Beiträge von Herbert S. aus K.

    und auch dein Reifenschaden, unaufgeregt berichtet.

    Jaja, hinterher! Aber steig mal aus und sieh dir den Mist an. Da bist du echt aufgeregt und kennst nur noch ein zweisilbiges Wort! Wenn zudem die Telefonverbindung zum ADAC bröckelig ist und die nette Dame von der Zentrale dir 1000 (berechtigte und sinnvolle) Fragen stellt: Wo, wie lang, wie schwer, wie breit, wie hoch ... spätestens dann wirst du zappelig.


    Als wir damit ziemlich durch waren, ist mir Heißblüter noch die Frage rausgerutscht, ob sie auch noch die Augenfarbe meiner Großmutter wissen wolle ... :schma: OK, sie hats als Spaß genommen und sogar gelacht ... ich dann auch. Ab dem Eingang der SMS des Abschleppers (man konnte seinen Weg live verfolgen), er sei in 45 min da, DANN wars unaufgeregt.


    Eins habe ich noch vergessen: Ein dickes Lob an den ADAC! Hat wunderbar geklappt.

    Wir kommen in die Zielgerade und machen uns auf den Weg ins Loire-Tal.


    Zuerst mal ist gleich zu Beginn der rechte Oppi-Caravan-Spiegel verlustig gegangen. Also nur das Glas, nicht der Halter. Offenbar Schraube gelockert, langsam rausgerutscht und husch. Ok, geht auch ohne, auch wenn in Frankreich ein eventuelles Bußgeld von bis 600 € droht. Der Halter ist ja noch dran und es fällt kaum auf. No risk, no fun.


    Und dann, im verschlafenen Dörfchen Echemiré, ein Knall. Was war das? Grübel grübel … raus aus dem Ort, da vorne ein Parkplatz … schaun mer mal … Es ist faszinierend, wie einem das Unterbewußtsein die Gedanken einflüstert. Genau da wars:





    Reifenschlitzer! Ca. 10 cm lang! Wie ist das passiert? Lag da was rum? Habe ich einen Bordstein touchiert (vermutlich ja, Schwerlaster im Gegenverkehr)? Oder, oder, oder … letztlich ist es egal, das Ergebnis zählt. Offenbar bin ich ca 1 km auf einem defekten Reifen gefahren, und seltsamerweise hat man beim Fahren absolut nichts bemerkt – auch meine sensible Frau nicht. Kein Holpern, nix! Natürlich, zum ersten Mal seit zig Jahren kein Ersatzrad dabei. Schließlich sind 2023 im Herbst neue Schwerlast-Contis draufgekommen, was soll passieren? Also gut, ADAC angerufen, nach einer Stunde war der Abschlepper da und lud den OP1 Huckepack, wir sind dann 30 km hinterhergefahren zu seiner Homebase in Vernantes, Nähe Saumur. Eine größere Werkstatt, gottseidank.


    Ich habe oft (auch hier im Forum) gelesen, man könne auf den Ersatzreifen getrost verzichten, es gäbe doch Pannensets oder den ADAC oder … aber was nützt das bei einem Riss im Reifen? Verkürzt das die Wartezeit auf den Abschlepper? Bringt das einen verlorenen Urlaubstag zurück?


    Ein Ersatz-Conti war aus irgendwelchen Gründen nicht bestellbar. Also 2 neue Kléber bestellt, die sollten dann am nächsten Morgen da sein. Nachdem der ADAC ja auch Übernachtungen im Schadensfall bezahlt, sind wir im Dorf auf die Suche gegangen nach einem Hotel. Ja, gab es. War aber gerade geschlossen und sah von außen nicht sehr ansprechend aus. Also warum nicht im Hinterhof der Werkstatt übernachten? Strom und Wasser waren kein Problem. Fertig! Es war eine ruhige Nacht. Wir haben 10 € für die Kaffeekasse gespendet.



    Am nächsten Morgen wurden tatsächlich die 2 neuen Reifen aufgezogen – DOT Mai 2024. Prima. Gekostet hat uns der Spaß 285 €, weil „Montage hors barème“, also nicht auf der Hebebühne, sondern auf dem Hof mit Wagenheber.


    Kurz nach Mittag fanden wir unseren letzten Landeplatz, den Bellevue in Muides-sur Loire, ein Municipal. Direkt an der Loire, freie Platzwahl (natürlich so nah wie möglich am Flußufer). Ein sehr einfacher Platz, die Wasserstellen sind überaus rar gesät, ein langes Stromkabel schadet auch nicht. Bei den Sanis sind – Überraschung! - Männlein/Weiblein sogar getrennt , die Anzahl (je 3 Du/WC/Kabinen und Becken) hat bei der Belegung gereicht. Keine Brillen, kein Papier. Keine Brotbestellung. Viele Fahrradcamper. Aber eine schöne Aussicht auf die Loire . :bier:



    Wir hatten den Platz wegen seiner Nähe zu Chambord ausgesucht. Zwar hätte man das Schloss auch per Fahrrad ansteuern können, aber bei dem gewaltigen Wind war uns das Auto lieber. Richtig so, wie uns die Wohnmobil-Nachbarn am Abend bestätigten, als sie abgekämpft zurückkamen.


    Chambord (16 € zzgl. 6,50 € fürs Histo-Pad) ist sehr beeindruckend, zumindest von außen. Innen wars zwar auch interessant, aber irgendwie kalt, steinig, unwohnlich. Die Außenanlage wiederum macht schon was her.






    Anschließend haben wir uns noch Cheverny(14,50 €) angesehen. Kleiner, aber innen wesentlich interessanter, weil historisch ausgestattet. Würden wir empfehlen. Aber irgendwann reichts mit dem alten Gemäuer. Ein drittes hätten wir uns nicht antun wollen, sondern haben uns lieber unter die Besucher des Dorffestes in Cheverny gemischt.



    Im Kinderzimmer gabs auch Lego-Hunde.



    Zu erwähnen wäre vielleicht noch die Ausstellung "Tim und Struppi". Cheverny diente dem Comiczeichner Hergé als Vorbild für Schloss Mühlenhof, den späteren Wohnsitz von Kapitän Haddock in den Geschichten von Tim und Struppi.

    2 Nächte zu je 18,44 € haben wir auf dem Bellevue verbracht und abends das extrem laute Konzert der (anscheinend) Millionen Frösche genossen. Kein Wunder, dass Froschschenkel in Frankreich als Delikatesse gelten, irgendwie muß die Population ja dezimiert werden.


    Am nächsten Tag gings dann problem- und ereignislos die letzten 614 km nach Hause.


    Was haben wir gelernt? Man braucht kein Wohnmobil, um einen „Road-Trip“ zu machen. Obwohl wir uns manchmal wie Exoten vorkamen: Verhältnis WoWa/WoMo 1 zu 5 - mindestens. Es war schöner, als 3 Wochen am Strand rumzuliegen. Ok, das Wetter war teilweise feucht und spätwinterlich, also eh nix zum rumliegen. Gesehen haben wir viel, aber es ist noch viel mehr übrig, das es zu entdecken gilt. Erlebt haben wir eine Menge, nicht alles war geplant. Aber das macht den Campingurlaub spannend. Und eins hat sich mir ins Hirn gebrannt: Ein Reservereifen nützt unterwegs mehr als zu Hause in der Garage. Er wird ab sofort wieder ein geschätzter Begleiter sein.


    Benzinkosten 727 € Übernachtungskosten 426 €, Mautkosten ca 220 € (die fulli-Abrechnung kommt erst Anfang Juli). Den Rest habe ich nicht addiert, der ist so zwischen Baum und Borke versickert.


    Mal sehen, wohin der nächste Trip uns führt.


    Und wer Fragen hat ...

    Und weiter gehts ...


    Die hintere Ecke des Finistère haben wir übersprungen, obwohl uns der „Grève Blanche“ in Plouguerneau schon gereizt hätte – schließlich wurde dort unser Ältester vor ca. 45 Jahren gezeugt. :dance: Diesmal wäre es ungefährlicher gewesen. Und 2 Jahre später waren wir nochmals dort gewesen, diesmal als Surflehrer für den Uni-Sport.


    Das nächste Ziel war dann also das Pays de Bigouden. Das waren 180 km überwiegend Landstraße. So etwas wie Hydropneumatik und weiche Federung mußte zwangsläufig in Frankreich erfunden werden. Inzwischen frage ich mich ernsthaft, warum in Deutschland über marode Straßen lamentiert wird. Auch fürs Fahrrad ist eine Vollfederung sinnvoll. Besondere Vorsicht, wenn in der Straßenbezeichnung ein „Chemin“ drinsteckt. Ist manchmal schon grenzwertig mit dem Hänger hintendran.


    Gelandet sind wir auf dem Vergers de Squividan in Treffiagat. Ein Glücksgriff. Zwar gut 1 km vom Meer entfernt, aber wen juckt das bei 16°. Die Parzelle war riesig (Gras) und bretteben. An der Rezeption hing ein schlichter Zettel:




    So einfach kann das sein. Wir haben Platz 11 genommen. Ok, Nathalie war dann doch noch am gleichen Tag da. Brotbestellung möglich. Hallenbad, alte, aber saubere Sanis, Papierlose Toiletten mit Brillen. 3 Tage zu je 16,32 € sind wir dageblieben. Empfehlung, auch wenn ein paar Wasserstellen mehr da sein könnten.


    Übrigens haben wir wieder mal festgestellt, dass die Entfernungsangaben der Campings zum Strand immer sehr optimistisch als Luftlinie gemessen sind. Einfach die Zahl verdoppeln, dann kommts zu Fuß eher hin. Meistens.


    Was haben wir unternommen? Viel Fahrrad am Meer entlang gefahren, nach Penmarc’h zum Phare d’Eckmühl (290 Stufen, geiler Rundumblick, aber extrem schweißtreibend),



    und der nah dabei liegenden Kapelle Notre-Dame de Tronoen mit Kalvarienberg,



    nach Loctudy ins Musée de la Conserverie Alexis le Gall (Sardinenmuseum)



    und vor allen Dingen nach Guilvinec ins Haliotika. Nachmittags landen dort die Fischerboote ihren Frischfisch an, man kann dabei zusehen, und dann auch noch die Fischauktion miterleben.





    Nach dem Rumzigeunern wollten wir dann aber erst mal eine Woche tiefenentspannen und abhängen, und zwar am südlichen Ende der Bretagne. Geworden ist es „L‘Hermitage des Dunes“ in Les-Moutiers-en-Retz. Nunja, was soll man zu dem Platz sagen? Mitten auf unserer Parzellen stand ein Riesenbaum, den sich Tauben und andere Flattertiere als Donnerbalken auserkoren hatten, :cursing: das war für mich arbeitsintensiv.



    Baguette kann man bis 17.30 bestellen und morgens ab 9.30 abholen, also nichts für Frühaufsteher. Der Platz steckt mitten in der Renovierung, entsprechend sind die mixed Sanis (Brillen, aber kein Papier) zwar recht modern und ansprechend, aber absolut knapp an der Zahl. Das machte sich bemerkbar, als eine französische Schülergruppe im Alter von ca. 12-14 Jahren ihr Heerlager aufschlug. Ich will ja nicht stänkern, aber wenn bei 5 Waschbecken und 3 Einzelkabinen die Meute einfällt, kannst du Wartezeiten einplanen. Gemeinsam mit meiner Gattin warteten morgens 4-5 Camper*innen auf einen freien Klo. Mich hats nicht so hart getroffen, ich arbeite antizyklisch. Im Spülbereich sah es abends auch aus wie Sau. Ok, 18,72€ am Tag.


    Wir wären natürlich geflüchtet, wenn der Platz nicht auch Vorteile gehabt hätte: Wirklich direkt am Meer, gut gelegen als Ausgangsbasis für Radtouren (es waren immer viele Radcamper am Platz). Was haben wir also unternommen?


    Zunächst mal in das Hafenstädtchen geradelt, dessen Name immer gut für einen flachen Witz ist: Pornic. :up: Ein wirklich schönes Dorf, voll auf Tourismus eingestellt, also nur Souvenirläden und Restaurants.




    In den nächsten Tagen haben wir ein wenig abgehangen. Ein paar Meter zum Strand – es sind eher kleine, nicht allzu breite Abschnitte – und in den Liegestuhl rein, bis die Flut an den Füßen leckt. Einige Spazierfahrten mit dem Fahrrad nach Norden und Süden, wobei wir auch mal kurz in andere Camps reingeschnüffelt haben.



    Mit dem Auto sind wir auch nach Saint Nazaire. Hat uns nicht so gefallen. Ist halt eher ne Industriestadt mit Museum im ehemaligen U-Boot-Bunker der deutschen Kriegsmarine und, direkt dabei, dem Escal’Atlantic. Beides haben wir leider ausgelassen – nicht ganz freiwillig, es war gerade Mittagspause.


    Dann gibt’s natürlich noch die Loire-Brücke, die wir bei der Herfahrt schon überquert hatten.


    Ein wirklicher Knaller war dann die Fahrt auf die Île de Noirmoutier. Hinweg ganz normal über die Brücke auf die Insel rauf und dort, ziemlich oben, haben wir die Schmetterlingsfarm besucht – sehr schön. Etwas Vergleichbares hatten wir mal in Zeeland erlebt, nur größer.



    Und dann: Die Passage du Gois! Bei Niedrigwasser führt eine Straße von der Insel zum Festland, ca. 4 km, dazu hat man ca. 3 Stunden Zeit. Teils alphaltiert, teils gepflastert. Bei Flut ist sie etwa 1,30 bis schlimmstenfalls 4 Meter überspült. Natürlich sind wir drüber, zusammen mit zahllosen Autos, Rädern und Wanderern. Unterwegs kann man ins Watt reinfahren, der Boden ist fest und sicher, und man kann den Leuten bei der „Pêche à pied“ zusehen.






    Eine Woche sind wir geblieben, dann wollten wir sowieso zurück durchs Loire-Tal und uns dabei einige Schlösschen ansehen – wie schon mal vor 30 Jahren. Aaaaber … erstens kommt es anders … Tadaaaa … Trommelwirbel …

    Und weiter gehts:


    Am nächsten Tag gings weiter Richtung Mont Saint Michel. Ein Highlight auf der Route war die Überquerung der Pont de Normandie bei Le Havre. Wir waren übrigens die Einzigen auf der Aussichtsplattform.

    Den MSM hatten wir vor 30 Jahren schon mal besucht und dachten immer noch mit Grauen an die Menschenmassen. Aber trotzdem! Damals ohne Besichtigung der Abtei wegen unserer Zwerge, das wollten wir jetzt nachholen.


    Gelandet sind wir übrigens auf dem Seasonova Haliotis. Den hatten wir nach Landkarte ausgesucht, weil da ein schöner Radweg vorbei zum MSM führt. Aber manche Dinge muss man sich erst verdienen: Die Rezeption liegt erst ein ziemliches Stück nach dem Eingang. Als wohlerzogener Deutschcamper bin ich natürlich zuerst mal losgelaufen, aber als mich dann Niederländer auf Niederländer überholt hatte, bin ich wieder eingestiegen und habe mich in die Karawane reingequetscht. Was war los? Eine geführte ACSI-Reise. Daher ging deren Einweisung natürlich schnell. In diesem Platz ist – wen wunderts? – voll der Gilb drin. Sanis in ausreichender Zahl, Papier und keine Brillen. 22,10 €/Nacht. Der Wegezustand ist übrigens, sagen wir mal, verbesserungsfähig.


    Weils noch mittlerer Nachmittag war, sind wir zum MSM geradelt, wollten nur mal von Weitem gucken. Aber dann sind wir doch in den Shuttle rein, eingequetscht zwischen einer Horde aus dem Land der aufgehenden Sonne, wo der Mensch mit Selfie-Stick und/oder Spiegelreflex geboren wird.





    Inzwischen war es schon 17 Uhr, eine empfehlenswerte Zeit für die Besichtigung der Abtei (13 €), die Massen strömen dann schon eher in die Gegenrichtung. Muss man so machen! Interessant war auch, dass an diesem Tag für den Freitag geprobt wurde: Die olympische Flamme machte Halt am MSM, es fand eine Kulturolympiade statt mit massig Vorstellungen aus allen Genres. Die Lautstärke war sogar für mich als halbtauber Grufti schmerzhaft, so dass wir froh waren, alles richtig gemacht zu haben. Den MSM am Freitag haben wir uns geschenkt und statt dessen einen Ausflug nach Avranches gemacht.

    Vom Jardin des Plantes haben wir uns mehr versprochen, aber man konnte wenigstens ganz in der Ferne den MSM sehen.


    Tja, und dann kam der Samstag. St. Malo haben wir schweren Herzens rechts liegen lassen – man kann nicht alles haben - und sind weiter an die Côte Granit Rose. Ausgesucht hatten wir den Sandaya le Ranolien in Perros-Guirec. Und das, obwohl er zu 90% aus Mobilhomes besteht. Unser Erstaunen war groß, als man uns den letzten verfügbaren Platz anbot: Ein paar nackte Quadratmeter in der hintersten Ecke, ganz allein hinter den letzten Häuschen – Schweinsklasse. (nur die grünen sind Campingparzellen!) Man gab uns 15 min Zeit, dorthin zu laufen, zu entscheiden und zurückzukommen.


    Haben wir gemacht und sind zum Reserveplatz, dem Tourony. Complet!!! :xwall: Hinterher haben wir erfahren, warum: Samstag und Sonntag war dort ein Volks-Triathlon. Also schnell mal auf ADAC Drive gesucht: Port de Landrellec. Nix wie hin, leider noch fast 2 Stunden geschlossen. Reicht für 2 Panaché und Mittags-Nap. Aber dann gebucht, unmittelbar am Wasser (43,20 Taler je Nacht). Aber egal, das gönnen wir uns. Hat ja auch Toilettensitze UND Papier! Das relativiert den Preis. Brot kann für den nächsten Tag bestellt werden. Es war dann klein und knochig, das schlechteste auf den ganzen Trip.



    Sonntags sind wir dann zum Maison du Gouffre gefahren, dem Häuschen, das zwischen 2 Felsen eingeklemmt ist. A propos Felsen: Man glaubt es kaum, was da an Geröll rumliegt, Riesendinger.




    Dann (natürlich) zum Phare Mean Ruz. .


    Und in den Skulpturenpark.




    Ach ja, unterwegs sind wir unverhofft in den Triathlon reingeraten. War spassig, wer da alles triathlonierte, selbst Scheintote.


    Nochmal zum Platz: Hallen- und Freibad. Ein Becken war allerdings dunkelgrün. Ich glaube aber nicht, dass es Heilwasser war. Abends haben wir im Restaurant gegessen. Irgendjemand hatte in irgendeinem Portal behauptet, die Chefin koche selbst und das ganz prima. Die Pest ihm an den Hals! Der muss an Geschmacksverirrung leiden! Meine Vorspeise war eine Saucisson aus dem Supermarkt. Bei uns heißt das Ding schlicht „Hartwurst“ und hat mit Vorspeise absolut nichts zu tun. Naja, ich habs mir einpacken lassen. Wir arbeiten immer noch dran. Mein Stück Fleisch (mysteriös „Pièce de boeuf“ umschrieben) war zäh wie Leder, die Hälfte ging zurück. Aber die Mousse au Chocolat war geschmacklich fein, wenn auch etwas fest. Die Fischsuppe meiner Gattin war eine Brühe ohne Stücke. Also erhöhte Obacht!


    To be continued ... da wirds dann langsam interessanter :ok:

    Früher hieß es „Rundreise“, heute läuft das unter „Roadtrip“. Wir wollten das auch mal machen. Von vornherein waren 2 Dinge klar: Erstens wollten wir uns nicht durch Vorausbuchungen einschränken lassen. Schließlich ist Vorsaison, und irgendwo findet sich immer was. Und zweitens: Flexibel bleiben.


    Im Fokus standen Normandie und Bretagne. Natürlich haben wir da ein paar touristische Highlights ins Visier genommen und wollten auch Erinnerungen an Ziele auffrischen, die wir vor laaaangen Jahren mal besucht hatten. Aber immer unter der Prämisse: Könnte man, könnte man aber auch überspringen und für einen späteren Trip aufheben. Flexibel eben.


    So ist es denn auch gekommen. Für jedes Ziel haben wir 2 nah gelegene Plätze (in der Regel am Vorabend und ausschließlich ACSI) gesucht, während der Fahrt drüber diskutiert und dann einen davon angelaufen. Kriterium für meine Frau war aus Wettergründen im Zweifelsfall das Vorhandensein des französischen Camping-Standard-Hallenbads. Das mit der Kuppel drüber. Dass man Bewertungen in Camping.info, ACSI und Pincamp in den meisten Fällen in die Tonne treten kann, war uns auch klar. Erfahrungen muss man selber machen.


    Und so sah der Trip aus (ja, ich weiß, sieht aus wie ne Maus :smiley: :


    Wir sind am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr los. Sonntags fahre ich gerne, da ist es schön ruhig auf der leeren Autoroute. Saarbrücken, Metz, Reims … und nach 520 km hatten wir die Faxen dick, wir sind ja nicht auf der Flucht. Neufchâtel-en Bray, Camping Sainte Claire. Entspannter Empfang: Wie lange? ACSI? Bitte dem Golf-Cart folgen. Irgendwann winkt einem der Chef/Fahrer in eine Parzelle rein. Der nächste Gast muss eben so lange warten, bis er zurück ist.


    Ein gepflegter Platz, schön grün. Die ACSI-Plätze sind überwiegend in gelber Hand und mäßig bis ziemlich schräg, die Nicht-ACSI-Plätze weiter unten (und nur die sieht man auf der Homepage) sind eher eben. Die Sanis sind papierlos, solala und eng geschnitten, aber sauber. Es gibt auf dem Platz einen Brotverkaufsautomaten. Wir haben ihn nicht gebraucht. Auch das Restaurant haben wir nicht getestet. Bezahlt haben wir für eine Nacht 19,40 €.


    Den Platz rechts raus und knapp1 km geradeaus gibt’s einen Supermarkt mit Tankstelle. Ohne WoWa geht’s leichter, wie an den meisten Supermarkt-Tanken.


    Als erste Touri-Station hatten wir uns Etretat mit seinen Felsen ausgesucht, Bis zum Sûnelia-Camping Aiguille Creuse in Les Loges waren es noch schlaffe 100 km, so dass wir dort noch vor Mittag ankamen. 3 Nächte hats uns da gehalten zu je 16,53 €. Brot kann man für den nächsten Morgen bestellen. Die Sanis sind ok, mit Brille und Papier. Hallenbad.


    Am Nachmittag haben wir noch das (uninteressante) Dörfchen zu Fuß erkundet und uns angesehen, wo der Train touristique nach Étretat startet. Schließlich wollten wir vorbereitet sein! Mittwochs soll er fahren! Dann noch mit dem Auto nach Fécamp zu einem Spaziergang zum Palais Bénédictine, wo der leckere Likör herkommt. Zur Führung waren wir leider zu spät. :cursing:



    Am Dienstag sind wir wegen ergiebigem Landregen – mittags wars besser - anstatt wie geplant mit dem Rad stattdessen mit dem Auto nach Étretat. Ein paar Meter hinter dem Dorf (immer geradeaus) ist ein großer Parkplatz, Parking Fréfossé. Der ist billiger als in der Stadt und man kann ganztägig für 7,50 € stehen. Wichtig: Es sind nicht nur die Parkplätze entlang der Straße, sondern nach einem U-Turn auch zahlreiche auf der Gegenseite hinter dem Zaun. Ins Dorf sinds ca. 15 Minuten. Wir haben dann den Falaise d’Aval bestiegen (also links). Verdammt viele Stufen, aber phantastische Ausblicke. Bergab sollte man bei feuchtem Wetter trittfest sein und rutschfeste Schuhe anhaben.



    Natürlich waren wir hinterher auch der „Taverne des 2 Augustins“. Das kann man sich schenken. Cappuccino zu Autobahn-Raststätte-Preisen, allerdings kein Milchschaum, sondern Sahne. Lauwarm gebracht von einer genervten Bedienung.


    Am Mittwoch sind wir dann bei feucht-trübem Wetter zum Bahnhof des Train touristique spaziert (15 min) – wo wir dann erfuhren … ach nee, er geht heute doch nicht, vielleicht am frühen Nachmittag, aber das nicht sicher … vielleicht … :xwall: Klasse, so gefällt uns das! Also ins Auto, Parking Fréfossé, und dann zum Falaise d’Amont, also rechts rauf. Wieder viele Stufen, aber klar, wer zu Höherem strebt … Es lohnt sich! Tolle Ausblicke an den Klippen entlang, ohne Sicherung – in Deutschland wäre da mindestens ein meterhohes Stahlgerüst. Allerdings: Ein Fehltritt und RIP!




    Dann natürlich in die Les Jardin d’Etretat (12,50 € p.P.). Das ist schon toll und hat uns gut gefallen. Meine Frau wußte sofort, wie ich zuhause unsere Hecken schneiden muss. Für mich also eher ein Griff ins Klo. Nein, im Ernst, es rentiert sich. Auch bei Regen, was sonst.




    Am Vormittag hatten wir übrigens noch eine Inspektorin von ACSI kennen gelernt. Sie hat mich zum Platz interviewt und mir einen ACSI-Kugelschreiber geschenkt. Ich werde ihn künftig als Devotionalie anbeten. :anbet:


    … to be continued …

    Danke @all, und nochmal speziell an Rainer.

    Danke, easydriver-team für die pn. Wenn die neue LiFePo (enduro 30 AH ist bestellt) nicht hilft, rufe ich gern an und

    <nonsense on> weine in mein Bier <nonsense off> wegen der unnötigen Ausgabe.


    Ganz nebenbei: Wenns läuft, dann läuft's! Aller guten Dinge sind 3:

    Samstag: Akku hinüber.

    Samstag: Waschmaschine (Elektronik?)

    Samstag: Akku Rasenmäher (Kondensator?)

    bei Wechsel auf LiFePo bräuchtest Du ein anderes Ladeverfahren. (Wenn das BMS das nicht mit abdeckt).

    Das Ladegerät muss auf Dauer zur entsprechenden Ladung des Akku passen.

    Beim Enduro wäre ein entsprechendes dabei

    Pro Minute Movern benötigst je nach Gelände zwischen 1-2 Ah der Kapazität des Akkus, die 2 Ah nur bei schwerem Gelände.

    Läuft also auf die 30er hinaus

    Veni, vidi, messi: Ich habe gemessen.

    Die Batterie hat ja nun schon wieder einige Zeit geladen, mindestens 4 Stunden.

    Spannung: 13,4 V.

    Während movern (kein Radkontakt, nur "leer" vor/rück: Abfall auf 11,7 -11,8 V. Kein Abbruch.

    Anmovern (auch vor/rück) mit Belastung, also am Rad: Abfall auf 10,6 V, schwankend bis 9 Komma irgendwas, Abbruch.


    Wenn ich jetzt die Batterie messe, komme ich schon auf unter 13 V. Hat also schnell abgespeckt.


    Ladegerät ist es nicht, ich habe 2 probiert.


    Eure finale Einschätzung?


    Wenn ich eine Lithium einbaue, 20 oder 30 AH (WW hat 1.6 to, theoretisch)? Oder Alternativen zur Enduro (möglichst günstiger).


    Danke an alle.

    ... nur bei vorwärts oder rückwärts! Hingegen links/rechts funktioniert!


    Ich habe unseren LMC gerade aus dem Winterquartier geholt, unter wirklich erschwerten Bedingungen. Verbaut ist als Mover der Reich Move Control Economy (2011 bei einen fachkundigen Mitglied gekauft und eingebaut :w ). Lief bisher problemlos.


    Batterie ist eine 100 Ah AGM ( 2,5 Jahre alt), die ausschließlich zum movern genutzt wird. Im Winter steht die zuhause im Keller mit Erhaltungsladung. Letzte Nacht nochmal richtig vollgeladen, Heute morgen eingebaut und ... ... ... nach 5 cm vorwärts Abschaltung. Nato-Knochen aus, Nato Knochen an: Wieder Abschaltung nach 5 cm. Verschiedenes ausprobiert und herausgefunden:


    Antriebsrollen angekurbelt:

    Vorwärts/rückwärts schaltet ab.

    links/rechts movert problemlos.

    Nach Abschaltung und Nato-Knochen-Reset geht das Spiel von Neuem los.


    Antriebsrollen weggedreht:

    alles funktioniert!


    Ein Rücksetzen der Elektronik gemäß Anleitung hat nichts gebracht.


    Als blutiger Laie und technische Blindschleiche tippe ich auf Überlastung. Bei li/re wird ja nur eine Rolle angetrieben, bei vor/rück alle 2.

    Liegt es eventuell an der Batterie (Electronicx Caravan Edition V2 AGM 100 AH 12V)? Ich habe noch meinen Versuchen nochmal den Ladezustand angesehen (via Aufladegerät CTEK), und da sah es nach einem starken Rückgang aus.


    Hat jemand einen Geistesblitz, woran's liegt und was man tun kann? Bitte dann hausfrauentauglich erklären :help:


    Frage nebenbei: Wenns die Batterie ist, würde ich die gegen eine Lithium austauschen Würde dann sowas reichen (Ausschließlich zum movern für 10-15 min)?

    Vielleicht die oder die?


    Danke schonmal.

    Wen's interessiert:


    Weiter geht's! Wir wollten - wie abgesprochen! - mittwochs weiter verlängern, man hatte uns die Option explizit angeboten. An der Rezeption: Sorry, Kollege hat Fehler gemacht und Platz ab Freitag vergeben. Und es ist absolut nichts mehr frei ... also schleicht euch (wenn auch höflicher ausgedrückt). Nachdem ich (tiefenentspannt) keine Lust auf Zoff und Rechthaberei hatte, das bringt ja nix, habe ich Internet und Telefon heißlaufen lassen. Ein total Shaizz-Wochenende! Auf keinem der Wunschplätze was frei, erst ab Montag.


    Dann mit Mühe was auf Kijkuit bekommen, Nähe Brouwershaven, direkt am Grevelingenmeer. Hat zwar theoretisch ACSI. aber die waren alle schon vergeben. OK, zahlen wir halt 40 Taler für die ca. 220 m² plus 1 € fürs Duschen, Das Ganze im Voraus - Holland eben!


    Aber das Wetter ist gut - und die Wijnhoeve "De kleine Schorre" sind nur wenige Minuten mit dem Fahrrad 8o :likör:

    Naja, erstmal Arschkarte. 15.15 Elzenoord angekommen, Receptie dicht, obwohl gestern noch schriftlich Öffnung bestätigt. Anruf bei Chef: Bin in Kirche! Muss viel zu büßen haben! Nach 90 min vergeblichem Warten sind wir zum Oranjezon, der hatte gerade noch offen und wir konnten zwischen 2 (!) Plätzen wählen. Schöner CP, gute Sanis. Wir bleiben erstmal bis Freitag.


    Sollte wohl so sein 😃

    Ich denke schon. Wir steuern morgen den Elzenoord an. Anschließend Besichtigung von Molenzicht, der sieht gut aus. Dann sehen wir weiter und schauen uns beim (vorsichtigen) rumradeln ein paar an. Gibt ja genügend in der Gegend. Wetter sieht auch gut aus. Könnte auch sein, dass wir nach Schouwen-Duiveland rüberziehen - alles offen. Oder bleiben. Gugge mer mol, wie wir Hinterpfälzer so treffend sagen :dance:

    :dank: Helmut.

    Den Molenzicht schau ich mir in jedem Fall mal an, liegt ja direkt nebenan. Der Victoria scheint auch ganz nett zu sein. Dort in der Nähe waren wir schon mal auf dem "In de Bongerd". In Oostkapelle hat das Pannekoekenhaus gut an uns verdient .


    Es sollte nach Möglichkeit auch näher am Meer sein - meine kurzzeitig unaufmerksame Gattin hatte grad die Schulter gebrochen und laboriert jetzt auch noch an beiden Achillessehnen (Achillodynie, sagt der Ortho-Doc). Da sind kurze, ebene und vor allem stufenlose Wege Gold wert :hüpf: Daher fallen z.B. Valkenisse, Weltevreden, Janse & Co schon mal aus.

    Den da habe ich ab Anfang September mal in der engere Wahl genommen. Hat da jemand Erfahrungen? oder sollte man eventuell den Oranjezon bevorzugen?


    Für alternative Tipps danke ich. Muss nicht groß sein, Bauernhofcamping tuts auch. Kein Hund dabei, keine Kinder. Wichtig sind Sauberkeit, gute Sanis und große Stellplätze Keine "Dünentreppen" wie Valkenisse. Lieber Strand als Watt. Kann auch Schouven-Duiveland sen.


    Danke