Camping verbindet uns hier alle - von welchen Einschränkungen lasst ihr euch nicht unterkriegen ?

  • Habt ihr Einschränkungen die euch das Campen erschweren ?? 101

    1. Ich und mein Partner /meine Familie ist gesund (75) 74%
    2. ich bin krank (16) 16%
    3. Ich habe ein kranken Partner (11) 11%
    4. Ich habe ein krankes Kind (3) 3%
    5. ich bin alleine unterwegs und habe meinen geliebten Partner verloren. (2) 2%
    6. ich bin durch ein Unfall vom Schicksal getroffen worden. (2) 2%

    Hallo


    ;( Ein schwieriges Thema und ich habe lange an der Frage rumgefeilt.


    Der Hintergrund der Frage ist das ich sehr viel Respekt vor Menschen haben die sich durch kein Schicksalsschlag unterkriegen lassen.


    Die Umfrage soll einfach auch Mut machen sein geliebtes Hobby nicht unbedingt durch eine Krankheit oder auch Tod eines geliebten Partners aufzugeben.


    Auch Familien die mit kranken Kindern soll diese Umfrage Mut machen.


    :ok Und es fällt mir beim Campen immer mehr auf das viele Kämpfer unterwegs sind und alle Möglichkeiten nutzen sich nicht fallen zu lassen.


    Wenn man möchte darf man gerne auch Lösungen für sein Problem posten.


    Vielleicht hilft es einfach jemand der meint er würde sich in einer aussichslosen Situation befinden die ein anderer schon sehr elegant gelöst hat.


    Bernd

  • Und ich fange dann auch direkt an.


    Unsere Tochter hat eine sehr schwere Darmerkrankung was uns zumindest in den Reisezielen sehr einschränkt.


    Wir müssen eigentlich immer in Deutschland oder halt in grenznähe sein um ein Krankenhaus in der Not anfahren zu können.


    Da die Darmkrankheit auch mit der Psyche zusammenhängt ist der Wohnwagen eigentlich für uns ein Segen.


    Den wir haben damit eine Möglichkeit gefunden meiner Tochter eine gewohnte Umgebung zu geben um sich sicher zu fühlen.


    Das eigene Bett,die eigene Toilette und sein gewohnter Sitzplatz im Wagen gibt ihr ein Zuhausegefühl was ich ihr so nicht in einem Hotel oder auch einer Ferienwohnung geben kann.


    :thumbup: Mittlerweile schläft sie da lieber wie zuhause :!:


    Ihre kleine Höhle wie sie immer sagt :D


    Bernd

  • Zum Glück alle Gesund. :ok  
    Bernd

    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch.
    (Johann Wolfgang von Goethe)
    :_whistling:


    :undweg:

  • ich mach dann mal weiter,
    ich habe selber auch eine schlummernde Darmkrankheit. (in der Regel ein mal im Jahr) nicht ganz so schlimm wie Bernds Tochter. Aber gefährlich.
    Wenn sie auftritt ist es immer gleich ein Notfall fürs Krankenhaus. Kann mich aber sonst frei bewegen. Aber nicht alles Essen. Habe schon OP hinter mir.
    Wenn ich ins Ausland fahre, dann nur so weit das ich innerhalb eines halben Tages in Deutschland bin. Kann daher auch nicht überall hin.


    Gruß
    Charly

  • Hallo Bernd ,


    echt ein sehr gutes Thema :thumbup:


    Dann bin ich mal der nächste der etwas dazu schreibt :


    Ich und auch meine Frau haben MS ( Multiple Sklerose ) - meine Frau schon seit über 30 Jahre , ich erst seit 2007 .
    kennengelernt haben wir uns übrigens durch die gemeinsame Krankheit ^^


    Ich bin inzwischen nicht mehr sonderlich gut zu Fuß - benötige einen Rollator für Strecken über 100 Meter .


    Zu den Einschränkungen gehören aber neben der Gehstrecke aber auch viele andere Dinge , aber unterkriegen lassen wir uns dadurch nicht - klar ist ein Rangieren des Wohnwagen nur per Mover möglich und zum Einstieg in den Wohnwagen haben wir einen breiten Tritt und zusätzlich einen sogenannten " Rentnergriff " montiert .


    Für weite Wege ( länger als 100 m ) auf dem Campingplatz gibt es für mich den Rollator oder meinen E-Scooter.


    Die Toilette haben wir eh im Wohnwagen ( auch wenn sie nur mangelhaft spült :thumbdown: ) und die wird auch sehr häufig benutzt .


    Wir genießen unsere Campingurlaube und auch sonst alles im Leben - vieles geht halt nicht mehr bzw nicht mehr so schnell aber schön ist es trotzdem noch :thumbup:


    Statt eines normalen Vorzelts haben wir uns ein Wigo Rolli Plus angeschafft - das bekommen meine Frau und ich mit Hilfe einer kleinen Trittleiter ganz gut allein Auf und Abgebaut .




    Einglück gibt es in fast allen Bereichen " Hilfsmittel " die es auch für Menschen mit Einschränkungen es möglich machen , das Leben trotzdem voll zu genießen - auch die Urlaubsart Camping




    LG Seadancer

    Unser WW und WM :



    Unser Lumpi


    Ahorn Van 620


    und damit am liebsten Urlaub " Barfuss bis zum Hals " :thumbup:

  • Ich bin nicht krank, wie ich in Ermangelung einer anderen Möglichkeit angekreuzt habe, sondern aufgrund eines Unfalles schwerbehindert. Deshalb mußte ich auch eine Auszeit von ein paar Jahren nehmen, in denen ich teilweise Dauercamper war. Aber jetzt geht es wieder, ich habe mir auch einiges erleichtert, und somit campe ich wieder mobil. Und es macht riesig Spaß! Ich habe auch den Vorteil, daß ich im Umkreis von 70 km sehr viele Reiseziele habe, für die andere große Anreisen und Unkosten in Kauf nehmen.


    Und wenn es denn aweng weiter ist, z. B. beim Besuch meiner Söhne im Fränkischen Seenland oder des Waginger Sees, dann ist es halt so.............. :_whistling:

  • Vor 6 jahre fing alles an und ich wurde Krank.


    Ganz einfach ausgebrannt und so nannte es mein neuer Arzt auch dann " Burn Out " gepaart mit einer erworbenen Histamin unverträglichkeit die mir viele Körperliche Probleme machte. Der Burnout ist überwunden. Die Allergien sind größtenteil verschwunden oder besser geworden.


    Jetzt denken wir nur noch an uns.
    Meine Frau und ich haben lange genug gegeben jetzt ist nehmen an der Reihe.


    Und ich muss sagen wir fühlen uns gut dabei und wenn der Chef jammert das ohne mich nichts läuft dann sag ich ihm er soll den Laden doch zumachen.


    Mir wäre es egal und das ist gut so.

  • Zum Glück sind bei uns alle gesund. Dafür kann ich nicht dankbar genug sein.


    Die Schicksale anderer Mitcamper machen mich immer wieder traurig, aber ich freue mich, wenn ich sehe, dass sie sich einfach die Lebensfreude und den Spaß am Camping nicht nehmen lassen, sondern ihren Weg gehen. Davor habe ich großen Respekt. :anbet:


    Es wird interessant, zu sehen, wer welche Lösungen hier für seine Beeinträchtigung präsentiert.

  • Campen , bewegung an frischer Luft und Fünfe grade sein lassen hat mir geholfen die Depris nach dem Burnout zu besiegen und ganz nebenbei wurde das mit der Allergie auch wesentlich besser.

  • Zum Glück sind bei uns alle gesund. Dafür kann ich nicht dankbar genug sein.


    Die Schicksale anderer Mitcamper machen mich immer wieder traurig, aber ich freue mich, wenn ich sehe, dass sie sich einfach die Lebensfreude und den Spaß am Camping nicht nehmen lassen, sondern ihren Weg gehen. Davor habe ich großen Respekt. :anbet:


    Es wird interessant, zu sehen, wer welche Lösungen hier für seine Beeinträchtigung präsentiert.

    Alfista hat sehr gut in Worte gefasst, was mir durch den Kopf ging...danke dafür!

    Grüßkes von der Tannemarie :0-0:




    Jeder kann ja irgendetwas gut - ich kann zum Beispiel unheimlich gut am Meer sitzen! ^^

  • Meiner einer hatte 2 Unfälle welche die Wirbelsäule etwas krum nahm. nach knapp 2 jahren rolli und gehhilfe bin ich heute zum glück wieder soweit fit. lösungen für Propleme? wenn nix geht dann geht nix und basta ;) mir ist mittlerweile egal was andere meinen das ich tun muss. auf diese art bin ich mittlerweile wieder sehr erfolgreich zurück im berufsleben und habe auch beim Campen zum Glück keine großen Einschränkungen...ich muss mich halt einmal mehr hinsetzen ales andere ;)


    Dafür bin ich sehr dankbar und wünsche allen denen es nicht so gut geht viel Kraft und alles gute :0-0:


    P.S.: meine Frau ist Epilepsie Patientin. dank moderner Medikamente kann sie ihr Leben aber (fast) uneingeschränkt geniesen. nur an der Konzentration fehlt es manchmal a bisserl weswegen sie auch den Wohni nicht zieht

  • Ich bin leider durch eine rheumatische Erkrankung und div. Bandscheibenvorfälle schwerbehindert und stark geh eingeschränkt.
    Wir versuchen alles zu machen, ich in meinem Rahmen nach Tagesform.
    Das Fahrrad ist immer mit dabei auf Reisen.
    Das Reisen mit dem Wohnwagen ist ein Stück Freiheit in der Natur und tut uns soo gut, wir hoffen, es noch lange auszuüben.
    Wir haben uns einen neuen Doppeltritt angeschafft und im Frühjahr kommt noch eine Einstiegshilfe dazu.
    Außerdem versuchen wir so oft wie es geht, in der Nähe der Sanis einen Platz zu ergattern.

  • Nun denn ein schwieriges Thema....


    wir haben 3 Kinder ... im Januar ist unsere älteste mit 27Jahren gestorben.Es ist alles anders geworden.Seit dem versuchen wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit wegzufahren und sei es nur für 2Tage. Vielleicht ist es es auch nur ein weglaufen ich weiss es nicht. Wir merken halt das wir dann zur Ruhe kommen und entspannen können. Insofern ist Campen für uns eine Wohltat.
    Zu Hause, im Job und Alltag ist es für uns sehr schwierig zur Normalität zurückzufinden.

  • Das find ich sehr interessant. Bei uns ist mein Mann,also der Hundehelmut, Rollifahrer. Er hat auch MS. Dadurch sind wir eigentlich zum Camping gekommen. Es gibt nicht viele bezahlbare behindertengerechte Fewos wo auch Hunde erlaubt sind . 2007 kauften wir den ersten Wowa,seit letztem Jahr haben wir einen rollstuhlgerechten Fendt. Man muss nur bei der Wahl des Campingplatztes ein bischen aufpassen, denn die Behindertengerechtigkeit ist nicht überall gleich gut umgesetzt.


    Gruß
    Heike

  • @ hundehelmut


    ich hätte da mal eine Frage zu eurem Wohnwagen , habt ihr den direkt vom Hersteller rollstuhlgerecht umbauen lassen oder von einer Spezialfirma ( Paravan etc. ) , besonders der Eingangsbereich für den Rollstuhl muss ja recht breit sein und um eine Art Rampe verfügen .


    Ein paar Fotos von eurem Wohnwagen würden mich wirklich sehr interessieren - besonders weil es sich ja nicht so ein " Riesending " ist . Rollstuhlgerechte Wohnmobile habe ich ja schon gesehen aber die waren mir viel zu groß . Außerdem ist man mit einem Wohnmobil gar nicht mobil am Urlaubsort und gerade als jemand mit Gehbehinderung ist das ja besonders wichtig .


    Aus dem Grund haben wir ja auch vom Wohnmobil zum Wohnwagen gewechselt als das mit meiner " Gehstrecke " immer schlechter geworden ist .


    Antwort mit Bilder ggf auch per PN bzw Email .


    Vielen Herzlichen Dank im Vorraus .


    LG Seadancer

    Unser WW und WM :



    Unser Lumpi


    Ahorn Van 620


    und damit am liebsten Urlaub " Barfuss bis zum Hals " :thumbup:

  • - arterielle Hypertonie
    - paroxysmales Vorhofflimmern
    - Lungenemphyseem
    - COPD
    - Allergie
    - Hüftgelenk rechts
    - Adeno-Karzinom Segment 6 rechter Lungenunterlappen (entfernt)
    Schwerbehindert 100% mit Merkzeichen "G"


    Braucht jemand etwas übersetzt ?

    Die Freisetzung der Atomkraft hat alles verändert außer unserer Denkweise.

  • ganz einfach ausgedrückt herz im Eimer, Hüfte im Eimer und Lunge mit Aussicht irgendwann mal ne Tranplantation zu bekommen...wenn das Herz mit spielt. Richtig Lurch Peter?

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