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Eigenbau einer SmartCaravan Steuerung

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    • Eigenbau einer SmartCaravan Steuerung

      Hallöchen,
      nach langer Pause (Lehre) habe ich ein neues Projekt für meinen Dethleffs RT8 Bolero 670
      angefangen.
      Zudem muss ich leider sagen, das der Umbau des Wilk Design fehlgeschlagen ist.
      In der Zeit wo ich in Stuttgart war sind so gravierende Mängel aufgetreten, die nicht mehr zu reparieren waren. Der Wagen wurde zum Teil von mir ausgeschlachtet um die Teile teilweise wieder zu verwenden.

      Aber nun zum Thema.
      Ich bin dabei eine SmartCaravan Steuerung in meinen Wohnwagen einzubauen.
      Die Hardware:
      Raspberry Pi 3
      10" Touchdisplay
      GrovePi+ Modul
      GrovePi Relay 10A für 12V Beleuchtung
      GrovePi Relay 30A für 230V Beleuchtung
      GrovePi Temperatursensor
      WLAN Adapter
      USB Festplatte
      USB Soundkarte

      Geplante Hardwareerweiterungen:
      Temperatursensor Kühlschrank
      Füllstandssonde

      Da ich schon seit längerem in dem Besitz mehrerer Raspberry Pi's bin und von dem kleinen Mini PC viel halte, war mein Traum damit die Technik des Wohnwagens ins digitale Zeitalter zu bringen.

      Die Frage war nur immer, wie ich es realisieren soll, bis ich bei einem Elektrohandel das GrovePi-Modul entdeckt habe.
      An dieses Modul können Sensoren und Relais via Plug and Play angeschlossen und vom Raspberry Pi angesteuert werden.
      Da müsste ich einfach zuschlagen :D .

      Als ich Zuhause war konnte ich es nicht abwarten und habe direkt die Funktionen getestet.

      Als erstes sollte man das dazugehörige Betriebssystem auf Linuxbasis installieren.

      Als das erledigt war, musste ich überlegen, welche Software für die Programmierung benutzen sollte.
      Bin dann wegen der Einfachheit bei Scratch gelandet, welches Standardmäßig in dem Betriebssystem installiert ist.

      Die Programmierversuche begannen und es dauerte fast eine Woche, bis ich einigermaßen Fortschritte gemacht habe um im Wohnwagen die Temperatur und das Licht ein und ausschalten kann.
      (Bild 2)

      Das schöne an Scratch ist, das der Aufbau der Programmierung in Blöcken erfolgt.

      Am Anfang musste ich noch für die Lichtsteuerung einen Ein und einen Ausschalter benutzen.

      Als die Programmierung einigermaßen funktionierte, habe ich um eine schicke Oberfläche für die Steuerung gekümmert.
      (Bild 3)

      Als die Oberfläche fertig war, habe ich mich um den Testeinbau gekümmert.
      (Bild 4)

      Die Eingaben werden über einen 10" Touchscreen getätigt, den ich an den alten Einbauort der Lichtschalter installiert habe.

      Als nächstes habe ich dann die Relais verkabelt und die Steuerung getestet.

      Es war ein Moment wo ich richtig gejubelt habe, das es so funktioniert wie ich das wollte.

      Nach einiger Recherche habe ich dann auch die Programmierung so ändern können, das ich jedes Relais mit nur einem Button bedienen kann. (Bild3)

      Bitte nicht wundern, die Verkabelung sieht noch ein wenig wild aus auf dem Foto.
      Mittlerweile habe ich die Verkabelung schon ein wenig aufgeräumt. Leider habe ich mich kein Foto davon.

      Das einzige was ein wenig umständlich ist, das die Steuerung jedesmal über Scratch gestartet und in den Vollbildmodus geschaltet werden muss. Für mich im Moment ist es die einfachste Lösung.

      Als ich alles soweit funktionsfähig hatte, habe ich einen WLAN-Stick mit einem Verlängerungskabel in die Außenbeleuchtung eingebaut, damit auch der Empfang auf Campingplätzen gut ist und durch nichts abgeschirmt ist.
      Danach habe ich die USB-Soundkarte installiert und mit PC-Lautsprechern verbunden habe.

      Daraufhin habe ich dann noch ein Mediacenter installiert.

      Dann habe ich eine Möglichkeit gesucht, auch vom Bett aus oder von draußen das Licht zu steuern oder auch die Temperatur zu kontrollieren, welches ich über den Remote Desktop realisiert habe.
      Dadurch war ich in der Lage, über ein kleines Android Tablet vom Bett aus oder auch von draußen alles zu steuern. (Bild 5)
      Die Halterung für das Tablet ist auch Eigenbau. Die Halterung hängt im Schlafzimmer.

      Das war es auch erst einmal mit dem was ich bis jetzt realisiert habe.

      Als nächstes ist dann noch eine Füllstandsanzeige und ein Temperatursensor im Kühlschrank geplant.
      Ich habe den Kühlschrank immer wenn der Wagen fest steht über Gas laufen.
      Das Problem ist zwischendurch geht der Kühlschrank Mal aus.

      Wenn dort ein Temperatursensor verbaut ist, kann man auch Mal öfters sehen, ob der Kühlschrank noch kühlt.


      Wie immer würde ich mich über Kommentare sehr freuen.

      Gruß euer Moritz
      Dateien
    • Hallo Moritz
      ich habe eine Frage zum Raspberry Pi 3 und deiner Software.

      Wie verhält sich deine Software beim harten abschalten der Stromversorgung?
      Läuft das System nach einem wieder einschalten der Strom Versorgung alleine in den letzten Zustand?

      Hintergrund ist der das ich schon ein bisschen mit dem Raspberry Pi 3 getestet habe, aber nach dem harten ein und ausschalten das System manchmal nicht gestartet hat.

      Das ist kein Problem bei Messungen aber sobald etwas geschaltet wird ist es kritisch. Gut bei Lampen nicht so.
      Auch möchte ich auf dem CP nicht groß anfangen den Raspberry Pi 3 neu zu starten oder beschreiben.

      Hast du da Infos?
      Wie machst du das.

      Ich werde mir das Projekt von die auch genau anschauen.

      Danke für die Infos Harry
    • schau mal in den smartwowa thread.

      habe das harte abschalten mehrfach getestet.

      arbeite bei meiner lösung aber ohne datenbank. initialisiere alles bei jedem reboot und mach mir zudem ramfs zur nutze um die sd karte zu schonen.

      zustände der relaissteuerung überleben auch den hardreset. während des bootens ist der zustand nur aus.
    • Ich habe bis jetzt noch wenig Erfahrung mit einem Raspberry Pi 3.
      Wenn ich das richtig verstehe legst du eine Ram-Festplatte an damit dort die Daten ablaufen und die Zustände gesichert werden.
      Wann wird dann auf die SD-Karte die Zustände gesichert gesichert?
      Nach einer gewissen Zeit oder bei Stromausfall mit der Not Batterie?

      Mit Python habe ich auch schon mal probiert, aber wegen einer sinnvollen Anwendung alle wieder in die Schublade gepackt. :(
      Kann man den bei Scratch auch parallele Programme laufen lassen?

      z.b. Heizungsteuerung und Kühlschrankregelung?
      Läuft bei mir jetzt nur analog wie in meinem Bericht beschrieben.

      Wie wird den dein Tab angesprochen?

      Viele Fragen
      Harry
    • Hallo und ersteinmal vielen Dank für die Antworten.
      Ich sage es Mal so,
      da es für mich zu schwierig für den Anfang war mit Python zu arbeiten, habe ich alles mit Scratch Programmiert.
      Da konnte ich dann das Projekt als Datei abspeichern. Diese Datei startet dann automatisch Scratch und dann muss ich das Programm nur noch in den Vollbildmodus umschalten.
      Dadurch das der GrovePi eine eigene Firmware hat, denke ich mal ist es einfacher bei einem Neustart. Ich hatte auch schon mal ausversehen einen harten Neustart aber das hat keine Probleme mit sich geführt.
      Es läuft so weit alles wunderbar. Nur das einzigste Problem ist halt nur das die Reichweite begrenzt ist, deswegen bin ich am überlegen noch einen Arduino mit einzubinden der dann über Wireless zum Beispiel die Daten der zukünftigen Tanksonde in das System mit einspeist, aber das sind im Moment noch Zukunftsgedanken.
      Es geht halt alles voran, nur ich muss mich halt in jedes Thema einlesen und das kann ich nicht immer sofort, da es meine Arbeit als Servicetechniker nicht immer hergibt. Da bleibt dann meistens nur das Wochenende.

      Wenn jemand auch noch Anregungen und so weiter hat, kann es gerne hier ansprechen.

      Gruß Moritz
    • Der erste Teil geht vermutlich an mich.

      Die RAM Festplatte dient für "flüchtige Daten".
      Sprich auslesen der Temperatur, Spannung, Ampere, GPS Position, Lagesensor.

      Die ersten 3 werden dann zyklisch (20 sek bis 5 Min) in ein .rrd geschrieben für die Langzeitgraphen.
      Lagesensor ist ja ohnehin vergänglich.

      Die Zustände der Relaisausgänge werden in Textdateien geschrieben und überleben den Hardreset.
      Nach Neustart werden diese abgefragt und die GPIOs entsprechend gesteuert um den vorherigen Zustand herzustellen.

      Ich selbst habe noch eine Power Bank als Puffer dazwischen, diese aber noch nie benötigt. In dem halben Jahr in dem der Raspi bei mir läuft war er nicht einmal ohne Strom. Gut, mein Wowa steht auch nicht in der Halle, Solar reicht mehr als vollkommen aus.


      Ich bin nicht so der große Python Fan, zum auslesen des MCP3008 habe ich es allerdings auch genutzt, ist einfacher.
    • Hallo Harry,
      also zu dem Thema Kühlschrank kann ich dir auch noch nicht viel sagen. Es soll halt erstmal nur ein Temperatursensor eingebaut werden, der die Temperatur überwacht. Der Kühlschrank läuft nämlich über Gas.
      Da er mir schon öfters Mal ausgegangen ist und man nicht immer genau sieht ob er an ist oder nicht, kann man dann ganz einfach über die Anzeige sehen.
      Die Heizung kann ich leider nicht mit Steuern, da ich noch die alte analoge Heizung von Truma habe.

      So jetzt noch zum Tablet, das ist ganz einfach über XRDP und der App aRDP free gelöst. Das ist eine ganz normale Remote Desktop Verbindung die in meinem Homenetzwerk stattfindet.

      Ich hoffe ich konnte schon einmal ein paar Fragen beantworten. Wie gesagt ich bin ja noch am Anfang, sogesehen in der Betaphase.

      Noch zum Thema Scratch, soweit wie ich das bis jetzt weiß, kann man ja sogar Spiele mit programmieren, deswegen denke ich auch schon das man mehrere Abläufe gleichzeitig machen kann, ist ja eigentlich das gleiche, wenn ich gleichzeitig 2 oder mehrere Lampen anmachen möchte.

      Zu dem Thema Hardrestart würde ich noch einen Tipp geben, bei dem Programm Win32 Diskimager, kann man eine Kopie der SD-Karte machen, diese kann man dann auf eine 2. SD-Karte schreiben und falls irgendetwas passiert, braucht man nicht von vorne Anfangen. Dieses Problem hatte ich am Anfang, als ich noch zu viele Fehler gemacht habe und das System mehrmals geschrottet habe.

      Gruß Moritz
    • Was mir noch zu der Stromversorgung eingefallen ist, es gibt doch die Batteriefach für den Raspberry Pi. Bin auch schon am Überlegen diese einzubauen. Bei mir ist das gleiche der Pi war nur ohne Strom, wenn much mal an set Elektrik arbeiten musste.
      Da ist halt der Vorteil, wenn der Wohnwagen mit großem Vorbau auch gleichzeitig die Wohnung ist.

      Welches Problem ich im Moment noch habe ist, das halt die GPIO's durch den GrovePi belegt sind. Deswegen bin ich am überlegen mit dem Arduino. Vielleicht hat ja von euch noch eine bessere Lösung.

      Gruß Moritz
    • Habe bei mir direkt alles so ausgelegt das Hard Power Offs erstmal kein Problem darstellen.

      Ich nutze eine Erweiterungsplatine, hier sind sämtliche Bausteine und Schaltungen verlötet.
      Die restlichen Ein-/Ausgänge stehen dann immer noch zur Verfügung.
      Bei mir werkelt schlicht ein externes Relaisboard.

      Verpackt kommt das alles in eine Box, ausgestattet mit einem 24 Pin Stecker
    • Das hört sich auch nicht schlecht an.
      Bei mir war es halt, so das ich den GrovePi entdeckt habe, der auch mit sehr vielen Sensoren ausgerüstet werden kann, die auch nicht viel kosten. Das normale Relais keine 6€ und das finde ich so gut.
    • Ich glaube da werde ich noch ein bisschen warten mit meinem Projekt und schauen was ihr auf die Beine stellt.

      Ich habe schon mal in mehrer Richtungen mich eingelesen.
      Folgende Punkte stehen bei mir noch an.

      1. Meine Digitale Heizungssteuererung für die Truma Gasheizung im Wohnwagen
      2. Meine Digitaler Kühlschranktermostat für Dometic Rm 85xx
      3. Eine Digitale Wasserwaage zum ausrichten des Wohnwagens mit Textansage wie hinten zu hoch oder links nach unten.
      4. Gasflaschen kontinuierlich wiegen.
      auf einen Raspberry Pi 3 umzustellen oder einzurichten.
      Aber das sind Punkte die alle weder sehr schnell noch dringend sind.
      Ich habe ja auch so gut wie keine Erfahrung und muss bei fast Null anfangen.

      Harry
    • Das sieht gut aus, ich muss halt noch alles ein wenig um bauen. Da der Wohnwagen Recht groß ist, hatte ich halt die Überlegung noch einen Arduino als Erweiterung der Schnittstellen mit dem Pi zu verbinden.
      Der Arduino soll dann die Tanksonde und vieles weitere übernehmen.
      Nur bin ich leider noch nicht so weit und ich weiß leider noch nicht wie ich das realisieren soll, das es dann mit meinem Programm arbeitet.
    • Viele Schaltsignale wären auch per Funk interessant
      Strom bekommt man leichter in eine Ecke aber die ein und aus Signale muss man dann verlegen.

      Ich habe auch schon mal über HomeMatic nachgedacht.
      Das wäre auch eine Möglichkeit.

      Harry
    • @ Harry,
      für den GrovePi gibt es für diese Situation auch Sensoren die das übernehmen können.
      Da hast du mich auch auf eine gute Idee gebracht.
      Vielen Dank.
      Es ist halt gut wenn man so ein Projekt in ein Forum stellt, da gibt es dann auch viele Ideen und Lösungen auf die man sonst nicht kommt.

      Für die Gasflaschen gibt es bestimmt auch eine Lösung.
      Das stimmt es kommt ja nicht auf die Zeit an.