches Holz? ELEMENTAR wichtig ist für uns, dass es auch bei Regen/Feuchtigkeit rutschfest ist. Bin im Dezember 2016 auf einem mini Eisstück ausgerutscht und das hat mir einen HWS Bandscheibenvorfall beschert. Bin zwar seit Monaten wieder Schmerzfrei aber das brauche ich nie wieder! Die Schmerzen gönnt man seinem schlimmsten Feind nicht :cursing: Zu teuer sollte es natürlich auch nicht sein. Was haltet ihr von Douglasie? Haltbarkeit ist kein Thema, bin gerne bereit alle ein bis zwei Jahre die Terrasse neu zu streichen. Oder besser doch eine Stein Terrasse?
      2. Hab viele Anleitungen im Internet zum Selbstbau gelesen. Alle Anleitungen gehen natürlich von einem schön ebenen Platz aus. Kies drauf, verdichten, Steinplatten drauf, Holzunterkonstruktion und fertig. Bei uns dann leider nicht möglich. Beton Platten liegen alle krum und schief, dazu Höhenunterschied von der einen Seite zur anderen bestimmt 20 bis 30 cm. Deswegen tendiere ich dazu, mir die Terasse vom Profi bauen zu lassen. Hat jemand im Raum Heimbach (Eifel) eine Kontaktadresse mit Erfahrungen?


      Über eure Erfahrungen und Anregungen würde ich mich sehr freuen.


      Viele Grüße
      Micka

      Plan.jpg
    • Hallo Micka,

      Holzbeläge werden immer rutschig bei Nässe, Schnee und Eis sein und dann noch Eifel, da regnet noch mehr als bei uns....
      Bei so viel Grün drumrum wird's glitschig durch feuchte Blätter.
      Dazu kommt, das es nicht dauerhaft haltbar ist. Speichermasse der solaren Energie fehlt auch, was bei steinigen Untergründen sehr angenehm ist.
      Einen ausreichenden Profi findest Du überall. Galabauer oder Tiefbauer.
      Ich würde die Terrasse dem Raster der Steine/Platten anpassen, so das nichts geschnitten werden muss.
      Rutschhämmende Steine oder Platten (Betonwerksteine reichen) natürlich keine Glatten.

      Gruß Stefan
    • Ich habe kürzlich über ein Material gelesen, welches Zunehmend statt Holz beliebt ist.
      Die WPC Terrassendiele ist durch die Kombination von Holz und Kunststoff, witterungbeständiger und langlebiger als die klassische Holz. (einfach mal Google befragen)
      Hier gibt es verschiedene Profile, die somit unterschiedlich Rutschfest sind.
      Ich selber würde mir eine Unterkonstruktion bauen, auf die dann die Lattung kommt.
      Wichtig ist, an das leichte Gefälle zu denken, damit kein Wasser stehen bleibt.
      Guck mal. z.B. hier, da gibt es immer gute Tipps.
      Wenn du Zeit hast, würde ich die Terasse selber bauen, so schwer ist das nicht.

      selbst.de
    • micka schrieb:

      Deswegen tendiere ich dazu, mir die Terasse vom Profi bauen zu lassen. Hat jemand im Raum Heimbach (Eifel) eine Kontaktadresse mit Erfahrungen?
      Hallo,
      die Baustoffe bekommst du von Thelen (Mobau) in Simmerath, sind ca 20 KM, die liefern auch mit LKW und Ladekran... Holz (in wirklich allen Varianten) gibt es bei Holz-Scherf, ebenfalls Simmerath, ebenfalls mit LKW und Kran... Du wirst allerdings hier ein Problem mit den Handwerkern bekommen, die sind das nächste Jahr schon ausgebucht...also selbermachen...

      Johannes934 schrieb:

      Ich selber würde mir eine Unterkonstruktion bauen, auf die dann die Lattung kommt.
      Wichtig ist, an das leichte Gefälle zu denken, damit kein Wasser stehen bleibt.
      Guck mal. z.B. hier, da gibt es immer gute Tipps.
      Wenn du Zeit hast, würde ich die Terasse selber bauen, so schwer ist das nicht.
      Naja, WPC haben wir jetzt ein paar Jahre auf der Terrasse, sieht mittlerweile genauso "beschissen" aus wie Holz, das fliegt im Frühjahr raus und dann wird gepflastert, dann hat man wenigstens die nächsten 20 Jahre Ruhe...
    • Hallo,

      unsere Terrasse und ein paar andere Teile im Garten sind mit Dielen aus sibirischer Lärche beplankt, die wird auch z.b. für Bootsstege verwendet. Die älteste Sitzfläche mit diesen Dielen ist mittlerweile 14 Jahre alt, ohne das das Holz irgendwelche Probleme macht.
      Hält jahrelang ohne besondere Pflege, sie wird im Frühjahr einmal mit ganz normaler Haushaltssodalösung eingeseift und dann abgespült, das reicht. Da wird auch nichts rutschig.

      Zu WPC gibt es noch keine Langzeiterfahrung, da gibt es im Bekanntenkreis zwei, die nach fünf Jahren das WPC durch Holz ersetzt haben, weil es spröde wird und unregelmäßig ausreisst.
      VG, Yasin
      ###
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    • Hallo,

      wir haben seit 8 Jahren eine Holzterasse bei uns am Haus. Dielen aus Douglasie (35mm dick, geriffelt), Unterkonstruktion Bangkirai. Von der natürlichen Verfärbung abgesehen, kein Verschleiß. Wir reinigen und ölen die Terasse einmal im Jahr.
      Aufbau ist ganz leicht. Wir haben auch Betonplatten dadrunter, die teilweise sehr ungleichmäßig liegen. Diese Unebenheiten haben wir mit Stücken aus einer Bautenschutzmatte ausgeglichen. Darauf liegen die Bangkirai Vierkanthölzer als Unterkonstruktion. Die Douglasiendielen haben wir mit einem Abstand von gut 1cm zueinander, mit Edelstahlschrauben auf die Unterkonstruktion geschraubt. Die Schraublöcher mussten wir vorbohren, da Bangkirai sehr fest ist.
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    • Hi Wolf,

      ich hätte jetzt gedacht, eure Holzterrasse ist zum Scheitern verurteilt. Ich dachte immer, das Dielen und Unterkonstruktion aus dem selben Holz sein müssen, wegen der sonst unterschiedlichen Ausdehnung. Aber wenn sie schon 8 Jahre steht :thumbsup:

      Bautenschutzmatte musste ich erstmal googeln. Sehr interessant. Sind das die Dinger, auf die man auch Waschmaschinen stellt und in jedem Baumarkt bekommt? Das wäre ja mal eine richtig interessante Idee. Krass...


      Grüße
      Micka
    • micka schrieb:

      ich hätte jetzt gedacht, eure Holzterrasse ist zum Scheitern verurteilt. Ich dachte immer, das Dielen und Unterkonstruktion aus dem selben Holz sein müssen, wegen der sonst unterschiedlichen Ausdehnung. ..
      Das soll üblicherweise auch so sein.
      Bei Holzbauweise würde ich ein Holz vorziehen, welches man nicht ölen muß - wie die von mir schon genannte sibirische Lärche.
      VG, Yasin
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    • Wolf495 schrieb:

      Wir haben auch Betonplatten dadrunter, die teilweise sehr ungleichmäßig liegen. Diese Unebenheiten haben wir mit Stücken aus einer Bautenschutzmatte ausgeglichen
      Geht bei großen Unebenheiten noch besser.
      Alte Betonplatte als Grundlage, dann eine bis zwei Hände voll Beton-Fertigmischung (schön dünn anrühren) in einen Frühstücksbeutel. Die Beutel auf die Betonplatte, Unterbau auflegen und mit Gummihammer die Unterkonstruktion auf Maß bringen. Durch die Beutel klebt nichts. Wenns mal daneben geht ist auch nicht schlimm. Beutel wieder neu "Aufschütteln" und neu Auflegen. Beton braucht schon 4 - 6 Stunden bis er steif wird.
      Wer etwas will, sucht und findet Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.
    • Yasin schrieb:

      Zu WPC gibt es noch keine Langzeiterfahrung, da gibt es im Bekanntenkreis zwei, die nach fünf Jahren das WPC durch Holz ersetzt haben, weil es spröde wird und unregelmäßig ausreisst
      Genauso sieht es bei mir auch aus, und unser WPC liegt gerade 4 Jahre. Hinzu kommt noch, das das Material ausbleicht.
      Gruß
      JBH
    • Genau die Dinger für unter die Waschmaschine. Haben wir in Vierecke von ca. 4x4 cm geschnitten. Ging super. Falls ihr sowas bauen wollt, denkt daran die Terasse mit einem leichten Gefälle aufzubauen. Dann kann das Regenwasser ablaufen. Unsere hat zum Beispiel ein leichtes Gefälle vom Haus zum Garten hin.

      Die Dielen haben ja Platz für Ausdehnungen. Daher haben wir zwischen den Dielen immer nen knappen cm Luft gelassen.
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    • WPC hatten wir auch in der engeren Auswahl. Aber neben dem Ausbleichen sind Kratzer ein echtes Problem. Bei dunklem WPC sieht man die ziemlich gut. Bei Naturholz nicht wirklich.

      Vorteil beim Terasse ölen ist, dass wir sie vorher immer mit einem Hochdruckreiniger sauber machen (ja ich weiß, das soll man nicht) dann trocknen lassen und sie nach der Ölung aussieht wie neu.
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    • so, hier die Terasse nach 8 Jahren und einer letzten Ölung im Frühjahr:
      Dateien
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    • Quadmaster schrieb:

      Wolf495 schrieb:

      Wir haben auch Betonplatten dadrunter, die teilweise sehr ungleichmäßig liegen. Diese Unebenheiten haben wir mit Stücken aus einer Bautenschutzmatte ausgeglichen
      Geht bei großen Unebenheiten noch besser.
      Alte Betonplatte als Grundlage, dann eine bis zwei Hände voll Beton-Fertigmischung (schön dünn anrühren) in einen Frühstücksbeutel. Die Beutel auf die Betonplatte, Unterbau auflegen und mit Gummihammer die Unterkonstruktion auf Maß bringen. Durch die Beutel klebt nichts. Wenns mal daneben geht ist auch nicht schlimm. Beutel wieder neu "Aufschütteln" und neu Auflegen. Beton braucht schon 4 - 6 Stunden bis er steif wird.
      Sorry Quadmaster,

      aber das ist Quatsch; da sollte erdfeucht stehen. :thumbdown: :thumbdown:

      Weil: Weicher Quark wird breit, nicht stark. Nur auf erdfeuchter Mischung kannst Du etwas mit dem Gummihammer auf Niveau klopfen.

      Habe die letzten 20 Jahre auf dem Bau verbracht. ;)
      Gruß
      Franjo001


      Ne quid nimis!

    • franjo001 schrieb:

      Nur auf erdfeuchter Mischung kannst Du etwas mit dem Gummihammer auf Niveau klopfen.
      Wenn du den Beton so, also ohne Tüte, ausbringst hat Fanjo001 recht und erdfeucht ist richtig.
      In der Tüte ist "Quark" besser. natürlich nicht so dünn, daß er "breitläuft". Ein kleiner Haufen sollte schon noch von selbst "stehen", aber leicht wässrig glänzen sollte er schon.
      Die Latten mit Gefühl eindrücken und nicht mit Gewalt einprügeln.

      franjo001 schrieb:

      Habe die letzten 20 Jahre auf dem Bau verbracht.
      Na, dann brauche ich dir ja den Unterschied von Reaktionswasser (Bindungswasser), Verteilungswasser und Überschußwasser nicht noch mal erklären.
      Aber für alle Camper die nicht vom Bau sind.
      Der Zement im Beton benötigt Wasser zum Abbinden. Bekommt er nur dieses Reaktionswasser (bei Erdfeucht) muß er verdichtet werden um die Bindung zwischen Zementschleim und Kiesel herzustellen (die Luft muß raus). Dies erreicht man durch kräftiges Rütteln oder Stampfen.
      Fügt man etwas mehr Wasser hinzu wirkt dieses als Verteilungswasser. Daß heißt der Beton verdichtet sich teilweise selbst. Die Luft entweicht und er fällt quasi in sich zusammen. Leichtes Rütteln oder Klopfen reicht für eine normale Festigkeit.
      Zu viel Wasser (Überschußwasser) hilft nicht beim Verteilen, sondern schwämmt den Zementanteil aus dem Beton aus und mindert die Qualität.
      Sowohl bei Erdfeuchten Beton, als auch bei fließfähigen Beton ist die optimale Verdichtung erreicht, wenn sich an der Oberfläche Wasserglanz zeigt.
      Entstehen Pfützen war es des Guten zu viel
      Wer etwas will, sucht und findet Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Quadmaster ()