Netzgerät McVoice "ProfiLine 3112" als Ladegerät

  • Mahlzeit.
    Das o.g. ist in unserem Eurostar als Ladegerät verbaut. Die DELTA-AGM mit >90Ah ist zu laden und das funktionierte ja anscheinend bei den Vorbesitzern auch einwandfrei.


    Nun meine Frage aus Vorsicht und Interesse: erkennt das Netzgerät die volle Batterie und schaltet dann in einen Erhaltungsmodus oder schaltet es selbsttätig ab?


    Die Suche hatte ich schon mit der Typenbezeichnung gefüttert, es gab kein Treffer.

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

  • Hallo @LochNess,


    das Gerät kannte ich auch noch nicht.
    Nach Auskunft von Google handelt es sich um ein Labornetzgerät, es ist also für einen sehr konstanten Strom von 13,8V ausgelegt.
    Von daher funktioniert es ähnlich den alten Laderäten, die konstante Ladespannung abgeben.
    Ob deine AGM-Batterie dauerhaft mit diesen 13,8V zufrieden ist kann sicherlich nur der Hersteller beantworten.
    Ich befürchte allerdings keine sehr positive Antwort.

  • Moin @LochNess
    Sehe ich ebenso wie Erni..
    Meinen Informationen zufolge benötigst du eine Ladespannung von 14,8V für AGM-Batterien.
    D.h. mit 13,8V bekommst Du diese nie ganz voll, es sei denn Du hättest noch einen Aufwärtsregler zwischen Batterie und Netzteil.
    Normalerweise "regelt" eine Bleibatterie ihren Ladestrom quasi von alleine, sofern man eine Festspannung anlegt.
    Ich glaube aber auch, dass 10A bei entladener Batterie ein bisschen zu wenig sind. Das Netzteil dürfte dann schon recht heiß werden, sofern nicht der erwähnte Laderegler dazwischen hängt.

  • Danke Euch für die Einschätzungen.
    Das Ding fungiert wohl mehr als Erhaltungslader. Ein kaputt gasen der Batterie ist denn wohl ausgeschlossen :D .
    Ich habe auf einer DIN A4-Seite ein Manual mit Schaltplan, darauf ist das Gerät als Ladegerät bezeichnet. Heute Mittag, bevor ich dieses Thema erstellte, fand ich die Typenbezeichnung auf einer Endverbraucherpreisliste von ausschließlich in China produzierter Elektronik und Zubehör vielerlei Art. Hatte seiner Zeit unverhandelt immerhin glatte 39,-€ gekostet.
    Nun habe ich mich noch mal "rund" gegoogelt. In Elektroniker-Foren werden die Geräte mit dem Label McVoice auch mal als Chinaschrott bezeichnet.
    Also werde ich häufiger das Multimeter an die Bat.-Pole halten, natürlich mindestens vorm Saisonstart mein "richtiges" Ladegerät dran hängen. Die Lima meines Autos muss auf den Fahrten auch was tun, mal gucken was das insgesamt dann so wird. :whistling:

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

  • Meinen Informationen zufolge benötigst du eine Ladespannung von 14,8V für AGM-Batterien.
    D.h. mit 13,8V bekommst Du diese nie ganz voll, es sei denn Du hättest noch einen Aufwärtsregler zwischen Batterie und Netzteil.

    Doch, dauert nur etwas länger. Nur weil man AGM mit 14,8V laden kann, muss man es aber nicht.

  • Doch, dauert nur etwas länger. Nur weil man AGM mit 14,8V laden kann, muss man es aber nicht.

    Aus elektrochemischer Sicht kann das gar nie klappen.
    Die angegebenen Ladeschluss-Spannungen sind für eine gewisse Zeit(!) schon nötig.
    Akkus sind immer noch keine Wassereimer, die voll sind, wenn der Strich erreicht ist.

  • Die Suche hatte ich schon mit der Typenbezeichnung gefüttert, es gab kein Treffer.

    Hier fand eine der üblichen Datenkraken mit "McVoice "ProfiLine 3112" als Fraß umgehend vieles...
    Ist ein Versorgungsgerät mit 13,8 Volt Konstantspannung und Kurzschlussschutz auf max. 12A.
    Modellbauer und manche Amateurfunker, denen wegen des Schaltnetzteils oberwellenverseuchte Spannung nicht stört, nutzen so etwas.

  • Danke erst Mal für Eure Infos und den Austausch darüber. Aber ich habe "die Pferde zu früh scheu gemacht", gebe mal dem schönen Wetter die Schuld an meiner Neulings-Übermotivation.


    In der Dokumententasche des Knaus fand ich nun auch eine Betriebsanleitung eines PowerSaver BC-012-10(15)AP.
    Dann noch die Gerätebeschreibung eines Dometic Umformer MK 375 und die Anleitung für CALIRA MES 250-(1-4) / Modole A bzw. MES 400 ......
    (die Batterie ist eine DETA, hab mich oben verschrieben)


    Da unseren Knaus im Winterlager steht kann ich ad hoc nicht gucken was nun verbaut ist. Werde beim nächsten schauen Fotos der installierten Elektronik knipsen und berichte dann hier.


    Entschuldigt bitte dieses Durcheinander.

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

  • Aus elektrochemischer Sicht kann das gar nie klappen.

    Aus praktischer Sicht klappt das in jeder USV.
    Steht auch in vielen Batteriedatenblättern: Zyklische Anwendung ca 14.6V, Speicheranwendung wie USV 13.8V.


    Gleich wie bei Geschwindigkeitlimits: nur weil 100km/h steht, heisst das nicht das man unbedingt 100 fahren muss.

  • Hallo,


    zielführender als jegliche Diskussion ist sicherlich eine Anfrage bei dem Batteriehersteller, ob diese Ladekonstellation zum gewünschten Ergebnis führt.
    Dieses sollte eigentlich/natürlich dem TE vorbehalten bleiben.

  • @treckertom
    Jedem Funkamateur, der eine solche Oberwellenschleuder ohne nachträgliche Filterung nutzt, gehört auf die Finger geklopft.
    Überhaupt sind nur wenige Schaltnetzteile für den Amateurfunk geeignet. Wenn man dann allerdings so ein Teil auch noch an einer Endstufe benutzt, sollte man demjenigen das Rufzeichen entziehen. Bei UKW und FM geht das ja noch, da laufen die Endstufen eh zumeist im C-Betrieb.
    Aber da gibt es ja auch immer wieder "Spezialisten" die dann eine PA im A-Betrieb mit sowas speisen und sich wundern warum das Seitenbandsignal so besch***** ist...


    @all
    mal sehen was LochNess da noch alles ausgräbt. Vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Überraschung.

  • Aus praktischer Sicht klappt das in jeder USV

    Die werden auch nur seltenst bis nie entladen.
    Zylkenfestigkeit ist da nebensächlich.


    Verbleiben wir doch so:
    USV ist ein "etwas" anderer Anwendungsfall als im WW
    Deshalb ist ein Kostantspannungsgerät als Ladegerät für Akkus im Zyklenbetrieb eher wenig geeignet.
    Erschleißt sich durch die elektrochemischen Vorgänge in gängigen Bleiakkus, wer mag kann selbst nachlesen.


    Der Geschwindigkeitsvergleich hinkt etwas.

  • Die werden auch nur seltenst bis nie entladen.Zylkenfestigkeit ist da nebensächlich.


    Verbleiben wir doch so:
    USV ist ein "etwas" anderer Anwendungsfall als im WW
    Deshalb ist ein Kostantspannungsgerät als Ladegerät für Akkus im Zyklenbetrieb eher wenig geeignet.
    Erschleißt sich durch die elektrochemischen Vorgänge in gängigen Bleiakkus, wer mag kann selbst nachlesen.

    Wegen dieser Kriterien stellte ich meine Frage. Dass es irgendwie schon funktioniert ist o.k., aber optimal ist eben etwas anderes. Beim Kraftfahrzeug, egal welches, lege ich auch großen Wert auf ein externes Ladegerät welches die Batterie nicht schädigt um den Nutzen der zusätzlichen Ladung im Winter zu haben.

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

  • Aber ein Unterschied ist es schon, wenn man nun eine Starterbatterie mit einer Bordbatterie im WW vergleichen will.
    Die hohen Ströme wie z.B.beim KFZ der Anlasser, treten beim WW nicht auf. Eher auf längere Zeit eine geringere Stromabgabe.
    Wenn man also die Bordbatterie nie richtig bis zur Ladeschlussspannung aufläd, ist diese ja auch nie zu 100% voll.
    Dazu noch berücksichtigt, dass man die Bleibatterien auch nur zu etwa 50% entleeren sollte, bleibt nicht viel von der Kapazität zur Nutzung übrig.
    Da sind die Kollegen FePo absolut im Vorteil. Du könntest jetzt das Netzteil drin lassen und mit einem "Lademodul" den Strom begrenzen und die Spannung anheben. Oder aber ein etwas stärkeres Ladegerät, was auch die Verbraucher mit abdeckt und bei Batterieausfall den Job der Bordbatterie mit übernimmt.
    Ich habe gerade den Fachbegriff dafür nicht parat.
    Ich habe bei unserem WW die normalen 12V Netzteile entfernt. Die Ladung der Bordbatterie erfolgt derzeit über ein Schaltnetzeil oder Auto und über ein Ctek 250 Dual. Sofern ich also gerade mal Stom entnehme welcher innerhalb der Ladeleistung des Ctek liegt, belaste ich die Batterie nicht.
    Die nächste Stufe soll noch ein Solarpanel werden, welches ich dann wohl an den Lima-Eingang des Dual klemmen werde, aufgrund dessen das die meisten Firmenwagen keine voll belegte AHK-Dose haben. So würde die Batterie tagsüber auch während der fahrt geladen. Ist aber nur mein "Workaround" wegen der KFZ. Normalerweise würde das Dual anhand der Spannung erkennen ob der Motor läuft und dann erst nach kurzer Zeit den Ladevorgang starten.
    Sollte von dem Solarpanel mehr Energie zur Verfügung stehen, schaltet das Gerät um und entlastet die Lima.


    Übrigens ist bei uns die maximale Ladeleistung max. 20A, durch den Lader begrenzt, bei einer 90A Blei-Gel Bordbatterie
    Temperatursensor natürlich montiert!

  • Ich werde sehen was montiert ist und berichten.
    Nach den Papierfunden bin ich optimistisch dass passendes Equipment implantiert ist. Auf alle Fälle ist noch Geduld gefragt, das Wetter wird wieder normaler u. das Heißblut abgekühlt :D .


    optimistischer

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

  • Ja moin zusammen.


    Nun habe ich nachgesehen und kann die Komponenten nennen:


    Batterielader = PowerSaver BC-012-15AP
    Batterie = DETA DG80
    Umformer = CALIRA MES 400-5/Module A


    Es ist Zeit die alten Dokumente zu entsorgen.

    Gruß,
    LN


    Knaus Eurostar 580 EU, gezogen von 194 Diesel-Pferdchen meines Opel Insignia ST

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!