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Reisebericht Südschweden 2017 - Mein erster Reisebericht

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    • @Hobbyx
      Danke für die Blumen. Lümmel dich ruhig in die Sitzecke. Platz ist genug da.

      @gamle svensk
      Danke.
      Das Schloss Kalmar ist wirklich schön für Kinder.
      Ich dachte, den Steillplatz in Tättö gibt es noch nicht lange. Der sah so neu angelegt aus. Wahrscheinlich haben sie ihn nur neu befestigt. Die Aussicht ist gigantisch.

      @fca695
      Nein. In freier Wildbahn haben wir keinen gesichtet. Man konnte die Kinder während der Fahrt mit der Suche aber gut beschäftigen. ;)
      Ich persönlich hab auch nicht damit gerechnet, einen zu sehen. Wie oft sieht man hierzulande ein Wildschwein von der Straße aus? Und doch sind sie da. Die Wahrscheinlichkeit steigt nicht gerade, wenn es , wie in Schweden, genug Flächen weit abseits der Straßen gibt.
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

      RUT Nds 2018
      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


      [IMG:https://images.spritmonitor.de/643346_5.png]
    • ToscheEcki schrieb:



      @fca695
      Nein. In freier Wildbahn haben wir keinen gesichtet. Man konnte die Kinder während der Fahrt mit der Suche aber gut beschäftigen. ;)
      Ich persönlich hab auch nicht damit gerechnet, einen zu sehen. Wie oft sieht man hierzulande ein Wildschwein von der Straße aus? Und doch sind sie da. Die Wahrscheinlichkeit steigt nicht gerade, wenn es , wie in Schweden, genug Flächen weit abseits der Straßen gibt.
      Moin!

      Also wir fahren ja nun schon seit 15 Jahren fast jährlich nach Schweden.
      Wir haben bis jetzt 2 mal einen Wildlebenden Elch gesehen, und das auch nur weil wir danach gesucht haben. Wir haben sozusagen abends unsere eigene kleine Elchsafari gemacht.
      Mach dir also nix draus...
      Diesmal sind wir wieder mit am Start...
      RuT NDS 2018

      Leider konnten wir nicht dabei sein...
      RUT NDS 2017
    • Hi Tosche,
      ein toll zu lesender Bericht, garniert mit sehr schönen Bildern. Danke dafür!

      ABER: Ich finde es ziemlich verantwortungslos von dir, einen unschuldig mitlesenden überzeugten Süd/West-Fahrer so brutal mit diesem Bericht zu konfrontieren. Jetzt sind wir schon soweit, daß ich meine wärme- und sonnenliebende :love: von einem für uns gänzlich neuen Reiseziel überzeugt habe. Und wir konkrete Pläne für den kommenden Sommer machen. Und ich über Strecken und Plätzen brüte. Und ernsthaft über den Erwerb eines Schwedisch-Sprachführers nachdenke. Mit dieser Schuld wirst du leben müssen!

      Ach übrigens - dein Cooper, ist das ein Schweizer?
      Grüße aus Bayerisch-Schwaben,

      Der Geograph
    • DerGeograph schrieb:

      Hi Tosche,
      ein toll zu lesender Bericht, garniert mit sehr schönen Bildern. Danke dafür!

      ABER: Ich finde es ziemlich verantwortungslos von dir, einen unschuldig mitlesenden überzeugten Süd/West-Fahrer so brutal mit diesem Bericht zu konfrontieren. Jetzt sind wir schon soweit, daß ich meine wärme- und sonnenliebende :love: von einem für uns gänzlich neuen Reiseziel überzeugt habe. Und wir konkrete Pläne für den kommenden Sommer machen. Und ich über Strecken und Plätzen brüte. Und ernsthaft über den Erwerb eines Schwedisch-Sprachführers nachdenke. Mit dieser Schuld wirst du leben müssen!

      Ach übrigens - dein Cooper, ist das ein Schweizer?
      Moin Geograph.

      Danke für das Lob. ^^

      Entschuldige, dass ich euch in eine solche Bredouille gebracht habe. Tut mir echt (nicht) leid. :rolleyes:
      Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen, mal die gegenüberliegende Ecke Europas auszuprobieren. Denkt aber daran - Wir hatten wahrscheinlich nur wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Das wird wohl nicht immer so sein.

      Unser Cooper ist zwar Schweizer, aber nicht DER Schweizer. Die sind viel größer. Er ist ein Entlebucher Sennenhund. Die kleinste der vier Sennenhunderassen. Macht aber Dreck wie 5 Bernhardiner. :S
      Der haart wohl nur an 20 Tagen im Jahr nicht.
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

      RUT Nds 2018
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    • ToscheEcki schrieb:




      @fca695
      Nein. In freier Wildbahn haben wir keinen gesichtet. Man konnte die Kinder während der Fahrt mit der Suche aber gut beschäftigen. ;)
      Ich persönlich hab auch nicht damit gerechnet, einen zu sehen. Wie oft sieht man hierzulande ein Wildschwein von der Straße aus? Und doch sind sie da. Die Wahrscheinlichkeit steigt nicht gerade, wenn es , wie in Schweden, genug Flächen weit abseits der Straßen gibt.
      Hi,

      Elche gibt es dort genug - und ich kann dir sagen, dass du froh sein kannst, noch keinen in freier "Wildbahn" gesehen zu haben - denn die viele "Begegnungen" gehen für Mensch und Tier tödlich aus :shock:
      Die Schilder sind also keinesfalls "Folklore"



      Viele Grüße, Michael
    • Hans Jürgen schrieb:

      Servus Tosche,
      klasse Bericht und super Bilder :ok
      Ein grosses Danke dafür :anbet:

      vier Sterne von drei möglichen :w
      Moin Hans Jürgen.
      Deinen Beitrag hab ich irgendiwe übersehen. Danke für das Lob. :ok

      Lappland schrieb:

      ToscheEcki schrieb:

      @fca695
      Nein. In freier Wildbahn haben wir keinen gesichtet. Man konnte die Kinder während der Fahrt mit der Suche aber gut beschäftigen. ;)
      Ich persönlich hab auch nicht damit gerechnet, einen zu sehen. Wie oft sieht man hierzulande ein Wildschwein von der Straße aus? Und doch sind sie da. Die Wahrscheinlichkeit steigt nicht gerade, wenn es , wie in Schweden, genug Flächen weit abseits der Straßen gibt.
      Hi,
      Elche gibt es dort genug - und ich kann dir sagen, dass du froh sein kannst, noch keinen in freier "Wildbahn" gesehen zu haben - denn die viele "Begegnungen" gehen für Mensch und Tier tödlich aus :shock:
      Die Schilder sind also keinesfalls "Folklore"



      Viele Grüße, Michael
      Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Begegnung bei 80 Km/h mit Wohni auf der Straße nicht angenehm ist, aber ich habe den Anblick ja auch nicht vermisst.
      Der Besuch im Elchpark hat mir völlig gereicht. So dicht wären wir nie an freilaufende Tiere gekommen und hätten es wohl auch nicht gewollt.

      Canon112 schrieb:

      Tosche, der Bericht ist toll geschrieben und macht Lust auf Schweden. Ich hoffe es geht bald weiter...
      Danke. Ich hoffe auch, dass ich bald mal wieder die Zeit finde, den Bericht zu vollenden. Es fehlen ja "nur" noch 8 Tage. ;)
      Es wird definitv eine Fortsetzung geben. Der Text ist fertig. Ich muss nur noch die Bilder raussuchen. Zur Not machen wir das gemeinsam bei einem Grolsch über Silvester, aber eigentlich will ich nicht mehr solange warten. :_whistling:
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

      RUT Nds 2018
      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


      [IMG:https://images.spritmonitor.de/643346_5.png]
    • Freitag 21.07.2017

      Steffi war, wie immer, früh mit Cooper unterwegs. Ich stehe gegen 9.30 Uhr auf und gehe duschen. Wir wollen heute weiter Richtung Vänern und haben uns einen CP in Kristinehamn ausgesucht. Mal sehen.


      Nach dem Anhängen und Starten des Motors bestätigte ein Blick auf das Hella IBS-Control und einer auf den Booster meinen Verdacht. Die Wohnibatterie wird, aus welchem Grund auch immer, nicht während der Fahrt geladen. Da muss ich mich also mal drum kümmern. Jetzt aber nicht.


      Es ist alles verstaut und wir fahren hoch zur Rezeption zum Auschecken. Steffi zahlt an der Rezeption 644 SK für 3 Nächte, ein super Preis, wie wir finden. Um 11:20 Uhr geht es los.


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      Auch heute nehmen wir nicht die Strecke, die uns vom Autonavi vorgeschlagen wird, sondern halten uns an unseren Plan, eher Nebenstrecken zu nutzen. Also bis Berg und dann Richtung Motala. Dann die 50 hoch.


      Bei Hammar sehe ich ein Rastplatzschild und den Namen Vätternterrassen und halte es für einen Parkplatz. Kurzerhand biege ich ab und es geht einspurig ca. 2 Km durch den Wald, bis wir schließlich an einem Hotel mit danebenliegendem Gästehaus landen. Also kein Rastplatz. Wir gehen trotzdem zum Wasser runter und es ist eine nette Unterbrechung. Wir können nun behaupten, wenigstens einmal am Vättern gewesen zu sein.


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      Danach geht es weiter Richtung Aksersund. Kurz vorher biegen wir an einem Kreisel nach links auf die 205 und folgen ihr über Laxa bis nach Degerfors. Steffi hat einen Supermarkt bei Google ausgemacht, bei dem wir uns für die nächsten Tage eindecken wollen. Er liegt fast auf unserer Strecke.


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      Der Supermarktparkplatz erscheint mir auf den ersten Blick zu klein für unser Gespann, also biege ich gegenüber in eine Einbahnstraße, die nach einer Kurve wieder zurück zum Supermarktparkplatz führt. Neben der Straße ist ein großer Platz, der Steffi allerdings so garnicht zusagt und sie möchte es lieber auf dem Supermarktparkplatz versuchen. In der letzten Reihe finden wir tatsächlich Platz und blockieren quer 6 Parkplätze. Es sind genug andere frei. Steffi geht einkaufen und die Kinder essen Cracker im Wohni. Danach gibt es noch einen großen Apfel.


      Irgendwann trudelt Steffi mit den Einkäufen wieder ein und es geht weiter über Björneborg nach Kristinehamn. Ankunft um 15:15 Uhr am Kristinehamn Camping. Der Platz gefällt uns auf den ersten Blick schon nicht. Steffi geht zur Anmeldung und kommt nach zehn Minuten wieder. Es gibt nur noch Plätze ohne Strom. Eigentlich kein Problem, aber die Batterie wurde ja nicht geladen. Außerdem ist es ein riesiger Platz auf dem alle aneinandergepfercht hausen. Das war nicht die Idee bei einem Schwedenurlaub.


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      ,
      Fluchs wurde ein anderer CP gesucht und gefunden. Karlstad Swecamp. 30 Minuten Fahrt. Auf geht´s. Es soll ein CP im Fichtenwald sein und wir hoffen, dass dieser ein wenig kleiner und gemütlicher und vor Allem leerer ist. Pustekuchen. Steffi wurde in der Anmeldung gesagt, dass der CP voll ist. Irgendwie war uns das klar und gefallen hat auch der uns nicht vom ersten Betrachten.


      Dann also erstmal zurück. Auf dem Weg dorthin gab es noch den First Camp Karlstad, aber da haben wir garnicht gefragt. Das sind allesamt Plätze ohne jegliches Flair und sie entsprachen so garnicht unseren Vorstellungen von Schweden. Wir machten auf einem kleinen Schotterparkplatz eine Pause und ich suchte uns einen kleinen Platz an einem See heraus. Am Vänern können wir uns wohl abschminken. Die Plätze, die wir gesehen haben glichen allesamt einer Urlaubsfabrik.


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      Der von mir ausgesuchte Platz war abermals eine halbe Stunde Fahrt entfernt Richtung Göteborg. Grums Fish n´Camp. Der Betreiber hat mir am Telefon gesagt, dass sie noch reichlich Plätze frei hätten. Um 16:30 Uhr setzten wir uns in Bewegung und kamen um kurz nach 5 an der Rezeption an.


      Wir konnten nur knapp in die Einfahrt rein, denn ein Wohnmobil parkte so ungünstig, das wir an dem nicht vorbeikamen. Es waren Schweizer, die uns berichteten, dass niemand in der Rezeption sei. Der Betreiber hat mir aber schon am Telefon gesagt, dass wir uns einfach einen Stellplatz aussuchen könnten. Die Schweizer fuhren weiter und Ida und ich holten das Gespann erstmal auf den Platz, damit wir nicht mehr im Weg stehen.


      Die Stellplatzsuche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Der Platz ist hügelig und verwinkelt. Nach der ersten Begutachtung finden wir einen Platz direkt am Wasser. Nachdem ich das Gespann ums Eck, rückwärts zu der anvisierten Stelle bugsiert hatte, fällt Steffi auf einmal auf, dass es hier vor Ameisen nur so wimmelt. Hier wollen wir nicht stehenbleiben.


      In der Mitte des Platzes ist eine Wiese, die sich aber um einen Hügel legt und somit nirgends annähernd gerade ist. Mitten auf der Wiese gibt es noch einen halbwegs geraden Platz vor einem Dauercamper. Ich bin raus aus der anderen Lücke und wollte vorwärts den Hügel hoch, um den Wohni dann Rückwärts auf das Plateau zu schieben, doch es ist zu steil und kurz vorm Erreichen drehen die Räder des Passats durch. Ich hätte es mit Sicherheit geschafft, wollte aber nicht die Wiese umgraben. So bin ich ein Stück rückwärts zurück auf den Schotterweg und erstmal darauf den Hügel hoch. Dann langsam rückwärts am Hang zum Stellplatz. Der erste Versuch war nix, denn so, wie er jetzt stand, reichte der Rundkeil nicht aus, um den Wohni auch nur halbwegs gerade zu stellen. Also nochmal vor und schräg wieder zurück, Rundkeil drunter und bis zum Maximum draufgefahren. Steht zwar nicht 100 prozentig im Wasser, aber das soll reichen. Wichtig ist nur, dass die Kinder, deren Betten im Heck quer eingebaut sind, nicht mit dem Kopf nach unten schliefen und das war nicht so. Zur Sicherheit, dass der Wohni nicht wieder vom Rundkeil ein wenig runterrollt, legte ich vorm Abhängen einen Unterlegkeil unter den Rundkeil.


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      Stützen runter und erstmal den Grill an. Wir haben alle Hunger. Steffi hatte wieder leckeres Fleisch und sogar Original Thüringer Rostbratwurst gekauft. Die Markise sparen wir uns erstmal. Wir wissen noch nicht, wie lange wir hierbleiben wollen und es sieht nicht nach Regen aus.


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      Nach dem Essen basteln die Kinder drei Papierboote die die drei Mädels und Cooper bei einem Ausflug am Ufer des Sees aussetzten. Ich sitze derweil gemütlich vor dem Wohni, mit herrlichem Ausblick vom Hügel auf den See und schreibe den Reisebericht für diesen Tag. Nach Rückkehr der Vier können wir noch lange die drei Boote beobachten und irgendwann gegen 22:30 Uhr geht es dann ins Bett.


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      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

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      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ToscheEcki ()

    • Samstag 22.07.2017

      Wie immer ist Cooper der erste, der wach wird und Steffi reagiert auch wieder als erste auf seine Rumlatscherei im Wohni. Die beiden gehen eine große Runde am Seeufer entlang. Wir anderen schlafen derweil noch tief und fest.


      Die Sonne strahlt auf den Wohni und schon bald wird es mit den Verdunkelungen unten zu warm im Inneren. Irgendwann gegen 10 raffe ich mich auf. Steffi hat ihren, in meinen Augen unbegründeten, Ekel über den Sanitärcontainer für eine ausgiebige Dusche am frühen Morgen überwunden.


      Heute wollen wir eine Kanutour auf dem See machen, also befasse ich mich erstmal mit dem Aufpumpen des Kanus. Dabei fallen mir schon die sich lösenden Gummiränder der Ventile auf. Solange da aber nichts rauskommt, denke ich, können wir damit ruhig aufs Wasser. Steffi überrascht uns mit einer Neuigkeit. Cooper können wir ja in dem Gummikanu nicht mitnehmen, aber sie hat heute Morgen schon mit der Chefin gesprochen, um für sich und Cooper ein eigenes, festes Kanu zu mieten. Die Chefin wusste nicht, ob noch welche frei sind, oder wo die Paddel seien. Steffi sollte einfach schauen und sich eines nehmen.


      Während meiner Vorbereitungen an unserem Kanu fragt Steffi die Kinder, was sie denn zum Frühstück haben wollen. Sie wollten Wraps. OK. Steffi stellte sich tatsächlich an den Herd und zauberte eine Hackfleischsoße und erwärmte die Teigplatten. Es gab wirklich Wraps zum Frühstück. Es dauert noch eine halbe Ewigkeit, bis die Kinder mit dem Essen, dem Zähneputzen und Waschen fertig waren. Sie hatten schon am Vorabend noch ein paar Baumrindenbötchen mit Astmasten und Blattsegeln gebastelt und wollten die nun mit auf die große Tour nehmen, um sie mitten im See freizulassen.


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      Kurz vor dem Start unseres Abenteuers bemerkte Steffi ein Zischen am Kanu. Ich wusste gleich, dass es ein Leck an einem der Ventile ist und so war es dann auch. Also hat sich das mit unserem Kanu erledigt, aber was für welche lagen unten am See zum Ausleihen? Wir schauten und fanden zwar ein Kanu, das groß genug war, aber leider keine Paddel und außerdem war mir das zu wacklig mit Cooper an Bord. Halb im Wasser lag noch ein Ruderboot, das sogar einen E-Motor hatte, nur leider keine Batterie. Egal. Ich will an der Rezeption danach fragen. Hier war wiedermal keiner anzutreffen und schlurfte zurück. Steffi meinte, wir könnten es uns einfach nehmen. Sie hatte nach einem Boot gefragt und da war eins.


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      Also nahmen wir es und die Kinder holten alle Sachen aus unserem kaputten Kanu vom Stellplatz. Ich stieg schon ein und wunderte mich über ein wenig Wasser im Heck des Bootes. Es hatte doch garnicht geregnet. Vielleicht waren die Vornutzer zu faul es auszuschöpfen. Das machte ich dann mit einer aufgeschnittenen Plastikflasche, die im Boot war.


      Hier am Ufer konnten die Kinder und vor Allem Cooper nicht einsteigen. Nebenan gab es einen Steg, an den ich erstmal alleine ruderte, um die anderen aufzunehmen. Vom Steg aus konnte man einen kleine Verschlag sehen, indem nicht nur Paddel standen, sondern auch Batterien. Wir schnappten uns die, die gerade am C-TEK hing. Es zeigte schon voll an. Also rein damit ins Boot und mithilfe der Polschnellklemmen angeschlossen. Kurzer Test – funktionierte. Alle rein und los.


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      Das ist Coopers erste Reise mit einem kleinen Boot und er macht das wirklich gut. Irgendwann lag er sogar ganz entspannt auf dem Boden, doch das dauerte nie lange an. Zu neugierig war er doch.


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      Wir fuhren erst am Ufer entlang. Der See war doch ganzschön groß. Das sah man vom Stellplatz garnicht. Er hatte viele kleine und große Buchten. Schon nach kurzer Zeit bemerkte ich den Grund für das Wasser in dem kleinen Kiel. Ein ca. 20 cm langer Riss, aus dem ab und an ein wenig Wasser ins Bootsinnere tritt. Nicht dramatisch. Den Kindern erzähle ich davon aber lieber nichts.


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      Sie ließen irgendwann drei ihrer Boote schwimmen und wir fuhren weiter, aber schon nach zehn Minuten mussten wir sie unbedingt suchen und wieder aufnehmen. Die Fahrt ging weiter um eine kleine Insel rum. Die Kinder wollten dort anlegen, doch das wollte ich nicht. Zu groß erschien mir die Gefahr des Größerwerdens des Risses im Boden oder gar eines weiteren Risses. Überall können Felsen oder Steine sein. Also lieber nicht zu nah ans Ufer.


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      Die Fahrt ging wieder in Richtung CP. In einer ruhigen Bucht übernahm Ida das Steuern und kutschierte uns bis vor den Badeplatz. Dann ging es zurück zum Steg, an dem alle außer mir ausstiegen. Ich fuhr mit dem Boot wieder an den Platz am Ufer, an dem wir es vorgefunden hatten und packte die Batterie wieder zurück in den kleinen Holzverschlag. Dort hatte jemand in der Zwischenzeit eine andere Batterie ans Ladegerät angeschlossen und so stellte ich unsere zu den anderen, offensichtlich dann noch nicht geladenen Batterien.


      Cooper durfte zur Belohnung noch ein wenig Stockfischen, doch als er vergeblich versuchte vom tiefen Wasser verzweifelt auf den Steg zu kommen, obwohl das rettende Ufer doch nur 5 Meter entfernt war, hatte er keine Lust mehr ins Wasser zu springen. Zusammen gingen wir zurück zum Wohni.


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      Es ist für schwedische Verhältnisse richtig warm geworden. 26 Grad meldet das Thermometer und die Sonne brennt auf den Platz. Gut, dass wir heute Vormittag noch schnell die Markise aufgebaut hatten. Steffi und die Kinder gingen Baden, während ich mich um die Sache mit dem Booster kümmerte.


      Erst hatte ich eine der vielen Sicherungen in Verdacht. Entweder im Wohni oder sogar im Auto, doch ich fand keine defekte. Also nochmal nachmessen. Dazu fuhr ich das Auto wieder vor den Wohni, um diesen anzuschließen. Motor an und messen am Booster. Zündungsplus ist da, Dauerplus nicht. Komisch. Laptop raus und in die Messwertblöcke des AAG´s. Dabei war jetzt der Motor wieder aus und der MWB zeigte eine funktionierende Dauerplusleitung an. Ein Nachmessen am Booster bestätigte dies. Motor an und schon war da nix mehr auf der Leitung. Äußerst komisch. Ich schaute in die Codierliste und codierte das AAG kurzerhand um. Eigentlich gibt das Steuergerät die Dauerplusleitung nur frei, wenn ein Anhäger erkannt ist, doch man kann es so umcodieren, dass sie dauerhaft an ist. Ich wollte es nur probieren, aber es klappte sogar. Der Booster ging. So bleibt es jetzt erstmal.


      Als Steffi und die Kinder zurück waren, machte sie uns einer Art Bolognese aus der übriggebliebenen Hackfleischmasse, die heute Morgen bei den Wraps übrigblieb. Dazu gab es Nudeln und danach noch ein Eis von der Rezeption.


      Die Kinder spielten eine Zeit lang im Wohni und Steffi ging eine Runde mit dem Hund. Ich baute den Wohni und das Auto wieder zusammen. Steffi kam wieder und entschwand zu einem ruhigen Bad alleine. Mit den Kindern ist das keine wirkliche Entspannung. Doch die Kinder fragten schnell, wo Mama ist und wollten nach Steffis Rückkehr auch nochmal ins Wasser. Meine Aufgabe derweil war das Zusammenpacken und Verstauen des Kanus. Irgendwann trudelte Ida ein und berichtete, dass sie beide andere Kinder zum Spielen kennengelernt haben. Sie zog sich schnell um und verschwand wieder. Auch Steffi und Mieke kamen kurz zurück zum Umziehen und gingen wieder zurück. Um 21:40 kamen alle mit den beiden Freundinnen zurück und berichteten von einem echten Fisch. Ein Angler hatte einen Barsch gefangen. Ida und Mieke zeigten den anderen Mädels den Wohnwagen. Die anderen Mädels verschwanden dann irgendwann wieder zu ihrem Stellplatz. Bei uns gab es noch ein paar belegte Brote. Ich ging noch eine Runde mit dem Hund und schon war auch dieser wunderschöne Tag zu Ende.


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      Ab hier wird der Reisebericht leider etwas lückenhafter. Irgendwie konnte ich mich an den letzten Tagen unseres Urlaubes nicht mehr dazu aufraffen, das Erlebte zeitnah niederzuschreiben.Aus Zeitgründen komme ich erst 1,5 Monate nach unserer Rückkehr dazu und die Erinnerung an Details wie Uhrzeit und Reihenfolge schwindet immer mehr.
      Gruß
      Tosche

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      RUT Nds 2018
      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


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    • Sonntag 23.07.2017 (Teil 1)

      Wir wollen heute (den Wohni) weiterziehen. Nach dem obligatorischen Verstauen und Anhängen zahlt Steffi an der Rezeption sehr günstige 620 SK für 2 Nächte und einmal Boot.


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      Es geht Richtung Süden am Westufer des Vänern entlang. Als erstes Ziel stehen heute die Schleusen, Brücken und das Aquädukt bei Haverud auf dem Plan. Die ersten Kilometer folgen wir der E45, bis wir dann bei Vänersvik auf Nebenstrecken ausweichen. Auch ein sehr gut ausgebauter Schotterweg ist wieder dabei.


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      Die letzten 12 Kilometer gleichen einer asphaltierten Achterbahn. Es geht rauf und runter. Links und rechts. Eine sehr hügelige und kurvige Strecke, bei der selbst mit Wohni im Schlepptau unserer Großen ein wenig übel wird. Verstärkt wurde das sicher durch das Starren auf den Bildschirm vor ihr. Wir halten kurz an und steigen aus, damit sich ihr Magen wieder beruhigen kann. Leider stehen wir etwas ungünstig in einer Kurve, aber immerhin noch außerhalb der Begrenzungslinien der Fahrbahn.

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      Nach zehn Minuten setzen wir unsere Reise fort und erreichen nach weiteren zehn Minuten den Parkplatz des Aquäduktes.
      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

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    • Sonntag 23.07.2017 (Teil 2)

      Im vorderen Bereich gibt es Bus- und PKW-Parkplätze auf geschottertem Untergrund. Im hinteren Bereich ist eine leicht ansteigende Wiese, die bei unserer Ankunft auch schon von einigen Besuchern als Parkplatz genutzt wurde. Ich schiebe den Wohni rückwärts die Wiese hoch und dann seitlich am Ende in eine gedachte Parklücke. Man sollte hier schon aufpassen, an welcher Stelle man den Wohni hochschiebt, denn die Wiese ist uneben und unser Heck kam der Grasnarbe einige Male gefährlich nah.


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      Jetzt erst noch eine kleine Stärkung und dann zu Fuß samt Hund in Richtung Schleusen. Am unteren Ende ist ein See. Von dort geht es über insgesamt 2 Einzel- und eine Doppelschleuse sowie dem besagten Aquädukt zwischen zwei Hügeln den Berg hinauf in einen anderen See. Über diesem Wasserweg verlaufen eine alte Eisenbahntrasse mit einer Klappbrücke und darüber eine Autobrücke. Einzelheiten wie technische Daten oder gar der Errichtungszeitraum sind mir inzwischen wieder entfallen, aber die Eindrücke bleiben mir bestimmt noch lange erhalten.


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      Als wir ankamen, befuhr gerade ein Ausflugsschiff die Doppelschleuse und so konnten wir uns das ganze Spektakel in Ruhe anschauen. Die Schleusenein- und ausfahrt ist unübertrieben vielleicht 5cm breiter, als der Ausflugsdampfer. Gezielt und ruhig manövriert der Kapitän das Schiff durch die Tore. Dann füllt sich das erste Schleusenbecken der Doppelschleuse. Das zweite, obere Becken ist komplett leer. Man kann den Boden sehen. Nachdem das Wasser im ersten Becken bis zur Oberkante der unteren Schleusentore gestiegen ist und dadurch auch im oberen Becken das Wasser nun ca. 1,5 Meter Höhe erreicht hat, muss das Schiff weiter in dieses Becken. Die Schleusenbecken sind in den Fels geschlagen. Ich fahre schon seit meinem 2. Lebensjahr regelmäßig mit Booten und natürlich habe ich da schon einige Schleusen gesehen, aber diese hier hat ganz sicher ihren besonderen Reiz.


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      Nach der Doppelschleuse folgt das Aquädukt. So spektakulär, wie es angepriesen ist, kam es mir garnicht vor. Es ist eine Stahlwanne, die über einen Bach führt und durch die die Schiffe fahren. Man kann auf der einen Seite zu Fuß über dieses Aquädukt gehen, sollte allerdings auf Gegenverkehr achten. Der Weg ist vielleicht 60cm schmal und hat nur auf der Außenseite ein Geländer. Nach innen ist der Weg frei für eine kurze Abkühlung in der Fahrrinne. Diese ist genauso schmal wie die Schleuseneinfahrten.


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      Zum Schluss und somit ganz oben gibt es noch eine Schleuse, die allerdings wenig ungewöhnlich ist. Nachdem das Ausflugsschiff diese passiert hatte, begleiteten wir noch zwei Sportboote, die sich nun auf den umgekehrten Weg nach unten machten. Auch die unterste Einzelschleuse ist eher normal.


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      Nun haben wir Hunger und versuchen am Besucherzentrum etwas zu finden, was keinen Fisch enthält. Neben einer sehr schweren Erdnussallergie wurde Mieke auch eine minderschwere Fischallergie attestiert. Das macht die Auswahl klein. Die Sonne brennt und wir wollen unbedingt in den Schatten. Am Wasser gibt es eine Art Veranda, die zu einem Restaurant gehört. Nachdem uns der Kellner endlich einen Platz zugewiesen hatte, gab es zu unserer Verwunderung eigentlich nichts, das nicht Fisch enthielt. Außerdem ließ er uns eine ganze Weile unbeachtet sitzen, sodass wir uns dazu entschließen, die Lokalität zu verlassen und uns was im Wohni zuzubereiten.


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      Auf dem Weg zum Parkplatz entdeckte Steffi ein Schild mit der Aufschrift Pizzeria, dem wir folgten. Für kleines Geld gab es hier eine mittelmäßige Pizza. Der Service allerdings war außerordentlich zuvorkommend. Die ältere Besitzerin erkannte sofort, dass unser vierbeiniger Begleiter eher für Schnee als für Temperaturen jenseits der 20 Grad geschaffen war und brachte ihm ohne Nachfrage einen Napf mit frischem Wasser.


      Jetzt aber schnell zurück zum Parkplatz, denn wir wollten ja heute noch weiter. Unser heute angestrebter Campingplatz ist Ragnerudssjöns Camping bei Högsäter. Er liegt an einem See und hat laut Google gute Bewertungen. Unsere Reise führt wiedermal an kleinen und großen Seen, kleinen Dörfern, einsamen Höfen und schroffen Felsen vorbei. Herrlich hier.


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      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

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      Schön war es!

      Reisebericht Südschweden 2017


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    • Sonntag 23.07.2017 (Teil 3)

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      Angekommen sprintet Steffi zugleich in die Rezeption des Ragnerudssjöns Camping. Wir sind wieder nicht die einzigen Neuankömmlinge. Auch hier entscheidet sie sich direkt für einen Stellplatz, anstatt erst über den CP zu watscheln um vielleicht doch noch einen schöneren zu ergattern. Er liegt in einer Senke, nicht weit von der Rezeption entfernt. Der Platz für den Wohni ist geschottert. Der Rest ist Wiese. Direkt am Stellplatz ist die Stromsäule. Doch leider zu früh gefreut. Nach dem Öffnen der Klappe schaute mich eine Schukosteckdose an. Da war doch was. Genau. Der Adapter passt ….. aber leider auf unser Haus auf. Wie schön, dass der Passerati unterwegs wieder stetig die Batterie nachladen kann. Somit sind 2-3, vielleicht auch 4 Nächte ohne Strom jetzt kein Problem mehr. Lediglich die HiFi-Anlage und die Truma-Therma funktionieren nun nicht.


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      Alle wollen sich abkühlen und wir gehen zum Badestrand, der nur ein paar Schritte von unserem Stellplatz entfernt ist. Mit den Füßen im doch kalten Wasser ist mir auf einmal nichtmehr sooo warm. Steffi schaut zu einem Jungen und wundert sich. Den kennst du doch. Dann sah sie auch die Eltern. Die Dreiköpfige Familie mit dem Celler Wohnmobil vom Campingplatz in den östlichen Scheren stand vor ihr. Ich erkannte sie nicht, schließlich hatte ich kaum drei Worte mit ihnen gewechselt. Während des Badens unterhielten wir uns und verabredeten uns noch für diesen Abend auf ein gemeinsames Minigolfspiel.


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      Bis es soweit war, hatten wir genug Zeit uns wieder herzurichten und das Abendbrot zu vertilgen. Das Spiel hat allen Spaß gemacht. Als es schon dämmerte kamen diese fiesen klitzekleinen Stechmücken (hab den Namen vergessen) in Scharen, um uns Gesellschaft zu leisten. Das war richtig nervig. Wer gewonnen hat, weiß ich nicht mehr, aber Mieke hat es manchmal echt draufgehabt. Nach dem Spiel ging es dann zügig ins Bett. Für unsere mickrigen Tagesetappen sind wir noch ganz schön weit nördlich. Also muss es morgen weitergehen.

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      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

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    • Montag 24.07.2017 (Teil 1)

      Auch dieser Morgen beginnt wenig spektakulär. Steffi geht wie immer früh mit dem Hund, um sich danach auch noch ein wenig hinzulegen. Die Kinder essen ihr Müsli während ich mich zur Morgentoilette in den Sani-Bereich an der Rezeption begebe. Der ist alt aber sauber.


      Nach dem Verstauen und Anhängen kamen die Wohnmobilisten (Susanne, Ingo und Jasper) noch zum Verabschieden. Wir plauderten noch eine ganze Weile über die geplanten Routen bis zur Heimkehr und dabei kam heraus, dass Jörg sich auf dem Rückweg in Dänemark noch einen Weber Gasgrill samt Zubehör kauft. Zufällig genau den gleichen, den ich mir vor dem Urlaub auch schon ausgesucht hatte. Was für ein Zufall. Außerdem empfahlen sie uns, auf dem Weg Richtung Malmö noch einen Abstecher in die westlichen Scheren zu machen. Die Frauen tauschten Nummern aus und wir machten uns auf den Weg zur Rezeption zum Bezahlen. Wieviel es dieses Mal war, weiß ich nicht mehr, aber es war nicht der günstigste Platz.


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      Wo wollen wir denn jetzt hin? – fragten wir uns. Ein Ziel war noch nicht festgelegt. Auf jeden Fall weiter in Richtung Süden. Wir fuhren erstmal die 172 runter und Steffi informierte sich während der Fahrt über mögliche Ziele. Schnell hatte sie eines gefunden. Marstrands Familjecamping in den Scheren kurz vor Göteborg. Bei Uddevalla bogen wir für ein kleines Stück auf die 44 um dann die E6 Richtung Süden zu nehmen. Wir müssen Strecke machen und können nicht mehr über kleine Straßen gondeln.


      Die Fahrt verlief normal. Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Nachdem wir von der E6 abgefahren waren, mussten wir noch ein paar Kilometer zur Küste zurücklegen. Dort angekommen verwandelte sich die Aussicht in eine wunderschöne Scherenlandschaft. Man fährt über ein paar Brücken, bis man auf der Insel mit besagtem CP angekommen ist. Toll hier!


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      Am CP angekommen, ging Steffi wie gewohnt zur Rezeption. Auch hier hatten wir nicht vorher angerufen. Es gab noch einen Stellplatz in der Nähe der Rezeption, der für die Länge unseres Wohnis ausreichend war. Er hatte ein wenig Gefälle und ich hatte Mühe, den Wohni in Querrichtung auszurichten. Ihn um 90 Grad zu drehen wäre aufgrund der Länge nicht gegangen. Wir bleiben eh nur für eine Nacht, da ist die leichte Schieflage nicht so schlimm. Stühle und Tisch bleiben verstaut. Strom ist wieder nur eine Schukosteckdose, also unbrauchbar für uns. Wir hätten hier an der Rezeption einen Adapter für 340 SK kaufen können, aber das war mir eindeutig zu teuer. Wir brauchen ihn ja auch eigentlich nicht.


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      Heute Abend soll gegrillt werden. Es ist ganz schön windig hier. Ich muss das Auto umparken, damit ich im Windschatten grillen kann. Das hat gleichzeitig noch den Vorteil, dass die Stellplatzlatscher keine Chance mehr haben. Zuvor sind sie mir fast auf die Schuhe gelatscht, die ich vor der Wohnitür stehen hatte. Steffi ging derweil eine große Runde mit Cooper.

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      Gruß
      Tosche

      ...das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke!!!

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    • Montag 24.07.2017 (Teil 2)

      Nach dem Essen entschieden wir uns Marstrand zu erkunden. Es war zwar schon 18 Uhr, aber gegessen hatten wir nun ja schon. Das Wetter war heute sehr wechselhaft und die Fahrräder vom Dach zu bauen wollte ich nicht. Wir fuhren mit dem Auto bis zu einem großen Parkplatz am Hafen. Groß ist untertrieben. Für diesen kleinen Ort riesig. Es gab viele ausgeschilderte Plätze für irgendwelche Hotel Resorts. Wir fanden schließlich doch noch einen Parkplatz, an dem kein Schild stand. Kurz noch ein Parkticket gezogen und schon ging es in Richtung Hafen.


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      Marstrand selbst ist wirklich nicht groß. Es ist zweigeteilt. Die eine Seite liegt auf der einen, die andere auf einer zweiten Insel. Am Hafen gibt es ein Viertel, das wohl komplett zu einem Hotel gehört. Daher auch der riesige Parkplatz. Außerdem gibt es bestimmt mehr Liegeplätze als Häuser. Auch die Skipper müssen schließlich irgendwo parken. Zwischen den beiden Inseln verkehrt eine Fähre im Linienverkehr. Nachdem wir uns über die letzte Rückfahrt an diesem Abend erkundigten, kauften wir Tickets und fuhren mit der nächsten Fähre rüber. Auf der zweiten Insel sieht man schon eine alte Festung, die imposant über dem Örtchen thront. Vielleicht kann man sich die noch anschauen. Immerhin war es jetzt schon fast 19 Uhr.


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      Die Fahrt dauert nur 5 Minuten. Nach der Ankunft machten wir uns direkt auf den Weg zur Festung. Man kann hier überall rumlaufen. Nichts ist abgesperrt. Wir gehen erst auf einem Pfad ein wenig in die herrliche Landschaft hinein und klettern auf den Felsen herum. Irgendwann muss Mieke dringend ihr großes Geschäft erledigen. Wo ist hier wohl die nächste Toilette? Wir waren auch nicht alleine unterwegs. Steffi ging mit ihr hinter einen Felsvorsprung und Mieke konnte sich erleichtern. Die Kotbeutel von Cooper halfen bei der Beseitigung. Nach einer ganzen Weile Kletterei kamen wir wieder an der Festungsmauer an. An dieser Stelle war sie nur ein paar Zentimeter höher als die Felsen und man konnte über eine kleine Treppe über die Mauer auf den äußeren Verteidigungsring kraxeln.


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      Es ist mittlerweile schon spät und wir beschließen nicht direkt in die Festung zu gehen. Von der Festungsmauer aus konnte man alles im Inneren ganz gut sehen. Es gibt ein Restaurant und ein Hotel im Inneren. Auf unserem Weg um die Festung standen ein paar alte Kanonen und die Kinder ergriffen die Gelegenheit, diese zu erklimmen. Nichts ist abgesperrt. Ganz anders als in Deutschland und es funktioniert trotzdem.


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      Wir gingen wieder runter zum Hafen, wo es für alle noch ein Eis gab und fuhren mit der Fähre wieder zurück. Jetzt ist es schon kurz nach 9 und höchste Zeit, wieder zum CP zurückzukommen. Das Auto mit den Fahrrädern oben drauf ist auf dem großen Parkplatz schnell gefunden. Es war ein schöner Ausflug in einer herrlichen Landschaft.


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      Bei unserer Ankunft am CP vernahmen wir laute Live-Musik. Steffi fiel ein, dass am Sanigebäude eine Art Bühne aufgebaut wurde. Dann gibt es heute wohl eine Party hier. Ich ging mit Cooper noch spazieren und die Mädels spielten etwas zusammen. Nach meiner Rückkehr wollten die Kinder unbedingt mal zur Bühne schauen und Steffi erbarmte sich, mit ihnen dorthin zu gehen. Erst um 22:30 Uhr ging die Musik aus und die drei kamen zum Wohni zurück. Jetzt aber schnell ins Bett. Morgen soll es weiter Richtung Süden gehen.
      Gruß
      Tosche

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    • Dienstag 25.07.2017

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      Nach dem üblichen Prozedere – der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier – ging es am Vormittag weiter auf der E6 in Richtung Malmö. Auf der Gegenfahrbahn staute sich der Verkehr. Das haben wir in den vergangenen 2 Wochen in Schweden sonst nie gesehen.


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      Unterwegs tippte Steffi mit Susanne (Wohnmobilisten mit Celler Kennzeichen) über deren und unsere weiteren Reisepläne. Sie waren noch eine Nacht auf dem Ragnerudssjöns Camping geblieben und wollen heute in einem Rutsch bis nach Hasmark/DK. Dort wollen sie zwei Nächte bleiben. Das ist Steffi zu weit. Wir beschließen irgendwo an der Küste vor Malmö noch einen Zwischenstopp zu machen und dann morgen dorthin zu fahren. Tatsächlich überholen die drei uns auf der E6 mit ihrem Wohnmobil. Während wir zum Norrviken Camping bei Bastad abbiegen, fahren sie noch bis ca. 19 Uhr weiter.


      Unser CP für diese Nacht ist auf den ersten Blick eher für Dauercamper reserviert. Es gibt aber immer wieder ein paar freie Stellplätze für Touristen. Wir als Durchreisende nehmen, für uns zum ersten Mal, das Angebot eines Quick-Stopp Platzes in Anspruch. Diese liegen vor der Schranke links hinter der Rezeption und verfügen über eine Kunstrasenterrasse und Stromanschluss. In der Einfahrt zu diesen Plätzen gibt es eine Ver-/Entsorgungsstation für Frisch-, Grau- und Schwarzwasser. Ich schiebe den Wohni rückwärts neben unseren Kunstrasen und lasse das Auto angehängt. Lediglich das Stützrad wird ein wenig hinuntergekurbelt, damit es nicht so dolle schaukelt.


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      Viel gibt es hier nicht zu sehen. Der CP liegt außerhalb. Wir faulenzen hauptsächlich an diesem Nachmittag. Ich versuche mit Akkubohrer und Kabelbindern die Hundebox von Cooper ausbruchssicher zu machen. Irgendwie schafft er es, das Schiebegitter nach innen zu zerren und damit auszuhaken. Dann lässt dich die Box nicht mehr aufschieben und er muss noch länger warten, bis er raus darf. Die Kinder malen und spielen. Heute Abend gibt es irgendwas aus der Dose und danach schaue wir gemeinsam vom großen Bett aus den Minions Film. Gegen 22 Uhr liegen alle in ihren Kojen. Morgen haben wir ca. 340 Km vor uns und wir wollen mal früher als sonst los.


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      Gruß
      Tosche

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ToscheEcki ()

    • Mittwoch 26.07.2017

      Dieses Mal stehe ich als erster auf und gehe zum Duschen. Es ist erst 7 Uhr. Im Urlaub eigentlich gar nicht meine Zeit. Bei meiner Rückkehr sind alle wach, aber die Kinder noch nicht aufgestanden. Ich kümmere mich um die Schwarzwasserentsorgung und nach der Morgentoilette der Damen auch um das Grauwasser. Nach einem kurzen Frühstück geht es um 9:40 Uhr los in Richtung Öresundbrücke.


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      Wir nehmen die schnellste Route und an der Brücke dieses Mal natürlich die automatische Spur. Heute ist es zwar schön sonnig, aber auch sehr windig. Der Wind bläst aus nordöstlicher Richtung direkt querab zur Brücke und das spürt man am höchsten Punkt mit dem Gespann ganz schön. Hinter den großen Pylonen bekommt das Gespann einen ordentlichen, seitlichen Schubser, fängt sich aber sehr schnell wieder. Während der Fahrt kann ich im linken Spiegel die Seite des Wohnis genau beäugen und ich im rechten nur noch den Bug sehen. Ich fahre deshalb ein wenig langsamer.


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      Die Fahrt über Sjaelland verläuft ohne besondere Vorkommnisse und wir kommen gut voran. Durch die Öresundbrücke gewarnt, werde ich auf der Störebeltbrücke gleich etwas langsamer. Hier war es oben nicht so problematisch. Auf der Westseite ist die Brücke eher niedrig, hat aber Spurrillen und die zusammen mit dem Seitenwind waren genauso unangenehm, aber nicht dramatisch. Es spielen halt mehrere Faktoren in die Fahrstabilität eines Gespannes. Es reicht, wenn einer dieser Faktoren ganz stark auftritt oder mehrere eher schwach. Die Summe macht es.


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      Mit 2 kleinen Pausen kommen wir gegen 15 Uhr auf dem Hasmark Strand Camping an. Die Wohnmobilisten hatten uns gestern schon einen Stellplatz neben ihnen reserviert und wir dachten, dass die Anmeldung ja schnell gehen wird. Dem war aber nicht so. Es hat trotzdem 20 Minuten gedauert, bis Steffi mit allerlei Infomaterial und Chipkarten wieder am Auto war. Hier scheint alles reglementiert zu sein. Das waren wir aus Schweden nicht mehr gewohnt.


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      Der Stellplatz war am äußersten Rand des CP´s neben einigen Ferienhütten auf einer großen, unparzellierten Wiese. Die Wiese war fast leer. Unsere Bekannten standen links in der Ecke zu den Ferienhütten und wir stellten uns mit etwas Abstand davor. Zwischen Wiese und Ferienhäusern gab es eine kleine Erhöhung, über die ich mit dem Passerati gefahren bin, um den Wohni in Position zu bringen. Nun musste ich nur noch rückwärts auf einen Keil. Das klappte aber nicht. Durch den kleinen Hügel, auf dem der Passerati nun stand, lag der Wohni so ungünstig, dass die Rückfahrautomatik die Bremse nicht frei gab. Das hatte ich auch noch nie, aber zum Glück ist es mir direkt eingefallen, sonst hätte ich die Wiese mit den Vorderhufen umgegraben. Ein kleines Stück vorwärts behob das Problem.


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      Während die Frauen und die Kinder sich beschäftigten und zum Baden an den Strand gingen, sind Ingo und ich in den nächsten Ort zum Einkaufen gefahren. Wir wollen heute Abend gemeinsam grillen. Nach unserer Rückkehr wurden wir durch Ingos Frau Susanne telefonisch an den Strand gelockt, was wir dankend ablehnten, denn wir hatten schon ein Bier auf und saßen in der Sonne. Susanne meinte, wir könnten dann wenigstens schon den Salat vorbereiten, woraufhin Ingo direkt wieder die passende Antwort parat hatte - Er möchte dieses Erlebnis lieber mit ihr teilen, anstatt es alleine genießen zu können. So haben wir die Grills vorbereitet und warteten sehnsüchtig bei noch einem Bier auf die Rückkehr unserer Lieben.


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      Das Essen hat super geschmeckt. Die Frauen wollen zum Abwaschen, aber selbst hierfür benötigt man eine der vielen Chipkarten. Auf jeder ist pro Tag eine Einheit Warmwasser inklusive. Also fürs Duschen oder Abwaschen. Das macht das Handling mit den gleichaussehenden Karten nicht einfacher. Wer hat wann mit welcher Karte schon Warmwasser benutzt? Auf welcher ist noch was übrig? Ein Shaizsystem! Schlussendlich haben sie wohl mit mehr oder weniger lauwarmem Wasser abgewaschen.


      Der Abend wurde lang. Um 23 Uhr kam ein Muskelmann auf seinem Fahrrad in unsere Wagenburg gefahren. Es war ein Securitymann, der uns zur Einhaltung der Nachtruhe anhielt. Wir waren garnicht laut und um uns herum gab es eigentlich fast keinen. Egal. Der wollte sich wohl nur mal zeigen. Das hat er nun also getan und dampfte wieder ab. Wir mussten lachen. Wie lange ist es her, dass wir von einer Ordnungskraft zur Ruhe aufgefordert wurden?


      Während die Kinder und die Frauen irgendwann gegen 0 Uhr ins Bett gingen, saßen Ingo und ich noch bis kurz vor 2 und sinnierten über Gott und die Welt, Hoch- oder Tiefspüler und was uns sonst noch wichtig vorkam. Es war ein schöner Abend.


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      Gruß
      Tosche

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    • Donnerstag 27.07.2017

      Trotz des längeren Abends sind wir heute um 9 Uhr schon fertig mit Aufstehen und der Morgentoilette. Steffi musste früh morgens sogar schon in Sachen Umweltschutz aktiv werden. Vögel haben in der Nacht unseren Müllsack aufgerissen und den Inhalt verteilt. Sie hat alles fein säuberlich eingesammelt, während wir noch schliefen. Danke! Irgendwann am Abend wurde beschlossen, gemeinsam zu dem Shop zu fahren, in dem Ingo seinen Grill samt Zubehör abholen will und danach den letzten Abend der Reise noch gemeinsam zu verbringen.


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      Wir fuhren allerdings nicht in Kolonne. An der Rezeption verabschiedeten wir uns um uns später direkt am Shop wiederzutreffen. Es ging über kleinere Straßen zur E20 und dann über Koldingen und einem kleinen Stück E45 nach Vamdrup. Kurz vor der Abfahrt überholten uns die Wohnmobilisten und so kamen wir dann doch gemeinsam an. Passt.


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      Kurz gesagt: Der Shop ist ein Paradies für Grillfreunde. Hier kann man von verschiedenen Herstellern nahezu alle Modelle in Natura begutachten. Während wir uns ein wenig umsahen, erledigte Ingo den Papierkram am Tresen und wurde dann zum Lager gebeten, um seine Großbestellung abzuholen. Ich halte mich mit dem Kauf noch zurück, denn wo und wie soll ich den transportieren? Ingo weiß auch noch nicht, ob der Karton im Ganzen in die Heckgarage des Womos passt. Ich beschließe, den Kauf davon abhängig zu machen, wie die Einzelteile in Ingos Karton aussehen und wir gehen alle mit zum Lager.

      Als der Karton von einem freundlichen Mitarbeiter zum Womo transportiert wurde, war ich eigentlich noch guter Dinge, dass das bei uns auch irgendwie passen sollte. Zwar nicht im Ganzen, aber die Einzelteile sicher, aber das werde ich ja gleich sehen, wenn wir Ingos Karton aufmachen. Schade nur, dass mir vor der Öffnung auffiel, dass das komplette Ding hochkant durch die Tür der Heckgarage passt und wir deshalb den Karton gar nicht erst öffneten. So konnte ich mir kein Bild davon machen, wie groß die Einzelteile eigentlich sind.

      Egal. Ich kauf mir den jetzt auch. Also in den Shop zum Tresen, Plastik durchziehen, 3-2-1-meins. Zurück zum Lager und den Karton auf dem Parkplatz in Empfang genommen. Mir schwante böses, als der Karton dann offen war. Die Brennkammer samt Deckel ist ein Teil und das ist groß. Sehr groß. Sie hat am Ende mit Ach und Krach irgendwie den Weg in den Wohni gefunden und wurde mit einer Decke und Spanngurten auf dem Hubtisch festgeschnallt. Zusätzlich habe ich noch einen Teil des Verpackungsmaterials zwischen Brennkammer und Sitzpolster zum Verkeilen genutzt, damit sich auch wirklich nichts mehr bewegen kann. Das war aber natürlich noch nicht annähernd alles, was verstaut werden musste. Der Rest fand irgendwie im Auto Platz. Jede Ecke und jede Nische wurde ausgenutzt. Ingo und ich haben bestimmt ne knappe Stunde gepuzzelt, bis alles sicher einen Platz gefunden hatte.

      Steffi hat derweil einen CP in der Nähe ausfindig gemacht. Jelscamping. Nichts Aufregendes. Einfach und für uns nun günstig gelegen. Hätten wir den mal lieber ausgelassen. Dann wäre uns das folgende Drama erspart geblieben. Wir machten uns also auf den Weg. Die Wohnmobilisten wollten noch tanken und wir fuhren direkt dorthin.

      Der CP liegt in einem kleinen Ort, aber nicht direkt an der Straße. Von vorne sind nur eine schmale Einfahrt und ein altes, kleines Rezeptionshäuschen zu sehen. Kaum als solches erkennbar. Es hingen mehrere Zettel in der Scheibe, die wir nicht klar deuten konnten. Die Straße war nur ca. 5 Meter breit und ich wollte nicht den Weg versperren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es kleine Buchten, die ein Entgegenkommen wohl möglichmachen sollten. Ich fuhr erstmal in eine dieser Buchten, um auf Google-Maps nach dem CP zu schauen. Man konnte Wohnwagen und Vorzelte erkennen, aber der CP ist wirklich klein. Wir bleiben ja nur bis morgen. Sollte reichen.

      Beim Ausfahren aus besagter Bucht habe ich extra im linken Spiegel (wir standen ja auf der falschen Straßenseite) nach etwaigen Hindernissen Ausschau gehalten, die ich mit dem Wohniheck wegrasieren würde. Ich erblickte nur einen Schilderpfahl, der aber in der Mitte der Hecke steht und zu dieser habe ich noch ausreichend Abstand. Was an dem Schilderpfahl dran war, konnte ich nicht mehr sehen. So hoch ließ mich der Spiegel nicht gucken.

      Also langsam los und nach rechts einschlagen. Schon nach etwa 3 Metern hörten wir leise ein komisches Geräusch, das abrupt aufhörte. Im Spiegel war nichts zu sehen. Es hörte sich an, als ob Teile des Grills umgekippt waren. Das kann aber eigentlich nicht sein. Ich stieg aus und schaute nach dem Rechten. Mein erster Blick an die Wohniseite ließ mich keinen Schaden erkennen, mein Zweiter allerdings Schlimmeres erwarten. Mehrere Plastikteile lagen überall verteilt auf der Straße. Dann ging ich weiter nach hinten und sah die ganze Pracht meiner Fahrkünste am Wohni. Die Dachwulst war ausgerissen und die hintere Plastikecke hing ungesund weggebogen am Wohni. Der nächste Blick ging zum Schilderpfahl hoch und da war der Übeltäter. Der Pfahl trug ein Parkverbotsschild, aber nicht einfach mittig, sondern er ging oben im Halbkreis Richtung Straße um das Schild herum. Das Pfahlende stand somit ca. 20 cm über die Hecke auf die Straße und hat mir den Plastikkram zerdeppert. SCHEI.E!!!!!!
      Ich sammelte schnell die größten Plastikteile ein, begutachtete das Schild, das kaum was abbekommen hatte und stieg wieder ein. So mussten wir hierbleiben. Die Wulst und die Ecke muss ich ja erst noch provisorisch wieder befestigen. Diese Entscheidung habe ich uns also ungewollt abgenommen.


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      Mit den zerfetzten und abhängenden Plastikteilen am Wohni sind wir also in die enge Einfahrt zum CP gefahren. Die Wohnmobilisten waren inzwischen auch wieder da und folgten uns. Ein freundlicher Dauercamper kam auf uns zu und suchte eilig zwei Stellplätze nebeneinander. Wir machten es uns zwischen Wohni und Womo gemütlich, aber meine Stimmung war am Boden. Es gab eine Art Wochenrückblick als Abendspeise.

      Mit einer ausgeborgten Leiter, Panzertape, Schere und einer Handvoll größerer Plastiksplitter „reparierte“ ich erstmal den Wohni, damit auf der Heimfahrt nicht noch Teile davon auf der Autobahn landen. Das Ergebnis sah tatsächlich nicht mehr so schlimm aus und würde locker ein paar Jahre halten, aber ich werde es zuhause mit den richtigen Ersatzteilen noch vernünftig reparieren.


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      Nachdem ich den Wohni mit meinem olivfarbenen Panzertape verschönert habe, kamen Ida und Jasper auf die Idee, an dem großen See gegenüber des CP´s angeln zu wollen. Da hatte ich so gar keine Lust mehr drauf heute. Die Rutentasche ist in der hinteren Sitzbank und davor auf dem Tisch thront die riesige Brennkammer. Aber ich ließ mich schließlich dazu überreden, meine Angelsachen dort rauszuholen. Susanne hatte zu meiner Verwunderung auch Angelsachen mit. Ein kurzes Gespräch mit dem freundlichen Dauercamper ergab, dass man an der Sporthalle die erforderliche Angelerlaubnis kaufen könne. Dort mussten wir jetzt also erstmal hinlatschen, 16€ bezahlen und dann zurück zum See.

      Natürlich war es wie immer. Die eigentlichen Angler (die Kinder!) haben sich mit etwas anderem beschäftigt und die Väter hatten die Ruten in der Hand. Soviel unnötiger Aufwand für maximal 3 Minuten, in denen die Kinder die Ruten in der Hand hatten. Jetzt standen Ingo und ich da. Die Aktion haben wir nach einer ¾ Stunde abgebrochen und sind zurück zum CP. Es dämmerte bereits.


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      Ein leichtes Hungergefühl überkommt Ingo und mich. Wir hatten noch eine große Packung Bauchspeck im Kühlschrank und entschieden, den Grill nochmals anzufeuern. Der Bauchspeck hat dermaßen geräuchert, dass man zwischenzeitlich nichts mehr sehen konnte auf dem Platz. Als das Mahl zubereitet war, bekamen auch die anderen unserer Reisegruppe ein wenig Appetit und halfen uns bei der Vernichtung. Danach ging es ins Bett.
      Gruß
      Tosche

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