Welche Batterie braucht ein Mover

  • Hi

    Irgendwie weiss ich nicht welche Batterien ich für den Mover nehmen soll.

    Sie soll nur für den Mover sein. Wieviel AH muss sie haben? Welche ist die richtige? AGM, Lithium?

    Ach ja Mover ist ein Enduro und WW Max Gewicht 1700 kg

    Hoffe mir kann jemand erklären was man wirklich benötigt


    Gruß und schönes Rest Wochenende

  • Es gibt spezielle Akkus für Mover von victron oder PowerXtreme mit wenigen Ah ab 8 Ah, , 20 30 Ah

    Gruß Jürgen


    An jedem Tag, an dem ich älter werde, wächst die Zahl der Menschen, die mir den Buckel runterrutschen können :)

    Freiheit ist der Zwang sich zu entscheiden:)

    Idealismus ist schön, aber Realismus ist oft praktikabler

  • Sie soll nur für den Mover sein. Wieviel AH muss sie haben? Welche ist die richtige? AGM, Lithium?

    Es kommt drauf an, was du ausgeben möchtest.

    Günstig kommt man vermutlich mit einer AGM bzw. Blei-Gel und entsprechendes Ladegerät.

    Unser Wohnwagen ist mit einer Optima Yellow Top 55Ah bestückt. Die hat zum Movern mit einem Mammut an einem 2t Wohnwagen mehr als ausreichend.


    Teurer (und leichter) geht es mit den Lithium Akkus.

  • Du benötigst eine Batterie, die in der Lage ist, den maximalen Strombedarf deines Movers (nachlesen, oft 120-150A) liefern zu können.
    Diese hohe Stromanforderung gibt es nur in extrem seltenen Situationen, (Steile Stellen, Kanten etc.).
    Die Wahl der Batterietechnik ist zweitrangig, Bleibatterien (AGM/GEL) wiegen das ca. 3-fache wie eine Lithium Batterie, kann ein Argument sein (Zuladung).
    Lithium Batterien (vor allem die günstigen Angebote) können oftmals nicht mehr wie 100Ah maximalen Dauerstrom liefern.
    Nimmst du Blei, kannst du einen beliebigen Akku ab ca. 50Ah einbauen.
    Bei Lithium halte ich das Victron Power Pack (PPP) bezüglich Leistung und Ausstattung (z.B. mit Ladegerät) für das Optimum.

  • Bisher hatte ich eine Yellow Top 55 Ah im Einsatz, WW hat 1.500 kg GG (hoffentlich). Movern, auch mehrere Ansätze wg. Bäumen auf dem Platz und Enge hat immer funktioniert. Die Dauer kann ich schwer einschätzen, nie gemessen. Vielleicht mal 20 min, natürlich mit Unterbrechungen.


    Die Yellow Top ist ja auch durchaus eine Empfehlung der Moverhersteller, zumindest bei Truma.


    Habe die Batterie durch Eigenverschulden ( ungewollte Tiefenentladung) geschrottet, aktuell eine Victron PPP 30 Ah angeschafft. Such mal hier im Forum, ich hatte mich nach positiven Rückmeldungen dazu entschieden.


    Test steht noch aus, WW steht im Winterquartier.

  • Hallo,

    da man Bleibatterien nicht mit sehr hohen Strömen entladen soll habe ich mich für eine 95Ah AGM Batterie entschieden. Hat man auch etwas Reserve für Autarkie.

  • Ich habe gerade eine 70AH AGM gekauft, da die vorhandene 90AH 12 Jahre alt war und beim Testen schwächelte.


    Für das Wenige mal eben auf/bis Parzelle bewegen reicht das. Ansonten wird unterwegs höchstens mal die Wasserpumpe bei der Pinkelpause bestätigt oder mal LED-Licht bei einer Zwischenübernachtung versorgt.


    Ich muss noch ein wenig umbauen weil der Ladestrom der vorhandenen Versorgung mit 28A zu hoch für die neue Batterie ist. Nach Abholung aus dem Winterlager wird noch eine automatische Abschaltung (oder bei Eignung der Schaltung eine Stilllegung) des vorhandenen Ladeteiles gebaut und ein separates Ladegerät verwendet.

    Viele Grüße

    Hermann


    Mazda CX5 verfolgt von einer dicht auffahrendem Variante des Eriba Nova 390

  • Moin,


    Meiner Meinung nach sollte man die neueste/beste Batterietechnologie verwenden, wenn es denn finanziell geht. So ist man für die Zukunft gerüstet und muss die Batterien nicht mehr so oft ersetzen (Stichwort: Tiefenentladung)...


    Darum empfehle ich LiFePOY- (Vorteil: Kann auch bei Minusgraden geladen werden), oder zumindest LiFePO-Akkus vor AGM- oder Bleibatterien. Ausserdem ist bei Lithiumakkus die angegebene Kapazität voll nutzbar, da man AGM- oder Blei-Gel-Batterien immer nur bis max. 50% entladen sollte.


    Ausserdem ist der Gewichtsvorteil zu beachten: 90Ah AGM Serienausstattung = 36kg bei mir, 50Ah LiFePO4 = 5.1kg, bei mir 100Ah LiFePO4 von Berger = 11kg. Die 100Ah geben mir somit rechnerisch die doppelte Batteriekapazität bei halbem Gewicht.


    Meine Batterie kann ich empfehlen, da sie mit Mover und Hubstützensystem klarkommt: https://www.fritz-berger.de/ar…146499?varid=146435&q=100

    Alternativ die von Liontron, oder gewisse Victron-Modelle...


    Wichtig bei allen Batterien ist, dass man z. B. für Mover- oder Hubstützeneinsatz mind. 150A Spitzenbelastung wählen sollte (steht in der BDA des Movers, i. d. R. 120-150A bei den meisten Systemen).


    So kann man dann z. B. mit einer LiFePO4-Batterie auch mal 2-3 Nächte ohne Strom (z. B. an einem Event oder Raststätte als Übernachtungsplatz) stehen und trotzdem hinterher noch auf die Parzelle movern.


    Gewisse LiFePO4-Batterien sind ausserdem laut Hersteller dafür geeignet, mit dem bereits bestehenden Ladegerät mit AGM- oder Blei-Gel-Einstelljng geladen zu werden. Hierbei muss der max. Ladestrom beachtet werden (in BDA von Batterie und Ladegerät zu finden). Wichtig: Das Ladegerät sollte IUOU-Ladekennlinien unterstützen.


    Das Victron PPP z. B. mit 20Ah oder 30Ah sollte jedoch gut zum Movern langen plus 12V Betrieb von Licht und Wasserpumpe bei einer Zwischenübernachtung... Vorteil PPP: Ladegerät mit eingebaut, falls man noch keins hat.


    Ich hoffe, mein Beitrag hat bei einer Auswahl geholfen...

  • aber die Frau schimpft wegen der Abmessung.

    Na dann das:

    Mobility-Power-Pack: Die easydriver Energie-Alternative
    Die leichtgewichtige Alternative zu Blei-Säure-Batterie-Ladegerätkombinationen: Energiegeladen. Nachhaltig. Zuverlässig.
    reich-easydriver.com

    Kleiner geht wohl kaum.


    Falls die zu schwach sein sollte, Victron PPP 20Ah. Wäre meine Wahl (habe das 40er).


    lg

    Gernot

  • Also ich habe die hier schon 6 Jahre, und die geht immer noch wie am ersten Tag.

    Gut mein Wohni wiegt auch nur 1100kg, aber mit der kann ich locker mindestesns 15min Movern.

    So lange brauche ich es aber nie, nur zum An/Ab- kuppeln und auf dem Platz zum Ausrichten,

    Wer aber, eine lange Einfahrt in seinem Grundstück hat, da wäre diese bissel Schwach dazu.

    Wir haben mal bei meinem Sohn der einen 2000kg Fendt hat getestet, auch da hat sie locker 8 min durchgehalten.

    Würde also auch Ausreichen zum kurzen Ausrichteten.

    Grüße Roland

  • Hallo Remus ,


    eher hier noch mehr durcheinander gebracht wird kurz eine Erläuterung zu den Batterien


    1. Bleibatterie

    Hier existieren im wesentlichen 3 Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften

    - AGM: geschlossene Starter-Batterie, daher für Moverbetrieb sehr gut geeignet

    - Gel: geschlossene Verbraucher-Batterie (daher für Hochleistungszwecke nicht so gut geeignet)

    - Säure-Batterie: verschraubte Batterie, Starter-Batterie mit Entgasungsöffnungen, daher für Einbau in WW ungeeignet

    Bleibatterien sind groß und schwer, besitzen ca. 300 Ladezyklen, sind aber relativ preisgünstig.

    Faktisch sind nur ca. 60% der angegebenen Kapazität tatsächlich nutzbar.

    Stromabgabe (Ampere) stellt (begrenzte Zeit durch Kapazität der Batterie) in aller Regel kein Problem dar.

    Batterieladung mit handelsüblichen Ladegeräten.

    Problem: Tiefentladung durch nicht vorh. automatische Unterspannungsabschaltung.


    2. LiFePO4-Batterie

    Üblich ist nur dieser Typ in WW mit:

    - kleiner Abmessung

    - hoher Zyklenanzahl gegenüber Bleibatterien (Lebensdauer)

    - ca. 90 - 95% der Kapazität sind tatsächlich nutzbar

    - höherem Anschaffungspreis bezogen auf die Bruttokapazität

    Die Leistung der Batterie wird nach Herstellerangabe nur durch das BMS begrenzt zur Verfügung gestellt.

    Die Ladung kann i.d.R. mit herkömmlichen Ladegeräten erfolgen.

    Vorteil: das eingebaute BMS schützt die Batterie vor Tiefentladung

    Nachteil: Ladung und Entladung erfolgt (durch BMS) nur jeweils in einem vorgegebenen Temperaturfenster


    Anforderungen Mover

    min. Strom: ca. 20A pro Stunde auf ebener, fester Fläche

    normale Anforderungen: 60A auf unebenem Gras

    hohe Anforderungen: 100-120A Bordstein und starke Steigungen (meist nur kurze Zeit)

    Bei einer rechnerischen Geschwindigkeit von 0,10m/s = 6m/Minute kann man den effektiven Stromverbrauch grob abschätzen.

    Er ist eben nicht so groß wie viele befürchten.


    Für deinen Fall würde ich zu einer recht preisgünstigen AGM mit ca. 60Ah raten.

  • Gewisse LiFePO4-Batterien sind ausserdem laut Hersteller dafür geeignet, mit dem bereits bestehenden Ladegerät mit AGM- oder Blei-Gel-Einstelljng geladen zu werden. Hierbei muss der max. Ladestrom beachtet werden (in BDA von Batterie und Ladegerät zu finden). Wichtig: Das Ladegerät sollte IUOU-Ladekennlinien unterstützen.

    Nahezu jede gängige LiFePO4 Batterie kann mit 14,2- max.14,6V Spannung geladen werden.
    Ladegeräte mit AGM Einstellung haben bei dieser fast immer 14,7-14,8V, das ist zu viel (das BMS einer Lithium schaltet ab).
    Allerdings haben diese Ladegeräte auch immer eine Blei/Säure (Pb) Einstellung mit dann 14,4V.
    Eine IUOU-Ladekennlinie ist nicht nötig (schadet aber auch nicht), eine Ladekennlinie für alle Lithium Batterien lautet CCCV. (https://linergy.de/wiki/cccv-ladeverfahren/)

  • Hallo Menschenkinder,


    unsere Wohndose war vom Werk mit Autarkiepaket ausgestattet und mit einer 95 AH AGM-Batterie bestückt. Nach nun exakt 8 Jahren merkte ich ein leichtes schwächeln. Unser Nutzerprofil: Wohndose (1800 kg) immer draußen und ganzjährige Nutzung auf Ganzjahresplatz oder auf Reisen in Vor-Nachsaison. So kamen in 8 Jahren etwa 220 bis 240 Mover-Einsätze zustande und bei 500 Übernachtungen etwa gut ein Dutzend Autark Übernachtungen. Somit habe ich keinen Grund über die AGM zu jammern - und habe exakt die gleiche beim Dichtigkeits/Tüv/Gas-Termin beim Händler diese Woche wieder einpflanzen lassen (€ 245,00).


    Bleibt gesund und friedlich

    nobbynator

  • Danke für die Erklärung und der Empfehlung

    Vielleicht mache ich mir einfach zu viele Gedanken

  • Ja die hatte ich auch gesehen und in Erwägung gezogen. Allerdings mit 80 AH. Der Preis wäre ok

  • Ja die hatte ich auch gesehen und in Erwägung gezogen. Allerdings mit 80 AH. Der Preis wäre ok

    Ja die ist auch super, bedenke aber, diese haben M6 Schraubgewinde, möchtest Du aber wie ich mit Schnellverschluss, brauchst Du die Adapter dazu.

    Ansonsten, wenn Du sie fest installierst, dann ist es OK, ich nehme sie aber immer mit nach Hause, da würde mich das Ab/An Schrauben nerven, auch nutze ich Sie zum Boot da habe ich auch die Schnellverschlüsse.


    Grüße Roland

  • Hallo,


    kurze Ergänzung noch zu meinem Beitrag #13:

    - Bleibatterie mögen es immer voll geladen zu sein

    - LiFePO4-Batterien mögen es dauerhaft teilentladen mit ca. 13,0-13,2V am liebsten

  • Hallo,


    kurze Ergänzung noch zu meinem Beitrag #13:

    - Bleibatterie mögen es immer voll geladen zu sein

    - LiFePO4-Batterien mögen es dauerhaft teilentladen mit ca. 13,0-13,2V am liebsten

    Mein BMS ist so eingestellt, dass das laden bei 14V beendet wird, nach einem Tag Ruhe hat der Akku noch eine Spannung von 13,3 V.

    Daran ändert sich auch nichts , wenn ich das Ladeende mit dem BMS auf 14,6 V Stelle.

    Gruß Jürgen


    An jedem Tag, an dem ich älter werde, wächst die Zahl der Menschen, die mir den Buckel runterrutschen können :)

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