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Mit dem Wowa nach Sardinien und zurück

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    • Mit dem Wowa nach Sardinien und zurück

      Der Anfang

      Der Plan sah folgendermaßen aus:
      • am Samstag nach Livorno
      • drei Nächte auf einem Campingplatz verbringen, dabei Lucca und Livorno besichtigen
      • am Dienstag mit der Tagesfähre von Livorno nach Olbia, geplant gegen 18:30 nach Arbatax fahren und vor dem Campingplatz übernachten, am nächsten Morgen einchecken
      • Sardinien ein Wenig erkunden, manche Tipps aus sardinienforum.de/ und natütlich aus diesem Forum verwirklichen, sonst die Ruhe genießen
      • am Donnerstag der Woche drauf Richtung Olbia fahren, im Haven oder kurz vor der Stadt parken, evtl. die Stadt besichtigen
      • am Freitag mit der Tagesfähre nach Livorno zurück, geplant gegen 18:30 nach Cogoleto fahren, bei Piro-Piro (pizzeriapiropiro.it/) Abendbrot essen und vor Ort übernachten oder gleich gen Norden fahren.
      • am Samstag die Rückfahrt fortsetzen
      Wir starteten am Samstag zum Beginn der Pfingstferien.Das machen wir seit Jahren so und es war gegen allen Prognosen und Warnungen nie ein wirkliches Problem für uns: wir kamen immer ziemlich gut durch. Nicht dieses Mal. Die ersten Probleme erwischten uns bereist bei Stuttgart, dann vor dem Grenzübergang in Schaffhausen, dann zwischen Winterthur und Zürich. Wegen Warnungen bezüglich der Gotthardt Route und der Probleme auf dem Zürich-Ring entschieden wir uns bei Dietikon auf die A53 abzubiegen und die San Bernardino Route zu nehmen.Wenige Kilometer später standen wir aber wieder im Stau, diesmal vor Rapperswill. Zum ganzen Übel erfuhren wir aus den Nachrichten, dass die San Bernardino Route inzwischen auch zu war, Wartezeit 3,5 Stunden!Wir mussten wieder umdisponieren und doch den San Gotthardt ansteuern. Die Straße 8 von Rapperswill nach Schwyz erwies sich als ein kleines Highlight dieser Fahrt. Der Ausblick auf die wunderschöne Landschaft hat uns in beste Laune versetzt. Trotz Verspätung. Erst die Blockabfertigung vor San Gotthardt zog uns wieder auf die Erde zurück.

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      Blockabfertigung


      Nach dem Gotthardt Tunnel ging fast schon glatt weiter. Allerdings zieht sich sie Schweiz seeeehr lange. Zumindest mit einem Wohnwagen. Nach einem Blitzer-Foto vor ein paar Jahren habe ich gelernt, dass die Schweizer beim Blitzen zwischen den „Normalos“ und den LKW bzw. Wohnwagen unterscheiden und dass die deutsche 100er Zulassung in der Schweiz nichtig ist. Man darf nicht vergessen, dass Schweizer genau wie ihre Uhren sind und Übertretungen sehr ernst nehmen. Lehrgeld über 100 Euro! Seit dieser Erfahrung schalte ich den Tempobegrenzer auf 80 km/h ein. Auf der Habenseite erleichtert die Entschleunigung Gespräche, z.B. über die schöne Landschaft mit ihrenunzähligen Bergen und Seen die man bei jeder Fahrt aufs Neue entdeckt. Selbst meine Mädchen machen mal gerne Pause beim Lesen und schalten sich ein. Die Fragen „Papa wie viele Minuten noch?“ aus den früheren Jahren sind Gott sei Dank passé.

      Vor der Einreise nach Italien in Chiasso musste die Technik und Besatzung wieder mal leiden: mehr als eine Stunde Stopp and Go. Das Bilderbuchwetter ließ aber keine Launen-Trübung zu. Schließlich nach einem „Arbeitstag mit Überstunden“ erreichten wir endlich Italien. Das Wort „I-t-a-l-i-e-n“ fiel noch gefühlte 1000-mal.

      Dann ging zügig weiter, ich konnte das Tempo wieder erhöhen, es war samstagnachmittags und die Straßen wurden langsam lichter, das Wetter war prächtig, die Tage sind zu Pfingsten so wie so sehr lang. Wir haben trotz aller Strapazen noch lange nicht aufgegeben Livorno ohne Übernachtung doch noch zu erreichen. Gegen acht Uhr erreichten wir die A15 mit der man schließlich die Apenninen überqueren muss.

      Für den Aufenthalt in Livorno wollte ich ursprünglich für uns den lagoletamerici.it/ nehmen, er liegt an einem kleinen See, erschien mir ruhig, malerisch und trägt das Wort den „Agri“ im Namen. Könnte also was für die Mädels sein, dachte ich. Auch die Lokation zum Erreichen des Hafens wäre denkbar gut. Leider hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt. Ich wurde hier im Forum gewarnt (wohnwagen-forum.de/index.php?t…ostID=1441100#post1441100), dass die Zufahrtstraße sehr schlecht ist und die Ruhe durch den benachbarten Flughafen gestört wird. Also fragte ich weiter nach. www.camping-pineta.it beantwortete keine Anfragen. www.campingmareesole.it der ebenso perfekt am Hafen liegt meinte, wir sollen von Unterwegs aus anrufen, es sei „No Problem“. Als Plan B wählte ich noch den www.europacamp.it bei Viareggio. Die reservieren zwar nicht, versprechen aber dank der beträchtlichen Campinggröße immer freie Plätze zu haben.

      Inzwischen auf der A15 konnten wir halbwegs abschätzen, wann wir den Campingplatz in Livorno erreichen würden und entschlossen uns anzurufen. „I'm sorry, we're complete“ ertönte auf der anderen „Leitungsseite“. „No Problem“? Von wegen! Zumindest der Plan B hat uns nicht enttäuscht. Trotz später Stunde wurden wir bei Eurocamp reingelassen und wir konnten ein vorläufiges Lager aufschlagen. Geredet wurde an diesem Abend nicht mehr viel, wir alle waren ganz schön kaputt und wollten nur noch schlafen.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Livorno

      Aus Livorno wurde notgedrungen Viareggio. Der Campingplatz ist weder besonders schön noch hässlich, die Plätze sind dank Bäumen schattig, die Sanitäranlagen OK, die Pizzeria sehr gut. Es gibt dort viele Dauercamper-Plätze die am diesem Wochenende sehr zahlreich besucht wurden. Für die drei Nächte haben wir (4 Erwachsene) alles zusammen 102 Euro bezahlt. Das Duschen kostet zwar 50 Cent extra, wir haben aber beim Einchecken einige Münzen bekommen. Bemerkenswert gut ist das dortige kostenlose Wifi, der Empfang ist sogar auf dem Stellplatz sehr gut und der Datendurchsatz ordentlich.

      Am nächsten Tag gehörten wir eindeutig nicht zu den Frühaufstehern. Am sehr, sehr späten Vormittag haben wir uns endlich aus den Betten geschleppt. Den ersten Urlaubtag wollten wir ja nicht gänzlich verschlafen, nach einem Frühstücksmittag sollte man und Frau also zur Tat schreiten.

      Vom Campingplatz aus kann man binnen halber Stunde einige Sehenswürdigkeiten erreichen. Wie geplant haben wir uns für Lucca entschieden. Wir kannten Lucca noch aus der Vorkindszeit, damals mit einem geliehenen Tandem haben wir die Stadtmauer umrundet und sind dann in das Innere der Altstadt eintaucht. Diesmal war auch nicht anders, nur als Vehikel haben wir jetzt einen Viersitzer gebraucht. (Verleih Via Francesco Carrara 24, 18€/Stunde. Für die Stadtumrandung braucht man knapp 30 Minuten, gezahlt wird für mindestens eine Stunde).

      Achtung Shopper, unbedingt die Via Fillungo durchspazieren!

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      Lucca

      Am zweiten Tag haben wir uns nach einem guten Frühstück und Kaffee auf den Weg nach Livorno gemacht. Livorno wird in keinem Reiseführer als Sehenswürdigkeit aufgeführt. Kein Fehler, ist halt eine Großstadt mit einem noch größeren Hafen. Gerade die Größe des Hafens hat uns Sorgen gemacht. Um 10 Uhr war planmäßige Abfahrt und laut Anleitung muss man zwei Stunden vorher da sein. Wir sollten auf keinen Fall verspäten oder mit unserem Wohnwagen irgendwo zum falschen Ufer kommen und dadurch anstatt auf Sardinien irgendwo in Afrika landen, daher wollten wir uns das alles ein Tag vor der Abfahrt ohne Wohnwagen anschauen. Aber vorher haben wir noch das Aquarium besucht, das sich als sehr schön erwies (Eintrittspreis 14€ pro Erwachsenen, unsere Kinder galten als Erwachsen).

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      Aquarium

      Nach einem schönen Nachmittag in der Stadt machten wir uns auf die Erkundungstour. Nach einer kurzen Suche sind wir beim Anfahrtstor bei „Fortezza Veccia“ angekommen wo wir uns bei einem Diensthabenden vergewissern konnten, dass wir hier richtig seien. „Kommen Sie morgen um 8 hierher.“
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Pustekuchen

      Die Rechnung ist ganz einfach: Um 8 dort sein, minus 30 Minuten Fahrt, minus 30 Minuten Abbauen und rausfahren, minus 30 Minuten das Persönliche, minus eine Panik-Stunde = 5:30 Wecker stellen. Brrr! Hilft aber alles nichts, Kinder durften bis 6 schlafen, ich war panikbedingt sogar noch früher wach. Es ging alles superglatt, wir wurden sehr nett vom Security-Mann verabschiedet (er war informiert), und fuhren wie geplant los. Unterwegs haben wir an einem Autogrill noch einen kurzen Halt gemacht und zwei Cappuccinos und ein Paar Paninis gekauft. Viertel vor sieben standen wir schließlich vor der Einfahrt „Varco Fortezza“. Anstatt des netten diensthabenden Mannes hat uns eine diensthabende Dame weniger nett in Kenntnis gesetzt, dass wir da nicht reinkommen, wir sollen dem durch „imbarco passagiere“ ausgeschilderten Weg folgen. Mir war richtig mulmig zu Mute. Nach gefühlten 100 Kurven, Abbiegungen und Kreuzungen standen wir aber endlich in der Pipeline bei „Varco Fortezza“, diesmal aber auf der anderen Seite des Zauns.

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      Varco Fortezza

      Mit dem Ausdruck der E-Mail von Direct Ferries ging ich dann ins Grimaldis Büro um Tickets zu holen. Ich erfuhr, dass der Ausdruck mit Barcode ausreichend ist. Ich soll mich einfach um neun in die Warteschlange anstellen. Um neun! Mein lieber Schlaf wurde sinnlos verschwendet, es war gerade halb acht!
      Direkt am Terminal gibt es ein Imbiss mit gutem (man müsste eigentlich in Italien nicht explicit erwähnen) Kaffee und Paninis. Ans Schlafen war nicht mehr zu denken. Die Fähre stand inzwischen am Ufer und es herrschte ein lebhaftes Treiben. Unzählige Autos eilten aus dem Kollos, nach und nach wurden schwere LKWs herausgezogen. Die Hafenarbeiter stritten laut, ich verstand nur das von denen wahrscheinlich meist genutzte Wort „niente“.


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      Hafen

      Gegen neun war die Show für uns vorbei. Wir gingen zurück zum Wagen, weil die Ticketkontrolle gekommen war. Dann warteten wir im Auto weiter. Wir warteten und warteten. Endlich gegen 10 Uhr durften wir reinfahren. Dann... warteten wir und warteten. Gegen 12 konnte ich meine Uhr nicht mehr sehen, ich glaubte ihre Zeiger bewegten sich kein Millimeter mehr. Meine vielleicht wichtigste Urlaubsregel lautet: „Bloß kein Stress“. Leicht zu sagen!

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      Warten

      Viertel nach 12 ging‘s endlich los. Vor uns standen weitere 8 Stunden des Wartens. Wie steigert man das Adjektiv „langweilig“? „langweilig“, „langweiliger“, „Seefahrt“!
      Die meisten Sitze waren frei, man konnte sich quer oder längst hinlegen. Meine Mädels konnten es Gott sei Dank. Ich dagegen konnte darin weder sitzen noch liegen. Selber schuld, hätte ich doch lieber eine Nachtfähre genommen.


      Die Fähre arbeitete sich schwer gegen den starken Wind und hat ihre Verspätung um weitere viertel Stunde ausgebaut. Um acht waren wir immer noch auf See, eine Ankunft am Campingplatz vor Mittenacht wurde unwahrscheinlich. In der Dunkelheit durch ein steiles und völlig unbekanntes Gebirge mit dem Wohnwagen am Haken zu fahren wäre ein Wahnsinn. Erschwerend dazu kam, dass sich der lange Tag bereits bemerkbar machte, ich wurde langsam aber sicher müde. Uns ist klar geworden, wir werden wieder mal einen Plan B gebrauchen.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Die Landung

      Der erste Anblick Sardiniens hat uns alle euphorisch getrimmt. Einmal neigte sich die lange Überfahrt seinem Ende zu, zweitens war die tiefe Bucht von Olbia mit ihren Hügeln und dem rieseigen Felsen der Isola Tavolara im Licht der untergehenden Sonne eine Augenweide.

      Gegen halb neun standen wir am Ufer, eine halbe Stunde später fuhren wir endlich wieder auf eigenen Rädern weiter und überlegten was tun. Eine Übernachtung an einer Autobahnraststätte kam für uns absolut nicht in Frage. Im Gegensatz zum Festland waren alle Tankstellen bereits geschlossen und menschenleer. Wir suchten also per Internet nach einem Campingplatz. Die „Autobahn“ von Olbia nach Nuoro und weiter nach Cagliari ist kostenfrei (eigentlich handelt es sich um eine sehr gut ausgebaute Bundesstraße, siehe wohnwagen-forum.de/index.php?t…ostID=1467286#post1467286). Sie macht ein gespiegeltes „S“ vom Norden bis Süden Sardiniens. Nach ca. 50 km nährt sie sich der Ostküste. Dort, bei einer Ortschaft namens Posada, waren wir fündig (www.campingermosa.com). Der Campingplatz war bei Google leichter gefunden als in der Wirklichkeit: inzwischen wurde schon richtig dunkel. Wir mussten wohl zu früh abgebogen sein, befanden uns laut Wegweiser auf dem Weg ins Centro Storico und waren ein wenig desorientiert. Erfreulicherweise hat uns ein älterer Herr, der gerade seinen Hund Gassi führte, den Weg gezeigt. Gleichzeitig, soweit ich ihn richtig verstehen konnte, warnte er uns vor seinem Schwierigkeitsgrad. Was genau er meinte haben wir knapp 100 Metern weiter erlebt. Die Straße wurde zwar wieder breiter, machte dabei aber quasi senkrecht abfallend einen Zig-Zag. Europa Park lässt grüßen! Irgendwie haben wir doch die Kurve gekriegt und zwar ohne, dass uns unserer Wohnwagen überholt hätte. Gegen elf haben wir (lebend!) den Campingplatz erreicht und wurden freundlicherweise noch reingelassen. Im gemütlichen Restaurant mit einem großen Pizzaofen im Freien sahen wir eine Menge zufriedene Gesichter, leider hatte die Küche bereits geschlossen.

      Am nächsten Morgen erwies sich der Campingplatz erstaunlich grün und ruhig. Die Sanitäranlagen waren ordentlich und sauber. Kostenpunkt für unsere Übernachtung ohne Strom €32.

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      Camping Ermosa

      Ich war relativ früh wieder wach, die Sonne stand noch sehr tief und die Gegenstände warfen lange Schatten auf den englisch wirkenden Rasen. Die Luft war sehr angenehm temperiert. Ich setzte mich am Camping-Kiosk hin, genehmigte mir einen Cappuccino und wartend auf meine Damen träumte vor sich hin. Die Sonne stieg inzwischen höher und wärmte angenehm. Hinter der Kühlschrankscheibe fielen mir Flaschen mit der Aufschrift „Ichnusa“ auf. Die Flachen-Etiketten wurden mit vier sardischen Köpfen und einer Limone bedruckt. Dieser Anblick wirkte auf mich unwiderstehlich und der Versuch hat sich gelohnt: nicht zu süß mit ein wenig Bitterkeit der Limone dazu unglaublich erfrischend. Mhhh! Wie meine Frau später herausfand, war die „Limonade“ eigentlich ein Radler mit 2% Alkoholgehalt. Wahrscheinlich deswegen schmecke sie so gut.

      Gegen elf fuhren wir schon wieder weiter, die Fahrt war schön und schön entspannend. Auch die Straße hinter Nuoro ist gut ausgebaut und ziemlich gerade. Erst die letzten 30 km vor Tortoli sind eine rassige Bergtour.

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      Bergtour


      Am frühen Nachmittag erreichten wir unseren Campingplatz, checkten ein, bauten unsere „Terrasse“ auf und genossen den Nachmittag. Ich nutzte die Gelegenheit ein Wenig Werbung für Besichtigungen zu machen und breitete all die Sardinien-Tipps und Infos, die ich von freundlichen Forenmitgliedern bekam auf dem Tisch aus. Das Interesse war groß, aber nur für die Theorie. Erkundungen, Besichtigungen und Abenteuer werden wohl dem Chillen weichen müssen.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Village Orri

      „Ein Strand ist ein flacher Küsten- oder Uferstreifen aus Sand oder Geröll“ sagt Wikipedia. Ein Strand ist ein Ort, wo man sich gut gehen lässt sage ich. Lido di Orri gehört zweifelsohne zu den Orten, wo man sich gut gehen lassen kann. Die Bucht wird von kleinen Felsen geschmückt, der Sand ist grobkörnig, das smaragdfarbene Wasser ist klar und bereits in Juni angenehm warm. Kleine Bars sichern Stärkung, Getränke und spenden Schatten.

      Wenige Minuten Fußmarsch entfernt von der Bucht liegt der Campeggio Village Orri (campingorri.it), ein Campingplatz, den ich zu den schöneren unserer „Sammlung der Besuchten“ zähle. Die Rezeption, das Restaurant, der Pool und die Sanitäranlagen bilden einen sehr stillvoll gestalteten und reichlich mit Blumen geschmückten Komplex.

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      Campeggio Village Orri


      Zwar sind die Stellplätze zwischen den Bäumen ein wenig Staubig und nicht besonders groß, dafür bekommt man aber genug Schatten und eine Art Gemütlichkeit. Wem der Gang zum Lido zu weit ist, der kann den dazugehörigen Strand nutzen, der direkt an den Camping anschließt. Er ist flach, ruhig und auch für die Kleinsten bestens geeignet.

      Generell besteht der Campingplatz aus zwei Bereichen: den äußeren zwischen der Straße bzw. dem Parkplatz und dem Pool und dem inneren zwischen dem Pool und dem Strand. Wir hatten das Glück einen Stellplatz im inneren Bereich zu bekommen, wahrscheinlich weil wir früher im Voraus gebucht hatten.
      Das Camping-Restaurant öffnete dreimal die Woche, hatte aber lediglich Pizza im Angebot. Dafür aber eine sehr gute. Die Bar war täglich ausreichen lang offen und bot Kaffee, Brioches und Getränke. Das Angebot des Minimarkts war eher bescheiden, deswegen fuhren wir zum Einkaufen zum etwa 3km entfernten Supermarket, wo man alles nötige bekommen konnte. Kurz vor Schluss entdeckten wir, dass im Nachbar-CP (über den Strand in wenigen Minuten erreichbar) auch Restaurant und Minimarkt gibt. Ob das Angebot dort besser ist, das haben wir aber nicht mehr verifiziert.
      Summa summarum waren wir mit der Wahl des CP sehr zufrieden.
      Wir zahlten für unseren Aufenthalt 296 Euro.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Arbatax und Tortoli

      Eigentlich wollte ich weder über Arbatax noch über Tortoli schreiben. Beide Ortschaften sind nicht besonders schön, oder zumindest wir haben die schönen Plätze übersehen. Daher dient dieses Kapitel nur der Vollständigkeit.
      In Tortoli gibt es eine Straße mit vielen Geschäften, Pizzerien und Eisdiesen, die sich abends mit Menschen füllt und in der Dunkelheit ein wenig Charme versprüht. Arbatax besteht im Wesentlichen aus einem Hafen. Daran hängt eine Betonplatte mit einem rosafarbenen Felsen. Thats all, ich hoffe, ich habe niemanden verletzt.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Essen noch oder Sünde schon

      Wir genehmigen uns im Urlaub gerne mal was Gutes essen zu gehen. Umso willkommener war ein Tipp eines Sardinien-Forum-Mitglieds die Cooperativa Pescatori Tortolì aufzusuchen (confcooperative.nuoroogliastra…rativa-pescatori-tortoli/). Die wurde auch als Insider-Tipp bei Marco-Polo angegeben. Dort allerdings nicht so präzise: In Tortoli gegenüber von Rathaus hatte das Restaurant wahrscheinlich für immer geschlossen. In Arbatax hinter dem Hafen existiert die Genossenschaft mit einer Produktionsstätte, einem Laden und Büro aber doch. Dort kann man frische Fische, Meeresfrüchte und andere Produkte kaufen, oder aber auch ein Tisch reservieren. Buffet gab es nicht (mehr), man konnte ein kleines (€20 pro Person) oder ein großes (€35) Menü bestellen. Wir haben uns für das kleinere entschieden. Am nächsten Tag zu Mittagszeit sind wir überpünktlich gekommen und zwar mit großem, ja sehr großem Hunger. Vom Parkplatz führt ein 400 Meter langer Weg durch die Lagune zwischen den Zuchtbecken der Cooperativa zu einem Pavillon, wo viele Tische auf die Gäste warten. Es waren zwar ein paar Tische bereits belegt, das Gros der Gäste kam wahrscheinlich eher abends. Wir wurden zum Tisch geführt und erfuhren, dass wir das große Menü bestellt hätten. Das Essen mit Diskussionen oder Streitigkeiten wollten wir uns nicht verderben, so wurden wir uns schnell einig calm zu halten und das Beste aus dem „Missverständnis“ zu machen.

      Ein Essen nach italienischen Gepflogenheiten ist die absolute Umkehrung eines Eintopfs, serviert wird stets ein mehr Gänge Menü: Aperitivo, Antipasto (die Vorspeise), Primo Piatto, Secondo Piatto (die zwei Hauptgänge), Dolce und zum Schluss häufig ein Espresso oder was alkoholisches wie Grappa, Limoncello etc. Da wir bereits nach der Vorspeise satt oder zumindest nicht mehr hungrig sind und unsere schwäbisch gewordene Seele uns nicht erlaubt halbvolle Teller zurückzugeben, bestellen wir normalerweise nur ein Teil des vollen Programms. Wir nehmen manchmal EINE Vorspeise für alle und dann noch etwas aus dem Programm dazu oder kombinieren so, dass idealerweise nichts übrig bleibt und wir kein Gefühl bekommen platzen zu müssen. Die Köche haben sich, hatte ich mal gehört, mit dieser „Barbarei“ der Nordländer inzwischen arrangiert, sie bleiben gelassen. Nur Cappuccino sollte man nach dem Essen nicht mehr bestellen, denn das führt zur Verwirrung: „sind die Gäste nun satt oder doch noch hungrig?“.

      Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten ging mit einem kleinen Prosecco für die erwachsenen und einer kleinen Limonade für die Kinder los.

      Antipasto
      Serviert wurden große, flache, längliche Teller die je in zwei Hälften mit einem Salat aus dekorativ geschnittenem Fenchel eingeteilt wurden. Die rechte Seite nahm eine gehörige Portion Oktopus ein. Auf der linken Seite gab es Salat mit Fischstreifen, die ich Leihe nicht wirklich beschreiben kann außer, dass sie prima schmeckten.
      Dazu wurde in der Tischmitte ein großer Teller mit Fischbällchen und verschiedenen kleineren Leckereien aus Meeresfrüchten positioniert.
      Nach der Vorspeise waren wir eigentlich satt.


      Primo Piatto
      Serviert wurden zwei sehr große Schüssel, eine mit Muscheln und eine mit Schnecken. Die Muscheln haben uns allen sehr gut geschmeckt, die Schnecken nur mir.
      Alles aufzuessen war unmöglich!


      Secondo Piatto
      Serviert wurde ein pikantes ragù di pesce mit kleinen bohnenartigen sardischen Nudeln endlich mal in einer überschaubaren Menge. Das fiese an diesem Gericht war, dass es zwar nicht groß aussah aber sehr sättigend wirkte.


      Laut unserer Erfahrung sollte nur noch ein leichter Nachtisch kommen, basta. Tatsächlich wurden aber vier mittelgroße gegrillte Fische aufgetischt. Jetzt mussten wir endlich kapitulieren und ließen und den Rest einpacken. Am nächsten Tag stellten wir fest, dass uns außer den Fischen noch eine große Portion Frittura Mista eingepackt wurde.

      Ja, es hat sich wieder mal bestätigt, dass man in Italien zwar manchmal mehr zahlt als geplant, nachher aber doch zufrieden ist.

      Ich kann die Empfehlung für Cooperativa Pescatori Tortolì uneingeschränkt bestätigen, die Qualität und der Geschmack würden wahrscheinlich auch Sterneköche zufriedenstellen. Nächstes Mal würden wir aber je ein Menü für zwei Personen bestellen.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Die Bootsfahrt

      Einer der Attraktionen, die wir uns vorgenommen haben wäre die Fahrt mit der Schmalspurbahn von Arbatax durch die Berge gewesen. Sollte schön sein und kann mit einem Grottenbesuch kombinieren werden. Wäre hätte können. Ausgerechnet während unseres Urlaubs wurde die Bahn renoviert und startete an diesen Wochenende, an dem wir bereits zurückmussten. Es blieb nur noch eine Bootsfahrt entlang der Küste, die die Mädels akzeptiert hatten. Wir entschieden uns für einer milde Variante: Überfahrt zu Cala Mariolu, Besuch der Grotte „del Fico“, fünf Stunden Sonne-Tanken auf Cala Mariolu und anschließend die Rückfahrt. Die Grotte erwies sich als eine wunderschöne mit mehreren reichlich mit Stalaktiten und Stalagmiten geschmückten Kammern. Die fünf Stunden auf dem kleinen Strand der Cala Mariolu war für uns OK. Dort gab es die Möglichkeit einen Schnupper-Tauchkurs zu machen, was wir für unsere Kinder aufgegriffen haben (mach ein deutscher Tauchlehrer mit seinem italienischen Kompagnon, Kontaktdaten finde ich leider nicht mehr). Damit waren Brutto gut zwei Stunden verplant.

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      Tauchen

      Das Plantschen im kristallklaren warmen Wasser konnte den Rest ausfüllen. Aber Vorsicht! Außer dass man ein Stuhl und Sonnenschirm für je 3 Euro leihen kann erfährt man weder Schatten noch Sitzgelegenheit. Eine Toilette gibt es auf Cala Mariolu auch nicht. Getränke und Eis kann man in einem kleinen Kiosk zwar kaufen, wir hielten uns aber damit aus oben genannten Gründen dezent zurück. Dennoch denke ich, dass es gute Wahl war nicht die volle Tour mit dem Boot zu fahren. Die Fahrt ist laut, man atmet immer wieder Dieselabgase ein und wäre trotz vielen wunderschönen „Calas“ in den weiteren fünf Stunden sicherlich gelangweilt.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Die Rückfahrt

      Der Urlaub neigte sich wieder mal viel zu schnell seinem Ende zu. Am Donnerstagmorgen war’s so weit, wir packten schweren Herzes unser Lager zusammen, tranken den letzten Cappuccino und ließen uns dem Navi Richtung Olbia Haven navigieren. Das Navi leitete uns diesmal nicht mehr Richtung Nuoro wie bei der Herfahrt sondern mit der SS125 durch Gebirge der Küste entlang Richtung Siniscola. Es war gut so, der Weg ist schön und wir hatten absolut keine Hektik.

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      SS125

      Immer wieder wurden wir von schweizerischen, österreichischen und deutschen Mopedfahrern überholt, die wohl den „ultimativen Kick“ suchten. Wir brauchten keinen, genossen die schöne Bergland auf der gut ausgebauten SS und ließen trotz vielen abenteuerlichen Straßenkehrten die Ruhe walten.
      Vor Siniscola lenkte uns das Navi zu der SS131. Der Weg wurde holprig und weniger schön bis wir endlich die gut ausgebaute Bundesstraße Richtung Olbia erreichten.


      Bereits ein paar Tage zuvor hatte ich im Internett den Campeggio Tavolara (camping-tavolara.it/) ausgemacht, auf dem wir dann vorerst die letzte Nacht auf Sardinien verbringen könnten.
      Mit etwa 30 Minuten Landstraßenfahrt zum Hafen ist der gut geeignet. Darüber hinaus bekamen wir einen zu frühen Ausfahrt bestens geeigneten Stellplatz und konnten mit einem „geheimen“ Schalter die Schranke beliebig früh öffnen. Kostenpunkt 43 Euro incl. Strom.


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      Campeggio Tavolara


      Nach etwa fünf Stunden Fahrt (im Glück schaut man nicht auf Uhr) erreichten wir unser Campingplatz, klemmten den Wowa ab, schlossen Strom an und fuhren nach Olbia.
      Parken konnten wir kostenlos auf einem sehr großen Parkplatz unweit der Hafeneinfahrt. Dort parkten einige Wohnmobile wahrscheinlich wartend auf ihre Fähre. Wenige Minuten Fußmarsch vom Parkplatz fängt die Einkaufsmaile an, die an diesem Tag extrem aufgeheizt war und kaum Schatten spendete. Nachdem wir sie durchmarschierten nahmen wir noch Sightseeing-Bahn von der aus uns alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Olbias gezeigt wurden. Sightseeing-Bahnen sind übrigens für meine Frau ein Obligo, da gib es keine Diskussion.


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      Sightseeing-Bahn


      Auf dem Rückweg von Olbia machten wir noch halt in dem schönen Porto Taverna, wo wir uns ein paar Fotos mit dem riesen Felsen der Isola Tavolara im Hintergrund am Ausklang des Tages schießen konnten.

      Am nächsten Tag verlief alles glatt. Die Fahrt zum Hafen war fast zu schnell hinter uns.

      Wenn jemand in der Warteschlange auf die Idee kommt ins Gebäude zu gehen um z.B. Toilette aufzusuchen oder Kaffee zu trinken immer Papiere mitnehmen! Sonst kommt man bei erneuter Kontrolle auf dem Rückweg zum Wagen in die Bredouille.

      Diesmal hatte die Fähre keine Verspätung und wir durften pünktlich ablegen. Der Schiff war modern, anstatt der albernen Sesselreihen gab es geräumige Bars mit bequemen Sofas. Die Fahrt war aber dennoch nicht unterhaltsamer. Wie steigert man das Adjektiv „langweilig“?

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      Rückfahrt

      Pünktlich rauf und pünktlich wieder runter. Gegen halb sieben wurden wir wieder befreit und hätten den weiteren Punkt unserer Reise anpeilen können. Hätten können, richtig wollten wir aber nicht mehr. Wir strichen Cogoleto aus dem Programm und nahmen den kürzesten Weg gen Norden.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Was bleibt?

      Natürlich eine Menge schöne Erinnerungen, die uns keine Macht aus dem Gedächtnis löschen kann. Und selbst wenn sie verblasen sollten, werden sie durch viele Fotos wieder erweckt.

      Und wir haben etwas dazugelernt: Sardinien in zwei Wochen mit Wohnwagen zu erkunden ist kaum möglich. Sardinien ist groß und weit, durch den Überfahrt-Overhead entstehen Aufwand und Kosten, die nicht unterschätzt werden dürfen.
      Und noch etwas: Sardinien ist Italien in Bestform.
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Danke für den schönen Bericht. Ich habe einiges wieder erkannt und einiges dazu gelernt. Wir waren vor 5 Jahren dort, hatten eine Rundreise um die ganze Insel gemacht und uns dafür 4 Wochen Zeit genommen. Auf den Fotos "Sonderbehandlung" im eigentlich geschlossenem Restaurant als einzige Gäste.
      Nun, 5 Jahre älter geworden, hat mir der Mut gefehlt, es noch einmal zu tun, obwohl ich 45 Jahre mit dem Ww im Ausland unterwegs war.
      Die Umstände mit dem Hund und die Sprachprobleme bei der gesundheitlichen Versorgung (alle 3 Wochen Quik-Wert bestimmen lassen) haben dazu geführt.

      Aber solche schönen Berichte lassen die Reise vor dem geistigen Auge entstehen und entschädigen uns ein wenig.

      Gruß Antonius
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    • Hallo Georg,

      vielen Dank für deinen tollen Reisebericht.

      Wir waren dieses Jahr im Juni auf Sardinien, ohne Wohnwagen mal einen Bungalow auf einem CP ausprobiert. War auch toll.
      Aktuell planen wir unseren Sommerurlaub, der in der Hochsaison im August stattfinden wird. Momentan planen wir mit dem Zelt zu fahren, da wir uns nicht sicher sind, ob wir mit unserem Wohnwagen sicher und vor allem unbeschadet auf und wieder von der Föhre runter kommen.

      Der Fendt ist mit einer Gesamtlänge von 772cm nur ca. 30 cm länger als Euer Hobby 540. War das mit der Rampe alles ok?
      Wie seid Ihr rauf und runter gefahren. Das würde mich interessieren....

      Danke für eine kurze Info, gerne auch per PN.
      toninio
    • toninio schrieb:

      Hallo Georg,

      vielen Dank für deinen tollen Reisebericht.

      Wir waren dieses Jahr im Juni auf Sardinien, ohne Wohnwagen mal einen Bungalow auf einem CP ausprobiert. War auch toll.
      Aktuell planen wir unseren Sommerurlaub, der in der Hochsaison im August stattfinden wird. Momentan planen wir mit dem Zelt zu fahren, da wir uns nicht sicher sind, ob wir mit unserem Wohnwagen sicher und vor allem unbeschadet auf und wieder von der Föhre runter kommen.

      Der Fendt ist mit einer Gesamtlänge von 772cm nur ca. 30 cm länger als Euer Hobby 540. War das mit der Rampe alles ok?
      Wie seid Ihr rauf und runter gefahren. Das würde mich interessieren....

      Danke für eine kurze Info, gerne auch per PN.
      Hallo tonino,
      Diese Bedenken bezüglich der Fähre kann ich dir nehmen. Ich hätte auch großen Respekt vor der auf und Abfahrt von der Fähre. Richtig in Schwitzen bin ich gekommen, als die Einweiser bei der Auffahrt sagten, ich muss rückwärts auf die Fähre fahren. Aber auch das war kein Problem. Das Personal ist mit mir am offenen PKW Fenster mitgelaufen und hat mir Anweisung gegeben wie ich lenken soll. Es war eigentlich völlig Idiotensicher.
      Also, keine Angst und rein ins Abenteuer.
      Beste Grüße Thomas!
      :0-0:
    • Hallo Toninio,

      wir haben bisher drei Überfahrten mit Fähren durchgemacht: vor drei Jahren noch mit unserem alten Detleffs 560 von Palermo nach Genova und dieses Jahr eben Sardinien. Ein "alter Hase" bin ich also nicht ;)
      Das erste Mal in Palermo hatte ich tatsächlich großes Respekt. Es ging aber jedes Mal unproblematisch, das Personal wies ein, ganz schwierige Manöver blieben mir erspart. Allerdings geht alles sehr schnell (avanti, avanti!), so dass sich der Adrenalin Spiegel eindeutig über das Normalniveau einstellt. Dazu kommt, dass die Rampen ziemlich steil sind und man den Eindruck gewinnt unweigerlich aufzusetzen. Das letzte Mal in Livorno hatte der Wowa beim Ausfahrten sogar mit ziemlicher Sicherheit aufgesetzt, habe aber keine Schäden gefunden. Möglicherweise haben es die Stützen abgemildert oder war's doch Einbildung ;)

      Trotz allem und obwohl es so viele machen, hört man keine Horrorgeschichten und wir planen auch schon die nächste Überfahrt 2019. Diesmal aber unbedingt mit einer Nachtfähre.

      Ich wünsche Dir tolle Vorfreude und einen schönen Urlaub.

      Viele Grüße
      Georg
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Hallo Georg,

      Ich habe mir den Thread auf jeden Fall schon mal gespeichert. Lese Ihn ausführlich und in aller Ruhe dann in nächster Zeit. Sind selber nun gerade dabei für September 2018 alles zu Händeln. Zuerst muss die Fähre passen und dann kommen die CP dran. werde dich sicherlich noch zu einigen kontaktieren wenn ich das darf.
      Auch was so zu besichtigen ist und was man unternehmen kann.
      In diesem sinne :ok :ok und bis bald :w :w

      -- habe doch mir die Zeit genommen und deinen bericht gleich gelesen. Sehr schön geschrieben. Ähnliche Probleme wird wohl jeder schon einmal gehabt haben wenn Ungereimtheiten eintreffen und den Plan B erfordern.
      Tja wir hoffen ja gut durchzukommen. CP wollen wir gern die von CC ACSI oder ADAC Campcard nutzen.
      Wie ich dir bereits schrieb, werde ich dir Zeitnahe noch Löcher in den Bauch fragen.

      :prost:


      LG andreas
      es gibt keine mehr

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von l200auto ()

    • Wir haben die Fähre 2 mal nach Marokko, 1 mal nach Sardinien, 1 mal nach Elba und 1 Mai nach Sizilien benutzt. Das sind zum Teil ja nur kurze Fahrten, außer Sardinien aber das Auf- und Abfahren auf die Fähre ist das gleiche.
      Wir mussten nicht einmal rückwärts fahren, obwohl ich das ein wenig kann, sondern entweder durchfahren oder ringsherum um die Mitte, um das Maschinenhaus oder was sich da befindet,also links rein und im Uhrzeigersinn rechts wieder raus.
      Was sehr störend war, dass der Hund manchmal im Auto bleiben musste. Bei dem ohrenbetäubenden Lärm da unten tat er uns da sehr leid.
      Einmal habe ich mich runter geschlichen um ihn zu trösten, und als ich wieder hoch wollte, waren alle Türen verriegelt. Na ja, mein Geld haben sie mir nicht wieder gegeben :undweg:

      Mit dem Subaru und dem Fendt kratzte es regelmäßig vorne, da der Subaru tief in den Federn lag, (kein Wunder, wenn man nach Marokko 20 l Bier und 10 Liter Wein mit nimmt, dazu Benzinreserve und Wasservorrat) aber da ist ja das Buglaufrad, da passierte nichts und mit dem Sterckeman bemerke ich die Rampe praktisch gar nicht, so kurz wie der ist.
    • Antonius schrieb:

      Wir mussten nicht einmal rückwärts fahren, obwohl ich das ein wenig kann, sondern entweder durchfahren oder ringsherum um die Mitte, um das Maschinenhaus oder was sich da befindet,also links rein und im Uhrzeigersinn rechts wieder raus.
      Ich musste beim Herausparken auf dem Heimweg von Sardinien ein paar Meter rückwärts fahren, aber bei der Hilfestellung würden es auch meine minderjährigen Töchter schaffen.

      Antonius schrieb:

      Einmal habe ich mich runter geschlichen um ihn zu trösten, und als ich wieder hoch wollte, waren alle Türen verriegelt.
      Ich wollte auch einmal runter zum Wagen, Gott sei Dank waren die Türen schon vorher verriegelt ;)
      Gruß, Geo :w
      Im Endeffekt · einen tollen Urlaub gehabt!
    • Erst einmal, schöner Bericht und Vielen Dank an @Geo777 !
      Wir waren im diesjährigen Sommer knapp 3 Wochen auf Sardinien (Südosten).
      Es hat uns sehr gefallen, nur der omnipräsente Dreck und Müll hat das Bild für uns etwas getrübt.
      Wir haben für beide Fahrten die Nachtfähre (Tirrenia) Genua <--> Porto Torres genommen. Beide Male mußten wir nur reinfahren und am anderen Ende ohne Gestocher wenden. Als wir in Genua als eines der letzten Fahrzeuge die Fähre verließen, hat man uns Zeichen gegeben, die recht steile Rampe schräg hinunterzufahren. Klappte ebenfalls problemlos.
      Leider bemerkte ich erst auf einer AB-Raststätte nördlich von Genua, daß sich ein LKW-Fahrer mit seinem Rückspiegel auf fast der gesamten WW-Länge im Glattblech verewigt hatte.
      Für uns ist aber Korsika die schönere der beiden Inseln.
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      Grüße vom Strelasund, Iguacu.