Mit Solaranlage im Wohnwagen E Bike Akkus laden?

  • Hallo,


    wir spielen mit dem Gedanken eine Solaranlage auf das Wohnwagendach zu montieren. Der Hintergrund ist, das auf vielen Campingplätzen der Strom bis zu 5 €/Tag kostet.


    In vielen Fällen ist ein Stellplatz ohne Strom wählbar und wenn wir nun als Vorruheständler einige Monate unterwegs sind, spart es sich mit eigener Stromerzeugung mächtig.


    Da wir ein Autarkpaket haben, ist eine Batterie an Bord. Strom wird eigentlich nur für die Beleuchtung (LED) und Mover benötigt. Also nicht sehr viel. Jedoch haben wir unsere E Bikes dabei und die Akkus wollen regelmäßig aufgeladen werden. Also muss ein Spannungswandler noch her.


    Aber... funktioniert das überhaupt? Die beiden E Bike Akkus haben 36 Volt und 625 Watt. Bei der Solaranlage haben wir an eine 200 Watt Anlage gedacht. Batterie hat 85 Amp.


    Nun bin ich ein elektrischer Volllaie.... wer weiß da Rat?

  • Du bist mit der Vermischung und Verwechslung der Einheiten hier im Forum in guter Gesellschaft.


    Der Akku hat einen Energieinhalt in Wh (Wattstunden=Watt mal Stunde). Hat er 625Wh? Falls ja, vergleichen wir das mit der Battiere: Falls sie 85Ah (Ampere mal Stunde) hat, ergibt das multipliziert mit der Spannung von 12V einen Energieinhalt von 85*12VAh = 1020Wh


    Das heißt also, dass du zwei E-Bike Akkus nicht allein aus der Wohnwagenbatterie speisen kannst, selbst wenn du die Batterie voll entlädst (was du nicht machen solltest bzw. kannst) und wenn es sonst keine Verluste gibt.


    200W Solar liefert die 200W nur im Idealfall. Wenn alles gut läuft (sonnig, gute Ausrichtung der Panels) kannst du vielleicht die 625Wh an einem Tag ernten. Jetzt kommt es natürlich darauf an, wie oft die E-Bike Akkus geladen werden sollen. Aber das wäre mir wohl zu knapp dimensioniert.


    Welche Batterie hast du denn im Wohnwagen? Falls es eine Bleibatterie sein sollte, kannst du eher nur ca. 50% der Kapazität nutzen, hast also eher nur 500Wh.


    Zu klären ist auch noch, ob du die E-Bike-Akkus über 12V laden kannst (entsprechender Adapter vorhanden?) oder du den Umweg über einen Wechselrichter gehst. Dann müsstest du noch weitere Verluste einrechnen.


    lg

    Gernot

  • Hallo Macbeth ,


    für das Laden der Fahrradakkus aus der WW-Batterie ist der Powerbutler geeignet.

    Du solltest berücksichtigen, dass die vorh. WW-Batterie nur max. 50Ah abgeben kann.

    Dieses entspricht ca. 17Ah-Ladung eines Fahrrad-Akkus.

    Also ist der WW-Akku definitiv zu klein für diese Aufgabe.

    Ich werde (bei vergleichbaren Anforderungen) einen 200Ah-LiFePO4-Akku einbauen.

    Damit passt dann das Verhältnis 1:1 von Solarleistung : Batteriegröße.

    Gruß vom Erni


    Jedem sein Hobby, ich habe mein(en) Hobby. ;camper=   :ok:

  • Ich hab mal nachgemessen. Mit dem 625Wh-Bosch in Verbindung mit dem CX-Performance und 85NM braucht mein City-Tourer auf 100km ziemlich genau 0,5kwh. Das kann man jetzt sicher mit einem Spannungswandler 12 auf 230 Volt und dem herkömmlichen Ladegerät machen oder aber auch mit sowas z.B. https://www.akkushop.de/de/12v…g-42v-max.-2-a-ladestrom/


    Macht wohl mehr Sinn als den Umweg der mehrfachen Transformation zu gehen. Falls man partout auf Autarkie besteht.


    Und naja... ne halbe kwh.. was ist das schon wenn man das wo wo einsteckt? Da tät ich mir ja eher ein 6A-Lader zulegen für die Bike und das ganz normal schnellladen. Das spart Ladeverluste. Bei 36 Volt wären das dann in etwa 250 Watt an benötiger Leistung aus einem Spannungswandler. Das ist kein Problem, ich würde das halt überwiegend versuchen bei Sonnenschein zu laden in dem Fall, da weiß der Laderegler meist eh nicht mehr wohin mit dem Strom.

  • Ich hab mal nachgemessen. Mit dem 625Wh-Bosch in Verbindung mit dem CX-Performance und 85NM braucht mein City-Tourer auf 100km ziemlich genau 0,5kwh. Das kann man jetzt sicher mit einem Spannungswandler 12 auf 230 Volt und dem herkömmlichen Ladegerät machen oder aber auch mit sowas z.B. https://www.akkushop.de/de/12v…g-42v-max.-2-a-ladestrom/


    Macht wohl mehr Sinn als den Umweg der mehrfachen Transformation zu gehen. Falls man partout auf Autarkie besteht.


    Und naja... ne halbe kwh.. was ist das schon wenn man das wo wo einsteckt? Da tät ich mir ja eher ein 6A-Lader zulegen für die Bike und das ganz normal schnellladen. Das spart Ladeverluste. Bei 36 Volt wären das dann in etwa 250 Watt an benötiger Leistung aus einem Spannungswandler. Das ist kein Problem, ich würde das halt überwiegend versuchen bei Sonnenschein zu laden in dem Fall, da weiß der Laderegler meist eh nicht mehr wohin mit dem Strom.

    Sorry, aber ich bin elektrisch nicht ganz so fit. Komme aus dem Maschinenbau ;) .


    Verstehe ich Dich recht?


    Mit der von uns geplanten 200 Watt Solaranlage die im WW vorhandene 85 Ah aufladen und dann über einen im WW vorhandenen 12 Volt-Anschluss mit dem KFZ Ladegerät oder dem vorher genannten Powerbuttler die Akkus der E Bike laden? Das klappt?


    Oder benötigen wir tatsächlich eine größere Batterie? Ein Votronic LCD-Batterie-Computer 100 S ist bei uns im WW verbaut und schützt die WW Batterie vor Tiefenentladung.

  • Wenn du alle 2-3 Tage drei Akkus mit je ca. 500Wh über einen Wechselrichter laden willst, klappt das mit einer 85Ah Gelbatterie und 200W definitiv nicht verlässlich. Du wirst nicht immer 100% Sonnenschein und perfekte Ausrichtung der Panels haben.


    Ich würde zunächst die Batteriekapazität mindestens verdoppeln. Wenn die Batterie auf der Fahrt regelmäßig vom Auto nachgeladen wird, hilft das auch.


    lg

    Gernot

  • wir spielen mit dem Gedanken eine Solaranlage auf das Wohnwagendach zu montieren. Der Hintergrund ist, das auf vielen Campingplätzen der Strom bis zu 5 €/Tag kostet.

    Wenn die Stromkosten deine Überlegung anstoßen, überlege mal weiter. Wie du ja mittlerweile lesen konntest, ist dein Vorhaben mit einfachen Mitteln nicht umzusetzen. Ich weiß jetzt nicht wieviele Tage im Jahr du das nutzen kannst/willst. Die Kosten zur Ertüchtigung deiner Anlage machen wieviele Übernachtungen aus? Wie du ja selbst schreibst, bis zu 5€/Tag. Manchmal ist der Strom incl. , manchmal Abrechnung nach Verbrauch. Weiterhin kommen im Nachhinein weitere Wünsche der Autarkie, mit weiteren Kosten. Solarpaneels nutzen auch nur in möglichst geeigneten Plätzen etwas. Willst du wirklich in praller Sonne stehen? Gut, könnte man mit Solartasche oder Koffer erschlagen. Ist aber auch wieder teurer. Für den Normalcamper, welcher auf CP seinen Urlaub verbringt sehe ich das nicht als soooo sinnvoll an. Kosten/ Nutzen Vergleich anstellen, dann könnte dabei unterm Strich schon die Lösung bei rauskommen.

    Und nein, ich bin kein Gegner von Autarkie.

    In unserem Wohni ist für fast 4000€ solche Technik verbaut, aaaber, wir sind Rentner und auf Dauerreise. Also wahrscheinlich ganz andere Voraussetzungen. Viel Spaß bei der Urteilsfindung. :w

    mfg konny (Klaus)
    Auf Dauerreise, Leben im Wohni.

    Zur Zeit unterwegs.

  • Moin,

    darüber habe ich mir auch schon den Kopf zerbro hen,

    für denb !"Fall aller Fälle"


    Ich bin aber aktuell zu der Entscheidung gekommen, aktuell die beiden !! Akkus nicht über die WoWa-Batterie

    oder einer Solaranalge zu laden,

    die Kosten, auch wenn eine Batterie/Wandler vorhanden ist, stehen in keinem Verhältnis zu unseren Nutzen.

    Mal ganz sparsam gerechnet :

    Paneel 300
    Steuergerät 150
    2. Batterie 300
    750

    Bei € 750,00 könnte ich mehr als 250 Übernachtungen ohne 230 Volt "einspraren"


    Für den Fall, das ich mal zwischendurch mobil laden möchte, habe ich aktuell

    1. im Ranger einen 300 Watt Wandler
    2. einen mobilen 350 Watt Wandler


    Damit kann ich, bei Ausflügen oder beim Weiterreisen notfalls die Akkus nachladen,

    da der Motor laufen muss.


    Auch inmteressant

    https://campofant.com/e-bike-akku-wohnmobil-laden/


    Gruß Thomas

  • Ist es da nicht deutlich pragmatischer, eine Ladesäule zu nutzen, die man mittlerweile überall findet und während einer Pause da zu laden?

  • Wenn du alle 2-3 Tage drei Akkus mit je ca. 500Wh über einen Wechselrichter laden willst, klappt das mit einer 85Ah Gelbatterie und 200W definitiv nicht verlässlich. Du wirst nicht immer 100% Sonnenschein und perfekte Ausrichtung der Panels haben. Also wird eine größere Wohnwagen-Batterie angeschafft. Eine LiFePO4 mit 180 bis 200 Ah sollte genügen. Für Empfehlungen diesbezüglich bin ich sehr dankbar.

    Ich würde zunächst die Batteriekapazität mindestens verdoppeln. Wenn die Batterie auf der Fahrt regelmäßig vom Auto nachgeladen wird, hilft das auch. Leider haben wir nur das kleine Schaudt Gerät im Wohnwagen verbaut. Das lädt nicht über den PKW während der Fahrt. Für die WW-Batterie ist damals gemeinsam mit dem Mover ein Ladegerät eingebaut worden. Lädt nur über 230 Volt von außen. Also benötigen wir auch einen neuen Laderegler für 12V/230V und Solar für den WW. Auch hier sind wir für Tipps und Erfahrungen dankbar.


    lg

    Gernot


    Wenn die Stromkosten deine Überlegung anstoßen, überlege mal weiter. Wie du ja mittlerweile lesen konntest, ist dein Vorhaben mit einfachen Mitteln nicht umzusetzen. Ich weiß jetzt nicht wieviele Tage im Jahr du das nutzen kannst/willst. Ca. 4 bis 6 Monate im Jahr Die Kosten zur Ertüchtigung deiner Anlage machen wieviele Übernachtungen aus? Wie du ja selbst schreibst, bis zu 5€/Tag. Manchmal ist der Strom incl. , manchmal Abrechnung nach Verbrauch. Weiterhin kommen im Nachhinein weitere Wünsche der Autarkie, mit weiteren Kosten. Solarpaneels nutzen auch nur in möglichst geeigneten Plätzen etwas. Willst du wirklich in praller Sonne stehen? Gut, könnte man mit Solartasche oder Koffer erschlagen. Ist aber auch wieder teurer. Für den Normalcamper, welcher auf CP seinen Urlaub verbringt sehe ich das nicht als soooo sinnvoll an. Kosten/ Nutzen Vergleich anstellen, dann könnte dabei unterm Strich schon die Lösung bei rauskommen. Wir sind da eher die Reisenden zwischen den Ferien. Mit möglichen Überwintern in Portugal.

    Und nein, ich bin kein Gegner von Autarkie.

    In unserem Wohni ist für fast 4000€ solche Technik verbaut, Laderegler, Batterie, Solar kommen auf ca. 1500-. bis 2000-, Euro aaaber, wir sind Rentner und auf Dauerreise. Wir sind zwar keine Dauereisenden, jedoch kommen 4 bis 6 Monate pro Jahr zusammen. Also wahrscheinlich ganz andere Voraussetzungen. Viel Spaß bei der Urteilsfindung. :w

  • Naja.. unter idealsten Bedingungen kommen von oben ~14-15Ampere rein. Idealerweise lädt man die Bikes vorallem dann, wenn von der Sonne was kommt. Ansonsten ist es natürlich eine einfache Rechnung wenn das Ladegerät vom E-Bike max. 10 Ampere zieht und dabei mit 2 Ampere den Akku lädt, dann dauert das in etwa 7,5h bis voll. In der Zeit ist die WW-Batterie allerdings dann auch leer. Daher laden wenn man eh nicht weiß wohin mit dem Strom.


    Wobei ich glaub echt nicht so einen Bohei machen tät. Lieber ein 6A-Ladegerät mit 230V zulegen und an normalen Steckdosen laden. Sowas findet man doch immer irgendwo. Mit der ganzen Autarkladerei produziert man IMHO auch ordentlich Ladeverluste, von der lausigen Ladezeit bei 2A mal ganz abgesehen.

    So ein 6A ballert halt auch mal bei nem Käffchen von ner Stunde schnell mal 40% extra in nen 625Wh-Akku rein. Irgendwelche Ladegeschichten mobil würde ich vielleicht am Womo machen oder irgendwas wo ne Lichtmaschine läuft und dann auch eher per Spannungswandler und 6A. Die 2A sind halt so eine Verlegenheitsgeschichte die schlichtweg dem Umstand der 12V geschuldet sind, dass man da halt nicht mehr wie 10/15A durch den Stecker lässt und dann kommt am Ende halt kaum was raus.

  • Gut, das sieht ja dann ähnlich aus, wie bei uns.

    Wir sind seit Anfang Oktober 2021 auf Tour und haben an insgesamt 6 Tagen Landstrom gebraucht. Ja, auch hier in Spananien gibt's schon mal eine Woche nicht so berauschenden Wetter. Stellt sich die Frage, wie ihr unterwegs seid. Wir nutzen fast nur Stellplätze. Da kann man den Strom einfach mal für eine Nacht buchen, falls erforderlich.

    Unser Setup :

    280Ah Lifepo4 Akku

    750Wp Solar (5×150Wp)

    WR 1700W mit Netzvorrangschaltung

    Ladegerät 30A

    Alles auf 12V


    Allerdings sind wir mit einem 750er Tandem unterwegs. Und das dauerhaft. Also Haushalt auf Rädern. Da braucht man halt a bisserl mehr.

    :w:w

    mfg konny (Klaus)
    Auf Dauerreise, Leben im Wohni.

    Zur Zeit unterwegs.

  • In Wahrheit ist es doch eher die Frage was man will, die Wirtschaftlichkeit ist nicht immer erste Priorität.


    Wenn ich 4-6 Monate im Jahr mit dem Wohnwagen unterwegs wäre, würde ich definitiv einen hohen Grad an Autarkie wollen. Das erweitert einfach die Möglichkeiten. Also 200Ah LiFePo und Solarpanels was geht.


    Das Nachladen während der Fahrt hängt auch stark von der Nutzung ab. Wenn ich viel herumfahre und kürzere Aufenthalte habe, bringt das was, wenn ich drei Wochen stehe, bringt es praktisch nichts. Dann lieber ein Solarpanel mehr.


    Konkrete Empfehlungen für Anlagen habe ich nicht, habe nur 40Ah LiFePo weil das für mein Nutzungsprofil mehr als ausreichend ist.


    lg

    Gernot

  • Ja, Empfehlungen sind da nicht wirklich einfach. Grundsätzlich würde ich "normal" laden wo es nur geht und das autarke nur als Reserve nutzen. Ich vermute sogar mit dem Umweg über einen Spannungswandler 12V/230V und einem ganz normalen Ladegerät in angemessener Stärke. Das scheint mir fast am universellsten als ein spezielles 12V-Teil zu kaufen.

  • Ja, Empfehlungen sind da nicht wirklich einfach. Grundsätzlich würde ich "normal" laden wo es nur geht und das autarke nur als Reserve nutzen. Ich vermute sogar mit dem Umweg über einen Spannungswandler 12V/230V und einem ganz normalen Ladegerät in angemessener Stärke

    Das sehe ich genau so. Ich habe von der Materie allerdings auch keine "richtige" Ahnung und praktische Erfahrung ist auch nur teilweise vorhanden.

    Wir sind immer noch am ausprobieren.

    Wir haben einen Büttner PowerLine Sinus Wechselrichter mit 1500 Watt. Damit kann auch ohne Netzanschluss bei Stromüberschuss (z.B. Solar) ein E-Bike-Ladegerät an Bord direkt über den Wechselrichter geladen werden. In der Praxis konnte dies bisher jedoch auch noch nicht ausgiebig getestet werden.


    Thomas :0-0:

  • Die Frage ist: Wann und wo seid ihr unterwegs? Ab März bis Oktober sollte der Ertrag einer 200WP Anlage zum Laden der Pedelecs ausreichend sein. 300 WP wären besser.

    Der Flaschenhals ist der kleine Akku. Ich würde hier - besonders für bewölkte Phasen - auf 180AH oder mehr LiFePO4 Kapazität setzen.

    Wir haben 270WP und 180AH und kommen mit dem Nachladen von 2 625er Bosch Akkus recht gut hin. Die zutzeln aber doch gern lange und viel! Wir laden über die original Lader via Fraron 1800W WR.

    Gruß, Andreas

    Urlaub ist ... wenn der Flötenkessel morgens pfeift! :0-0:

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