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Auf der Straße der Kathedralen durch Frankreich

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    • Auf der Straße der Kathedralen durch Frankreich

      Auf der Straße der Kathedralen durch Frankreich

      Hallo werte Camper,

      habe mich mal entschieden hier einen kleinen Reisebericht einer unserer 2017-er Touren zu verfassen.
      Bilder dazu gibt es hier: sharegallery.strato.com/u/8JyY8QIZ/_4QxN-6I

      Inspiriert von einer Doku über die französischen Kathedralen auf dem Fernsehkanal ARTE hatten wir uns vorgenommen als Einleitung einer Frankreichtour die sog. "Straße der Kathedralen" abzufahren.

      Am 28.7. haben wir Hochheim in Richtung Kaiserslautern/Saarbrücken verlassen und als erstes Etappenziel die Stadt "Soissons" an der "Aisne" (ein Fluss) angepeilt. Wir sind dort auch zeitig auf dem Camping Municipal in der Avenue du Mail angekommen. (ville-soissons.fr/cadre-de-vie…pal-de-soissons-1659.html)
      Ein adretter kleiner Platz mit schönen gepflegten Parzellen und einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Das Sanitärgebäude würde ich mit der Note befriedigend versehen.
      Der Platz war vor allem angenehm ruhig. Eine Einkaufsmöglichkeit gab es am Platz leider nicht aber die Innenstadt von Soissons war sehr einfach zu erreichen und eine Bäckerei gleich hinter dem Parkplatz bei der Kirche zu finden, ebenso ein kleiner Supermarkt.

      Am nächsten Tag(2) haben wir ohne Wohnwagen einen kleinen Abstecher zurück nach Reims gemacht und die dortige Kathedrale "Notre Dame" besichtigt. Sehr interessant dass dort bei den Restaurationsarbeiten neun Buntglasfenster von einem deutschen Künstler aus Düsseldorf (Imi Knoebel) gestaltet wurden. Die Restaurationsarbeiten sind dort in der Kirche mit einer vorher/nachher Bilderreihe dokumentiert und es ist unglaublich beeindruckend was die Restauratoren dort leisten.

      Am Nachmittag haben wir dann den Rückweg angetreten und sind allerdings etwas abgewichen nach "Laon" um die dortige Kathedrale, ebenfalls "Notre Dame", zu besuchen.
      Seltsam muten einen die in eigentlich allen Kathedralen vorzufindenden Schreine mit den Gebeinen irgendwelcher Heiligen an.

      Nun ja, zwei Kathedralen an einem Tag waren uns genug und so haben wir am Abend den Rückweg nach "Soissons" angetreten.

      Am Tag 3 sind wir dann zu Fuß in Richtung der Kathedrale von "Soissons" (Saint-Gervais-et-Saint-Protais) losmarschiert.
      Anschließend haben wir noch die Abteiruine "Saint-Jean-des-Vignes" erwandert. Sie ist eigentlich von den Türmen und der Fensterrose her fast imposanter als die Kathedrale St. Gervais.

      Am Tag 4 haben haben wir die nächste Etappe, den Camping "Le Parc des Cygnes" in Amiens angefahren. Der Platz ebenfalls sehr angenehm, wenig parzelliert und man konnte weitgehend frei stehen. Sanitär etwas weniger befriedigend als in Soissons.
      Frische Baguettes konnte man morgens in der Rezeption kaufen.
      (eurocampings.de/frankreich/pic…e-parc-des-cygnes-112282/)

      Am Tag 5 sind wir, wiederum ohne Wohnwagen, nach "Beauvais" gefahren. Dort befindet sich die Kathedrale mit dem größten Kirchenschiff (48,50m) der Welt (Saint Pierre), ein wahres Monstrum von Bauwerk. Die Kathedrale "Notre Dame" von Paris würde tatsächlich dort hineinpassen. Sie hat noch ein besonderes Hi-Light zu bieten, es befindet sich dort eine astronomische Uhr von Auguste Lucien Vérité aus dem Jahre 1866. Sie besteht aus 90.000 Teilen,
      68 Automaten und 52 emaillierten Zifferblättern.

      Auch die Altstadt dort sollte man sich nicht entgehen lassen, vor allem die berühmte Fachwerkgasse "Rue du 27 Juin".

      Zurück nach Amiens haben wir die dortige Kathedrale "Notre Dame" besichtigt. Anschließend sind wir zum Abendessen in eines der schönen Restaurants dort am Kanal. Die Bedienung hat uns dann auf ein Spektakel aufmerksam gemacht. Dort an der Kathedrale ist eine supermoderne Laseranlage nebst einer Lautsprecheranlage installiert und in den Sommermonaten wird abends nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Portal der Kathedrale eine Lasershow vorgeführt die ein echt spektakuläres Highlight darstellt. Wir waren ja völlig überraschender Weise in den Genuss gekommen aber sehr begeistert. Wahnsinn wie am Ende jede Figur farbig (entsprechend den Originalfarben) und sehr detailliert angestrahlt und quasi eingefärbt wurde.

      So, das war's schon mit der Straße der Kathedralen. Es gibt natürlich noch einige mehr in Frankreich, vor allem die von Chartres wollen wir uns irgendwann noch antun.

      Der Tag 6 führte uns dann in Richtung Normandie, wo wir in der Nähe von Saint Malo Station gemacht haben. Der Weg dorthin führt über die Seine-Mündung und eine der beeindruckendsten Brücken Frankreichs, den "Pont de Normandie".
      Wir hatten eigentl. einen der größeren Campings auf dem Plan allerdings war der voll. Wir haben dann einen kleineren Platz an der Landstraße angefahren der aber ebenfalls voll war. Dort sagte uns allerdings die Madame sie wüsste noch einen Platz in der Nähe wo wir hinkönnten. Der Camping "notre dame du verger" (camping-verger.com/) wurde dann für die nächsten drei Nächte unser Domizil. Sehr netter Platz, klein und vom Chef persönlich geführt, sogar mit einem kleinen Pool und Baguettes gab es auf Bestellung morgens ebenfalls am Platz.
      Über einen kurzen Trampelpfad konnte auch ein schöner Strand in einer Bucht erreicht werden.
      Von dort war dann sehr einfach und nah der berühmte Mont Saint-Michel zu erreichen.

      Auch stand ein Schiffsausflug mit dem Schnellboot von Saint Malo aus zur Insel Jersey auf dem Programm. Auf der Insel haben wir dann mit den Städtischen Bussen im Hop on - Hop off Verfahren eine kleine Rundreise gemacht.
      Natürlich stand auch St. Malo selbst auf dem Programm.
      Auch dort gab es (und gibt es) eine kleine Kathedrale (Saint-Vincent-de-Saragosse) die wir ganz unvorhergesehen besucht haben.

      Nach einem opulenten Abendessen im "Restaurant de la Point du Grouin" (hotelpointedugrouin.com/en/#/hotel-cancale-bretagne) - Spezialität "Rochen" - mit fantastischer Aussicht und in der Ferne dem Mont Saint-Michel im Blick ging es dann weiter Richtung westlicher Bretagne nach "Concarneau".
      Wir sind Fans des Krimi-Autors "Jean-Luc Bannalec" und von daher wollten wir uns die Tatorte seines Kommissars "Dupin" unbedingt anschauen. Ein sehr schönes Städtchen mit einer Altstadtinsel (Ville Close), Stadtmauer und allen Klischees.

      Dort haben wir auf dem Platz "Les Sables Blancs" übernachtet. (camping-lessablesblancs.com/). Sehr schöner Platz, deutsch sprechender Rezeptionist und einer fantastischen Aussicht von der Terrasse des Platzrestaurants auf den Atlantik.
      Von Concarneau aus ging es noch auf einen Abstecher an den Belon, auch um die berühmteste aller Austern zu verkosten.
      Leider hatte sie keine Saison, gibt es erst wieder ab September.
      Trotzdem eine sehr schöne Lagune dort.

      Von Concarneau aus ging es weiter die Atlantikküste runter nach Bourg an der Dordogne/Gironde. Dort sind wir auf dem "Camping Citadel" gelandet. (google.de/maps/place/Camping+C…3d45.0386957!4d-0.5622018) Hier war die Lage des Platzes einmalig! Wir standen direkt am Ufer der Dordogne die sich dort mit der Garonne zur Gironde vereint. Der Platz liegt direkt am Fuße einer Zitadelle. Wir konnten dort den sog. "Masqaret" erleben - wenn es Flut gibt, fließt das Wasser des Flusses in der falschen Richtung zurück - ein sehr irritierendes und beeindruckendes Schauspiel.

      Von dort haben wir einen Ausflug nach Royan unternommen, wunderschöne Landschaft gesäumt vom einzigen Thema das man in der Region kennt - Wein! Ein Chateau neben dem andern. Kurzer Stop an der Zitadelle von Blaye - dort gibt es einen Camping/Womo platz mitten in der Zitadelle drin - einmalig.
      Haben dort in Bourg natürlich einiges verkostet, sehr beeindruckend und cool war die "Weinverkostungsmaschine" im Restaurant.

      Von Bourg aus ging es dann auf der letzten Etappe nach Labennes Océan auf den "Camping Sylvamar" (camping-sylvamar.com/de/), wo wir den Wohnwagen inklusive Vorzelt komplett aufgebaut haben und dann unseren Kindern (erst zwei Wochen unsere Tochter, dann zwei Wochen der Sohn) überlassen haben. In der Hauptsaison sehr enttäuschender Platz, auf keinen Fall 5 Sterne - siehe mein Bericht hier im Forum.

      So, das war's erst mal - so ca. 2900 Km sind da zusammengekommen.

      Wir sind dann nach Hause gefahren (ca. 1300 km) und haben den WoWa 4 Wochen später dort wieder abgeholt (nochmal 1300 Km hin und zurück) .
      Nach den 4 Wochen die unsere Kinder auf dem Sylvamar verbracht haben, sind wir dort nochmal, mit Zwischenübernachtung in einem R&B Hotel vor Bordeaux, augeschlagen und haben das quasi Dauercamperdomizil abgebaut und verlassen.
      Es folgte nach kurzer Strecke nochmal einen Stop auf dem "Camping Panorama" an der Düne von Pilat (yellohvillage.de/camping/panor…2lKwM2EAAYASAAEgItgvD_BwE) um dort mit ein paar "alten" Bekannten noch einen sehr netten anderthalbwöchigen Aufenthalt zu genießen. Der Platz verdient seinen Namen wirklich uneingeschränkt!

      Viele Grüße
      Paul
      Es ist nicht leicht einem Stachelschwein in den A.. zu beißen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dizzy ()

    • :ok
      Danke für den Bericht

      dizzy schrieb:

      - Spezialität "Rochen" -
      Ne,
      nicht mein Fall, erinnerte mich irgendwie an ein überfahrenes Huhn mit Gummiknochen,
      mit einem seltsamen Geschmack :rolleyes:

      dizzy schrieb:

      nach Bourg an der Dordogne/Gironde. Dort sind wir auf dem "Camping Citadel" gelandet.
      Ein paar KM weiter Richtung Mündung, habe ich mich auch den Camping in der Citadelle von 33390 Blaye auf die Wunschliste gesetzt......

      dizzy schrieb:

      ....gesäumt vom einzigen Thema das man in der Region kennt - Wein!...
      Tipp:
      beim nächsten Besuch nicht vergessen, den Pineau zu probieren.
      Wir haben noch ein Flasche aus den 90'ern im Keller......

      Gruß Thomas
      das verbrennt der KUGA seit 2012 im Durchschnitt: [IMG: http://images.spritmonitor.de/547357.png ]
      hier klicken = besuchte Campingplätze
    • dizzy, francophile wie ich bin, sehr schöne Erlebnisse und gute Infos für weitere Reisen
      Coureur
      Quo Bartolus vendit mustum. Die Verschlagenheit des Fuchses, Die Wildheit der Katze, Sie sind in der Welt fähig Das Wasser aus der Tiefe zu trinken; Wer dies miteinander zu verbinden weiß Der kann mit mir durch die Welt gehen, Denn er kennt den Ort genau Wohin Bartolus den Most verkauft.
    • dizzy schrieb:

      So, das war's schon mit der Straße der Kathedralen. Es gibt natürlich noch einige mehr in Frankreich, vor allem die von Chartres wollen wir uns irgendwann noch antun.
      Vielen Dank für den Bericht :ok
      Mit dem Besuch von Chartres würde ich noch ein wenig warten, denn die Innenrestaurierung ist zwar schon ziemlich weit, aber noch in vollem Gang.
      Das ehemalige dunkle Innere der Kathedrale am französischen Jakobsweg erstrahlt nun z. T. wieder wie das Original in zarten Pastelltönen, dazu kontrastieren die ebenfalls gereinigten Fenster mit dem berühmten Blau von Chartres. Auch außen wird der verschmutzte Stein gereinigt und neu versiegelt.
      Sehr beeidruckend fanden wir abends die Videoinstallationen außen an den Kirchen und den alten Bürgerhäusern.
      Übernachten kann man in Chartres auf dem Campingplatz direkt an dem Flüßchen Eure. Von dort aus kann man zu Fuß am Fluß entlang bequem in das hübsche Städtchen und zur Kathedrale laufen!

      eurocampings.de/frankreich/cen…es-bords-de-leure-103710/