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Unser Sommerurlaub 2017 auf Roma Capitol

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    • Unser Sommerurlaub 2017 auf Roma Capitol

      Es ist nie alles so, wie Internetseiten es aussehen lassen, doch bei dem Campingplatz Roma Capitol unterschied sich die Realität extrem von den Beschreibungen auf deren website.
      Ob sich dies nun als positive oder negative Unterschiede herausstellt muss jeder für sich entscheiden, doch diese Rezension soll verschwiegene Informationen aufdecken.

      Der Campingplatz Roma Capitol scheint auf den ersten Blick ein idealer Urlaubsort zu sein für Camper, die Rom besuchen wollen.
      Die Preise unterscheiden sich nicht von anderen Premium Campingplätzen und die Lage ist optimal, sodass sowohl das Meer als auch direkte Bahnverbindungen nach Rom in der Nähe sind.
      Der Lageplan des Campingplatzes online zeigt eine Vielzahl von Waschhäusern, 2 Poolanlagen, eine Bar, ein Restaurant, einen kleinen Supermarkt, sowie einen Bazar, einen Spielplatz und Sportanlagen, u.v.m. alles auf der Campingplatz-Anlage. Auf der Internetseite wird nur angemerkt, dass, da der Campingplatz erst letztes Jahr eröffnet hat, die zweite Poolanlage derzeit noch in Arbeit sei.
      Daher haben wir guten Gewissens und ohne Probleme online unseren Aufenthalt gebucht, haben jedoch direkt kurz nach dem check-in mehrere Überraschungen festgestellt, mit denen man nicht rechnet und die sich grob als Verschweigung von Informationen und Fehlplanung zusammen fassen lassen.

      Beginnend mit der Lage ist zu nennen, dass der Eingang des Campingplatzes von der Straße aus beinahe uneinsehbar ist.
      Wer also nachts oder in der Dämmerung ankommt, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit daran vorbeifahren.
      Nach dem check-in durften und konnten wir uns einen Platz für unseren Wohnwagen aussuchen und es ist sofort aufgefallen, dass nur sehr wenige Camper außer uns da waren (ca. 15 Plätze besetzt) und das im Juli August.
      Beim check-in wurde uns außerdem mitgeteilt, dass es derzeit noch keine Animation beziehungsweise Kinderbetreuung gibt, wovon auf deren Internetseite keine Rede war.
      Dies wäre die erste Enttäuschung für einen Familienurlaub mit kleinen Kindern.
      Eine Enttäuschung für uns persönlich war jedoch die Badekappenpflicht, die weder auf der website noch beim check-in genannt wurde.
      Nach einigem Suchen haben wir außerhalb günstig Badekappen gekauft, da der Preis dafür auf dem Campingplatz bei 7,50€ pro Kappe liegt.
      Wir sind an einem Sonntag Nachmittag am Campingplatz eingetroffen mit nicht sonderlich viel zu essen an Board, da es laut website sowohl einen Shop als auch ein Restaurant geben soll. Doch dies ist nicht der Fall!

      Wie wir am nächsten Tag herausfanden, ist der Lageplan nicht zutreffend: Der zweite Pool existiert noch fast gar nicht und statt ''in Arbeit'' wie es auf der Internetseite hieß, befindet sich dort bloß eine verlassene Baustelle. Viel schlimmer jedoch ist, dass es weder einen Supermarkt, noch Restaurant oder Bazar gibt, obwohl diese deutlich im Lageplan eingezeichnet und nicht mit 'in Arbeit' markiert sind. Somit sind Besucher, die am Wochenende ankommen, nicht viel Verpflegung mithaben oder sich nicht in der Gegend auskennen ersteinmal aufgeschmissen.
      Trotz der Tatsache, dass der Campingplatz noch nicht komplett fertiggestellt ist, wird trotzdem der volle Preis veranschlagt.
      Darauf aufbauend hat der Campingplatz keinen direkten Anschluss zu irgendwas. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist fußwegig zu weit. Also ist ein eigenes Auto notwendig.

      Wenn man nun Informationen braucht oder Fragen hat, ist der check-in auch gleichzeitig der Infopoint. Dort sind allerdings nicht alle Mitarbeiter motiviert zuvorkommend beziehungsweise hilfreich.
      Sie geben sich teilweise keine Mühe ihren Gästen Informationen mitzuteilen, was uns durch mehrere Erfahrungen schnell klar geworden ist, das gilt auch für das einiges Personal aus dem Poolbar Bereich.
      Entweder sind die alle noch nicht geschult oder sie denken sich für die par Leute brauch ich mich nicht ins Zeug legen.
      Ein Beispiel und auch gleichzeitig das nächste Problem ist der Anschluss nach Rom. Der Campingplatz bietet nur den Verkauf von einer begrenzten Anzahl an Bus & BahnTickets an, welche man auch am Bahnhof kaufen kann.
      Sonst nichts. Den Weg zum Bahnhof und die Reise mit Bus und Bahn muss man selber finden und auf die Reihe bekommen. (Es gibt auch keinen Bus vom Campingplatz zum nächsten Bahnhof.)

      Unseren Campingnachbarn z.B. wurde am Empfang ein Campingeigener Shuttle zum nächsten Bahnhof angeboten (uns nicht).
      Dabei handelte es sich im nachhinnein eher um ein Taxi, das allerdings nicht bereitstand sondern erst gerufen wurde, dann irgendwann kommen sollte so ca. 30-45 Minuten und von ihnen selber bezahlt werden musste.

      Alles in Allem kann man sich auf die Mitarbeiter am Empfang, welche übrigens bis 23 Uhr Besucher einchecken aber ab 19 Uhr nicht mehr als Infostelle dienen,
      nicht verlassen, sondern ist mehr oder weniger auf sich allein und seine Italienischkenntnisse gestellt.
      Aber nicht nur die Verbindung nach außen lässt zu wünschen übrig, auch die Planung des Campingplatzes lässt einen wundern, warum schon Besucher aufgenommen werden, obwohl noch (lange) nicht alles fertiggestellt ist.
      Neben den schon genannten Faktoren (tote Baustelle; falscher Lageplan; fehlender Shop, Restaurant, Bazar; keine Möglichkeit für Tennis-Fußball-Volleyball...)
      gibt es noch einige weitere, die man unbedingt wissen sollte:
      Zunächst einmal besitzt der Campingplatz Roma Capitol keine Security.
      Der check-in ist nur von 7-23 Uhr besetzt und ist außerdem ziemlich weit entfernt von dem Gebiet indem wir und die maximal 20 weiteren Besucher unsere Plätze hatten/haben durften.
      Weiterhin ist zwar alles gut beleuchtet und es gibt ausreichend Strom- und Feuerlöschkästen, jedoch ist Wasser nur am Waschhaus erreichbar, sodass man für Kochwasser,
      Abwaschen von Gemüse etc. jedes Mal zum Waschhaus hin- und wieder zurückgehen muss.

      Und wo wir schon beim Waschhaus sind: Dieses ist im Unterschied zu anderen Campingplätzen luxuriös aufgebaut in dem Aspekt, dass jede Kabine sowohl eine Toilette und Waschbecken
      als auch Dusche enthält, sodass man alles in einem Zug erledigen kann, ohne anzustehen.
      Jedoch gibt es kein Toilettenpapier, keine Seife, und auch keine Möglichkeit sich die Hände abzutrocknen.
      Man ist also wohl oder übel gezwungen den Campingplatz regelmäßig zum Einkaufen fürs Nötigste zu verlassen.
      "Beter inne wiede Welt as in'n engen Buk" see de Jung un lött een fleegen.
    • FORTSETZUNG


      Ein Aspekt in Bezug auf den Pool ist die Tatsache, dass dieser nur über das Waschhaus oder die Bar zu erreichen ist.
      Das verwirrende daran ist, dass man die Poolanlage über die Männerseite des Waschhauses betritt und über die Frauenseite verlässt.
      Unseren ganzen Aufenthalt über haben wir beobachten können, wie verwundert neue Besucher (wir damals auch) waren, dass man auch als Frau erstmal auf die Männertoilette muss wenn man zum Pool möchte.
      Weitere Fehlplanung des Pools ist zum einen der Boden. Die Steine außen um den Pool heizen sich extrem schnell und stark auf, sodass barfuß laufen (fast) unmöglich ist. Die Steine bei der Bar dagegen, die man eigentlich nur mit Schuhen betritt sind andere, die sich selbst in der der prallen Mittagssonne nicht stark aufheizen.
      Der nächste Aspekt ist die Mittagspause, welche zwar eigentlich auch überall steht, jedoch die ersten zwei Wochen unseres Aufenthalts nicht beachtet wurde. Auf einmal entschied sich der Bademeister dann jedoch, eine Mittagspause zu machen und seit dem schien er es sich jeden Tag spontan zu überlegen und man konnte sich auf nichts verlassen. Mal gab es eine Mittagspause und man wurde rausgeschmissen und mal nicht.
      Letztendlich gab es dann noch die Bepflanzung. Sowohl die Hecke außen um die Poolanlage als auch die Bäume verlieren durchgehen Blätter, welche unter dem Zaun durch in die Poolanlage fliegen, sodass der Bademeister die Besucher immer wieder aus dem Pool geschickt hat, um alles aus dem Wasser zu keschern. Außerdem war auch der Rand außen um den Pool durchgehen voller Blätter und Piniennadeln (aber man muss Badekappen tragen...). Außerdem lagen die Kanister mit Chemikalien offen zugänglich im Gästebereich der Poolanlage.

      Zurück zur Bepflanzung besitzt der Campingplatz Pflanzen (wir konnten nicht herausfinden welche), die Stacheln besitzen. Diese Stacheln liegen auf dem ganzen Campingplatz versteckt zwischen Piniennadeln auf dem Boden. Zahnstocherdick mit einem schwereren Kopf, sodass sie immer mit der Spitze nach oben liegen. Diese Stacheln stechen einen nicht nur durch Schuhsohlen in die Füße,
      sondern haben auch mehrmals Fahrradreifen zerstört, nach dem dritten Mal Reifenflicken blieben die Bikes stehen :)
      Barfußlaufen ist also nicht möglich.
      Ein letzter Aspekt der Planung des Campingplatzes sind die Wege, die teils aus Kies, teils aus Sand und teils gar nicht bestehen, es staubt selbst bei Schneckengeschwindigkeit sehr stark..
      An einigen Stellen befindet sich auch auf einmal überraschend viel Kies und man droht mit den Reifen einzusinken oder in der Kurve wegzurutschen.

      Zu guter Letzt noch etwas, das unvermeidbar ist, jedoch genannt werden sollte. Und das ist der Fluglärm, da die Strecke vieler Flugzeuge nach Rom über den Campingplatz verläuft (Gewöhnungssache).

      Alles in Allem sagen wir nicht, dass man den Campingplatz Roma Capitol nicht besuchen sollte. Wir persönlich haben dort einen entspannten 3-wöchigen Familienurlaub gemacht. Durch die wenigen Besucher war es sehr schön ruhig und man hatte mehr als genug Platz für sich. Allerdings haben wir auch die nötigen Italienischkenntnisse, kannten die Umgebung und hatten ein Auto, sodass wir uns ohne Probleme auch viel außerhalb aufgehalten haben.

      PS: Einige Wochen nach unserem Urlaub haben wir die Ferienorganisation Baia Holiday per e-mail angeschrieben und Themen wie 'falscher Lageplan' und 'noch nicht fertig gebauter Campingplatz' beziehungsweise 'Fehlen des Shops und Restaurant...' angesprochen, da uns diese Aspekte besonders gestört haben und wir uns fragen, warum Besucher dennoch den vollen Preis für ihren Aufenthalt bezahlen müssen.
      Daraufhin kam eine Antwort die lautete ''[…] Es tut uns sehr leid, dass wir Ihnen auf dieser Ferienanlagen aus technischen Gründen nicht mehr bieten konnten […]''
      Weiterhin wurde gesagt man könne an der Poolbar die ''nötigsten Sachen'' kaufen, was nicht zutrifft (es werden dort Obst, Eis, Kaffee und verpackte Croissants verkauft).
      Außerdem soll laut e-mail in 800m Entfernung sowohl ein Supermarkt als auch ein Restaurant sein, was zum einen nicht stimmt, zum anderen bringt uns das jetzt auch nichts mehr, so etwas muss man vorher erfahren und letztenendes entschuldigt beziehungsweise erklärt dies nicht die Tatsachen, dass laut Internetseite des Campingplatzes Restaurant und Shop schon existieren, obwohl sie es in Wirklichkeit nicht tun.
      Letztendlich entschuldigen sie sich in der e-mail und sagen sie hoffen im kommenden Jahr den Campingplatz komplett fertigzustellen.

      "Beter inne wiede Welt as in'n engen Buk" see de Jung un lött een fleegen.