Tipps gegen das Schlingern beim überholen von LKW

  • Ich habe mal eine Frage in die Runde mit der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann. Beim Überholden von LKW bzw. wenn die LKW mich überholen habe ich das große Problem, dass der Wohnwagen schon bei 90km/h anfängt ziemlich stark zu schlingern, aber nur wenn ich gerade fahre oder Berg runter Fahren. Beim Berg rauf überholen gibt es das Problem nicht!

    Bei der Rückreise jetzt aus Bretagne musste die V-Klasse beim überholen des LKW mit 92 km/h sogar eine Notbremsung einleiten zur Stabilisierung des Wohnwagens.

    Die AKS sieht in Ordnung aus, Kugel der AHK mach ich vor der Abreise immer mit dem Bremsenreiniger sowie dem Schnörgelpapier sauber. Den Bremsbelag der AKS habe ich vor ca. 15 tkm getauscht. Ich weiß leider nicht wie lange der hält.

    Der Wohnwagen ist nicht überladen, auf der Waage hatte ich 1960kg. Die Stützlast liegt bei der Abfahrt um die 95-100 KG.


    Ich danke euch im Voraus!


    Gruß, Paul.

    Beste Grüße, Paul aus dem schönen Baden-Baden
    :0-0:

  • Bei der AKS gibt es eine Anzeige, bei neuen Belägen muss man den ersten Widerstand bei schließen des spannhebels an der ersten Markierung ( grün) merkbar sein. Wenn Du überholt wirst , dann auf deiner Fahrspur möglichst weit rechts fahren , wenn du überholst möglichst weit links, das vermindert die seitlichen Windkräfte .

    Gruß Jürgen

    Freiheit ist der Zwang sich zu entscheiden und Idealismus ist schön, aber Realismus ist oft praktikabler


  • Ich hab das Problem nicht so ausgeprägt, aber bei mir merke ich, dass der Wohni früher unruhig wird, je geringer die Stützlast. Letztes Jahr im Sommer hatte ich mal nur 80kg (von 100kg erlaubt), und das Ding fing ab 95 an zu schaukeln. Ich wiege vor Abfahrt immer und mittlerweile schau ich, dass ich zwischen 90 und 100 bin, dann liegt das Ding auch bei Marschtempo 95 km/h / Überholen auch mal bis 110km/h noch wie ein Brett auf der Straße.


    Wieviel Stützlast darfst du denn?

    Einmal editiert, zuletzt von Tom_01 ()

  • aber bei mir merke ich, dass der Wohni früher unruhig wird, je geringer die Stützlast.

    Das ist generell so. Je höher die Belastung auf der Kupplung, desto ruhiger wird die Fuhre.

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    Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014 / Mover / Klima / Solar / Markise / Duo Control mit Fernanzeige ...........

  • Ich kann immer nur für mich reden, daher vermeide ich gerne solche pauschalen Aussagen. Das Forum hat ja leider immer den Trend, dass aus einer individuellen Frage eine seitenlange Grundsatzdiskussion wird.

  • Bei der Beladung eines Anhängers ist das aber nun einmal generell so.

    Gewicht vorne = stabil

    Gewicht hinten = instabil

    Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014 / Mover / Klima / Solar / Markise / Duo Control mit Fernanzeige ...........

  • Hat auch keiner behauptet, dass dem nicht so wäre. Und siehst du, es driftet schon wieder ab, daher sollten wir die Diskussion auch nicht vertiefen.

  • Bei mir ist die Stützlast schon voll ausgereizt mit den 95-100 kg. Die ganze Last liegt auch wirklich vorne unter dem Bett oder auf der Achse direkt. Hinter den Achsen sind nur serienmäßige Möbel. Kann das eventuell an den Stoßdämpfern liegen? Meine sind jetzt dann um die 13 Jahre alt? Oder an dem zu schwachen Bremsbelag der AKS?

    Den Reifendruck halte ich auch immer auf Maximum.

    Bei der Fahrt ohne die LKW´s kann ich auch meine 100km/h fahren, der Wohnwagen schlingert nicht. Es tritt explizit nur beim überholen auf.

    Beste Grüße, Paul aus dem schönen Baden-Baden
    :0-0:

  • Welche AKS ist verbaut?

  • Dann liegt es vermutlich nicht an den Stossfängern, zumindest nicht nur. Vielleicht begünstigen sie bzw. die Abnutzung aber eine Anfälligkeit beim Überholen, vielleicht durch die Windverhältnisse, die sich da plötzlich ändern. Ist aber reine Spekulation, ich kann das fachlich nicht belegen.

  • Stoßdämpfer, Reifendruck, Stützlast, Gesamtgewicht und ASK sind so die Dinge, die mir dazu einfallen würden. Wenn Du alles außer Stoßdämpfer ausschließen kannst, dann würde ich die mal tauschen. Die Dinger kosten ja auch kein Vermögen (ca. 50EUR/Stück)

  • Das erklärt aber nicht, warum eine V-Klasse (ist jetzt ja nicht so leicht) mit 1.960kg am Haken unruhig wird. Das Problem dabei ist nur, man müsste der Reihe nach testen am was es liegt. Und dazu gehören auch Punkte wie Streckenabschnitt, Windrichtung und Stärke usw.


    Die technischen Verursacher musst du aus meiner Sicht selbst prüfen bzw. lösen. Ich tippe in deinem Fall am ehesten auf die ASK-Beläge, denn auch dieser gehören BEI JEDEM ANKUPPELN mit Bremsenreiniger gesäubert. Habe ich allerdings außer bei mir noch bei niemanden in den letzten 10 Jahren gesehen. Und sonst könnte es auch einfach sein, dass Aerodynamik der V-Klasse einfach nicht zu diesem Wohnwagen passt.


    Ich bin ein absoluter Gegner dieser Aussagen "schweres Zugfahrzeug = sicheres Gespannfahren", dafür habe ich schon zu viele Pickups, T6, V-Klassen usw. mit Wohnwagen im Graben gesehen. Was ich sagen möchte ... ich fahre zum Beispiel mit WW auf meinem nur ca. 10cm niedrigeren Hochdachkombi mal ohne Dachgepäck, mal mit Dachbox, aber meist mit 5x Fahrräder. Bei mir läuft es am aller ruhigsten mit Dachbox, dann mit den 5x Fahrrädern und wenn man nichts auf dem Dach ist am unruhigsten. Jetzt aber nicht wegen der 100kg hin oder her, sondern alleine wegen dem Anströmen des WW-Bugs. Allerdings bewegt sich das bei mir von der Spürbarkeit eher im Bereich der Punkteränge. Also ca. 30km/h später als bei Dir. Ich tippe daher auf eine Synchronisation zwischen Verschleiß und nicht ganz passender Combo Zugfahrzeug zu Wohnwagen. Eventuell ist aber die V-Klasse auch nicht so beladen wie unser Auto. Schwierig von außen zu beurteilen. :/

  • Moin

    Bei mir ähnlich

    Bisher hatte ich damit nie Probleme, das ein WoWa unruhig hinterher läuft.


    Jetzt, der LMC ist auch ca 1 m länger, stelle ich ab 95 / 105 kmh sofort fest, wenn die Stützlast nicht ausgereizt ist.

    Bei 95 kg wesentlich fahrstabiler als mit 80 kg.

    D. h. nicht, das ich immer mit über 100 kmh fahre, auch wenn ich könnte und dürfte, zeigt aber, daß die Grenze eng anliegt.


    AKS ist neu, Zugfahrzeug ist schwer ( & identisch wie beim Vorgänger-WOWA)

    sämtliche technischen Vorrausetzungen sind optimal

    Kann also nur an der Gewichtsverteilung im WoWa liegen

    Testen ist angesagt, zur Not unterwegs etwas umlagern


    Gruß Thomas

  • Da der TE ja explizit davon spricht, dass die brenzlige Situation nur dann eintritt, wer das Gespann einen LKW überholt bzw. vom LKW überholt wird, vermute ich eher die Sog-Wirkung als Ursache. Immerhin ist der Hänger mit über 9m Länge schon per se etwas Wind-/Sog-empfindlicher, als ein kompakter Reisewagen. Zudem verfügen die Tandemachser oftmals über schmale 155er oder 165er und kleine 13“ Räder, die das ganze nicht besser machen.

    Wenn mich ein Reisebus oder LKW überholen will, dann weiche ich immer etwas nach rechts auf den Standstreifen aus, um so den Sog-Einfluss zu vermindern. Ggf. sollte/könnte der TE auch über die Nachrüstung eines ATC nachdenken?!

  • Das erklärt aber nicht, warum eine V-Klasse (ist jetzt ja nicht so leicht) mit 1.960kg am Haken unruhig wird. Das Problem dabei ist nur, man müsste der Reihe nach testen am was es liegt. Und dazu gehören auch Punkte wie Streckenabschnitt, Windrichtung und Stärke usw.


    Die technischen Verursacher musst du aus meiner Sicht selbst prüfen bzw. lösen. Ich tippe in deinem Fall am ehesten auf die ASK-Beläge, denn auch dieser gehören BEI JEDEM ANKUPPELN mit Bremsenreiniger gesäubert. Habe ich allerdings außer bei mir noch bei niemanden in den letzten 10 Jahren gesehen. Und sonst könnte es auch einfach sein, dass Aerodynamik der V-Klasse einfach nicht zu diesem Wohnwagen passt.


    Ich bin ein absoluter Gegner dieser Aussagen "schweres Zugfahrzeug = sicheres Gespannfahren", dafür habe ich schon zu viele Pickups, T6, V-Klassen usw. mit Wohnwagen im Graben gesehen. Was ich sagen möchte ... ich fahre zum Beispiel mit WW auf meinem nur ca. 10cm niedrigeren Hochdachkombi mal ohne Dachgepäck, mal mit Dachbox, aber meist mit 5x Fahrräder. Bei mir läuft es am aller ruhigsten mit Dachbox, dann mit den 5x Fahrrädern und wenn man nichts auf dem Dach ist am unruhigsten. Jetzt aber nicht wegen der 100kg hin oder her, sondern alleine wegen dem Anströmen des WW-Bugs. Allerdings bewegt sich das bei mir von der Spürbarkeit eher im Bereich der Punkteränge. Also ca. 30km/h später als bei Dir. Ich tippe daher auf eine Synchronisation zwischen Verschleiß und nicht ganz passender Combo Zugfahrzeug zu Wohnwagen. Eventuell ist aber die V-Klasse auch nicht so beladen wie unser Auto. Schwierig von außen zu beurteilen. :/

    Ich bin auch einer, der den ASK Belag vor jeder Abfahrt kurz anschmirgelt und mit dem Bremsreiniger reinigt :) Was sich da teilweise an Abrieb nach 1000km Fahrt ansammelt. Wie lange halten eigentlich solche ASK Beläge?


    Bezüglich der Strecke, ich war jetzt schon auf verschiedenen Strecken unterwegs, und auch verschieden Windverhältnisse. Es ist immer das gleiche!

    Welche AKS ist verbaut?

    Die WS 3000 von Winterhoff

    Stoßdämpfer, Reifendruck, Stützlast, Gesamtgewicht und ASK sind so die Dinge, die mir dazu einfallen würden. Wenn Du alles außer Stoßdämpfer ausschließen kannst, dann würde ich die mal tauschen. Die Dinger kosten ja auch kein Vermögen (ca. 50EUR/Stück)

    Ich glaube auch, dass ich jetzt mal die Stoßdämpfer versuche zu tauschen, sieht ziemlich einfach aus. Weiß man wie lange die ungefähr halten bei den WOWA?

    Beste Grüße, Paul aus dem schönen Baden-Baden
    :0-0:

  • Ich habe mal eine Frage in die Runde mit der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann. Beim Überholden von LKW bzw. wenn die LKW mich überholen habe ich das große Problem, dass der Wohnwagen schon bei 90km/h anfängt ziemlich stark zu schlingern, aber nur wenn ich gerade fahre oder Berg runter Fahren. Beim Berg rauf überholen gibt es das Problem nicht!...

    Der letzte Satz bedeutet für mich, dass bei ordentlich Zug auf der Kupplung das Gespann gut liegt und ansonsten nicht, weshalb ich denke, dass die Aerodynamik des Gespanns nur am Rande damit zu tun hat.Was daraus zu schliessen ist, können andere besser beantworten als ich.

    Viele Grüsse ins Forum von Frank,

    nach vielerlei Zelterei nun beim kleinen Wohnwagen angekommen: WILK VIDA NATURA 400FD :) 

  • Der letzte Satz bedeutet für mich, dass bei ordentlich Zug auf der Kupplung das Gespann gut liegt und ansonsten nicht, weshalb ich denke, dass die Aerodynamik des Gespanns nur am Rande damit zu tun hat.Was daraus zu schliessen ist, können andere besser beantworten als ich.

    Bei ordentlich Zug kann ich Bergauf sogar mit 100km/h die LKW´s überholen, ohne dass das Gespann sich auch in unbequeme Lage bewegt.

    Beste Grüße, Paul aus dem schönen Baden-Baden
    :0-0:

  • vermute ich eher die Sog-Wirkung als Ursache

    Klar ist das die Ursache, die Frage ist nur, warum diese Ursache eine so große Wirkung hat.

    Ich selbst habe einen WW der schlecht hinterherläuft weil ich die Stützlast nicht ausnutzen kann.

    Ich achte daher umso mehr auf eine korrekte Lastverteilung und den technischen Zustand. Mein WW ist jetzt knapp 9 Jahre alt und nächstes Jahr werde ich, einfach nur sicherheitshalber, die Stoßdämpfer austauschen.

    Reifendruck ist immer maximal.

    Beim Themenstarter ist es nach 13 Jahren sicherlich kein Luxus einfach mal die Beläge der ASK und die Dämpfer zu tauschen. Ob es was bringt kann man natürlich nicht vorhersagen. Schaden tut es aber auch nicht. Wenn es nix bringt, dann muss man mit dieser Eigenart leben und sich darauf einstellen.

    Sprite Cruzer SR 492, EZ 09/2014 / Mover / Klima / Solar / Markise / Duo Control mit Fernanzeige ...........

  • Meines Erachtens sind in dem Fall drei Dinge entscheidend: Die Beladung, die große Seitenfläche und die Geschwindigkeit.

    Beladung: Schwerpunkt möglichst niedrig und mittig auf der Achse bei möglichst hoher Stützlast - das kann man überprüfen und ggf verbessern.

    Geschwindigkeit: Das ist der Faktor, den man am schnellsten beeinflussen kann. Da sollte man halt mal sehen, ob tatsächlich jeder Überholvorgang - insbesondere bergab - sinnvoll ist. Denn gerade bergabwärts Überholen erzeugt relativ schnelle eine kritische Situation, da auch LKW bergabwärts schneller werden.

    Seitenfläche: Das lässt sich nicht ändern, hier hilft nur Druck/Sog rausnehmen durch größeren Seitenabstand, wie schon gesagt wurde ... und natürlich Geschwindigkeit reduzieren.

    ASK: Ja, eine saubere Kupplungskugel und gepflegte ASK sind wichtige Helferlein - aber mehr auch nicht. Die Bremswirkung auf Schlingern ist bei einer ASK auch limitiert.

    Ich denke auch, dass die Gespannkombi mit der großen Seitenfläche in der Überholsituation anfällig für die Druck/Sogwirkung ist

    :w Caramichel


    :0-0: - - - Langzeitreisende unterwegs - - - :0-0:

    ### 90 Jahre später ... Nix gelernt ###

  • Klar ist das die Ursache, die Frage ist nur, warum diese Ursache eine so große Wirkung hat.

    Ich selbst habe einen WW der schlecht hinterherläuft weil ich die Stützlast nicht ausnutzen kann.

    Ich achte daher umso mehr auf eine korrekte Lastverteilung und den technischen Zustand. Mein WW ist jetzt knapp 9 Jahre alt und nächstes Jahr werde ich, einfach nur sicherheitshalber, die Stoßdämpfer austauschen.

    Reifendruck ist immer maximal.

    Beim Themenstarter ist es nach 13 Jahren sicherlich kein Luxus einfach mal die Beläge der ASK und die Dämpfer zu tauschen. Ob es was bringt kann man natürlich nicht vorhersagen. Schaden tut es aber auch nicht. Wenn es nix bringt, dann muss man mit dieser Eigenart leben und sich darauf einstellen.

    Die Beläge der ASK habe ich vor 2,5 Jahren getauscht, bin aber seit dem um die 15Tkm gefahren mit dem Wowa. Aber jetzt, wo ich mit euch diskutiere merke ich auch, dass die Stoßdämpfer sicher getauscht werden. Die Beläge der ASK auch nochmals, die 50€ sind ja nicht die Welt.

    Beste Grüße, Paul aus dem schönen Baden-Baden
    :0-0:

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